01 - Prolog bis Seite 91

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  • Hallo liebe Leserunde,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Die Blausteinkriege 1: Das Erbe von Berun" und ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders Tom und Stephan Orgel, die uns hier begleiten werden. Schön, dass Ihr wieder mit dabei seid!


    Ihr dürft die Autoren duzen.


    Bitte lest Euch nochmals die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch!


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Vermeidet bitte auch reine Inhaltsangaben, wir lesen alle das gleiche Buch. ;)


    Es wäre zudem sehr schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Faustregel: nicht mehr als einen Abschnitt pro Tag.


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 91 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!!! :winken:


    Liebe Grüße
    Kati

  • Lieber Stephan, lieber Tom, liebe Mitleser,


    dann beginne ich mal den Reigen: ich bin jetzt schon total begeistert, von den Figuren, der Atmosphäre und überhaupt. Die Cover- und Umschlagsgestaltung ist mir schon bei Ankunft des Buches sehr positiv aufgefallen. Die bunte Karte macht einen edlen Eindruck.


    Bereits nach "Fäden" hatte mich das Buch schon gepackt und ich finde es jetzt schon genial, dass es sich hierbei um eine Trilogie handelt.


    Wie die beiden Prologteile und die zwei Kapitel miteinander zusammenhängen, ist bisher noch nicht klar, aber sie haben garantiert etwas miteinander zu tun.Immerhin finden schon mal ein paar der Protagonisten zusammen, wenn auch das Zusammentreffen des Puppenspielers mit den beiden kaiserlichen Schwertmännern etwas ruppig ist.


    Was hat das Kaiserreich Berun vor, dass es mit allen Mitteln verhindern will, dass ihr Nachbar Macouban gewarnt wird? Wahrscheinlich eine kriegerische Handlung, nehme ich mal an. Wenn ja, dann ist die Frage warum? Neues Land, Ressourcen, vielleicht das Blaustein? Bisher wissen wir ja noch nicht, woher diese Wundersteine stammen.
    In jedem Fall sind die Fäden dieser Ralld-Spinnen ganz schön fies, du meine Güte, wenn man sich damit mal eben den Hals durchschneiden kann :o Ich denke, für Lebrec war es das.


    In "Messer" beseitigt ein gleichnamiger Killer unehelichen Nachwuchs des alten Kaisers, also bisher macht mir der neue Herrscher keinen sympathischen Eindruck. Er scheint eher ein Despot zu sein, der alles unter seine alleinige Kontrolle bringen will. Daher traue ich ihm ohne weiteres auch einen heimtückischen Überfall auf Macouban zu.


    Zu dem Blaustein: ich bin gespannt, ob diese Wunderkristalle jeden Menschen mit einer besonderen Fähigkeit ausstatten können oder ob nur bestimmte Menschen mit gewissen Talenten etwas davon haben. Andererseits kann man das Zeug auch rauchen, das erinnerte mich an Opiumhöhlen. Wobei ich den Eindruck hatte, jemand wie Meister Lissart nutzt das Blaustein, um eine Fähigkeit zu verstärken (wie Doping), während der Hakennasige bei Lebrec Luft zu einer scharfen Klinge wandeln konnte, das hat für mich eindeutig viel mehr von Magie. Der Preis für diese Magie ist jedoch hoch: sie verkürzt drastisch die Lebenserwartung. Ich bin gespannt, wie sich übermäßiger Blausteinkonsum auf den Körper auswirkt. Und wie bzw. wo das Blaustein gewonnen wird.


    Bei Blaustein muss ich immer an die Steampunk-Reihe "Clockwork Cologne" denken, dort spielen Blausteinkristalle auch eine große Rolle, sie machen süchtig und zerstören den Körper von innen.


    So, nun noch zu den ersten beiden Kapitel: hier gefällt mir die Umfeldbeschreibungen sehr gut, wie z.B. Martens Wahrnehmung der Kneipe, in der sie sich befinden. Ich hatte dadurch ein richtiges 3D-Bild im Kopf und hatte das Gefühl, ebenfalls in dieser Kneipe zu sitzen. Marten ist ja ein ganz schönes Früchtchen - und immer sind die Anderen schuld, dass er in Schwierigkeiten gerät ;D Aber trotzdem mag ich ihn und Danil doch irgendwie mit ihrem schrägen Humor, sie erinnern mich ein wenig an die Musketiere. Verwundert hat mich nur, dass Danil direkt Antorf niedersticht, obwohl er doch erkennen muss, dass der Puppenspieler für die gleiche Seite wie er und Marten arbeitet. Ich meine, beide arbeiten für den Kaiser und ich weiß nicht, ob das so gut kommt, wenn sich seine Leute gegenseitig abstechen.


