Allgemeine Fragen an Martina André

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  • Hallo Martina :winken:


    Hier die neugierige Frage aller Fragen, schreibst du schon wieder an einem neuen Roman und wenn ja, darfst du schon was dazu sagen? Vielleicht in welcher Zeit er spielt?


    lg
    nirak

  • Hi liebe Nirak


    Ich mache aus familiären Gründen gerade eine mehrmonatige Schreibpause. Was aber nicht bedeutet, dass ich gedanklich keine Ideen habe oder nicht schon Entwürfe existieren. Ich möchte gerne noch eine Fortsetzung der Templer schreiben und hab auch noch ein paar andere Ideen, zB für einen neuen Zeitreiseroman, der noch vor dem Mittelalter spielt. Ich würde gerne noch eine neue Templerserie im 13. Jahrhundert schreiben, die nichts mit Zeitreisen zu tun hat. Auch ein Sciene Fiction Roman würde mich reizen. Zudem hab ich vom Verlag die eBook Rechte für eine Kurzgeschichte zurück bekommen, die ich noch ein wenig umschreiben und über Amazon selbst rausbringen möchte. Wann ich für das alles den Kopf wieder frei haben werde, weiß ich aber noch nicht. Im Januar wird endlich die englische Übersetzung von "Das Rätsel der Templer" fertig lektoriert sein, um den Stoff ausländischen Verlagen anbieten zu können.


    Liebe Grüße :winken:
    M

  • Hallo Martina :winken:
    Danke dir für deine Antwort (die ich warum auch immer erst jetzt gelesen habe :-[ )
    Ich hoffe, dir und deine Familie geht es soweit gut :-*


    Deine Projekte klingen gut und ich hoffe, du hast auch bald die Zeit und vor allem den Kopf frei dafür. Ich freue mich auf jeden Fall wieder was von dir zu lesen, egal wohin die Reise dann geht ich bin dabei ;D


    lg
    nirak

  • Zitat von Karin

    egal wohin die Reise dann geht ich bin dabei ;D


    Da sagst du was Karin! :bussi:
    Als ich dein Posting grad gelesen habe schoss es mir durch den Kopf:
    "Stimmt, mit Martina waren wir schon an den abenteuerlichsten Orten - besonders in >Flamme von Jamaika< und >Totentanz<!
    Von der >Teufelshure< mal ganz zu schweigen. Da kann man wirklich nur staunen wohin Martina ihre Romanfiguren schickt. :D
    Warten wir mal ab wohin die nächsten Reisen gehen.
    Ich habe mir sagen lassen, Bücher schreiben wäre wie eine Sucht, wer einmal damit anfängt wird die Sucht nicht mehr los.
    So gesehen haben wir bestimmt gute Karten von Martina wieder in irgendein Abenteuerland entführt zu werden. ;)

  • Danke- ihr Lieben und ein frohes Neues... :-*


    Ja - ein paar Ideen sind schon da ... Mal schauen was draus wird ;D :


    ... Als der schweigende Tross auf der Kuppe des Hügels angelangt war, sprach der Priester mit hoch erhobenen Armen zur untergehenden Sonne. Dann übernahm der Vater die Fackel von einem Gehilfen des Priesters und entzündete feierlich den Holzstoß. Den ganzen Tag über hatte er Wachen aufstellen lassen, damit sich weder Mensch noch Tier an der Toten und ihren Schätzen vergreifen konnten. Er sprach ein paar hehre Worte und im Chor gelobten die Männer des Stammes ihrer Herrin die Treue, noch über den Tod hinaus. Die Frauen verfielen in einen erneuten Klagegesang, begleitet vom Prasseln der Holzscheite und dem Aufbrausen des Abendwindes, der so unvermittelt eingesetzt hatte. Im Nu brannte alles lichterloh und Falk konnte das Gesicht seines Bruders sehen. Der stand ein Stückweit entfernt und starrte abwesend in die lodernden Flammen. Der Wind fuhr ihm in die schulterlangen, dunklen Haare und sein bärtiges Gesicht war wie versteinert. Aber wenn Falk sich nicht täuschte, schluckte sein großes Vorbild nicht weniger heftig, als er selbst.
    Kurz darauf klopfte der Vater dem Älteren auf die Schulter und ebenso schweigend traten sie den Weg zurück zu den Weilern an.
    „Du musst ins Bett gehen“, sagte Lioba, während sie die Tür zum Haupthaus aufstieß. Obwohl sie nur zwei Sommer älter war, als er selbst, hatte sie sich spielend in die Rolle der Hausherrin eingefügt.
    Ihre strenge Miene in einem ansonsten lieblichen Gesicht wirkte auf Falk lächerlich. „Ich bin kein Kind mehr“, trotzte er in der üblichen Abwehr zurück „Und du bist nicht Mama.“
    „Ich vertrete nun Mutters Stelle“, entgegnete sie altklug und stemmte währenddessen die Hände in die schmalen Hüften. „Der Vater hat es so bestimmt. Heute Morgen. Und du hast dich daran zu halten.“ Obwohl jünger, überragte Falk sie ein ganzes Stück. Er schüttelte verärgert seinen rotbraunen Schopf und wandte sich schnaubend ab. Als ob der Tod der Mutter nicht schon genug des Unglücks gewesen wäre, dachte er sich. Jetzt sollte Lioba auch noch ihre Stelle vertreten. Doch irgendwie war Falk zu erschlagen, um sich noch weiter zur Wehr zu setzen. Noch nicht einmal die dicken, blonden Zöpfe der Schwester reizten ihn, um kräftig daran zu ziehen und ihr damit zu beweisen, dass er ihr nicht die geringste Achtung entgegenbrachte.
    Wie ein gefallener Krieger schleppte er sich zu seinem Lager, das ihm kalt und leer erschien. Zitternd legte er sich unter die dicken Felle und dann kamen sie doch. Die Tränen, die er die ganze Zeit zurück gehalten hatte und die er nun schluchzend unter einem dichten Wolfspelz verbarg.
    Von draußen hörte er noch lange das Grölen der Männer, die um ein Lagerfeuer saßen und sich hoffnungslos betranken. Fünf Fässer Met hatte der Vater aus der Grube geholt. Vielleicht um der Trauer ein Schnippchen zu schlagen oder einfach um zu vergessen, was heute geschehen war. Hier und da hörte er die Stimme seines Vaters und dann die von Hartmar, einem Nachbarn, der laut krakelte, sein Bruder müsse sich nun endlich eine Frau suchen, damit schnell neues Leben ins Haus käme und Lioba in ihren Pflichten entlastet würde. Andere machten aus ihrer Meinung keinen Hehl, dass der Vater wieder heiraten solle und führten gleich eine ganze Reihe von möglichen Weibern an, deren Männer alle im Kampf gefallen waren.
    Schließlich fand Falk doch in den Schlaf. Als er erwachte, hatte er im ersten Moment das Gefühl von einem bösen Geist geschüttelt zu werden. Verwirrt schlug er die Augenauf und es dauerte einen Moment, bis er begriff, dass die angsterfüllten Schreie, die aus dem Morgengrauen bis zu seinem Schlafplatz drangen, nicht von Schwester und Mutter herrührten sondern von den Frauen und Kindern des Dorfes. Hinzu gesellte sich das typische Kampfgeschrei der Männer, wenn auch noch heiser und verhalten.
    Der beißende Gestank brennenden Strohs versicherte Falk endgültig, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung sein konnte. Benommen krabbelte er aus dem Bett, und schaute erschrocken hoch, als seine Schwester plötzlich im Nachtgewand herein stürmte und in Panik aufschrie. „Römer!“...


    :D


    LG
    M :winken:

  • Hallo Martina :winken:


    vielen Dank, für diesen kleinen Ausblick auf neue Abenteuer. Da hier die Römer angestürmt kommen, befindet Falk sich wohl, ja wo? Entweder in Germanien oder in Britanien ;D


    lg
    nirak


  • ... Sozusagen hinter meinem Garten und vor meiner Haustür ;D


    LG
    M :winken:


    Gut zu wissen! ;D
    Wie lang soll dieses Buch werden - 800 oder 1000 Seiten? An Hand der Seitenzahl können wir uns schon mal ausrechnen, wann wir es lesen können... ;)


    Nein, Spaß beiseite liebe Martina, dieser Textausschnitt klingt schon wieder viel-versprechend und ich habe so das Gefühl, als ob mir Falk sympathisch sein könnte. Ich freue mich, wenn du dieses Buch dann "unters Lese-Volk" bringst. :bussi:

  • Naja Annette - es geht mehr um seinen älteren Bruder und eine mysteriöse "Keltin", die für einige Verwirrung sorgt. Und eigentlich soll die Story maximal 400 Seiten haben ;D

    Dank Dir für die schöne Rezi ;)


    LG
    M :winken:

  • Zitat von Martina

    Und eigentlich soll die Story maximal 400 Seiten haben ;D


    Neues Jahr - Neues Glück und gute Vorsätze! Manches mal soll das ja klappen. ;) :D


    Eine geheimnisvolle Keltin klingt gut und der große Bruder...
    Ich hoffe, ich werde ihn kennenlernen.
    Ist sicher wieder ein Traum von einem Mann. :herz:


    Auf jeden Fall freue ich mich riesig auf neuen Lesestoff von dir. :bussi:

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen