03 - Kapitel 25 bis 44 (Seite 135 bis 203)

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  • Du sprichst hier einen interessanten Punkt an: Tautun, Baresin und Varlie sind keine gewählten Volksvertreter, im Grunde genommen usurpieren sie die Entscheidungsgewalt. Weil es unter den gegebenen Umständen gar nicht möglich ist, eine große Abstimmung durchzuführen, es muss ja schnell und unverzüglich gehandelt werden.
    Wenn es ihnen aber gelingt, sich als "die starken Entscheider" zu etablieren, steigt dadurch auch ihre Chance, hinterher gewählt und akzeptiert und dadurch rückwirkend bevollmächtigt zu werden. Hat es schon mehrmals gegeben in der Menschheitsgeschichte: Erst ein Putsch, und dann lässt sich der neue "starke Mann" noch demokratisch bestätigen, damit alles seine Ordnung hat. Weil das Volk immerhin denkt: "Der tut was." Und ihm deshalb Stimmen und Vertrauen schenkt.


    >:D
    T


    Stimmt trotzdem,hm.....Probleme sehe ich da noch mit den "alten Entscheidern", denn beide leben ja noch. Und ich frage mich da schon, ob die Mutter von Baresin wirklich ihren Posten an ihren Sohn übergeben möchte. Kann sie wirklich ihrem Posten entsagen und meint jetzt doch ihr Sohn ist stark genug dafür. Zumal sie ja am Anfang große Bedenken hatte.


    Tautun oder Varlie in einer Entscheiderpostion kann ich mir eigentlich nicht unbedingt vorstellen. Ist so ein Gefühl!!
    Aber das Tautun z.B. nach "getaner Arbeit....Morden" wieder in der Versenkung...zweiter Reihe stehen mag, kann ich mir auch nicht so recht vorstellen.


    Dazu, machst Du Tobias, ein nicht unerhebliches Aufsehen um seine Vergangenheit....... ;)


  • Stimmt trotzdem,hm.....Probleme sehe ich da noch mit den "alten Entscheidern", denn beide leben ja noch. Und ich frage mich da schon, ob die Mutter von Baresin wirklich ihren Posten an ihren Sohn übergeben möchte. Kann sie wirklich ihrem Posten entsagen und meint jetzt doch ihr Sohn ist stark genug dafür. Zumal sie ja am Anfang große Bedenken hatte.


    Tautun oder Varlie in einer Entscheiderpostion kann ich mir eigentlich nicht unbedingt vorstellen. Ist so ein Gefühl!!
    Aber das Tautun z.B. nach "getaner Arbeit....Morden" wieder in der Versenkung...zweiter Reihe stehen mag, kann ich mir auch nicht so recht vorstellen.


    Deinen Überlegungen und Bedenken kann ich mich anschließen.

  • Ziemlich naive Idee, denn 30 Männer..die auch noch Familie haben also mit Bindung in die Heimat verschwinden nicht einfach so. Und was ist mit dem Gryph, Vogelpferd das Nendleces so ans Herz gewachsen ist. Das müsste dann auch tot gemacht werden und da gibt es zumindest Nendlece, wie ich mal schwer hoffe, die sicherlich da etwas dagegen hätte oder ;)?


    Ja da muss ich dir Recht geben, recht schlau ist das ganze nicht, aber wenn man das weiterspinnt und die sich doof stellen, was will ihnen Nafarroa dann tun? Die 30 Männer sind ja offiziell im Wald von Hyänen zerfleischt worden! Und der Gyph müsste natürlich verschwinden.. Ich bin mir auch sicher, dass Nendlece dem alles andere als zustimmen wird, aber damit mein ich nur, dass das die Version des Plans ist, an die sie sich klammern wollen.


    Mich eigentlich nicht mehr so ganz, denn Fakt ist bis dato waren die Dörfler eine brave Herde von Lämmern.
    Ihre Anführer in Haft genommen, die Säge konfisziert und keiner hat aufgemuckt.


    O.K. keiner hatte Tautun auf seiner Rechnung. Der sind jetzt quasi als geheime Trumpf....Killer herausstellt. Armer Freconvil, armer Capitar und arme Soldaten.


    Kleine Auffälligkeit am Rande...alles begann im "Schwarzen Lamm"
    Könnte doch ein geschickter Schachzug/Wortspiel von Tobias sein als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl..... Lamm kann auch seine Farbe/Gesinnung ändern und ist plötzlich nicht mehr brav und willig.


    Das ist eine sehr interessante Idee, auf die ich gar nicht gekommen wäre, in der Hinsicht macht die Namenswahl aber definitiv Sinn



    Das kann ich mir auch vorstellen. Jetzt ist der erste oder sogar schon zwei Dorfbewohner tot und Clarde wird irgendjemandem die Schuld dafür geben, das wird ein natürlicher Reflex sein. Und wenn noch mehr Opfer zu beklagen sein werden, werden noch mehr ihre Schuldigen dafür suchen. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass die Stimmung kippen kann und Tautun oder auch Sinion, Barsein .... dann nicht mehr Dorfbewohner sind, die das Dorf retten wollten, sondern Rebellen sind, die den Frieden weggenommen haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, es könnte ein Krieg entstehen, der sich untereinander entwickelt und zur Zerstörung des Dorfes führen kann, ohne das der tatsächliche Feind auch nur einen Hammer gehoben hat.


    Aber dieser kleine Aufstand bringt doch rein gar nicht für das Land Akitania?! Ein kleines Dorf kann doch rein gar nix ausmachen, darüber hätte ich mich beim Lesen auch immer aufregen können, weil sie ja als 500 Mann Dorf keine Chance gegen die restlichen Nafarroa Soldaren in den Nachbardörfern haben?!

  • Es MUSS unangenehm sein, finde ich. Es ist ja schließlich auch für den Getöteten unangenehm. :unschuldig:


    Damit hast du natürlich Recht, dennoch ist es meistens so, dass man bei Filmen oder Büchern immer stark aufpassen sollte wen man umbringt, sonst wird's hässlich. Ich bin nämlich sonst jemand, der beim Ableben mancher Charaktere oder ähnlicher Plotänderungen, schnell zum Boykott übergeht und das ist bei den "Sieben Heeren" bis jetzt nicht der Fall ich will unbedingt wissen wie's weitergeht! Deswegen finde ich es auch sehr faszinierend, dass du diese Gradwanderung ziemlich gut meisterst.


  • Aber dieser kleine Aufstand bringt doch rein gar nicht für das Land Akitania?! Ein kleines Dorf kann doch rein gar nix ausmachen, darüber hätte ich mich beim Lesen auch immer aufregen können, weil sie ja als 500 Mann Dorf keine Chance gegen die restlichen Nafarroa Soldaren in den Nachbardörfern haben?!


    Die Chancen sehe ich auch als sehr gering ein. Wenn z.B. es ihnen gelingt, alle 30 Mann umzubringen und sie 30 Hammer in ihren Besitz bekommen, können sie das nächste Heer entsprechend empfangen - was jedoch voraussetzt, dass sich im Dorf auch 30 Männer und Frauen finden, die bereit sind, weiter zu töten und mit dem Streithammer umgehen können und somit dem nächsten Heer ebenbürtig sind. Sie können dann die Zahl der erbeuteten Hammer entsprechend erhöhen. Aber ehrlich, wie wahrscheinlich ist das, dass das glatt abläuft? Und das Dorf erleidet garantiert auch Verluste und schrumpft damit immer mehr. Wenn sich die Nachricht von Hagetmaus Erfolg (diesen vorausgesetzt) in den umliegenden Dörfern rumspricht, dann könnte es sein, dass dies dort wie eine Initialzündung wirkt, vielleicht haben sie auch ihren eigenen Tautun, der die Menge entsprechend in die Richtung führt. Wenn theoretisch so alle 7 Heere besiegt werden können und die Krone in Pararis nicht fällt, könnte ide Befreiung Akitanias erfolgreich sein.


    Das sind aber eine ganze menge Wenn und Aber, daher kann ich mir nicht vorstellen, dass die Hagetmauer so viel "Glück" haben werden.

  • Hm, ob dieser Aufstand etwas bringt kann man bis dato noch nicht sagen. Aber es könnte durchaus eine Signalwirkung auch für andere Dörfer sein oder bedeuten.


    In der Richtung...ein Aufstand/Kampf ist durchaus möglich probiert es zumindest und lasst euch nicht so einfach von den Nafarroanner vereinnahmen. Denn selbst wenn die Bedingungen einigermaßen gut sind....es ist kein Leben wie im Land Akitania vor dem Einmarsch der Nafarroanner.