    Ich hatte das Gefühl, dass der Puppenspieler und seine Männer mit einer Art Falle o.ä. gerechnet haben, ich denke, sie wissen etwas, was wir noch nicht wissen. Was ist eigentlich mit Marten während des Kampfes geschehen? Er wurde, glaube ich, nicht erwähnt, oder? Jedenfalls nicht bei den Toten ;D Ich hoffe, Danil überlebt den Schlag auf den Kopf.


    Was für ein Spiel spielt dieser Feyst, der mir im Übrigen sehr unsympathisch ist? Um Spielschulden ging es bei Thoren definitiv nicht, und das abgeschnittene Ohr scheint mir auch nur ein Vorwand zu sein. Dabei handelt es sich bei Dornik nicht mal um einen Sohn von Feyst, also warum geht er das Risiko ein, sich mit einem hochgestellten Kaisertreuen anzulegen und sich damit in den Fokus des Kaisers zu rücken?


    Sara gefällt mir dagegen sehr gut, sie ist mutig und eine ehrliche Haut, auch wenn sie als Taschendieb arbeitet bzw. arbeiten muss. Flynn mag ich auch gerne, aber er sollte mit seinen aufrührerischen Reden besser aufpassen, nicht dass er demnächst seinen Kopf verliert.


    Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht.


    Eins habe ich noch: auf S. 32 sagt Flynn zu Sara "Scheel sucht nach dir". Ein paar Zeilen darunter heißt es dann: Sara schnaufte. Natürlich ließ Feyst nach ihr suchen. Sollte das oben dann nicht auch Feyst heißen?

  • Eines habe ich noch ganz vergessen: ich habe darüber nachgegrübelt, was mit Saras Schandmal genau gemeint ist. Dabei scheint es sich weniger um ein äußerliches Merkmal zu handeln, sondern vielmehr um eine bestimmte Fähigkeit. Vielleicht die Fähigkeit, sich ungesehen an jemanden anzuschleichen? Denn das war doch nicht normal, dass drei Männer, die aufmerksam auf ihre Umgebung achten, Sara nicht bemerkt haben.


    Seltsam war dabei auch dieses ihr bekannte Gefühl der Kälte, das ist genau die gleiche Empfindung wie bei Lebrec, als er dieses Blausteinfragment zerbeisst. Nur dass Sara kein Blaustein zu sich genommen hat. Gibt es Menschen, die irgendwie eine Art Blaustein-Gen haben?

  • Ein paar kleine Anmerkungen gleich dazu:


    Blaustein verstärkt immer eine vorhandene Fähigkeit. Er ruft keine hervor, die nicht da ist.
    Das mit Cockwork Cologne ist übrigens eine zufällige Parallelentwicklung, dafür können weder sie noch wir etwas. Manchmal ergibt sich das einfach. Dafür ist unser Blaustein auch etwas anderes als ihrer (aber vielleicht wurden beide ja völlig unterbewusst von "Breaking Bad" beeinflusst. Zumindest glaube ich das mittlerweile bei uns).


    Was Scheel und Feyst angeht: Scheel sucht für Feyst. Der macht, was Feyst ihm sagt und Feyst bewegt seinen hintern natürlich nicht selbst hinter Sara her. Da Sara weiß, für wen Scheel arbeitet, kann sie sich natürlich ausrechnen, dass das nicht auf Scheels Mist gewachsen ist.


    Zum Macouban: Das Macouban ist ein Protektorat (also eine Art freiwillige, autonome Provinz) des berunischen Kaiserreiches. Berun braucht das nicht einzunehmen - sie sind bereits seit vielen, vielen Jahren dort. Um das Macouban zu schützen. So sagt man.


    So, jetzt aber mal viel Spaß weiterhin. *g*

  • Danke, Tom, für deine Antworten und Anmerkungen. O.k., dann passt es mit Scheel und Feyst natürlich ;D


    Wie habt ihr das diesmal mit dem gemeinsamen Schreiben gemacht? Bei Orks vs. Zwerge habt ihr die Zwerge und Orks unter euch aufgeteilt, wenn ich mich recht entsinne - wie seid ihr diesmal vorgegangen?

