02 - Kapitel 13 bis 24 (Seite 66 bis 135)

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  • Tautuns Vorgehen finde ich dabei wirklich interessant, als hätte er es sich überlegt. Die Dörfler müssen nun handeln! Und er lässt ihnen alle Möglichkeiten. Auch die ihn zu schnappen und auszuliefern (sieht man daran, dass er die Waffe fallen lässt).


    Also für mich hat das alles andere als überlegt gewirkt. Er steigert sich in seine Rage hinein, wankt im Suff zu ihnen hinüber und erschlägt sie^^



    Baresin tritt mehr in den Vordergrund und hat sich in meinen Augen nicht besonders hervorgetan. Ihm scheint es zu gefallen, dass er nun um Rat gefragt wird, aber ein richtiger Anführer ist er in meinen Augen nicht.



    Also meiner Meinung nach ist Baresin ein Großschwätzer. Der redet viel, wenn der Tag lang ist, aber den Mut einmal mit dem Capitar zu reden hat er nicht, der baut in seinem Kopf bloß irgendwelche Luftschlösser. Außerdem finde ich es einfach mies, wie er Sinion's Idee mehr oder weniger als seine eigene verkauft.


    Ich vermute ebenfalls das Baresin nicht der perfekte Anführer ist, aber sehe auch keine bessere Wahl im Augenblick. Sinion mag sehr klug sein und interessante Strategien entwerfen können, aber er kann die Leute einfach schlechter erreichen, aufgrund seines Sprachfehlers. Baresin kann solche Pläne überzeugend darstellen und auch die Leute besser motivieren. Tautun wäre auch ungeeignet. Sehe das ähnlich wie starone: Auch wenn sich Widerstand schlussendlich als richtige Lösung herausstellt, kann ich diese Ermordung von zwei, sich eigentlich friedlich verhaltenden Menschen nicht als Heldentat betrachten. Tautun handelt insgesamt einfach zu kopflos und unüberlegt. Baresin scheint hingegen besonnener zu sein.


    Außerdem ist er auch der Einzige gewesen, der in diesem Szenario zumindest irgendwie gehandelt hat:


    Und dann das erste Problem.. warum hat Tautun denn keiner aufgehalten bevor er die Waffe in die Hand gekriegt hat?! Keiner hat etwas unternommen als er losgetorkelt ist, aber danach jammern alle rum! Genau in der Szene, hat man doch schon gemerkt, dass sich Unheil anbahnt und jeder steht dumm rum und macht nix, bzw. der Baresin macht alles noch schlimmer!! >:(


    Mag sein, dass er hier die Lage schlimmer macht, aber nicht absichtlich. Er versucht Tautun zu beruhigen, dass er dadurch so die Soldaren ablenkt, war ja nun nicht vorherzusehen. Der Rest steht einfach nur in der Gegend herum, sieht zu und macht nichts. Natürlich ist es im Nachhinein einfach ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben.



    Nun, ist die Situation aber da: Die Soldaten sind erschlagen. Ich habe mir beim Lesen auch zunächst gedacht: Warum hat ihn niemand aufgehalten? Aber letztlich sind wir nun alle- zumindest indirekt über die Protagonisten- mit der Sachlage konfrontiert. Ich habe einige Zeit darüber nachgedacht, aber es gibt in der Lage einfach keine "richtige" Entscheidung. Auch wenn Sinions Plan aufgeht. Ich bin mir sicher, dass nun auch einiges an Blut auf der Seite Hagetmaus fließen wird. Man kann die Ermordung von 30 Soldaten nicht so einfach vertuschen. Und den Gryph müssen sie wohl auch abschlachten, wenn sie es wirklich darauf anlegen, keine Spuren zu hinterlassen.


    Ob sie es schaffen werden? Ich könnte es mir vorstellen. Aber ich vermute das sie es nicht ohne Opfer zustande bekommen werden. Wenn auch nur irgendetwas ins Hauptlager des Dorfes durchdringt, haben es die Bewohner mit elf...oder mehr ausgebildeten, ausgerüsteten Soldaren zu tun. Das könnte, vor allem auf engem Raum, leicht zu einem Gemetzel werden. Und außerdem sind da noch die Geisel der Naffaroaner. Ihre einzige Chance ist, dass Mardein mit seiner Magie einiges anrichten kann.



    Noch was anderes was mir in diesem Abschnitt aufgefallen ist: Die Ahnlichkeite zwischen Akitanien und Nafarroa gegenüber Frankreich und Spanien?! Schon die akitanische Hauptstadt Parisaris (oder so Ähnlich?^^), dann das Gebirge Pyhr = Pyrenäen.. hat das noch wer bemerkt oder geht da die Fantasie mit mir durch? :verrueckt:


    Damit hast du schon Recht: Ist im ersten Teil schon mal diskutiert worden:


    https://leserunden.de/forum/index.php?thread/12381.45.html



    hier bekommen wir nun mal ein paar ehrlichere Einblicke in den freundlichen Capitar, dem es völlig egal ist, was mit dem Dorf passiert, wenn er wieder weg ist und sogar Unruhen begrüßen würde, "weil es ja sonst so langweilig für die Soldaren ist" . Und seine Bemerkung bezüglich Übergriffe gegen Frauen macht auch klar, dass er nur am Anfang Zurückhaltung fordert. Die Dörfler tun also gut daran, nicht zu glauben, dass er es wirklich gut mit ihnen meint, auch wenn er das immer wieder betont. ::)


    Das seine Persönlichkeit nicht unbedingt die Wundervollste ist, konnten wir ja zuvor schon feststellen. Ich frage mich nun aber, was passiert, wenn er erfährt, dass sein ehrgeiziger Plan schief geht. Ich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass er, falls er das sich anbahnende Massaker überlebt, radikal in die kriegerischere, aggressivere Richtung umschlagen wird. Gerade weil die Dörfler seinen, ihnen beiden zuvorkommenden, Plan zerstört haben.



    So, ich konnte nun erst ein paar der Themen ansprechen. Finde später heute bestimmt noch mehr Zeit zum Schreiben. Ich wollte mich aber nun mal wieder in die Diskussion einbringen, bevor ich komplett abgehängt werde^^


    LG,
    Fisherman :stillgestanden:


  • Und den Gryph müssen sie wohl auch abschlachten, wenn sie es wirklich darauf anlegen, keine Spuren zu hinterlassen.


    Auf die Rolle des Gryphen bin ich auch gespannt, ob sie ihn abschlachten werden (damit muss man bei Tobias ja durchaus rechnen ;D) oder ob sie ihn für ihre Zwecke einspannen können, weil Nendlèce so gut mit dem Tier kann.



    Ich frage mich nun aber, was passiert, wenn er erfährt, dass sein ehrgeiziger Plan schief geht. Ich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass er, falls er das sich anbahnende Massaker überlebt, radikal in die kriegerischere, aggressivere Richtung umschlagen wird. Gerade weil die Dörfler seinen, ihnen beiden zuvorkommenden, Plan zerstört haben.


    Darauf bin ich auch gespannt - und ob er überhaupt noch reagieren kann.


    Spannend finde ich auch, wie unterschiedlich hier Tautuns Tun bewertet wird: wir könnten untereinander die gleichen Fragen diskutieren und würde garantiert auf die gleichen Argumente und Haltungen kommen, wie auch schon im Buch angeschrieben.

  • Also für mich hat das alles andere als überlegt gewirkt. Er steigert sich in seine Rage hinein, wankt im Suff zu ihnen hinüber und erschlägt sie^^


    Deswegen ja auch "als" hätte er es sich überlegt ;)


    Natürlich steigert er sich rein, aber immerhin bewegt es etwas, so dass die Bewohner nun entscheiden müssen und zum Handeln gezwungen werden.
    Wie viel er sich da überlegt hat weiß ich nicht recht.
    Aber er lässt den anderen ja die Wahl was sie danach tun wollen.
    Nachdem er die beiden Soldaren erschlagen hat verlangt er ja nicht von den anderen die restlichen nun auch zu töten, er fordert sie heraus, um sie aus dieser Starre zu befreien.
    Man kann nun nicht länger passiv Alles über sich ergehen lassen.