    So könnten die Hagetauser trotzdem eine Sache ins Rollen bringen, die den Eroberern gar nicht gefallen könnten. Und damit das Zünglein an der Waage für einen Widerstand gegen die "Sieben Heere" sein.

  • Die Chancen sehe ich auch als sehr gering ein. Wenn z.B. es ihnen gelingt, alle 30 Mann umzubringen und sie 30 Hammer in ihren Besitz bekommen, können sie das nächste Heer entsprechend empfangen - was jedoch voraussetzt, dass sich im Dorf auch 30 Männer und Frauen finden, die bereit sind, weiter zu töten und mit dem Streithammer umgehen können und somit dem nächsten Heer ebenbürtig sind. Sie können dann die Zahl der erbeuteten Hammer entsprechend erhöhen. Aber ehrlich, wie wahrscheinlich ist das, dass das glatt abläuft? Und das Dorf erleidet garantiert auch Verluste und schrumpft damit immer mehr. Wenn sich die Nachricht von Hagetmaus Erfolg (diesen vorausgesetzt) in den umliegenden Dörfern rumspricht, dann könnte es sein, dass dies dort wie eine Initialzündung wirkt, vielleicht haben sie auch ihren eigenen Tautun, der die Menge entsprechend in die Richtung führt. Wenn theoretisch so alle 7 Heere besiegt werden können und die Krone in Pararis nicht fällt, könnte ide Befreiung Akitanias erfolgreich sein.


    Das sind aber eine ganze menge Wenn und Aber, daher kann ich mir nicht vorstellen, dass die Hagetmauer so viel "Glück" haben werden.


    Ja aber da gehts ja schon los, wenn die wirklich bei ihrem Plan bleiben und auf ahnungslos machen, dürfen die keinen einzigen Hammer behalten, sonst fällts auf?! Außer die legen ein paar zur Deko neben die Leichen im Wald und verstecken den Rest?


  • [..]


    Aber wirklich frei sind sie danach nicht: es würde dann zwar erstmal keine Besatzer geben, aber dafür würde die Panik und Angst und die Ungewissheit im Dorf Einzug halten, wann weitere nafarroanische Heere nachkommen, um nach dem Rechten zu sehen. Wenn die Krone wirklich fällt, will das Dorf dann bis an sein Ende nafarroanische Soldaren töten? Der Alltag, wie er bisher bekannt ist, wäre Vergangenheit, die Menschen könnten vor Furcht aus Überfällen nicht mehr ihrem Tageswerk nachgehen, der Handel mit anderen Dörfern fällt weg usw.


    Wenn die Krone allerdings Akitanien zurückerobern kann, dann könnten die Hagetmauer zu Helden werden. Aber zu welchem Preis? Unter den Dorfbewohnern gibt es nun auch die ersten Toten, welche bei den Angehörigen psychische Belastungen hervorrufen werden. Und was werden diejenigen dann tun? Was wird z.B. Clarde tun, wenn sie aus ihrem Schmerz um Sohn und evtl. Mann wieder auftaucht? Gibt sie die Schuld am Tod ihrer Familie den fremden Soldaren oder aber Tautun? Wenn sie Tautun als den Schuldigen sieht, könnte sie vielleicht versuchen, ihn an die Nafarroaner zu verraten oder ihn selbst umzubringen. Selbst Varlie kam kurz der Gedanke, Tautun zu töten, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Ich habe es im letzten Abschnitt bereits geschrieben, dass ich mir vorstellen kann, dass das Töten der Soldaren das Dorf spalten könnte, dass Misstrauen und Furcht regieren und man bereit ist, Mitbewohner zu verraten, um die eigene Haut zu retten.


    Das ist ein echt interessanter Gedanke. Bei diesem Abschnitt habe ich auch überlegt, was die Dörfler machen wollen, wenn ihr bisheriger Plan Erfolg haben söllte. Wollen sie wirklich so tun, als ob die ganzen Soldaren nie angekommen wären.Klar, der Wald hat so seine eigenen Gefahren, aber dass nicht einer überlebt haben soll..?Und wenn herauskommt, dass Hagetmau nicht besetzt wurden ist - dann kommen bestimmt weitere Soldaren - vielleicht auch aus dem Nachabrdorf und was wollen sie dann machen ???


    Dass Akitania die Korne zurückerobern wird - damit rechne ich eigentlich nicht wirklich. Es wird ja betont, was für ein friedliches Völkchen diese sind - ohne irgendwelche Soldaten - eigentlich hilflos den Gegnern ausgesetzt. Im Gegensatz dazu hat Naffaroa ja doch einiges an Soldaren und somit Streitkraft zu bieten.. Aber vielleicht kann dies eine Bürgerlawine freisetzen?? Ich bin echt gespannt..

  • Ja, das macht es wirklich schwer zu begreifen. Wenn sich die Soldaren wie Drecksäcke benehmen würden, dann hätte man weniger Mitgefühl mit ihnen, aber so erinnert das Ganze wirklich an ein reines Abschlachten.


    Ja, dadurch,dass die Soldaren so ein gutes Benehmen an den Tag legen und Varlie sogar helfen wollen - da bekommt man als Leser ein richtig schlechtes Gewissen. Die Soldaren erfüllen eigentlich nur ihren Job und gehen eigentlich umsichtig mit den Dorfbewohnern um - klar, es ist eine Belagerung - aber trotzdem tun mir die Soldaren irgendwie leid...

  • In diesem Abschnitt steigt die Brutalität stark an. Ich persönlich finde es aber gut, dass man als Leser auf eine bestimmte Art einen Einblick bekommt, dass die Soldaren auch ein bisheriges Leben hatten. Auch wird das Morden recht plastisch beschrieben. In gewisser Weise finde ich das in Ordnung, denn jemanden zu ermorden sollte niemals einfach sein oder sogar verschönigt dargestellt werden - es sollte schwer sein, so eine Entscheidung zu treffen und als Leser muss einem da das Herz bluten.
    Für die Soldaren wird Mitgefühl geweckt. Eigentlich erledigen sie ja nur ihren Auftrag und benehmen sich bisher zumindest recht dizipliniert. Sie gehen recht gut mit den Bewohnern Hagetmaus um, wollen Varlie sogar helfen oder nutzen ihre angebliche Betrunkenheit nicht aus - nein, sie überlegen, sie nach Hause zu begleiten..Mir gefällt es, dass es nicht so scharz-oder-weiß dargestellt wird.
    Bei Tautun habe ich manchmal das Gefühl, dass er regelrecht im Blutrausch ist. Eigentlich scheint er bisher keine wirklichen Bedenken zu haben - er macht auf mich zumindest nicht diesen Eindruck, als ob er irgendwas bereuen würde..Auch sein Umgang mit Sinion (bei der Ermordung der Soldaren vor demm Haus eines Bewohners des Dorfes) fand ich etwas..Irgendwie kann er es nicht richtig verstehen, dass Sinion zweifel hat und vielleicht nicht so versessen aufs Morden ist - Tautun entwickelt sich immer mehr zum kaltblütigen Mörder..Auch Varlie fällt dies auf und sie distanziert sich von ihm. Auch hat sie überlegt, Tautun zu ermorden, damit diese Serienmorde ein Ende hätten..Am liebsten würde sie aufhören, denkt dann aber an ihre Schwester - die ihr Kraft gibt, all dies durchzustehen..Varlie hat sich weiterentwickelt. Ihre Naivität ist wie weggeblasen, seitdem sie die Konsequenzen erkannt hat und aktiv an all dem beteiligt ist..
    Auch wird der Capitar misstrauisch - wo seine Männer bleiben. Jetzt will er selber nachsehen. Auch geht er davon aus, dass seine Soldaren einfach nur dem Alkohol zu sehr zugesagt haben. Ob das gut gehen wird? Wird er die richtigen Schlussfolgerungen machen? Wenn ja, wie wird er handeln..Da bin ich echt gespannt..
    Und dann: Was war das, was Baresin im Wald gesehen hat? Ich bin mir da echt unschlüssig..Ganz schlimm sind mir seine egoistischen Gedanken aufgestoßen..Ich muss sagen, Baresin würde ich kein Dorf anvertrauen - er denkt doch nur an sich, will nur gut dastehen und heil aus der Sache rauskommen..der würde mit Sicherheit auch seine eigenen Leute verraten, nur um seine eigene Haut zu retten und würde alles mögliche behaupten..
    Und es war zu erwarten: Auf Seiten der Dörfler gibt es die ersten Verluste..Ich bin auch gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird..Einige vermuten ja, dass dies eine Entzweiung mit sich bringen könnte..Auch wissen ja die schlafenden Dorfbewohner eigentlich nicht, was hier so vor sich geht..
    Es gibt einige spannende Ansätze- wie es wohl weitergehen wird 8) :lesen:


  • Ja aber da gehts ja schon los, wenn die wirklich bei ihrem Plan bleiben und auf ahnungslos machen, dürfen die keinen einzigen Hammer behalten, sonst fällts auf?! Außer die legen ein paar zur Deko neben die Leichen im Wald und verstecken den Rest?


