07 - Seite 299 bis 336 (Beginn Kapitel 5 bis "... in Lachen auf dem Eis.")

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  • Beorn? Was soll ich zu ihm sagen? Was er in dieser Szene tut, ist mir zuwider. Er läßt eine ganze Familie von Schneeschraten abschlachten, um ihrer Felle willen. An sich ist das ja nichts ungewöhnliches. Menschen schlachten Tiere immer wieder aus reinem Profitdenken ab. Aber hier wußte er, das es sich um eine intelligente, fühlende, kulturschaffende Spezies handelte, die ihn auch noch um Frieden gebeten hat. Sogar die Lage ihres Lagers haben sie preisgegeben. Doch es hat alles nichts genützt.
    Gefreut habe ich mich, das zwei Schneeschrate, wenn auch nicht unverletzt entkommen konnten, um die anderen zu warnen. Ich hoffe Beorn bekommt noch mal mit ihnen zu tun.
    Ich denke schon, das die Schneeschrate zwischen Menschen unterscheiden können. Außerdem ist Phileasson schlau genug. Ihm traue ich zu, das er sich mit ihnen arangiert. Das bekommt er schon hin.


    Zitat

    Was traut Ihr Galayne zu - wie groß ist sein Plan angelegt? Geht es ihm um den eigenen Vorteil - oder handelt er in einem größeren Rahmen?


    Galayne hat hier ein Verhalten gezeigt, das ich nicht erwartet hätte. Er ist sehr einfühlsam, und unnötige Grausamkeit scheint ihm fern zu liegen (Hat er Hrolf vielleicht doch nicht getötet?).
    Ich hatte hier schon das Gefühl, das Galayne nicht nur zu seinem Vorteil handelt. Er verfolgt einen größeren Plan. Wobei ich allerdings noch keine Vorstellung habe, worin der besteht.


    Ursa und Gera finde ich gar nicht so schlimm. Sie leben für ihre Waffen und den Kampf. Das macht sie in Beorns Ottajasko zu wertvollen Mitgliedern. Und ich behaupte nicht nur in dessen Schiffsgemeinschaft. Sie haben es bei ihm sicher leichter ihren 'Lebensstil' auszuleben. Aber sie wären auch bei Phileasson gut aufgehoben mit ihren Fähigkeiten. Auch wenn Phileasson einiges an Mühe aufwenden müßte, um sie einzugliedern. Aber sein Führungsstil, der für jedes Mitglied seiner Ottajasko den richtigen Ton findet, würde auch für diese beiden Frauen die richtige Ansprache finden.


    Für mich gibt es überings einen Sympathieträger auf Beorns Schiff. Der alte Steuermann Olav. Mir ist er durchaus sympathisch, wie er hier dargestellt wird. Vielleicht erfahren wir noch ein bißchen mehr, über ihn und seine Geschichte. Auf jeden Fall ist er mir in diesem Kapitel zum ersten Mal so richtig ins Bewußtsein gerückt worden.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Dieser Leseabschnitt hat mich richtig mitgerissen.


    :freu:



    Phileasson ist ein gerechter Mann, der auch die gefangenen Piraten fair behandelt. Er hört sogar seine Mannschaft zum Thema. Die Szene war allerdings wirklich zu kurz. Die Mannschaftsbefragung wurde erst groß angekündigt und dann für den Leser nicht erlebbar durchgeführt. Wir haben nur das Ergebnis gesehen. Schade eigentlich.


    Ich gelobe Besserung: Es werden noch Bespechungen kommen, bei denen die Leser live dabeisein werden.



    [Shaya] mag die Menschen um sie herum, das spürt man.
    Mir imponiert auch ihre Haltung gegenüber den gefangenen Piraten. Sie will ihnen helfen, obwohl sie diesen Überfall nur mit Glück überstanden haben. Ihr ist Grausamkeit zuwider. Sie lebt ihren Glauben, und hilft wo immer Hilfe nötig ist.


    Was ich noch ergänzen kann: Innerhalb des Zwölfgötter-Pantheons gehört Travia zusammen mit Peraine und Tsa zu den "drei gütigen Schwestern". Einige Zeit nach der Phileasson-Saga werden die drei Kirchen dieser Göttinnen einen gemeinsamen, mildtätigen Orden ins Leben rufen.



    Ich bin gespannt, ob sie da mal mit Phileasson in offenen Konflikt kommt.


    Ich bin versucht, diese Frage umzudrehen: Kann man sich vorstellen, dass ein Konflikt ausbleibt, wenn Shayas Menschenfreundlichkeit auf die Notwendigkeiten dieser Abenteuerreise trifft, in der Phileasson sicher auch einmal harte Entscheidungen wird treffen müssen?



    Ihre Schwester (sagt ma das so in den Orden Aventuriens?) auf Beorns Schiff hat es da sicherlich schwerer...


    In diesem Fall ist es sogar dreifach richtig:
    Die allgemeine Bezeichnung für weibliche Geweihte ist "Schwester".
    Die Bezeichnung für eine Priesterin (also den klerikalen Rang) in der Traviakirche ist ebenfalls "Schwester". Sowohl Shaya als auch Lenya bekleiden diesen Rang und sind damit Cunia ("Mutter") untergeordnet, dürften aber grundsätzlich ihre eigenen Gemeinden leiten. Während ihrer Zeit in Rommilys war Shaya noch ein "Gänslein".
    Lenya und Shaya haben lange gemeinsam im Tempel von Thorwal gelebt, und da die Traviatempel ebenfalls wie Familien organisiert sind, werden sie sich auch unter diesem Aspekt als Schwestern betrachten.



    Aber hier wußte [Beorn], das es sich um eine intelligente, fühlende, kulturschaffende Spezies handelte, die ihn auch noch um Frieden gebeten hat. Sogar die Lage ihres Lagers haben sie preisgegeben. Doch es hat alles nichts genützt.


    Mich hat überrascht, dass es einer offiziellen Feststellung des damaligen Papstes bedurfte, um für alle verbindlich festzustellen, dass auch die Ureinwohner der Neuen Welt als Menschen anzusehen sind ... :( Man scheint sich da Einiges zurechtlegen zu können, wenn man auf ein Volk trifft, das gänzlich anders lebt als man selbst und dessen Angehörige auch ganz anders aussehen.



    Ursa und Gera finde ich gar nicht so schlimm. Sie leben für ihre Waffen und den Kampf. Das macht sie in Beorns Ottajasko zu wertvollen Mitgliedern. Und ich behaupte nicht nur in dessen Schiffsgemeinschaft. Sie haben es bei ihm sicher leichter ihren 'Lebensstil' auszuleben. Aber sie wären auch bei Phileasson gut aufgehoben mit ihren Fähigkeiten.


    Die Drachenführer dürfen sich ja nicht gegenseitig töten, ohne die Regeln des Wettkampfs zu verletzen. Aber wenn es zu einer Konfrontation von Beorns Thorwaler-Truppe mit Phileassons buntem Haufen käme - was denkt Ihr, welcher von beiden könnte hinterher noch aus eigener Kraft vom Kampffeld gehen?



    Für mich gibt es überings einen Sympathieträger auf Beorns Schiff. Der alte Steuermann Olav.


    Erst Ohm Follker, jetzt Olav ... Ich merke schon: Die alten Haudegen genießen Eure Sympathie! ;D


  • Ich bin versucht, diese Frage umzudrehen: Kann man sich vorstellen, dass ein Konflikt ausbleibt, wenn Shayas Menschenfreundlichkeit auf die Notwendigkeiten dieser Abenteuerreise trifft, in der Phileasson sicher auch einmal harte Entscheidungen wird treffen müssen?


    Oh, ich habe es geahnt, irgendwas wird kommen, wo wir uns entscheiden müssen zwischen den beiden. Es wird sicher eine Situation geben in der es völlig logisch und richtig ist, dass Phleasson eine "harte" Entscheidung trifft, die uns als Leser nicht gefallen wird, die aber nicht anders ausfallen kann. Ich bin aber fast überzeugt, dass Shaya so klug ist zu wissen, wann es keine andere Entscheidung geben kann. Wie sie das mit sich selbst allerdings ausfechten wird, wer in ihr gewinnt, die Logik oder die Empathie... Naja, vielleicht seid ihr auch nicht so gemein, sie in diese Situation zu bringen. Aber was, wem sage ich das, ist doch vergebliches Hoffen :aaa:



    Die Drachenführer dürfen sich ja nicht gegenseitig töten, ohne die Regeln des Wettkampfs zu verletzen. Aber wenn es zu einer Konfrontation von Beorns Thorwaler-Truppe mit Phileassons buntem Haufen käme - was denkt Ihr, welcher von beiden könnte hinterher noch aus eigener Kraft vom Kampffeld gehen?


    Im Kampf sind wohl beide Mannschaften gut und die Anführer sind für den Kampf bestens geeignet. Allerdings ist Beorn ein Verräter, solche Leute betrügen auch im Kampf und da gibt es einen Nachteil für Phileasson, der wohl die Ehre höher hält. Vielleicht würde aber am Ende die Mannschaft gewinnen, die am beswwten zusammenhält und in der jeder seinen Part kennt und sich einfügt. Sozusagen ein mächtiger Gleichklang im Lied entsteht. Im Moment würde vermutlich noch Gewalt siegen, vor allem, da bisher dem Magierelfen nichts entgegenzusetzen ist. Aber es entwickelt sich!
    Nein, ich kann Ursa nicht leiden, einfach abschlachten ohne Not und ohne Befehl, neeee. Ich würde ihr nicht vertrauen und ihr niemals den Rücken zu wenden.


    Erst Ohm Follker, jetzt Olav ... Ich merke schon: Die alten Haudegen genießen Eure Sympathie! ;D


    Ist das nicht der, der so streng riecht? Oh es gibt Ekelgrenzen. Ich habe überlegt, wie hungrig ich sein müßte, um Trockenfleisch zu essen, das er unter seiner Achsel warm gehalten hat.

  • Tut mir wirklich leid, aber Beorn macht es einem nicht gerade einfach, Sympathie für ihn und seine Mannschaft zu empfinden - im Gegenteil, momentan verliert er bei mir immer mehr. Dass sie den wehrlosen Schrat einfach so umbringen, während er ihnen eine Art Friedensangebot unterbreitet, ist ja echt das Letzte. Eine wirkliche Notlage lag doch auch nicht vor. Aber es sind ja nur irgendwelche wilde Bestien, da macht es ja nichts aus, wenn man da mal aus Vergnügen ein paar umbringt (Ironie) ::) Durch Galaynes Erinnerungen an seine Beobachtungen der Schrate wird die Tat noch hässlicher. Hier war mir Galayne tatsächlich mal sympathischer als die Menschen. Einerseits hoffe ich zwar, dass einer der Schrate tatsächlich fliehen konnte, um die anderen Schratfamilien zu warnen, denn ich würde es Beorns Ottajasko gönnen, wenn sie ein paar Menschen an wütende Schrate verlieren würden. Ich befürchte nur, dass die Schrate im Endeffekt wieder das Nachsehen haben. Dann kommt es darauf an, wenn ein überlebender Schrat vor einer Gruppe Menschen mit einem Elfen warnt, passt das genauso gut auf Phileasson und seine Leute. Nachher müssen sie noch für die Dummheit von Beorn büßen.


    Spannend fand ich aber auch, dass wir ein wenig über Galayne erfahren: warum hat er früher die Schrate beobachtet und studiert? Da steckt doch etwas dahinter. Und um was für einen seltsamen Gast handelte es sich? Habe ich das richtig verstanden, dass Galayne ein Problem mit dem Mondlicht hat? Er bezeichnet das Mondlicht als schneidend, das deutet darauf hin, dass es wohl ziemlich schmerzhaft für ihn sein muss; dafür spricht auch der Helm mit dem ganz schmalen Augenschlitzen. Außerdem habe ich gestutzt, dass Galayne nicht zulassen kann, dass Beorn etwas geschieht. Geht es dabei wirklich nur darum, dass Beorn Galayne zu dessen Zielort bringt oder steckt da auch noch mehr dahinter?


    Phileasson hat inzwischen schon einen ganz schönen Rückstand und, ehrlich, mir kam bei dem Überfall auch kurz der Gedanke, ob Beorn oder Galayne dahinterstecken könnten. Die Eissegler sind ja spannende Gefährte. Ich musste in dem Moment direkt an Bernds "Grauwacht" denken, waren dort die Menschen nicht auch mit so flotten Gefährten unterwegs? Oder verwechsle ich das jetzt mit Booten, die, glaube ich, auf Rädern und mit Segel durch die Wüste unterwegs waren (ich komme aber gerade nicht darauf, in welchem Buch ich das mal gelesen habe). Vielleicht bringe ich gerade auch wieder alles durcheinander :-[


    Achja, sehr gut hat mir übrigens die Szene gefallen, als Phileassons Ottajasko wieder festen Boden unter den Füßen hat, weil auch so einfache Dinge wie eine volle Blase, die nun endlich erleichtert werden kann oder die übermütige Schneeballschlacht erwähnt werden; dadurch kam bei mir die Erleichterung nochmal stärker rüber.


    Nur gut, dass Phileasson nachts etwas gehört hat, ansonsten hätten die Thorwaler sicher nicht so schnell auf die Angreifer reagieren können. Bei dem Kampf hatte ich die Szenen durch die detaillierte Beschreibung genau vor Augen. Phileasson ist nicht nur ein hervorragender Kapitän, er kann auch kämpfen. Tylstyr versucht direkt nochmal seinen Zauber, aber irgendetwas ist diesmal schief gelaufen. Warum? Wegen der Pfeilspitze? Wurde er während des Zaubers vielleicht getroffen und konnte dadurch den Feuerstrahl nicht auf Distanz bringen? Jemanden wie Salarin dabei zu haben, der so schnell eine solche Wunder verheilen lassen kann, ist doch unbezahlbar. Hoffentlich schadet dieser Unfall nicht wieder Tylstyrs frisch gewonnenem Selbstvertrauen in seine magischen Fähigkeiten. Aber auch Vascals Wunder oder Zauber ist toll, so was kann auch immer brauchen.


    Und welch ein Unterschied zwischen Beorn und Phileasson: während Beorn die unschuldige Schratfamilie auslöschen lässt, lässt Phileasson schlussendlich die überlebenden Angreifer laufen.


  • Shaya zeigt, dass sie handlungsfähig ist wenn es darauf ankommt und konzentriert sich auf ihre Aufgabe, in dem sie Tylstyr von einer Pfeilspitze befreit. ES zeigt, dass Shaya sehr diszipliniert arbeiten kann, trotz widrigster Umstände! Eine Eigenschaft, die ihr und anderen sicher noch öfters zu Gute kommen wird.


    Ja, mir hat Shaya hier auch wieder sehr gut gefallen.



    Mich erinnern diese Schneeschrate vom Wesen her auch an diese sanftmütigen wenn auch imposanten Berggorillas ;-)


    Mich auch.



    Imponiert hat mir übrigens Phileassons Verhalten während der Schlacht mit den Räubern und Piraten. Er hatte solche Sorge einen aus der eigenen Mannschaft zu erwischen, dass er sie erst alle zusammenrief, um so etwas zu vermeiden. Wieder einmal stellt der Kapitän seine Führungsstärke unter Beweis, die eben auch die Sorge um das Wohlergehen der eigenen Ottajasko mit sich bring oder bringen sollte. Er hat eindeutig meine Sympathie!


    Stimmt, da sammelte bei mir auch weitere Pluspunkte.



    Endlich taucht auch wieder Beorn auf. Wie ich befürchtete, macht der Elf Galayne Probleme. Durch seine arrogante und dominate Art verprellt er die ganze Mannschaft und zwingt Beorn, seine Macht auszuspielen. Ich glaube nämlich nicht unbedingt, dass er die Schneeschrate angegriffen hätte, wenn Galayne nicht dagegen geredet und ihm somit seine Führungsrolle streitig gemacht hätte. Ihm blieb eigentlich nichts anderes übrig, als anzugreifen.


    So habe ich das noch gar nicht gesehen, damit könntest du recht haben. Das spricht allerdings auch nicht unbedingt dafür, dass die Mannschaft einem souveränen Führer folgt. Aber was will man erwarten, wenn man solche Kampfweiber engagiert.



    Diese Kampfweiber gefallen mir überhaupt nicht. Ich kann Ursa und Gera nicht leiden >:(. Darf ich auf einen Tod hoffen? (versuchen kann man es ja mal).


    Bestimmt bleiben die uns bis zum Schluss erhalten >:(



    So, Ihr werdet jetzt Zeugen der Rache des verschmähten Autors!


    O.k., dann hat sich meine Überlegung mit der Pfeilspitze damit erledigt :D



    Hier hatten wir ja in den vorigen Leseabschnitten unterschiedliche Meinungen: Besitzt Shaya nun eine stille Stärke, oder ist sie doch ein Weichei? Wohin tendiert die Leserunde?


    Ich tendiere zu der stillen Stärke, denn dafür, dass sie das erste Mal so etwas mitmacht, schlägt sie sich wirklich gut. Ich denke, sie wird auch noch an der Aufgabe weiter wachsen.



    Als der Feuerzauber von Tylstyr nach hinten los ging, hatte ich vermutet, dass er durch die vergiftete Speerspitze keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte und der Zauber deshalb misslang.


    Das beruhigt mich jetzt, dass ich mit meiner Überlegung nicht alleine war ;D Und Rhea hatte auch die gleiche Vermutung.


    @Bernd:
    Vielleicht hättest du deine Definition der Plünderfahrer gleich mal in den Prolog einfliessen lassen sollen :totlach:



    Ist das nicht der, der so streng riecht? Oh es gibt Ekelgrenzen. Ich habe überlegt, wie hungrig ich sein müßte, um Trockenfleisch zu essen, das er unter seiner Achsel warm gehalten hat.


    Seeeeehr hungrig :angst:


  • Im Kampf sind wohl beide Mannschaften gut und die Anführer sind für den Kampf bestens geeignet.


    Ich lade Euch ein, die Sache von der anderen Seite zu betrachten:
    Beide Ottajaskos haben etwa gleich viele Mitglieder (weil die Schiffe etwa dieselbe Größe haben). Wie viele Mitglieder kennt ihr jeweils, die nicht zum Kämpfen taugen, also auch nichts in einem Gefecht beisteuern könnten?



    Spannend fand ich aber auch, dass wir ein wenig über Galayne erfahren: warum hat er früher die Schrate beobachtet und studiert? Da steckt doch etwas dahinter. Und um was für einen seltsamen Gast handelte es sich?


    Abwarten ... ;)



    Habe ich das richtig verstanden, dass Galayne ein Problem mit dem Mondlicht hat? Er bezeichnet das Mondlicht als schneidend, das deutet darauf hin, dass es wohl ziemlich schmerzhaft für ihn sein muss; dafür spricht auch der Helm mit dem ganz schmalen Augenschlitzen. Außerdem habe ich gestutzt, dass Galayne nicht zulassen kann, dass Beorn etwas geschieht. Geht es dabei wirklich nur darum, dass Beorn Galayne zu dessen Zielort bringt oder steckt da auch noch mehr dahinter?


    Merkwürdig, oder? ;)
    Was denkt die Runde - was steckt hinter (oder in?) Galayne?



    Die Eissegler sind ja spannende Gefährte. Ich musste in dem Moment direkt an Bernds "Grauwacht" denken, waren dort die Menschen nicht auch mit so flotten Gefährten unterwegs?


    Ja, die Schneesegler in Grauwacht sind von diesen aventurischen Gefährten inspiriert. ;)



    Achja, sehr gut hat mir übrigens die Szene gefallen, als Phileassons Ottajasko wieder festen Boden unter den Füßen hat, weil auch so einfache Dinge wie eine volle Blase, die nun endlich erleichtert werden kann oder die übermütige Schneeballschlacht erwähnt werden; dadurch kam bei mir die Erleichterung nochmal stärker rüber.


    Ich baue solche Vignetten immer gern ein, weil sie eine Geschichte - gerade, wenn sie eigentlich recht exotische Eigenheiten schildert - erden und mit Dingen verbinden, die jeder kennt oder sich zumindest leicht vorstellen kann.



    Jemanden wie Salarin dabei zu haben, der so schnell eine solche Wunder verheilen lassen kann, ist doch unbezahlbar.


    Ein tendenzieller Unterschied zwischen den beiden Ottajaskos besteht darin, dass Beorn sehr stark auf die Offensive setzt: Seine Leute können ausgesprochen wuchtig austeilen. Phileasson ist demgegenüber etwas defensiver aufgestellt, durch die Möglichkeit zur magischen Wundheilung kann seine Truppe mehr wegstecken.



    O.k., dann hat sich meine Überlegung mit der Pfeilspitze damit erledigt :D
    ...


    Das beruhigt mich jetzt, dass ich mit meiner Überlegung nicht alleine war ;D Und Rhea hatte auch die gleiche Vermutung.


    Das eine schließt das andere ja nicht aus ... ;)
    Eine Pfeilspitze im Fleisch stört sicher die Konzentration, zumal sie aus einem unedleren Metall besteht als Silber - das ist für die astralen Ströme ungünstig. Das kommt noch zu der eigentlichen Ablenkung durch den Treffer hinzu.


  • Ich lade Euch ein, die Sache von der anderen Seite zu betrachten:
    Beide Ottajaskos haben etwa gleich viele Mitglieder (weil die Schiffe etwa dieselbe Größe haben). Wie viele Mitglieder kennt ihr jeweils, die nicht zum Kämpfen taugen, also auch nichts in einem Gefecht beisteuern könnten?


    DA ist eindeutig Phileasson auf der schlechteren Seite, aber ich glaube daran, dass eine gut geführte Mannschaft, die sich gegenseitig achtet und ergänzt, als Ganzes wirksamer ist als eine Gesellschaft von Haudraufs. Deshalb denke ich, dass Phileassons Mannschaft immer stärker werden wird durch zunehmende Zusammenarbeit und Beorns Mannschaft durch jeden Mann, den er verliert schwächer. So wie Beorn mit seinen Leuten umgeht sind eigentlich unnötige Verluste ja sicher. Bei ihm könnte ich mir auch eine Meuterei vorstellen.


  • Was denkt die Runde - was steckt hinter (oder in?) Galayne?


    Da geht es mir wie Delena: in Galayne :o ? Dabei ist das gar nicht so abwegig, dass er vllt. "besessen" ist? Würde er das Sonnenlicht meiden, könnte er ein Vampir sein: weißes Fleisch = blutleer ;D Aber er meidet ja das Mondlicht. Gibt es eigentlich einen Gott/Göttin des Mondes in Aventurien?



    Beide Ottajaskos haben etwa gleich viele Mitglieder (weil die Schiffe etwa dieselbe Größe haben). Wie viele Mitglieder kennt ihr jeweils, die nicht zum Kämpfen taugen, also auch nichts in einem Gefecht beisteuern könnten?


    Im ersten Moment würde ich sagen, dass Phileassons Ottajasko schwächer ist, was die Offensive angeht, wenn ich an Shaya, Tylstyr und Leomara und den direkten Kampf "Mann/Frau gegen Mann/Frau" denke. Andererseits ist oftmals auch Strategie und Köpfchen der reinen Schlagkraft überlegen - jedenfalls hoffe ich das hier jetzt mal ;D Phileassons Ottajasko ist momentan im Nachteil, weil sie noch nicht wissen, wen Beorn mit an Bord hat, der z.B. auch für ihren Sturm verantwortlich war.

  • Zitat

    Beide Ottajaskos haben etwa gleich viele Mitglieder (weil die Schiffe etwa dieselbe Größe haben). Wie viele Mitglieder kennt ihr jeweils, die nicht zum Kämpfen taugen, also auch nichts in einem Gefecht beisteuern könnten?


    Würde ich die Antworten auf diese Frage nehmen, kommt natürlich Phileassons Ottajasko schlechter weg, weil sie einige Charaktere dabei hat (Shaya, Tylstyr, Lamora), die im direkten Zweikampf wahrscheinlich verlieren würden.
    Aber ich habe das Gefühl Phileassons Mannschaft deutlich besser zu kennen als Beorns. Und mein Vertrauen in Phileassons Fähigkeiten und die seiner Mannschaft ist deutlich höher, als in Beorns.
    Ich würde also immer auf Sieg für Phileassons Ottajasko tippen.


    Zitat

    Merkwürdig, oder? ;)
    Was denkt die Runde - was steckt hinter (oder in?) Galayne?


    Für diese Merkwürdigkeit habe ich noch keine Erklärung. Ein Elf der kein Mondlicht verträgt. Ich dachte immer Elfen lieben dieses Licht. Aber mir kommt Galayne auch nicht besessen vor. Er wirkt frei und unabhängig in seinen Handlungen.
    Ich bin sehr gespannt, auf die Erklärung.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()

  • Warum werden eigentlich die kämpfenden Damen in Beorns Trupp so verdammt? Schließlich hat Ursa zwar die Idee gehabt sich die Pelze zu holen, hat aber schon auf eine Zustimmung Beorns gewartet. Hätte er in dem Moment einen Führungsstil ähnlich dem Phileasson's gezeigt und seine Abneigung zum sinnfreien Abschlachten klar kommuniziert (und es ist ja ersichtlich, dass er das durchaus nicht gutheißt was dann passiert) hätte sich sicher auch Ursa zurückgehalten. Beorn ist in dem Zusammenhang höchstens vorzuwerfen, dass er den Elfen nicht schon längst auf seinen Platz verwiesen hat und so sicher ungewollt zwischen die Fronten in seiner Mannschaft geraten ist. In dem Moment blieben ihm also nur 2 Optionen und er hat sich für seine Mannschaft entschieden und dagegen des Elfen Meinung schon wieder höher zu werten und damit die Unstimmigkeiten noch mehr anzuheizen. Die folgende Tat an sich kann man sicher nicht schönreden, aber wie es dazu kam ist von meiner Seite her nicht unverständlich.


    Vielleicht sollten wir auch nicht vergessen, dass in den vergangenen 3 Wochen Phileassons Mannschaft (dank widriger Umstände herbeigeführt vom Konkurrenten) diverse Events zur Teambildung (...Neudeutsch... ^^) durchlaufen hat, während es bei Beorn an Bord wahrscheinlich eher langweilig zuging und jeder vorerst mit sich beschäftige war.
    Und da die Mannschaften ja auch im ganzen erst frisch zusammengewürfelt wurden, muss auch Beorn als Anführer erst noch seinen Platz finden.
    Zusätzlich darf man ja auch nicht vergessen, dass es für Beide Kapitäne auf dieser Fahrt genau ein Ziel gibt: Die Erlangung des Titels "König der Meere". Niemand hier ist am Titel "Sympathischster Plünderfahrer der Nordwestens" interessiert... Beide Kapitäne gehen das Problem auf völlig unterschiedliche Weise an. Der eine wollte hauptsächlich breit aufgestellt sein, der andere hofft wohl sich im Notfall immer mit genug Waffengewalt herausschlagen zu können. Dabei sind sicher die so unschön benannten "Kampfweiber" ein nicht unerheblicher Faktor. Die Abschlachtung der Schneeschrate mag keine Sympathiepunkte für Beorn bringen, aber notfalls ein paar weniger Erfrierungen und eine höhere Überlebenschance für die Mannschaft, sollten sie sich doch noch sehr lange im ewigen Eis aufhalten (und danach sieht es meiner Meinung nach aus). Und ganz am Ende gibt es sicher auch noch ein paar nette Goldstücke für diesen Fang, über den das Volk der Plünderfahrer, deren bekannteste Kapitäne wir hier ja begleiten, sicher nicht unglücklich sein wird.


    Und ja, ich fand die Szene mit der Robbe als Freundschaftsgeschenk auch unglaublich niedlich und mir tun die Schrate auch leid. Trotzdem halte ich jetzt einfach mal die Fahne der Plünderfahrer hoch! :barbar:



    Zum Thema Galayne... Hm, ich hab mir natürlich auch so meine Gedanken gemacht über diesen Typen und so ganz werd ich aus dem nicht schlau. Ich bin aber auch Anhänger der Theorie, dass etwas "in" ihm steckt. Vielleicht ähnlich wie in dem hellsichtigen Mädchen. (Entschuldigung, ich habe das Buch gerade nicht bei der Hand und den Namen vergessen).
    Meine schönste Theorie: Dieser Erbauer des Himmelsturms war wie im Buch erwähnt ein Magier (vielleicht sogar der Erste) und wollte zu einem Gott aufsteigen ( womit wir beide Theorien vereinigt hätten glaube ich...?). Leider ist er dabei nur so halb erfolgreich gewesen, musste auf halben Wege sein Leben lassen und schwirrte dann als Rastloser Geist durch die Lande. Irgendwann traf er auf unseren Elfenmagier, nistete sich in seinem Kopf ein und vergiftet seitdem seine Gedanken und lenkt sie so, dass sie den eigenen Zwecken dienen. Damit könnte ich auch schön die zwiespältige Persönlichkeit Galayne's verargumentieren. Nun braucht der Erbauertyp irgendeine Art von Hilfe, sei es durch Blutopfer oder anderes, und sieht nun seine Chance gekommen, den Trupp von Beorn zum Himmelsturms zu bringen um sie alle für seine Zwecke zu nutzen und sein Werk von damals zu vollenden.
    Nun ist es so gewesen, dass es damals als er es nicht geschafft hat ein Gott zu werden, einen großen Kampf mit einer anderen Entität gegeben hat. Diese ist ebenso aus ihrem Körper gerissen worden und hat sich nun in dem kleinen Mädchen eingenistet.
    Klingt doch ganz plausibel, oder. ;D


    Übrigens sehe ich irgendwann Eddrik hier mit dabei. Der hat doch auch heimlich irgendwelche Blutmagie gewirkt.... :wegrenn:

  • Das Schwert des Foggwulfs hat also auch einen Namen! Sowas gefällt mir. Und natürlich frage ich mich, was Fejris bedeutet und ob da eine Geschichte dahintersteckt. :) Der Kampf hat auf mich sehr mitreißend gewirkt, ich war da voll dabei und habe mich gefreut, Phileasson in "Action" zu sehen. Ein starker Kämpfer, aber auch sehr umsichtig und auf seine Leute achtend. Und da sind Eissegler, juhu!


    Vascals Wunder ist ja mehr eine Bitte, die erhört wurde, als ein Zauber. Das macht mich nicht nur neugierig auf seinen Gott, sondern auch auf seine Beziehung zu ihm - und ganz generell, wie das mit der Kommunikation mit den Göttern ist. Cunia kommuniziert ja auch irgendwie mit Travia.
    Die Nivesen machen mich neugierig, ich verbinde sie irgendwie mit den Inuit, kann mich da natürlich auch täuschen. Crottet ist mir eigentlich sympathisch, allerdings macht mich Shayas Beobachtung ein wenig misstrauisch: Was ist mit der Lautfärbung seiner Stimme? Warum hört man nicht mehr, dass er kein Thorwaler ist? Die Wirkung des Wunders ist ja vorüber - oder kann das auf die einzelnen Stimmen unterschiedlich wirken?


    Der Schlagabtausch zwischen Galayne und Olav hat mich auch zum Grinsen gebracht (okay, manchmal hab ich Olav auch strafend angesehen *g*), aber bei "Es gibt freilich Gesellschaft, in der eine feine Nase einem nicht zum Vorteil gereicht." war es vorbei und ich musste laut lachen. :-[ Und bei dem Schlagabtausch mit Ursa dann gleich nochmal ...


    Ich hab es nicht so mit Affen, aber die Schneeschrate haben mir gut gefallen - auch wenn ich da mehr Yetis vor Augen hatte. Leider habe ich geahnt, wie es enden wird ... Natürlich war es ein wenig ungeschickt von Galayne, Beorn vor versammelter Mannschaft auf diese Weise so einen Rat zu geben. Beorn hätte auf die Herausforderung von Ursa aber auch nicht reagieren müssen. Aber da es ja noch kälter werden soll, wäre Beorn ja so oder so scharf auf Pelze gewesen, also hätte das am Ergebnis nichts geändert.


    Galayne schützt sich mit einem Helm vor dem Licht des Mondes. Er empfindet das Licht als schneidend, das wirkt auf mich nicht allein wie empfindliche Augen, sondern da muss mehr dahinter stecken. Auf der Schlangeninsel hatte er ja auch einen Helm auf, den er nur kurz abnahm. Das wirkt mit dem Wissen jetzt wieder anders - genau wie seine Blicke in den Himmel. Er wollte nur prüfen, ob der Mond bald wieder hinter den Wolken hervorkommt - da war nichts, mit dem er Kontakt hatte. Glaube ich zumindest. :) Es wäre interessant zu wissen, was für ein Elf er ist - vielleicht lässt sich davon was ableiten. Oder es hat etwas mit der Macht oder Gottheit zu tun, mit der er mehr oder weniger verbunden ist.


    Überhaupt habe ich das Gefühl, dass er einen größeren Plan verfolgt. Da ist mehr, als dass er nur bei der Fahrt dabei sein will, um mitzuerleben, was immer dort auch passiert. Er wird nicht nur zugucken, sondern selbst tätig werden. Mit dazu beitragen, eins der ältesten Geheimnisse der Welt zu erwecken. Um dort hinzukommen muss er jedoch dafür sorgen, dass Beorn überlebt. Ich glaube nur deshalb hat er ihn gerettet ... Da stochere ich natürlich noch ziemlich im Dunkeln, auch was die Frage angeht, wie Galayne mit diesem alten Geheimnis verbunden ist. Um was für eine Macht/Wesen/Gottheit es sich da handeln könnte. Und die Fragen werden ja auch immer mehr ... Warum hat er sich vor langer Zeit länger mit den Schneeschraten beschäftigt? Wer war dieser seltsame Gast? Wieviel hat mit dem Winter bzw. vielleicht auch dem Gott des Winters zu tun? Beorn empfindet ihn ja als Geschöpf des Winters, ist er also vielleicht ein Firnelf? Mich beschäftigt auch die Frage, was er da genau getan hat, als er seine nackte Hand in den Pelz des sterbenden Schneeschrats gelegt hat. Es ging ihm doch sicher nicht darum, die restliche Wärme aufzunehmen - aber vielleicht ein wenig des Lebenshauchs, der den Schrat verließ?


  • Die Nivesen machen mich neugierig, ich verbinde sie irgendwie mit den Inuit, kann mich da natürlich auch täuschen.


    An die Inuit musste ich ebenfalls denken.



    Crottet ist mir eigentlich sympathisch, allerdings macht mich Shayas Beobachtung ein wenig misstrauisch: Was ist mit der Lautfärbung seiner Stimme? Warum hört man nicht mehr, dass er kein Thorwaler ist? Die Wirkung des Wunders ist ja vorüber - oder kann das auf die einzelnen Stimmen unterschiedlich wirken?


    Stimmt, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht, das hat mich ebenfalls verwundert und hat mich auch etwas misstrauisch werden lassen.



    Überhaupt habe ich das Gefühl, dass er einen größeren Plan verfolgt. Da ist mehr, als dass er nur bei der Fahrt dabei sein will, um mitzuerleben, was immer dort auch passiert. Er wird nicht nur zugucken, sondern selbst tätig werden. Mit dazu beitragen, eins der ältesten Geheimnisse der Welt zu erwecken. Um dort hinzukommen muss er jedoch dafür sorgen, dass Beorn überlebt. Ich glaube nur deshalb hat er ihn gerettet ...


    Da bin ich ganz bei dir, ich denke ebenfalls, dass Galayne einen eigenen Plan verfolgt. Und bin sehr gespannt, um was es sich dabei genau handelt.

  • Meine schönste Theorie: Dieser Erbauer des Himmelsturms war wie im Buch erwähnt ein Magier (vielleicht sogar der Erste) und wollte zu einem Gott aufsteigen ( womit wir beide Theorien vereinigt hätten glaube ich...?). Leider ist er dabei nur so halb erfolgreich gewesen, musste auf halben Wege sein Leben lassen und schwirrte dann als Rastloser Geist durch die Lande. Irgendwann traf er auf unseren Elfenmagier, nistete sich in seinem Kopf ein und vergiftet seitdem seine Gedanken und lenkt sie so, dass sie den eigenen Zwecken dienen. Damit könnte ich auch schön die zwiespältige Persönlichkeit Galayne's verargumentieren. Nun braucht der Erbauertyp irgendeine Art von Hilfe, sei es durch Blutopfer oder anderes, und sieht nun seine Chance gekommen, den Trupp von Beorn zum Himmelsturms zu bringen um sie alle für seine Zwecke zu nutzen und sein Werk von damals zu vollenden.
    Nun ist es so gewesen, dass es damals als er es nicht geschafft hat ein Gott zu werden, einen großen Kampf mit einer anderen Entität gegeben hat. Diese ist ebenso aus ihrem Körper gerissen worden und hat sich nun in dem kleinen Mädchen eingenistet.
    Klingt doch ganz plausibel, oder. ;D


    Hallo, Raidrier.
    Klingt absolut plausibel! Eine sehr gute These, die sehr nahe an die Wahrheit heranreicht. Und doch ist es anders ... Aber sehr gut mitgetüftelt! Ganz wird sich der Schleier um Galayne aber erst in Band drei lüften.


    Andererseits ist oftmals auch Strategie und Köpfchen der reinen Schlagkraft überlegen - jedenfalls hoffe ich das hier jetzt mal ;D


    Also Beorn hat mal sowas wie das Fort Knox von Al`Anfa (ein Stadtstaat im Süden Aventuriens) geknackt. Taktieren kann er auch ;D ;D


  • Meine schönste Theorie: Dieser Erbauer des Himmelsturms war wie im Buch erwähnt ein Magier (vielleicht sogar der Erste) und wollte zu einem Gott aufsteigen ( womit wir beide Theorien vereinigt hätten glaube ich...?). Leider ist er dabei nur so halb erfolgreich gewesen, musste auf halben Wege sein Leben lassen und schwirrte dann als Rastloser Geist durch die Lande. Irgendwann traf er auf unseren Elfenmagier, nistete sich in seinem Kopf ein und vergiftet seitdem seine Gedanken und lenkt sie so, dass sie den eigenen Zwecken dienen. Damit könnte ich auch schön die zwiespältige Persönlichkeit Galayne's verargumentieren. Nun braucht der Erbauertyp irgendeine Art von Hilfe, sei es durch Blutopfer oder anderes, und sieht nun seine Chance gekommen, den Trupp von Beorn zum Himmelsturms zu bringen um sie alle für seine Zwecke zu nutzen und sein Werk von damals zu vollenden.
    Nun ist es so gewesen, dass es damals als er es nicht geschafft hat ein Gott zu werden, einen großen Kampf mit einer anderen Entität gegeben hat. Diese ist ebenso aus ihrem Körper gerissen worden und hat sich nun in dem kleinen Mädchen eingenistet.
    Klingt doch ganz plausibel, oder. ;D


    Dann ist es so sicherlich nicht gewesen ;D

  • Dann ist es so sicherlich nicht gewesen ;D


    Aber, aber ... :o Es geht wirklich in einigen Aspekten in die richtige Richtung. Es war nicht voll ins Schwarze, hat aber ordentlich angekratzt ...


  • Gibt es eigentlich einen Gott/Göttin des Mondes in Aventurien?


    Der Mond wird unterschiedlich interpretiert.
    Im Zwölfgötterglauben gibt es Mada, die den Menschen die Magie gebracht hat. Das missfiel Praios, dem Gott der Sonne und des Gesetzes, der sie dafür an einen Stein am Himmel kettete, mit dem sie einsam durch die von seinem Bruder Phex bewachte Nacht wandern muss: den Mond. Der Neumond heißt deswegen auch "Tote Mada" - ihr Wohnort/ Gefängnis ist dann ganz verschwunden. Die Geschichte ist insofern plausibel, als der Mond tatsächlich Einfluss auf die astralen Ströme hat, deren Kraft die Zauberer nutzen.
    Andere Kulte kennen ganz andere Geschichten zum Mond, etwa die Nivesen. Bei ihnen ist der Mond eine Schale, in der die Himmelswölfin Liska ihre erschlagenen Jungen abgelegt hat. Deswegen heulen die Wölfe den Vollmond an: Sie beklagen den Mord an den jungen Himmelswölfen.



    Trotzdem halte ich jetzt einfach mal die Fahne der Plünderfahrer hoch! :barbar:


    :daumen:
    Das sind sehr schlüssige Ausführungen, Raidrier, finde ich. Mir gefällt sehr gut, wie Du Dich in die Logik dieser Plünderfahrer-Kultur hineindenkst. Wäre der Fokus der Geschichte stärker bei Beorns Ottajasko, würde man die Vorkommnisse sicher anders werten (können).



    Vascals Wunder ist ja mehr eine Bitte, die erhört wurde, als ein Zauber.


    Ein ähnliches Prozedere habt Ihr schon zu Beginn von Kapitel 2 gelesen: Den Reisesegen, den Schwester Shaya über die Knorren spricht. Er kommt harmlos und fromm daher, hat aber durchaus handfeste Auswirkungen, wenn auch weniger spektakulär als bei dem Wunder, das Vascal erfleht: Solange die Reisegemeinschaft Travias Geboten treu bleibt, findet sie leichter geeignete Lagerplätze, wird freundlicher aufgenommen und kann ihre Ausrüstung (Traviageweihte würde sagen: "ihren Hausrat") besser instandhalten.



    Cunia kommuniziert ja auch irgendwie mit Travia.


    Oh ja ... ;)



    Die Nivesen machen mich neugierig, ich verbinde sie irgendwie mit den Inuit, kann mich da natürlich auch täuschen.


    Das ist schon eine gute Richtung, auch wenn es keine genaue Entsprechung in irdischen Kulturen gibt. Aber eine Mischung aus Inuit und nördlich lebenden Indianern, wie den Mohikanern, sowie sibirischen Nomanden gibt einen guten ersten Eindruck. Besonders bekannt sind die Nivesen dafür, dass ihre Sippen den Karenherden folgen. Ein Karen könnt Ihr auf dem Titelbild von Band III, Die Wölfin, sehen.




    Crottet ist mir eigentlich sympathisch, allerdings macht mich Shayas Beobachtung ein wenig misstrauisch: Was ist mit der Lautfärbung seiner Stimme? Warum hört man nicht mehr, dass er kein Thorwaler ist? Die Wirkung des Wunders ist ja vorüber - oder kann das auf die einzelnen Stimmen unterschiedlich wirken?


    Da haben wir vermutlich ein Missverständnis: Vasclas Wunder, der Hoftag der Sprachen, wirkt bis zum nächsten Sonnenauf- bzw. -untergang. Es bewirkt allerdings nur die Verständigung innerhalb derjenigen Gruppe, für die das Wunder erfleht wird. Je größer diese Gruppe ist, desto schwieriger wird Nandus sich überzeugen lassen, diesen Eingriff in die göttliche Ordnung vorzunehmen.



    Ich hab es nicht so mit Affen, aber die Schneeschrate haben mir gut gefallen - auch wenn ich da mehr Yetis vor Augen hatte.


    Warte bis zum nächsten Leseabschnitt, um festzustellen, wie richtig Du liegst ... ;)



    Mich beschäftigt auch die Frage, was er da genau getan hat, als er seine nackte Hand in den Pelz des sterbenden Schneeschrats gelegt hat. Es ging ihm doch sicher nicht darum, die restliche Wärme aufzunehmen - aber vielleicht ein wenig des Lebenshauchs, der den Schrat verließ?


    Liebes Tagebuch,
    ich halte meine Stoppuhr an - der Hinweis wurde entdeckt. Die Leserunde biegt nun ein auf den finsteren Pfad des Verderbens.
    ;D


  • Der Mond wird unterschiedlich interpretiert.
    Im Zwölfgötterglauben gibt es Mada, die den Menschen die Magie gebracht hat. Das missfiel Praios, dem Gott der Sonne und des Gesetzes, der sie dafür an einen Stein am Himmel kettete, mit dem sie einsam durch die von seinem Bruder Phex bewachte Nacht wandern muss: den Mond. Der Neumond heißt deswegen auch "Tote Mada" - ihr Wohnort/ Gefängnis ist dann ganz verschwunden. Die Geschichte ist insofern plausibel, als der Mond tatsächlich Einfluss auf die astralen Ströme hat, deren Kraft die Zauberer nutzen.
    Andere Kulte kennen ganz andere Geschichten zum Mond, etwa die Nivesen. Bei ihnen ist der Mond eine Schale, in der die Himmelswölfin Liska ihre erschlagenen Jungen abgelegt hat. Deswegen heulen die Wölfe den Vollmond an: Sie beklagen den Mord an den jungen Himmelswölfen.


    Dankeschön für die Info - eine sehr schöne Erklärung.



    Da haben wir vermutlich ein Missverständnis: Vasclas Wunder, der Hoftag der Sprachen, wirkt bis zum nächsten Sonnenauf- bzw. -untergang. Es bewirkt allerdings nur die Verständigung innerhalb derjenigen Gruppe, für die das Wunder erfleht wird. Je größer diese Gruppe ist, desto schwieriger wird Nandus sich überzeugen lassen, diesen Eingriff in die göttliche Ordnung vorzunehmen.


    Ah, das hatte ich auch ein wenig falsch verstanden.

  • Raidrier: Also ich finde deine Theorien durchaus gelungen. Vermutlich ist es noch viel schräger und geheimnisvoller.


    Beorn hat für mich durchaus zwei Seiten, so als würden in seiner Brust zwei Herzen schlagen. Ich warte noch darauf, wie sich dieser Charakter weiter zeigen wird. Da sehe ich noch viel mehr Potenzial.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Die Nivesen machen mich neugierig, ich verbinde sie irgendwie mit den Inuit, kann mich da natürlich auch täuschen.


    Danke für die Idee. So richtig konnte ich die bisher nicht einordnen, aber Inuit machen irgendwie Sinn.



    Liebes Tagebuch,
    ich halte meine Stoppuhr an - der Hinweis wurde entdeckt. Die Leserunde biegt nun ein auf den finsteren Pfad des Verderbens.
    ;D


    Entdeckt heißt ja nicht direkt auch was dazu gesagt ;) Ich halte den ja sowieso für von einem dunklen Magiergeist besessen. Der Weg zur Necromatie ist damit doch sehr kurz. Die Frage ist ob er das zum Leben braucht und ob er vielleicht deshalb ein Opfer (Hrolf) gebraucht hat...



    Raidrier: Also ich finde deine Theorien durchaus gelungen. Vermutlich ist es noch viel schräger und geheimnisvoller.


    Beorn hat für mich durchaus zwei Seiten, so als würden in seiner Brust zwei Herzen schlagen. Ich warte noch darauf, wie sich dieser Charakter weiter zeigen wird. Da sehe ich noch viel mehr Potenzial.


    Ja das denke ich auch. Ich sehe alles das aber auch immer noch in Verbindung zum Prolog. Das was er hier so tut ist bestimmt nicht die nette Art und ganz sicher nur seinem übergroßen Ego und dem Ehrgeiz gegen Phileossson zu gewinnen geschuldet. Aber immerhin hat er bisher keine Intentionen gezeigt jemand speziellem besonderes Leid zuzufügen (ich glaube es kaum selbst, dass ich das als Argument FÜR ihn anbringe ;D). Dass er wie die Stainakr-Leute allerdings eine ganze Schiffsmannschaft abschlachten kann wenn er es für brauchbar erachtet, davon bin ich auch überzeugt. Nur wie ist er dann an den relativ sympathischen Olav geraten. Und nicht zu vergessen ist die Sache mit seiner Schwester, deren Tod er Phileasson zürnt...