Drachenschwingen

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  • Und weil ich gerade so schön in der Sonne saß, hab ich noch direkt eine Geschichte weitergelesen.


    Wasserspeier sind ja in den letzten Jahren als Gargoyles in einigen Büchern groß rausgekommen und ich mag sie auch wirklich gerne. Ich guck mir an Kirchen und Schlössern immer viel lieber diese ganzen "Monster" an als die Heiligen- oder Königsstatuen ;)


    Hier fällt mir relativ wenig ein, was ich zu der Geschichte sagen kann.
    Die Mäusegenerationen waren klasse. Meine Kenntnisse in römischer Zahlenkunde haben mich bald im Stich gelassen, kein Wunder, dass die Ferdinands das System auch irgendwann wieder aufgegeben haben!


    Verwundert hat mich, dass das kleine Mädchen, das ihn hören konnte, nie wiederkam. War ihr nicht bewusst, wie außergewöhnlich dieses Gespräch war? Hoffentlich ist sie beim Runterklettern nicht abgestürzt :o


    So ein Wasserspeier-Dasein stelle ich mir auf Dauer echt etwas deprimierend vor. Sich nicht vom Fleck bewegen können, nur wenige Gesprächspartner und davon die allermeisten ein Haufen dummer Tauben und kurzlebige Mäuse, bei denen man nie weiß, ob man diejenige überhaupt schon einmal getroffen hat. Nicht zu wissen, wie der Rest der Welt aussieht, immer auf einen bestimmten Ausschnitt begrenzt zu sein und dann anscheinend noch der einzige seiner Art, während die anderen wohl wirklich nur Steinfiguren sind...


    Andererseits, keine Verpflichtungen, keine Bedürfnisse, der Wasserspeier ist einfach.


    Und am Ende? Die Metallstifte, die ihn halten, sind rausgezogen. Stürzt er nun entweder ab und zerschellt am Boden oder breitet er seine Drachenschwingen aus und erkundet die Welt? Ich wünsche ihm ja letzteres ;)

  • Und ich dachte mir noch: "da hab ich doch letztes Jahr eine Anthologie über Wasserspeier gelesen" ;D
    Insofern kannte ich die Geschichte schon, habe sie aber trotzdem gern noch mal gelesen.



    Wasserspeier sind ja in den letzten Jahren als Gargoyles in einigen Büchern groß rausgekommen und ich mag sie auch wirklich gerne. Ich guck mir an Kirchen und Schlössern immer viel lieber diese ganzen "Monster" an als die Heiligen- oder Königsstatuen ;)


    Und die Zeichentrickserie habe ich damals mit Begeisterung gekuckt...



    Die Mäusegenerationen waren klasse. Meine Kenntnisse in römischer Zahlenkunde haben mich bald im Stich gelassen, kein Wunder, dass die Ferdinands das System auch irgendwann wieder aufgegeben haben!


    Interessant vor allem auch, dass er nach einer ganzen Weile klar wird, dass es anscheinend keiner oder kaum ein Ferdinand öfter als einmal zum Wasserspeier geschafft hat. Insofern könnte man sagen, dass der einzige tatsächliche Freund des Wasserspeiers, die einzige Konstante, auch keine einzelne Person ist, sondern auch nur immer wieder neue Mäuse...


    Wieso hat der Wasserspeier eigentlich keinen Namen? Bei den Mäusen besteht er ja auf der Durchnummerierung, damit er sie auseinanderhalten kann. Aber er selbst hat nie einen? Andererseits, warum auch, wenn er eigentlich immer nur allein ist? Trotzdem kommt es mir merkwürdig vor, insofern als der Name ja für uns doch stark mir der eigenen Identität verknüpft ist. Und ist das nicht genau das, wonach der Wasserspeier sucht?
    Und wieso heißen die Mäuse eigentlich a) Ferdinand und b) alle Ferdinand? Das ist nun beileibe kein alltäglicher Name... War der erste Ferdinand vielleicht ein Haustier, das einen Namen hatte, aber nur den einen kannte und deshalb alle seine Nachkommen gleich benannt hat?



    Verwundert hat mich, dass das kleine Mädchen, das ihn hören konnte, nie wiederkam. War ihr nicht bewusst, wie außergewöhnlich dieses Gespräch war? Hoffentlich ist sie beim Runterklettern nicht abgestürzt :o


    Ich finde es sowieso bedenklich, wer ihn hören kann. Vielleicht nur die Kinder, die den Glauben an Wunder etc. noch nicht verloren haben? Aber dann hätte das ja schon früher auffallen müssen, oder? Ist es nur Zufall, dass das Kind nach seiner Aufforderung auch den zweiten Eisenstift herauszieht? Oder kann es ihn vielleicht auch verstehen?
    Das Mädchen war nachts bei ihm, richtig? Also meine Gargoyles sind ja nur tagsüber versteinert, nachts aber nicht. Vielleicht spielt auch einfach nur die Tageszeit eine Rolle?




    Andererseits, keine Verpflichtungen, keine Bedürfnisse, der Wasserspeier ist einfach.


    Sehr schön fand ich die kleinen Bemerkungen, anhand derer man einen kleinen Eindruck davon bekommt, über welchen Zeitraum die Geschichte eigentlich spielen muss. Dass in einem Park jetzt ganz andere Bäume wachsen. Oder die Entwicklungen, die der Wasserspeier bei den Menschen beobachtet.
    Ziemlich tiefsinnig war auch das Gespräch, das er mit der Katze führt. Darüber, dass man nie derselbe bleibt, sondern sich verändert.



    Ich bin etwas unschlüssig, was ich mit der Geschichte von dem Zauberer machen soll. Für nur eine nette kleine Geschichte ist sie mir eigentlich zu detailliert erzählt. Deswegen könnte ich mir auch gut vorstellen, dass es einen deutlichen Bezug zum Wasserspeier gibt. Immerhin war da ja ein Vergessenselixir im Spiel? Somit wäre es durchaus möglich, dass der Wasserspeier eine der drei Personen ist - das würde auch erklären, warum er so anders als die anderen Wasserspeier ist.
    Untermauern (oder zumindest so tun als ob ;D) könnte ich die Theorie dadurch, dass er ja eine ganze Weile über die Geschichte nachdenkt, so als hätte sie bei ihm etwas ausgelöst. Und wenn ich mir dann noch die Katze greift, die ja behauptet, eine Zauberin gewesen zu sein, die Maus, die Ferdinand heißt, dann ist der Wasserspeier das Mädchen aus der Geschichte. ;D
    Das wäre insofern richtig cool, als man dann Ferdinands Ende der Geschichte, in dem das Mädchen sich verwandelt und wegfliegt, als Teaser für das tatsächliche Ende deuten könnte.




    Und am Ende? Die Metallstifte, die ihn halten, sind rausgezogen. Stürzt er nun entweder ab und zerschellt am Boden oder breitet er seine Drachenschwingen aus und erkundet die Welt? Ich wünsche ihm ja letzteres ;)


    Also rein objektiv würde ich ja sagen, dass er aufgrund der starken Stürme abstürzt. Subjektiv gefällt mir das allerdings überhaupt nicht - deswegen fliegt er bei mir weg. Siehe auch meine obige hanebüchene Theorie der Verzauberung. Außerdem sagt nicht sogar das Mädchen, dass er fliegen kann? Woher auch immer sie das zu wissen glaubt...
    Außerdem ist es ja wieder Nacht und er breitet ja explizit die Flügel aus. Deswegen fliegt er weg. Basta. :kommmalherfreundchen:
    Das einzige, was mich dabei ein bisschen stört: Ich sehe keinen wirklichen Auslöser. Liegt es wirklich nur daran, dass das kleine Kind die Metallstifte herausgezogen hat?



    Ach ja, was mir rein am Erzählstil noch aufgefallen ist: Während der ganzen Geschichte befinden wir uns eigentlich in der Perspektive des Wasserspeiers, aber an drei Stellen wird plötzlich der Erzähler sichtbar, z.B. "er zählte auch keine Tage, so wie wir das tun". Das hat mich jedes Mal einen Tick herausgerissen...

    Even when reading is impossible, the presence of books acquired produces such an ecstasy that the buying of more books than one can read is nothing less than the soul reaching towards infinity... We cherish books even if unread, their mere presence exudes comfort, their ready access reassurance.

  • Weil Oliver gesagt hat dass die erste Geschichte quasi die positivste war hab ich die ganze Zeit nur gebibbert - bitte lass ihn nicht abstürzen und am Boden zerschellen!! Da hat mir das offene Ende dann sehr gut gefallen.


    Es ist Wahnsinn wie schnell die Zeit für ihn vergeht. Kann man sich gar nicht vorstellen.
    Ein bisschen hatte ich auch erwartet dass am Ende herauskommt, dass der Wasserspeier eine verzauberte Figur aus der Geschichte des Restaurators ist. Kann ja theoretisch auch so sein, da er das cEnde der Geschichte ja nie gehört hat. ;)


    Ich lese heute Abend erst die dritte Geschichte da ich sie meinem Mann vorlese.
    Kurzgeschichten lese ich eh ungern hintereinander weg. :winken:

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Und ich dachte mir noch: "da hab ich doch letztes Jahr eine Anthologie über Wasserspeier gelesen" ;D
    Insofern kannte ich die Geschichte schon, habe sie aber trotzdem gern noch mal gelesen.