    Da hast du recht, daran hatte ich gar nicht gedacht, dass das auffällig ist, wenn keine Hammer mehr bei den Leichen sind. Rindenhyänen würden die eher nicht mitnehmen ;D Und 30 Leichen lässt auch nicht mal eben so völlig verschwinden.


  • Und wenn herauskommt, dass Hagetmau nicht besetzt wurden ist - dann kommen bestimmt weitere Soldaren - vielleicht auch aus dem Nachabrdorf und was wollen sie dann machen ???


    Zumal der Capitar doch am nächsten oder übernächsten Tag bei dem Oberbefehlshaber des Dritten Heeres vorstellig werden müßte. Wenn er nicht erscheint, dann wird dieser bestimmt mißtrauisch werden.



    Dass Akitania die Korne zurückerobern wird - damit rechne ich eigentlich nicht wirklich. Es wird ja betont, was für ein friedliches Völkchen diese sind - ohne irgendwelche Soldaten - eigentlich hilflos den Gegnern ausgesetzt. Im Gegensatz dazu hat Naffaroa ja doch einiges an Soldaren und somit Streitkraft zu bieten.. Aber vielleicht kann dies eine Bürgerlawine freisetzen?? Ich bin echt gespannt..


    Ich habe auch sehr große Zweifel, dass die Krone Akitania zurückerobern bzw. sich an der Macht halten kann. Die Armee wurde ja seinerseits wohl abgebaut. Die einzige Waffe, die sie einsetzen können, ist die Magie, über die wissen wir bisher noch zu wenig.


  • Zumal der Capitar doch am nächsten oder übernächsten Tag bei dem Oberbefehlshaber des Dritten Heeres vorstellig werden müßte. Wenn er nicht erscheint, dann wird dieser bestimmt mißtrauisch werden.


    Und damit tut sich das nächste Problem auf. Denn über dem Capitar steht ja der Oberbefehlshaber und jetzt ist die Kette der Informationen von Seiten der Armee von Nafarroas unterbrochen und das "muss" auffallen.


    Und es werden dann sicherlich früher oder später Schritte eingeleitet werden, die eine weitere Truppe nach Hagetmau führen wird. Ob man dann wirklich so unschuldig tuen kann?

  • Hallo werte Mitleser,


    Ich möchte dann auch mal verspätet meine Meinung zum aktuellen Leseabschnitt loswerden. Gelesen habe ich ihn schon am Wochenende, aber bin bisher noch nicht dazu gekommen, mich hier auch vernünftig zu äußern.


    Hier beginnt nun tatsächlich die Rückeroberung des Dorfes, die auch bisher erstaunlich gut läuft. Die Hälfte der Soldaren wurde gemeuchelt und auf Seite der Bewohner gab es erst einen bzw. zwei Tote. Bei Folster hatte ich es irgendwie schon geahnt, dass es ihn erwischen wird, als er sich der Truppe anschloss. Aber bisher hat er es ja noch geschafft zu überleben- mal sehen wie das ausgeht.


    Die einzelnen Tode der Soldaren fand ich recht gut beschrieben und auch weitestgehend logisch. Nur der eine Kerl vor der Stallung, kam mir ein wenig seltsam vor. Kurz nachdem er das merkwürdige Geschrei aus dem Wirtshaus gehört hat, sieht er einen Dörfler mit Hämmern auf sich zu schleichen und sieht einfach dabei zu, wie er selbst erschlagen wird... :-\


    Interessanterweise muss ich sagen, dass ich, was mir mir durchaus hin und wieder passiert, mit den Antagonisten der Geschichte zu sympathisieren beginne. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass sie hier hauptsächlich als Opfer dargestellt werden. Aber auch die Soldaren, die uns bisher von Tobias vorgestellt wurden, mochte ich eigentlich.
    Auf der Seite der Dörfler mag ich neben Nendlèce mittlerweile auch Varlie als Charakter. Man merkt ihr die Belastung durch die Morde an und als sie sich schließlich entscheidet weiter an dem Auftrag festzuhalten und mitzuwirken tut sie es um ihre Familie vor dem Zorn der Soldaren zu schützen.
    Tautun finde ich auch sehr interessant, wobei er mir aufgrund seiner Gewissenlosigkeit und seiner Freude am Morden nicht unbedingt sympathisch ist^^


    Da wir bisher nur einen Teil der Mission zu Gesicht bekommen haben, habe ich mittlerweile die starke Vermutung, dass sich auch der Rest des Buches und somit de r gesamte erste Teil mit der Rückeroberung des Dorfes bzw. mit dieser einen Nacht beschäftigen wird. Und da schon die Hälfte der Soldaren erledigt wurde, gehe ich auch davon aus, dass dieser Plan gelingen wird, auch wenn es von nun an blutiger werden könnte.


    Rätsel gibt noch die Gestalt auf, die Baresin am Waldesrand gesehen hat. Ob diese für die aktuelle Handlung noch eine Rolle spielen wird? Im Moment habe ich keine Ahnung, um wen es sich handeln könnte...außer vielleicht die Personifikation des Apfelbaumgottes^^


  • Ich warte ja auch noch darauf, dass der Apfelgott auf die ein oder andere Weise die Bewohner unterstützt. Doch wie könnte das aussehen?
    LG, Aurian


    Er könnte Äpfel auf die Soldaren regnen lassen ;D



    Haben die wirklich gedacht, dass geht immer so weiter ohne Gegenwehr. Kann man wirklich so dumm sein?


    Ich denke nicht, dass irgendjemand davon ausgegangen ist, dass es keine Gegenwehr geben wird. Aber in Anbetracht der Alternativen war Sinions Vorschlag von allen vielleicht noch der Erträglichste.



    Denn für mich macht das Morden keinen Sinn. Und auch die Gedanken, die Varlie beim Morden in Richtung ihrer Schwester hegt sind meiner Meinung nur Augenwischerei.


    Bin mir gerade dabei nicht sicher. Varlie mordet sicher nicht weiter, weil es ihr Freude bereitet, ich denke das wird klar. Aber sie muss mit der Rache der Soldaren rechnen. Vielleicht nicht speziell was ihre Schwester betrifft, aber auf das gesamte Dorf bezogen.



    Das Gemetzel, das losgeht, kann –wenn man das Ganze noch mal Revue passieren lässt- ja eigentlich auch nicht als Widerstand bezeichnet werden, weil das doch eine Verzweiflungstat war um eine Lösung für diesen Unfall zu finden oder? Oder würdet ihr das klar als Widerstand ansehen?


    Unter klassischem Widerstand stelle ich mir etwas anderes vor, aber im Grunde gehen die Dörfler gewaltsam gegen die Besatzer vor. Vermutlich kann man es so bezeichnen...


    Für mich ist dieser "Tarzan" die verehrte Apfelgottheit :P Ich hätte sein Auftauchen aber nicht als Warnung interpretiert, für mich war es lediglich ein Hinweis für den Leser etwas mystisches einzubringen, wenn es eine Warnung sein sollt, hätte er auch aktiv etwas sagen oder tun sollen, außerdem verteidigen die Bewohner ja mehr oder weniger den Abellion-Glauben mit.


    Hmm...interessant. Ich habe ja eben auch die Vermutung geäußert, das aber nicht unbedingt ernst gemeint. Für mich wirkte die Gestalt eher wie ein Mensch, aber wir werden ja sehen, was sich da noch ergibt. Wenn es der Gott war, der ein Zeichen setzen wollte, dann hat er das aber äußerst subtil gemacht...



    @Brückenszene:


    Ja da war ich auch ganz verzweifelt und als Leser hat man ja leider keine Chance einzugreifen, ich hatte irgendwie gehofft, dass Varlie vielleicht eingreifen würde.. :(


    Zu dem Zeitpunkt ist es wahrscheinlich schon zu spät. Der Plan hat bereits begonnen und Varlie bereits geholfen einen Soldaten zu erschlagen :/


  • Da Juyan ja bisher im Stall als Wache eingeteilt war, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass er einer der dort getöteten Soldaren war. :( Mal gespannt, was Nendlèce zu der Sache sagt, die ja noch so freundlich mit ihm geredet hatte ...


    Naja, es gibt ja auch Wachablösungen. Ich gebe vorerst mal die Hoffnung nicht auf, dass er noch am Leben ist, auch wenn er vermutlich so oder so sterben wird...


    Tautun oder Varlie in einer Entscheiderpostion kann ich mir eigentlich nicht unbedingt vorstellen. Ist so ein Gefühl!!
    Aber das Tautun z.B. nach "getaner Arbeit....Morden" wieder in der Versenkung...zweiter Reihe stehen mag, kann ich mir auch nicht so recht vorstellen.


    Dazu, machst Du Tobias, ein nicht unerhebliches Aufsehen um seine Vergangenheit....... ;)


    Ja, das könnte wirklich noch interessant werden. Tautun ist nun ja bereits richtig in seinem Element und weil er auch derart Gefallen am Morden gefunden hat, wird er wohl auch wollen das weiterhin fortzuführen. Rauthne hingegen wird eher versuchen auf Deeskalation zu setzen, so wie ich das einschätze.



    Aber dieser kleine Aufstand bringt doch rein gar nicht für das Land Akitania?! Ein kleines Dorf kann doch rein gar nix ausmachen, darüber hätte ich mich beim Lesen auch immer aufregen können, weil sie ja als 500 Mann Dorf keine Chance gegen die restlichen Nafarroa Soldaren in den Nachbardörfern haben?!


    Nicht, wenn sich die Nachbardörfer ihnen anschließen. Wenn sie die Soldaren besiegen haben sie immerhin schon 30 Rüstungen und Bewaffnung. Wenn sie dann anderswo schnell zuschlagen, kann sich ihre "Armee" schnell vergrößern.
    Da es eine Trilogie wird, gehe ich nun auch mal davon aus, das sich das Geschehen der Handlung langsam ausweiten wird.

  • Er könnte Äpfel auf die Soldaren regnen lassen ;D


    Ich finde ja den Apfelgott sowieso mysteriös. Ich meine, es gibt ja die unterschiedlichsten Götter, auch gerade in Geschichten. Aber dass es hier ein Gott in Zusammenhang mit Äpfeln gibt, finde ich seltsam, auch weil es ja nur dieser eine Gott ist. Wenn es jetzt mehrere gäbe, meinetwegen einen Apfelgott für die Apfelernte und einen Weizengott für die Getreideernte, etc. Warum gerade als "Hauptgott" einen "Apfelgott"? Habe nur ich dabei das Bild im Kopf von der Vertreibung aus dem Paradies?


  • Ich finde ja den Apfelgott sowieso mysteriös. Ich meine, es gibt ja die unterschiedlichsten Götter, auch gerade in Geschichten. Aber dass es hier ein Gott in Zusammenhang mit Äpfeln gibt, finde ich seltsam, auch weil es ja nur dieser eine Gott ist. Wenn es jetzt mehrere gäbe, meinetwegen einen Apfelgott für die Apfelernte und einen Weizengott für die Getreideernte, etc. Warum gerade als "Hauptgott" einen "Apfelgott"? Habe nur ich dabei das Bild im Kopf von der Vertreibung aus dem Paradies?


    An das Paradies hatte ich gar nicht gedacht, aber warum es gerade ein Apfelgott ist, darüber habe ich mich auch gewundert.

  • Ja, es ist vielleicht etwas weit hergeholt. Aber je länger ich über das Bild nachdenke, was im Dorf gerade passiert, so hat das schon was von "Vertreibung aus dem Paradies". Vorher war alles friedlich, die Menschen lebten ihr Leben und mit einem Schlag ist das vorbei. Das Leben für die Dörfler wird doch nie mehr so sein wie früher. Ob sie gewinnen oder nicht, diese Morde (quasi der "Sündenfall") haben alles verändert und werden wohl immer in ihren Köpfen bleiben.

  • Könnte ja einfach auch nur eine gutes Anbaugebiet für Äpfel sein und deshalb gibt es auch einen Apfelgott.
    Wobei ich finde, Apfelgott ist eigentlich zu chauvinistisch, könnte doch auch eine Göttin sein.


    Aber gut, der Mardein, als sein oberster Vertreter ist ja auch ein Mann.
    Deshalb vielleicht......