01 - Anfang bis einschließlich Kapitel 12 (bis Seite 66)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hallo liebe Leserunde,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Sieben Heere" und ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders Tobias O. Meißner, der uns hier begleiten wird. Schön, dass Du wieder mit dabei bist! :-*


    Ihr dürft den Autor duzen.


    Bitte lest Euch nochmals die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch!


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Vermeidet bitte auch reine Inhaltsangaben, wir lesen alle das gleiche Buch. ;)


    Es wäre zudem sehr schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Faustregel: nicht mehr als einen Abschnitt pro Tag.


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 66 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!!! :winken:


    Liebe Grüße
    Heimfinderin

  • Ich habe die ersten paar Seiten etwas gebraucht, um mich in den Schreibstil einzufinden, das ging aber dann auch ganz flott.
    Womit ich auch jetzt noch ein Problem habe sind die "Soldaren". Als ich das Wort zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich noch es wäre ein Druckfehler, nach mehrmaligen Lesen, ist mir schon klar geworden, dass das "R" da auch ganz richtig ist, allerdings kann ich mich mit dem Wort nicht anfreunden, ich stutze immer noch, wenn ich es lese. Wie gesagt an alle anderen Namen oder Begriffe hab ich mich gewöhnen können nur die Soldaren bereiten mir immer noch Magenschmerzen.


    Noch weiß man nicht sehr viel, man kennt bereits ein paar Personen, und hat eine Ahnung, welche davon auch im weiteren Handlungsverlauf eine Rolle spielen. Ich mag Varie zumindest bis jetzt sehr gerne. Was ich aber auch nicht verstanden habe, ist wie Sinion in die ganze Sache geraten ist, wurde der irgendwann irgendwie vorgestellt.. das hab ich nicht mitgekriegt?
    Dabei ist es auch ganz interessant, diese Art der Übernahme / des Kriegs zu betrachten. Einerseits muss ich sagen, klingt das ganze ja sehr vernünftig und die Rede, die der Capitar hält hört sich auch gut an. Denn bei einem Krieg sind ja meistens die Bürger, die weder kämpfen und damit sehr geringe Überlebenschancen haben, die leidtragenden. Und für die Dörfer ändert sich ja eigentlich nur der Herrscher, was jedem "Normalo" somit im Alltagsleben ja eigentlich egal sein kann. Allerdings ist die Art der „Überrumpelung“ schon ganz schön gerissen, und ich glaub kein Bürger bzw. Dorf wird einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Und der Führungszirkel (so wie ich das verstanden habe) mit dem Leben der eigenen Leuten erpresst. Was ich mich nur frage, wie sowas möglich ist, also ob Akitanien keine eigenen "Soldaren" ;) hat oder Späher, die so einen Einmarsch bereits früher gesehen hätten?!


    Was mich Am Anfang etwas verwirrt hat, war dass es keine eindeutige(n) Person(en) gibt, aus deren Sicht erzählt wird, und dadurch sowohl Einsicht in die verschiedenen Köpfe der Bewohner als auch des gegnerischen naffaroanischen Capitors gegeben wird. Das gefällt mir aber inzwischen sehr gut :)

  • Hallo und guten Abend, liebe Mitleser und lieber Tobias



    also um es gleich mal vorweg zunehmen dieser Beginn eines Romanes macht mich wirklich mal sprachlos. Denn er hat mich echt begeistert, aber auch unendlich betroffen gemacht.


    Auf der einen Seite ein Offizier, der auf einen geflügelten Vogelpferd als Reittier mit 30 Soldaten aus dem ferne Königinnenreich Nafarrona das Dorf Hagetmau im Königreich Akitanien so mir nichts, dir nichts aneignen möchte.


    Ist schon eine Hammersache oder? Dabei stehen dem Capitar und seinen Mannen eine nicht unbedeutende Anzahl an Dörflern gegenüber.
    O.K. waffenmäßig können sie gegen die Soldaten wenig ausrichten. Aber das weiß der Heerführer, ja auch nicht und deshalb ist es schon sehr überheblich so ein Verhalten an den Tag zu legen für mein Empfinden.


    Aber eins nach dem anderen. Das Mädchen Nendlece entdeckt die kleine Armee als erstes und auch das Vogelpferd. Bei so einem Wesen bekäme ich auch erst einmal angst. Trotzdem informiert sie dann ihre Schwester Varlie. Mutiges Mädchen und dann bewaffnet mit einem Uraltwaffe geht es zur Byrgherin und dem Dorfseher. Beides Personen, die im Dorf das Sagen haben.


    So macht sich dann die Dörfler auf in Richtung feindlicher Truppe. Und der Offizier verkündet ihnen dann einfach und mit Nachdruck die Vor-und Nachteile einer schnellen Übernahme. Um seinen Worten nachdruck zu verleihen nimmt er kurzer Hand Nendleces Schwester Varlie, ihren Vater, den Dorfseher, die Dorfbyrgherin und noch jemand aus der Menge in Beugehaft.


    Ob, dass das Ende des Dorfes in seiner jetzigen Form ist? Ich bin gespannt.


    Wie sich das Mädchen Nendlece in dieser Situation verhält verwundert mich schon irgendwie. Ich meine, ihre Begeisterung für den Gryph? Ihre Schwester, ihr Vater wird inhaftiert von den Soldaten. Aber sie marschiert seelenruhig in den Stall zu den Gryph. Möchte ihn ..O.K. es ist eine sie sogar füttern.


    Interessant dabei das Wesen mag Mohrrüben. Vielleicht ist es gar nicht so unheimlich und gefährlich, wie es am Anfang erscheinen mag. Gleicher gibt auch eigentlich für die Soldaten im Stall keinen ist gemeinen oder macht gar einen bösen Eindruck auf mich persönlich.


    Ich glaube, die sind eher froh das es da möglicherweise jemand gibt der besser mit dem Citali umgehen kann als sie.


    So das soll es mal zum Einstieg vom mir gewesen sein.


  • Was ich aber auch nicht verstanden habe, ist wie Sinion in die ganze Sache geraten ist, wurde der irgendwann irgendwie vorgestellt.. das hab ich nicht mitgekriegt?


    Huhu Sara,


    nun der Capitar hat bewusst Varli, als Schwertführerin, ihren Vater, als Eigentümer des Schwertes und auch als Druckmittel im Bezug auf seine Tochter ausgesucht. Wird am Ende des Kapitels sehr deutlich. Die Byrgherin und den Dorfseher als Oberhäupter des Dorfes und Sinion und jetzt beantworte ich Deine Frage als Mann/Kind aus dem Dorf.


    So hat er das Dorf führerlos gemacht, keiner ist mehr da, der die Waffe führen kann und er hat der Dorfbevölkerung vor Augen geführt ...es kann jeden als nächstes treffen... ;)


    LG..starone...

  • Hallo da bin ich, frisch zurück von meiner kleinen Lesereise nach Frankfurt/Main. :hexe:


    Starone (ich finde übrigens listig, wie du das Wort "Königinnenreich" verwendest) hat die Sinion-Frage ja schon beantwortet. Sinion ist wirklich ein "Bauernopfer", an ihm soll demonstriert werden, dass es jeden treffen kann. Das passiert auf S. 38/9, dort wird Sinion auch erstmals vorgestellt/beschrieben.
    Die zweite Frage war die, ob Akitania kein Heer hat. Hierzu heißt es auf S. 5 (also gleich der allerersten des Textes): "Das friedliche Land Akitania hatte kein nennenswertes Heer." Es gibt vereinzelt Soldaren, die in kleinen Garnisonen so eine Art Garde-Funktion übernehmen, und in der Hauptstadt gibt es noch einige mehr, aber um die Hauptstadt wird ja auch noch gekämpft. Es gibt jedoch keine Grenzsicherung, keine im Land stehenden Heere Akitanias mehr. Das hat sich im langen Frieden irgendwann als zu kostspielig und unnötig erwiesen.



    (Wo ist eigentlich der Soldaten-Smiley hin, den es früher mal gab? Den wollte ich gerade verwenden... ;D)


    liebe Grüße
    Tobias

  • :schwert: :barbar: Meinst du einen von denen?


