06 - Seite 237 bis 297 (Kapitel 4 "Im Reich des Wals")

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  • Ich denke auch, dass die Reise für sie einfacher wird, wenn sie sich in die Mannschaft integriert, als wenn sie als Außenseiterin mitfährt. Das wäre für Shaya bestimmt der schwierigere Weg. Sie ist meiner Meinung nach ein Mensch, der andere Menschen und das Gefühl gebraucht zu werden, braucht, um glücklich zu sein.


    Sie ist eine Traviapriesterin. Sie wird immer versuchen, eine (Ersatz-)Familie um sich zu haben.



    Und wieder ein spannender Abschnitt.


    :freu:



    Ragnor wurde glücklicherweise gerettet. Das hat Salarin super gemacht. Er weiss, dass das Wasser nicht böse ist, sondern nur der Wind und schwimmt einfach auf Ragnor zu. Wirklich klasse :)


    Save the Elve - wer weiß, wozu der noch gut ist!
    8)



    Und das Treffen mit den Walen fand ich sehr schön beschrieben. Wie die Tiere das Schiff in ihre Mitte nehmen, das muss für die Besatzung ein ganz besonderes Gefühl gewesen sein, vor allem, da der Wal ja eine besondere Bedeutung in der Götterwelt hat.


    Absolut: Wale sind in Thorwal heilige Tiere. Das ist so sehr in der Kultur verankert, dass es inzwischen fast schon unabhängig vom Swafnirglauben ist - das wird später noch zum Thema werden ...

  • Wow, das war wieder ein spannender und atmosphärischer Abschnitt. Ich bin ja immer wieder begeistert darüber, wie toll die Umgebung und die Stimmung beim Lesen rüberkommen. So auch hier wieder. Die Kälte, die in der Kleidung knistert, das Meer, der Nebel, die Wale... Man fühlt sich richtig in die Geschichte reingezogen beim Lesen. :)


    Ich bin sehr froh, dass Ragnor gerettet wurde. :) Erstaunt hat mich hier wieder Salarin, als er so trocken meinte, der Wind sei böse, das Wasser nicht .... und schwups war er untergetaucht. ;D


    Das Mädchen ist eine sehr spannende Figur, wie sie mit dieser tiefen Stimme rätselhaft Visionen erzählt. Mein erster Gedanke bei ihrem Anblick: Fiannas Tochter! Die Suche nach Fianna steckt seit dem Prolog irgendwie in mir und daher habe ich sie wohl auch in dem Mädchen gesehen. Dass sie nicht alleine ist und einen Onkel zur Begleitung dabei hat, hat mich erst mal wieder davon abgebracht, aber nicht lange. Denn warum sollte Fianna nicht Unterschlupf gefunden haben, eine Tochter zur Welt gebracht haben und dann das Kind in guter Obhut zurückgelassen haben. Onkel kann sich auch ein Ziehonkel nennen....


    Grinsen musste ich öfter bei ihren klugen Fragen und Bemerkungen. Besonders, als sie und ihr Onkel Phileasson vorschlugen, doch einfach irgendein Mammut zu fangen, die gäbe es schließlich auch in ungefährlicheren Gegenden. Wo sie recht haben, haben sie recht. ;D Mir war jedenfalls auch klar, dass sie mit auf dem Schiff reisen werden und ich denke, sie werden noch eine Hilfe sein, wenn es zählt, Rätsel zu lösen oder Gefahren zu erkennen.


    Sehr rätselhaft war ja das Gespräch zwischen Ohm, Tylstyr und Norhild, als sie von ihr mehr Informationen über den Himmelsturm erfahren wollten. Ometheon ist für sie und Ohm der Name des Himmelsturms, für Tylstyr aber der Name des Begründers der Magierphilosophie. Das allein ist ja noch nichts besonderes, aber als dann die Aussage dazu kam, dass "jeder der genug Verständnis über die Geheimnisse der Welt erlangt, zu einem Gott wird" wurde ich stutzig, denn von den alten Geheimnissen der Welt, "an denen gerührt werden wird", hat schon der unheimliche Elf Gaylane gesprochen, als er Beorn auf der Insel traf. Geht es dem Elfen darum, zu einem Gott zu werden? Hat er deshalb dafür gesorgt, mit auf das Schiff zu kommen und ist es das, was ihn antreibt?


    Die Fahrt zwischen den Eisschollen war wirklich filmreif. Unheimlich und spannend - und die Sache mit dem Glockengeläut und den Fischern dann ein richtig guter Trick, um den Leser mal kurz "durchzuschütteln" ;D Als sie zwischen den Eisbergen eingeschlossen waren, war das eine beängstigende Situation und sicherlich nichts für Leute mit Platzangst. Von Eisbergen zerquetscht zu werden, stelle ich mir nicht gerade nett vor. Hier hat es mich sehr gefreut, dass Tylstyr es geschafft hat, seinen rettenden Zauber auszuführen. Er tat mir leid, als er glaubte, dass er gegen Salarins so leicht wirkende Zaubereien nicht ankommen werde. Natürlich muss es frustrierend sein, wenn man seine eigenen Mühen mit den Fähigkeiten eines anderen vergleicht, dem das in Fleisch und Blut steckt. Er sollte es lieber mit den Zauberkünsten von Tjorne vergleichen. ;) Hier hat Phileasson wirklich toll reagiert und ihn aus der Reserve gelockt. Vielleicht fühlt sich Tylstyr nun als richtiger Zauberer und entwickelt endlich mehr Selbstbewusstsein.


  • Dass grundsätzlich jeder an Bord, also auch Irulla, vom Mord am Kanal in der Stadt Thorwal weiß, ist klar. Hat dieser besondere Todesfall nur Irullas Fantasie angeregt, oder hat sie eine besondere Beziehung dazu ...? Wir haben bereits darüber spekuliert, ob Fianna auch die gegenwärtige Mörderin ist - und ob sie Hilfe hatte ...


    Wenn Fianna eine Komplizin haben sollte, dann wäre Irulla für mich jedenfalls eine der Kandidatinnen. Wer sich Spinnen auf den Kopf malt .... ;) Vielleicht hat Fianna vor 10 Jahren bei der Waldfrau Unterschlupf gefunden. Ich hatte beim Lesen aber auch den Eindruck, dass Irulla einfach ein besonders Verhältnis zum Tod hat bzw. sich gerne damit beschäftigt (jedem sein Hobby ;D ). Und dann spricht man eben auch gerne darüber. Es gibt oder gab doch so eine Sendung im TV über verschiedene Möglichkeiten zu sterben oder so. Ich habe das beim Zappen kurz gesehen und mich gefragt, was der Blödsinn soll und wieder weggeschaltet, deshalb weiß ich nicht so genau, um was es geht. Aber Irulla scheint für eine Sendung über Todesarten doch wie geschaffen zu sein, wenn sie das alles sammelt und ausschmückt. ;D



    Denkt Ihr, dass sie damit ihre Rolle als Schiedsrichterin verlässt? Könnte sie dafür Ärger bekommen?


    Ich habe mich auch schon gefragt, wie Shaya (oder auch Lenya) es machen sollen, neutrale Schiedsrichter zu sein, wenn sie wochenlang auf den Schiffen mitfahren und dabei natürlich eine Beziehung zu den Leuten aufbauen werden. Das wird doch kaum möglich sein, dafür müssten sie alle Emotionen abstellen und sich ausgrenzen. Aber vielleicht ist ja die Arbeit als Schiedsrichter anders zu sehen und es wird von ihnen am Ende ein Gesamtbericht erfragt, der alle Erfahrungen, die sie gemacht haben, beinhaltet und das wird dann ausgewertet, also auch der Zusammenhalt auf dem Schiff, den sie ja dann selbst miterleben, wenn sie sich integrieren? Wer weiß, was sich die oberste Hetfrau dabei gedacht hat...

