09 - Seite 379 bis 416 (Kapitel 6 "Das Volk des Schnees")

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  • Oh wie süß, das Schrat-Baby ist ja allerliebst. :herz: Hier habt ihr zwischen all der Anspannung, den Schmerzen, den Kämpfen etc. ja mal einen herzerwärmenden Kontrast geschaffen. :) Und ich fand Shaya hier ganz toll, wie sie mit einer Selbstverständlichkeit für diesen Säugling gekämpft hat. Und ich finde auch, sie hat gekämpft. Der Ausbruch, dass das Baby nicht getötet werden soll, kam ohne Zögern aus ihr raus, keine Unsicherheit und keine Angst in Sicht. Hier war sie sicher. Und auch Phileasson gegenüber empfand ich es als Stärke, dass sie den Kleinen ihm übergab und nicht rumjammerte. Sie hat seine Führung akzeptiert und ihm gleichzeitig auch wahrscheinlich voller Vertrauen, dass er nicht so hartherzig sein wird, ihren Schützling überlassen. Hätte er sich trotzdem für das Töten entschieden, hätte ihr das sicherlich sehr weg getan aber sie hätte es trotzdem bestimmt akzeptiert, weil sie Respekt vor seiner Führungskraft gehabt hätte (für sich alleine hätte sie trotzdem geweint)



    Die Geschichte von Eichwalds Familie fand ich irgendwie sehr traurig. Er hat sicherlich eine spannende Lebensgeschichte, aus der man noch einiges erzählen könnte.


    Ja, das hat mich auch traurig gemacht und die Schattenseite des bisher eigentlich so freundlich wirkenden Traviakults gezeigt. Schade, dass der Segen nur für "offizielle" Rituale gilt, aber vor den blutsverwandten Familienzugehörigkeiten halt macht. :( Echte Mütter und Väter und deren Kinder sollten doch selbstverständlich auch den Segen bekommen dürfen, eigentlich schon von ganz alleine...


    Shayas Verletzung macht mir auch große Sorgen und Salarins Gedanken über sie, "dass ihre Melodie falsch sei" und die Worte der Elfin, "es gehe etwas Bedrohliches von ihr aus" bestätigt meinen Verdacht, dass sie sich vielleicht einen Eisigel-Splitter eingefangen hatte, bei der Behandlung Tylstyrs. Sie hatte ja geholfen, die Splitter aus Tylstyr herauszuziehen und dabei kann sie sich selbst damit verletzt haben. So eine dicke Beule in der Wunde kommt bestimm von einem eiternden Fremdkörper.


    Und das bestätigt so ein bisschen meine Vermutung vom vorherigen Abschnitt, dass diese Eisigel für Tylstyrs Wahn mit dem Feuer, das ihn umzingelte verantwortlich waren und die Angstträume der anderen verursachte, solange sie sich in der Nähe befanden. Und wenn Shaya nun so einen Eissplitter spazieren führt, dann ist es kein Wunder, wenn die Ängste der anderen nicht aufhören. Doch warum werden nicht ihre eigenen Ängste verstärkt? Das frage ich mich dann doch, wenn ich davon ausgehe, was die Splitter mit Tylstyr evtl. angestellt haben und mit den anderen. Oder sieht der Eissplitter (angenommen natürlich es ist einer) mehr Nutzen darin, sich von Shaya wie ein Parasit zwischen seinen Opfern herumführen zu lassen und verschont sie deshalb (als ihr Wirt)?



    Salarin fällt mir in diesem Abschnitt negativ auf. Er stellt zwar fest, dass Shayas Lied falsch klingt, dennoch geht er der Sache nicht auf den Grund. Ich finde es schade, dass er nicht nach Klärung strebt. Bisher war er so umsichtig und jetzt hinterfragt er die Situation nicht einmal. Das finde ich unfair.


    Das ist mir auch aufgefallen. Diese Falschheit, diese Bedrohung scheint ihn irgendwie zu lähmen oder ihm Angst zu machen. Vielleicht handelt er hier eher instinktiv, indem er sich dem "schlechten Einfluss" (erst einmal) entzieht? Oder ist es vielleicht so, dass sein Verstand (bewusst) davon blockiert wird? Vielleicht eine Auswirkung für die er nichts kann? Oder ist es nur eine dramaturgische Sache der Autoren, um uns Leser länger zappeln zu lassen ähnlich wie mit Leomaras Vision, die Tylstyr nun schon etwa zweimal einfach nicht weitergeben konnte, weil irgendwas Wichtiges ihm quasi das Wort abschnitt? ;)



    :klatschen:
    Es ist ein Schlammgeysier. Deswegen bedeckt auch Schlamm die Felsen - er stammt von den vorigen Ausbrüchen. Nebenbei macht er den Boden rutschig ...


    Ja, so habe ich das auch verstanden. Als der Schlamm erwähnt wurde, war mir klar, dass er vor Schreck keinen Halt mehr fand.


    Toll, dass Tylstyr hier eine Fackel zaubern konnte. Die Überwindung dazu und das Erfolgserlebnis werden ihn nun hoffentlich stärken und die neidvollen Gedanken gegenüber Salarin stoppen.

  • Eichwards Geschichte hat mir auch sehr gefallen, macht ihn für mich noch sympathischer als ohnehin schon. Das Yeti-Baby fand ich ebenfalls sehr süß. Bin froh, dass sie es in Sicherheit gebracht haben. Hat mich unwillkürlich an Ice Age und das Menschenbaby erinnert.



    Auch Shaya ist eine Thorwalerin - Stärke und Härte, vor allem sich selbst gegenüber, sind überragende Ideale ihrer Kultur.
    :barbar:


    Schön, dass das langsam durchkommt.



    Für Shaya ist an dieser Stelle besonders schwierig, dass ihr Ideal auf eine Wirklichkeit prallt, mit der es nicht kompatibel zu sein scheint.


    Was ich außerordentlich gut fand! Sehr schön, dass auch die unangenehmen Seiten der Traviakirche gezeigt werden.

  • Na, unseren Recken kommt nun auch der Gedanke, dass diese Eisigel die Emotionen beeinflussen könnten. Genaues wissen wir noch nicht, aber irgendwas ist mit diesen Dingern oberfaul.


    Gut gefällt mir, wie wir immer mehr Details über die Gefährten erfahren, wie hier über Eichward. Er kann einem echt leid tun, erst die Traumatisierung durch den Krieg und dann hat er zwar einen Sohn und doch wieder keine Familie. Grausam, wie seine Verlobte ihn fortgejagt hat bzw. musste, weil der Traviaglauben das so vorschreibt. Sehr realistisch fand ich hierbei Shayas Zweifel an dieser Vorschrift, nachdem sie Eichwards Schicksal dazu kennt. So ist es doch häufig, dass vordergründig eine Regelung einen guten Eindruck macht, aber wenn man dann die Einzelschicksale beleuchtet, merkt man oft, dass sie zu pauschal ist.


    Shaya hat einen ganz ausgeprägten Familiensinn, Familie ist für sie sehr wichtig. Und gerade Kinder scheinen ihr besonders am Herzen zu liegen, sowohl bei dem Schratbaby als auch bei Leomara ist sie bereit, es zu verteidigen. Absolut rührend fand ich, als Crottet den Seehundspeck für das Baby vorkaut, nachdem er zuvor noch das Knochenmesser in der Hand hielt. Wie dicht Notwendigkeit und Menschlichkeit zusammenliegen. Bei Beorns Leuten hätte das Baby keine Chance gehabt, aber Phileasson gesteht Shaya es zu, sich um den Kleinen zu kümmern. Auch zeigt er Größe bei der Verhandlung mit dem Schrat, dass er eben nicht damit droht, das Baby aufzuschlitzen, damit die Schrate ihren Angriff einstellen, sondern dass er ihnen vermittelt, dass er ihnen das Baby zurückgeben will. Asleif musste ja damit rechnen, dass der Schrat ihn nicht versteht bzw. missversteht, aber er setzt darauf, dass die Schrate ihre Kinder genauso lieben. Und diese Rechnung geht absolut auf, die Schrate lassen sich ziemlich schnell auf Friedensverhandlungen ein.


    Lachen musste ich bei Vascals Begeisterung über die Möglichkeit, die Kultur der Schrate zu entdecken und zu erforschen - Vascal gesteht den Schraten immerhin eine Kultur zu, im Gegensatz zu Ursa. Wobei es für die Schrate nicht unbedingt vorteilhaft sein muss, wenn ihre Kultur allzu bekannt wird, so was schadete oft genug auch unseren menschlichen Naturvölkern.


    Dass Mutter Galandel eine Elfe ist, damit hätte ich nie gerechnet. Ist sie dann der seltsame Besucher, den Galayne erwähnte? Ich gehe mal davon aus. Warum sie wohl nie zurück zu ihrer Sippe gegangen ist? Auf ihr Geheimnis bin ich auch gespannt. Und um welche Stadt handelt es sich, die sie damals mit ihren Begleitern suchen wollte?


    Shaya ist echt tapfer, dass sie von allen angebotenen Nahrungsmitteln der Schrate probiert - deren Nahrung ist für die Thorwaler doch etwas arg speziell ;D Allerdings beunruhigt es mich, dass sowohl Salarin als auch Galandel Shaya misstrauen bzw. irgendwas Bedrohliches an ihr feststellen. Liegt das auch wieder an den Eisigeln? Salarin findet Shayas Melodie seit ein paar Tagen falsch, genauso wie die Melodie der Eisigel.


    Was war nur mit Tjorne los? Wurde er in der Hitze bewusstlos oder warum stürzte er plötzlich in das Loch?

  • Zitat

    Oh wie süß, das Schrat-Baby ist ja allerliebst


    Ja ja extrem hoher Knuddelfaktor. Und irgendwie war klar, das Phileassons Truppe das Baby finden würde. Sie brauchten ja eine 'Eintrittskarte' ins Schrat- Lager. Das war mir persönlich zu offensichtlich.
    Auch wenn ich mich gefreut habe, das sie sich mit den Schraten angefreundet haben.


    Zitat

    Phileasson ist einfach klasse. Man muss ihn lieben!


    Ja dieser Mann ist perfekt. Ihm gelingt alles, er versteht alles. Er macht alles richtig. Hat der Mann keine Schattenseite?

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()


  • Shaya scheint Interesse an Salarin zu haben, sonst würde sich wohl nicht fragen, wie er beim baden aussieht und ob es stimmt, dass die Behhaarung eines Elfen bei den Augenbrauen endet. (DAS frage ich mich übrigens auch! *räusper* :D)


    Ohja, nicht das noch zu amourösen Verwicklungen führt, von denen Phileasson graue Haare bekommt ;D



    Doch jetzt das Wichtigste: Tylstyr findet zu sich zurück. Anscheinend musste er erst den Schock überwinden und fasst nun seinen Mut zusammen.


    Ich war auch froh, dass sich Tylstyr überwinden konnte.



    Der zweizahnige Kopfschwänzler muss noch gefangen werden! Ich frage mich, ob Phileasson dies nun leichter gelingen wird, da er Schneeschrate im Schlepptau hat, die wohl die Schamanin schützen sollen. Vermutlich könnten die Schrate der entscheidende Vorteil Beorn gegenüber sein?


    Ich würde es Phileassons Ottajasko gönnen, wenn sie endlich auch mal einen Vorteil hätten und nicht nur immer Beorns Mist ausbaden müssten.



    Vor allem aber etwas traurig, da es dem Ende entgegen geht.


    Ich auch - ich habe vorher festgestellt, dass ich nur noch einen Abschnitt vor mir habe :'(



    Irgendetwas ist mit Shaya aber nicht in Ordnung. Das macht sicherlich diese merkwürdige Wunde. Ob sich da so ein Eisigelsplitter verirrt hat?


    Stimmt, der Gedanke kam mir doch auch und habe ihn wieder vergessen, denn diese Beule ist doch nicht normal. Hier hat mich auch beunruhigt, dass Salarin mit seinem Heilgesang an seine Grenzen gestossen ist und Shaya niemanden etwas sagt, was mit ihrer Wunde ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie einen Splitter abbekommen hat, als sie Tylstyr von dem Igel weggezogen hat.



    In einem der vorigen Leseabschnitte war auch eine der Figuren von diesem Umstand überrascht. Wisst Ihr noch, welche? ;)


    Galayne?



    Erinnert Ihr Euch noch an den ersten Albtraum?
    Tipp: Es war ein Wachtraum ... ;)


    Nicht mehr so richtig :-[


  • Dass Mutter Galandel eine Elfe ist, damit hätte ich nie gerechnet. Ist sie dann der seltsame Besucher, den Galayne erwähnte? Ich gehe mal davon aus.


    Auf die Idee, dass Galandel dieser Besucher sein könnte bin ich noch gar nicht gekommen. Aber jetzt, wo du das sagst, kann ich mir das durchaus vorstellen.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Zitat

    Diese Mischung aus Abenteuerroman und Fantasy hat mich total überzeugt


    Mal abgesehen davon, das mich das Buch auch total überzeugt und begeistert hat.
    Was ist denn für dich TippendeTastatur ein Abenteuerroman im Gegensatz zu einem Fantasyroman?
    Für mich sind Fantasygeschichten immer auch Abenteuergeschichten.


    Zitat

    Und wir lernen Galandel kennen, die Schamanin der Schneeschrate, die ursprünglich der selben Sippe entstammt wie Salarin.


    Und noch eine Elfe. In Aventurien scheinen Elfen einen gewissen Hang dazu zu haben, ihresgleichen zu verlassen oder allein unter Menschen und / oder Schneeschraten zu leben?
    Überrascht hat mich das Auftreten von Galandel alle mal. Und ihr Einfluss auf die Schneeschrate, die sie ja wohl hoch schätzen. Galayne hat ja auch bei ihnen gelebt. Ist die Namensähnlichkeit Zufall?
    Wissen würde ich ja auch gerne in wie weit die Elfe, die Kultur der Schneeschrate beeinflußt hat? Haben sie ihr vielleicht sogar ihre Sprache zu verdanken.


    Zitat

    So, und nun hoffe ich, dass die Zweifler endlich einsehen, dass Tylstyr ein toller Kerl ist.


    Da gab es für mich nie einen Zweifel. Gemeinsam mit Shaya meine beiden 'Helden' der Geschichte. Sie gäben auch ein interessantes Paar ab, der Magier und die Geweihte. Mal schauen, wie sich die beiden weiterentwickeln.
    Und ich hoffe, das Shaya noch eine Weile überlebt. Ihre Wunde klingt schlimm. Hoffentlich wird nicht wahr, was Beorn seiner Traviageweihten angedroht hat, das er sie austauschen muss. Hoffentlich zwingt der Tod Phileasson nicht dazu, eine andere Geweihte auf sein Schiff nehmen zu müssen.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()


  • Shaya ist schon deshalb sympathisch, weil sie Eichwards Probleme versteht und sich Gedanken macht. Sie ist also schon mal keine Fanatikerin.


    Bei der Arbeit am dritten Band der Saga habe ich gerade große Freude an einem Geweihten, den ich als Seelsorger angelegt habe - was ihm in seiner von sehr strikten Kräften dominierten Kirche einige Probleme macht. ;)



    Wie kommt man auf solche ausgesuchten Köstlichkeiten?


    Die Speisefolge der Schrate habe ich aus einem Quellenbuch zu Das schwarze Auge entnommen, vermutlich "Im Bann des Nordlichts". Dort wird die Kultur der Schneeschrate beschrieben und bei dieser Gelegenheit der Reisebericht einer gewissen Schwester Shaya zitiert, die sich sehr genau an das gemeinsame Abendessen erinnert ...
    :D



    So, und nun hoffe ich, dass die Zweifler endlich einsehen, dass Tylstyr ein toller Kerl ist. Wieviel Überwindung muss es kosten, eine Feuer anzumachen und an einen Feuerschlot zu gehen, wenn man kurz vorher so gebrannt hat. Das ist wahrer Mut, eine solche Angst zu überwinden.


    Ich sehe das auch so: Mutig ist, wer seine Angst überwindet. Es gibt aber auch eine andere Definition: Mutig ist, wer niemals Angst empfindet.
    Das ist ähnlich wie bei Shaya. Man kann sie als starke Figur wahrnehmen, weil sie ihre Hemmungen überwindet und zum Wohl der Gemeinschaft persönliche Opfer bringt. Man kann sie aber auch schwach finden, weil sie überhaupt "sanfte" Empfindungen hat.


  • Und dann taucht dort die Elfe Galandel auf. Wie sie wohl dort gelandet ist? Ich hoffe, das wird noch aufgeklärt.


    Aber ja. ;)



    Aber warum wird Phileasson so wütend auf Tylstyr. Der konnte doch nichts dafür, dass Tjorne da an dem Loch kniet und nicht weitergegangen ist. Tylstyr war ja mit Tjorne per Seil verbunden und wurde dann mitgezogen, als Tjorne abgestürtzt ist. Ich fand, da hat Phileasson Tylstyr zu unrecht angemeckert.


    Die beiden bilden eine "Seilschaft", und diese Seilschaft ist nicht weitergegangen.
    Mitgehangen - mitgefangen.
    :D


  • Ich stimme dir zu, was [Tylstyrs] Mut betrifft. Leider kann ich ihn immer noch nicht leiden.


    :D



    Ihr kennt das bestimmt, wenn einfach jemand von Anfang an verkackt hat bzw. wenn man mit jemanden einfach nicht auf einer Wellenlänge liegt. Dann fällt es auch schwer das Positive zu sehen.


    Für uns als Autoren ist es ein Kompliment, wenn Leser auf unsere erfundenen Figuren so reagieren, wie auf echte Menschen. :) Vor allem dann, wenn die Reaktionen unterschiedlich ausfallen - eben wie im echten Leben, wo auch nicht jeder mit jedem gut auskommt.



    Salarin fällt mir in diesem Abschnitt negativ auf. Er stellt zwar fest, dass Shayas Lied falsch klingt, dennoch geht er der Sache nicht auf den Grund. Ich finde es schade, dass er nicht nach Klärung strebt. Bisher war er so umsichtig und jetzt hinterfragt er die Situation nicht einmal. Das finde ich unfair.


    Hm, ist er wirklich der Typ, der Dingen (rasch) auf den Grund geht?
    Erinnert Ihr Euch an die erste Begegnung mit Salarin, im Traviatempel, als er seine eigene Problemlösungsstrategie mit der von Eichward vergleicht und zu dem Schluss kommt, dass er wohl sehr, sehr lange auf Melodien lauschen würde, bevor er eine notwendige Reparatur anginge?
    ;)


  • Wurde Shaya nicht bei dem Piratenüberfall verletzt? Ich dachte.... Oder bringe ich da was durcheinander?


    Ich glaube, das verwechselst Du tatsächlich: Shaya hat bei Tylstyrs Heilung nach dem Piratenüberfall mitgeholfen, indem sie die Pfeilspitze entfernt hat.



    Oh wie süß, das Schrat-Baby ist ja allerliebst. :herz:


    Auf der Liste der möglichen Merchandise-Artikel zur Phileasson-Saga stehen die Schneeschrate ganz oben ...
    :D



    Echte Mütter und Väter und deren Kinder sollten doch selbstverständlich auch den Segen bekommen dürfen, eigentlich schon von ganz alleine...


    Wenn alle nach Travias Ideal leben würden, gäbe es nur Eltern, die miteinander verheiratet sind ...



    Shayas Verletzung macht mir auch große Sorgen und Salarins Gedanken über sie, "dass ihre Melodie falsch sei" und die Worte der Elfin, "es gehe etwas Bedrohliches von ihr aus" bestätigt meinen Verdacht, ...


    Aha, es sind also die beiden Elfen, denen auffällt, dass mit Shaya etwas nicht stimmt. Ob das wohl etwas zu bedeuten hat ...?



    Doch warum werden nicht ihre eigenen Ängste verstärkt?


    Werden sie das wirklich nicht ...? ;)



    Gut gefällt mir, wie wir immer mehr Details über die Gefährten erfahren, wie hier über Eichward.


    Die Frage, wie man solche Hintergrundinformationen in eine Geschichte einbringt, gehört zu den schwierigen Aspekten des Autorenhandwerks. Ich habe in meinen ersten Geschichten die Figuren aufgestellt wie Playmobilmännchen, jede beschrieben, und zehn Seiten später ging dann die Handlung los. Leider hat die niemand mehr gelesen, da waren schon alle eingeschlafen ...
    :D



    So ist es doch häufig, dass vordergründig eine Regelung einen guten Eindruck macht, aber wenn man dann die Einzelschicksale beleuchtet, merkt man oft, dass sie zu pauschal ist.