    Ich liebe das Wort "Soldaren"
    Und muss leider gestehen, dass ich zunächst einfach Soldaten gelesen habe. Da zeigt sich wieder wie unwichtig einzelne Buchstaben manchmal sind.
    Nachdem es mir auffiel musste ich erst einmal zurück blättern und überall überprüfen (gut, es waren nur zwei Seiten ;D) - anfangs glaubte ich es sei die Sprechweise von Nendlèce.


    Das Mädchen ist mir reichlich sympathisch.
    Und ich finde auch ihren Ausflug in den Stall logisch. Es wird ja deutlich, dass sie draußen sonst nichts tun kann und so erkundet sie zumindest diesen Teil der Fremden.


    Ich hadere sehr mit mir und meiner Empfindung bezüglich dem Vorgehen. Natürlich ist es Ressourcen schonender, aber irgendwie glaube ich nicht, dass es gut für die Seele ist sich einfach so der neuen Herrschaft zu fügen.


    Am Anfang klingt alles ganz annehmbar, aber wer weiß was noch kommt.
    Andersherum haben die Bewohner von Hagetmau wirklich kaum etwas auszusetzen.
    Ich muss zugeben die Naforraner haben es wirklich geschickt angestellt. Durch die schlechte Kommunikation zwischen den kleinen Dörfern gelingt es ihnen so das Land ohne Verluste einzunehmen - und auch wenn die Akitanier unterlegen hätten, hätten sie ihnen doch zusetzen können. Auf diese Weise können sie dann die vermutlich zumindest etwas bewachte Hauptstadt ebenfalls einnehmen.


    Bei alledem bleibt bei mir die Frage: Ist es richtig sich nicht zu wehren? Sollte man nicht zumindest sagen dass man damit nicht einverstanden ist? Aber was dann? ???


    Der Einstieg war übrigens wie ich ihn erwartet habe: Eigenwillig gut! ;D


    Ich bin sehr angetan bisher.


    Zurzeit hat es mir Nendlèce besonders angetan.
    Sie ist ja auch die einzige die das Unbekannte erkundet ;)


    Edit: Und ich bin wahnsinnig froh mich für das Buch und gegen das eBook entschieden zu habe, das Cover hat eine tolle Haptik ;D

    Einmal editiert, zuletzt von Phy ()


  • ...und Sinion und jetzt beantworte ich Deine Frage als Mann/Kind aus dem Dorf.


    So hat er das Dorf führerlos gemacht, keiner ist mehr da, der die Waffe führen kann und er hat der Dorfbevölkerung vor Augen geführt ...es kann jeden als nächstes treffen... ;)


    okay Vielen Dank :)



    Interessant dabei das Wesen mag Mohrrüben. Vielleicht ist es gar nicht so unheimlich und gefährlich, wie es am Anfang erscheinen mag.


    Ja das hat mich auch sehr überrascht :D Ich habe auch eher damit gerechnet, dass es wie der Harry Potter Hippogreif Frettchen verspeisen würde ;D



    Die zweite Frage war die, ob Akitania kein Heer hat. Hierzu heißt es auf S. 5 (also gleich der allerersten des Textes): "Das friedliche Land Akitania hatte kein nennenswertes Heer." Es gibt vereinzelt Soldaren, die in kleinen Garnisonen so eine Art Garde-Funktion übernehmen, und in der Hauptstadt gibt es noch einige mehr, aber um die Hauptstadt wird ja auch noch gekämpft. Es gibt jedoch keine Grenzsicherung, keine im Land stehenden Heere Akitanias mehr. Das hat sich im langen Frieden irgendwann als zu kostspielig und unnötig erwiesen.


    Ui da is ja jedes Detail wichtig.. dann werde ich in Zukunft ganz genau lesen ;D



    Und ich finde auch ihren Ausflug in den Stall logisch. Es wird ja deutlich, dass sie draußen sonst nichts tun kann und so erkundet sie zumindest diesen Teil der Fremden.


    Ja so habe ich das auch aufgefasst!

  • Ahoi, werte Leserundengefährten und Tobias. Fisherman ist nun auch am Hafen angekommen!


    Nachdem ich hier nun länger nicht mehr aktiv war, bin ich mittlerweile sehr gespannt und auch motiviert, was diese Leserunde betrifft. Habe sogar zum ersten Mal überhaupt begonnen, mir für die Besprechung Notizen anzufertigen, damit ich später nichts vergesse. Einige von euch haben ja schon gut vorgelegt, will nun aber trotzdem zunächst einmal meine Eindrücke schildern, bevor ich mich mit euren Beiträgen befasse und beeinflussen lasse. ;)


    Was natürlich sofort auffällt sind die außergewöhnlich gewählten Begrifflichkeiten. Als ich das erste Mal über den Begriff Soldaren stolperte, war ich mir völlig sicher es mit einem Rechtschreibfehler zu tun zu haben. Bei der zweiten "Fehlschreibung" kamen dann doch bereits starke Zweifel in mir auf.
    Als ich schließlich merkte, dass das Wort mit Absicht so gewählt wurde, begann es mir in Folge sehr negativ aufzustoßen. Aus anderen Fantasyromanen ist man es ja gewohnt, dass Begrifflichkeiten/Gruppierungen umbenannt werden, damit eine stärkere Eigenständigkeit und Abgrenzung der kreierten Welten stattfindet. In "Sieben Heere" hat Tobias hingegen bizarre Hybridformen erschaffen, in denen die Wörter nur minimal verändert werden und der ursprüngliche Rohstoff, aus dem sie gefertigt wurden, deutlich durchschimmert. Das...fand ich wie gesagt erst einmal gewöhnungsbedürftig. Besonders am Anfang des Buches bin ich aber wirklich oft darüber gestolpert und habe mich immer wieder gefragt, ob sich ein tieferer Sinn hinter dieser ungewöhnlichen Namensgebung befindet.
    Dann, irgendwann in Kapitel 3 ist meine Skepsis hingegen in Belustigung umgeschlagen.


    Zitat

    "Soldaren!"
    "Soldaren?"


    Insbesondere genannten "Dialog" empfand ich aus irgendeinem Grund als unfreiwillig komisch. ;D
    Nun, da ich schon bis Seite 66 gelesen habe, was wohl 10 oder 11 Kapiteln entspricht, hat sich das Ganze gelegt und ich mich mittlerweile an den Begriff gewöhnt. "Semane" und "Dorfbyrgherin" bringen mich hingegen beim Lesen immer noch (geistig) ein wenig zum stolpern. Zusammenfassend lässt sich also sagen: Die Namensgebung hinterlässt mich verwirrt und etwas planlos, aber ich werde wohl darüber hinwegkommen^^


    Gedanken zum Cover: Hätte mich dazu vielleicht zuerst äußern sollen, spielt nun aber auch keine Rolle mehr. Insgesamt empfinde ich es als ganz okay. Persönlich gefällt es mir nicht ganz so gut, wie bei den Soldaten und Klingenfieber, aber es ist durchaus ansehnlich. Ob es sich bei dem Mann auf dem Cover, um eine Figur aus dem Roman handelt, oder ob er eher eine symbolische Funktion hat, wird sich wohl noch herausstellen.Könnte es Tautun sein? ;D
    Dessen Auftreten wurde nun ja schon sehr gut vorbereitet. Ich hoffe ja, dass ich richtig liege und er die ganze, noch unsichere Ordnung zum Einsturz bringt.^^
    Dann würde er sich auch definitiv seinen Platz auf dem Cover verdienen. Aber wir werden sehen. Vielleicht will Tobias ja auch nur mit unserer Erwartungshaltung spielen. Vielleicht tritt er auch gar nicht erst auf. Alles ist möglich ;D


    So...damit nun zur eigentlichen Handlung.


    Der Beginn hat mich etwas an Klingenfieber erinnert. Stenrei aus dem Dorf beobachtet aus dem Dickicht heraus die fremde Kriegerin. Hier geschieht das Ganze mit vertauschten Geschlechtern und Nendlèce kann die einmarschierende männliche Truppe beobachten. Sie wurde mir auch, genauso wie Stenrei, relativ schnell sympathisch. Das sie sich für ihre Nase schämt, aber auf die Narbe in ihrem Gesicht stolz ist, fand ich irgendwie amüsant^^
    An einer Stelle, als sie Citlali im Stall begegnet, hatte ich kurzzeitig Angst um ihr Leben, muss ich zugeben. Aber so grausam war Tobias dann doch (noch) nicht.
    Zu den anderen Charakteren habe ich bis jetzt noch keinen sonderlichen Draht. Rauthne scheint als Anführerin nicht sonderlich stark und mental vorbereitet zu sein. Es besteht Potential, dass sich das noch ändert, aber im Augenblick wirkt sie auf mich wie eine nahezu ideale Marionette für die Soldaren.
    Mardein hingegen ist ein ganz anderes Kaliber. Von ihm erwarte noch einiges. Vor allem das Bild der explodierenden Hyäne steht mir dabei im Kopf. Das könnte uns mit großer Wahrscheinlichkeit auf noch Kommendes vorbereiten O.ô
    Varlie erscheint bisher, auch aufgrund der Beschreibung durch ihre Schwester sehr rebellisch, allerdings handelt sie teilweise auch etwas unüberlegt. Von allen Dorfbewohnern (Zumindest abgesehen von Tautun, bei dem wir bisher nur mutmaßen können) scheint sie im Augenblick noch am ehesten gewillt zu sein, den Besetzern etwas entgegenzusetzen. Aber wie viel kann sie wirklich ausrichten? Vielleicht hat sie die nötige mentale Einstellung für eine Klingentänzerin, aber vermutlich hatte sie noch nicht wirklich Gelegenheit sich sonderlich im Kampf zu erproben.
    Neben Nendlèce würde ich im Augenblick fast sagen, dass mit Juyan fast am Sympathischsten ist. Er hatte zwar nur einen kurzen Auftritt, konnte dabei aber bei mir ein wirklich positives Bild hinterlassen. Das zeigt auch wieder, dass Soldaten bzw. Soldaren keine Monster sind. Tobias gibt sich Mühe beide Parteien würdig darzustellen. Auch ihr Anführer ist zwar etwas abgehoben, aber er versucht zumindest die Situation friedlich anzugehen und ich halte es auch gut für möglich, dass er dafür Sorge tragen wird, dass seine Männer nicht ausfällig werden, was die Frauen angeht. Ob das gelingt, werden wir wohl herausfinden müssen, aber er scheint das Ansehen seiner Mannschaft zu besitzen.


    Verdammt...eigentlich dachte ich mir das gar nicht so viel geschehen ist, aber es gibt auf diesen ersten 66 Seiten wirklich schon eine Menge Gesprächsstoff. Herrje^^
    Ich finde es auf jeden Fall interessant, wie in diesem Buch der Krieg dargestellt. Sowohl der Buchtitel, als auch der Klappentext (Der bei Tobias'Büchern allerdings öfter mal recht nutzlos/irreführend ist) erwecken eher den Eindruck, dass sich die Handlung um große Schlachten und blutige Gemetzel drehen wird. Nun habe ich bereits "Die Soldaten" gelesen und war mir deswegen nicht unbedingt sicher, ob es ein solches Szenario tatsächlich geben wird. Das die Übernahme des Landes aber tatsächlich so friedlich vor sich gehen würde, wie im ersten Kapitel beschrieben, damit habe aber auch ich nicht gerechnet. Es ist ein neuer oder zumindest mir neu erscheinender Ansatz zu dem Thema "feindliche Invasoren" den ich spannend finde. Offen bleibt die Frage, inwieweit der Titel mit den 7 Heeren wirklich gerechtfertigt ist. Meine derzeitige Vermutung ist, dass sich die Handlung erst im Lauf der Trilogie auf die Gesamtbreite des Landes und der Armee ausweiten wird.


    Auch wenn sich die Übernahme und insgesamt die Handlung recht langsam vollzieht, steht ständig die Frage im Hintergrund, was die richtige Reaktion auf eine derart verzwickte Lage ist. Ist Gegenwehr wirklich die richtige Lösung? Kann man die Fremdherrschaft einfach über sich ergehen lassen? Was für Folgen werden sich ergeben? Auch wenn man es nicht will, man wird quasi gezwungen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen. Ich selbst...habe keine Ahnung. Was soll man gegen eine solche Übermacht tun? Wenn man alle 500 Bewohner des Dorfes mobilisieren könnte, könnte man den Soldatentrupp vielleicht zerschlagen. In dem Fall kann man darüber diskutieren, ob die Opfer das wert sind. Aber dann gibt es Hunderte, die nachrücken werden. Widerstand erscheint zwecklos. Am Ende wird man wohl nichts erreichen, außer Blut auf beiden Seiten. Und für was will man kämpfen? Für die Freiheit? Zumindest so, wie es bisher von den Soldaren dargestellt wurde, wird sich an der Freiheit der Menschen nicht viel ändern, nur dass sie unter einer anderen Nation leben werden. Und ob der Geist ihrer alten Nation es ihnen wert ist, zu den Waffen zu greifen. Ich sehe da nicht viel Sinn :(
    Mardein verhält sich vielleicht am Klügsten. Er bleibt aufmerksam, hält sich bereit, aber geht nicht gleich zum Kampf über. Mehr würde ich in dieser Lage wohl auch nicht machen. Aber die Frage ist nicht einfach zu beantworten...


    Letztes Thema, Tautus. Ich habe ihn ja vorher beim Cover schon kurz angesprochen. Bisher erscheint er wie ein Chaot, unsympathisch und möglicherweise wie der Katalysator, der die starre Situation zerstört und eine unkontrollierbare Kettenreaktion los tritt. Auf ihn bin ich im Augenblick am Meisten gespannt und bin neugierig, ob und welche Rolle Tobias ihm zugedacht hat. ;D


    So, das wären meine Gedanken zum ersten Abschnitt. Dann kann mich ja nun euren Beiträgen zuwenden^^

  • Zitat von Phy

    Natürlich ist es Ressourcen schonender, aber irgendwie glaube ich nicht, dass es gut für die Seele ist sich einfach so der neuen Herrschaft zu fügen.


    Vielleicht nicht gut für die Seele, aber ganz sicher für den Körper^^


    Zitat von Phy

    Bei alledem bleibt bei mir die Frage: Ist es richtig sich nicht zu wehren? Sollte man nicht zumindest sagen dass man damit nicht einverstanden ist? Aber was dann?


    Ich vermute mal, dass Beschwerden in einer solchen Situation nicht helfen würden. Es wird eher zu einer Sonderbehandlung führen, wie sie Varlie und ihr Vater nun genießen dürfen.
    Bei gewaltsamer Gegenwehr stellt sich natürlich immer die Frage, ob die vielen Opfer, von denen man ausgehen muss, dass wert sind. Ich würde nicht prinzipiell sagen, dass es richtig ist sich von Fremden wehrlos unterjochen zu lassen, aber im Augenblick wird die Dorfbevölkerung verhältnismäßig respektvoll und fair behandelt. Das ihnen die Führer weggenommen werden, ist ein strategischer Schachzug, aber mehr nicht. Ich vermute nicht, dass die Soldaren ernsthaft vorhaben jemandem zu schaden.
    Bleiben die Bedenken der Frauen im schwarzen Lamm (Im Übrigen ein sehr interessanter Name für eine Schenke^^), die Übergriffe von den Soldaren befürchten. Das würde die derzeitige Situation natürlich verändern.


  • :schwert: :barbar: Meinst du einen von denen?


    Nein, das sind der "zaghafte Ritter" und der "Barbar". ;) Es gab aber noch einen Soldaten, der salutiert und dann loswetzt. Den habe ich in der DIE SOLDATEN-Leserunde ständig benutzt, und bei SIEBEN HEERE würde er auch wieder gut passen.


    Old Fisherman : Nendlèces und Varlies Vater Erac ist übrigens ein mittelalter Flussfischer, du spielt also so ungefähr beinahe mit in dem Buch. :)
    Ja, das Problem mit den Klappentexten.
    Der Verlag hat da stets die besten Absichten, versucht, die oft ziemlich komplizierten Verhältnisse im Buch zusammenzufassen und möglichst verkaufsfördernd zu präsentieren, und dann bestehen die Besatzungstruppen plötzlich nur noch aus den "skrupellosesten Kriegern". Liest man das Buch dann, stellt man fest, dass es ganz normale Wehrpflichtige sind. Und mal ehrlich: Die härtesten und besten Krieger Nafarroas sind wohl Richtung Hauptstadt unterwegs, während die Besatzungstrupps, die ganz im Süden völlig unwichtige Dörfer einnehmen sollen, doch eher aus durchschnittlichen Soldaren bestehen dürften, oder? Capitar Angaszin ist zwar ehrgeizig, darf aber bislang von der Hauptstadt nur träumen...


    der Werbebroschürensoldar: :barbar:
    der wirkliche Soldar: :schwert:



    :winken:
    Tobias

  • :stillgestanden: :stillgestanden:


    Der?


    Falls ja. Der steht zwischen der Hexe am Besen und zwei die aufeinander einschlagen ;D ziemlich genau in der Mitte aller smileys.


    Er heißt stillgestanden mit : vorne und hinten.


  • Starone (ich finde übrigens listig, wie du das Wort "Königinnenreich" verwendest) hat die Sinion-Frage ja schon beantwortet.


    Huhu@Tobias,


    meinst Du in diesem Zusammenhang wirklich "listig" oder eher lustig?


    Ich habe gerne den Begriff " Königinnenreich" verwendet, weil der Offizier das auch so gegenüber den Dörfler betont hat. Sie bekommen jetzt dann eine Königin. Also ob das etwas Gutes bedeuten würde jetzt dann für das Dorf und seine Bewohner.


    Was aber letztendlich keinen großen Unterschied macht, für meine Auffassung. Möchte damit sagen, die Königin muss doppelt mutig, clever und auch entsprechend kaltblütig vorgehen um überhaupt Königin zu sein bzw. zu bleiben.


    Um etwas neuzeitlich zu werden
    Das hat sich bis heute auch nicht wesentlich geändert. Frauen, die in Führungsposten möchten oder sind müssen sich doppelt anstrengen.


    Eine Frau als Königin, kommt in diesem Fall wahrscheinlich nicht besser als ein Mann. Nur das man eine Frau in solch einer Postionen/Situation möglicherweise diesen einfachen Leuten besser verkauften und sie damit auch gefügiger machen kann. Oh, jetzt kommt eine Frau....


  • Bei alledem bleibt bei mir die Frage: Ist es richtig sich nicht zu wehren? Sollte man nicht zumindest sagen dass man damit nicht einverstanden ist? Aber was dann? ???


    Die Dörfler wurden einfach kalt erwischt. Trotz Nendleces umsichtigem Handeln. Der Offizier hat geschickt diesen Vorteil genutzt und eigentlich alles klar aufgezeigt, was im Falle eines Falles geschehen könnte.


    Und um seiner Aktion auch den nötigen Nachdruck zu verleihen...hat er alle wichtigen Personen, des Dorfes in Beugehaft genommen.
    Das Dorf ist jetzt quasi führer- und willenlos erst einmal so gemacht worden ;)


    Mal schauen, wer als Erstes sich aus der Schockstarre befreien kann? Vielleicht Tautun, wenn er denn wieder im Dorf auftaucht?


  • Ich finde es auf jeden Fall interessant, wie in diesem Buch der Krieg dargestellt. Sowohl der Buchtitel, als auch der Klappentext (Der bei Tobias'Büchern allerdings öfter mal recht nutzlos/irreführend ist) erwecken eher den Eindruck, dass sich die Handlung um große Schlachten und blutige Gemetzel drehen wird. Nun habe ich bereits "Die Soldaten" gelesen und war mir deswegen nicht unbedingt sicher, ob es ein solches Szenario tatsächlich geben wird. Das die Übernahme des Landes aber tatsächlich so friedlich vor sich gehen würde, wie im ersten Kapitel beschrieben, damit habe aber auch ich nicht gerechnet. Es ist ein neuer oder zumindest mir neu erscheinender Ansatz zu dem Thema "feindliche Invasoren" den ich spannend finde. Offen bleibt die Frage, inwieweit der Titel mit den 7 Heeren wirklich gerechtfertigt ist. Meine derzeitige Vermutung ist, dass sich die Handlung erst im Lauf der Trilogie auf die Gesamtbreite des Landes und der Armee ausweiten wird.


    Ja, ich auch nicht und so habe ich "die Soldaten" auch gerne gelesen.


    Nun hier versucht man die Übernahme mal ohne Schaden an Leib und Gut. Die Seele lasse ich mal außen vor, denn ich kann die Verbundenheit zum alten System/ Machtgefüge der Dörfler nicht wirklich einschätzen. Und hier liegt auch das Risiko der "feindlichen Invasion"


    Lassen sie sich einfach die neue Ordnung überstülpen oder begehren sie möglicherweise auf?
    Ich denke mal, der Titel bezieht sich auf die Anzahl der Heere und jedes Heer wird in welcher Weise erst einmal vorgehen. Hat der Offizier ja netterweise auch schon unterschwellig angedeutet.


  • Gedanken zum Cover: Hätte mich dazu vielleicht zuerst äußern sollen, spielt nun aber auch keine Rolle mehr. Insgesamt empfinde ich es als ganz okay. Persönlich gefällt es mir nicht ganz so gut, wie bei den Soldaten und Klingenfieber, aber es ist durchaus ansehnlich. Ob es sich bei dem Mann auf dem Cover, um eine Figur aus dem Roman handelt, oder ob er eher eine symbolische Funktion hat, wird sich wohl noch herausstellen.Könnte es Tautun sein? ;D


    Also ich muss sagen, mir gefällt das Cover sogar sehr gut, aber ich frage mich auch schon inwiefern das auch inhaltliche Übereinstimmungen hat :)


    Und ich finde Juyan, trotz seines erst kurzen Auftritts, auch sehr sympathisch, allerdings habe ich für seine Zukunft leider ein leicht schlechtes Gefühl..



    Was mir beim Lesen auch aufgefallen ist, dass von den Dorfbewohnern die Frauen mutiger wirken als die Männger. Das merkt man einerseits daran, dass Varlie und Nendlèce als Mädchen offensiver waren, als beispielsweise deren Vater. Und Varlie sogar gegenüber dem Capitar nicht gerade kuscht. Aber auch die Szene im "Schwarzen Lamm" fand ich interessant, weil die Männer sich der Situation beugen und die Frauen diejenigen sind, die zumindest Überlegung über einen Gegenschlag anstellen.

  • Vielleicht weil die Mädels nicht zu verlieren haben.
    In den Machtpositionen schaut es da schon ganz anderster aus siehe Dorfbyrgherin Rauthe. Sie fürchtet um ihren Posten und hält erst einmal still ;).

  • O.K. wir haben uns jetzt schon eingehend über das Wort "Soldaren" ausgelassen. Deshalb möchte ich gerne auf eine, weitere zumindest für mich unklare Stelle hinweisen.


    Auf Seite 7 ....die Sache mit dem Kopfzerbrechen bis Nendlece die Augen getränt haben. Also mir wäre möglicherweise Schädelbrummen dazu eingefallen...aber Augentränen...wie macht man das?

  • Ich glaube gerade die Frauen (die jungen) haben viel zu verlieren bei einer Übernahme jeder Art.
    Die Männer verlieren im Krieg ihr Leben, jetzt können sie einfach weiter machen.
    Die Frauen fürchten gerade dass die fremden Soldaren sich an ihnen bedienen werden....


    Juyan ist mir auch sympathisch gewesen.
    Ich habe aber zuerst schlimmes befürchtet... :o


    (grad nur kurz und knapp am Handy, entschuldigt mögliche Fehler)


  • Vielleicht weil die Mädels nicht zu verlieren haben.
    In den Machtpositionen schaut es da schon ganz anderster aus siehe Dorfbyrgherin Rauthe. Sie fürchtet um ihren Posten und hält erst einmal still ;).


    Aber Rauthne geht es ja eigentlich auch wie allen anderen, gerade sie selbst betont ja, dass ihre frühere Byrgherinnen Position jetzt nichts mehr wert ist! Bei ihr bin ich mir aber sicher, dass sie sich deswegen fügt, weil sie weiß, dass es keine andere Möglichkeit gibt und Widerstand in erster Linie dem Dorf schadet.



    Juyan ist mir auch sympathisch gewesen.
    Ich habe aber zuerst schlimmes befürchtet... :o


    Ja aber die Hoffnung stirbt zuletzt und ich hoffe, dass er jetzt dann auch etwas öfter auftaucht :)