Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluss zeitnah euer Fazit hier einstellt.


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    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!


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  • Puh, das war nicht einfach und ich habe auch das Gefühl, mit meiner Rezension dem Buch noch lange nicht gerecht zu werden - aber erfahrungsgemäß wird es bei mir nicht besser, wenn ich lange grüble und an einzelnen Formulierungen feile :-[




    Steffen hat in seinem Beruf als SEK Beamter etwas Schreckliches erlebt und steht eines Abends auf einem Brückengeländer. Noch bevor er sich entscheiden kann, ob er wirklich bereit ist, seinem Leben ein Ende zu setzen, wird er von Janica, einer jungen Frau in Begleitung eines riesigen Wolfshundes, gesehen und sie verwickelt ihn in ein Gespräch und holt ihn von der Brücke. Anschließend bringt sie ihn nach Hause und lernt dort seinen Bruder Thomas kennen. Janica will Steffen helfen und kommt so auch weiter in Kontakt mit Thomas. Die beiden wirken zuerst sehr gegensätzlich. Janica ist ein lebensfroher Wirbelwind voller Emotionen und Farben, Thomas ein eher zurückhaltender Mensch, der auf den ersten Blick beinahe etwas langweilig und grau wirkt. Die beiden verlieben sich und Thomas verändert sich zu einem ganz anderen Menschen. Alles könnte so wunderbar sein, doch dann schlägt das Schicksal hart zu.


    Ich habe das Buch gelesen, da ich wusste, wer hinter dem Pseudonym steckt und da ich diese Autorin sehr gerne lese und ihre historischen Romane immer sehr mochte. Mit diesem Buch erzählt sie eine ganz andere Geschichte, wagt sich an ein anderes Genre und hat dafür ein Pseudonym gewählt.


    Zu Beginn der Handlung liegt der Fokus auf Steffen und seinen Erlebnissen sowie dem Versuch, diese zu verarbeiten. Doch bald merkt man, dass nicht er die zweite Hauptfigur neben Janica ist, sondern Thomas.
    Außerdem gibt es eine ganze Reihe weiterer Personen, die mehr oder weniger wichtige Rollen spielen. Ich muss gestehen, mir waren es teilweise zu viele Figuren, die ich nicht alle sicher auseinanderhalten konnte.
    Auch werden viele unterschiedliche Themen angesprochen, wodurch die Geschichte für mich fast ein wenig zu „dicht“ wurde.
    Die Gedanken, Emotionen und das Verhalten der Personen wirken aber immer sehr glaubwürdig und man kann sie so gut nachvollziehen.


    Für den Leser ist das Buch eine ziemliche emotionale Achterbahnfahrt und nach der ersten Hälfte hatte ich beinahe Angst, weiterzulesen, da sich abzeichnete, was passieren wird und dass es ziemlich traurig und schmerzhaft werden wird. Dennoch gibt es auch im weiteren Verlauf immer wieder Szenen voller Hoffnung, Humor und vor allem Freundschaft und Liebe, die auch durch sehr schwere Zeiten hindurchhelfen. Immer wieder wird gezeigt, dass es in fast jeder Situation auch positive Aspekte zu entdecken gibt, man muss eben danach suchen und sich dann darauf konzentrieren, manche Dinge muss man aber auch einfach akzeptieren, annehmen und das Beste daraus machen, solange es geht!

  • Hier ist nun auch meine Rezension für dieses wundervolle Buch:


    Alle Farben dieser Welt vereinen sich in Hoffnung und Liebe


    Janica ist Mitte Zwanzig und sprüht wie das blühende Leben. Niemand erahnt, dass diese junge Frau schon als Kind durch eine Krebserkrankung dem Tod ins Auge blicken musste und sich mühsam ins Leben zurück kämpfte. Janica liebt die kleinen Dinge des Lebens und gibt jeder Farbe einen besonderen Namen, um sie an bestimmte Ereignisse zu erinnern. Diese Lebensfreude setzt sie auch für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in einem Kinderhospiz ein, um ihren jungen Schützlingen Wärme, Geborgenheit und eine gewisse Normalität zu bieten. Auch ihrem großen Freundeskreis und ihrer Familie bringt Janica viel Hoffnung und Liebe entgegen. Als Janica eines Nachts mit ihrem Hund Balou unterwegs ist, trifft sie auf einer Brücke auf Steffen, der sich gerade überlegt, von eben dieser zu springen, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Janica verwickelt ihn in ein Gespräch und kann so das Schlimmste verhindern. Sie begleitet Steffen nach Hause und lernt dort dessen Bruder Thomas kennen. Zwischen Thomas und Janica entspinnt sich eine zarte Liebe, doch eines Tages bekommt Janica sehr schlechte Nachrichten…


    Noa C. Walker hat mit ihrem Roman „Du, ich und die Farben des Lebens“ einen wunderbaren und sehr emotionalen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist herrlich flüssig und poetisch, dabei einfühlsam und voller Wärme. Die Charaktere sind mit viel Liebe zum Detail sehr authentisch und lebensecht gestaltet, dass man das Gefühl nicht loswird, jeden einzelnen von ihnen persönlich zu kennen. Die Autorin lässt den Leser eintauchen in das Innenleben und die Gedankenwelt ihrer Protagonisten und lässt ihn so an deren Freude, Liebe, Hoffnung aber auch Verzweiflung und Verlust teilhaben, die Gefühle sind regelrecht körperlich spürbar, so dass man sich mit allem sehr gut identifizieren kann. Besonders sticht Janica hervor, die so viel Lebensfreude und Optimismus versprüht, dass sie ihre Mitmenschen regelrecht mitreißt und sie damit ansteckt. Janica ist ein visueller Mensch, der jedem Ereignis eine spezielle von ihr kreierte Farbe zuweist. Sie ist voller Liebe und gibt diese großzügig an Mensch, Tier und Pflanzen weiter. Besonders liegen ihr die Kinder im Hospiz am Herzen, denen sie ihre farbenfrohe Geschichten erzählt, sich um sie und deren Angehörige kümmert. Thomas ist ein eher zurückgezogener Charakter, der ebenso wie sein Bruder schon einige Tiefen des Lebens erfahren und sich diversen Schicksalsschlägen stellen musste. Die Persönlichkeitsentwicklung gerade von Steffen und Thomas durch die Begegnung mit Janica ist innerhalb dieses Romans sehr schön zu beobachten. Durch Janicas Sicht auf die farbenfrohe Welt wechselt auch das Leben von Thomas und Steffen wieder von grau zu bunt. Auch die anderen Protagonisten bringen durch ihre eigenen, manchmal alltäglichen, Sorgen und Nöte zusätzlich Leben in die Handlung und unterstützen das schwierige Thema, dass die Autorin mit ihrem Roman anpackt.


    „Du, ich und die Farben der Welt“ ist ein tiefgreifender, emotionaler, hoffnungsvoller Roman, der in unserer Welt jeden Tag im Hier und Jetzt irgendwo stattfindet. Er ist so farbenprächtig wie das schöne Cover und sollte von Menschen gelesen werden, die die Hoffnung irgendwann verloren haben und wieder ein Gefühl für die Farben des Lebens bekommen möchten. Ein Buch, dass von dem Glauben an das Gute und das Schöne in der Welt erzählt und wovon man nie genug haben kann. Nora C. Walker kann stolz sein, dieses Buch ist meines Erachtens besser als Paul Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Absolute Leseempfehlung für ein Buch, das man nicht vergisst. Chapeau!!!


    Die Rezension wurde auf folgenden Seiten gepostet:


    http://www.lovelybooks.de/auto…2-w/rezension/1211650315/


    http://www.reliwa.de/books/575104


    http://www.amazon.de/review/RA…nodeID=299956&store=books


    http://www.buechertreff.de/thr…ostID=1745754#post1745754


    Vielen Dank, dass ich bei dieser wirklich sehr schönen Leserunde dabei sein durfte. Das Buch wird mich noch lange begleiten.

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)<br /><br />&quot;Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt.&quot;<br />Albert Einstein<br /><br />&quot;Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!&quot; <br />Oscar Wilde

  • Das war meine zweite Leserunde und ich wiederhole die Frage, die ich schon nach der ersten gestellt habe: Gibt es hier auch Autoren und Leser oder nur -innen und -innen??


    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, selten hat mich eines so sehr berührt. Meine Rezension schreibe ich heute etwas später oder morgen, muss erst mal sacken lassen.


  • Natürlich gibt es hier auch Leserunden mit Autoren und auch einige männliche Leser, es überwiegen aber wohl die Leserinnen. Wieso?


    Mir sind halt bisher nur weibliche Mitglieder begegnet und ich habe mich gefragt, ob das eine reine Frauenveranstaltung ist. ;D


  • Das war meine zweite Leserunde und ich wiederhole die Frage, die ich schon nach der ersten gestellt habe: Gibt es hier auch Autoren und Leser oder nur -innen und -innen??


    Ich kanns nicht ändern: Ich bin eine Frau. ;D
    Ach übrigens: Ich kenne mindestens zwei Männer, die unter anderem ein weibliches Pseudonym haben. Aber die darf ich natürlich nicht verraten. :P

    Zitat


    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, selten hat mich eines so sehr berührt. Meine Rezension schreibe ich heute etwas später oder morgen, muss erst mal sacken lassen.


    Es freut mich sehr, dass Dir das Buch gefallen hat! Auf die Rezension bin ich natürlich sehr gespannt. Vielen Dank schon einmal für's Lesen, Kommentieren, Diskutieren ...

  • Leider bin ich nicht in der Lage, meine Eindrücke so gut in Worte zu fassen wie meine Vorschreiberinnen. Aber ich habe mich bemüht... ;D


    Das Leben ist nicht fair


    Janica strotzt vor Lebensfreude, obwohl - oder gerade, weil? - sie als Kind eine schwere Krebserkrankung besiegt hat. Auf Umwegen lernt sie Thomas kennen, der auch einen Schicksalsschlag zu verarbeiten hat. Er kommt nicht gut mit dem Tod seiner Eltern klar, zieht sich zurück. Er möchte keine neue Freundschaft, geschweige denn eine Liebesbeziehung anfangen. Die beiden werden ein Paar, alles ist gut. Bis das Schicksal mit aller Härte zuschlägt....


    Noa C. Walker hat mit „Du, ich und die Farben des Lebens“ einen wunderbaren, sehr berührenden Roman geschrieben. Der Leser erfährt eine emotionale Achterbahnfahrt! Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt ist alles dabei. Und in allen Situationen fühlt man sich, als wäre man dabei. Ich habe in einem Kapitel Tränen gelacht, im nächsten geweint.
    Die Protagonisten sehr sympathisch und so authentisch beschrieben, dass man sie persönlich zu kennen meint.


    Die beiden Hauptfiguren, Janica und Thomas, sind sehr unterschiedlich. Sie machen sich gegenseitig Mut. Vor allem Thomas profitiert von Janica, die dem Leben in allen, auch den allerschlimmsten Situationen etwas Positives abgewinnen kann. Bei hrer ehrenamtlichen Arbeit im Kinderhospiz gibt sie Hoffnung und Liebe - und bekommt sie zurück.


    Besonders gut gefallen hat mir Noa C. Walkers Schreibstil: Dinge, Orte, Personen, Handlungen und Farben sind so wunderbar und einfühlsam beschrieben, man ist vom ersten Satz an mittendrin.
    Vieles ging mir beim Lesen sehr nah - es ist ratsam, immer Taschentücher griffbereit zu haben.


    Wer einen Liebesroman mit Happyend erwartet, der ist hier falsch. „Du, ich und die Farben des Lebens“ ist ein tiefgreifendes, emotionales, trauriges, aber auch Hoffnung machendes Buch. Absolute Leseempfehlung!

  • Liebe Dani, Dreamworx und Caren,


    habt vielen Dank für eure schönen Rezensionen. Ich habe sie gern gelesen und freue mich über jedes Detail, das ihr herausgearbeitet habt. (Und bin begeistert, wie unterschiedlich sie doch wieder ausfallen - auch von dem, was euch so "wichtig" geworden ist.)


    Die Lesrunde war, bzw. ist wieder einmal richtig schön. Ich mag euer aufmerksames Lesen, eure Bemerkungen, Fragen, Anregungen und auch die "kritischen" Zwischentöne - schlicht: eure Ehrlichkeit. Und den persönlichen aber immer fairen und freundlichen Tonfall. (Und natürlich die Sätze, die mich zum Schmunzeln gebracht haben!)


    DANKE!

  • Vanillemilchshakegelb und Kletschereisblau ....


    Als Janica nachts mit ihrem Hund Balou die letzte Runde mit dem Rad dreht, fällt ihr ein Mann auf, der auf dem Brückengeländer steht. Warum steht jemand nachts auf einem Brückengeländer? Der wird doch nicht runterspringen wollen? Doch, er will ....


    Steffen ist Beamter beim SEK und bei seinem letzten Einsatz ist etwas so fürchterliches passiert, dass er seinem Leben ein Ende setzen und sich von der Brücke stürzen möchte. Da kommt diese junge Frau mit ihrem Hund vorbei......


    Janica kann Steffen in ein Gespräch verwickeln, zudem wickelt Balou ihn um seine Pfote und so steigt er wieder vom Brückengeländer herunter. Nach seiner Rettung fühlt sich Janica verantwortlich für Steffen und nachdem sie einige Zeit auf dem Boden gesessen und geredet haben, bringt sie ihn nach Hause. Dort lernt sie seinen Bruder Thomas kennen.


    Die beiden verlieben sich ineinander, doch das Schicksal gibt ihnen nicht viel gemeinsame Zeit bis Janica eine niederschmetternde Diagnose erhält.



    Zitat

    „Probleme, Schmerz und Leid gehören zum menschlichen Dasein dazu.
    Nicht nur, damit wir überhaupt Freude und Glück erfahren können,
    sondern weil es die Menschen formt, sie verändert, sie sehr vieles lehrt.“ (S. 45)


    Noa C. Walker ist das Pseudonym einer Schriftstellerin, die normalerweise im Genre der historischen Romane zu finden ist. Mit "Du, ich und die Farben des Lebens" hat sie ein sehr schönes Debüt auf dem Gebiet der Gegenwartsliteratur vorgelegt.


    Als Janica Steffen nach der erfolgreichen Verhinderung seines Selbstmordes nach Hause begleitet, dachte ich (wie vermutlich viele andere Leser an der Stelle auch), dass sich Steffen und Janica ineinander verlieben werden. So ist es nicht, aber Steffen ist wichtig, dass Janica und Thomas sich überhaupt erst kennenlernen können. Im Verlauf der Geschichte wird Steffen jedoch zu einem (wichtigen) Nebencharakter.


    Thomas ist Lehrer und im Gegensatz zu Janica eher ein farbloser Typ. Zu einer Frau würde man vermutlich "graue Maus" sagen. Thomas selbst findet sein Leben eigentlich nicht langweilig oder farblos, aber seit dem Tod seiner Eltern hat er sich verändert. Als er Janica kennenlernt, ist er von ihrer Lebensfreude und ihrer Leichtigkeit fasziniert. Er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen und auch Janica findet nach und nach Gefallen an Thomas.


    Janica genießt scheinbar jeden einzelnen Augenblick ihres Lebens und mit Farben verbindet sie Erinnerungen. So ist gelb für sie nicht einfach gelb sondern "vanillemilchshakegelb" und blau ist "kletschereisblau". Für sie hat jeder Tag etwas positives und schönes und bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit in einem Kinderhospiz kommt ihr diese Eigenschaft zu Gute. Sie hat einen ganz besonderen Draht zu diesen Kindern.


    Neben Thomas, Steffen und Janica werden sehr viele Nebencharaktere beschrieben. Janicas Freundeskreis, in dessen Mitte ich mich ganz sicher auch wohlfühlen würde. Janicas Eltern, ihre Schwester, die Kinder und deren Eltern im Kinderhospiz.


    Alle Charaktere wurden von der Autorin liebevoll angelegt und authentisch fortgeführt. Bei einigen Szenen hat man das Gefühl mittendrin zu sein, so realistisch werden sie erzählt.


    Es gibt keinen negativen Charakter in diesem Buch. Bis der Antagonist die Bühne betritt: Krebs!


    Ich habe beim Lesen dieses Buches gelacht, aber auch viel geweint. Die Geschichte ist fiktiv - aber sie kann jedem von uns morgen passieren oder ist sogar schon passiert.


    Man sollte sich - wie Janica - an den Schönheiten des Lebens orientieren. Jeden einzelnen Tag genießen und jede Sekunde in sich aufsaugen. Wir sollten unser Augenmerk auf die schönen Dinge des Lebens legen und nicht auf das, was uns runterzieht und deprimiert. Wir wissen nicht, was morgen ist.


    Wieder einmal hat mich ein Buch zum Nachdenken angeregt. Darüber, dass ich mir vornehme, mein Leben mehr zu genießen und die wichtigen Dinge im Leben stärker zu betonen. Aber - leider - bin ich ein Mensch und der Mensch ist ein Gewohnheitstier ....


    Auch wenn dieses Buch wirklich traurig ist, hat es mir sehr gut gefallen. Genau das wünsche ich mir von einem Buch - ich möchte mitgerissen werden von dem was passiert. Ich möchte mit den Protagonisten lachen, weinen, hoffen, bangen, mich freuen und mich ärgern. Wenn ein Buch mich so berührt, hat der Autor/die Autorin in meinen Augen alles richtig gemacht.


    Dankeschön dafür, liebe Noa C. Walker!


    Für mich ist übrigens Thomas in diesem Buch der Held - warum? Lest es selbst......


    Meine Rezension habe ich hier gestreut:


    https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv


    https://buechersindfliegendete…n-des-lebens-noa-c-walke/


    http://www.lovelybooks.de/auto…2-w/rezension/1217771099/


    http://www.literaturschock.de/…iscussions/review?id=9293


    http://www.literaturschock.de/….msg885055.html#msg885055

  • Zum Inhalt:


    Durch Zufall kann die lebensfrohe Janica Steffen davon abzuhalten sich das Leben zu nehmen. Diese Begegnung löst wiederum eine ganze Reihe von Ereignissen aus. Sie sorgt dafür, dass Steffen die Hilfe bekommt, die er braucht, und lernt dabei dessen Bruder Thomas kennen. Janica und Thomas sind allerdings in ihrem Charakter so unterschiedlich, dass es etwas dauert bis Thomas in ihrer Gegenwart auftaut und Janica erkennt, welch besonderer Mensch hinter der zurückhaltenden Fassade steckt. Doch dann kommt alles anders als man denkt, und die beiden müssen sich einem schweren Schicksal stellen.



    Meine Meinung:


    Das Buch fängt unmittelbar an, wodurch man sich als Leser ziemlich schnell inmitten des Geschehens befindet. Das Buch hat verschiedene Abschnitte, die alle von einem Monolog von Janica eingeleitet werden, die zum Teil sehr lustig sind, aber sich auch mit ernsten Gedanken beschäftigen. Und da bin ich schon bei Janica, sie ist dem Leben gegenüber sehr positiv eingestellt und kostet jeden Tag voll aus. Sie ist eine Figur, die man eigentlich von Anfang an lieb gewonnen hat.
    Auch Thomas war mir sofort sehr sympathisch auch wenn er erst etwas verschlossen ist, aber im Laufe der Geschichte schließt man ihn immer mehr ins Herz.
    Janica hat für jeden Farbton einen ganz speziellen Namen, wie "Johannisbeer-Marmeladekochen-Rosa". Als Leser erhält man dadurch auch eine ganz andere Einstellung zu Farben und nimmt diese auch im normalen Leben ein bisschen intensiver wahr.
    Es ist wunderschön zu lesen wie Janica und Thomas sich langsam näher kommen. Allerdings kommt es dann ein wenig anders als man es den beiden wünscht. Beim Lesen muss man sich mit vielen Fragen auseinandersetzen und man muss sich auch mit sehr ernsten, traurigen Themen auseinandersetzen, auf die es oft keine zufriedenstellende Antwort gibt.
    Es gibt wirklich sehr viele lustige Stellen, die einen als Leser mehr als einmal zum Lachen bringen. Das Buch zeigt dabei das Leben und da ist eben nicht immer alles so, wie man es sich wünschen würde.



    Fazit zum Buch:
    Das Buch nimmt den Leser auf eine Reise mit, wobei es so viele Gefühle vermittelt, wie das Spektrum Farben hat. Es ist traurig und wunderschön zugleich!


    Fazit zur Leserunde:
    Ich möchte mich auch nochmal für das Freiexemplar bedanken und die wundervolle Begleitung bedanken, Noa! Das Buch und die Leserunde haben sehr viel Spaß gemacht und umso gespannter bin ich nun auf die Runde zu "Sturm im Paradies" :)



    Rezensionslinks:
    [url=http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,39071.msg885668.html#msg885668]Literaturschock Bücherforum[/url]
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  • Vielen Dank für die schöne Leserunde und ganz besonders an Noa für die aufmerksame und liebevolle Begleitung :danke:


    Hier ist nun meine Meinung zu dem Roman:


    Janica ist eine junge Frau, die von Anfang an im Zentrum dieser Geschichte steht und die wie eine helle Sonne mit ihrer Lebensenergie alles Dunkle
    und Schmerzhafte zu überstrahlen scheint. Sie ruht in sich, verfügt über innere Stärke, hat liebevolle Eltern, einen umtriebigen Freundeskreis und einen großen gutmütigen Hund. Sie scheint auf den ersten Blick ein perfektes Leben zu führen, wobei sie auch die traurigen Aspekte des menschlichen Daseins nicht verdrängt und sich liebevoll um kranke Kinder in einem Hospiz kümmert.
    Als sie durch ein dramatisches Ereignis die beiden Brüder Steffen und Thomas kennenlernt, kommt eine unerwartete, intensive Wendung in ihr Leben und das der Brüder.
    Steffen steckt in einer tiefen Lebens - und Sinnkrise und ist privat sowie beruflich in einer Sackgasse gefangen, aus der es ohne Hilfe von anderen Menschen kein Entrinnen zu geben scheint. Dennoch tut er sich anfangs schwer, diese Hilfen anzunehmen und die Schutzmauern um seine Gefühle aufzubrechen.
    Thomas ist Lehrer aus Berufung und führt ein zurückgezogenes Leben ohne große Höhen und Tiefen, er ist zwar zufrieden, aber nicht wirklich glücklich.


    Damit beginnt für diese drei Menschen und ihr persönliches Umfeld eine spannende, dramatische und sehr emotionale Reise, die sie alle an die Grenzen ihrer psychischen, seelischen und körperlichen Belastbarkeit bringen wird. Es gibt auf dieser Reise in unbekannte Abenteuer unzählige intensive und magische Momente, in denen sie den Zauber der Natur intensiv erleben, das Glück von Freundschaften, die Geborgenheit in der Familie - aber auch
    Momente großer Trauer und Verzweiflung.
    Vielleicht ist es auch gerade das Wissen um die Endlichkeit unseres Lebens und die Vergänglichkeit des Augenblicks, was die Zeit so kostbar macht,
    die uns geschenkt wird auf dieser schönen Erde. Wenn wir die Fähigkeit bewahren,- die Kinder oft zu eigen ist - Schönheit in den vermeintlich "kleinen Dingen" zu sehen, Glück zu empfinden über die Wunder der Natur, die uns überall umgeben, wenn wir hinschauen und hinspüren, dann haben wir einen inneren Reichtum gefunden, der uns auch durch die Stürme des Lebens tragen kann.


    Dieser Roman ist so vielschichtig und reich an klugen Gedanken, tiefen Emotionen und Grenzerfahrungen, wie das Leben selbst eine Herausforderung darstellt, an der wir alle manchmal scheitern und verzweifeln können, das uns staunen lässt, glücklich macht und zum Lachen und Weinen bringt.
    Darin sehe ich auch die "Botschaft" dieser mutigen und ehrlichen Geschichte: du hast nur dieses eine Leben, also mach das Beste draus!


    Ich vergebe sehr gerne 5 Punkte :buchtipp:

  • Liebe Emmy,


    auch Dir ein herzliches Dankeschön für Deine rege Teilnahme in der Leserunde, deine durchdachten Kommentare und die schöne Rezension. (Bin ganz froh, dass ich die gelesen haben, nachdem ich auf amzon gerade ein bisschen ins Grübeln gekommen bin. Anscheined gibt es in meinem Buch die "Begegnung mit dem Mensch gewordenen Tod". Daran erinnere ich mich irgendwie so gar nicht ... ??? ;D


    Jedenfalls: Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, hier dabei zu sein, Dich dabei gehabt zu haben! Vielleicht/Hoffentlich bis bald!?


    Liebe Grüße!

  • Liebe Noa,


    mir hat es auch viel Freude gemacht, deinen Roman zu lesen und hier mit euch darüber zu reden :)
    Bei amazon hast du sehr viele gute Rezis - ein paar Abweichler gibt es dort immer, wer weiß, ob sie den
    Roman überhaupt gelesen haben ;)


    liebe Grüße und bis bald :winken:

  • Und hier nun auch meine Rezension. Es hat bei mir etwas länger gedauert, da ich mich mit der Rezension etwas schwer getan habe :-[


    Zum Buch


    Janica sprüht vor Lebenslust. Sie trägt bunte Kleidung, beschreibt ihre Umwelt in den schillernsten Farben und geniesst das Leben.
    Auf einem Ausflug mit ihrem Hund Balou sieht sie einen Mann auf dem Geländer einer Brücke stehen. Sie spricht ihn an und bringt ihn dazu, sein Vorhaben aufzugeben. Als sie Steffen zuhause abliefert, lernt Janica seinen Bruder Thomas kennen...


    Meine Meinung


    "Du, ich und die Farben des Lebens" ist ein Roman, der mich sehr bewegt hat.


    Janica erhält als Kind eine erschütternde Diagnose. Sie überwindet die Krankheit und beginnt das Leben in all seiner Vielfalt zu leben. Als jetzt junge Frau lernt sie durch den potenziellen Selbstmörder Steffen seinen Bruder Thomas kennen und verliebt sich. Thomas ist Lehrer, zurückhaltend, leicht farblos und lebt ziemlich zurückgezogen. Janica überschüttet ihn mit Lebensfreude und zeigt ihm die Farben ihrer Welt.


    Durch ihre Tätigkeit in einem Kinderhospiz sieht Thomas, wieviel Stärke und Lebensmut Menschen besitzen, die keine lange Lebenserwartung mehr haben.


    Als Janica eine erschütternde Diagnose erhält, verändert sich alles.


    Noa C. Walker versteht es mit einfühlsamen Worten, die furchtbare Krankheit von Janica in all ihren Folgen zu beschreiben. Janica verliert nie ihren Lebensmut, Thomas ist an ihrer Seite und zusammen erleben sie eine wunderschöne intensive Zeit. Der inzwischen gemeinsame Freundeskreis unterstützt die Beiden auf ihrem Weg.


    Für mich persönlich war das Buch nicht leicht zu lesen. Die heiteren Passagen habe ich sehr genossen, während der traurigen Abschnitte sehr mitgelitten.
    Ich werde dieses Buch auf jeden Fall erneut zur Hand nehmen, weil es alle Arten von Gefühlen anspricht. Die Autorin hat alle Emotionen in einer wunderbaren Weise und einem schönen Schreibstil miteinander vereint. Vielen Dank für dieses wunderbare Buch.


    Zur Leserunde


    Vielen Dank für diese besondere Runde, die durch die persönlichen Berichte der Mitleserinnen und die intensive Betreuung durch die Autorin besondern schön war. Ich feue mich schon sehr auf die nächste gemeinsame Leserunde :winken:

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen

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