02 - Seite 92 "Zweite Chancen" bis Seite 177

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  • Das ist ja nicht zu fassen und voll fies. Der arme Marten glaubt tatsächlich sein Freund wäre tot und hätte ihn zudem auch noch verraten. Was soll dieses Spielchen das Danil da treibt?
    Außerdem hat sich Marten ja in einen ordentlichen Schlamassel rein geritten. Aus der normalen Schlägerei ist Mord an einem Ritter geworden. Dass dem nicht so ist weiß er ja nicht.
    Die Überfahrt scheint ja schon mal lustig zu werden ;D dieser Ness gefällt mir. Da bin ich nun gespannt was in Macouban geschieht.


    Und Lebrec ist doch nicht tot 8) finde ich voll super. Bin gespannt ob er überlebt und seine Botschaft überbringen kann. Da scheint jemand auf Krieg auszusein und dem Kaiser und seinem Gefolge die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen.


    Sara in den Diensten des Kaisers. Das kann ja noch lustig werden. So wie es ausschaut wissen wir nun auch, wer diese Rotkittel sind. Es sind anscheinend Leute des Fürsten von Macouban, die einen Hass gegen das Kaiserreich schüren.
    Die Königinmutter finde ich auch klasse. Der Schachzug Sara neben sich zu stellen war sehr gut. Aus ihrer Reaktion entnehme ich, dass sie damit gerechnet hat, dass Sara nicht den Mund halten wird.


    Beltran gehört schon mal zu den Personen im Buch, die ich nicht leiden kann. Lügt und glaubt auch noch ernsthaft damit durch zu kommen.


    Und der Kaiser soll verkuppelt werden, mit der Tochter des Königs von Kolno. Über die Leute dort wissen wir bisher ja rein gar nichts. Die kann ich daher auch schwer einschätzen. Wollen sie nur eine enge Verbindung der beiden Häuser aus strategischen Gründen? Und wenn ja, wovon ich ausgehe, was nutzt es ihnen genau?


    Das Buch ist echt spannend. Normalerweise gibt es immer einen Handlungsstrang der mir nicht so toll gefällt und bei dem ich froh bin, wenn es um andere Personen geht. Das ist hier nicht der Fall. Ich will bei allen Figuren wissen wie es weiter geht. :lesen:

  • Jetzt weiß ich, warum man Thoren den Puppenspieler nennt! Was für ein abgekartetes Spiel, um Marten dahin zu bringen, wo er ihn haben will. Und Danil wusste über alles Bescheid, ein schöner Freund! War das alles langfristig geplant und Danil hat die Freundschaft nur vorgetäuscht? Wenn er ein echter Freund wäre, dann hätte er so was nie zugelassen; da habe ich mich in ihm gewaltig getäuscht. Wenn Marten das eines Tages erfährt, wird er garantiert keine Luftsprünge vor Freude machen.


    Thoren, Danil und die Anderen mussten sich ziemlich sicher sein, dass Marten am Ende „mitspielt“ - und ich glaube nicht, dass sie ihn wirklich umgebracht hätten, genauso wenig, wie sie seinen Finger gebrochen haben. Aber Thoren muss für Marten ja eine bestimmte Aufgabe vorgesehen haben, bloß aus Jux und Dollerei wird er ihn nicht nach Macouban schicken, da kommt doch noch was nach. Etwas, bei dem er und Danil der Meinung waren, dass Marten dafür der Geeignete ist.


    Jetzt bin ich jedenfalls gespannt, wie es Marten erst mal auf dem Schiff gehen wird. Ness Rools scheint mir nicht so übel zu sein, aber wer weiß, das kann wieder täuschen. Bei dem schlafenden Feldscher dachte ich kurz, ob es sich bei ihm in Wirklichkeit um Meister Messer handelt, der aus irgendeinem Grund Marten im Auge behalten soll.


    Interessant, dass Messer nicht der erste Killer ist, der die Bastarde des Löwen von Berun beseitigen soll. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er wirklich vom Kaiser direkt beauftragt wurde oder ob hier jemand anders dahintersteckt. Der Kaiser scheint sich eher mit anderen Dingen zu beschäftigen. Er ist ja eine ziemlich peinliche Erscheinung, finde ich, ganz anders, als ich ihn mir im ersten Abschnitt vorgestellt hatte. Andererseits neigen gerade solche Menschen dazu, mögliche Konkurrenten feige auf die Seite schaffen zu lassen. Ich hätte es Meisterin Erin gegönnt, wenn sie Messer überwältigt hätte.


    Die Geschicke von Berun scheinen eher die Mutter des Kaisers und das Protektorat zu leiten als der Kaiser selbst. Und ich bin überzeugt davon, dass Thoren für Sara auch eine ganz spezielle Aufgabe vorgesehen hat, die wir bisher noch nicht kennen und die etwas mit ihrer Herkunft bzw. ihrer Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen, zu tun haben könnte. Was Macouban angeht, habe ich mich im ersten Abschnitt völlig verhauen, nicht Berun will Macouban annektieren (was auch unlogisch wäre, wenn es sich dabei eh schon um ein Protektorat Beruns handelt), sondern Macouban will sich von Berun ablösen.


    Dass Lebrec noch lebte, war eine große Überraschung, damit hatte ich wirklich nicht mehr gerechnet. Interessant, dass die Rotkittel in Wirklichkeit gar keine Beruner Soldaten sind. Es scheinen aber Fremde zu sein, woher kommen sie also? Wurden sie von Antreno angeheuert oder hat er Verbündete, die die Männer stellen? Vielleicht Kolno? Der Abordnung aus Kolno traue ich nicht wirklich über den Weg.


    Den Albtraum, den Sara hatte, war das vielleicht gar kein Traum, sondern frühere Erinnerungen?


  • Aus der normalen Schlägerei ist Mord an einem Ritter geworden. Dass dem nicht so ist weiß er ja nicht.


    Wobei, Antorf wurde ja tatsächlich getötet, allerdings ist er laut Personenregister kein Ritter gewesen - was für ein Aufwand, um Marten ungesehen nach Macouban zu verschiffen!


    Ich habe mich bei der Kampfszene am Ende des ersten Abschnitts gewaltig vertan. Dort wurde doch erwähnt, dass Antorf gegen den blonden Schwertmann, also Danil, vorgegangen ist (sicherlich ein Scheinangriff) und der Schwertmann daraufhin ihm ein Messer in den Bauch gerammt hat. Dabei bin ich die ganze Zeit davon ausgegangen, dass es sich um Danil gehandelt hätte und war überrascht, dass es es tatsächlich Marten war. Er kann sich ja selber daran erinnern.



    Die Königinmutter finde ich auch klasse. Der Schachzug Sara neben sich zu stellen war sehr gut. Aus ihrer Reaktion entnehme ich, dass sie damit gerechnet hat, dass Sara nicht den Mund halten wird.


    Ja, ich denke auch, dass sie damit gerechnet hat, dass Sara den Mund aufmacht, die ganzen Provokationen waren doch zu gezielt.


  • Interessant, dass Messer nicht der erste Killer ist, der die Bastarde des Löwen von Berun beseitigen soll.


    Gut dass du Messer erwähnst. Mir ist da nämlich noch was eingefallen. Ich denke nämlich, dass Messer es selber war der die Frau schon einmal töten sollte oder vielleicht sogar schon mal getötet hat. Auf Seite 177 steht ja folgendes: "Hatte ich also doch recht. Sie kam mir doch gleich bekannt vor. Der Meister säubert sein Haus. Interessant."


    Was ich wirklich davon halten soll weiß ich aber noch nicht.


  • Ich habe mich bei der Kampfszene am Ende des ersten Abschnitts gewaltig vertan. Dort wurde doch erwähnt, dass Antorf gegen den blonden Schwertmann, also Danil, vorgegangen ist (sicherlich ein Scheinangriff) und der Schwertmann daraufhin ihm ein Messer in den Bauch gerammt hat. Dabei bin ich die ganze Zeit davon ausgegangen, dass es sich um Danil gehandelt hätte und war überrascht, dass es es tatsächlich Marten war. Er kann sich ja selber daran erinnern.


    Nein, nein, keine Sorge. Deine Erinnerung ist besser als Martens (aber nach so ner ordentlichen Tracht Prügel kommt schon mal was durcheinander. *g*).
    Aber nur so am Rande (weil es echt keine Rolle spielt): Anttorf war nur ein angemieteter Schläger in Klamotten, die nicht ihm gehörten ...


  • Gut dass du Messer erwähnst. Mir ist da nämlich noch was eingefallen. Ich denke nämlich, dass Messer es selber war der die Frau schon einmal töten sollte oder vielleicht sogar schon mal getötet hat. Auf Seite 177 steht ja folgendes: "Hatte ich also doch recht. Sie kam mir doch gleich bekannt vor. Der Meister säubert sein Haus. Interessant."


    Stimmt, über die Stelle bin ich auch gestolpert, dass sie ihm bekannt vorkam. Und einen seltsamen Geschmackssinn hat der Gute auch.



    Nein, nein, keine Sorge. Deine Erinnerung ist besser als Martens (aber nach so ner ordentlichen Tracht Prügel kommt schon mal was durcheinander. *g*).
    Aber nur so am Rande (weil es echt keine Rolle spielt): Anttorf war nur ein angemieteter Schläger in Klamotten, die nicht ihm gehörten ...


    Ah, o.k. Dann wurden Opfer wie Anttorf doch billigend in Kauf genommen bzw. damit gerechnet, denn sonst hätte man es Marten nicht in die Schuhe schieben können.

  • Ist es nun gut oder schlecht, dass Marten noch gar nicht ahnt, wie mit seinem Schicksal gespielt wurde? Ich jedenfalls habe mich unglaublich hilflos gefühlt, als herausgekommen ist, dass Marten ordentlich ver*** wurde. Es ist echt kein Wunder, warum der Puppenspieler diesen Namen hat.



    Aber Thoren muss für Marten ja eine bestimmte Aufgabe vorgesehen haben, bloß aus Jux und Dollerei wird er ihn nicht nach Macouban schicken, da kommt doch noch was nach. Etwas, bei dem er und Danil der Meinung waren, dass Marten dafür der Geeignete ist.


    Davon gehe ich aus aus. Beim Lesen habe ich die ganze Zeit überlegt, ob sein Gerede von zweiten Chancen bloß Grausamkeit ist oder ob tatsächlich mehr dahinter steckt. Bei diesem Spiel gab es doch garantiert kein Wort zu viel oder zu wenig und jeder Satz war von Anfang an geplant. Wer weiß, vielleicht entpuppt sich hinter dieser "zweiten Chance" ja noch viel mehr.


    Ansonsten glaube ich, dass die neue Situation für Marten erst mal ein Schock sein wird, dass er sich da aber ganz schnell reinfuchsen wird. Mit Ness hat er bestimmt schon mal so etwas wie einen Freund gefunden.


    Bei Sara frage ich mich, ob sie vom Regen in die Traufe gekommen ist. Es ist schön, dass sie Feyst erst mal entkommen konnte und er sie nicht bestrafen kann, aber auf Dauer kann es am Königshof doch auch nicht sicher sein, oder? Besonders wenn sie nun in Intrigen hineingezogen wird. Ich freue mich allerdings auf weitere Episoden mit ihr als Beobachterin. Da wird sie bestimmt noch einige interessante Persönlichkeiten treffen.


    Die Abschnitte mit Messer finde ich besonders eindringlich. Seine Sichtweise ist .. nun ja, ich bin mir nicht sicher, wie ich es ausdrücken soll .. pragmatisch? skurril? Er geht da so ganz gezielt rein, gibt erst noch einen Auftrag, und wenn er dann wiederkommt, schlägt er zu. Einerseits scheint es so, als würde er ganz in seiner "Arbeit" aufgehen, andererseits tun ihm seine Opfer insofern leid, dass er ihnen die Schmerzen nimmt. Obwohl ich den Gedanken, dass man gar nicht merkt, dass man gerade stirbt, weil der Körper so verwundet ist, auch richtig gruselig finde.


  • Die Abschnitte mit Messer finde ich besonders eindringlich. Seine Sichtweise ist .. nun ja, ich bin mir nicht sicher, wie ich es ausdrücken soll .. pragmatisch? skurril? Er geht da so ganz gezielt rein, gibt erst noch einen Auftrag, und wenn er dann wiederkommt, schlägt er zu. Einerseits scheint es so, als würde er ganz in seiner "Arbeit" aufgehen, andererseits tun ihm seine Opfer insofern leid, dass er ihnen die Schmerzen nimmt. Obwohl ich den Gedanken, dass man gar nicht merkt, dass man gerade stirbt, weil der Körper so verwundet ist, auch richtig gruselig finde.


    Stimmt, so kommen die Messerabschnitte auch bei mir an. Wobei ich irgendwo froh bin, dass die Opfer keine Schmerzen haben.

  • In diesem Abschnitt ist ja viel passiert. Wobei ich aber zugeben muss, dass ich mit den Fürstenhäusern, Kaiserhof und politischen Ränkespielen so meine Probleme habe, die richtig einordnen zu können. Sara ist für Thoren als Beobachterin für die Kaiserin Mutter am Hof und soll Informationen über Antreno sammeln. Wenn ich das richtig verstanden habe, befürchten sie einen Angriff auf Berun und Machtübernahme. Und Macouban ist quasi das Stück Lnad wo sich aktuell alles abspielt, korrekt?


    Der Verrat von Danil hat mich wirklich überrascht. Auf diese Wendung wäre ich nie gekommen, weil die beiden wie beste Freunde wirkten, die schon einiges durchgemacht haben. Auch hier erschließt sich mir der Sinn nicht ganz. Marten soll aus dem Weg bzw. wird an die Front ins Macouban verbannt. Aber was ist er denn für ein Risiko?


    Lebrec lebt - wie schön. Da er in "seinem Element" Wasser den Tod finden sollte, ist es für micht auch verständlich, dass er dort einigermaßen gut aus der Situation herauskommt. obwohl mich natürlich schon interessiert, was genau in dem Sumpf abgelaufen ist. Zur Zeit stelle ich mir das so vor, dass er quasi eingehüllt,... ausgespuckt... was auch immer wurde, weil er Teil des Wassers war.


    Hier erfährt man auch etwas über Saras Geschichte. Sie musste also schon sehr jung miterleben, wie man mit den "Metis" umgeht. Massaker & Skalverei... wie furchtbar. Kein Wunder also, dass sie bei dem Thema am Kaierhof nicht einfach die Tarnung aufrecht erhalten kann. Das wird innerlich brodeln und muss dann einfach raus. Ich fand es übrigens sehr gut, wie gelassen und vorausschauend die Kaiserin Mutter damit umgegangen ist.

  • Nein, man fürchtet keinen "Angriff auf Berun" (das wäre in etwa, wie wenn das Saarland die Bundesrepublik angreifen wollte. *gg*), sondern eine Abspaltung (was insofern eine "Machtübernahme" bedeuten würde, als dass Fürst Antreno Berun als Protektor absetzen und wieder "Herr im eigenen Haus" wäre).


    Was Lebrec angeht - kurz gesagt: Er kann nicht ertrinken (und vor allem: nicht versinken), solange er unter Blausteineinfluss steht. Was er zu diesem Zeitpunkt ja tat.

  • Ich bin langsam vorwärtsgekommen und hatte eine Zeit lang Angst, in eine Welt wie bei GRRM zu sein, allerdings bin ich bei dessen Büchern nicht über die ersten Seiten gekommen.
    Jetzt aber entfaltet sich für mich die Geschichte. Ich war auch traurig, dass die Männerfreundschaft nur vorgetäuscht war. Allerdings frage ich mich, ob wirklich alles so geplant wurde vom Puppenspieler? Da mü0te er schon eine Menge Zufälle mit eingeplant haben. Schließlich hat er die "Falle" nicht aufgestellt und er konnte doch auch nicht wissen, dass Sarah geschickt wurde und dass diese ihm helfen würde. Oder war der Plan wirklich so ausgeklügelt, dass er nur warten mußte? Wußte er, dass Feys Sarah schicken würde um ihn auszuspionieren, weil er sie schon kannte, wußte um ihr Talent? War er nur deshalb so nett zu ihr, damit sie ihm dann verraten würde wo und wann die Falle aufgestellt ist? Oder brauchte er das nicht zu wissen, weil er darauf wartete, dass eine Falle aufgestellt würde? Hat er Martens Schicksal schon so lange beobachtet und beeinflusst, dass dieser wiederum Danil um Hilfe bitten mußte und sich anheuern lassen? Wenn schon die Musketiere hier genannt wurde, dann scheint es hier ein Richelieu zu sein. (Paßt mir aber nicht, ich will, dass er ein Guter ist, ich mag ihn)
    Mir kommt das alles zu kompliziert vor und ich kann nicht glauben, dass es wirklich darum ging, Marten wegzuschicken. Ich könnte mir vorstellen, dass er lediglich als Deckung gedient hat, die nun aufgeflogen war. Aber auch das klappt nicht ganz von der Logik her. Nun ja, ich finde es trotzdem nicht sehr nett, was sie mit ihm gemacht haben und es ist ja nicht klar, ob er das übersteht. Vielleicht ist jemand als sein Schutz mit auf dem Schiff, aber mußte es gerade das Schiff sein, wo der rachedurstige Ritter drauf ist? Ich gehe zwar davon aus, dass er ihn unter den Gemeinen gar nicht beachten würde und schließlich hat er nun ja ein Schicksal, wo jede andere Form von Rache nicht mithalten kann.
    Ich war auch enttäuscht, dass Marten so dumm ist. Hat er wirklich geglaubt, man läßt die Neulinge miteinander kämpfen? Ich als Leser habe da keine Sekunde dran geglaubt. Seine Haltung zu den Kameraden war wirklich das Letzte. So hätte ich ihn vorher nicht eingeschätzt. Sehr enttäuschend.
    Sarah benimmt sich im für mich ziemlich unglaubwürdig. sie ist noch nicht im Palast gewesen, sie steht neben der Kaiserin-Mutter und hat einen Befehl von dieser erhalten. Bei aller Wut, ich verstehe nicht wie sie dann so vorpreschen kann und ich glaube auch nicht, dass die Kaiserin das erwartet hat. Sie hat gemerkt, dass dies gut in ihr Konzept passt und sie ist vermutlich klug genug, nicht mit Strafe zu arbeiten, wo es nicht nötig ist. sie kann so tun, als ob Sarah genau das getan hat, was sie sollte und damit verliert sie nicht an Autorität. Sie gefällt mir auch. Arme Frau, mit so einem Sohn gesegnet sein ist vermutlich keine Freude. Oder sie ist so eine Autorität, dass der Sohn aufgegeben hat, gegen sie anzukommen. sie scheint aber für ihn zu regieren. Naja, bisher sieht das ganz gut aus.


    Ich hätte auch nicht gedacht, dass Lebrec noch lebt, denn ich dachte, er sei zu Futter für die Rall geworden. Das passiert ja eigentlich, wenn der Faden berührt wird, dann kommen sie doch, oder? Und ich dachte, dass er die Konzentration braucht, um auf dem Wasser zu bleiben. Aber scheinbar hat er viel Glück. Wer weiß wozu es gut ist. Reich kann er wohl nicht mehr werden.


    Ganz gemein fand ich, dass Messer gegen die Schmiedin auch wieder gewonnen hat. Nicht, dass ich seinen Berufsstand nicht anerkenne. So ein Assassine muss ja auch leben, aber kann er nicht auch mal an die Falsche geraten? Zumindest ein Rückzug wäre doch mal angebracht. die Schmiedin hätte ich gern noch länger gekannt.

  • ;D


    Alles sehr gute Gedanken – die wir uns auch gemacht haben. Und es ist tatsächlich einfacher, als du denkst. ein guter Puppenspieler lässt es nur kompliziert aussehen. Das ist ja Teil des Tricks (und entsprechend denkst du hier auch zu kompliziert - aber das wiederum gehört ja zum Plan der Autoren. ;) ).
    Soviel kann ich verraten, ohne zuviel zu sagen: Die Sache mit Cunrat gehörte tatsächlich nicht zu Thorens Plan. Das Problem hat sich Marten ganz allein eingebrockt.
    Was den Rest angeht - ein guter Puppenspieler, so wie ein guter General, arbeitet mit den glücklichen Zufällen, die so passieren, weil er weiß, dass er nie alles komplett planen kann. Gilt übrigens auch ein wenig für Autoren. ;)

  • Das entspannte Lesen hat aufgehört, das Geniessen der Atmosphäre ist vorbei. Jetzt stehen ganz klar die Personen in Vordergrund und ihre Ränkespiele.
    Marten hat also das Pech an den Puppenspieler geraten zu sein, der gleich am Anfang dieses Kapitels seinem Namen alle Ehre macht. Marten hat keine Chance. Gut das er noch nicht weiß, das Danil ihn verraten hat.
    Die Szene hat gleich deutlich gemacht, das in diesem Buch jeder Charakter gefährdet ist. Ich hoffe, das gilt auch für den Puppenspieler. Ich gebe zu, ich mag ihn nicht. Marten hat meine Sympathie. Ich hoffe er bleibt im Spiel. Die Chancen stehen ja nicht so schlecht.
    Jetzt ist es also Gewissheit: Wann immer Messer auftritt, stirbt jemand. Um die Schmiedin ist es wirklich schade. Ein interessanter Charakter, dem ich gerne wieder begegnet wäre.
    Mir leuchtet nicht ganz ein, wieso der König jetzt seine illegetimen Geschwister umbringen läßt. Die haben doch wohl jahrelang die Füsse still gehalten. Und sich wohl auch mit dem Vater arrangiert (die Schmiedin jedenfalls). Der Schreiber aus dem ersten Leseabschnitt wußte ja nicht mal wer er war. Sara am Hof des Königs wirkt irgendiwe unpassend. Die ganze Szene im Thronsaal wirkt irgendwie unecht. Nun schauen wir mal wie es weitergeht. Am meisten interessiert mich Marten. Vielleicht kommt er ja aller Monte Christo zurück und nimmt Rache...

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Rhea : das mit marten und dem Schiff passiert allerdings erst im nächsten Abschnitt ;D :winken:


    Und ich dachte schon, etwas überlesen zu haben.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Wobei ich aber zugeben muss, dass ich mit den Fürstenhäusern, Kaiserhof und politischen Ränkespielen so meine Probleme habe, die richtig einordnen zu können.


    So geht es mir in vielen Büchern. Auch hier komm ich manchmal durcheinander wer denn nun was vorhat und will. Aber meist lösen sich die Rätsel im Laufe des Lesens auf. Darauf setze ich auch hier ;D




    Sarah benimmt sich im für mich ziemlich unglaubwürdig. sie ist noch nicht im Palast gewesen, sie steht neben der Kaiserin-Mutter und hat einen Befehl von dieser erhalten. Bei aller Wut, ich verstehe nicht wie sie dann so vorpreschen kann und ich glaube auch nicht, dass die Kaiserin das erwartet hat.


    Sara ist ein kleines Mädchen, dass noch nie vor einer Kaiserin stand. Ich habe damit gerechnet, dass sie was sagt, alles andere hätte mich überrascht. Sie musste noch nie kuschen, warum sollte sie es plötzlich vor einer Kaiserin tun?




    Soviel kann ich verraten, ohne zuviel zu sagen: Die Sache mit Cunrat gehörte tatsächlich nicht zu Thorens Plan. Das Problem hat sich Marten ganz allein eingebrockt.


    Das dachte ich mir aber auch, dass das nicht Teil des Plans war. Immerhin war Marten selbst schuld an allem. Aber mehr dazu im nächsten Abschnitt, denn das gehört hier noch gar nicht her.




    Jetzt ist es also Gewissheit: Wann immer Messer auftritt, stirbt jemand. Um die Schmiedin ist es wirklich schade. Ein interessanter Charakter, dem ich gerne wieder begegnet wäre.


    Ich bin mir nicht so sicher, ob wir sie nicht doch noch mal sehen. Immerhin ist Messer ihr schon einmal begegnet. Warum hätte er sie da am Leben lassen sollen? Oder trafen sie sich bei anderer Gelegenheit. Ich hoffe doch, dass diese Andeutung von Messer noch aufgeklärt wird.




    Mir leuchtet nicht ganz ein, wieso der König jetzt seine illegetimen Geschwister umbringen läßt. Die haben doch wohl jahrelang die Füsse still gehalten. Und sich wohl auch mit dem Vater arrangiert (die Schmiedin jedenfalls).


    Ich bin mir nicht sicher ob der Auftrag wirklich vom König kommt. Er wirkt mir nicht so, als ob ihn Politik wirklich interessiert.




    Und ich dachte schon, etwas überlesen zu haben.


    Hast du nicht, Marten und seine erste Begegnungen am Schiff passieren gleich im nächsten Kapitel :winken:

  • Torshavn gehört zu einer deutlichen Minderheit:
    Er mag Sara und Thoren nicht und am meisten Marten. Das hatten wir bisher auch noch nicht. Normalerweise ist das bislang andersherum. ;D
    Mal sehen, ob das so bleibt ...


    Aber: Torshavn ist auch ein Leser, keine Leserin. Und 95% aller Rückmeldungen bisher kamen von Leserinnen.
    Ich bin gespannt, wieviel das ausmacht. Schaun wir mal weiter.


    Aber um ein wenig den Erwartungsdruck herauszunehmen:
    Erin kam Messer nur bekannt vor. Im Sinne von "Er hat ein Gesicht wie ihres schon mal gesehen". Sozusagen eine Familienähnlichkeit. Es ist diese Stelle, an der ihm auffällt, dass seine jüngste Serie von Aufträgen ein gewisses Muster aufweist. Das heißt nicht notwendigerweise, dass er Erin selbst in der Vergangenheit schon einmal begegnet ist. Und es bedeutet auch nicht, dass es der erste anschlag auf Erin war. Nur wohl definitiv der letzte.


  • Er mag Sara und Thoren nicht und am meisten Marten. Das hatten wir bisher auch noch nicht.


    Ich finde Sara sehr interessant, bei Thoren bin ich mir noch nicht so sicher was ich von ihm halten soll und Marten finde ich super. Ich mag in Büchern so haudrauf Typen, die erst machen und dann überlegen :D




    Erin kam Messer nur bekannt vor. Im Sinne von "Er hat ein Gesicht wie ihres schon mal gesehen". Sozusagen eine Familienähnlichkeit. Es ist diese Stelle, an der ihm auffällt, dass seine jüngste Serie von Aufträgen ein gewisses Muster aufweist. Das heißt nicht notwendigerweise, dass er Erin selbst in der Vergangenheit schon einmal begegnet ist. Und es bedeutet auch nicht, dass es der erste anschlag auf Erin war. Nur wohl definitiv der letzte.


    Ach schade, und ich dachte, da kommt sicher noch was. ;D