11 - Seite 450 bis Ende ("Diese Demütigung nähme ..." bis zum Ende)

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  • Der letzte Abschnitt ist gelesen und ich danke den Autoren, dass sie nicht irgendeine Art von unertragbarem Cliffhanger eingebaut haben. Mit dem hier angebotenem Ende der ersten Teil der Wettfahrt kann ich sehr gut leben. :)


    Dieses "Wer hat den größten" (Kopfschwänzler) Getue finde nach wie vor absolut daneben. (Frage an mich selbst: Wäre ich männlichen Geschlechts, könnte ich das Ganze dann besser nachvollziehen? ???) Auch auf dieser Seite ist Dank dem Ehrgeiz eines Drachenführers ein Mann völlig sinnfrei ums Leben gekommen. Obwohl ich das eher so nebenbei erzählt empfunden habe. Dass Asleif Ragnor am Ende selbst heim tragen will kam für mich absolut unnötig und "falsch" rüber. Wir reden hier schließlich von dem Mann der keine Minute vorher lachend an dem Riesenvieh hing und sich NULL Gedanken gemacht ob es seinen Untergebenen gut geht. Hauptsache er hat Spaß. Aber auf einmal ist wer gestorben, na dann sind wir alle man ganz doll betroffen... Von einem Mammut zerstampft zu werden ist für mich auch nicht gleichbedeutend mit einem ehrenvollen Tod im Kampf. Und am nächsten Tag ist das Thema dann auch gleich keines mehr. Die Szene war doch wirklich nur drin, damit man dem Saubermannimage des Titelhelden einen Mikrokratzer verpasst oder?
    Unabhängig davon fand ich die Vorstellung wie Phileasson an dem durchgehenden Kopfschwänzler hängt ziemlich witzig. Die war gut beschrieben und ich nehme unserem Helden auch absolut ab, dass er da Spaß dran hatte ;D


    Die Szene mit den Statuen war auch sehr schön. Ich hatte eine gute Vorstellung von dem Plateau und von den Statuen und hätte auch Vascal gerne den Mund verboten als er da völlig unbeeindruckt von der Erhabenheit des Momentes in Salarins Gedanken quatscht. >:( ;D


    Mir persönlich kommt es allgemein so vor als hat Phileasson das ganze Abenteuer hindurch besonders gut gewürfelt... Braucht fähigen Anführer und Kämpfer, kein Problem, trifft man mal eben im Wald. Sturm auf dem Meer? Kein Problem, wir schaffen es an den Strand. Mann über Bord, kein Problem, Elf kommt und rettet ihn. Niemand kennt sich in der Eiswüste aus, kein Problem, mal schnell ein paar Einheimische überredet mitzukommen. Eiswüste und weit und breit kein warmer Platz, kein Problem mit großartigen Erfrierungen, Elf kommt und heilt was geht. ... ganz nebenbei noch ein paar Schätze in nem ollen Boot gefunden. Check. ... Von Schneeschraten angegriffen, kein Problem, kurz Kind gerettet, alles wieder gut. Gruppenmitglieder stürzen in ein Geysirloch, kein Problem, die zieht man im letzten Moment raus. Eisigelsplitter vergiften Gedanken und töten fast unsere Geweihte, kein Problem, anderer Elf kommt und rettet sie. Nicht das größte Mammut bekommen, kein Problem, Hauptsache immer noch größer als das vom Widersacher (und wegen dem Kollateralschaden siehe oben...). Niemand weiß wo der Himmelsturm ist, kein Problem, Elf Nummer 2 kommt und hat rein zufällig ein uraltes magisches Artefakt dabei dass den Weg weisen kann. ...
    Wie viele nützliche Leute hat Phileasson jetzt eigentlich auf seiner Seite? Da wären die Leute aus der Original-Ottajasko minus 3 Kämpfer die im Dorf stiften gegangen sind, minus 1 Toter, plus ein brauchbarer Geweihter und ein geheimnisvolles, aber nicht unnützes Kind, die Nivesen nebst brauchbaren Schlittenhunden, ein paar nützliche Yetis und noch eine zweite sehr nützliche Elfe und auf dem Weg zum Himmelsturm. Auf Beorns Seite hätten wir Beorns Original-Ottajasko minus Hrolf, plus Galayne, minus 4 Kämpfer plus keiner Ahnung wo der Himmelsturm ist.... Tja, da steht die Waagschale ja ziemlich einseitig...
    ... nicht zu vergessen musste Beorn extra einen aus seiner Mannschaft opfern um endlich auch mal eine Elfen zu erhalten. Die Dinger sollten Handelsware sein, so nützlich wie die sind... :D



    Was bleibt für ein Gesamteindruck:



    Welche Stelle war für mich die spannendste?


    Wirklich mitgefiebert ob und wie sie es wohl überlebt, habe ich mit Fianna im Prolog.
    Als Phileasson Atagort unter der Brücke im Nebel findet war sehr spannend.
    Auch die Szene mit Beorn auf der Insel wo er Hrolf opfert fand ich bedrückend gut.
    Die nachfolgende Sturmfahrt auf Asleifs Schiff war auch sehr spannend.
    Bedrückend gut war die gesamte Fahrt in dem nebelverhangenem Packeis.
    Positiv bleibt für mich auch Beorns Mann zu Mann Kampf mit dem Schneeschrat im Gedächtnis.


    Welche Stelle fand ich am berührendsten?


    Mich persönlich berührt eher die Schönheit der Natur und die Erhabenheit vergangener Dinge. Von daher fand ich die Szene mit den Nordlichtern und die Elfengötterstatuen am berührendsten.
    Auf der menschlichen Seite war es wohl die Szene in der Eichwald Shaya von seinem Sohn erzählt.


    Welche Geschehnisse hätten knapper dargestellt werden können?


    Noch knapper? :o Das Buch war super geschrieben von der Seite her, dass es niemals langweilig wurde, immer irgendetwas passiert ist und kaum Erklärungen die Spannung unterbrochen haben. Wie alles hat auch das eben seine Schattenseiten. Ich mag gerne Hintergründe wissen und hätte mir an manchen Stellen gewünscht, dass Dinge erklärt werden. Andererseits: Wäre es dann immer noch so spannend und "Nach-vorne-gehend"? Ich würde mich ebenfalls für ein "Hinter-der-Kulissen"-Buch zur Saga interessieren. Am Besten mit vielen netten Illustrationen und im schicken Hardcover. Danke. Für sowas bin ich immer ein dankbarer Abnehmer :D


    Welche Figuren findet Ihr interessant (nicht unbedingt: sympathisch), welche haben Euch kalt gelassen?


    Kalt gelassen hat mich eindeutig Tylstyr. Nicht mal, dass er mir zwingend unsymphatisch ist. Ich interessiere mich so gar nicht dafür ob der nun dabei ist oder nicht. Wenn möglich würde ich ihn gern gegen Eddrik tauschen :D
    Weiterhin ist mir das Schicksal von Lenya bisher ziemlich egal, aber man hat ja auch fast nichts von ihr erfahren.
    Galandel berührt mich ehrlich gesagt auch nicht sonderlich. Plötzlich war sie da mit ihrem Wissen und den elfischen Kräften und natürlich kommt sie auch mit zum Turm. War doch klar. Mit Galayne ergeht es mir dahingehend ähnlich.
    Im Gegensatz dazu fiebere ich mich Salarin mit und hoffe das mit ihm da noch ein paar spannende Momente kommen und er uns die Götterwelt näher bringt.
    Beorn finde ich sehr faszinierend in dem Sinne, dass ich ihn einfach so gar nicht einschätzen kann. Ja sicher, er ist auf den ersten Blick ein egoistischer, ehrgeiziger, kaltherziger Plünderer, aber auch im Hinblick darauf, dass die Autoren gesagt haben, dass sie keine eindimensionalen Figuren mögen, erwarte ich da noch einiges von Beorns Team (ebenso von Ursa und Zidaine) ;)
    Phileasson wäre ja auch ganz interessant wenn dieser Mensch mal irgendwelche Ecken und Kanten hätte und ihm nicht alles so zufliegen würde >:(
    Ich hoffe auch dass Tjorne noch ein bisschen mehr in den Fokus rückt. Der fing im Hauptteil stark an, hat dann aber auch stark nachgelassen. Am Ende weiß ich über den nicht mehr als am Anfang. Da geht noch was. ^^
    Ansonsten mag ich besonders Shaya und hoffe sie wird die ganze Fahrt durchstehen. Irgendwer muss doch diesen Rüdenhaufen an Bord zusammenhalten ;D


    Was hat das Buch zu etwas Besonderem gemacht, und was hat gefehlt?


    Besonders: Auch wenn DSA mir zwar an sich ein Begriff war, habe ich die Welt und die Kampagnen immer ein bisschen ignoriert obwohl ich Fantasy sehr mag (Das mag auch daran liegen dass sich aus meinem Freundeskreis niemand sonst für Rollenspiel interessiert und es sich alleine echt schlecht spielt ;D). Aber dank euch muss ich mich auf meine alten Tage jetzt wohl doch noch damit beschäftigen. ^^
    Ich mag auch diese Verbindung von Fantasy und Wikingern sehr gern. Da kenne ich sonst nichts brauchbares in der Richtung, glaube ich...
    Und natürlich gibt es die unterschiedlichsten Charaktertypen bei denen sicher jeder Leser welche findet mit denen er mitfiebert.
    Gefehlt haben mir manchmal ein paar weiterführende Erklärungen, aber wie gesagt verstehe ich warum die nicht so im Buch sind. Trotzdem wäre es für mich von Interesse. Mir fehlen auch noch einige Szenen mit Figuren die nur kurz erwähnt wurden und dann wieder abgetaucht sind, aber klar, es ist erst der erste Teil von 12 geplanten. Da ist noch Platz für alle möglichen Leute und ich hoffe in Band 2 werden nochmal ein paar andere in den Fokus gerückt :)
    Ansonsten hoffe ich darauf noch mehr göttlichen Wundern und vielleicht Göttern selbst zu begegnen.


    Wenn Ihr eine Frage stellen könntet, die in den Folgebänden beantwortet wird - welche wäre es?


    Haben Elfen wirklich keine Körperbehaarung unterhalb der Augen? ;D
    Nee, Spaß beiseite. ... Was ist mit Eddrik passiert und was hat es mit dieser geflügelten Sonne auf sich? ???



    Und natürlich werde ich die Folgebände lesen, das wohl!


  • ... nicht zu vergessen musste Beorn extra einen aus seiner Mannschaft opfern um endlich auch mal eine Elfen zu erhalten. Die Dinger sollten Handelsware sein, so nützlich wie die sind... :D


    Gute Idee, ich nehme auch direkt einen ;D



    Haben Elfen wirklich keine Körperbehaarung unterhalb der Augen? ;D


    Na, da sind wir ja jetzt schon zu zweit, die das wissen wollen ;D

  • Hallo zusammen,


    das war ein spannendes Ende und ich würde am liebsten gleich weiterlesen! 8) Ich fand es aber gut gemacht, dass uns am Ende kein fieser Cliffhanger quält, sondern mit dem neuen Kurs vor Augen nicht nur ein Etappenende, sondern uns bereits ein Reisefieber erzeugender "Türöffner" für den nächsten Teil geboten wurde.


    Das Treffen mit Zidaine haben wir gar nicht erlebt, sondern nur in einer kurzen Erwähnung erfahren, dass es überhaupt stattgefunden hatte. Das hat mich überrascht. Hier habt ihr Autoren ganz schön mit den Erwartungen der Leser gespielt und seid dann gar nicht darauf eingegangen. Das ist wirklich gemein >:( aber sehr spannend, weil das Rätseln nun weitergehen kann. ;D


    Und hier zeigt sich Phileasson also mal von einer negativen Seite. Sein uns schon bekannter Starrsinn, wenn es darum geht, Beorn zu übertrumpfen (ich sag ja, Kindergarten: "Meine Sandkuchen sind aber viel größer als deine" - "Gar nicht", klatsch mit der Schaufel drauf, "siehst du!") hat nun sogar einen Todesopfer gefordert. :( Mich hat Phileasson hier wütend gemacht. Klar wollte er ein größeres Mammut, das konnte ich schon nachvollziehen, auch wenn ich das übertrieben gefährlich fand, aber als er dann das größte wollte, habe ich gedacht, jetzt reicht es! Ist er denn noch bei Verstand? Wie will er das denn transportieren! Will er die ganze Mannschaft in Gefahr bringen? ::) Hier war er mir zum ersten Mal richtig unsympathisch. Und dass aufgrund seiner Jagd dann ein Mitglied seiner Mannschaft sterben musste, fand ich das so unnötig. Ein kleines Mammut hätte die Aufgabe auch erfüllt und Ragnor wäre vielleicht - ganz bestimmt - noch am Leben. Ich muss sagen, mir ging es dann auch so wie Raidrier, dass ich dann gar nichts daran berührend fand, als er den Toten mit eignen Händen wegtrug. Das erschien mir wie Hohn. Es gäbe keinen Toten zum Wegtragen für Phileasson, wenn er sich nicht so blöd verhalten hätte.


    Andererseits bin ich sogar fast froh, dass Phileasson nun auch mal eine negative Seite gezeigt hat. So viele guten Handlungen und Eigenschaften sind ja fast schon wieder gruselig und zu schön um wahr zu sein. Vielleicht ist Phileasson ja doch ein Mensch. ;D ;)


    Die Szene auf de Plateau mit den Götterstatuen hat mir sehr gut gefallen. Sie strahlte eine ganz besondere Atmosphäre aus, finde ich. Ich bekam fast eine Gänsehaut, weil die Szene fast magisch wirkte. Schön und sehr passend fand ich dabei auch Phileassons Geste mit dem Geschenk, die einfach sehr gut dazu passte. Mir ging es auch so, dass ich Vascal und Tylstyr am liebsten den Mund zugehalten hätte, weil sie mit ihrem Geplapper wie nervige Eindringlinge wirkten. ;D



    Was es wohl mit dem warmen Energiefluss auf sich hat, den Leomara an diesem Ort spürt? Aber ich denke nicht, dass es sich hier um etwas Böses handelt. Vielleicht sind es ja die Schwingungen der Götter, die sie an diesem besonderen Ort verspürt.


    Hier hatte ich das Gefühl, es könnte etwas/jemand in sie eingedrungen sein. Z. B aus der Statue raus in ihren lebendigen Körper und dort als warme Energie für sie spürbar. Vielleicht ist sie nun nicht mehr nur der Mund für eine fremde Stimme, sondern auch der Körper für einen fremden Geist?


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf das nächste! :)



    Ein paar Antworten zu Bernds Fragen:


    Also - welche Stelle war für Euch die spannendste oder berührendste?


    Eine der spannendsten Stellen, weil auch atmosphärisch so schön unheimlich, war die Fahrt in Nebel und Eis. Mit am Berührendsten war für mich der Moment, als Shaya das Schratbaby rettete, nicht nur wegen des süßen Babys, sondern auch, weil ich mich für Shaya sehr gefreut habe, weil sie damit selbst einen so berührenden und erfüllenden Moment erleben durfte, wie sie ihn doch so sehr braucht.


    Bei welcher hättet Ihr Euch gewünscht, dass die Geschehnisse knapper behandelt würden?


    Da fällt mir nichts ein.


    Welche Figuren findet Ihr interessant (nicht unbedingt: sympathisch), welche haben Euch kalt gelassen?


    Die meisten Figuren finde ich interessant, also auch Cunia, die zwar nur einen kurzen, aber irgendwie unheimlich wirkenden Auftritt für mich hatte. Ich könnte also fast jeden aufzählen. Besonders interessant finde ich Shaya, weil sie für mich hier die bisher stärkste Entwicklung gemacht hat, bzw. ich bei ihr am meisten spürte, wie sie für und mit sich kämpft und wächst. Salarin, weil er eine so besondere, so unnahbare und gleichzeitig auch verletzliche Ausstrahlung hat und mich damit berührt (und mich unfreiwillig zum Lachen bringen kann) und Irulla, weil sie so schräg ist, dass sie einfach neugierig macht und ich mehr von ihr erfahren will (und das, obwohl ich Spinnen hasse!). Galayne finde ich auch interessant, weil ich ihn nicht greifen kann und er eine so dunkle Ausstrahlung hat, die einen so irritierend sympathischen Moment den Schneescharten gegenüber hatte, der so gar nicht passen wollte zu meinem sonstigen Eindruck (und natürlich will ich wissen, welches Geheimnis er verbirgt). Dann noch Eddrik und Fianna, weil ich wissen will, wo sie sind und sie mich daher sehr beschäftigen (und damit auch Zidaine, weil ich wissen will, ob sie vielleicht Fianna ist).


    Eher kalt gelassen haben mich bisher der sich selbst bemitleidende Tjorne und auch mit Tylstyr wurde ich leider nicht so richtig warm. Insgesamt ist die ganze Mannschaft von Beorn mir noch nicht so nah wie die von Phileasson, aber das ist ja klar, wenn man von ihr weniger zu lesen bekam. Da bin ich aber sehr gespannt auf die weitere Handlung und was sich dabei dann für Einblicke ergeben werden.


    Was hat das Buch zu etwas Besonderem gemacht, und was hat gefehlt?


    Für mich ist das Besondere die große Aufgabe, die sich über die ganze Reihe zieht, also das Lösen von mehreren nach und nach vorgegebenen Rätseln. Ich liebe solche "Schatzsuchen", hier sogar als Wettkampf. Und das in einer Kombination aus Abenteuer und Fantasy, das macht sehr viel Spaß und ist spannend, ich komme dabei ein bisschen in "Indiana-Jones" und "Monkey-Island" Stimmung. So ein bisschen Adventure-Fantasy-Rollenspiel-Stimmung. ;D ;) Gefehlt hat mir hier nichts!


    Und, da es eine Reihe ist: Wenn Ihr eine Frage stellen könntet, die in den Folgebänden beantwortet wird - welche wäre es?


    Eine Frage soll es sein und das bei so vielen, die im Kopf herumschwirren? Na gut...... Die eine drängende Frage ist natürlich: wo ist Fianna?


  • Dieses "Wer hat den größten" (Kopfschwänzler) Getue finde nach wie vor absolut daneben.



    Ein kleines Mammut hätte die Aufgabe auch erfüllt und Ragnor wäre vielleicht - ganz bestimmt - noch am Leben.


    "Das schlaue Pferd springt nicht höher, als es muss." ;D
    Aber das ist nicht Phileassons Motto. Er will nicht einfach nur mit so wenig Mühe wie möglich knapp gewinnen. Er will für alle Zeiten klar machen, dass er, und nur er, der König der Meere ist und niemand anderes, insbesondere nicht Beorn, für diesen Titel infrage kommt.



    Wir reden hier schließlich von dem Mann der keine Minute vorher lachend an dem Riesenvieh hing und sich NULL Gedanken gemacht ob es seinen Untergebenen gut geht. Hauptsache er hat Spaß. Aber auf einmal ist wer gestorben, na dann sind wir alle man ganz doll betroffen... ... Und am nächsten Tag ist das Thema dann auch gleich keines mehr.
    ...
    Unabhängig davon fand ich die Vorstellung wie Phileasson an dem durchgehenden Kopfschwänzler hängt ziemlich witzig. Die war gut beschrieben und ich nehme unserem Helden auch absolut ab, dass er da Spaß dran hatte


    Dein Verständnisproblem ist mir noch etwas unklar.
    Die Männer haben unheimlich Spaß, also denken sie nicht groß an Folgen. Sie genießen den Augenblick. Dann bemerken sie, dass einer von ihnen ums Leben gekommen ist, und die Stimmung schlägt um. Was ist daran unklar?
    Es ist auch hinterher noch Thema - während Crottet, Galandel und Salarin am See zurückbleiben, bestatten die anderen Ragnor.



    Mir persönlich kommt es allgemein so vor als hat Phileasson das ganze Abenteuer hindurch besonders gut gewürfelt... Braucht fähigen Anführer und Kämpfer, kein Problem, trifft man mal eben im Wald. Sturm auf dem Meer? Kein Problem, wir schaffen es an den Strand. ...


    Phileasson ist oft erfolgreich (obwohl Beorn zuerst ein Mammut fängt ...), und er erreicht seine Ziele durch seine Führungsqualitäten, indem er die richtigen Leute auswählt und diese richtig einsetzt. Das unterscheidet ihn von vielen Fantasyhelden, die als "einsame Wölfe" alles selbst machen.
    Aber ist "Glück" bzw. "besonders gut gewürfelt" dafür die richtige Beschreibung? Dann hätte er gar nicht an der Reise teilnehmen müssen, und alles hätte sich auch ohne ihn "glücklich gefügt"? Wäre die Seeadler ohne seinen Beitrag in den Hafen von Olport gekommen? Hätte man den Streit mit den Schneeschraten ohne ihn so schnell beigelegt?
    Es gab einige Stellen, an denen die Leserunde einhellig der Meinung war, dass sich eine Situation unter Beorns Führung vollkommen anders entwickelt hätte - also scheint Phileasson einen prägenden Einfluss zu nehmen ...
    Ich stimme aber zu, dass ab und zu auch etwas gründlich schiefgehen muss, um die Gefahr vor Augen zu halten. Ragnor - der Erste, der in diesem Buch verkündet hat, er wolle mit dem Foggwulf fahren - ist tot, und er bleibt tot.



    Mich persönlich berührt eher die Schönheit der Natur und die Erhabenheit vergangener Dinge.


    Da hält Die Phileasson-Saga noch Einiges bereit ... ;)



    Ich würde mich ebenfalls für ein "Hinter-der-Kulissen"-Buch zur Saga interessieren. Am Besten mit vielen netten Illustrationen und im schicken Hardcover.


    Etwas in der Art haben wir mit Ulisses (dem Rollenspielverlag) andiskutiert, vielleicht wird das noch realisiert.



    Kalt gelassen hat mich eindeutig Tylstyr.
    ...
    Ansonsten mag ich besonders Shaya und hoffe sie wird die ganze Fahrt durchstehen.



    ... und auch mit Tylstyr wurde ich leider nicht so richtig warm.


    Das ist vom schriftstellerischen Aspekt wirklich eine schöne Sache: Die Lieblingsfiguren der einen lassen andere vollkommen kalt und umgekehrt - für jeden ist etwas (jemand) dabei - wie im echten Leben ...
    :jakka:



    Ich mag auch diese Verbindung von Fantasy und Wikingern sehr gern. Da kenne ich sonst nichts brauchbares in der Richtung, glaube ich...


    Die Elfen von Kollege Hennen greift diese Motive ebenfalls auf ... ;)



    das war ein spannendes Ende und ich würde am liebsten gleich weiterlesen!


    :freu:



    Klar wollte er ein größeres Mammut, das konnte ich schon nachvollziehen, auch wenn ich das übertrieben gefährlich fand, aber als er dann das größte wollte, habe ich gedacht, jetzt reicht es! Ist er denn noch bei Verstand?


    Nur bedingt. ;D



    Ich muss sagen, mir ging es dann auch so wie Raidrier, dass ich dann gar nichts daran berührend fand, als er den Toten mit eignen Händen wegtrug. Das erschien mir wie Hohn. Es gäbe keinen Toten zum Wegtragen für Phileasson, wenn er sich nicht so blöd verhalten hätte.


    Auch das ist wieder sehr interessant in der Wirkung des Textes: Dieses Wegtragen von Ragnor haben ja bereits mehrere als eine der stärksten Szenen nicht nur des Leseabschnitts, sondern des gesamten Romans empfunden. Ich glaube, daran sieht man, dass die Wirkung eines Texts entscheidend davon abhängt, welchen Hintergrund der Leser hat und auch davon, in welcher Stimmung er sich befindet, wenn er die Passage liest. Manchmal liest man ein Buch ja auch nach einigen Jahren nochmals und es wirkt ganz anders als beim ersten Mal, obwohl der Text natürlich gleich ist.



    Die Szene auf de Plateau mit den Götterstatuen hat mir sehr gut gefallen. Sie strahlte eine ganz besondere Atmosphäre aus, finde ich. Ich bekam fast eine Gänsehaut, weil die Szene fast magisch wirkte.
    ...
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf das nächste! :)


    :freu:

  • :totlach: :totlach::daumen:

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Und wieder wurde so schön mit den Erwartungen der Leser gespielt - da macht man sich so einige Gedanken über das Krebsessen, und dann wird das in einem Nebensatz abgehandelt. :auslach: Die beinahe andächtige Stille ist mir aber doch im Kopf hängen geblieben.


    Wie zu erwarten vergisst der Foggwulf alle anderen Mammuts, als er den König des Tals sieht - natürlich muss es der sein! Das ist zwar unklug, passt aber zu ihm, zumindest so wie ich ihn bisher kennengelernt habe. Die Vernunft ist nicht immer sein bester Freund. ;) Meiner aber auch nicht, denn als das Mammut Salarin erwischt hat, hab ich einen ordentlichen Schreck bekommen und schon befürchtet, dass ich meine Fast-Lieblingsfigur gleich im ersten Band gehen lassen muss. Da habe ich also noch mal Glück gehabt, dafür aber Ragnor nicht. Die Szene, in der Phileasson seine Leiche allein tragen wollte, hat mir gut gefallen und ging mir nah. Sie zeigt auch, was er da für ein Selbstverständnis hat.


    Galandel spricht über ihre Vergangenheit - und über die Götter der Elfen. Dass es sie erzürnte, wenn Elfen zu hoch strebten. Dazu passt das so andere Lied vom Himmelsturm, in dem sich das alte Volk einen gottgleichen Status anmaßte, als Herrscher der Natur. Der Himmelsturm war ihre Stadt und diese streckte sich den Göttern entgegen - das stelle ich mir sehr imposant und auch überheblich vor. Da kommt im nächsten Band sicher einiges düsteres, zumindest könnte ich mir das gut vorstellen. Die Überlebenden des Gemetzels sollen die Vorfahren der Firn- und Auelfen sein. Aber woher stammen die anderen Elfen ab? Oder entwickelten diese sich erst später aus ihnen?


    Neugierig macht mich auch Irullas Aussage zum Turm, dass dort der alte Tod schläft. Spürt oder weiß sie da wieder etwas anderes, oder liegt es einfach nur daran, dass sie überall den Tod sieht bzw. sehen möchte? Crottet kennt wieder eine andere Geschichte zum Himmelsturm (überhaupt bin ich sehr neugierig auf mehr über ihn und die Nivesen an sich, hoffentlich kommt da noch was).


    Dieser Ort auf dem Plateau mit den Götterstatuen und dem Altar fand ich sehr besonders, nicht nur von den wunderbaren Beschreibungen her - das ging bei mir emotional auch sehr tief. Vascal und Tylstyr hätte ich am liebsten den Mund zugehalten, damit ich die Atmosphäre in Ruhe in mich aufnehmen kann. Wissbegierige Plappermäuler. ;) Das Gebet des Foggwulfs fand ich sehr respektvoll und ich frage mich, ob solche Dinge am Ende auch wichtig für die Bewertung durch die Geweihten sind. Das mit der Genehmigung zum Jagen geht ja auch in die Richtung.


    Ohms Missmut ist mir ein Rätsel. Ich kann gut nachvollziehen, wenn einem dieser Ort durch die alte Macht nicht geheuer ist (wie bei Crottet), aber Missmut? Erst gegenüber Vascal bzw. seinem Gott und nun gegenüber den alten Elfengöttern bzw. der Macht dieses Ortes. Es wird Zeit, dass wir mehr über Ohm erfahren ...


    Jeder Elf hat ein Schicksal, das er erfüllen soll - und wenn die Bestimmung erreicht ist, leuchtet ein Funken des Lichts auf, aus dem sie alle kamen. Aber was kommt danach? Galandel stellt sich da eine spannende Frage. Und diese große Leere ... Salarin muss an ein namenloses Grauen denken, das denn Sternenwall zerriss. Was steckt da für eine Geschichte dahinter? Und warum muss ich jetzt an Galayne denken, der sich ja vielleicht so vor dem Mondlicht schützen muss, weil die Macht in ihm aus dieser Leere kommt? Vielleicht ein Elf, der seine Bestimmung erreicht hatte und vergangen/gestorben ist und in der Leere auf eine Rückkehr drängt?


    Das Symbol der geflügelten Sonne bringt Cellyana wieder ins Spiel. Welche Gründe hat ihr immenses Interesse an den Elfen? Gibt es einen geheimen Bund oder so etwas und sie ist eine Nachfolgerin von der Frau aus Leomaras Vision? Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass dieser Ring "nur" Schmuck ist.
    Und Salarin erkennt, dass die Götter zu seinem Schicksal gehören, aber nicht sein Schicksal sind. Das hört sich an, als wäre er schon einen klitzekleinen Schritt weiter gekommen. Ich bin gespannt, was der Himmelsturm für seine Suche bedeutet.


  • Also - welche Stelle war für Euch die spannendste oder berührendste?


    Die spannendste Stelle war für mich, als die Seeadler im Eis festsaß. Und die berührendste die im Heiligtum der alten Elfengötter.



    Bei welcher hättet Ihr Euch gewünscht, dass die Geschehnisse knapper behandelt würden?


    Bei keiner, es war mehr andersherum - zu manchen Dingen hätte ich mich über ein klein wenig mehr Hintergrund gefreut. Vor allem betrifft das die Götter. Allerdings kann ich auch verstehen, dass da die Gefahr besteht, andere Leser zu langweilen, die nicht so auf den ganzen Götterkram abfahren. Aber vielleicht als Zusatzinfo auf der Phileasson-Seite?



    Welche Figuren findet Ihr interessant (nicht unbedingt: sympathisch), welche haben Euch kalt gelassen?


    Es gibt so viele interessante Figuren! Meine Lieblingsfigur ist wohl Galayne (er wird also ganz sicher sterben), haarscharf gefolgt von Salarin. Dann Galandel, Shaya, Eichward, Ohm (auch wenn ich ihn gerade nicht so verstehe), Irulla (trotz meiner Spinnenphobie), Tylstyr, Vascal. Spannend finde ich auch Zidaine (unabhängig davon ob sie jetzt Fianna ist oder nicht) und Beorn.
    Eher kalt gelassen haben mich Ursa, Olav und Tjorne.



    Was hat das Buch zu etwas Besonderem gemacht, und was hat gefehlt?


    Es hat sehr intensiv auf mich gewirkt, ich war schnell mitten in der Geschichte - auch emotional. Die Mischung aus Fantasy und Abenteuergeschichte, aufgehängt an dem großen Wettstreit mit den einzelnen Aufgaben. Aber auch die verschiedenen Kulturen und die vielen spannenden Figuren, die sich auch gerne mal im grauen Bereich bewegen.
    Gefehlt ... Etwas mehr Szenen von der Seeschlange, um auch diese Ottajasko näher kennenzulernen. Beim Rest ist das mehr meiner Neugier geschuldet, ich hätte gern ein wenig mehr Hintergrundwissen gehabt. Wie weiter oben geschrieben zu den Göttern oder auch zu den Völkern/Gegenden, also z.B. den Nivesen, Andergast, das Liebliche Feld.



    Und, da es eine Reihe ist: Wenn Ihr eine Frage stellen könntet, die in den Folgebänden beantwortet wird - welche wäre es?


    Was passiert, wenn ein Elf seine Bestimmung erreicht hat?


  • Das Symbol der geflügelten Sonne bringt Cellyana wieder ins Spiel. Welche Gründe hat ihr immenses Interesse an den Elfen? Gibt es einen geheimen Bund oder so etwas und sie ist eine Nachfolgerin von der Frau aus Leomaras Vision? Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass dieser Ring "nur" Schmuck ist.


    Ja, hier scheint es eine engere Verbindung zu geben, als nur ein Interesse an Elfen. Ich habe bei der Szene/Vision auch gedacht, ob diese Frau vielleicht Cellyana sein könnte oder eine Nachfahrin von ihr. Und dass ihr Wunsch, dass Tylstyr Buch führt über alles, was er über Elfen erfährt, vielleicht nicht nur Neugier ist, sondern der Drang, Informationen über die Geschehnisse/Entwicklungen zu erhalten, weil sie selbst in irgendeiner Weise persönlich darin verwickelt ist/Einfluss nehmen will oder kann. Das würde aber bedeuten, dass sie eine direkte Verbindung zu dem Buch haben müsste, es also irgendwie magisch sein müsste und sie gleich lesen können muss, was Tylstyr schreibt, während er es tut.


  • Dein Verständnisproblem ist mir noch etwas unklar.


    Es gibt doch gar kein Verständnisproblem meinerseits.... ??? Aber du fasst das Leid, das sich durch alle Welten und Zeiten zieht schon fantastisch zusammen:

    Die Männer haben unheimlich Spaß, also denken sie nicht groß an Folgen. Sie genießen den Augenblick.


    :-\
    Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wie ichs besser erklären könnte, aber: Mir persönlich ist dieses Verhalten völlig fremd. Vor allem wenn ich in einer Position bin in der ich für die Sicherheit Untergebener verantwortlich bin, und nichts anderes ist Phileasson hier als Drachenführer. Da muss man halt mal sein eigenes Spaßempfinden hinten an stellen und tun was sinnvoll ist. Von einem nicht geringen Teil der Leser wird er ja als bester Drachenbootführer der Welt gefeiert. Schön. Aber dann erwarte ich halt auch entsprechendes Verhalten. Aber erstmal im eigenen Ego schwelgen und die Sau raus lassen, während Leute die mir anvertraut sind sinnfreie Tode sterben, die hätten verhindert werden können wenn ich mich entsprechend meines Ranges benommen hätte... Nein. Das ist für mich nicht eines großen Anführers würdig.


    Aber unabhängig davon:
    Ich fand dann halt auch den Wechsel vom unbedachten, kindlichen Rumbalgen zum ernsten, sorgenvollen Anführer einfach viel zu schnell. Jetzt wo ich grad darüber nachdenke: Das hier ist eine Szene die mehr Zeit hätte haben können um nachvollziehbarer rüberzukommen.



    Phileasson ist oft erfolgreich (obwohl Beorn zuerst ein Mammut fängt ...), und er erreicht seine Ziele durch seine Führungsqualitäten, indem er die richtigen Leute auswählt und diese richtig einsetzt. Das unterscheidet ihn von vielen Fantasyhelden, die als "einsame Wölfe" alles selbst machen. ... ...
    ... Es gab einige Stellen, an denen die Leserunde einhellig der Meinung war, dass sich eine Situation unter Beorns Führung vollkommen anders entwickelt hätte - also scheint Phileasson einen prägenden Einfluss zu nehmen ...


    Ich mag einsame Wölfe. So. Jetzt ist es raus. :-[


    Natürlich wären die Entwicklungen andere, es würden ja andere Entscheidungen getroffen. Ob sie besser gewesen wären wissen wir aber nicht. Man dichtet nur Beorns Ottajasko das schlimmste an und sieht dagegen Phileasson mit seinen vielen Helfern immer erstrahlen. Übrigens fällt mir bisher nur eine einzige Stelle ein über die in dem Zusammenhang vermeintlich Einhelligkeit besteht. Die mit dem Schneeschratbaby. Zum Glück bin ich gegen diese gewollten Niedlichkeitsfaktoren ziemlich immun. Ja, das arme Baby, und es ist so flauschig und so allein und so weiter. Aber ganz pragmatisch gesehen haben wir hier einen Wettbewerb zu gewinnen. Jede der Handlung der beiden Kontrahenten richtet sich danach aus. Unser Trupp ist bereits dezimiert, der Weg noch weit und wir ohne Plan. Es ist saukalt, das Essen ist schlecht. Der Mannschaft geht es psychisch gesehen nicht gut, physisch auch nicht so dolle. Und hier liegt es nun. Weit und breit verlassen in einer schneeweißen Welt und man weiß nicht wie man es durchbringen soll und überhaupt ist es ein Klotz am Bein. Theoretische Annahme: Asleifs Trupp hätte die Schneeschrate nicht getroffen. Was hätte aus dem Schratbaby werden sollen? Wie lange hätte man noch Essen für es gehabt, wer soll es den ganzen Weg tragen und hätte Shaya es mit in den Turm nehmen sollen oder wie? ???
    In der Überlegung ist doch auch die Frage enthalten ob die Entscheidung die hier Beorn in dem Fall angedichtet wird nicht die humanere in der Situation gewesen wäre...


    .... Uiuiui... Jetzt habe ich mich bestimmt ganz doll unbeliebt gemacht ... :wegrenn:
    Bitte nicht zu sehr hauen :angst:




    Die Elfen von Kollege Hennen greift diese Motive ebenfalls auf ... ;)


    Danke für den Tip. Ganz offensichtlich muss ich mir nun doch wieder ein weiteres Bücherregal zulegen. Meine Wohnung hat zu wenig Wände ;D


    Ich glaube, daran sieht man, dass die Wirkung eines Texts entscheidend davon abhängt, welchen Hintergrund der Leser hat und auch davon, in welcher Stimmung er sich befindet, wenn er die Passage liest.


    Ja es wäre doch auch sehr langweilig auf dieser Erde wenn wir alle gleich denken würden. :)


    Ich habe bei der Szene/Vision auch gedacht, ob diese Frau vielleicht Cellyana sein könnte oder eine Nachfahrin von ihr. Und dass ihr Wunsch, dass Tylstyr Buch führt über alles, was er über Elfen erfährt, vielleicht nicht nur Neugier ist, sondern der Drang, Informationen über die Geschehnisse/Entwicklungen zu erhalten, weil sie selbst in irgendeiner Weise persönlich darin verwickelt ist/Einfluss nehmen will oder kann. Das würde aber bedeuten, dass sie eine direkte Verbindung zu dem Buch haben müsste, es also irgendwie magisch sein müsste und sie gleich lesen können muss, was Tylstyr schreibt, während er es tut.



    na da sprichst du was an... Das klingt gar nicht so weit hergeholt. Hat sie das Buch nicht extra für die Reise selbst verzaubert? Wer weiß was da noch alles für Zauber darauf liegen :o
    Aber mal eine Frage weil ich mich so gar nicht dran erinnern kann.... Hat Tylstyr überhaupt schon irgendetwas hineingeschrieben?

  • Soweit ich mich erinnern kann, wurde noch nicht direkt erwähnt, dass Tylstyr schon etwas reingeschrieben hat. Ich kann mich nur an eine Szene erinnern, dass er es wollte.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Ja, hier scheint es eine engere Verbindung zu geben, als nur ein Interesse an Elfen. Ich habe bei der Szene/Vision auch gedacht, ob diese Frau vielleicht Cellyana sein könnte oder eine Nachfahrin von ihr. Und dass ihr Wunsch, dass Tylstyr Buch führt über alles, was er über Elfen erfährt, vielleicht nicht nur Neugier ist, sondern der Drang, Informationen über die Geschehnisse/Entwicklungen zu erhalten, weil sie selbst in irgendeiner Weise persönlich darin verwickelt ist/Einfluss nehmen will oder kann. Das würde aber bedeuten, dass sie eine direkte Verbindung zu dem Buch haben müsste, es also irgendwie magisch sein müsste und sie gleich lesen können muss, was Tylstyr schreibt, während er es tut.


    Das ist eine interessante Theorie und gar nicht mal so abwegig. Und Cellyana hat doch das Buch selbst für Tylstyr verzaubert. Er wollte es doch selbst machen und Cellyana hat ihn dann doch überzeugt, dass sie es besser vor allen Gefahren schützen kann. Da wäre es doch leicht für sie gewesen, noch einen Zauber draufzulegen um gleich alles mitlesen zu können.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)


  • Wie zu erwarten vergisst der Foggwulf alle anderen Mammuts, als er den König des Tals sieht - natürlich muss es der sein! Das ist zwar unklug, passt aber zu ihm, zumindest so wie ich ihn bisher kennengelernt habe. Die Vernunft ist nicht immer sein bester Freund.


    Das ist schön ausgedrückt.
    Bei den Thorwalern gilt Mäßigung in manchen Kontexten als verdächtig ... ;D



    Da kommt im nächsten Band sicher einiges düsteres, zumindest könnte ich mir das gut vorstellen.


    Jedes Buch dieser Saga hat seine eigene Stimmung, und für Himmelsturm gilt das Motto: Alles ist besser mit Tentakeln! :daumen:



    Crottet kennt wieder eine andere Geschichte zum Himmelsturm (überhaupt bin ich sehr neugierig auf mehr über ihn und die Nivesen an sich, hoffentlich kommt da noch was).


    Ein Beiname der Nivesen ist "das Wolfsvolk".
    Unabhängig davon erwähne ich, dass Band III den Titel Die Wölfin trägt. ;)



    Ohms Missmut ist mir ein Rätsel. Ich kann gut nachvollziehen, wenn einem dieser Ort durch die alte Macht nicht geheuer ist (wie bei Crottet), aber Missmut? Erst gegenüber Vascal bzw. seinem Gott und nun gegenüber den alten Elfengöttern bzw. der Macht dieses Ortes. Es wird Zeit, dass wir mehr über Ohm erfahren ...


    Was man schon einmal sagen kann, ist, dass die Skalden mehr sind als nur Barden. Sie kennen sich auch sehr gut mit den Runen, den Gesetzen und Traditionen Thorwals aus (wobei "Gesetz" und "Tradition" da so ziemlich dasselbe ist). Und ein aufrechter Thorwaler betet zu Swafnir, sonst zu niemandem ...



    Und diese große Leere ... Salarin muss an ein namenloses Grauen denken, das denn Sternenwall zerriss. Was steckt da für eine Geschichte dahinter?


    Der Sternenhimmel Aventuriens hat einige Erscheinungen, die mit der Astronomie, wie wir sie kennen, nicht in Einklang zu bringen sind. Dazu zählt der Zwölfgötterkreis, eine Abfolge von 12 Sternbildern, die ein Jahr braucht, um zu rotieren. Deswegen stehen die Zeichen dieses Kreises in einer Nacht beinahe an derselben Position wie in der Nacht zuvor. Das Sternzeichen, das am höchsten steht, gibt dem Mond (im Mittelreich und den meisten zwölfgöttlichen Landen) seinen Namen, nämlich den eines Gottes, dem dieses Symbol zugeordnet ist. Diese Namen sind im Anhang aufgeführt, wir verwenden allerdings in den Szenenüberschriften die thorwalschen Namen.
    Zwischen den Sternzeichen für Rahja und Praios klafft eine Lücke, die Sternenleere. Diese steht beim Jahreswechsel fünf Tage lang am höchsten. Sie wird mit dem Namenlosen Gott assoziiert, der versucht, die Herrschaft der Zwölf zu sprengen. In diesen fünf Tagen wacht keiner der Zwölf über das Wohl der Welt. In frommen zwölfgöttlichen Haushalten bleibt man zu Hause, schließt alle scharfen und spitzen Gegenstände weg, macht kein Feuer und vermeidet überhaupt alles, was zu Unfällen führen könnte.
    Für die Thorwaler sind diese Tage die Hranngar-Tage. Wenn man es vermeiden kann, fährt man an diesen Tagen nicht auf See.



    Aber du fasst das Leid, das sich durch alle Welten und Zeiten zieht schon fantastisch zusammen:


    Dieses "Leid" nennt sich "Lebensfreude". ;)



    Meine Lieblingsfigur ist wohl Galayne (er wird also ganz sicher sterben), haarscharf gefolgt von Salarin. Dann Galandel, ...


    Aha, eine Elfenfreundin. ;)



    Was passiert, wenn ein Elf seine Bestimmung erreicht hat?


    Bist Du sicher, dass Du das herausfinden willst?
    >:D


  • Wie zu erwarten vergisst der Foggwulf alle anderen Mammuts, als er den König des Tals sieht - natürlich muss es der sein! Das ist zwar unklug, passt aber zu ihm, zumindest so wie ich ihn bisher kennengelernt habe. Die Vernunft ist nicht immer sein bester Freund.


    Das war bei mir so ein ahhhhh Effekt, da ist die Majestät der Natur und Phileasson spürt sie und achtet sie und ich stehe geistig neben ihm und sehe sie auch. Ich hatte nicht das Gefühl, dass es hier nur um den 'Zweikampf mit Beorn geht, hier geht es um die Freude am Kampf mit einem stärkeren, einem ebenbürtigen Gegner.


  • Ja, hier scheint es eine engere Verbindung zu geben, als nur ein Interesse an Elfen. Ich habe bei der Szene/Vision auch gedacht, ob diese Frau vielleicht Cellyana sein könnte oder eine Nachfahrin von ihr. Und dass ihr Wunsch, dass Tylstyr Buch führt über alles, was er über Elfen erfährt, vielleicht nicht nur Neugier ist, sondern der Drang, Informationen über die Geschehnisse/Entwicklungen zu erhalten, weil sie selbst in irgendeiner Weise persönlich darin verwickelt ist/Einfluss nehmen will oder kann. Das würde aber bedeuten, dass sie eine direkte Verbindung zu dem Buch haben müsste, es also irgendwie magisch sein müsste und sie gleich lesen können muss, was Tylstyr schreibt, während er es tut.


    In die Richtung vermute ich inzwischen auch, dass Cellyanas Interesse an den Elfen ein konkreten Hintergrund hat.



    Die mit dem Schneeschratbaby. Zum Glück bin ich gegen diese gewollten Niedlichkeitsfaktoren ziemlich immun. Ja, das arme Baby, und es ist so flauschig und so allein und so weiter. Aber ganz pragmatisch gesehen haben wir hier einen Wettbewerb zu gewinnen. Jede der Handlung der beiden Kontrahenten richtet sich danach aus. Unser Trupp ist bereits dezimiert, der Weg noch weit und wir ohne Plan. Es ist saukalt, das Essen ist schlecht. Der Mannschaft geht es psychisch gesehen nicht gut, physisch auch nicht so dolle. Und hier liegt es nun. Weit und breit verlassen in einer schneeweißen Welt und man weiß nicht wie man es durchbringen soll und überhaupt ist es ein Klotz am Bein. Theoretische Annahme: Asleifs Trupp hätte die Schneeschrate nicht getroffen. Was hätte aus dem Schratbaby werden sollen? Wie lange hätte man noch Essen für es gehabt, wer soll es den ganzen Weg tragen und hätte Shaya es mit in den Turm nehmen sollen oder wie? ???
    In der Überlegung ist doch auch die Frage enthalten ob die Entscheidung die hier Beorn in dem Fall angedichtet wird nicht die humanere in der Situation gewesen wäre...


    .... Uiuiui... Jetzt habe ich mich bestimmt ganz doll unbeliebt gemacht ... :wegrenn:
    Bitte nicht zu sehr hauen :angst:


    Ich finde es gut, dass du das ansprichst, das sind so Gedanken, die mir auch beim Lesen gekommen sind, die ich aber schnell von mir geschoben habe - was ein Leichtes ist, wenn man gut genährt bei 25°C im Liegestuhl liegt und sich nicht in der Situation wie die Ottajasko befindet ;D Die Mannschaft war psychisch und physisch hart an dem Punkt, die Menschlichkeit hinten anzustellen und ich denke, Phileasson und Crottet sind genau deine Gedanken durch den Kopf gegangen, als sie überlegten, ob sie das Baby töten sollen oder nicht. Shaya, die noch nie so eine Reise mitgemacht und eine ausgeprägte Sehnsucht nach familiärer Harmonie hat, setzt ihre Prioritäten dagegen anders. Natürlich ist es menschlich, das Baby nicht zu töten und stattdessen zu versuchen, es am Leben zu erhalten, aber du hast schon recht: irgendwann würde sich die Mannschaft die unbequeme Frage stellen, ob sie sich ihre Menschlichkeit noch leisten können oder nicht, so hart das jetzt klingt.


    In diesem Fall haben sie die richtige Entscheidung getroffen, da das Schratbaby ihre Eintrittskarte zu den Schneeschraten war.

  • Ich finde es gut, dass du das ansprichst, das sind so Gedanken, die mir auch beim Lesen gekommen sind, die ich aber schnell von mir geschoben habe - was ein Leichtes ist, wenn man gut genährt bei 25°C im Liegestuhl liegt und sich nicht in der Situation wie die Ottajasko befindet ;D Die Mannschaft war psychisch und physisch hart an dem Punkt, die Menschlichkeit hinten anzustellen und ich denke, Phileasson und Crottet sind genau deine Gedanken durch den Kopf gegangen, als sie überlegten, ob sie das Baby töten sollen oder nicht. Shaya, die noch nie so eine Reise mitgemacht und eine ausgeprägte Sehnsucht nach familiärer Harmonie hat, setzt ihre Prioritäten dagegen anders. Natürlich ist es menschlich, das Baby nicht zu töten und stattdessen zu versuchen, es am Leben zu erhalten, aber du hast schon recht: irgendwann würde sich die Mannschaft die unbequeme Frage stellen, ob sie sich ihre Menschlichkeit noch leisten können oder nicht, so hart das jetzt klingt.


    In diesem Fall haben sie die richtige Entscheidung getroffen, da das Schratbaby ihre Eintrittskarte zu den Schneeschraten war.


    Erstaunlicherweise habe ich keinen Moment daran gedacht, dass das süße Baby zurückgelassen werden könnte. Noch dazu würde das allem widersprechen, wofür Shaya steht. Ich denke, sie würde es immer mitnehmen, selbst wenn es sie das Leben kostet...
    Diese Situationen zu beurteilen ist immer schwer, wenn man nicht drin steckt. Wie soll man beurteilen, wie es ist im Eis kurz vor dem erfrieren oder verhungern zu sein?
    Aber ich denke, dass die Mannschaft hier noch nicht an dem Punkt ist die Menschlichkeit zu verlieren, sofern man diese verlieren kann...
    Ich meine, wieviel länger würde man überleben, wenn man dem Kleinen die Nahrung verweigern würde? Und ich denke, gerade wenn es jemandem noch schlechter geht als einem selbst, wachsen Menschen über sich hinaus...

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

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  • Erstaunlicherweise habe ich keinen Moment daran gedacht, dass das süße Baby zurückgelassen werden könnte. Noch dazu würde das allem widersprechen, wofür Shaya steht. Ich denke, sie würde es immer mitnehmen, selbst wenn es sie das Leben kostet...
    Diese Situationen zu beurteilen ist immer schwer, wenn man nicht drin steckt. Wie soll man beurteilen, wie es ist im Eis kurz vor dem erfrieren oder verhungern zu sein?
    Aber ich denke, dass die Mannschaft hier noch nicht an dem Punkt ist die Menschlichkeit zu verlieren, sofern man diese verlieren kann...
    Ich meine, wieviel länger würde man überleben, wenn man dem Kleinen die Nahrung verweigern würde? Und ich denke, gerade wenn es jemandem noch schlechter geht als einem selbst, wachsen Menschen über sich hinaus...


    Die Mannschaft ist zur Zeit gut versorgt und Phileasson trifft die Entscheidung ja nicht so, dass er die ganze Mannschaft einbezieht, sondern, diejenige, der es um Heim und Familie geht (und da ist es egal, ob das Baby flauschig aussieht - nebenbei wissen wir das nicht) kann sich um das Tier sorgen, solange es nicht behindert. Da ist keine Niedlichkeitshörigkeit drin.


  • Die Mannschaft ist zur Zeit gut versorgt und Phileasson trifft die Entscheidung ja nicht so, dass er die ganze Mannschaft einbezieht, sondern, diejenige, der es um Heim und Familie geht (und da ist es egal, ob das Baby flauschig aussieht - nebenbei wissen wir das nicht) kann sich um das Tier sorgen, solange es nicht behindert. Da ist keine Niedlichkeitshörigkeit drin.


    Natürlich geht es darum, das Richtige zun tun....aber btw natürlich ist das flauschig und süüüß... ;D

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)