05/2016 Bernhard Hennen, Robert Corvus - Die Phileasson-Saga 1: Nordwärts

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  • :totlach: :totlach: :totlach:


    Das geht ja lustig zu bei euren Arbeitssitzungen - und wenn das so weiter geht, wird aus der Phileasson-Saga doch noch eine Liebesgeschichte mit viel Glitzer und Schmacht :totlach:


    Aber Bernd, über deine Kenntnisse zu gewissen Schnulzenserien sollten wir nochmal reden ... :D Bernhard, wenn du darüber näheres weißt, sind wir dankbare Abnehmer dafür ;D


    Was ich schon mal sehr positiv finde (im Orkenspalter-Interview), dass der Vertrag bereits für Band 6 unter Dach und Fach ist :klatschen:

  • :totlach: Ich kann nicht mehr. Hilfe, was habe ich gelacht. Und ich muss Bernhard Recht geben. ( bitte nicht schlagen Herr Corvus :unschuldig:) " Klingeln" geht gaaaaaaaaaar nicht! " Glitzern" hmmm ok wenn es grad in die Szene passt. Wobei ich ja andere Umschreibungen benutzt hätte ( du weißt Bescheid Robert 😉). Ich kann nicht mehr vor Lachen. Bernhard ist ja völlig aus dem Häuschen :D wie viel Bananensaft hatte er denn schon ? ;D Ihr seid wie Ernie & Bert. Bitte mehr davon! Es war herrlich. Also Robert: Lass' sie singen oder sonst was aber klingeln neeeee. Nicht dass Prinzessin Lillifee noch auftaucht :totlach:

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Die Redaktion von Leserunden.de hat letzte Nacht zu o.g. Bericht eine besorgte Stellungnahme einer gewissen Schattenherzogin Lisanne aus Ondrien erhalten, mit der Bitte um unbedingte Veröffentlichung, der wir hier nachgehen.


    Wir, die Schattenherren, haben letzte Nacht o.g. Beitrag angesehen - ich muss gestehen, mit wachsender Fassungslosigkeit. Um ehrlich zu sein, er hat uns die Essenz in den Adern gefrieren lassen. Unser Schöpfer Robert Corvus denkt ernsthaft über Klingeling und Glitzerstaub nach :o ?!


    Ganz Ondrien befindet sich in einer Schockstarre, daher wurde direkt nach dem Beitrag eine dringende Eilsitzung einberufen, um die Gründe zu eruieren, die bei Herrn Corvus zu solch einem Sinneswandel führen: ist es ein traumatisches Erlebnis aus seiner Kindheit? Oder der Einfluss durch falsche Freunde oder einfach nur das falsche Fernsehprogramm?


    Große Sorge bereitet uns natürlich auch die Frage, welchen Einfluss Klingeling und Glitzerstaub auf uns Ondrier haben wird: um sich greifender Vegetarismus und Essenz aus kontrolliert biologischem Anbau? Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 250 und Flower-Power innerhalb des Schattenkultes? Der geneigte Leser wird nachvollziehen können, dass diese Ängste elementar für den Fortbestand unserer Kultur sind.


    Bei den zu erwartenden Folgen schaudert es uns: der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze innerhalb des Schattenkultes und bei den Ghulen, ganz zu schweigen von dem damit verbundenen Imageverlust.


    Wir, die Schattenherren, geben zu, dass wir die ersten Anzeichen, wie das Bärchenorakel, auf die leichte Schulter genommen haben. Wir waren damals überzeugt, dass es sich nur um eine vorübergehende Verwirrtheit handelt - leider haben wir uns gründlich getäuscht. Ja, wir tragen an der aktuellen Entwicklung eine Mitschuld, daher möchten wir Herrn Corvus zu gemeinsamen Gesprächen nach Ondrien einladen. Man kann über alles reden und ich bin überzeugt, dass wir zu einer für beide Seiten annehmbaren Lösung kommen werden.


    Einen Appell an Herrn Hennen möchte ich im Namen aller Ondrier richten: Bitte, Herr Hennen, bleiben Sie in der Sache mit dem Klingeling und Glitzerstaub hart.


    Hochachtungsvoll
    Lisanne, Schattenherzogin zu Ondrien

  • :totlach: :totlach: :totlach: :totlach:


    Danke für diesen lustigen Einblick in eure schriftstellerische Arbeit. Ich habe SEHR gelacht. :totlach: :totlach:


    Und bitte kein Klingeling und Glitzerstaub in Aventurien! Das habe ich schon genug, wenn ich mit meiner Tochter Barbie-Filme angucke ....

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • :totlach: :totlach: :totlach: leider sehr geil die Stellungnahme.


    Prinzessin Lillifee... die war es, dessen Name mir nicht mehr einfallen wollte.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Mutter sitzt seit Stunden leise singend in der Küche am Spinnrad. Vater ist im Gasthaus würfeln. Das Knarzen der alten Balken reißt die kleine Shaya aus ihrem Schlaf. Schon die letzten Nächte war sie tapfer und ist nicht weinend aus der Dachkammer gelaufen. Diese Geräusche sind ihr fremd, im alten steinernen Haus am Meer war alles so anders gewesen. Seit sie ihren einsamen Geburtsort verlassen mussten damit ihr Vater nahe der nächsten Stadt Arbeit finden konnte, hat sie keine Nacht ruhig geschlafen. Anfangs rief sie noch nach der Mutter, doch nach ein paar Tagen wurde diese sehr böse wenn sie wiederholt ihre Arbeit unterbrechen musste. „Hier ist nichts.“ hatte sie ärgerlich gesagt als ihr Shaya von diesem hellen Klingeln erzählte, dass sie nachts an der Tür ihrer Kammer hörte. Shaya glaubte ihr nicht. Heute war es besonders deutlich. Zwischen dem hölzernen Klang der Balken und dem Knacken der Schindeln auf dem Dach die sich von der Hitze des Tages abkühlen hört sie es ganz genau. Ein hellen Ton wie von einer der Glocken, die die Schausteller an den Festtagen an ihren Hüten und Schuhen trugen. Sie traut sich nicht zur Tür zu sehen und zieht sich die Decke über den Kopf. Jemand macht leise die Tür auf. Vater hatte die alten Angeln geschirmt. Sie quietschen nicht, doch das Schaben der Türunterkante auf dem Holzboden des Zimmers ist unverkennbar. Mutters Lied dringt nun deutlich aus der Küche nach oben. Schritte sind keine zu hören, nur das Klingeln wird lauter. Unter der Decke hält sich Shaya die Ohren zu, doch es nützt nichts. Hört Mutter denn dieses laute Geräusch nicht? Jetzt ist es direkt neben ihrem Bett. Klingeling. Klingeling. Klingeling. Zitternd liegt sie da und versucht an etwas anderes zu denken, doch ihr will nichts einfallen.
    Plötzlich hört das Klingeln auf.
    Unter der Decke spitzt Shaya die Ohren. Doch da ist nichts. Knarzende Balken, knackende Schindeln und das leise durch die geschlossene Tür dringende Lied der Mutter. Ängstlich lugt sie unter der Decke hervor. Das Zimmer ist leer doch im leichten Licht des Mondes sieht sie etwas auf dem Schränkchen neben ihrem Bett glitzern. Tapfer richtet sie sich auf um es besser zu erkennen. Ein einzelnes Glöckchen, rabenschwarz, liegt dort inmitten eines Häufchens glitzerndem, diamantenen Staubes. Die Totenfee hat ihre Nachricht überbracht.


    Das war woran ich bei eurer Klingeldiskussion denken musste ;D Eine kleine Erklärung warum sie sich Travia angeschlossen hat und so gern mit anderen Leuten gemeinsam irgendwo zusammen ist...
    Will sagen: Kommt drauf an in welchem Kontext es da klingelt ;D


    Aber mal ehrlich.
    So ein schmalziger Ausdruck wie "Das Feuer deiner Liebe" geht ja nicht mal im schlimmsten Bergdoktor-Pfennigroman. :boahnee: ... der Rest mit dem eisigen Herzen klingt aber eigentlich ganz gut ;)


    Danke, dass ihr uns an dieser Anekdote teilhaben lassen habt. Ich habe sehr gelacht :D

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen