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  • Die Blausteinkriege 1- Das Erbe von Berun


    Ein Kaiserreich in der Krise


    Zu Beginn möchte ich schreiben, dass eigentlich das Wort „Krieg“ dazu führen würde, dass ich den Roman nicht in eine nähere Erwägung ziehe. Ich mag weder Kriegs- noch Rittergeschichten. Aber ich habe mich schon oft von Autoren überzeugen lassen, deren Stil mir in anderen Büchern gefallen hat, auch außerhalb meines Genres zu lesen. Ich hatte „Orks vs Zwerge“ gelesen und war von der Geschichte und vor allem von der Art, wie sie geschildert wurde, sehr begeistert. So bin ich eingestiegen in die Welt des Blausteins. Eine Welt, die durch eine sehr schön gestaltete Karte vorgestellt wird (und auf der ich sehr erfreut auch Drachen gefunden habe).


    Dem Roman vorangestellt ist ein Zitat, das so wahr ist, wie es zum Roman passt. Schon hier fand ich wieder das, was mir bei den Autoren so gut gefällt. Ihre Geschichten haben keine Beliebigkeit, sie sind eingeordnet in eine starke ethische Motivation. Was aber keinesfalls einseitig und unkommentiert bleibt.


    Der Prolog zieht sofort ins Geschehen, in eine Welt von Tod, Angst, Verfolgung, eigene Flora und spezielle Fauna und Blaustein. Dieser Blaustein schein viel Verwandtschaft zu Crystal zu haben. Er aktiviert (hier Talente) und macht kaputt – wie Crystal scheinbar auch zunächst sichtbar an den Zähnen und der Körper wird dabei ausgelaugt. Blaustein ist scheinbar selten und sehr wertvoll.
    Außerdem werden uns zwei Charaktere vorgestellt, die völlig unterschiedlich sind, aber jeder auf seine Art sehr spannend.


    Nach diesem fulminanten Einstieg zieht zunächst etwas Ruhe ein, denn nun werden dem Leser verschiedene Schauplätze vorgestellt. Ziemlich deutlich wird, abseits von aller mittelalterlichen Romantik, der Schmutz der die Ansiedlungen, vor allem die Städte, zu stinkenden Kloaken macht. Allerdings für Menschen, die nichts anderes kennen, ist das eben so normal, dass es nur in Extremfällen bemerkt wird. Ein solcher Extremfall ist der Stadtbezirk,in dem Sara lebt. Sara hat die Ausrottung ihres Dorfes überlebt, denn sie kann sich unsichtbar machen. Diese Fähigkeit ist ein Fluch in dem Land, in dem sie jetzt lebt. Ein Segen ist sie für den Mann, bei dem sie leben muss und für den sie zusammen mit einer Gang aus Kindern als Taschendiebin arbeitet. Kein gutes Leben, aber immerhin ist sie keine Sklavin wie viele ihres Volkes in anderen Ländern. Ihr Leben ändert sich drastisch, als sie den Auftrag bekommt, den Puppenspieler in eine Falle zu locken.


    Die zweite Person, die eingeführt wird, ist Marten. Ein junger Mann, der seinen Weg im Leben noch nicht gefunden hat. Er nimmt das Leben nicht so richtig ernst. Heute würde man ihn vermutlich als Halbstarken bezeichnen, der vor allem seinen Erfolg bei Frauen nutzt. Aber auch sein Leben verändert sich durch das Zusammentreffen mit dem Puppenspieler.

    Der Puppenspieler ist eine spezielle Persönlichkeit, dessen Name Programm ist, obwohl er mich zunächst verwirrte. Er ist einer der mächtigen Männer des Landes und er hat einen starken Gegenspieler – Cajetan ad Hedin, den Ordensfürst des Flammenschwertordens von Berun.
    Zwei Pole einer Gesellschaft, eines Reiches, welches von einem schwachen Kaiser mehr schlecht als recht regiert wird. Der Kaiser interessiert sich auch nur für sein Vergnügen. Die Regierungsgeschäfte führt eigentlich dessen Mutter, eine kluge Strategin, die versucht, das Erbe ihres Mannes, der wohl ein starker Regent war, zu erhalten. Das ist nicht einfach, wenn verschiedene Absprachen nicht eingehalten werden und wichtige Güter statt in die Provinzen des Reiches zu kommen vom Kaiser verprasst werden. Das Reich verlottert, die Grenzen sind nicht mehr gesichert, Menschen hungern. Es bröckelt an allen Enden und die Feinde wittern ihre Chance.
    Soll eine Hochzeit des Kaisers wirklich den Frieden sichern? Muss die Kaiserin diese Chance nutzen?


    Sara wird ihre Kriegstaufe erhalten in einem Kampf, der die Freunde der Kriegsschilderungen begeistern wird. Teilweise wirken die Kampfszenen wie choreographiert.
    Marten erlebt eine Seereise, die voller toller Schilderungen des Kampfes mit dem Meer ist.


    Außerdem wird der Leser, wie bei diesen Autoren üblich, die andere Seite kennenlernen, die Sicht auf das Reich von außen. Dabei wird eine Welt gezeigt, die ein wenig die Atmosphäre von New Orleans und Voodoo entstehen läßt. Eine bunte Götterwelt, die entgegen der Sicht des Reiches, in dem die Götter ausgerottet wurden durch die „ Reisenden“, sehr lebendig ist. Die Reisenden haben Menschen gezeigt, dass die Götter unnütz sind und diese in den Legenden besiegt. Wie das dann so geschieht ist die Verehrung dieser „Reisenden“ zu einem neuen Kult geworden, der sich von einem Götterkult nicht sehr unterscheidet. Schwierig ist, dass er gegen die alten Götter hart vorgeht und unbedingten Gehorsam verlangt. Aber die alten Götter sind nicht tot und es hilft auch nichts, alles auszurotten, was mit ihnen zusammenhängt – wie zum Beispiel mit Talent gesegnete Menschen.


    Und dann sind da noch die Rotkittel, die schon im Prolog auftauchen. Sie sorgen für ziemlich viel Wut auf das Kaiserreich, aber sind sie wirklich kaiserliche Soldaten?
    Am Ende ist eins klar: Der Krieg ist unvermeidlich!


    Fazit:
    Ein toller Auftakt dieser Trilogie mit schillernden Charakteren und spannenden Rätseln.



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  • Übrigens:


    vielen herzlichen Dank für diese grandiose Besprechung. Die gibt mir das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. ;D


    Und natürlich danke dafür, dass du dich an unserer Leserunde beteiligt hast. Die macht ohnehin mal wieder richtig Spaß.


    Was mich aber wirklich interessieren würde - du hast auf Amazon 4 von 5 Punkten gegeben (worüber ich mich mit Sicherheit nicht beschwere - das ist eine 4-Punkte-Wertung die mehr wert ist, als viele andere 5er) - was würde dir noch zur vollen Punktzahl fehlen. Wüsste ich schon gern, wo wir gerade am 2. Band sitzen. *g*

  • Sehr gelungener Auftakt der Blausteinkriege-Trilogie


    Der alte Kaiser von Berun ist tot – sein Sohn und Thronnachfolger kümmert sich lieber um seine Vergnügungen als um die Regierungsgeschäfte. Das bleibt den Nachbarländern nicht verborgen und Beruns südlich gelegenes Protektorat Macouban steht ihm Verdacht, Verrat zu planen. Allein die Kaiserinmutter und ihr Vertrauter Henrey Thoren, auch als „Puppenspieler“ bekannt, versuchen, das drohende Auseinanderbrechen von Beruns Macht zu verhindern. Dabei kreuzen sich ihre Wege mit denen der jungen Straßendiebin Sara und dem Schwertmann Marten.


    Bereits ab der ersten Seite konnte mich die besondere und dichte Atmosphäre des Buches in seinen Bann ziehen. Den Autoren gelingt es meisterhaft, Szenen und Charaktere so zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Es werden mehrere spannende Handlungsstränge parallel geknüpft, bei denen ich lange keine Ahnung hatte, wie sie zusammenhängen könnten.
    Den Leser erwarten einige überraschende Wendungen und oftmals, wenn ich dachte, jetzt weiß ich, um was es geht, wurde ich eines Besseren belehrt.


    Die Autoren legen die Fakten über die Buchwelt nicht einfach auf den Tisch, sondern sie schälen sich nach und nach aus der Handlung heraus. Einige Punkte bleiben am Ende des Buches noch vage, aber wir haben ja noch zwei Bände vor uns.


    Die Charaktere sind neben der spannenden Handlung ein weiterer Pluspunkt des Buches. Es wird zwar einiges an Figuren aufgefahren, aber dennoch gelang es mir gut, den Überblick zu behalten, auch dank des Personenverzeichnisses am Ende des Buches. Die Charaktere sind alles andere als eindimensional und durchschaubar und ich bin sehr gespannt, welche Rolle der Eine oder Andere noch in den nächsten beiden Bänden spielen wird. Nicht nur bei den Figuren fällt es schwer, sie in Gut und Böse einzuordnen, auch ihre Ziele, die sie verfolgen, können nicht so einfach beurteilt werden – faszinierend sind sie allemal.


    Das Buch endet zwar nicht mit einem ausgesprochenen Cliffhanger, aber dennoch warte ich mit Spannung auf den zweiten Teil und hoffe, dass wir nicht zu lange warten müssen.


    :buchtipp:


    Meine Rezension erscheint bei:
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    Heyne-Verlag


    Zur Leserunde:
    Diese Leserunde hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Lieber Tom und Stephan, herzlichen Dank für eure tolle Unterstützung, die diese Runden immer zu etwas Besonderem machen. Und ich hoffe, wir lesen uns zu Band 2 hier alle wieder :winken:


  • Das ist immer das Problem bei diesen Vergaben mit Sternen. Eigentlich ist es eher meine Schuld, zu oft 5 Sterne zu vergeben. Ich habe gemerkt, dass ich dann keine Relationen reinbringen kann, wenn ein Buch besonders gut ist, mich total überrascht. Hier ist es eigentlich so, dass es mir so geht, als stehe ich am Anfang eines Teppichs, habe teilweise wunderschöne Fäden in der Hand, aber noch keine Ahnung, wie der Teppich mal aussehen wird. Es ist noch zu wenig Geschichte (für mich). Man soll ja nicht vergleichen, aber bei Orks vs. Zwerge war ich absolut begeistert von der Idee, gleiche Charaktere agieren zu lassen und sie sich immer wieder gegenseitig als Spiegel vorzuhalten. die Helden sind mir aber schnell ans Herz gewachsen, auf beiden Seiten. Hier schlüpfen die Charaktere gerade aus ihren Kokons, da ist für mich noch nicht viel mit warm werden. Somit hat der Vergleich im Hintergrund gelauert, weil ich dort eben einen Stern mehr vergeben würde. Dabei habe ich geschaut und zweierlei gemerkt: 1. ich habe keine Rezension von den Bänden bei Amazon eingestellt. Schande über mich! Und 2. naja, die inflationäre Vergabe von Sternen, weil ich auch keinem weh tun möchte. Mich würde es wirklich freuen, man könnte die Sterne weglassen oder wenigstens noch irgendwie kennzeichnen, wenn noch so ein I-tüpfelchen mehr ist. :-[

  • Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt, ein grandioser Auftakt einer Trilogie, die hoffentlich in den weiteren beiden Bänden so spannend weiter geht.


    Was mich immer wieder an den Büchern von T.S. Orgel fasziniert ist, dass nichts ist wie es scheint. Scheinbar Gute zeigen plötzlich ihr wahres Gesicht und auch die Bösen sind es oft gar nicht mehr, wenn man sie mal näher kennt. Nichts ist nur schwarz weiß. Eines können die beiden Autoren dabei besonders gut: Schwertkämpfe beschreiben. Bei jedem Kampf hatte ich das Gefühl mitten im Geschehen zu sein, und das finde ich immer wieder spannend.


    Die Handlung ist sehr vielschichtig, mit zahlreichen Intrigen bei denen ich manchmal nicht mehr mitgekommen bin wer nun gegen wen intrigiert. Meist klärt sich das alles im Laufe des Buches auf, ich habe aufgehört diese Intrigen durchschauen zu wollen und lasse mich einfach darauf ein.


    Im Grunde geht es aber darum, dass sich das ferne Land Macouban angeblich vom Kaiserreich Berun lossagen will und dafür sogar einen Krieg riskiert. Im Laufe der Handlung begegnet der Leser dabei unter anderem der Straßendiebin Sara sowie der rechten Hand der Kaiserinmutter namens Thoren, auch Puppenspieler genannt. Ihre Wege kreuzen sich mit Danil, einem Adeligen sowie mit Marten, der nach einer Rauferei ins ferne Macouban verbannt wird. Dieses Gefilde ist so anders als Berun, so fremdartig und irgendwie wunderschön.


    Und mittendrin gibt es dann auch noch die Ritter, die Menschen mit besonderen Fähigkeiten jagen. Eine davon ist zum Beispiel Sara, die es schafft sich unsichtbar zu machen. Manche verstärken ihre Fähigkeiten indem sie den seltenen und wertvollen Blaustein kauen.


    Am Ende des Buches bleiben zahlreiche Fragen offen, aber das ist bei einer Trilogie auch nicht anders zu erwarten. Zudem beenden die Autoren das Buch mit einem ganz gemeinen Cliffhanger. Man kann also gar nicht anders als sich auf Band zwei zu freuen.


    Von mir gibt es die volle Punktzahl. :buchtipp:


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  • Ich danke noch mal herzlich für diese tolle Leserunde, die Diskussionen, die geteilten Hoffnungen und alle Anregungen, natürlich auch an Tom und Stephan! :)


    Hier ist meine Rezension:


    Witzig, düster, gruselig, faszinierend


    Eine faszinierende Welt mit neuen und vielleicht sogar magischen Elementen, spannende Charaktere und politische Intrigen. So etwas in der Art erwarte ich von phantastischen Geschichten und Tom und Stephan Orgel haben mit dem ersten Band der Blausteinkriege-Trilogie "Das Erbe von Berun" genau das geliefert. Diese Geschichte begleitet mehrere Charaktere quer durchs Kaiserreich Berun, ins Protektorat Macouban oder in sonstige abgelegene Eckchen. Das Konzept dieses Reiches klingt erst mal denkbar einfach: Ein Kaiser hat sein Gebiet ausgeweitet und dabei andere Reiche unterworfen, die nun unter seiner Schirmherrschaft und seinem Schutz stehen. Als Gegenleistung muss das beschützte Reich nur seine eigene Kultur ablegen und nach den Regeln Beruns leben. Und die schreiben ganz klar vor, dass Blaustein verboten ist und auch die Götter nicht mehr angebetet werden dürfen, denn es gibt sie ja gar nicht. Das haben die "Reisenden" zur Genüge bewiesen. Eine ganze Zeit lang ging das gut, zumindest haben alle scheinbar gekuscht. Mit dem Einstieg in die Geschichte wird allerdings schnell klar, dass das nun vorbei ist.


    "Das Erbe von Berun" zeichnet sich durch durch eine bildhafte und detaillierte Atmosphäre aus. Die beiden Autoren beschreiben die Welt, sei es nun eine Landschaft oder eine Taverne, mit scheinbar nebensächlichen Details, die aber dazu führen, dass die Umgebung von Seite zu Seite eindringlicher wird und fast aus dem Buch springt. Insgesamt herrscht eine düstere Stimmung, gruselige Kreaturen laufen und krabbeln dort herum, vielen Charakteren möchte man nicht mal auf einer lichtdurchfluteten Hauptstraße begegnen. Anderen wiederum würde man sogar in dunkle Hinterhöfe folgen wollen, weil sie Heiterkeit in die Geschehnisse bringen.


    Tom und Stephan Orgel erzählen diese Geschichten aus mehreren Perspektiven, die sich kapitelweise abwechseln. Weite Teile drehen sich um die Hauptcharaktere Sara und Marten, aber auch andere Personen kommen zu Wort. Allgemein finde ich das Konzept von abwechselnden Perspektiven gut, allerdings hat es mich hier einige Mal aus der Geschichte gerissen, sodass ich mich bei jedem Wechsel erst mal wieder orientieren musste, wo, wann und bei wem ich gerade bin.


    Sara und Marten könnten gar nicht unterschiedlicher sein und ihre Geschichten scheinen sich zunächst auch unabhängig voneinander zu entwickeln, ihre Abenteuer beginnen allerdings beide in Berun. Sara ist ein Straßenmädchen, das ständig darum kämpfen muss genügend Nahrungsmittel zu finden. Sie steht unter dem „Schutz“ von Feyst Dreiauge, dem König der Beruner Unterwelt, was im Klartext natürlich bedeutet, dass sie für ihn Aufträge erledigen muss, um dann vielleicht etwas zu essen zu bekommen. Feyst ist besonders an diesem Mädchen interessiert, weil sie eine magische Gabe hat. Diese Gaben spielen im ersten Band zwar eine Rolle, jedoch leider noch keine sehr große. Verschiedene Arten von Gaben werden angesprochen und auch einige Male benutzt, doch für meinen Geschmack hätte die Auseinandersetzung mit den magischen Elementen viel tiefer gehen können.


    Der zweite Hauptcharakter, Marten, wird direkt zu Beginn als ziemlicher Draufgänger und Tunichtgut vorgestellt. Große Klappe, nichts dahinter? Nun, so viel darf ich schon mal verraten, mit „nichts dahinter“ wird er in dieser Welt nicht weit kommen und das fände ich immens schade. Marten ist vielleicht kein Sympathieträger, weil er ziemlich raubeinig und aufbrausend ist, und vom Nachdenken hält er auch nicht viel; die Eskapaden, die dadurch entstehen, haben mich allerdings sehr amüsieren können.


    Auf die weiteren (Neben-)Charaktere möchte ich an dieser Stelle nicht detaillierter eingehen, weil ich der Meinung bin, dass man diese beim Lesen selbst erleben sollte. Einige davon sind ein Fest: Witzig, düster, unglaublich gruselig und dabei unendlich faszinierend. Vier Eigenschaften, die auch auf den Roman selbst zutreffen. Dann noch politische Intrigen, Verwirrspielchen und Kämpfe dazumischen und man hat viele Elemente des Buches zusammen. Für weitere Details empfehle ich eine eigene Lektüre.


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  • So, Piranhapudel und Jaqui:


    euch auch einen herzlichen Dank für's mitmachen in unserer kleinen aber wie immer hier feinen Leserunde.
    Mir hat's mit euch wirklich Spaß gemacht!


    Und natürlich vielen Dank für die tollen Rezensionen. Freut mich, wenn es euch gefallen hat.
    Und vielleicht sieht man sich wieder mal - hier, für den nächsten Band, oder auch live. Zum Beispiel auf der buchmesse in Leipzig.


    Beste Grüße,
    Tom

  • Leider kommen fast keine bekannten Autoren aus Deutschland zur Wiener Buchmesse. Da wäre ich nämlich. Leipzig und Frankfurt sind leider mit zwei Kindern zu weit weg.

  • In ihrem neuen Roman, nach der Trilogie 'Orks vs Zwerge', 'Die Blausteinkriege' erzählen Tom und Stephan Orgel ein Kapitel aus der Geschichte des Kaiserreiches Berun.
    Der Kaiser von Berun ist tot. Nun herrschen sein Sohn Edrik und die Kaiserinmutter Ann Revin über das Imperium, an dessen äußeren Grenzen Aufstände drohen und in dessen Inneren Machtkämpfe toben.
    Der junge Adelige Marten ad Sussetz liebt den Wein, die Frauen und den Schwertkampf. Er lebt ein unbeschwertes sorgloses Leben bis ihn das Begleichen einer Schuld zuerst in eine dunkle Gasse der Stadt, dann in den Kerker und zuletzt ans Ende seiner bekannten Welt führen wird.
    Sara, eine junge Metis aus dem Macouban, arbeitet für den Wirt und Unterweltkönig Feyst Dreiauge erfolgreich als Diebin, bis sie dem Puppenspieler begegnet und sich ihr Leben radikal ändert.
    Henrey Thoren, genannt der Puppenspieler, die rechte Hand und Vertrauter der Kaiserinmutter, versucht Unheil von ihr und dem Kaiserreich fernzuhalten.
    Sie alle sind Figuren im Kampf um den Erhalt des Imperiums und die seltenen Blausteinvorkommen, einer Droge, die als Katalysator für Magiebegabte dient.



    Das Buch 'Das Erbe von Berun' ist der Auftakt zu einer Trilogie, und besticht schon durch seine schöne Aufmachung: Klappenbroschur, wunderbare Coverillustration von Franz Vohwinkel und eine ausgezeichnete, nützliche farbige Karte auf der Umschlaginnenseite von Andreas Hancock.
    Den Brüdern Orgel gelingt ein spannender vielschichtiger Roman, der von Anfang an fasziniert. Die detaillierten Schauplatzbeschreibungen lassen eine farbige Welt vorm inneren Auge entstehen, bevölkert von einer Vielzahl interessanter, vielschichtiger Charaktere, deren Motive, Lebensentwürfe und Handlungsweisen nachvollziehbar und überzeugend dargestellt werden.
    Am Ende bleiben erwartungsgemäß viele Fragen offen und ein kleiner Cliffhanger macht das Warten auf den zweiten Band spannend. Dennoch lässt einen der Roman ruhig zurück, da eine sichere Pause für fast alle Protagonisten und somit auch für den Leser erreicht ist.
    'Das Erbe von Berun' ist ein großartiges Buch, das sich wohltuend im Stil von 'Orks vs. Zwerge' unterscheidet und deutlich macht, das Tom und Stephan Orgel auch eine längere Geschichte abwechslungsreich erzählen können.


    Die Leserunde war ein großes Vergnügen :). Vielen Dank an die Mitleser und natürlich an Tom und Stephan Orgel für viele Anregungen und eine interessante Diskussion.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Oh, übrigens, dir auch nochmal Danke, Torshavn (okay .. ich hab ne Frage: wie spricht man das eigentlich aus?).
    Freut mich sehr, dass wir dich überzeugen konnten - und ich würde mich freuen, dich bei Gelegenheit mal wieder zu sehen.


    Schöne Restwoche,
    Gruß, tom


  • Torshavn (okay .. ich hab ne Frage: wie spricht man das eigentlich aus?).


    So wie es da steht: Tor- shavn (wie in Shawn das Schaf)
    Du kannst aber auch einfach Thomas sagen.


    Zitat

    und ich würde mich freuen, dich bei Gelegenheit mal wieder zu sehen.


    Ich mich auch :). Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit bei eurer Lesung in Aschaffenburg nächste Woche auf dem Cave Con. Mal schauen.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Ja, Leipzig sind wir auf jeden Fall - von Freitag bis Sonntag. wir lesen Samstag Abend im Bahnhof bei Heyne in der Buchhandlung Ludwig am Bahnhof und am Sonntag dann nochmal auf der Messe.
    Und Freitag hängen wir eben ab Mittag auf derMesse herum.


    Das Wochenende davor (also samstag, dem 11.3.) lesen wir, wie Torshavn schon angemerkt hat, in Aschaffenburg auf dem Cave Con zusammen mit Tom Finn und Ju Honisch (und anderen) - wer in der Gegend ist, kann sich ja auch da blicken lassen. Wir freuen uns!


    Und eine Frage, Rhea: Warum zum ... nein, Moment ... warum, bei den Gruben, sollten wir böse auf dich sein?!
    Also außer, dass du immer noch keine Rezension zu Orks vs. Zwerge auf Amazon gesetzt hast? *gg*
    Nein, Spaß beiseite - ich habe keine Ahnung, warum.


    Übrigens – aber das nur, weil ich gerade dabei bin - wir freuen uns tatsächlich über differenzierte amazon-Rezensionen und Sternchen.
    Das klingt etwas doof- aber Amazon beeinflusst inzwischen die Kaufentscheidungen so vieler Menschen positiv genauso wie negativ, dass dass jeden Autor betrifft. Bernhard Hennens "Elfenlieder" zum Beispiel ging beinahe den Bach runter, weil er als erstes 12 enttäuschte Rezensionen und miese Punkte bekommen hat. Er sagte mir mal, dass das einen spürbaren, brutalen Einbruch auch der offline-Verkäufe nach sich zog, von dem sich das Buch erst herholt hat, als nach einem halben Jahr dann mal ein paar differenzierte, positivere kamen. Klar, das Buch war wirklich nicht einfach und nicht die normale Hennen-Elfen-Kost, aber es war letztendlich ein Flop, weil es auf amazon ein 3-Sterne-Buch war, nicht, weil es ein schlechtes Buch war.
    Und jede – Verzeihung – beknackte 2-Sterne-Wertung weil "voll doof. Hab ich nicht verstanden. Und ist nicht von meinem Lieblingsautor" killt nun mal 2-3 5-Punkte Wertungen. Überhaupt nichts dagegen, wenn jemand eine begründete 2-Punkte-Wertung abgibt. Damit kann und muss man leben - aber es ist als autor auch schön, eine 4er zu bekommen, in der ein paar kritische Punkte stehen. ODer auch nur, weil es dem leser gefallen hat.


    Wir machen gern LEserunden hier in Portalen wie diesem, wir reden gern mit Lesern selbst im kleinsten Kreis (was oft mehr Spaß macht als Großveranstaltungen), wir lesen auch vor 3 Leuten, wenn es eben so ist. Aber Tatsache ist, dass gerade die Wertungen auf den großen Verkaufsplattformen wie amazon und co. wesentlich mehr am Erfolg eines Buches steuern als die 10%, die sie unmittelbar an den Verkaufszahlen des Verlagsbuchhandels beisteuern. Amazon steuert inzwischen mit, was die Leute im Vorbeigehen in der lokalen Buchhandlung mitnehmen. Besonders, wenn sie keine Zeit haben, sich anderweitig zu informieren. Besonders beim Buchhändler.


    Torshavn, du sitzt da noch näher an der Quelle. Wie ist deine Sicht darauf?

  • Hm, Aschaffenburg ist gar nicht so weit von mir entfernt, aber Samstagvormittag ist immer etwas schwierig, vor allem an diesem Wochenende. Mal sehen.


    Wunderbar, dass das Cover euren Vorstellungen entspricht.


    Ansonsten möchte ich euch, lieber Stephan und Tom, wieder für eure tolle Begleitung dieser Runde herzlich danken und ich hoffe, wir lesen uns bei Band 2 hier wieder :winken: An alle Mitleser ebenfalls ein dickes Dankeschön, dass ihr so toll mitgeschrieben und -diskutiert habt.

  • Danke für die nette Antwort. Ich weiß das und deshalb ist das mit den Sternen immer so eine Sache. eigentlich möchte man dann den Autoren, die man gern liest und die auch nett sind gern immer 5 Sterne geben, eben weil es verkaufsbestimmend ist. Ich fühle mich da immer in der Klemme. In Worten kann man viel besser ausdrücken, was gefallen hat. deshalb habe ich lange Zeit gar keine Rezis in dort geschrieben, wo man Sterne vergeben muss. Ich bin sehr froh, dass es hier nicht notwendig ist. (Ratten sind genauso schwierig, aber da kann man noch mit halben arbeiten ;D )


    Ich habe die Rezi von mir zu den Zwergen und Orcs gelesen und fand sie unzureichend. Deshalb ist sie noch nicht bei Amazon.


    Also dann bis bald in Leipzig.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen