Der Fall des verwunschenen Schädels

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt der Kurzgeschichte Der Fall des verwunschenen Schädels schreiben.


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  • Da ich mit Sherlock Holmes nicht allzu viel anfangen kann, hätte ich nicht gedacht, dass mich diese Geschichte so erwischen würde. Aber ich bin dem Zauber des Voodoos und der Geschichte, die hinter dem Schädel steckt, wohl voll auf dem Leim gegangen. ;) Die Story ist sehr mystisch und stimmungsvoll, mit spannenden magischen Andeutungen. Besonders haben es mir die Loa angetan - die verschiedenen Götter, die sich in den Menschen manifestiert und sie verändert haben. Sehr faszinierend, da werde ich sicher auch noch recherchieren müssen ... Die Neugier. :)


    Valérie war für mich eine sehr charismatische Figur, die dem Weg ihrer Mutter folgt und den letzten Schritt doch noch nicht gegangen ist. Sie verrät nicht, was sie mit dem Schädel getan hat, Holmes reist also ohne einen Beweis ab, den Fall geklärt zu haben. Der Schädel wurde gefunden und wieder verloren, was mir wirklich gut gefällt, weil er nun zumindest in dem Land ist, in das er gehört. Allerdings ist Holmes dafür seine Alpträume los - eine nicht zu verachtende Entschädigung.


    Der Kampf um den Schädel ist aber noch nicht vorbei, es wurde nur dieses eine Spiel gewonnen - das nächste kann folgen. Die Kutscherin mit den goldenen Augen ist auch verschwunden, also liegt die Vermutung nah, dass es dazu noch einen weiteren Fall gibt oder das nächste Spiel an anderer Stelle stattfindet. Diese Andeutung, dass die Auseinandersetzung um den Schädel noch nicht zu Ende ist, passt für mich aber gut zur Geschichte des Schädels. Er ist einfach zu mächtig dafür ...

  • Ich bin mit Voodoo das erste Mal während meines Ethnologiestudiums in Kontakt gekommen. Meine Darstellung ist sicher ziemlich idealisiert, aber es ist eine wirklich spannende Religion.


    Hatten die goldenen Augen übrigens nicht einen kleinen Wiedererkennungseffekt bei Dir?


  • Ich bin mit Voodoo das erste Mal während meines Ethnologiestudiums in Kontakt gekommen. Meine Darstellung ist sicher ziemlich idealisiert, aber es ist eine wirklich spannende Religion.


    Das klingt wirklich gefährlich! Also von wegen spannend ... :)



    Hatten die goldenen Augen übrigens nicht einen kleinen Wiedererkennungseffekt bei Dir?


    Hihi. Ich musste an mein Lieblingsbuch von dir denken, mal wieder. Und habe es als Spinnerei abgetan, aber ... vielleicht doch Céleste?


  • Seit ich diese Passage in den "Magiern von Montparnasse" geschrieben hatte, wollte ich die Geschichte des Kennenlernens dieser beiden ungleichen Personen erzählen. Viel weiter als bis Haiti kam ich im ersten Anlauf nicht; der Rest wird in "Die Frau, der Magier, seine Katze und deren Geheimnis" erzählt.


    Für alle anderen: Keine Sorge, das ist hier nur eine kleine, interfiktionale Anspielung, genau wie die Katze in "Drachenschwingen" (ich erwähne das ja auch im Vorwort). Also nicht wichtig für das Verständnis dieser Geschichte.


    Nur in "Die Frau, der Magier" usw. (und in geringerem Maße "Solomons Märchen") wird eine größere Menge Stoff aus meinen vorigen Romanen aufbereitet, dafür entschuldige ich mich vorab und ich werde, wenn es so weit ist, gerne alles erklären, was ihr wissen wollt. Alle anderen Geschichten sind eigenständig.


  • Seit ich diese Passage in den "Magiern von Montparnasse" geschrieben hatte, wollte ich die Geschichte des Kennenlernens dieser beiden ungleichen Personen erzählen. Viel weiter als bis Haiti kam ich im ersten Anlauf nicht; der Rest wird in "Die Frau, der Magier, seine Katze und deren Geheimnis" erzählt.


    Sowas, da spinne ich in diesem Fall dann doch nicht! :) Genial, ich mag solche Verbindungen total gern. Und bin schon unheimlich gespannt auf den Rest.



    Nur in "Die Frau, der Magier" usw. (und in geringerem Maße "Solomons Märchen") wird eine größere Menge Stoff aus meinen vorigen Romanen aufbereitet, dafür entschuldige ich mich vorab und ich werde, wenn es so weit ist, gerne alles erklären, was ihr wissen wollt. Alle anderen Geschichten sind eigenständig.


    Als ich den Titel "Solomons Märchen" zum ersten Mal las, habe ich darauf gehofft. Juhu, wir besuchen auch Fairwater!

  • Obwohl ich sowohl Sherlock Holmes als auch die Vodoo-Thematik eigentlich mag bin ich nicht so richtig in die Geschichte rein gekommen.
    Ich musste mich beim Vorlesen aber auch sehr auf die Aussprache dder vielen Namen/Eigennamen konzentrieren. Mein Mann ist dann dabei eingeschlafen. :-[ ::) ;D
    Vielleicht muss ich sie nochmal leise lesen. So hab ich weder Zugang gefunden noch im Endeffekt wirklich kapiert was mit dem Schädel am Ende passiert ist. Ist er von der Dame zerstört/versteckt worden? Warum war Watson so benommen?


    Bin etwas ratlos - aber wie gesagt kann das am Vorlesen gelegen haben.

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Ich sehe schon, ich muss "Die Magier von Montparnasse" wirklich dringend nochmal lesen. Auch wenn das Erkennen von diesen kleinen Anspielungen nicht essentiell ist für das Verständnis der Geschichten, ärgere ich mich trotzdem, dass mir zwar hin und wieder etwas bekannt vorkommt, ich es aber nicht richtig zuordnen kann.


    Ich mag Sherlock Holmes und habe mich sehr gefreut über diese Geschichte. Für mich war sie sehr stimmungsvoll und spannend und diese Voodoo-Sache hat ihr noch das gewisse Etwas gegeben. Die Geschichte rund um den Schädel stand für mich aber gar nicht so sehr im Vordergrund, sondern eigentlich die Figuren. Valérie fand ich sehr geheimnisvoll und ich bin nicht ganz schlau aus ihr geworden.


    Was ich mich außerdem gefragt habe: Ist die Geschichte, die wir gelesen haben die Wahrheit, die wirklich passiert ist? Watson kommt ja zu Valérie und fragt, was passiert ist. Sie bittet dann einen Loa, ihr Lügen zu schicken, um die Geschichte aufzuschreiben.


    Was ich witzig fand: Die Loa, die Macht von Sherlock Holmes und Dr. Watson ergreifen, scheinen ein Paar zu sein. In der Neuverfilmung von Sherlock mit Benedict Cumberbatch ist es ja gar nicht so abwegig, den beiden eine Beziehung anzudichten, die über Freundschaft hinausgeht...


    Das Ende ist für Sherlock Holmes dann sicher etwas unbefriedigend, der Schädel ist ja weiterhin verschwunden und er kommt ohne "Ergebnis" zurück nach England. Aber zumindest sind seine Kopfschmerzen weg.


  • Obwohl ich sowohl Sherlock Holmes als auch die Vodoo-Thematik eigentlich mag bin ich nicht so richtig in die Geschichte rein gekommen.
    Ich musste mich beim Vorlesen aber auch sehr auf die Aussprache dder vielen Namen/Eigennamen konzentrieren. Mein Mann ist dann dabei eingeschlafen. :-[ ::) ;D
    Vielleicht muss ich sie nochmal leise lesen. So hab ich weder Zugang gefunden noch im Endeffekt wirklich kapiert was mit dem Schädel am Ende passiert ist. Ist er von der Dame zerstört/versteckt worden? Warum war Watson so benommen?


    Bin etwas ratlos - aber wie gesagt kann das am Vorlesen gelegen haben.


    Ich habe beim Vorlesen auch häufig das Problem, dass ich selbst gar nicht mitbekomme, was ich da lese. Ich warte mit meinen inhaltlichen Aussagen aber wieder, bis alle anderen durch sind, vielleicht können die ja deine Fragen schon beantworten :)


    Und wie gesagt, einige der Geschichten eignen sich wahrscheinlich nicht so gut als "Bedtime Stories", entweder, weil sie ziemlich vertrackt, oder weil sie eher unangenehm sind. Insbesondere die Geschichten in der zweiten Hälfte des Buchs möchte ich glaube ich nicht als Letztes vor dem Einschlafen hören :)




    Ich sehe schon, ich muss "Die Magier von Montparnasse" wirklich dringend nochmal lesen. Auch wenn das Erkennen von diesen kleinen Anspielungen nicht essentiell ist für das Verständnis der Geschichten, ärgere ich mich trotzdem, dass mir zwar hin und wieder etwas bekannt vorkommt, ich es aber nicht richtig zuordnen kann.


    Besagte Anspielungen werde ich in den entsprechenden Threads schon auflösen :) Und insbesondere Célestes Werdegang können wir vielleicht nach "Die Frau, der Magier ..." usw. mal kurz zusammenfügen, ohne zu viel zu spoilern. Aber natürlich freut es mich, wenn Leser ein zweites Mal zu meinen Büchern greifen, ich schreibe sie auch dahingehend, dass sie (hoffentlich) auch ein zweites Mal Spaß machen.



    Was ich witzig fand: Die Loa, die Macht von Sherlock Holmes und Dr. Watson ergreifen, scheinen ein Paar zu sein. In der Neuverfilmung von Sherlock mit Benedict Cumberbatch ist es ja gar nicht so abwegig, den beiden eine Beziehung anzudichten, die über Freundschaft hinausgeht...


    Die zarte Anspielung fand ich damals noch originell (die erste Fassung der Geschichte erschien 2010).


    Watsons Erzulie ist, stark vereinfacht, die "Liebesgöttin", Sherlocks Ghede und Lafayettes Baron Samedi quasi zwei Seiten derselben Medaille, Licht und Schatten. Papa Legba hat als Herr der Wegkreuzungen eine wichtige Vermittlerrolle zwischen den Welten. Jeder dieser Loa hat eigenen Attribute, mit denen seine Gläubigen ihn verehren und referenzieren (oder wie man als Ungläubiger vielleicht sagen würde, "spielen"): in der Geschichte z.B. Legbas Krücken, Ghedes totenkopfartige Erscheinung, Erzulies Schminke, und Samedis Zigarren und scharfe Getränke. Man findest im Internet (zB Wikipedia) sehr viel darüber, aber wie gesagt, mein Blick darauf ist natürlich der eines Außenseiters und von Rollenspielen und anderen Fiktionalisierungen geprägt. Worum es mir dabei ging, war, Spaß mit den Figuren zu haben und Sherlock einen Fall zu präsentieren, den er nicht als Sherlock lösen kann.

  • Was für ein Zufall, ich habe erst kürzlich einiges über Vodoo erfahren, daher habe ich die meisten Begriffe, wie Loa, Papa Legba, Damballah, veve usw. gekannt und verstanden. Auch, wie das mit dem Reiter und dem cheval funktioniert, war mir bekannt. Ich weiß nicht, ob ich eher Verständnisprobleme gehabt hätte, wenn ich mir darunter nichts hätte vorstellen können.


    Da ich ein Freund der Geschichten um Sherlock Holmes und Dr. Watson bin, war ich sehr gespannt auf diese Geschichte. Und ich finde, der große Detektiv und sein Assistent sind authentisch dargestellt. Wobei ich ziemlich grinsen musste, als ich mir Watson als Erzulie vorgestellt habe ;D


    Aber auch Valérie hat mir sehr gut gefallen und ich finde, sie kann Holmes beinahe das Wasser reichen, so schnell, wie sie seine falsche Identität enttarnt hat. Damit hat sie bei ihm Eindruck gemacht, was ihr wiederum seinen Respekt eingebracht hat. Das wird nicht nur in seinem Brief an sie klar, finde ich. Dass der Schädel nach dem Spiel der Geistwesen um ihn verschwunden ist, scheint nur Watson zu stören, Holmes hat mit so etwas sicherlich schon gerechnet. Und wahrscheinlich auch darauf gehofft, dass Valérie es schafft, die Alpträume von ihm zu nehmen.


    Was sie wohl mit dem Schädel gemacht hat? In jedem Fall finde ich es gut, dass sie niemanden den Schädel aushändigt, so dass keine Seite ihn für ihre Zwecke einsetzen kann. Außerdem ist der Schädel wieder da, wo er hingehört und als heilig verehrt wird und verstaubt nicht in irgendeinem Museum. Ich denke, Holmes ist ebenfalls nicht unglücklich über diese Lösung. Der Dieb Lavayette ist gestellt und auch Valérie konnte eine Art Genugtuung erfahren, für das, wass Lafayette ihrer Mutter angetan hat. Und ich hoffe, Valéries Wunsch, Celeste mit den goldenen Augen nie wieder zu begegnen, wird sich erfüllen.


    Die Idee, dass die Geistwesen um den Schädel spielen, fand ich gelungen, auch wenn Lafayette am Ende falsch speien will, aber diesmal geht seine Rechnung nicht auf, in dem er Holmes mit dessen Albträumen schlagen will.


  • Der Kampf um den Schädel ist aber noch nicht vorbei, es wurde nur dieses eine Spiel gewonnen - das nächste kann folgen. Die Kutscherin mit den goldenen Augen ist auch verschwunden, also liegt die Vermutung nah, dass es dazu noch einen weiteren Fall gibt oder das nächste Spiel an anderer Stelle stattfindet. Diese Andeutung, dass die Auseinandersetzung um den Schädel noch nicht zu Ende ist, passt für mich aber gut zur Geschichte des Schädels. Er ist einfach zu mächtig dafür ...


    Ja, ich denke auch, das war noch nicht das Ende und weitere Spiele werden folgen - was auch realistisch ist.


  • Ich warte mit meinen inhaltlichen Aussagen aber wieder, bis alle anderen durch sind, vielleicht können die ja deine Fragen schon beantworten :)


    Auf mich müsst ihr nicht warten, ich schließ mich je nach Möglichkeit bei der einen oder anderen Geschichte an, wenn das ok ist?


    Diese hier hab ich gelesen, aber ich muss gestehen, ich konnte eher wenig mit ihr anfangen :-[ Ich mag Sherlock Holmes einfach nicht und Geschichten mit ihm oder über ihn erzeugen bei mir immer einen gewissen Widerwillen.
    Das Voodoo-Thema hingegen fand ich sehr interessant.

  • oliver:
    An die von dir aufgeführte Passage hätte ich mich so en détail nicht mehr erinnern können - danke, dass du sie hier nochmal angeführt hast. Ich liebe solche Querverbindungen ja auch, wenn man über bekannte Personen noch etwas aush ihrer Vergangenheit erfährt. Oder wenn man Geschichten aus Geschichten weiterentwickelt, so dass es wie ein Netzwerk sich entwickelt.


  • Die Geschichte rund um den Schädel stand für mich aber gar nicht so sehr im Vordergrund, sondern eigentlich die Figuren. Valérie fand ich sehr geheimnisvoll und ich bin nicht ganz schlau aus ihr geworden.


    Stimmt, ich habe beim ersten Lesen auch mehr auf die Figuren geachtet. Und habe dann nochmal die Geschichte gelesen, um dann meinen Fokus auf den Schädel zu lenken ;D

  • Ich mag Sherlock, es ist die Art Krimi, die ich liebe, wo logische Verknüpfungen dazu führen, den Fall zu lösen.
    klar ist, dass er diesen Fall nicht lösen kann, denn hier hilft die Logik nicht. Die Logik bringt ihn dahin, zu der einzigen Frau, die den Fall lösen kann. Das gefällt mir besonders. Er ist eben ein kluger Charakter, der einsieht, wenn es keine logische Erklärung gibt, dass er, auch, wenn er nicht daran glaubt, trotzdem die Größe hat, um Hilfe zu bitten. Auch seine vorsichtige und Respektvolle Art gefällt mir.
    Ich glaube, dass er auch noch als er vor Valerie sitzt nicht so ganz an deren Möglichkeiten glaubt, dass sie von höheren Wesen informiert wird, denn er fragt nach den Indizien, aus denen sie ihr Wissen gezogen hat und hofft, sie wird ihm das irgendwann mal sagen. Nach dieser Nacht fragt er nicht mehr danach. Er als kluger Mann weiß einfach, wo man die Dinge ruhen lässt. Watson kann nicht aufgeben, das ist klar, denn er glaubt ja überhaupt nicht an Übersinnliches und er will nicht aufgeben. Dabei war der Fall ja schon gelöst. Das kriminalistische an dem Fall war, herauszufinden, wer den Schädel gestohlen hat und wo er sich befindet. Ihn zurückzuholen, dafür braucht man kein Denkgenie. Die Neugier läßt Watson aber nicht los. ja, das kann ich gut verstehen.
    Valerie ist eine sehr geheimnisvolle Person. Schade, dass sie die hier so tolerant und weise erscheint, nicht in der Lage ist, die Kluft der Welten zwischen sich und ihrem Vater nicht überbrücken kann. Sie scheint damit gut klar zu kommen, ihrem Vater bekommt dies nicht so gut. Er scheint sie zu vermissen. Wirklich schade.
    Der Dreh mit der Lügengeschichte ist wirklich nett. War es nun Lüge, war es die Geschichte, die der Gott für sie geschrieben hat? Es muss ja eigentlich so sein, aber sicher bin ich mir nicht. Es kam mir komisch vor, dass die Götter ein Kartenspiel wählen, um den Streit zu schlichten. Gott und der Teufel haben wenigstens immer um Seelen gespielt. Ein Kartenspiel schein mir ziemlich banal im Zusammenhang mit der Bedeutung des Schädels. Das klingt irgendwie nach Lügenvariante.

  • Valérie war für mich eine sehr charismatische Figur, die dem Weg ihrer Mutter folgt und den letzten Schritt doch noch nicht gegangen ist.


    Was aber ist der letzte Schritt? Ist ihre Mutter gegen das was sie tut oder ermutigt sie sie? So ganz klar ist mir das nicht geworden.


    Sie verrät nicht, was sie mit dem Schädel getan hat, Holmes reist also ohne einen Beweis ab, den Fall geklärt zu haben. Der Schädel wurde gefunden und wieder verloren, was mir wirklich gut gefällt, weil er nun zumindest in dem Land ist, in das er gehört. Allerdings ist Holmes dafür seine Alpträume los - eine nicht zu verachtende Entschädigung.


    das finde ich auch, habe mich für ihn gefreut.



    Der Kampf um den Schädel ist aber noch nicht vorbei, es wurde nur dieses eine Spiel gewonnen - das nächste kann folgen. Die Kutscherin mit den goldenen Augen ist auch verschwunden, also liegt die Vermutung nah, dass es dazu noch einen weiteren Fall gibt oder das nächste Spiel an anderer Stelle stattfindet. Diese Andeutung, dass die Auseinandersetzung um den Schädel noch nicht zu Ende ist, passt für mich aber gut zur Geschichte des Schädels. Er ist einfach zu mächtig dafür ...


    Ich dachte, sie hat es geschafft eine endgültige Lösung gefunden. Schließlich hat sie wohl einen mächtigen Helfer gehabt.

  • Aber auch Valérie hat mir sehr gut gefallen und ich finde, sie kann Holmes beinahe das Wasser reichen, so schnell, wie sie seine falsche Identität enttarnt hat. Damit hat sie bei ihm Eindruck gemacht, was ihr wiederum seinen Respekt eingebracht hat. Das wird nicht nur in seinem Brief an sie klar, finde ich.


    Der Respekt gilt der Frau, der Heilerin oder Priesterin, dem Glauben. Schließlich ist der Unterschied, dass sie intuitiv weiß, während er eine Denkleistung erbringen muss, um bestimmte Kenntnisse zu erhalten.


    Die Idee, dass die Geistwesen um den Schädel spielen, fand ich gelungen, auch wenn Lafayette am Ende falsch speien will, aber diesmal geht seine Rechnung nicht auf, in dem er Holmes mit dessen Albträumen schlagen will.


    Aber nur deshalb, weil er versucht, jemanden mit seinen Ängsten zu konfrontieren, der keine hat. Er reicht den Schädel ja nicht an Holmes sondern an den Gott in ihm.

  • @ Dani: Kein Problem! Warst ja eigentlich gar nicht angemeldet, freut mich aber, wenn Du mitmachst!


    @ Rhea: Kann sein, dass ich mir mit dieser angedeuteten "Lügenvariante" selbst ein Bein gestellt habe. Es ist tatsächlich nicht ganz klar, was wahr ist und was nicht. In jedem Fall muss (oder kann) der Bericht, den Valérie für Watson schreibt, nicht identisch mit dem sein, was sie als Erzählerin dem Leser mitteilt.


    Valérie ist (für mich zumindest) eine der etwas ruppigeren Frauenfiguren, die ich mir ein wenig bei meinem großen Vorbild Peter S. Beagle abgeschaut habe. Figuren wie Molly Grue (The Last Unicorn): einerseits stark und über den jugendlichen Unsinn der Welt erhaben, andererseits aber auch mit einem tiefen Schmerz, über den sie nicht gerne reden, besonders nicht mit neugierigen Lesern ;) Die Erzählerin aus "Die Insel" geht in eine ähnliche Richtung.


    Bonusfrage für Sherlock-Holmes-Fans: Irgendeine Idee, was eigentlich Sherlocks Problem hier ist? Man kann vielleicht darauf kommen, wenn man sich den Dialog auf S. 66 etwas genauer ansieht. Aber das ist wirklich nur eine Andeutung für Leser, die mit seiner Biografie vertraut sind.


  • Bonusfrage für Sherlock-Holmes-Fans: Irgendeine Idee, was eigentlich Sherlocks Problem hier ist? Man kann vielleicht darauf kommen, wenn man sich den Dialog auf S. 66 etwas genauer ansieht. Aber das ist wirklich nur eine Andeutung für Leser, die mit seiner Biografie vertraut sind.


    Das habe ich auch schon überlegt, leider habe ich bisher noch nicht alle Holmes-Geschichten gelesen, daher habe ich keinen wirklich zündenden Tipp :-[