    Oh! Da sage ich mal danke :) Es ist bei den Kleinverlagsanthologien immer etwas schwer einzuschätzen, wer sie tatsächlich schon kennt, aber viele Teilnehmer hier sind tatsächlich treue Leser auch abseitigerer Literatur. Ich bin ziemlich sicher, dass auch Seychella die eine oder andere Geschichte schon kennt.



    Wieso hat der Wasserspeier eigentlich keinen Namen? Bei den Mäusen besteht er ja auf der Durchnummerierung, damit er sie auseinanderhalten kann. Aber er selbst hat nie einen? Andererseits, warum auch, wenn er eigentlich immer nur allein ist? Trotzdem kommt es mir merkwürdig vor, insofern als der Name ja für uns doch stark mir der eigenen Identität verknüpft ist. Und ist das nicht genau das, wonach der Wasserspeier sucht?


    Da hast Du recht. Im Nachhinein vermute ich, ich wollte damit seine Identitätslosigkeit unterstreichen, dass ich ihn einfach nur "der Wasserspeier" nannte (oder in einer frühen Fassung "die Gargoyle", bis ich mir nicht mehr sicher war, ob es das Wort auf Deutsch eigentlich gibt). Schließlich weiß er nicht einmal, wie er aussieht. Aber stimmt, aus der Figurenlogik heraus wäre es naheliegend gewesen, dass er sich irgendwann einen Namen aussucht.


    Für den Namen Ferdinand gibt es auch keinen innerfiktionalen Grund. Ich fand den Namen possierlich.



    Ich finde es sowieso bedenklich, wer ihn hören kann. Vielleicht nur die Kinder, die den Glauben an Wunder etc. noch nicht verloren haben?


    So ungefähr dachte ich mir das, ja. Ob das Kind, das die Eisenstifte herauszieht, ihn wirklich hört oder das Zufall ist, wollte ich aber offen lassen.


    Was die Erzählsituation angeht, allwissende Einschübe sind immer so eine Sache. Fand es zu dem Märchenduktus der Geschichte passend, aber stimmt, es reißt auch heraus.



    Ich lese heute Abend erst die dritte Geschichte da ich sie meinem Mann vorlese.


    Wow! Eigentlich finde ich das toll, aber an der Stelle nochmal die Warnung, dass einige Geschichten dazu besser, andere schlechter geeignet sein mögen ... wenn Du das wirklich durchziehst, wirst Du das merken ...


  • Da hast Du recht. Im Nachhinein vermute ich, ich wollte damit seine Identitätslosigkeit unterstreichen, dass ich ihn einfach nur "der Wasserspeier" nannte (oder in einer frühen Fassung "die Gargoyle", bis ich mir nicht mehr sicher war, ob es das Wort auf Deutsch eigentlich gibt). Schließlich weiß er nicht einmal, wie er aussieht. Aber stimmt, aus der Figurenlogik heraus wäre es naheliegend gewesen, dass er sich irgendwann einen Namen aussucht.


    Das mit der fehlenden Identität kommt auch gut so rüber. Vielleicht hat er sich jetzt, wo er sich in die Welt auf macht, auch einen Namen gesucht?



    Für den Namen Ferdinand gibt es auch keinen innerfiktionalen Grund. Ich fand den Namen possierlich.


    Das stimmt allerdings. Passt hervorragend zu Mäusen ;)

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  • Wow! Eigentlich finde ich das toll, aber an der Stelle nochmal die Warnung, dass einige Geschichten dazu besser, andere schlechter geeignet sein mögen ... wenn Du das wirklich durchziehst, wirst Du das merken ...


    Oh!Das macht jetzt doppelt neugierig. ;)

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  • Die Geschichte aus meiner bisherigen Lieblings-Anthologie! :jakka: Ich liebe diese Story, sie berührt mich bei jedem Lesen wieder so intensiv (das dürfte jetzt das vierte oder fünfte Mal gewesen sein). Sie ist nachdenklich, voller Fragen, suchend. Wer ist man, warum hebt man sich von den anderen Wasserspeiern ab, wo ist man und was ist um einen herum, auf der anderen Seite? Drachenschwinge habe ich mich sehr nah gefühlt, von Anfang an. Ich fand es traurig, dass er so lange Zeiten allein verbringen muss. Tauben sind nun wirklich keine Gesprächspartner, und die Ferdinands leben nicht lange ... Bleiben also nur die wenigen Kinder, die ihn hören können. Und der kurze Besuch der Katze ... Einer besonderen Katze, einer Figur aus "Die Magier von Montparnasse". :freu: Darüber kann ich mich jedes Mal riesig freuen und grinse in mich hinein, aber da ich nicht weiß, ob alle hier diese Geschichte kennen, schreibe ich besser keine Details.


    Die Geschichte, die der Restaurator leider nicht bis zum Ende erzählt hat, kann eine Rolle spielen - muss aber nicht. Ich kann mir beides vorstellen. Also dass es wirklich nur eine Geschichte war oder aber dass Drachenschwinge das Mädchen ist, verwandelt in einen Wasserspeier und ohne Erinnerung an sich selbst. Ich musste mich da auch nicht entscheiden, weil es für mich keine Auswirkung auf das Ende gehabt hätte. Denn dort geht es darum, ob man einen Weg, von dem man nicht weiß wohin er führt, ausprobiert oder die Sicherheit und gleichzeitig den Stillstand vorzieht. Ist das Leben Veränderung oder Stillstand? Das kommt auf den Blickwinkel und die eigene Einstellung an. Unser Wasserspeier entscheidet sich für die Veränderung, und als Leser kann man die Geschichte ja noch weiterspinnen - auf die eine oder andere Art. Ich finde ja, dass man Drachenschwingen niemals unterschätzen sollte. ;)


  • Wasserspeier sind ja in den letzten Jahren als Gargoyles in einigen Büchern groß rausgekommen und ich mag sie auch wirklich gerne. Ich guck mir an Kirchen und Schlössern immer viel lieber diese ganzen "Monster" an als die Heiligen- oder Königsstatuen ;)


    Das geht mir auch so. :) Wenn mich jemand in eine Kirche schleppen will, weil die so besonders schön ist, ist meine erste Frage: Gibt es da Wasserspeier? *g* Ich stehe dann immer draußen und verrenke mir den Hals, weil ich Gargoyles sehr spannend finde. Und oft erzählen sie mir ja auch etwas.



    Außerdem sagt nicht sogar das Mädchen, dass er fliegen kann? Woher auch immer sie das zu wissen glaubt...
    Außerdem ist es ja wieder Nacht und er breitet ja explizit die Flügel aus. Deswegen fliegt er weg. Basta. :kommmalherfreundchen:
    Das einzige, was mich dabei ein bisschen stört: Ich sehe keinen wirklichen Auslöser. Liegt es wirklich nur daran, dass das kleine Kind die Metallstifte herausgezogen hat?


    Ja, das Mädchen sagt, dass er schon fliegen könnte, die Eisenstifte waren auch da schon lose. Aber sie hat ihm davon abgeraten - und zu der Zeit wollte der Wasserspeier das auch lieber nicht versuchen. In der Zwischenzeit muss sich also etwas verändert haben. Und auf mich hat es so gewirkt, dass ihn die Zeit und die Einsamkeit so zermürbt haben, dass er diesen Weg wählt, auch wenn er nicht weiß, wohin er führt. Ohne zu wissen, ob er es schafft zu fliegen oder nicht.



    Es ist bei den Kleinverlagsanthologien immer etwas schwer einzuschätzen, wer sie tatsächlich schon kennt, aber viele Teilnehmer hier sind tatsächlich treue Leser auch abseitigerer Literatur. Ich bin ziemlich sicher, dass auch Seychella die eine oder andere Geschichte schon kennt.


    Erwischt! So drei oder vier weitere müsste ich dann schon noch kennen ... :verlegen:

  • Ich habe die Geschichte gestern Abend noch gelesen und fand sie sehr schön, wenn auch nicht so viel passiert Der Wasserspeier sitzt auf seiner Kirche und beobachtet die Welt um ihn herum. Ich habe ja gerätselt, ob man die Stadt, in der die Kirche steht, an den Beschreibungen erkennen könnte, aber vermutlich nicht.


    Die Begegnungen mit Ferdinand sind seine einzige Abwechslung und ich fand es sehr traurig für den Wasserspeier, dass Ferdinand keine Konstante für ihn sein kann, sondern er nur immer wieder neue Generationen von Ferdinands trifft. Die anderen beiden Besuche fand ich sehr interessant. Bei der schwarzen Katze habe ich die ganze Zeit gegrübelt, ob man sie vielleicht aus Olivers Romanen kennen könnte? Und bei dem Besuch des Mädchens ging es doch sicher nicht mit rechten Dingen zu, kein normales Mädchen könnte auf einer Kirche herumklettern, mit einem Wasserspeier sprechen und dann auch noch über Nacht bleiben. Da habe ich eher daran gedacht, dass die Katze in anderer Gestalt nochmal zu Besuch war.


    Ich habe am Ende keine Sekunde daran geglaubt, dass der Wasserspeier seine Drachenschwingen nutzt, in meiner Vorstellung fällt er runter und zerschellt am Boden. Ich habe es als eine Art Selbstmord gesehen (mit Unterstützung des Kindes). Er hat das Leben, das sich ihm durch seinen festen Platz auf der Kirche bietet, in all seinen Facetten kennengelernt und war am Ende einfach müde. Der kurze Flug zum Boden war für ihn in meiner Vorstellung die Freiheit, die er noch erleben wollte.


  • Ich bin etwas unschlüssig, was ich mit der Geschichte von dem Zauberer machen soll. Für nur eine nette kleine Geschichte ist sie mir eigentlich zu detailliert erzählt. Deswegen könnte ich mir auch gut vorstellen, dass es einen deutlichen Bezug zum Wasserspeier gibt. Immerhin war da ja ein Vergessenselixir im Spiel? Somit wäre es durchaus möglich, dass der Wasserspeier eine der drei Personen ist - das würde auch erklären, warum er so anders als die anderen Wasserspeier ist.
    Untermauern (oder zumindest so tun als ob ;D) könnte ich die Theorie dadurch, dass er ja eine ganze Weile über die Geschichte nachdenkt, so als hätte sie bei ihm etwas ausgelöst. Und wenn ich mir dann noch die Katze greift, die ja behauptet, eine Zauberin gewesen zu sein, die Maus, die Ferdinand heißt, dann ist der Wasserspeier das Mädchen aus der Geschichte. ;D
    Das wäre insofern richtig cool, als man dann Ferdinands Ende der Geschichte, in dem das Mädchen sich verwandelt und wegfliegt, als Teaser für das tatsächliche Ende deuten könnte.


    Über die Geschichte habe ich auch lange gerätselt. Eine Bedeutung gibt es bestimmt, sonst wäre die Geschichte an dieser Stelle nicht so ausführlich erzählt worden. Auf deine Interpretation wäre ich nie im Leben selbst gekommen, ganz abwegig finde ich sie aber nicht.

  • Mir hat der Heimkehrer schon gut gefallen, aber diese Geschichte hat mich noch mehr angesprochen, obwohl ich schwer festmachen kann, an was das liegt. Wahrscheinlich an der Sehnsucht des Wasserspeiers nach Freiheit und danach, zu erfahren, was auf der anderen Seite der Kathedrale ist. Diese Neugier, was an Stellen ist, die man nicht einsehen kann, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Meine erste Frage war natürlich, warum ist dieser Wasserspeier so anders als die Anderen? Gibt es zwischen ihm und der Geschichte mit den Zauberern wirklich einen Zusammenhang? Immerhin wird der Trank erwähnt, der das Vergessen fördert. Wenn das wirklich hier der Fall sein sollte, ist es vielleicht von Vorteil, wenn der Wasserspeier sich nicht mehr erinnern kann. Ich könnte mir vorstellen, dass es schwer zu akzeptieren ist, dass man aus Stein ist und für immer festsitzt, während er sich früher frei bewegen konnte. Die Einsamkeit wäre vllt. auch schwerer zu ertragen, wenn er sich an sein früheres Leben erinnern könnte. Die Sehnsucht, sich in die Lüfte zu schwingen, könnte von seinem früheren freien Leben herrühren. Andererseits könnte diese Sehnsucht noch angefacht worden sein, nachdem er von seinen starken Drachenschwingen erfahren hat.


    Wenn er sich an seine Vergangenheit erinnern könnte, wüsste er allerdings, wie es um die Kirche aussehen würde bzw. was sich auf der anderen Seite befindet. Aber das so ein großer Vorteil wäre, wenn man es weiß, aber niemals in der Lage sein wird, dorthin zu gelangen? Das setzt natürlich voraus, dass der Wasserspeicher wirklich was mit der Geschichte zu tun hat und dass sie überhaupt wahr ist. Mir würde die Vorstellung ja gefallen, wobei ich mich dann auch direkt gefragt habe, wer der Wasserspeier damals gewesen sein könnte - und was mit den anderen beiden geschehen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass der Wasserspeier der sog. Taugenichts damals gewesen ist, der sich damals auch nach der Freiheit und der Rettung vor der Hinrichtung gesehnt hat.


    Damit komme ich direkt zu diesem geheimnisvollen Mädchen, das als einziger Mensch in der Lage ist, den Wasserspeier zu verstehen. Bei ihr musste ich an die Freundin des damals verurteilten Jungen denken, auch, weil sie von dem Wasserspeier so begeistert ist. Und warum hat sie ausgerechnet gewusst, dass genau er der Wasserspeier ist, mit dem man sich unterhalten kann? Schade fand ich, dass sie ihn nur einmal besucht hat. Aber vielleicht unterliegt sie ebenfalls einem Zauber, immerhin ist ihr Aussehen ungewöhnlich. Hat sie damals nicht von dem Trank des Vergessens getrunken und konnte sich damit an den Wasserspeier erinnern? Oder fühlte sie einfach eine Verbundenheit zu ihm, die sie nicht erklären konnte?