    Interessanterweise lautet die Generalklausel im kanonischen Recht der katholischen Kirche: "... das Heil der Seelen vor Augen, das in der Kirche immer das oberste Gebot sein muss." Das Gesetz ist das Gesetz - aber das Leben ist vielfältiger als jedes Gesetzbuch.



    Und gerade Kinder scheinen ihr besonders am Herzen zu liegen, sowohl bei dem Schratbaby als auch bei Leomara ist sie bereit, es zu verteidigen.


    Außerhalb der Leserunde habe ich mich mit einem Leser darüber ausgetauscht, dass Leomara für Shaya eine große Hilfe und Stütze ist, gerade weil sie ein neunjähriges Kind ist: Dadurch kann Shaya ihre Ideale von einer fürsorglichen Familie innerhalb der Ottajasko leben. Das ist ihr vertraut und gibt ihr Halt.



    Lachen musste ich bei Vascals Begeisterung über die Möglichkeit, die Kultur der Schrate zu entdecken und zu erforschen


    ... diese Passage hat bei der Arbeit am Manuskript auch einem gewissen Autor ein Lachen entlockt. ;)



    Ist sie dann der seltsame Besucher, den Galayne erwähnte? Ich gehe mal davon aus. Warum sie wohl nie zurück zu ihrer Sippe gegangen ist? Auf ihr Geheimnis bin ich auch gespannt. Und um welche Stadt handelt es sich, die sie damals mit ihren Begleitern suchen wollte?


    Die Stoppuhr läuft - wann wird die Leserunde dieses Rätsel wohl lösen?



    Shaya ist echt tapfer, dass sie von allen angebotenen Nahrungsmitteln der Schrate probiert - deren Nahrung ist für die Thorwaler doch etwas arg speziell


    Zweifellos - aber ein gemeinsames Mahl ist für eine Geweihte der Göttin von Heim und Herd eine heilige Handlung. Appetit und Geschmack sind da sekundär. ;)



    Ja dieser Mann ist perfekt. Ihm gelingt alles, er versteht alles. Er macht alles richtig. Hat der Mann keine Schattenseite?


    Doch. >:D
    Und in der Leserunde wurde seine große Schwäche bereits genannt - auch, wenn sie sich noch nicht schwerwiegend ausgewirkt hat. Aber das kommt noch. ;D



    Stimmt, der Gedanke kam mir doch auch und habe ihn wieder vergessen, denn diese Beule ist doch nicht normal.


    Richtig, normal ist an Shayas Zustand gar nichts. >:D



    Und noch eine Elfe. In Aventurien scheinen Elfen einen gewissen Hang dazu zu haben, ihresgleichen zu verlassen oder allein unter Menschen und / oder Schneeschraten zu leben?
    Überrascht hat mich das Auftreten von Galandel alle mal.


    Ein kleiner Tipp: Habt Ihr den Eindruck, dass viele Mitglieder der Ottajasko vor Beginn der Reise bereits Elfen begegnet sind? ;)



    Sie gäben auch ein interessantes Paar ab, der Magier und die Geweihte. Mal schauen, wie sich die beiden weiterentwickeln.


    Dazu muss unser schüchterner Magier nur noch den Elfen aus dem Weg schubsen und schon ...
    :flirt:


  • Hm, ist er wirklich der Typ, der Dingen (rasch) auf den Grund geht?
    Erinnert Ihr Euch an die erste Begegnung mit Salarin, im Traviatempel, als er seine eigene Problemlösungsstrategie mit der von Eichward vergleicht und zu dem Schluss kommt, dass er wohl sehr, sehr lange auf Melodien lauschen würde, bevor er eine notwendige Reparatur anginge?
    ;)


    Hm, da ist natürlich etwas dran. Aber wenn´s jemandem schlecht geht, muss man manchmal eben zeitnah evtl. sogar schnell handeln. Da hat auch der Herr Elf nicht ewig Zeit sich das eine Woche durch den Kopf gehen zu lassen. >:(

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Die Frage, wie man solche Hintergrundinformationen in eine Geschichte einbringt, gehört zu den schwierigen Aspekten des Autorenhandwerks. Ich habe in meinen ersten Geschichten die Figuren aufgestellt wie Playmobilmännchen, jede beschrieben, und zehn Seiten später ging dann die Handlung los. Leider hat die niemand mehr gelesen, da waren schon alle eingeschlafen ...
    :D


    :totlach:

  • Habe meinem Sohn heute gesagt, dass drei Elfen mitfahren und er war erschüttert. Er hatte sich beschwert, dass der Klappentext schon verrät, dass es ins Land der Schrate geht. Ist schon lustig, er hat die Rollenspielbücher gelesen und ich Nordwärts und nun will ich ihn überreden Nordwärts zu lesen, obwohl oder weil es anders ist als die er es kennt. Mal sehen. :)

  • Mir gefällt, dass wir hier ein wenig mehr über die Schneeschrate erfahren haben und dass sie nicht einfach als "Tiere" abgehakt werden, sondern ihre Zivilisation gezeigt wird. Viele Verhaltensmuster erinnern mich tatsächlich an Menschenaffen, aber es gibt da auch noch eine andere Ebene. Die Ernährungsgewohnheiten sind natürlich ungewöhnlich, da ist mir ja schon beim Lesen leicht schwummrig geworden. Darum habe ich vor Shaya auch großen Respekt, die tatsächlich von allem etwas probiert hat, um nicht unhöflich zu sein.


    Überhaupt hat es Shaya in diesem Abschnitt nicht leicht. Da ist ja nicht nur dieser fiese Eisigelsplitter (vermute ich mal), dessen Auswirkungen immer schlimmer werden und der nicht nur Schmerzen verursacht, sondern auch etwas an Shaya verändert. Ihre Melodie, ihre Ausstrahlung. Salarin fällt das früh auf, aber er weicht aus und nimmt Abstand, anstatt sie darauf anzusprechen. Gerade weil sie eigentlich einen guten Draht zueinander haben, verwundert mich das schon. Andererseits kann es natürlich auch sein, dass er das erstmal beobachten wollte oder in Ruhe darüber nachdenken oder ihr einfach nicht zu nahe treten wollte. Er ist jetzt ja nicht so der spontane Typ. ;) Jedenfalls stört diese Veränderung auch Shayas Verbindung zu ihrer Göttin, zumindest ist es so bei mir angekommen. Und dann ist da ja noch das Gespräch mit Eichward, durch das Shaya mit Auswirkungen konfrontiert wird, die nicht zu ihrem Ideal passen. Die Fragen auslösen und die andere Seite zeigen ... Das Gespräch hat mir sehr gefallen, aber für Shaya ist das einfach eine unheimlich schwierige Situation. Ich bin gespannt, wie sie weiter damit umgeht.


    Galandel ist also der versprochene Elfen-Zuwachs und ebenso der seltsame Gast der Schneeschrate, bei dessen Auftauchen sich Galayne zurückgezogen hatte. Und Salarin hat schon von ihr im Seelenverbund gehört! Ich mag Galandel, sie macht mich neugierig (fast so sehr wie eine gewisse andere Figur) und ich bin gespannt, wie es mit ihr weitergeht. Und ob ein Zeitpunkt kommt, an dem sie über die Vergangenheit und ihre eigene Suche spricht. Welche Stadt hatten sie gesucht? Und was ist passiert, dass ihr das frühere Ziel nun egal zu sein scheint? Oder hat sie ihr Leben nun "einfach" komplett ihren Lebensrettern geweiht?


    Tylstyr hat sich überwunden - er wusste, dass jetzt der richtige Zeitpunkt war und nicht irgendwann, wenn man schnell reagieren muss und keine Zeit für das Überwinden der Angst bleibt. Trotz der Alpträume, die durch die Schneeigel ja auch noch verstärkt wurden. Das nötigt mir eine gehörige Portion Respekt ab - ich bin stolz auf ihn. Und dann noch seine humorvolle Antwort auf die Frage des Foggwulfs! ;D


    Und dann habe ich noch eine Frage zum Cover. Mir ist das ja ziemlich spät aufgefallen, aber das Zeichen auf dem Segel sieht für mich wie eine alte isländische Rune bzw. Schutzzeichen aus (zumindest ähnelt es meinem Wegezauber von der Art her). Was steckt da denn dahinter? Oder ist das ein DSA-Zeichen-Runendings für Swafnir?