  • Nun letztendlich zwingt Tautuns mit seiner Tat die Menschen dazu aktiv zu werden.


    Also sich nicht mehr als brave Herde vom Lämmern gegenüber dem Capitar/dem Plan der Neuerungen /Übernahme was das Dorf betrifft gegenüber zu treten.


    Er bringt damit den Stern...eine Lawine ins Rollen.......


  • Tauntun kommt aber schon aus Hagetmau selbst oder?


    Das habe ich bisher so verstanden, aber wurde es auch explizit erwähnt? Kam nicht mal bei Rauthnes Überlegungen vor, dass Tautun schon als Kind für Ärger im Dorf gesorgt hat? Oder bringe ich gerade was durcheinander?

  • Leider hänge ich etwas hinterher - das liegt aber nicht am Buch, sondern eher an mir - derzeit geht mir einfach viel zu viel anderes durch den Kopf, sodass ich mich nicht richtig aufs Lesen konzentrieren kann..
    Nachdem ich den zweiten Abschnitt nun auch gelesen habe, bin ich mir leider immer noch nicht ganz sicher, was ich bisher von dem Buch halten soll. Es liest sich ganz nett, aber bisher hat es es noch nicht geschafft, mich vom Hocker zu hauen - irgendwie fehlt das gewisse Etwas und die Charas sind mir noch nicht ans Herz gewachsen. Aber das kann ja alles noch kommen, schließlich sind wir erst am Anfang des Buches und es passiert bestimmt noch einiges :)
    So langsam kommt die Geschichte in Fahrt - ich muss sagen, ich bin froh, dass mal ein bisschen was passiert und das Dorft gezwungen ist, etwas zu unternehmen und nicht nur einfach die Lage toleriert. Klar, für die Dorfbewohner ist dies eine missliche Lage, aber als Leser habe ich genau auf soetwas gewartet.. :unschuldig:
    In diesem Abschnitt erfahren wir, dass nicht nur Hagetmau belagert wird - auch wenn es den anderen Dörfern teilweise anders ergangen ist. Sie wurden teilweise gewaltsam erobert und nun besetzt. Ich finde es gut, dass wir nun wissen, dass dieser Umschwung wohl in der ganzen Region angesetzt wurden ist und wir wissen nun auch, wieso. Das andere Reich scheint ziemlich arm an Nahrungsmitteln zu sein, Dürreperioden hat es gegeben und die Bevölkerung muss leiden. Daher wollen sie etwas vom Speck des anderen Landes abhaben und besetzten einfach mal das friedliche Völkchen von nebenan. Auch ist es interessant, dem Capitar seine Gedanken teilweise mitzuverfolgen. Wie er über die Besatzung denkt - wie es mit den Dörflern weitergehen soll und was er von der Religion hält, wo er sich auch selber in ein paar Jahren sieht. Ihm ist dieses Dorf und dessen Bewohner eigentlich ziemlich egal - für ihn gilt nur der eigene Erfolg. Aber an sich ist das ja absehbar, dass er ein größeres Ziel verfolgt. Ich bin echt gespannt, wie er mit der weiteren Entwicklung umgehen wird - wann und wie wird er reagieren, wenn seine Soldaren langsam aber sicher ums Leben kommen? (Falls der Plan der Dörfler nicht sofort scheitern wird..)
    Tautun erschlägt also zwei Soldaren in der Schenke. In diesem Moment habe ich mich auch gefragt, warum keiner was unternommen hat. Spätestens als der erste Soldar tot war, hätte man doch wissen können, dass die Situation eskaliert. Aber da war es natürlich schon zu spät. Aber wie würde man wohl selber in solch einer Situation reagieren ???
    Positiv hervorgetan hat sich meiner Meinung nach Sinion. Er entwickelt ein strategisches Gespür und kommt allgemein gut mit der neuen Situation klar - kann sich in diese hineindenken und entwickelt Pläne. Auf seine weitere Entwicklung bin ich echt gespannt.
    Bei Baresin bin ich mir noch unsicher, was ich von ihm halten soll. Bisher kommt er mir wie ein verzogender Bengel vor, der nur gute Ratschläge geben kann - aber mehr auch nicht. Vielleicht ändert sich das ja noch und er wächst mit seinen Aufgaben?
    Die Diskussion in der Schenke, wie sich das Dorf nun nach dem Todschlag verhalten soll, hat mir gut gefallen. Es hat zum nachdenken angeregt und hat gut die Möglichkeiten abgedeckt - welche Gefahren nun bestehen könnten.