  • Hallo zusammen,


    das Buch macht schon wieder Spaß. Ich weiß genau, warum ich eure Geschichten immer gern mitlese. 8)


    Den Prolog hätte ich am liebsten direkt weiter gelesen. Ich mochte diese unheimliche Atmosphäre sofort. Und das nicht wegen der drohenden Gefahr durch die Armee aus Berun, sondern wegen der Ralld. Und dabei hasse ich Spinnen! Es ist beängstigend und beruhigend zugleich, dass sie ihre Opfer erst köpfen (wenn alles glatt geht) und man das nicht mehr miterleben muss. Man spart sich das ganze Geschrei, den Staubsauger und was auch immer.... ;D


    Dieser Blaustein ist auch eine neue Art von Magie. Gefällt mir gut! Man kann nicht vorhersehen, welche Talente die Menschen damit entwickeln. Ich bin wirklich sehr gespannt, was uns da noch alles begegnet. Aber dafür das man es nur ein stillen Eckchen erwähnen darf, ist Blaustein mit Talentierten im Untergrund stark verbreitet. Mich würde es nicht wundern, wenn auch die Reichen und Mächtigen (der Kaiser?) diesen Vorteil für sich nutzt. Diese Armee aus Berun, die hinter Lebrec her war, gehört doch dem Kaiser, oder?


    Welches Talent würdet ihr euch denn wünschen? Ich ganz klar die Fähigkeit zu teleportieren, wohin ich auch will. :popcorn:


    Danil und Marten finde ich super gelungen. Zwei Freunde, die jeden noch so großen Schlamassel gemeinsam durchstehen.



    Eines habe ich noch ganz vergessen: ich habe darüber nachgegrübelt, was mit Saras Schandmal genau gemeint ist. Dabei scheint es sich weniger um ein äußerliches Merkmal zu handeln, sondern vielmehr um eine bestimmte Fähigkeit. Vielleicht die Fähigkeit, sich ungesehen an jemanden anzuschleichen? Denn das war doch nicht normal, dass drei Männer, die aufmerksam auf ihre Umgebung achten, Sara nicht bemerkt haben.


    Seltsam war dabei auch dieses ihr bekannte Gefühl der Kälte, das ist genau die gleiche Empfindung wie bei Lebrec, als er dieses Blausteinfragment zerbeisst. Nur dass Sara kein Blaustein zu sich genommen hat. Gibt es Menschen, die irgendwie eine Art Blaustein-Gen haben?


    So stelle ich mir das auch vor. Manche haben das Talent und manche nicht. Dabei ist es wohl auf verschiedene Art und Weise möglich, den Blaustein zu nutzen. Also als Schmuckstück am Körper tragen oder das Zerbeissen. Und die Dirne in der Schänke hatte es als Staub auf den Brüsten. Fungiert es dann als eine Art Droge oder will sie damit im Auftrag von wem auch immer Talente aufdecken... hmmm.


    Was Sara angeht vermute ich eine Art Unscheinbarkeit. Niemand beachtet sie und sie kann sich dadurch fast unsichtbar bewegen.


    Zitat von odenwaldcollies

    Was hat das Kaiserreich Berun vor, dass es mit allen Mitteln verhindern will, dass ihr Nachbar Macouban gewarnt wird? Wahrscheinlich eine kriegerische Handlung, nehme ich mal an. Wenn ja, dann ist die Frage warum? Neues Land, Ressourcen, vielleicht das Blaustein? Bisher wissen wir ja noch nicht, woher diese Wundersteine stammen.


    Sehr guter Einwurf. Vielleicht sind die bisherigen Quellen aufgebraucht und es verlangt nach neuem Land zum ausbeuten. Solch ein unberührtes Stück Erde könnte durchaus ein beträchtliches Vorkommen beherbergen. Und vielleicht sind die Ralld so eine Art Wächter. Brrrrr :angst:

  • Hallo an Tom, Stephan und alle Mitleser!


    Ich freu mich, dass wir auch endlich anfangen dürfen diese Geschichte zu lesen. Das Buch ist ja schon ein paar Wochen draußen und ich sehe es an allen Ecken, durfte bisher aber nicht. ;) Ich muss mich Karin übrigens gleich anschließen, die Atmosphäre in diesem ersten Abschnitt ist schon mal klasse, scheinbar nebensächliche Details entfalten da echt jede Menge Magie und Stimmung. Diese Beschreibung gleich auf der ersten Seite, wie der Regen erst in und dann wie Tränen aus den offenen Augen gelaufen ist. Gleichzeitig gruselig und unheimlich traurig.


    Als wir dann in Berun gelandet sind, habe ich mich gleich gefragt, ob die beiden Prologe zur gleichen Zeit gespielt haben. Lebrec wollte unbedingt vor dem Angriff aus Berun warnen, in Berun selbst habe ich jedoch noch gar keine schlimme kriegerische Stimmung gespürt. Die Soldaten haben immerhin noch genügend Zeit Hinrichtungen beizuwohnen und sich in Lokalen zu amüsieren.


    Blaustein, so so. Ich musste übrigens auch gleich an Clockwork Cologne denken. ;) Hier scheint es ja teilweise ähnlich zu funktionieren. Es verstärkt Talente, die einige Menschen bereits besitzen, das ist anders. Ähnlich ist aber, dass man es auch einfach so nehmen kann, ganz ohne Talente, und dass es offenbar krank macht. Im ersten Moment benebelt es, macht wahrscheinlich gleichgültig = glücklich. Das habe ich hier auch als den Grund angesehen, warum die Damen das Pulver auf den Brüsten hatten. Die Kunden atmen es ein, schnupfen es, was auch immer, und sind danach eventuell gewillt, mehr Geld auszugeben. Aber wenn man es viel nutzt, wird man krank. Vielleicht kommen die schlechten Zähne daher?



    Sara gefällt mir dagegen sehr gut, sie ist mutig und eine ehrliche Haut, auch wenn sie als Taschendieb arbeitet bzw. arbeiten muss. Flynn mag ich auch gerne, aber er sollte mit seinen aufrührerischen Reden besser aufpassen, nicht dass er demnächst seinen Kopf verliert.


    Sara gefiel mir von allen Charakteren bisher auch am besten. Sie ist so liebenswürdig, hat aber so ein schwieriges Schicksal. Feyst scheint sich zwar um sie zu kümmern, aber das sah alles ganz und gar nicht nach uneigennütziger Hilfsbereitschaft aus. Ich hoffe, dass Sara nun nichts schlimmes dafür erwartet, dass sie den Puppenspieler gewarnt hat. Sie hatte ja selbst schon den Eindruck, dass sie immer jemand beobachtet und jede Planänderung an Feyst weitererzählt.



    Vielleicht sind die bisherigen Quellen aufgebraucht und es verlangt nach neuem Land zum ausbeuten. Solch ein unberührtes Stück Erde könnte durchaus ein beträchtliches Vorkommen beherbergen. Und vielleicht sind die Ralld so eine Art Wächter. Brrrrr :angst:


    Der Titel "Blausteinkriege" weist ja auch schon in diese Richtung hin. Die Blausteine sind natürlich etwas, auf das niemand mehr verzichten möchte, besonders nicht der Kaiser und die Reichen, nehme ich an. Dann müssen neue Ressourcen natürlich erkämpft werden.


  • Es ist beängstigend und beruhigend zugleich, dass sie ihre Opfer erst köpfen (wenn alles glatt geht) und man das nicht mehr miterleben muss. Man spart sich das ganze Geschrei, den Staubsauger und was auch immer.... ;D


    :totlach:



    So stelle ich mir das auch vor. Manche haben das Talent und manche nicht. Dabei ist es wohl auf verschiedene Art und Weise möglich, den Blaustein zu nutzen. Also als Schmuckstück am Körper tragen oder das Zerbeissen. Und die Dirne in der Schänke hatte es als Staub auf den Brüsten. Fungiert es dann als eine Art Droge oder will sie damit im Auftrag von wem auch immer Talente aufdecken... hmmm.


    Stimmt, scheinbar reicht es auch teilweise aus, wenn man das Blaustein einfach nur als Schmuck trägt.


  • Diese Beschreibung gleich auf der ersten Seite, wie der Regen erst in und dann wie Tränen aus den offenen Augen gelaufen ist. Gleichzeitig gruselig und unheimlich traurig.


    Ohja, die Beschreibung war ziemlich gruselig.



    Als wir dann in Berun gelandet sind, habe ich mich gleich gefragt, ob die beiden Prologe zur gleichen Zeit gespielt haben.


    Das hatte ich mir auch überlegt, ob das zeitlich alles zusammenliegt.



    Sara gefiel mir von allen Charakteren bisher auch am besten. Sie ist so liebenswürdig, hat aber so ein schwieriges Schicksal. Feyst scheint sich zwar um sie zu kümmern, aber das sah alles ganz und gar nicht nach uneigennütziger Hilfsbereitschaft aus. Ich hoffe, dass Sara nun nichts schlimmes dafür erwartet, dass sie den Puppenspieler gewarnt hat. Sie hatte ja selbst schon den Eindruck, dass sie immer jemand beobachtet und jede Planänderung an Feyst weitererzählt.


    Uneigennützig ist bei Feyst garantiert mal gar nichts, der nutzt die Kinder doch nur aus, um sich zu bereichern >:( Und du hast recht, was Saras Sicherheit angeht, ich denke ebenfalls, dass sie nicht mehr zu Feyst zurück kann.

  • Na, da geht es ja schon rasant zu 8)


    Prolog eins war ja schon gemein. Ich dachte: Ja, er entkommt. Und dann trifft Lebrec erst ein Faden und er versinkt im Sumpf. Damit hab ich echt nicht gerechnet. Ziemlich fies von euch ;D


    Prolog zwei verlief so wie erwartet. Ehrlich gesagt hab ich die ganze Zeit damit gerechnet, dass dieser Vogelmann ein Messer zieht und Lisst einfach am Tisch tötet. Er hat es dann zwar subtiler getan, aber das Ergebnis war das Gleiche. Hier bin ich gespannt wer noch auf er Liste von Messer steht.


    Sara fand ich von Anfang an sympathisch. Ihre Situation scheint ja nicht gerade einfach zu sein, aber so wie es aussieht schlägt sie sich erfolgreich durchs Leben. Dass Sara dann den Puppenspieler warnt machte sie mir noch sympathischer.
    Dieser Feyst war mir dagegen sofort unsympathisch, genauso wie sein Sohn Scheel. Die Hinrichtung war dann ja eine sehr blutige Angelegenheit. So genau wollte ich das alles gar nicht wissen. Wobei es mich aber interessiert hätte wen der Mob lieber tot gesehen hätte. Den Mörder oder den Sohn.


    Was ich von Marten halten soll weiß ich noch nicht, er scheint mir wie ein kleiner Lausbub zu sein. Lust am Leben ohne das Bedürfnis erwachsen zu werden. Irgendwie finde ich ihn süß, auch wenn er ein kleiner Haudegen zu sein scheint.




    Zu dem Blaustein: ich bin gespannt, ob diese Wunderkristalle jeden Menschen mit einer besonderen Fähigkeit ausstatten können oder ob nur bestimmte Menschen mit gewissen Talenten etwas davon haben.


    Ich denke sie verstärken Fähigkeiten nur. Zumindest hätte ich das so gesehen, denn Lebrec konnte über das Wasser laufen. Sein Bruder ja anscheinend nicht.



    Marten ist ja ein ganz schönes Früchtchen - und immer sind die Anderen schuld, dass er in Schwierigkeiten gerät ;D Aber trotzdem mag ich ihn und Danil doch irgendwie mit ihrem schrägen Humor, sie erinnern mich ein wenig an die Musketiere.


    Jaa, die Musketiere. Cooler Vergleich. Jetzt habe ich beim Lesen sicher immer Gerard Depardieu und Jeremy Irons im Kopf ;D



    Was für ein Spiel spielt dieser Feyst, der mir im Übrigen sehr unsympathisch ist? Um Spielschulden ging es bei Thoren definitiv nicht, und das abgeschnittene Ohr scheint mir auch nur ein Vorwand zu sein. Dabei handelt es sich bei Dornik nicht mal um einen Sohn von Feyst, also warum geht er das Risiko ein, sich mit einem hochgestellten Kaisertreuen anzulegen und sich damit in den Fokus des Kaisers zu rücken?


    Das hab ich mich auch gefragt, aber wir müssen wohl weiter lesen um eine Antwort zu bekommen.




    Seltsam war dabei auch dieses ihr bekannte Gefühl der Kälte, das ist genau die gleiche Empfindung wie bei Lebrec, als er dieses Blausteinfragment zerbeisst. Nur dass Sara kein Blaustein zu sich genommen hat. Gibt es Menschen, die irgendwie eine Art Blaustein-Gen haben?


    Das hat mich auch verwundert. Anscheinend gibt es Menschen, die keine Hilfsmittel brauchen. Das würde sie dann natürlich noch wertvoller für Feyst machen. Katis Vermutung mit dem Schmuckstück wäre natürlich eine Erklärung.




    Wie habt ihr das diesmal mit dem gemeinsamen Schreiben gemacht? Bei Orks vs. Zwerge habt ihr die Zwerge und Orks unter euch aufgeteilt, wenn ich mich recht entsinne - wie seid ihr diesmal vorgegangen?


    Ich hatte beim Lesen von Kapitel zwei, besonders am Anfang, das Gefühl, dass der Stil ein wenig anders ist. Ich würde also sagen, dass Kapitel eins und zwei nicht der selbe geschrieben hat.



    Ich hoffe, dass Sara nun nichts schlimmes dafür erwartet, dass sie den Puppenspieler gewarnt hat. Sie hatte ja selbst schon den Eindruck, dass sie immer jemand beobachtet und jede Planänderung an Feyst weitererzählt.


    Ob sie aber wirklich wer beobachtet hat? Vielleicht ist das auch nach dem Kampf jetzt vollkommen nebensächlich. Mal sehen wo ihre Wege nun hingehen. Vielleicht begleitet sie ja auch den Puppenspieler.


    Katrin

  • Jaa, die Musketiere. Cooler Vergleich. Jetzt habe ich beim Lesen sicher immer Gerard Depardieu und Jeremy Irons im Kopf ;D


    Ich fände die aus der aktuellen BBC-Serie wesentlich cooler. Und passender. ;)
    And GANZ klein wenig, gehören die nämlich zu den zahlreichen inspirationen für Marten und Danil. Besonders aber deren Titelmusik von Murray Gold, der ja auch viele der Doctor Who soundtracks geschrieben hat.


  • Ich fände die aus der aktuellen BBC-Serie wesentlich cooler. Und passender. ;)
    And GANZ klein wenig, gehören die nämlich zu den zahlreichen inspirationen für Marten und Danil. Besonders aber deren Titelmusik von Murray Gold, der ja auch viele der Doctor Who soundtracks geschrieben hat.



    An die BBC-Musketiere hatte ich auch eher gedacht ;D


  • Prolog eins war ja schon gemein. Ich dachte: Ja, er entkommt. Und dann trifft Lebrec erst ein Faden und er versinkt im Sumpf. Damit hab ich echt nicht gerechnet. Ziemlich fies von euch ;D


    Genauso ging es mir ebenfalls, ich hatte mich schon gefreut, dass Lebrec die Flucht gelungen ist ;D


  • Ich fände die aus der aktuellen BBC-Serie wesentlich cooler. Und passender. ;)
    And GANZ klein wenig, gehören die nämlich zu den zahlreichen inspirationen für Marten und Danil. Besonders aber deren Titelmusik von Murray Gold, der ja auch viele der Doctor Who soundtracks geschrieben hat.



    Die Serie hatte ich auch vor Augen als ich das Kapitel in der Spelunke las.
    Mir kamen bei einigen Kapiteln Bücher oder Filme in den Sinn, z.B. das erste Prologkapitel erinnerte mich stark an Wagners Kane, das Eingangskapitel des Blutsteins.
    Die Hinrichtung hat mich an 'Cartouch, der Bandit' erinnert.


    Das ganze Buch lebt bisher für mich von der Atmosphäre. Egal ob im Waldsumpf, im Grenzfort oder die Kneipe in Berun, die Kapitel erzeugen sehr intensive Bilder bei mir. Das Setting hat mich diesmal sofort in seinen Bann gezogen.
    Die Charaktere sind mir bisher noch nicht so wichtig. Klar Marten ist cool, Sara lieb und nett usw. Aber bisher stehen sie weit hinter dem Schauplatz zurück.
    Deshalb ist wahrscheinlich auch Lebrecs Tod nicht so an mich gegangen, wie sonst schon oft in ähnlichen Situationen.


    Mir gefällt 'Das Erbe von Berun' bisher sehr. Es ist ganz anders als 'Orks vs Zwerge'. Und das ist gut so. Kompliment, das ist euch gut gelungen.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Das ist tatsächlich aber auch die Idee der ersten Kapitel:
    ein langsames Vorstellen des Handlungsortes, bzw. der verschiedenen Handlungsorte und ihrer jeweils eigenen Stimmung.
    Wir haben ja tatsähclich diesmal deutlich mehr Zeit für die Charakterentwicklung. Nach knapp 100 Seiten mussten wir in OvZ 1 ja alle tragenden Charaktere hinreichend vorgestellt haben - das ist hier gar nicht so nötig gewesen (der Vorteil, wenn man von vornherein eine Trilogie schreibt und nicht nur drei aufeinander aufbauende Geschichten).
    Während ein einem Einzelbuch (wie OvZ 1 zum Zeitpunkt des Schreibens eben war) bis zum Ende alle Figuren einen kompletten Handlungsbogen durchlaufen haben müssen, können wir es jetzt eben etwas langsamer angehen. Nicht zu langsam, ja - aber wir haben ein wenig mehr Zeit für die Umgebung, ohne gleich ins Infodumping zu kommen (das wäre nämlich bei OvZ 1 passiert, hätten wir das mehr in den Vordergrund gerückt).


    Es ist also scho neine andere Herangehensweise auch in der Planung der Schwerpunkte.


  • An die BBC-Musketiere hatte ich auch eher gedacht ;D


    Verdammt, und ich habe jetzt aus irgendeinem Grund die ganze Zeit die Mausketiere vor Augen ...
    Ich habe zwar die BBC-Musketiere nie gesehen, aber von den Bildern her würde ich auch sagen, das passt. Weniger Renaissance-Plüsch, dafür deutlich mehr Dreck.


  • Während ein einem Einzelbuch (wie OvZ 1 zum Zeitpunkt des Schreibens eben war) bis zum Ende alle Figuren einen kompletten Handlungsbogen durchlaufen haben müssen, können wir es jetzt eben etwas langsamer angehen. Nicht zu langsam, ja - aber wir haben ein wenig mehr Zeit für die Umgebung, ohne gleich ins Infodumping zu kommen (das wäre nämlich bei OvZ 1 passiert, hätten wir das mehr in den Vordergrund gerückt).


    Ich finde genau das richtig gut. Gerade für Kopfkino beim Lesen ist die Umgebung super wichtig. 8)


  • Jetzt verstehe ich, warum ich diesmal Schwierigkeiten hatte, die Personen auseinander zu halten. In Berun waren mir eindeutig zu viele Namen, zu denen ich kein Bild aufbauen konnte und die ich nicht auseinanderhalten konnte. Ich habe mich also mit dem Personenregister beschäftigt und einige Stellen dann noch einmal gelesen.
    Prolog 1 und 2 waren dagegen ja geradlinige Geschichten. Ich nehme sicher an, dass wir den Zusammenhang noch finden werden. Die Schauplätze sind wirklich sehr schön beschrieben und mit den Blausteinen ist mit die Funktion wohl klar. Sie erinnern mich hier auch sehr an Crystal Meth, denn das ist ja eine Droge, die aufputscht und so tut als ob man zusätzliche Energie bekommt. In Clockwork Cologne haben sie mich eher an Opium erinnert.
    Scheinbar sind ja in der Gesellschaft die Talente nicht beliebt, nicht gern gesehen und so denke ich, dass das Schandmal ist, woher Sarah kommt und dass sie ein Talent hat. Feyst nutzt das ja auch sehr aus. Auch bei ihr scheint es aber negative Folgen zu haben, denn sie nutzt es ungern. Nur wegen der Unbeliebtheit? Ich denke auch, dass ihr Talent ist, sich relativ unsichtbar zu machen. Was für einen Taschendieb ja ideal ist.
    Die Geschichte mit dem Puppenspieler habe ich nicht verstanden. Ich hatte mich schon gefreut, weil eines meiner Alterego auch eine Puppenspielerin ist, aber hier scheint er die Zeremonie zu leiten, wenn jemand hingerichtet wird. so richtig habe ich aber nicht verstanden, was er macht und wieso er angeblich den Adligen sagen kann was sie machen. Leider tut er es ja nicht und der arme Mann muss so leiden.


    Trotzdem ist er mein Sympathieträger und ich bin froh, dass er den Kampf überlebt hat, dessen Zweck ich auch nicht eingesehen habe. Ich denke der Wirt hat von dem Gast den Auftrag bekommen (vermutlich mit Geld überredet )


    Wird Feyst erfahren, dass Sarah den Puppenspieler gewarnt hat? Da er ja in die Gasse gekommen ist, dann war es nur ein Warnruf und hat den jemand gehört? Schön wäre es, wenn sich der Puppenspieler Sarahs annehmen würde. Mal sehen.