    Witzig fand ich die Erwähnung der Ferdinands, die einen roten Faden im "Leben" des Wasserspeiers darstellen, sie sind beinahe eine Art Konstante, auch wenn es immer unterschiedliche Ferdinands sind, was aber kaum auffällt. Und aufgrund der Durchnummerierung der Mäuse (das fand ich lustig ;D) wurde mir das erste Mal bewusst, dass zwischen den einzelnen Treffen mit den Mäusen einige Zeit vergangen ist, auch wenn ein Mäuseleben nicht so lange ist. Aber durch die Erwähnung eines Krieges, des Mondfluges usw. wird deutlich, dass der Wasserspeier eine lange Zeit an sich vorübergehen sieht - und immer sitzt er an der gleichen Stelle und kann nicht weg.


    Als er endlich seine Schwingen ausbreitet und losfliegt, dachte ich: endlich kann er weg! O.k., ich habe etwas Bedenken, wie und ob das überhaupt funktionieren kann, Schwingen aus Stein auszubreiten, andererseits kann ich mir auch schwer vorstellen, dass ein Wasserspeier denken und sprechen kann ;D Ich würde es ihm wünschen, dass er sich wirklich in die Lüfte erheben kann und erfährt, wie es auf der anderen Seite der Kirche aussieht und er nicht auf dem Boden vor der Kirche zerschellt. Wenn er aber zerschellt, frage ich mich, ob dieser Moment der Freiheit es nicht wert war? Ich habe den Drang nach der Freiheit immer am stärksten empfunden, wenn der Wasserspeier den Wind unter seinen Schwingen fühlen konnte.


  • Andererseits, keine Verpflichtungen, keine Bedürfnisse, der Wasserspeier ist einfach.


    Stimmt, so ein Wasserspeier-Dasein hat durchaus auch seine Vorteile ;D



    Wieso hat der Wasserspeier eigentlich keinen Namen? Bei den Mäusen besteht er ja auf der Durchnummerierung, damit er sie auseinanderhalten kann. Aber er selbst hat nie einen? Andererseits, warum auch, wenn er eigentlich immer nur allein ist? Trotzdem kommt es mir merkwürdig vor, insofern als der Name ja für uns doch stark mir der eigenen Identität verknüpft ist. Und ist das nicht genau das, wonach der Wasserspeier sucht?


    Stimmt, warum hat der Wasserspeier keinen Namen? Falls er wirklich mit der Zauberergeschichte von damals zu tun haben sollte, dann hat er ihn sicherlich vergessen. Aber darüber macht er sich keine Gedanken, obwohl der eigene Name für die eigene Identität steht, da hast du recht. Dabei fällt mir auf, dass der Zauberer, der Junge und das Mädchen auch keine Namen hatten.



    Und wieso heißen die Mäuse eigentlich a) Ferdinand und b) alle Ferdinand? Das ist nun beileibe kein alltäglicher Name... War der erste Ferdinand vielleicht ein Haustier, das einen Namen hatte, aber nur den einen kannte und deshalb alle seine Nachkommen gleich benannt hat?


    Dass die Mäuse eine Art Konstante in der Geschichte sind, ist mir auch aufgefallen und du hast recht, durch den immer gleichen Namen wird das sogar noch verstärkt. Aber warum die Mäusen gerade Ferdinand heißen und ob hier eine Verbindung zu früher bestehen könnte, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht.



    Vielleicht nur die Kinder, die den Glauben an Wunder etc. noch nicht verloren haben? Aber dann hätte das ja schon früher auffallen müssen, oder? Ist es nur Zufall, dass das Kind nach seiner
    Aufforderung auch den zweiten Eisenstift herauszieht? Oder kann es ihn vielleicht auch verstehen?


    Ob der Junge ihn verstanden hat oder ob es Zufall war, dass er die Eisenstifte rausgezogen hat, habe ich mich auch gefragt.



    Ziemlich tiefsinnig war auch das Gespräch, das er mit der Katze führt. Darüber, dass man nie derselbe bleibt, sondern sich verändert.


    Das Gespräch mit der Katze fand ich auch sehr interessant.



    Untermauern (oder zumindest so tun als ob ;D) könnte ich die Theorie dadurch, dass er ja eine ganze Weile über die Geschichte nachdenkt, so als hätte sie bei ihm etwas ausgelöst. Und wenn ich mir dann noch die Katze greift, die ja behauptet, eine Zauberin gewesen zu sein, die Maus, die Ferdinand heißt, dann ist der Wasserspeier das Mädchen aus der Geschichte. ;D
    Das wäre insofern richtig cool, als man dann Ferdinands Ende der Geschichte, in dem das Mädchen sich verwandelt und wegfliegt, als Teaser für das tatsächliche Ende deuten könnte.


    Mensch, diese Theorie hat aber auch was. Ich weiß gar nicht, wieso ich bisher immer davon ausgegangen ist, dass DER Wasserspeier männlich sein müsste, wahrschieinlich wegen dem männlichen Artikel :-[ Danke für den Denkanstoss, mit dem ich über den Tellerrand raussehe.


  • Weil Oliver gesagt hat dass die erste Geschichte quasi die positivste war hab ich die ganze Zeit nur gebibbert - bitte lass ihn nicht abstürzen und am Boden zerschellen!! Da hat mir das offene Ende dann sehr gut gefallen.


    Diese Ankündigung von Oliver hat mich allerdings auch etwas beunruhigt, das gebe ich zu ;D



    Für den Namen Ferdinand gibt es auch keinen innerfiktionalen Grund. Ich fand den Namen possierlich.


    Ah, also kein Haustier ;D



    Ob das Kind, das die Eisenstifte herauszieht, ihn wirklich hört oder das Zufall ist, wollte ich aber offen lassen.


    Was mir wiederum sehr gut gefällt, weil es zum Nachdenken anregt.


  • Und der kurze Besuch der Katze ... Einer besonderen Katze, einer Figur aus "Die Magier von Montparnasse". :freu: Darüber kann ich mich jedes Mal riesig freuen und grinse in mich hinein, aber da ich nicht weiß, ob alle hier diese Geschichte kennen, schreibe ich besser keine Details.


    Oh man, dabei hat Oliver im Vorwort noch geschrieben, dass u.a. die Katze Serafina vorkommt - aber ich habe mit ihr in anderen Geschichten gerechnet :-[



    Der Wasserspeier sitzt auf seiner Kirche und beobachtet die Welt um ihn herum. Ich habe ja gerätselt, ob man die Stadt, in der die Kirche steht, an den Beschreibungen erkennen könnte, aber vermutlich nicht.


    Das habe ich auch überlegt, vor allem, weil ich kürzlich in einer Doku eine Kirche/Kathedrale gesehen habe, die ein begehbares Dach hat, welches für Besucher zugänglich ist. Aber ich komme nicht mehr darauf, welche Kirche und wo das war.



    Und bei dem Besuch des Mädchens ging es doch sicher nicht mit rechten Dingen zu, kein normales Mädchen könnte auf einer Kirche herumklettern, mit einem Wasserspeier sprechen und dann auch noch über Nacht bleiben. Da habe ich eher daran gedacht, dass die Katze in anderer Gestalt nochmal zu Besuch war.


    Ah, das finde ich auch einen schönen Gedanken.



    Der kurze Flug zum Boden war für ihn in meiner Vorstellung die Freiheit, die er noch erleben wollte.


    Das habe ich auch so empfunden, wenn es mit dem Fliegen nicht klappt.

  • Das habe ich auch überlegt, vor allem, weil ich kürzlich in einer Doku eine Kirche/Kathedrale gesehen habe, die ein begehbares Dach hat, welches für Besucher zugänglich ist. Aber ich komme nicht mehr darauf, welche Kirche und wo das war.


    Ich habe an Mailand gedacht, auf dem Dach des Doms kann man als Besucher herumlaufen und es gibt da auch Wasserspeier. Das kommt von anderen Beschreibungen her aber nicht hin. Ich glaube in der Geschichte wurde auch erwähnt, dass der Wasserspeier einen Fluss sehen kann.

  • Ja, es ist eine schöne Geschichte und ich mußte nun immer an die Drachengasse 13 denken, weil wir die vor kurzem erst wieder gelesen hatten.
    Ich fand es eigentlich besonders schön, dass der Wasserspeier einfach da ist, und wo wir wahnsinnig würden in den langen Zeiten vóller Untätigkeit, da lebt er so vor sich hin. Wir als Leser merken nur an den Veränderungen seiner Umwelt, wielange die Zeiträume eigentlich sind. Diese Ruhe erzeugt philosophische Gedanken. Jedes Detail der Umwelt wird bemerkt, jedes Lebewesen ist wichtig, aber nichts sonst.
    Er hat keine Unterscheidung von Gut und Böse, kennt keine Bewertungen. Alles was er kennenlernt ist einfach nur eine Möglichkeit etwas Neues zu sehen oder zu hören. Er weiß zwar, dass die Mäuse Katzen nicht mögen und er bemüht sich das zu respektieren, aber das Konzept von Feindschaft kennt er ja nicht. Die Katze ist für ihn einfach eine neue Quelle für Fragestellungen, mit deren Lösung er sich die ZEit vertreibt. Auch das Wahrheitsprinzip kennt er nicht. Die Katze sagt, dass sie mal eine Zauberin war und er glaubt das und fragt sich nur, wie das sein muss, plötzlich jemand anderes zu sein.
    Ich fand es schon interessant, Eure Beiträge zu lesen, die eine weitere Ebene in die Geschichte bringen und ihn selbst verzaubert sein lassen. An so etwas habe ich überhaupt nicht gedacht.
    Die unvollendete Geschichte hat mich zunächst gestört, denn es war ja klar, dass sie nicht weiter erzählt würde, aber dann war es nicht mehr wichtig, dann war das Interessante, dass auch hier der Wasserspeier nicht wertet, niemandem recht gibt, nicht urteilt, sondern nur überlegt, wer er gern gewesen wäre und welches Ende ihm am besten gefallen hätte.
    Als das Kind die Nägel rauszieht, wußte ich was passiert. Ich habe mich über die Mutter geärgert, die nicht sieht, was ihr Kind da gemacht hat.
    Dann war das Ende so, wie im Märchen vom Mädchen mit den Schwefelhölzern. Man kann es ein tröstliches Ende nennen, wenn man gläubig ist oder, wenn man, wie ich in dem Fall, sagt, sie sind zumindest im schönsten Moment ihres Lebens gestorben.


  • Ich fand es eigentlich besonders schön, dass der Wasserspeier einfach da ist, und wo wir wahnsinnig würden in den langen Zeiten vóller Untätigkeit, da lebt er so vor sich hin. Wir als Leser merken nur an den Veränderungen seiner Umwelt, wielange die Zeiträume eigentlich sind. Diese Ruhe erzeugt philosophische Gedanken. Jedes Detail der Umwelt wird bemerkt, jedes Lebewesen ist wichtig, aber nichts sonst.
    Er hat keine Unterscheidung von Gut und Böse, kennt keine Bewertungen. Alles was er kennenlernt ist einfach nur eine Möglichkeit etwas Neues zu sehen oder zu hören. Er weiß zwar, dass die Mäuse Katzen nicht mögen und er bemüht sich das zu respektieren, aber das Konzept von Feindschaft kennt er ja nicht. Die Katze ist für ihn einfach eine neue Quelle für Fragestellungen, mit deren Lösung er sich die ZEit vertreibt.


    Deine Überlegungen gefallen mir auch, vor allem die philosophischen Überlegungen des Wasserspeiers, da er Zeit hat, über seine Umwelt nachzudenken.

  • Oh man, dabei hat Oliver im Vorwort noch geschrieben, dass u.a. die Katze Serafina vorkommt - aber ich habe mit ihr in anderen Geschichten gerechnet :-[


    Das Vorwort hab ich nicht gelesen. Aber gut zu wissen, dass es eine Grund hatte, dass mir die Katze verdächtig vorkommt ;-)




    Ich habe am Ende keine Sekunde daran geglaubt, dass der Wasserspeier seine Drachenschwingen nutzt, in meiner Vorstellung fällt er runter und zerschellt am Boden. Ich habe es als eine Art Selbstmord gesehen (mit Unterstützung des Kindes). Er hat das Leben, das sich ihm durch seinen festen Platz auf der Kirche bietet, in all seinen Facetten kennengelernt und war am Ende einfach müde. Der kurze Flug zum Boden war für ihn in meiner Vorstellung die Freiheit, die er noch erleben wollte.


    Wobei ich eigentlich nicht den Eindruck hatte, dass der Wasserspeier tatsächlich lebensmüde ist. Ein bewusstes In-den-Tod-Stürzen hätte ich da jetzt nicht herausgelesen.
    Dazu hätte mir noch irgendetwas passieren müssen - immerhin lebt er dieses Leben jetzt schon so lang, warum sollte er seiner da jetzt plötzlich überdrüssig sein?




    Über die Geschichte habe ich auch lange gerätselt. Eine Bedeutung gibt es bestimmt, sonst wäre die Geschichte an dieser Stelle nicht so ausführlich erzählt worden. Auf deine Interpretation wäre ich nie im Leben selbst gekommen, ganz abwegig finde ich sie aber nicht.


    Man muss es nur überzeugend genug verkaufen ;D

    Even when reading is impossible, the presence of books acquired produces such an ecstasy that the buying of more books than one can read is nothing less than the soul reaching towards infinity... We cherish books even if unread, their mere presence exudes comfort, their ready access reassurance.