  • Die Szene mit den Nordlichtern und den Walen war toll. Wie schön muss es sein, auf offener See solchen Geschöpfen zu begegnen das stelle ich mir wirklich herrlich vor. Die Natur ganz nah und spürbar.
    Hier war ich wirklich dabei. Das hat mich total abgeholt. Schön, dass neben viel Handlung, Helden und Schurken, offenen Fragen und noch vielem mehr Zeit für dergleichen ist. Auch das voran gegangene Opfer, zu sehen, wie die Gemeinschaft mehr und mehr zusammenwächst, war schon stimmig und berührend. :)


    Inzwischen hätte ich auch wieder auf einen Abschnitt von Beorn gewartet, um zu sehen wie weit dieser schon tatsächlich gekommen ist. Aber es ist auch gerade das Spannende es nicht zu wissen. Ich habe das genauso wie Asleif immer im Hintergrund und fiebere mit, wie er das wohl aufholen will. Zumal Galane auch weiß, wie man einen Kopfschwänzler fängt und die Crew der Seeadler darüber noch nicht nachgedacht hat.


    Vascal und Leomara sind bestimmt eine gute Bereicherung für die Besatzung. Bei Leomara weiß man es schon, auf Vascal bin ich noch gespannt. (Die Beschreibung seines Bartes assoziiert bei mir das viktorianische Zeitalter)
    Und wenn wir schon dabei sind. Als Heimfinderin schrieb, dass sich Irulla mit dem Tod beschädigt, da man ja irgendein Hobby bräuchte, ist bei mir sofort die Klaviermelodie von "Mord ist ihr Hobby" angesprungen.
    Sehe Irulla schon in der Rolle der Angela Landsbury Krimifälle lösen... ;D



    Glaubst du, dass sie so lange überlebt? ;)


    Weißt du etwas, dass wir nicht wissen? :o :)


    Eine weitere Szene die auch beweist, wie überlegt Asleif vorgeht und welch toller Seefahrer er ist, ist natürlich die Szene als sie zwischen den Eisbergen eingeschlossen werden. Nichtsdestotrotz rettet er hier der gesamten Mannschaft das Leben. Auch die väterliche Geste, als er Tylstyr "fördert" ist schön zu lesen. Es ist toll, wie er das Gefühl vermittelt, dass es keinen Zweifel daran gibt etwas zu schaffen.
    Was mich mehr überrascht hat ist die Art des Zaubers, die Tylstyr benutzt. Ich erinnere mich noch an den Flammenstrahl aus meiner Zeit beim schwarzen Auge und hätte diesen einem Hellsichtmagier sicherlich nicht zugetraut.
    Aber Respekt. Das hat er gut hinbekommen. Hier konnte er bei mir sicherlich Pluspunkte auf seinem Konto gutschreiben, hat sich aber gleich wieder welche für seine rüde Art gegenüber Salarin abgezogen....

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Wow, das war wieder ein spannender und atmosphärischer Abschnitt. Ich bin ja immer wieder begeistert darüber, wie toll die Umgebung und die Stimmung beim Lesen rüberkommen. So auch hier wieder. Die Kälte, die in der Kleidung knistert, das Meer, der Nebel, die Wale... Man fühlt sich richtig in die Geschichte reingezogen beim Lesen. :)


    :freu:



    Ich bin sehr froh, dass Ragnor gerettet wurde. :) Erstaunt hat mich hier wieder Salarin, als er so trocken meinte, der Wind sei böse, das Wasser nicht .... und schwups war er untergetaucht. ;D


    Liebes Tagebuch,
    ständig wird mir unterstellt, ich sei ein grausamer Autor und besonders gemein zu meinen Figuren. Jede kleine Schramme wird mir angekreidet.
    Und was passiert, wenn man mal eine Figur aus wirklich übler Lage rettet? Wer kriegt dann das Lob?
    Na, wer wohl?
    Die Autoren jedenfalls nicht! Oh nein, da kann man noch so sehr schwitzen und sich plagen, eine Figur aus großer Gefahr herauszuhauen. Und was haben wir da geackert ...
    Aber da denkt natürlich keiner an die Autoren!
    Das ganze Lob kriegen der Foggwulf und sein Spitzohr, die Autoren mit den abgekauten Fingenägeln und dem Krampf im Handgelenk gehen leer aus.
    Die Welt ist so ungerecht, dass meine Leserschaft nur froh sein kann, dass ich nicht zum Jammern neige.



    Mein erster Gedanke bei ihrem Anblick: Fiannas Tochter!


    Liebes Tagebuch,
    jetzt fliegt auch noch unser Plan auf, die ultimative Familiensaga zu schreiben, bei der jeder mit jedem irgendwie verwandt ist. Zum Glück ist noch niemand darauf gekommen, dass sich Galayne und Leomara in eine Zeitschleife begeben, um sodann die Eltern von Ohm zu werden.



    Sehr rätselhaft war ja das Gespräch zwischen Ohm, Tylstyr und Norhild, als sie von ihr mehr Informationen über den Himmelsturm erfahren wollten. Ometheon ist für sie und Ohm der Name des Himmelsturms, für Tylstyr aber der Name des Begründers der Magierphilosophie. Das allein ist ja noch nichts besonderes, aber als dann die Aussage dazu kam, dass "jeder der genug Verständnis über die Geheimnisse der Welt erlangt, zu einem Gott wird" wurde ich stutzig, denn von den alten Geheimnissen der Welt, "an denen gerührt werden wird", hat schon der unheimliche Elf Gaylane gesprochen,


    Das Geheimnis des Himmelsturms wirft einen langen Schatten ... ;)



    Die Fahrt zwischen den Eisschollen war wirklich filmreif.


    Irgendwie musste ja das Titelbild zur Geltung kommen. ;)



    Aber vielleicht ist ja die Arbeit als Schiedsrichter anders zu sehen und es wird von ihnen am Ende ein Gesamtbericht erfragt, der alle Erfahrungen, die sie gemacht haben, beinhaltet und das wird dann ausgewertet, also auch der Zusammenhalt auf dem Schiff, den sie ja dann selbst miterleben, wenn sie sich integrieren?


    Ja, das stimmt, in diesem Sinne sind die beiden eher Beobachterinnen. Nur: Auch ein Linienrichter beim Fußball darf den Ball ja nicht den Spielern der Mannschaft zukicken, die ihm besser gefällt. Die Leistung muss die Mannschaft selbst erbringen, und so ist es bei der Wettfahrt (vermutlich?) auch. Man will herausfinden, ob Phileasson oder Beorn der bessere Drachenführer ist - nicht, wer die fähigere Geweihte dabei hat ...


  • Die Szene mit den Nordlichtern und den Walen war toll.
    ...
    Hier war ich wirklich dabei. Das hat mich total abgeholt.


    :freu: :freu:



    Schön, dass neben viel Handlung, Helden und Schurken, offenen Fragen und noch vielem mehr Zeit für dergleichen ist.


    Das ist ein etwas unprofessioneller Zug von Bernhard und mir. Als Autoren "verkaufen" wir unsere Arbeitszeit, wenn man so will. Von daher wäre es effizient, genau so viele Seiten abzuliefern, wie im Vertrag stehen, und keine Seite mehr. Bei Nordwärts wären das 600.000 Anschläge gewesen (die übliche Länge eines Fantasyromans). Das Buch hat aber knapp 775.000 Anschläge.
    Zu unserem Glück schart der Heyne Verlag Leute um sich, die in diesem Sinne unprofessionell sind, denn auch für Lektoren, Setzer und Korrektoren bedeutet ein längeres Buch mehr Arbeit, und natürlich kostet es auch ein bisschen mehr im Druck. Trotzdem war der zusätzliche Umfang nie ein Problem.



    Inzwischen hätte ich auch wieder auf einen Abschnitt von Beorn gewartet, um zu sehen wie weit dieser schon tatsächlich gekommen ist. Aber es ist auch gerade das Spannende es nicht zu wissen. Ich habe das genauso wie Asleif immer im Hintergrund und fiebere mit, wie er das wohl aufholen will.


    Und wir sind erst am Anfang ... Je weiter die Wettfahrt dem Ende zugeht, desto bedeutsamer wird diese Überlegung natürlich, weil immer weniger Aufgaben übrig bleiben werden, um einen möglichen Rückstand aufzuholen. Und während noch beide einen zweizahnigen Kopfschwänzler fangen könnten, wird es später auch Aufgaben geben, die nur einer gewinnen kann, und der andere geht zwangsläufig leer aus.



    Vascal und Leomara sind bestimmt eine gute Bereicherung für die Besatzung. Bei Leomara weiß man es schon, auf Vascal bin ich noch gespannt. (Die Beschreibung seines Bartes assoziiert bei mir das viktorianische Zeitalter)


    Zur viktorianischen Zeit reicht es nicht ganz, aber tatsächlich ist das Liebliche Feld wohl das fortschrittlichste Land Aventuriens, was die feinen Sitten angeht, und unter den menschlichen Reichen auch, was die Technologie betrifft. Man darf durchaus an die Renaissance in Italien denken, um einen ersten Eindruck zu bekommen.



    Was mich mehr überrascht hat ist die Art des Zaubers, die Tylstyr benutzt. Ich erinnere mich noch an den Flammenstrahl aus meiner Zeit beim schwarzen Auge und hätte diesen einem Hellsichtmagier sicherlich nicht zugetraut.


    Die Akademien haben ihre Schwerpunkte, wie die Hellsichtmagie in Thorwal. Es gibt aber sehr verbreitete Zauber, die man überall lernen kann (zum Beispiel den Lichtzauber, den Tylstyr am Grab seiner Mutter spricht). Hinzu kommt, dass Gastdozenten häufig sind. Auch Tylstyr war ja eigentlich als Lehrer für zwei Monate an der Akademie, als die Wettfahrt begann. Er hätte diesen Dienst an der Grauen Gilde auch durch eine Unterrichtstätigkeit an einer anderen Akademie ableisten können.


  • :trost::blume::-* ;D



    Liebes Tagebuch,
    jetzt fliegt auch noch unser Plan auf, die ultimative Familiensaga zu schreiben, bei der jeder mit jedem irgendwie verwandt ist. Zum Glück ist noch niemand darauf gekommen, dass sich Galayne und Leomara in eine Zeitschleife begeben, um sodann die Eltern von Ohm zu werden.


    :D Ich habe euch halt durchschaut. ;D ;)


  • Das ist ein etwas unprofessioneller Zug von Bernhard und mir. Als Autoren "verkaufen" wir unsere Arbeitszeit, wenn man so will. Von daher wäre es effizient, genau so viele Seiten abzuliefern, wie im Vertrag stehen, und keine Seite mehr. Bei Nordwärts wären das 600.000 Anschläge gewesen (die übliche Länge eines Fantasyromans). Das Buch hat aber knapp 775.000 Anschläge.


    Ich bin da sehr froh drum. Eigentlich hatte ich sogar erwartet, dass der Auftaktroman mehr Seiten hätte. Bei Bernhard bewegen sich die Seitenzahlen ja oft gegen 1000.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Inzwischen hätte ich auch wieder auf einen Abschnitt von Beorn gewartet, um zu sehen wie weit dieser schon tatsächlich gekommen ist. Aber es ist auch gerade das Spannende es nicht zu wissen..


    Das empfinde ich genauso. Ich denke zwischendurch immer mal wieder an Beorn und was er gerade so treibt. Das ist wirklich ein zusätzlicher Spannungsfaktor.

  • Ich bin da sehr froh drum. Eigentlich hatte ich sogar erwartet, dass der Auftaktroman mehr Seiten hätte. Bei Bernhard bewegen sich die Seitenzahlen ja oft gegen 1000.


    Ich bin auch der Vorstellung erlegen, dass man als Autor so viele Seiten bekommt, wie man eben braucht um die Geschichte zu erzählen und zu einem stimmigen Ende zu bringen.
    Natürlich in einem Rahmen, aber dass es übliche Längen bzw. Anschläge gibt, hätte ich nicht erwartet.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Ich bin auch der Vorstellung erlegen, dass man als Autor so viele Seiten bekommt, wie man eben braucht um die Geschichte zu erzählen und zu einem stimmigen Ende zu bringen.
    Natürlich in einem Rahmen, aber dass es übliche Längen bzw. Anschläge gibt, hätte ich nicht erwartet.


    Das ist sogar etwas, das immer in einem Autorenvertrag steht, oft auch mit einem Spielraum (xxx Anschläge mit einer Abweichung von 5 Prozent nach unten und 10 Prozent nach oben). Das ist auch sehr rational, denn nach der Länge richtet sich ...
    ... wieviel Arbeitszeit der Autor aufwenden muss (Schreiben + überarbeiten in diversen Stufen)
    ... wie lange das Lektorat dauert (Zeit + Geld)
    ... wie lange das Setzen dauert (Zeit + Geld + erhöhtes Risiko, falls es zu Fehlern kommt)
    ... wie lange das Korrektorat dauert (Zeit + Geld)
    ... wie teuer der Druck wird (Geld)
    ... wie teuer der Versand wird (Portokosten bei Übergewicht)
    ... wie viel Platz das Buch im Lager benötigt (Geld)
    ... wie viel Platz das Buch im Buchladen benötigt (Absatzzahlen - Buchhändler können auch nicht beliebig Regalplatz vorhalten)

  • So ein 'Mist, hatte schon eine Seite geschrieben und plötzlich ist alles weg. Nun muss ich bis heute Abend warten, weil die Pause vorbei ist.

  • Gibt es da irgendeine Tastenkombination? Bist du dann auch davon überzeugt, dass genau die verschwundenen Zeilen alles so gut ausgedrückt haben wie Du es nicht wieder hinbekommst? Naja, zumindest ist es eine schöne Ausrede, wenn es dann nicht so gut wird ;)


    Ich bin ja so gern mit dieser Reckenmannschaft auf großer Fahrt. Phileasson ist ja fast perfekt. Er führt seine Mannschaft mit einer riesen Portion Empathie und einem wunderbaren Gespür dafür, wie man die Leute mobilisieren und motivieren kann. Beorn fehlt mir, im Gegensatz zu vielen hier, überhaupt nicht. Er hat Verrat geübt, die eigenen ideale verraten und etwas gefordert, was laut Reglement nicht geschehen darf. (Nebenbei, wieso halt sich unser schwarzer Elf an die Regel gehalten und woher wußte er, dass der Sturm den Kapitän nicht umbringt?
    Mir fehlt irgendwie ein Gen, Beorn gut zu finden. Das wäre noch gegangen, bevor er einen aus seiner Mannschaft geopfert hat. Da ich so die Schlagtotcharaktere nicht mag, ist er also erst mal sehr verzichtbar für mich. Die Fahrt durch das Eis hat gezeigt, dass der Kampf gegen die Natur so spannend ist, dass ich keinen Kampf Mann gegen Mann brauche. Geschweige denn noch einen, der nicht fair kämpft.

  • Ich hatte auch schon wiederholt das Gefühl, dass ich die Formulierungen so nicht wieder hin bekomme. Man macht sich ja auch Gedanken, freut sich, die richtigen Worte gefunden zu haben und dann ist alles weg. Man kann höchstens immer ab und zu markieren und kopieren, aber daran denke ich in dem Moment auch nicht :)

  • Jetzt war plötzlich schon wieder ein Teil weg, deshalb werde ich lieber mehrere Beiträge schreiben.


    Die Szene mit dem Nordlicht hat an Größe für mich verloren, da auch die Protagonisten sich nicht wirklich dem Schauspiel hingeben. Vorstellen kann ich es mir immernoch nicht. Man muss es wohl selbst erlebt haben.
    So interessant die Szene im Eis auch war, sie war nicht meine Lieblingsszene, denn ich mag auch Tjorne und die Freundschaft zwischen Tjorne und Tylstyr finde ich entwicklungsfähig und wichtig. Meiner Meinung nach ist Tjorne über sein Verbrechen in der Jugend hinausgewachsen und er schämt sich dafür. Es gibt keine bessere Strafe als ein Gewissen. Für mich wäre es sehr schade, wenn die Rache die beiden ereilen würde. Nun, mindestens einem Autor würde ich zutrauen, dass sie zu Opfern werden. Allerdings denke ich, dass sie wenn, dann die letzten wären. Ich jedenfalls drücke ihnen die Daumen. Die Szene, wo sie zusammen klettern fand ich sehr schön und sie zeigte, dass Tylstyr nur ein wenig Selbstvertrauen braucht, um großes zu leisten. Beim Klettern fühlte er sich wohler als beim Zaubern.
    Allerdings wundert mich, wie schlecht seine Ausbildung war, wenn dieses Manko innerhalb von 10 Jahren nicht behoben werden konnte und er auch nichts über Elfenzauber weiß (oder zumindest wenig)

  • Es muss eine Tastenkombination sein, denn ich verliere immer wieder Sätze.


    Das Mädchen will also Gruselgeschichten hören? Das finde ich sehr normal. Auch wenn sich die Kinder die Ohren zuhalten, sie lieben Gruselgeschichten, zumindest alle, die ich kenne. Der Vater ist ein weitgereister und scheinbar auch kluger Mann. Wer hat dafür gesorgt, dass das Mädchen zufällig da ist, wenn es gebraucht wird? Ich bin davon überzeugt, dass sie ein wichtiges Zünglein an der Waage sein wird. Ebenso sicher bin ich, dass eine Mannschaft in der sich einer auf den anderen Verlassen kann am Ende besser vorankommen wird. Vielleicht und hoffentlich scheitert Beorn an einer Meuterei. Allerdings weiß ich nicht, ob das dann Phileasson zufrieden stellen wird.
    So wegen der vielen verschwundenen Abschnitte muss ich nun den Abend beenden, ohne weiterlesen zu können.

  • Ein schöner Leseabschnitt :).
    Besonders hat mir die Zeit der Ottajasko in Olport gefallen. Diese Stadt ist irgendwie faszinierend. Kommt die Mannschaft vielleicht noch mal dahin zurück?
    Travia ist eine sehr gastliche Göttin. In ihrem Haus in Olport fühlte ich mich gleich wohl. Shaya blühte auch auf. Man merkt wie sehr sie das Leben, das ihr Orden fühlt liebt. Gefreut habe ich mich, das auch sie im gemeinsamen Ritual Blut gegeben hat. Jetzt gehört sie ganz zur Ottajasko.


    Ganz ehrlich: ich bin kein Fan von Kindern mit dem Zweiten Gesicht, mit spöökenkieker Fähigkeiten und visionären Anwandlungen. Mich nervt Leomara eher. Mir ist auch nicht wirklich verständlich, warum Phileasson sie mit nimmt. Immerhin hat er einen Hellsichtmagier bei sich. Das sollte ausreichen. Ich kann nachvollziehen, das der Käptain sie aus der Schusslinie nehmen wollte. Immerhin mag die Bevölkerung von Olport sie nicht.
    Wie groß ist Olport im Vergleich zu Thorwal?


    Wirklich froh bin ich, das Ragnor gerettet wurde. Salarin ist schon ein brauchbarer Kerl, und Mut hat er. Springt so einfach in die sturmgepeitschte See.


    Sehr packend war die Nebelfahrt. Hier habe ich wieder richtig mitgefiebert, sogar das Gefühl gehabt zwischendurch vor lauter Nebel die Buchseiten nicht mehr erkennen zu können :) ;D.
    Und endlich hat sich Tylstyr als Magier bewiesen. Klasse wie Phileasson diesen jungen Zauberer aus der Reserve gelockt hat. Er versteht es seine Leute zu führen. Kein Wunder, das die für ihn durchs Feuer gehen. Der Mann scheint keine Schwächen, keine gravierenden Laster oder Fehler zu haben. So perfekt, kann das sein?

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL