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  • Ganz herzlichen Dank, dass ich bei dieser Leserunde dabei sein durfte. Ich habe jede Minute mit den Frauen genossen!
    Anbei meine Rezension zusammen mit den Links, wo sie jeweils gepostet wurde:


    Der Sommer der Suche


    Als junge Frau hat die 61-jährige Journalistin Nina in den Ferien in der Pension ihrerTante Theda auf Borkum gejobbt und in einem Sommer mit Klaas die Liebe ihres Lebens getroffen. Doch alles war von einem auf den anderen Tag vorbei, und Nina hat sich ihr ganzes Leben danach nicht von dieser zerbrochenen Liebe erholt. Nun kehrt Nina nach vielen Jahren der Abwesenheit zur Erholung von ihrem Burn-out in die Pension ihrer Tante Theda auf die Insel Borkum zurück und trifft dort ihre Nichte Rosalie an, die Tante Theda dort für einige Zeit zur Hand geht, bevor sich die alte Dame endgültig entscheidet, die Pension zu verkaufen. Gemeinsam verleben die drei Frauen eine Zeit der Erinnerung, der neuen Erfahrungen und der Entscheidungen für ihr weiteres Leben. Wird es mit der Pension Theda weitergehen?


    Sylvia Lotthat mit ihrem Buch „Die Inselfrauen“ einen wunderschönen, unterhaltsamen und emotionalen Roman vorgelegt, voller Musik und feiner Backwarenkunst, aber auch voller Herzschmerz und Vergänglichem. Der Schreibstil ist herrlich flüssig, der Leser spürt beim Lesen den Wind in den Haaren und den salzigen Geruch der Nordsee in der Nase. Die Landschaftsbeschreibungen sind so detailliert, dass man das Gefühl hat, sich sofort auf der Insel Borkum zurechtfinden zu können. Auch die spezifischen Eigenheiten der Borkumer wurden durch Redewendungen in Plattdeutsch sowie deren Sitten und Gebräuche sehr schön in die Handlung integriert. Die Geschichte selbst setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen, zum einen aus dem Gegenwartsteil im Jahre 2010 und zum anderen aus Ninas Erfahrungen in der Vergangenheit im Jahre 1967. Unterstützt wird die Handlung noch durch eingefügte Geschichten und Legenden, die das Leben der Borkumer Frauen in vergangenen Jahrhunderten beschreiben und Teile von Rosalies Diplomarbeit darstellen.


    Die Charaktere wurden von der Autorin liebevoll skizziert, wirken sehr authentisch und lebendig. Sie haben durchweg Ecken und Kanten, wirken manchmal nüchtern, rauh oder unnahbar, aber dann wieder gefühlsbetont und mit dem Herz auf der Zunge. Nina ist eine sehr sympathische Frau, die den Verlust ihrer ersten großen Liebe nie verwunden hat und deren Leben zwar den im Teenageralter gewünschten Verlauf genommen, ihr aber stattdessen nie mehr wirklich die Erfüllung gebracht hat, die sie sich erträumte. Mit 61 stellt sie nun fest, dass sie eigentlich recht allein ist und sich immer mehr von den Menschen zurückgezogen hat, um nicht nochmals so enttäuscht zu werden. Während ihres Aufenthalts auf Rügen und der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit kann man wunderbar beobachten, wie sich Nina immer mehr öffnet und sich entwickelt. Die alte Theda ist mit ihren 80 Jahren der vielen Arbeit müde und will ihr Lebenswerk verkaufen. Doch ihr Herz hängt daran und macht es ihr schwer, eine Entscheidung zu treffen. Da kommen ihre Nichte und ihre Großnichte gerade recht, um wieder etwas Schwung in die Pension und sie auf andere Gedanken zu bringen. Rosalie steht kurz vor dem Abschluss ihres Lehrerexamens und stellt plötzlich ihre Berufswahl in Frage. Auch ihre langjährige Beziehung zu ihrem Freund Fabian steht auf dem Prüfstand, zumal dieser für einen Job auf die andere Seite der Welt gezogen ist und die Beziehung momentan nur über SMS und Skype weiterläuft. Auch die anderen Protagonisten sind wunderbar in Szene gesetzt und bereichern die Handlung mit ihren eigenen Geschichten.


    „Die Inselfrauen“ ist ein herrliches Buch über den Umbruch im Leben, über die Suche nach sich selbst und den Kampf für das Glück im Leben, über die Musik, die einen über alle Jahrzehnte begleitet und über Entscheidungen, die gefällt werden müssen, um wieder in Zufriedenheit leben zu können. Ein wunderbares und emotionales Buch, dass jeden berühren wird. Absolute Leseempfehlung!


    Hier sind die dazugehörigen Links:


    http://www.amazon.de/gp/custom…l?ie=UTF8&ASIN=3734100593


    http://www.lovelybooks.de/auto…0-w/rezension/1235472188/


    http://wasliestdu.de/rezension/der-sommer-der-suche


    http://www.buechertreff.de/thr…via-lott-die-inselfrauen/


    http://www.reliwa.de/books/576052


    http://www.literaturschock.de/…lvia-lott-die-inselfrauen


    Nochmals ganz herzlichen Dank an den Verlag und die Autorin für das Belegexemplar und die wundervolle Geschichte.

    Einmal editiert, zuletzt von Dreamworx ()

  • Meine Meinung
    Das Buch ist auf zwei Ebenen geschrieben: einmal die junge Nina 1967 und heute die jetzige Nina 2010.
    Nina hat nach ihrem Studium als Auslandskorrespondentin die Welt gesehen. Aber ihre große Liebe konnte sie nicht vergessen. Die einzige längere Beziehung hatte sie mit Luis, der sie aber auch verließ, als sie krank wurde. Nach langer Krankheit ließ sie sich zurück nach Köln mit einer geringeren Stundenzahl versetzen. Während ihres Urlaubs auf Borkum bei Tante Theda wird ihre Liebe zum Backen entdeckt. Für die Frühstückspension backt sie die tollen Rezepte für die Borkum bekannt ist. Hier vielen Dank der Autorin für die Rezepte am Ende des Buches. Lecker.
    In den Zwischenkapiteln, die im Jahr 1967 spielen, lernen wir die junge Nina kennen, wie sie nach dem Abitur auf der Insel jobbte und ihre große Liebe Klaas Teerling kennen- und liebenlernten.
    Auf beiden Ebenen spielt die Musik eine große Rolle. Gedanklich tanzen die Leser zu den Songs der 60-70er Jahre.
    Das Ende ist sehr emotional und kann sensiblen Lesern die ein oder andere Träne kosten..

  • Hallo, hier meine Rezension, die heute im Blog http://www.buchjunkies-blog.de online gegangen ist:


    Inhalt:
    Borkum 1967: Nina verbringt den Sommer auf der beschaulichen Nordseeinsel aus Aushilfe in der Pension 'Bi Theda'. Gemeinsam mit ihrer Freundin Daggy macht sie in ihrer Freizeit den Strand unsicher und lernt dabei den Fischersohn Klaas kennen. Beinahe augenblicklich verliebt sie sich in ihn und weiß doch, dass ihre Liebe keine Chance hat, schließlich will Nina bald in Göttingen studieren und Klaas wird weiter bei seinem Vater arbeiten.
    Aber der Sommer ist noch lang und die Gefühle, die sie für Klaas empfindet wecken ganz neue Empfindungen in ihr.
    Aber Klaas ist nicht nur ein liebenswerter Kerl mit schönen Augen und zärtlichen Händen, er ist auch ein Musiker im Herzen und verarbeitet seine Gefühle für Nina in einem ganz besonderen Stück.


    Borkum 2010: Nina ist wieder auf Borkum, dieses Mal allerdings nicht als Aushilfe, sondern als Kurgast. Ihr Leben gleicht einer Achterbahn und ihr Körper hat die Reißleine gezogen - Burnout. Auf Borkum soll sie sich nun erholen, wieder zu sich selbst finden um dann im Herbst eine neue Stelle anzutreten.
    Zurück in der Pension 'Bi Theda' kommen allerdings nicht nur positive Gedanken auf. Nina erinnert sich an den schicksalhaften Sommer gut 40 Jahre zuvor und wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Vieles hat sich verändert auf Borkum und doch ist es immer noch das selbe.
    Gemeinsam mit ihrer Nichte Rosalie, die auf Borkum Tant' Theda hilft und nebenbei ihre Abschlussarbeit schreiben soll, findet sie eine Aufgabe.


    Aber die Idylle ist trügerisch. Theda ist inzwischen 79 und fühlt sich langsam nicht mehr in der Lage die Pension allein zu führen. Ihr Mann ist lange tot, ihre Kinder leben weit weg auf dem Festland. So steht der Plan, die Pension zu verkaufen und zu ihrer Tochter Alke zu ziehen. Für Rosalie ein Unding - Borkum ohne die Pension und Theda? Das geht doch nicht. Doch wie sollen sie ihr helfen? Auch Nina ist betrübt, kann Theda aber auch verstehen.


    Rosalie weiß nicht so richtig was sie im Leben will. Ihr Lehramtsstudium ist beinahe beendet und sie weiß bereits jetzt, dass sie damit nicht glücklich wird. Sie wünscht sich eine Familie, doch ihr Verlobter Fabian arbeitet gerade in China. Alles andere als eine gute Voraussetzung.
    Und dann ist da ja noch David und der One-Night-Stand.


    Meinung:
    Die Hauptrolle in 'Die Inselfrauen' spielen drei Generationen Frauen auf Borkum. Zum einen die Pensionswirtin Theda, die ihr Leben lang auf Borkum gearbeitet und gelebt hat; dann die junge Rosalie, die mit Borkum immer Freiheit verbindet und Nina, die nach schwerer Krankheit zurück ins Leben finden muss.
    Alle drei haben ihr eigenes Päckchen zu tragen und gehen verschieden an die Sache ran.


    Der Roman spielt in zwei Zeitebenen - einmal 1967 und einmal 2010 auf Borkum. Der Leser erfährt immer wieder Bruchstücke aus Ninas Vergangenheit, die Rosalie geschickt aus ihrer Tante heraus kitzelt. So kommt ihre Liebe mit Klaas ans Licht und man steuert immer wieder ein Stückchen mehr dem eigentlichen Showdown entgegen.
    Die Charaktere sind teilweise stark schwarz/weiß gestrickt. So ist der Verlobte Fabian eigentlich von Anfang an eine Anti-Person, das empfand ich als ungerecht. Während man Rosalie und Nina immer nur wohlwollend begegnet.


    Für mich war relativ schnell klar, wie dieses Buch enden wird und leider gab es auch keine überraschenden Wendungen mehr. Somit war es mir zu vorhersehbar, als dass es mich richtig fesseln konnte.
    Das Ende entsprach dann auch in jedem Punkt meinen Erwartungen.


    Nach den vorherigen Romanen 'Die Glücksbäckerin von Long Island' und 'Die Lilie von Bela Vista' habe ich mehr Tiefgang erwartet. Einzig die eingestreuten Berichte über Borkumer Frauen, die in Rosalies Arbeit vorkamen, haben einen Hauch Geschichtliches einfließen lassen.
    Für mich das bisher schwächst Buch der Autorin. Schade.


    Sorry, aber so richtig mitreißen konnte es mich einfach nicht.


    Die Rezension erscheint in den üblichen Bereichen: Amazon, Goodreads, BücherTreff, bookdate, bloggerportal, lovelybooks


    @Sylvia
    Ich habe noch 'Die Rose von Darjeeling' von dir und werde es nun doch endlich mal in die Hand nehmen. Ich denke es wird mich wieder mehr begeistern :bussi:

  • Meine Rezi ist auch bei:


    Buechertreff.de
    amazon.de
    thalia.de
    buechereule.de
    buecher4um.de
    Leselust.de
    goodreads.de
    mein Blog

  • :winken: Ich habe mich sehr gefreut hier mitgelesen zu haben. Es war wieder einmal ein wundervolles Buch, das mich wie gesagt zu Tränen gerührt hat. Und hier nun meine Rezension:

    In einer Frühstückspension auf der Insel Borkum treffen Frauen aus drei Generationen einer Familie aufeinander. Da ist zum einen Tante Theda, der die Pension gehört. Die alte Dame ist kurz davor die Pension zu verkaufen, da es keinen Nachfolger gibt und sie sich so langsam zur Ruhe setzen möchte. Doch so lange soll die Pension noch fortgeführt werden und so hilft, wie seit vielen Generationen üblich, ein junges Familienmitglied während der Saison in der Pension mit. Rosalie ist mit Begeisterung dabei. Vor allen Dingen freut sie sich auf das Wiedersehen mit ihrer Tante Nina. Diese kommt aber nur als Gast, nachdem sie sich aufgrund eines Burnouts und damit längerer Erkrankung vor Wiederaufnahme des Jobs noch etwas erholen möchte.

    Nina wird während ihres Aufenthaltes auf der Insel an eine frühere Zeit auf Borkum erinnert. Als junge Frau verbrachte auch sie ihre Ferien als Aushilfe bei Tante Theda. Einzelne Details dieser Zeit berichtet Nina nun auf Nachfrage ihrer Nichte Rosalie. Hierbei treten schöne Erinnerungen zutage, aber es werden auch alte Wunden wieder aufgerissen. Damals verliebte sich Nina in den jungen Fischer Klaas. Und nun scheint die Vergangenheit Nina einzuholen. Aber möchte sie das auch zulassen?

    Rosalie recherchiert nebenbei noch für ihre Examensarbeit als zukünftige Lehrerin. Dabei knüpft sie Kontakte zu Personen, die auch ihre Tante aus der Vergangenheit kennt. So nimmt Rosalie die Zügel in die Hand und spielt ein wenig Schicksal.

    „Die Inselfrauen“ ist ein zauberhafter Wohlfühlroman. Hier gibt es Glücksgefühle, Liebe und ganz viel Meer. Dabei werden alle Sinne berührt. Drei Frauen und ihr Leben und Schicksal werden beleuchtet und neue Weichen für die Zukunft gestellt. Besonders gut gelungen sind auch die Rückblicke in Ninas Jugend mit den damals aktuellen Themen freie Liebe, Rechte der Frauen, etc. Und auch die Musik kommt im Roman nicht zu kurz.

    Ein Buch zum Entspannen und Glücklichsein.

    Die Rezi ist auch hier zu finden:


    http://wasliestdu.de/rezension/die-inselfrauen
    http://www.lovelybooks.de/auto…0-w/rezension/1236995626/
    http://www.literaturschock.de/…scussions/review?id=10089
    https://literaturschock.de/lit….msg905647.html#msg905647
    http://www.amazon.de/gp/custom…l?ie=UTF8&ASIN=3734100593

  • Meine Meinung:


    Nina fährt bedingt durch eine gesundheitliche Auszeit aus dem Berufsleben nach vielen Jahren wieder nach Borkum. Dort hat sie 1967 als Endjugendliche einen Sommer in der Pension einer Verwandten verbracht. Jetzt im Jahr 2010 ist ihre Nichte Rosalie dort ebenfalls für einen Sommer in der Pension. Das Buch erzählt hauptsächlich die Geschichte der zwei Frauen in den beiden Zeitebenen 1967 und 2010 auf Borkum (und manchmal auch abseits). Dazu kommen noch ein paar historische Einblicke in die Geschichte Borkums und auch die Geschichte (zumindest die Gegenwärtige) der Pensionsinhaberin Tant' Theda fließt mit ein.


    Die Autorin gibt durch Vor- und Nachwort Einblicke darauf wie es zu der Geschichte kam und was sie inspiriert hat. Man kann es beim lesen sehr gut Nachempfinden.


    Typisch für das Buch sind die Anspielungen auf vielerlei Musik (siehe auch Vorwort und Inspiration zum Buch) sowie die Erzählungen über Norddeutsche (Ostfriesische?) Backwaren die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Dazu findet man am Ende des Buch passend auch die Rezepte (ausprobiert habe ich sie mangels Gelegenheit aber noch nicht).


    Fazit:


    Ohne das ich jemals auf Borkum war bekommt man gute Eindrücke sowohl vom Borkum in den 60ern als auch heute und es macht Lust auf Nordseeurlaub. Ein Buch fürs Herz!


  • @Sylvia
    Ich habe noch 'Die Rose von Darjeeling' von dir und werde es nun doch endlich mal in die Hand nehmen. Ich denke es wird mich wieder mehr begeistern :bussi:


    Das habe ich auch schon gelesen und fand ich mindestens genauso gut, wenn nicht besser :)

  • Vielen Dank an euch für das Erstellen der Leserunde und besonderen Dank an Sylvia für die Begleitung :)


    Hier ist meine Meinung zu dem Roman:


    Besonders gut gefällt mir bei dieser facettenreichen Geschichte die Konzentration auf einen ganz bestimmten Ort - die Nordseeinsel Borkum. Es ist ein beglückendes Leseerlebnis , den Schicksalen der Personen zu folgen, die alle mit dieser ostfriesischen Insel verbunden sind in der einen oder anderen Weise.
    So erinnern wir uns mit der mittlerweile 61-jährigen Nina an den Sommer 1967, den sie bei ihrer Tante Theda verbrachte, die auf der Insel eine Pension betreibt. Für Nina war das ein schicksalhafter Sommer kurz nach dem tragischen Tod ihres Vaters und bevor sie genau wusste, wohin ihr weiterer Lebensweg sie führen würde - zu einem Studium, hinaus in die weite Welt mit interessanten Reisen oder in die Geborgenheit einer Beziehung?
    Sie war damals in einer schwierigen Lebensphase und das hat sie misstrauisch und vorsichtig werden lassen, auch als sie den jungen Fischer und Bootsmann Klaas kennenlernt. Dennoch hat sie damals einen unvergesslichen, ereignisreichen Sommer auf Borkum verbracht, lebensfrohe junge Menschen getroffen und auch viel über sich selbst gelernt.
    Die Insel wird hier zum Mikrokosmos, in dem die Vergangenheit und das persönliche Erleben der Personen ebenso wichtig und präsent sind wie die Erzählgegenwart und neue Entwicklungen, die in die Zukunft weisen.
    Wir lernen viele wunderbare, liebenswerte und skurrile Insulaner und Zugereiste kennen,darunter auch Menschen, die nach dem 2. Weltkrieg als Flüchtlinge auf Borkum gestrandet waren und sich in ihrer neuen Heimat erst zurechtfinden mussten.


    Die Schönheit des Schauplatzes, die herrliche Inselnatur, getragen vom Rhythmus der Nordsee, sowie der allmähliche Spannungsaufbau, dramaturgisch auf verschiedenen Zeitebenen erzählt in einem ruhigen und doch intensiven sprachlichen Duktus machen den Roman zu einer genussvollen fiktiven Lesereise.


    :buchtipp: 5 Punkte

  • Mir ist es im Prinzip egal wo das Buch spielt, das wäre jetzt kein Kriterium nach dem ich das Buch auswähle. Wobei es Gegenden gibt wo generell weniger Bücher spielen (vielleicht auch nur Romane?) Aber Generell Russland, Asien Südamerika habe ich bisher wenige Bücher die dort spielen. Vielleicht(Vermutlich) ist es für die Autoren auch einfacher über einen Ort zu schreiben wo sie sich mit auskennen oder wo sie waren.
    Schwierig finde ich nur manchmal wenn man nicht weiß wie die Worte/Orte auszusprechen sind, dann verhaspelt man sich beim lesen irgendwie zumindest die ersten Male bei der Erwähnung.

  • Danke, dass ich hier mitlesen durfte. Ich habe den Roman mit Freude gelesen.


    Meine Rezension:


    INHALT
    Journalistin Nina, Anfang 60, reist nach 40 Jahren wieder auf die Insel Borkum, um sich nach ihrem Burnout eine Auszeit zu nehmen. Vor Ort erinnert sie vieles an ihre Jugendliebe, den Krabbenfischer Klaas, die leider dramatisch endete. Bis heute gibt es zwischen beiden ungelöste Fragen, da trifft es sich gut, dass Klaas momentan zufällig auch auf der Insel weilt...


    Die 25-jährige Lehramtsstudentin Rosalie wohnt wie ihre Tante Nina in der Pension Bi Theda, einer älteren Verwandten. Tante und Nichte verstehen sich blendend und weil Rosalie gerade an ihrer Examensarbeit über die Borkumer Inselfrauen sitzt, kommen auch längst vergangene Geschichten aus den Jahren 1967 und 1968 zur Sprache...


    MEINUNG
    Sylvia Lotts Roman "Die Inselfrauen" konnte mich vollkommen von sich überzeugen. Denn hier gehen Inselflair und Liebesgeschichte eine harmonische Verbindung ein.
    Die insgesamt 479 Seiten lesen sich sehr flüssig. Als Leser findet man sich trotz der wechselnden Erzählzeiten - 2010 und 1967 - innerhalb der Handlung gut zurecht und taucht Seite für Seite tiefer in die Geschichte und damit in das pralle Inselleben ein. Es ist ein bisschen wie Urlaub für die Seele.


    Die beiden Hauptprotagonistinnen Nina und Rosalie bilden das damalige und heutige Frausein ab. Es geht um Werte und Selbstverwirklichung. Heute wie damals ist die Vereinbarung von Karriere und Familie ein großes Thema. In beiden Fällen ist es die Liebe zu einem Mann und zur Insel, die verzweifeln, aber auch träumen lässt. Vor allem die romantische Komponente kommt nicht zu kurz, was vor allem die weibliche Leserschaft freuen wird. Emotionale Dramen liest doch jeder gern oder?


    An Lotts Roman hat mir besonders Ninas Geschichte gefallen, die Ende der 60er spielt und das damalige Lebensgefühl transportiert. Hier fand ich die Idee, zeitgenössische Musiktitel in den Text einzubinden, sehr gelungen und passend.


    Das sommerlich-leichte Cover versprüht eine Menge Urlaubsfeeling.

    FAZIT

    Ein leichter und unterhaltsamer Roman, der sich perfekt als Sommerlektüre eignet.


    Bewertung: 5 Sterne



    Rezilinks:
    https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv
    http://www.lovelybooks.de/auto…0-w/rezension/1237651505/
    http://www.literaturschock.de/…lvia-lott-die-inselfrauen
    https://literaturschock.de/lit…x.php?thread/40532.0.html

  • Die Inselfrauen
    Sylvia Lott


    Die Autorin Sylvia Lott entführt uns in ihrem Roman auf die Insel Borkum und insbesondere zur Journalistin Nina, ihrer Nichte Rosalie und Tante Theda, der Inhaberin einer Ferienpension.


    Nina sucht nach einem heftigen Burnout Erholung auf der Insel und trifft dort auf Klaas, ihrer ersten Liebe. Rosalie arbeitet an ihrer Examensarbeit und schreibt über die Borkumer Frauen. Tante Theda betreibt seit vielen Jahren ihre Ferienpension. Im Sommer helfen ihr Mitglieder aus der Familie, um ihr Taschengeld aufzubessern.


    Die Autorin versteht es, mit ihren wunderbaren Beschreibungen der Insel und der Küche uns Borkum schmackhaft zu machen. Am liebsten wäre ich gleich dorthin gefahren!


    Wir können in diesem Roman die unterschiedlichen Lebenswege der Protagonisten verfolgen. Die Schilderungen über berühmte Borkumer Frauen ist sehr interessant, und veranschaulichen den Kampf, dem sie in ihrem Leben ausgesetzt waren.


    Die Autorin hat in diesem Roman Gegenwart und Vergangenheit wunderbar verwebt.


    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Der Lebensweg verläuft nicht immer geradeaus. Manchmal schlägt das Schicksal zu. Aber es geht auf jeden Fall immer weiter!


    Vielen Dank an Sylvia für die Begleitung der Leserunde!