  • Noch was anderes was mir in diesem Abschnitt aufgefallen ist: Die Ahnlichkeite zwischen Akitanien und Nafarroa gegenüber Frankreich und Spanien?! Schon die akitanische Hauptstadt Parisaris (oder so Ähnlich?^^), dann das Gebirge Pyhr = Pyrenäen.. hat das noch wer bemerkt oder geht da die Fantasie mit mir durch? :verrueckt:


    Ja, siehe Anwort #65 zu Re: 01.


    Endlich kommt Bewegung in die Geschichte, wie zu erwarten durch Tautun.


    Wo ich beim Lesen seit langem auch mal auch wieder lachen durfte: auf S.109:

    Zitat

    Tautun gewann inzwischen das Wettgrabschen, ...

    Wettgrabschen; herrlich!!! :D

  • Ich vermute ebenfalls das Baresin nicht der perfekte Anführer ist, aber sehe auch keine bessere Wahl im Augenblick. Sinion mag sehr klug sein und interessante Strategien entwerfen können, aber er kann die Leute einfach schlechter erreichen, aufgrund seines Sprachfehlers. Baresin kann solche Pläne überzeugend darstellen und auch die Leute besser motivieren. Tautun wäre auch ungeeignet. Sehe das ähnlich wie starone: Auch wenn sich Widerstand schlussendlich als richtige Lösung herausstellt, kann ich diese Ermordung von zwei, sich eigentlich friedlich verhaltenden Menschen nicht als Heldentat betrachten. Tautun handelt insgesamt einfach zu kopflos und unüberlegt. Baresin scheint hingegen besonnener zu sein.


    Ich denke, dass Baresin, wie auch viele andere hier im Dorf nun langsam in neue Rollen hineinwachsen werden. Tobias macht das schon sehr gut mir viel Einfühlungsvermögen und realistischen Bildern. Und da erinnere ich mich wieder an:

    Zitat

    Die Besetzung war kein Geschrei, kein Empören, sondern eher ein Rascheln und Wispern

    . Nun ersetze man Besetzung mit ... vielleicht Gegenwehr/ Auflehnung/...?

  • Auf die Rolle des Gryphen bin ich auch gespannt, ob sie ihn abschlachten werden (damit muss man bei Tobias ja durchaus rechnen ;D) oder ob sie ihn für ihre Zwecke einspannen können, weil Nendlèce so gut mit dem Tier kann.


    Ich rechne damit, dass zumindest Nendléce versucht wäre eine solche Aktion zu verhindern. Wenn sie die ganze 30-Mann-Abteilung aber verschwinden lassen wollen, dann müssen sie sich wohl auch zwangsläufig des Gryphen annehmen- ist meine Überlegung. Denn wenn der aufgefunden wird, wird man ihnen definitiv auf die Spur kommen.


    Aber vermutlich wird es ohnehin nicht bis zu dem Punkt kommen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto unwahrscheinlicher erscheint es mir das die Sache glatt laufen wird. Die Dörfler gehen davon aus, dass ein betrunkener Tautun und eine kampfunerfahrene Varlie mehrmals hintereinander (wie viele Soldaren genau habe ich gerade nicht auf dem Schirm) zwei gerüstete Kerle überrumpeln und umbringen können, bevor sie Alarm schlagen können. Ich sehe das etwas skeptisch.



    Spannend finde ich auch, wie unterschiedlich hier Tautuns Tun bewertet wird: wir könnten untereinander die gleichen Fragen diskutieren und würde garantiert auf die gleichen Argumente und Haltungen kommen, wie auch schon im Buch angeschrieben.


    Ich denke auch. Es wurde eine Vielzahl von Möglichkeiten aufgezählt, aber jede hat einen Haken. Sinions Idee ist die Einzige bei der die Dorfbewohner ohne Schaden (oder zumindest ohne physischem Schaden) aus der verzwickten Angelegenheit entfliehen können. Dafür müsste es natürlich perfekt laufen. Und Tautun schien bisher eher chaotisch vorzugehen.


    Deswegen ja auch "als" hätte er es sich überlegt ;)


    Dann habe ich dich falsch verstanden. Entschuldige^^
    In dem Fall würde ich dir Recht geben.


    Ich denke, dass Baresin, wie auch viele andere hier im Dorf nun langsam in neue Rollen hineinwachsen werden. Tobias macht das schon sehr gut mir viel Einfühlungsvermögen und realistischen Bildern.


    Bleibt die Frage, ob er ihnen auch die Zeit gewährt wird, in diese Rollen hineinzuwachsen

  • So kommt nun also alles ins Rollen. Tautun erschlägt zwei Soldaren.
    Noch wissen wir nicht, ob das selbst für Tautun ein Novum war, oder ob er schon vorher solch extreme Taten begangen hat.


    Die ganze Zeit war ich hin- und hergerissen: Einerseits kann ich verstehen, dass die Hagetmauer es nicht auf sich sitzen lassen wollen, einfach besetzt zu werden und unter neuer Herrschaft leben zu sollen. Andererseit stellt sich die Frage, ob das so eine große Rolle für die Dorfbewohner gespielt hätte: Zumindest behauptet ja der Capitar, dass sich nicht viel ändern würde, der Zehnte wird einfach weiterhin abgeführt, nur halt nicht mehr nach Pararis sondern nach Nafarroa. Dass andererseits damit begonnen wird, die Nafarroanische Sprache auszubreiten ist schon ein erster Schritt, das Selbstverständnis der Akitanier auszumerzen und sie zu Untertanen Nafarroas zu machen. Das funktioniert, wie wir in Europa derzeit erleben aber natürlich nicht reibungslos. In Europa war die Herangehensweise natürlich eine andere, hier wurde niemand besetzt sondern die Staaten haben sich freiwillig in den Verbund der EU begeben und die Staaten wie auch die Bürger genießen natürlich viele Vorteile (freies Reisen, gemeinsame Währung), aber immer stärker wenden sich die europäischen Bürger aber von Europa ab und in manchen Ländern (z.B. Großbritannien) gibt es ja eine starke Strömung, sich aus der EU zurückzuziehen und den Nationalstaat wieder zu stärken. Auch nach über zwanzig Jahren Europäischer Union sehen sich die Bürger immer noch zuerst als Deutsche, als Polen, als Franzosen und erst viel später als Europäer.
    Von daher werden die Akitanier es sich natürlich nicht bieten lassen, Ihnen ihr Akitanier-sein zu nehmen.


    Nun aber zurück zur konkreten Handlung: Dass Tautun in einem Ausbruch der Gewalt die beiden Soldaren tötet kann ich dennoch nicht so einfach gutheißen. Die beiden sind zwar Teil der Invasoren, doch wir wissen nicht - und natürlich auch Tautun nich - wie sie selbst darüber dachten. Waren sie überzeugte Verfechter der Annexion? Waren sie durch Armut und Arbeitslosigkeit einfach gezwungen, in der Armee zu dienen? Waren sie Kriegsverbrecher oder doch eher harmlose Söhne, Brüder und Väter?


    Der dritte Punkt ist nun, was handeln sich die Hagetmauer ein, wenn sie nun alle nafarroanischen Soldaren im Dorf umbringen? Wird dadurch der Mord an den beiden in der Schenke vertuscht? Oder handeln sie sich nicht nur viel größeren Ärger ein und geraten in eine Spirale der Gewalt?

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen