10 - Seite 417 bis 450 (Beginn Kapitel 7 bis "... ist stark bei ihr.")

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  • Stimmt, das wäre auch schwierig geworden.


    Hm, wann wird das wohl aufgelöst werden...ich persönlich glaube ja immer noch nicht daran, dass es ein und dieselbe Person ist.
    Wenn Zidaine Fianna wäre, dann wäre das Hinrichtungs-Schema auch eigentlich nicht nötig. Sie könnte es ja auch wie einen Unfall ausehen lassen. Auf der Fahrt ist es doch eher unwahrscheinlich, dass sie Gelegenheit für das Ritutal bekommt...

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Um Euch noch einmal in die andere Richtung zu verwirren:
    - Krebse gibt es offensichtlich im Tal der Donnerwanderer, sonst könnte Zidaine sie nicht kochen.
    - Eine Wasserfläche auch - das ist zwar kein Meer, aber den See, in dem der Skalde und der Foggwulf schwimmen, könnte man gelten lassen.
    - Es gibt zwar keine Bootsanleger, aber das Ufer des Sees ist bewaldet, also könnte man jemanden an einen Baum fesseln ...
    - Die hohlen Knöchelchen, die man in die Luftröhre stecken könnte, führen die beiden Jungens aus Stainakr praktischerweise direkt als Ketten mit.


    Also - wenn Zidaine Fianna ist - hindert sie wirklich nur die Gefahr der Entdeckung?


  • In einem Interview hat man mich mal gefragt, ob ich gern ein Protagonist in einem meiner eigenen Romane wäre. Nein, wäre ich nicht - da wird einem nämlich dauernd übel mitgespielt und wenn man mal ein bisschen am Planschen im warmen Wasser ist, kommt auch noch eine Riesenlibelle an. ;D


    Bist du nicht doch irgendwie ein Eisigel, der Alpträume beschert? ;D



    Nandus ist der Sohn von Hesinde und Phex, zweier der Zwölfgötter. Nach der Lehre der Zwölfgötterkirche mach ihn das zu einem Halbgott, obwohl beide Eltern Götter sind. Er gehört demnach zum erweiterten Pantheon der Zwölfgötter.
    Im Großen und Ganzen gelten diese Götter als "die Guten", weil sie die Welt erhalten und den Menschen oft helfen.
    Andererseits steht Nandus auch für das ungezügelte Streben nach Wissen. Es wird Nandus-Anhänger geben, die das Aufbohren eines Kinderschädels zum Zwecke des Erkenntnisgewinns durchaus gutheißen würden ...


    Das war auch mein erster Gedanke. Wenn man das phexische Element der Nanduspriester in Betracht zieht, könnten die auch ruhig kreativ bei der Rechtfertigung ihrer Methoden sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass Vascal Leomara sogar entführt und ihr selbst in den Kopf gebohrt hat. Es ist gut möglich, dass das Kind vorher schon über den Himmelsturm und unerforschtem uraltem Wissen gebrabbelt hat, was Vascals Streben nach Wissen zusätzlich angefacht haben kann. Vielleicht ist er auch noch pädophil und will sich von seinem Schatz nicht trennen. Ich nehme stark an, dass Leomaras Schicksal Shireens (GoT) nicht unähnlich sein wird.



    "Geweihter" ist in Aventurien ein weiter Begriff. Auch der Namenlose Gott hat Geweihte, die allerlei Übles tun. Und man hat auch von Geweihten gehört, die sich von ihrer Gottheit zurückgesetzt fühlten und dann auf die Gegenseite wechselten ...
    Allerdings verlieren sie dabei die Gnade ihrer Gottheit, die ihre Bitten um Wunder werden nicht mehr erhört.
    Wiederum andererseits vermögen auch die Mächte der Finsternis, wundersame Dinge zu vollbringen ...


    Oh ja! Da fallen mir einige Abenteuer mit "bekehrten" Geweihten ein.

  • Zitat

    Also - wenn Zidaine Fianna ist - hindert sie wirklich nur die Gefahr der Entdeckung?


    Ich weiß nicht, wie sie sich in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat. Aber wenn ihr die Ideale der Thorwaler etwas bedeuten, muss auch sie sich an die Spielregeln halten. Und das würde heißen, das sie niemanden während der Reise töten darf. Beorns Ottajasko hätte dann automatisch verloren.


    Vielleicht will sie aber auch erreichen, das Tjorne und Tlystyr sich an sie erinnern, langsam, aber stetig. Damit sie am Schluss nach Abschluss der Queste in vollem Bewußtsein ihrer Tat sterben können.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Vielleicht will sie aber auch erreichen, das Tjorne und Tlystyr sich an sie erinnern, langsam, aber stetig. Damit sie am Schluss nach Abschluss der Queste in vollem Bewußtsein ihrer Tat sterben können.


    Das sind aber viele wenn und aber....dazu müssen das alle überleben und und und...viele Faktoren müssen stimmen, dass sie später vielleicht mal ihre Rache bekommt.


    Und so muss sie quasi zusehen, wie ihre "Beute" immer wieder vor ihren Augen auftaucht, damit sie in gaaaanz feeeerner Zukunft mal abgemurkst werden kann!? ??? :o


    Ich weiß nicht so recht...


    PS: Dazu haben sich Tylstyr und Tjorne leider sehr wenig erinnert...wenn das ihr Plan ist, ist er ziemlich schlecht... ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Ich finde es hätten sogar durchaus noch mehr Libellen oder andere Viecher vorkommen können. Gerade die fremdartigen Wesen in den verschiedenen Landstrichen interessieren mich sehr und machen die Umgebung erst so richtig lebendig! Also: ich wünsche noch viiiiel mehr eigenartige Kreaturen, die den Gefährten auf die ein oder andere Art und Weise mitspielen oder auch helfen. Immer her mit dem Viehzeug. ;D

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Ja das ist ganz bestimmt kein feiner Zug von ihm. Aber ich fand seine Überlegungen im Vorfeld sehr interessant.
    Er hat Annar ausgesucht, weil er mit seinen Gedanken eh schon mehr bei seinem getöteten Freund war. Die Thorwaler sind doch eher ein lebensbejahendes Volk. Ganz leben, intensiv und total. Oder sehe ich das falsch. Vielleicht denkt beorn, er tue Annar damit indirekt einen Gefallen.


    War der Freund nicht ein Bruder? Ich mag diese Erklärung. Lässt sie doch Beorn in nicht ganz so schlechtem Licht dastehen :)
    Ich glaube aber auch, dass er in diesem Moment an seine eigene getötete Schwester gedacht hat. Wer weiß was da passiert ist? Gab es da auch einen Moment in Beorns Vergangenheit wo er lieber tot gewesen wäre aber das Leben doch irgendwie weiter ging.... Ich bin immer noch gespannt auf diese Geschichte. Hoffentlich muss ich nicht bis Band 12 warten auf die Auflösung :o
    Außerdem zieht doch jeder Thorwaler aufs Meer in dem Wissen, dass er nicht zurückkommen könnte. Vor allem zu Beginn dieser besonderen Wettfahrt sollte das doch klar gewesen sein, bevor man an Bord gestiegen ist.
    Warum Beorn allerdings so krasse Gedanken bezüglich Ursa hat erscheint mir irgendwie schleierhaft. Er scheint ihr genug zu vertrauen um ihr das Kommando über die Hälfte seiner Mannschaft zu überlassen. Vertraut ihr aber gleichzeitig nicht, dass sie es nicht gegen ihn verwendet? Das macht für mich auch irgendwie keinen Sinn und ich vermute hier einfach mal einen übereifrigen Eisigel im Rucksack oder so.... ;D



    Ohms Argumentation kam mir ein bißchen aus der Luft gegriffen vor. So als suchte er krampfhaft nach einem Grund, Vascal schlecht zu machen. Der Dialog hat mich nicht überzeugt.
    Die Szene mit den beiden im See fand ich schön. Sie hatten hier ein bißchen Zeit ihre alte Freundschaft zu pflegen und auch schon mal die Crew für den Weg zum Turm zusammenzustellen.
    Unnötig fand ich diese Riesenlibellen. Sie haben die Szenerie gestört. Die beiden haben schon genug Stress und Belastungen hinter sich. Da wäre ein bißchen reine Idylle schjön gewesen.


    Genau so habe ich das auch empfunden. Dass er Vascal nicht traut kam so plötzlich. Da konnte man gar nicht einordnen wie das zusammenhängen kann.
    An ein bisschen Idylle glaube ich langsam nicht mehr. Ich habe von beiden Autoren bisher keine anderen Werke gelesen, aber nach diesem Buch habe ich so meine Vorstellungen.... Schade. Ich mag gern mal idyllische Momente zwischendurch. Der einzige an den ich mich gerade aus dem Buch erinnern kann war die Szene mit den Nordlichtern auf dem Eismeer. Die war klasse.



    Zum Thema Fianna. Ich hatte ja schon zu Beginn der Reise Zidaine oder Irulla im Verdacht heimlich Fianna zu sein, hatte aber den Gedanken wieder verworfen. Jetzt ist er natürlich dank der Autoren wieder so sehr in den Vordergrund gerückt, dass man ihm eigentlich nicht vertrauen kann. Wenn das Buch eines lehrt, dann das die wichtigen Hinweise zum Geschehen doch sehr subtil und gut versteckt sind. Diese lange Szene wirkt dagegen wie der sprichwörtliche Zaunspfahl. Oder die Autoren erziehen ihre Leser das ganze Buch durch auf eine Weise um am Ende alles ins Gegenteil zu verkehren. :verschwoerung:
    Mir kam auch noch der Gedanke, dass Fianna vielleicht doch noch irgendwo eine Schwester oder entfernte Cousine oder so hatte, die unsere Fianna nach ihrer Flucht irgendwie aufgelesen hat und sich nun auf dem Rachefeldzug für ihre Verwandte befindet.


    Ist es zu viel verlangt, dass sie wirklich hier so eine Krebsaktion erfolgreich ausführt und dabei Tylstyr vorzieht? >:D
    Denn soweit ich mich erinnere schien Fianna nach der Reihenfolge des Zusammentreffens mit ihren Peinigern zu handeln. Da wäre Tjorne ja als nächstes dran.



    Und ich glaube nicht, dass sich Phileasson beim Thema Kopfschwänzler hier vorführen lässt. Er wird bestimmt versuchen ein besonders großes Tier zu fangen und dabei auch ein paar seiner Leute einbüßen. Schließlich lädt das Jungtier dass Beorn gefangen hat gerade dazu ein ihn hier zu übertrumpfen, wenn er denn schon als erster überhaupt eines gefangen hat. Wir wissen ja, dass sich unser allseits beliebter Phileasson aufführt wie ein Kind mit weggenommenem Spielzeug sobald Beorn im Spiel ist. Ein guter Schachzug von Beorn dies herauszufordern indem er einfach so in Phils Lager marschiert. Schade, dass uns diese Szene vorenthalten wurde. Wäre bestimmt witzig gewesen :D


  • Außerdem zieht doch jeder Thorwaler aufs Meer in dem Wissen, dass er nicht zurückkommen könnte. Vor allem zu Beginn dieser besonderen Wettfahrt sollte das doch klar gewesen sein, bevor man an Bord gestiegen ist.


    Vielleicht ist es ein Unterschied, ob man erwartet, sich gemeinsam mit den Kameraden einer Gefahr zu stellen, in der man umkommen könnte, oder ob diese Kameraden Schuld am eigenen Umkommen sind ...
    In meiner Bundeswehrzeit hatten wir mehrere Manöver. Bei einem davon waren wir mal wieder ein paar Stunden durch die Heide getapert, als ein Melder von der Manöverleitung ankam und uns einen Zettel brachte: "Ihre Einheit ist durch freundlichen Artilleriebeschuss ausgefallen." Übersetzung für Nicht-Militärs: Unsere eigenen Kanoniere haben ein paar Hundert Meter zu kurz gezielt und statt der feindlichen Stellungen die eigene Infanterie, also uns, getroffen ... Das ist dann schon in besonderer Weise deprimierend ... Und das war noch nicht einmal Absicht, sondern nur Blödheit ...



    Warum Beorn allerdings so krasse Gedanken bezüglich Ursa hat erscheint mir irgendwie schleierhaft. Er scheint ihr genug zu vertrauen um ihr das Kommando über die Hälfte seiner Mannschaft zu überlassen. Vertraut ihr aber gleichzeitig nicht, dass sie es nicht gegen ihn verwendet?


    Das bedingt einander: Wenn sie nicht genug Befähigung, Wildheit und inneren Drang hätte, um Beorn ersetzen zu können, wäre sie ungeeignet als (Unter-)Kommandantin. Die Fähigkeiten, die sie braucht, um einen Teil der Ottajasko zu führen, wenn Beorn seine Mannschaft einmal trennen sollte, sind dieselben, die sie auch bräuchte, um Drachenführerin anstelle es Drachenführers zu werden.
    Als ich noch als Strategieberater gearbeitet habe, habe ich das auch in Konzernen beobachtet. Sehr gute Chefs ziehen sich Leute heran, die sie selbst ersetzen könnten. Mittelmäßige und schlechte Chefs setzen auf eher fügsame Gemüter, die ihnen niemals gefährlich werden - aber auch zu wenig Antrieb haben, um das Unternehmen wesentlich voranzubringen. Es gibt da eine Faustregel: "Wer noch nicht einmal die eigenen Interessen durchsetzen kann, der wird die Interessen unserer Firma erst recht nicht durchsetzen." Der Preis sind allerdings - wir in Beorns Ottajasko - permanente Rangkämpfe, und wenn die überhand nehmen, schadet das der Firma natürlich erheblich, im Extremfall bis zur Selbstzerfleischung. Ein fähiger Chef versteht es deswegen, das "Schlachtfeld" richtig zu definieren: Über Erfolge am (externen) Markt, nicht in (internen) Intrigen, gewinnt man Status und Einfluss. Das werden wir auch bald bei Beorn beobachten ... ;)



    Ich mag gern mal idyllische Momente zwischendurch. Der einzige an den ich mich gerade aus dem Buch erinnern kann war die Szene mit den Nordlichtern auf dem Eismeer. Die war klasse.


    Welche idyllischen Momente fallen der Leserunde noch ein?
    Wie wäre es etwa in Olport mit dem gemeinsamen Essen im Traviatempel oder dem Reiseritual im Swafnirtempel? Der Besuch in der Runajasko? Oder die Rast auf der Insel Manrek mit dem Betrachten des Runensteins? Eventuell das Erzählen von Gruselgeschichten im Nebel? Was fällt Euch noch ein?



    Denn soweit ich mich erinnere schien Fianna nach der Reihenfolge des Zusammentreffens mit ihren Peinigern zu handeln. Da wäre Tjorne ja als nächstes dran.


    [quote author=Seite 64]
    »Eigil, Kol, Stig, Veli, Atagord, Tjorne und Tylstyr«, wiederholte
    Fianna die Namen ihrer sieben Peiniger. Sie laut auszusprechen
    bedeutete, Öl in das Feuer ihres Hasses zu gießen.[/quote]
    Wer von denen ist bereits tot? Beim Zusammentreffen in Thorwal unterhalten sich Tjorne und Tylstyr darüber ... ;)

  • Shaya hat also geträumt, einsam und verlassen zu sein - und nicht Salarin. So intensiv, dass soviel bei ihm angekommen ist und er deshalb einen anderen Schlafplatz gewählt hat. Dazu noch ihre auf einmal so fremde Melodie, die ihm Angst macht. Er spürt ja auch, dass diese neue Melodie falsch ist und ist damit irgendwie überfordert. Empfindet er diese neue Melodie als fest gefügt? Ist er vielleicht unsicher, ob dies die Auswirkung der Reise auf Shaya ist - bzw. sie sich außerhalb ihres gewohnten Umfelds so verändert? Er kannte sie davor ja "nur" aus dem Tempel.


    In Shaya ist also wirklich so ein unheimlicher Eisigel herangewachsen, der für die ganzen Albträume verantwortlich war! Ich bin so froh, dass sich Galandel um Shaya gekümmert hat, sonst wäre sie gestorben, während Salarin noch mit einer Entscheidung ringt. Und auch erleichtert, dass er "entsorgt" wird. Bei Vascals Worte an Salarin musste ich grinsen, auch wenn ich mir das lieber nicht bildlich vorstelle ...


    Ohms Misstrauen gegen Vascal kann ich nicht nachvollziehen, seine Begründung finde ich irgendwie an den Haaren herbei gezogen. Ich habe eher den Eindruck, dass sein Bauchgefühl dieses Misstrauen äußert und er versucht das irgendwie zu begründen. Oder ist da etwas in seiner Vergangenheit, das ihn dazu bringt? Phileasson stellt aber gute Fragen. :) Und dann kommen die Riesenlibellen ... Bis zu den Szenen mochte ich Libellen, aber das fand ich ziemlich unheimlich. Die Viecher zeigen aber auch die Andersartigkeit dieses Ortes, was mir dann wieder gefallen hat.


    Die Saga vom Himmelsturm finde ich sehr spannend! Man kann sie auch unterschiedlich deuten, sind das alte Volk und die Elfen verschiedene Völker oder eins? Firun vertrieb die Erbauer des Himmelsturms, weil es ihn erzürnte. Aber was genau? Und wenn die guten Sinns noch immer am Tempel wachen, muss es ja auch welche schlechten Sinns gegeben haben. Die vertrieben wurden, weil sie Firun erzürnt haben. Ist durch diesen Tempel etwas in die Welt gekommen, was Firun (und vielleicht auch anderen Göttern) nicht gefallen hat? Ein Gott, gegen den sich die (oder zumindest einige) Götter gestellt haben und ihn z.B. an einen Ort verbannt haben, zu dem Menschen und vielleicht auch Elfen keinen Zutritt haben. Oder haben sollten. Womit ich wieder bei meinen früheren Spekulationen bin. Und vielleicht ist das ja auch Galaynes großes Ziel - also diesen verbannten (oder-was-auch-immer) Gott zu befreien? Oder ich verspekuliere mich gerade völlig. ;)


    Galandel interessiert sich jedenfalls auch für die Saga vom Himmelsturm, ihre ursprüngliche Suche könnte also tatsächlich etwas mit ihm zu tun haben. Und diese Stadt ist vielleicht der Tempel bzw. der Tempel ein Teil dieser Stadt? Und es könnte auch bedeuten, dass dieses alte Volk tatsächlich Elfen waren und es da einen dunklen Punkt in der Geschichte der Elfen gibt.


    Galayne hat für den Zauber Annar oder Eimnir von Beorn gefordert, natürlich ohne zu verraten was mit ihnen passiert. Beorns Überlegungen gefallen mir und er wählt denjenigen, der durch seinen Verlust mehr in der nächsten als in dieser Welt ist. Er rechnet damit, dass er wieder ein Mitglied seiner Mannschaft verlieren wird, so wie die Sache mit Hrolf. Aber Annar stirbt nicht, stattdessen wird er Vater bzw. Mutter! Was für eine Wendung. :)


    Die Begegnung zwischen Zidaine, Tjorne un Tylstyr fand ich unheimlich, da hab ich schon wieder Gänsehaut bekommen ... Fianna! Oder doch nicht? Das könnte auch eine hübsche falsche Spur sein, weil einfach einiges zu gut passt und offensichtlich wirkt. Zumindest auf mich als Leser. Und Fianna muss ja eine besondere Hilfe haben - oder besondere Kräfte. Zumindest habe ich noch keine Erklärung gefunden, wie ihr letztes Opfer spurenlos unter die Brücke gekommen ist. Außerdem hatte Fianna doch grüne Augen, oder gelten die auch schon als dunkel?
    Die verzückte Irulla, da musste ich grinsen. Vielleicht will sie ja mit? ;)


  • Zusätzlich liegt "die finale Frage" nahe: Wie geht es denn nun aus? Was wird Phileasson tun - wird er Erfolg haben? Kann er mit Beorn gleichziehen - oder geht der Blender nach der ersten Aufgabe in Führung? Ich freue mich auf Eure Spekulationen ... ;)


    Ich glaube, Phileasson kann noch mit Beorn gleichziehen. Aber er wird mehr als einen Versuch brauchen, denn sicher will er das imposanteste Tier haben, um Beorn eins auszuwischen. Und es wird ganz anders sein als bei Beorn, was ich meine: Mehrere Leute werden eine wichtige Rolle haben, das wird eine Teamarbeit. Es wird Zeit kosten, aber erfolgreich sein. Und der zeitliche Vorsprung von Beorn ist ja auch ein nicht zu unterschätzender Vorteil, weil es eben auch Aufgaben geben wird, die nur einen Gewinner ermöglichen.



    Was denkt Ihr, was könnte das für ein Wesen sein, aus dessen Perspektive Leomara bei der Begegnung mit den Eisigeln gesprochen hat? Ein Gott? Ein Dämon? Ein Magier? Oder etwas ganz anderes?


    Ein Gott. Vielleicht Firun? Als Strafe für das, was ihn am Himmelsturm so zornig gemacht hat.



    Dass sie in den Gedanken des jeweils anderen einen besonderen Platz beanspruchen, ist sicher richtig. Aber ob da wirklich Zuneigung verborgen liegt ... was meint Ihr?


    Ich habe nicht das Gefühl, dass es da um Zuneigung geht. Die beiden sind Wettbewerbstypen und ihr Ehrgeiz treibt sicher noch ungeahnte Blüten. Aber sie können Respekt vor der Leistung des anderen haben.



    Was denkt Ihr, wie wird er die Mammutjagd angehen - ähnlich wie Beorn oder aber ganz anders? Wird er auf Kraft setzen, auf Magie, auf eine List ...?


    Auf alles, würde ich schätzen. Dazu noch auf spezielle Talente, die vielleicht noch nicht so offensichtlich geworden sind. Da denke ich vor allem an Irulla, sie muss ein ganz besonderes Wissen haben - vielleicht auch über eine passende Dosis Spinnengift, um ein Mammut zu betäuben? Ich glaube nicht, dass sie erfolgreich sind, wenn sie nur auf Magie oder nur auf Kraft setzen ...



    Die Verteidigung bittet um eine Vertagung und um einen Urteilsspruch erst nach dem nächsten und letzten Leseabschnitt. ;)
    Natürlich werden viele Rätsel für die Folgebände erhalten bleiben, aber dieses spezielle ... Da kommt noch etwas. ;)


    "Unten durch" geht bei dir aber schnell. Ich bin jetzt zwar auch noch ein wenig neugieriger auf den letzten Abschnitt geworden, aber bereits in diesem wurde doch deutlich, dass das nichts mit Arroganz sondern mit Angst zu tun hatte.



    Liebes Tagebuch,
    die Exoten schlagen sich in der Lesergunst wacker ...


    Da stellt sich doch die Frage: Wer ist denn bei euch allen der Lieblingscharakter?



    Bei der Saga des Himmelsturm habe ich mich gefragt, ob das alte Volk vielleicht Elfen waren und gar nicht Menschen, wie diese vermuten. Riefen sie damals verbotenerweise Götter in die Welt, was dann zu deren Vertreibung führte? Haben sie sozusagen vom Apfel der Erkenntnis gekostet? Ich hatte es so verstanden, dass die Elfen an dem Ort (Tempel unter dem Himmelsturm) geschmäht sind. Oder lebten damals Menschen und Elfen dort? Ist das der Grund, warum Galayne einen Menschen (Beorn) braucht, um das Geheimnis am/im Himmelsturm zu ergründen?


    Ich hatte es so verstanden, dass so alle Götter in diese Welt gekommen sind - durch die Vebindung mit dem Himmel. "Gefühlt" würde ich also nur von einem (oder wenigen) ausgehen, wo es "falsch" gelaufen sind. Vielleicht haben sich die Elfen da mehr eingemischt als sie sollten oder ihre Pflicht vernachlässigt oder anders ausgelegt. Genausogut kann sie aber auch "nur" der Zorn getroffen haben, weil ein von den anderen unerwünschter Gott durch den Himmelsturm gekommen ist.



    "Geweihter" ist in Aventurien ein weiter Begriff. Auch der Namenlose Gott hat Geweihte, die allerlei Übles tun. Und man hat auch von Geweihten gehört, die sich von ihrer Gottheit zurückgesetzt fühlten und dann auf die Gegenseite wechselten ...


    Wer ist denn der Namenlose Gott? Für mich klingt das gerade irgendwie nach einem Gott, der verbannt wurde oder so etwas. *spekulier*


  • Vielleicht ist es ein Unterschied, ob man erwartet, sich gemeinsam mit den Kameraden einer Gefahr zu stellen, in der man umkommen könnte, oder ob diese Kameraden Schuld am eigenen Umkommen sind ...
    In meiner Bundeswehrzeit hatten wir mehrere Manöver. Bei einem davon waren wir mal wieder ein paar Stunden durch die Heide getapert, als ein Melder von der Manöverleitung ankam und uns einen Zettel brachte: "Ihre Einheit ist durch freundlichen Artilleriebeschuss ausgefallen." Übersetzung für Nicht-Militärs: Unsere eigenen Kanoniere haben ein paar Hundert Meter zu kurz gezielt und statt der feindlichen Stellungen die eigene Infanterie, also uns, getroffen ... Das ist dann schon in besonderer Weise deprimierend ... Und das war noch nicht einmal Absicht, sondern nur Blödheit ...


    :D Gut, das ist kann ich durchaus nachvollziehen, das man sich bei sowas ein kleines bisschen verändern möchte.
    Trotz allem: Lass mir doch meine Seifenblase vom Plünderfahrer-Team. Irgendwer muss doch auch mal nicht Phileasson anfeuern.... oder? :-[ (auch wenn mir klar ist, dass Beorn den ganzen Spaß ansich und wahrscheinlich auch noch sein Leben bei dieser Wettfahrt verlieren wird :()



    Das bedingt einander: Wenn sie nicht genug Befähigung, Wildheit und inneren Drang hätte, um Beorn ersetzen zu können, wäre sie ungeeignet als (Unter-)Kommandantin. Die Fähigkeiten, die sie braucht, um einen Teil der Ottajasko zu führen, wenn Beorn seine Mannschaft einmal trennen sollte, sind dieselben, die sie auch bräuchte, um Drachenführerin anstelle es Drachenführers zu werden.
    Als ich noch als Strategieberater gearbeitet habe, habe ich das auch in Konzernen beobachtet. Sehr gute Chefs ziehen sich Leute heran, die sie selbst ersetzen könnten. Mittelmäßige und schlechte Chefs setzen auf eher fügsame Gemüter, die ihnen niemals gefährlich werden - aber auch zu wenig Antrieb haben, um das Unternehmen wesentlich voranzubringen. Es gibt da eine Faustregel: "Wer noch nicht einmal die eigenen Interessen durchsetzen kann, der wird die Interessen unserer Firma erst recht nicht durchsetzen."


    Aber wieso soll es denn unmöglich sein, dass sich eigene Interessen und Interessen der Firma decken? Nur weil man von irgendwas überzeugt ist muss man doch nicht auch gleich den Anspruch entwickeln seinen Vorgesetzten vom Thron zu stoßen. Kommen diese Gedankengängen von Leuten die noch nie mit ihrem Vorgesetzten ohne vorhergehende Diskussion einer Meinung waren? Ich sehe das gerne wie eine gut funktionierende Beziehung (so wie sie meiner Meinung nach funktionieren sollte). Jeder kann gerne seine eigenen Meinungen und Wünsche haben und eigene Ideen verwirklichen. Solange man in die gleiche Richtung marschiert ist doch alles paletti. Und dass Ursa möglicherweise Beorn als Drachenführer ablösen will, mal so ganz ehrlich unter uns... das wissen wir doch nur weil Beorn das mal erwähnt hat. Spezielle Begebenheiten dazu gab es meiner Meinung nach nicht. Und in diesem Zusammenhang bin ich doch dann eher für "Unschuldig, bis die Schuld bewiesen ist."



    [quote author=Seite 64]
    »Eigil, Kol, Stig, Veli, Atagord, Tjorne und Tylstyr«, wiederholte
    Fianna die Namen ihrer sieben Peiniger. Sie laut auszusprechen
    bedeutete, Öl in das Feuer ihres Hasses zu gießen.


    Wer von denen ist bereits tot? Beim Zusammentreffen in Thorwal unterhalten sich Tjorne und Tylstyr darüber ... ;)
    [/quote]
    Ohne es nachzulesen wüsste ich es ehrlich gesagt nicht mehr. Nach kurzem Nachlesen bleiben noch Tjorne und Tylstyr übrig, Kol und Veli. Kol scheint mir irgendwo auf nem einsamen Berg weit weg von Krebsen als Einsiedler sein Dasein zu fristen und Veli ist noch in Stainakr. Zumindest soweit es Tjorne weiß. Sie könnten aber genauso gut tot sein...



    Da stellt sich doch die Frage: Wer ist denn bei euch allen der Lieblingscharakter?


    Das ist mal eine schwere Frage...
    Ich fürchte es bleibt bei Eddrik, aber der kam ja leider nur im Prolog vor. Aus der Hauptstory wäre die nächste dann wohl Shaya.



    Wer ist denn der Namenlose Gott? Für mich klingt das gerade irgendwie nach einem Gott, der verbannt wurde oder so etwas. *spekulier*


    Ich dachte bisher das der Namenlose Gott gleichbedeutend mit dem Teufel im christlichen Glauben ist. Leider fehlt mir da der tiefergehende Einblick in die Aventurische Götterwelt um da sinnvolle Zusammenhänge zu knüpfen. Vielleicht geht es ja beim ganzen Himmelsturmwetteifern auch ganz simpel um das typische Gott-gegen-Teufel Thema? ???


  • Die Viecher zeigen aber auch die Andersartigkeit dieses Ortes, was mir dann wieder gefallen hat.


    Ja, das Tal der Donnerwanderer ist eine "Vergessene Welt", ein Ort, an dem noch alles so ist, wie es vor langer Zeit war. :)



    Und vielleicht ist das ja auch Galaynes großes Ziel - also diesen verbannten (oder-was-auch-immer) Gott zu befreien? Oder ich verspekuliere mich gerade völlig.


    Wer weiß ...?
    Jedenfalls bewegst Du Dich mit Deinen Spekulationen im Rahmen dessen, was bisher bekannt ist. ;)



    Und es könnte auch bedeuten, dass dieses alte Volk tatsächlich Elfen waren und es da einen dunklen Punkt in der Geschichte der Elfen gibt.


    Unabhängig davon, ob die Elfen etwas mit dem Himmelsturm zu tun haben, gibt es in ihrer Geschichte mit Sicherheit dunkle Flecken. Es gibt eine Lehre von den großen Zeitaltern, die jeweils von einer Spezies beherrscht werden, und eine dieser Spezies waren die Elfen. Sie habe nicht nur friedlich geherrscht ...



    Außerdem hatte Fianna doch grüne Augen, oder gelten die auch schon als dunkel?


    [quote author=Seite 44]
    Das Mädchen hob den Kopf. Sein strähniges Haar fie l zurück, und es sah ihn mit großen, tiefgrünen Augen an. Das waren Augen, hinter denen keine Seele mehr zu leben schien.
    [/quote]



    Da stellt sich doch die Frage: Wer ist denn bei euch allen der Lieblingscharakter?


    Wir als Autoren haben das in unseren kleinen Steckbriefen beantwortet. ;)



    Irgendwer muss doch auch mal nicht Phileasson anfeuern.... oder?


    Gerne. Die Beorn-Fankurve wird auch noch Einiges geboten bekommen. Momentan dürfte dort sowieso Jubel herrschen: Team Blender liegt vorn!
    :klatschen:



    Aber wieso soll es denn unmöglich sein, dass sich eigene Interessen und Interessen der Firma decken? Nur weil man von irgendwas überzeugt ist muss man doch nicht auch gleich den Anspruch entwickeln seinen Vorgesetzten vom Thron zu stoßen.


    Als Strategieberater habe ich mit Leuten höherer Vorstandsebenen gearbeitet. Da geht es nicht um Fachexperten, die eine fachliche Meinung vertreten, sondern um Hauptabteilungsleiter aufwärts. In diesen Positionen ist Führungsstärke ein entscheidendes Qualifikationsmerkmal - es ist im Interesse der Firma, dass Leute an der Spitze stehen, die ihre Ideen (und sich selbst) durchsetzen können und durchsetzen wollen.
    Aber ich schweife ab ... :-[



    Jeder kann gerne seine eigenen Meinungen und Wünsche haben und eigene Ideen verwirklichen.


    Noch ein Spruch aus der Vorstandsebene, dann bin ich ruhig:
    "Willkommen zum Meinungseintausch. Sie haben mein Büro mit Ihrer Meinung betreten, und ich bin sicher, Sie werden es mit meiner Meinung wieder verlassen - in Ihrem existenziellen Eigeninteresse, was Ihre Zukunft in unserer Firma angeht." ;D



    Und dass Ursa möglicherweise Beorn als Drachenführer ablösen will, mal so ganz ehrlich unter uns... das wissen wir doch nur weil Beorn das mal erwähnt hat.


    Das stimmt - möglicherweise schätzt er sie falsch ein, obwohl er schon mehrere Plünderfahrten mit ihr unternommen hat ...



    Ich dachte bisher das der Namenlose Gott gleichbedeutend mit dem Teufel im christlichen Glauben ist.


    Das ist in erster Näherung schon mal ganz gut. Außer, dass er der Gegenspieler und Erzfeind der Zwölf ist, weiß man allerdings wenig Gesichertes, und da er und seine Anhänger als Meister der Täuschung gelten, wird das wohl immer so bleiben. Man behauptet, er habe die Zwölf aus Alveran, dem Sitz der Götter, vertreiben wollen. Zur Strafe haben sie ihn verkrüppelt und an die Sternenleere gekettet, einen schwarzen Bereich zwischen den Sternzeichen, die für Rahja und Praios stehen. Seine Anhänger wirken überall im Geheimen, aber angeblich hat er mehr Geweihte, als alle Zwölfe zusammen. Das könnte aber auch eine lyrische Umschreibung dafür sein, dass angeblich jeder, der negativen Gefühlen wie Neid, Hass etc. nachgibt, dem Namenlosen dient. Was Fianna in der Höhle bei Stainakr geschehen ist, wäre in diesem Sinne ein Gottesdienst am Namenlosen, auch wenn die Täter es sicher nicht so gesehen haben.
    Im Unterschied zum christlichen Teufel hat der Namenlose nichts mit den Dämonen zu tun. Es gibt zwölf Erzdämonen, die jeweils für eine pervertierte Version oder eine Umkehrung dessen stehen, wofür die Zwölf eintreten. Lolgramoth ist zum Beispiel der Widersacher Travias, ihm geht es um Verrat, Rastlosigkeit und Streit. Viele Dämonen sind einem dieser zwölf Erzdämonen untertan, auch wenn darüber hinaus "freie Dämonen" gibt.
    Der Namenlose hat mit diesen Wesenheiten aber nicht direkt etwas zu tun - auch wenn er mit den meisten davon gut befreundet sein könnte.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen