06 - Seite 237 bis 297 (Kapitel 4 "Im Reich des Wals")

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  • Natürlich spekuliere ich auch, wer mit diesen Andeutungen gemeint ist. Etwas Altes, das auf den Fluten fährt mit einem Herz härter als Gletschereis: Da musste ich an die Schlangeninsel denken, wie der Sturm entstanden ist. Nicht nur durch Galayne, sondern vor allem durch die Verbindung von Blut und dem Wohlwollen der großen Schlange. Ich denke da ja immer an "die" Seeschlange, aber diese Andeutung bzgl. einer Jungfrau ... Vielleicht ja auch ein Drache?


    Das ist gut, die Schlangeninsel hatte ich bisher ganz außen vor gelassen bei meinen Überlegungen. Dabei ist dieses Ritual, das Galayne durchführt, garantiert ein sehr altes Ritual. Und es könnte auch ein Hinweis sein, warum Galayne sich Beorn ausgesucht hat, dessen Schiff ebenfalls den Namen Seeschlange trägt. Vielleicht gibt es hier mehr Verbindung, als wir bisher ahnen.



    Weißes Fleisch wandert, wo es nicht sein sollte: Bei "weißes Fleisch" bin ich mir noch nicht so ganz sicher, aber es geht um Orte, wo dieses nicht sein sollte. Vielleicht ein Ort, den Menschen nicht aufsuchen sollten, der aber zu einem Aufgabenpunkt der Reise gehört. Ich muss da an den Himmelsturm denken.
    Ahnungsloser Geist beschwört den Frevel der Alten: Firun vertrieb die Erbauer des Himmelsturms, weil es ihn erzürnte. Kann dieser Frevel etwas mit den Geheimnissen des Himmelsturms zu tun haben? Und der ahnungslose Geist reist auf einer der Drachenboote?


    Das weiße Fleisch konnte ich gar nicht einordnen, ich dachte direkt immer an Fischfilet :-[ Dass es sich dabei um einen Ort handeln könnte, habe ich noch gar nicht überlegt. Als ahnungsloser Geist könnte ich mir Beorn vorstellen, der als Werkzeug von Galayne fungiert. Oder aber überhaupt die Aufgabe mit dieser Wettfahrt und dem Himmelsturm, ohne zu wissen, was damit aufgescheucht werden kann.



    Die Beschreibung der Nordlichter fand ich wunderschön, auch wenn diese auf den Foggwulf diesmal zornig wirkten. Ich hatte da sehr tolle Bilder im Kopf und habe mich auch über die Verbindung mit Mythen gefreut - allerdings habe ich auch eine Schwäche für Nordlichter.


    Ja, ich finde die Nordlichter auch sehr faszinierend. Und auch sehr realistisch beschrieben, dass diejenigen Menschen, die sie nicht kennen, abergläubisch reagieren. Was Aberglaube angeht, ist der Mensch ja richtig gut darin.


  • Sie ist ein Fenster in die Welt der Geister, also muss derjenige ein Geist sein. :)


    Dazu tendiere ich auch.



    Das habe ich ganz anders empfunden, viel nachvollziehbarer und vor allem nicht nervig. Aber es ist wohl einfach so, dass eher unsichere Menschen es nicht nur im Leben sondern auch als Buchfigur viel schwerer haben ...


    Tylstyrs Unsicherheit an sich stört mich nicht, das mache ich ihm nicht zum Vorwurf, es können nicht alle Menschen zum Helden geboren sein, das ist auch in Büchern unrealistisch. Was mich nur hier in dieser Situation stört, dass Tylstyr mit seinem Anheuern eine gewisse Verpflichtung gegenüber Phileasson und seiner Aufgabe sowie seiner Ottajasko eingegangen ist. Die Truppe fährt schließlich nicht zum Picknick, sondern haben eine gefährliche Aufgabe zu bewältigen. Und Phileasson hat Tylstyr nicht deswegen mitgenommen, weil er findet, dass er ein netter Jungen ist, sondern weil er sich auch irgendwo einen Nutzen von ihm erhofft. Phileasson kann es sich nicht leisten, jemanden aus Jux und Dollerei nur mitzunehmen. Ich selbst bin so, dass ich, wenn ich eine Verantwortung für etwas übernehme, dazu stehe, auch wenn ich im Nachinein die Entscheidung bereue ;D Deswegen finde ich es hier nicht gut, dass Tylstyr einfach davonlaufen will, nur weil er frustriert und, wir mir scheint, auch neidisch ist wegen Salarins Fähigkeiten, so einfach einen Zauber zu wirken. Es wäre etwas anderes, wenn etwas Gravierendes durch seine Magie geschehen wäre, das z.B. sein Leben oder das der Ottajasko in Gefahr gebracht hätte, dann könnte ich verstehen, dass er starke Zweifel empfindet - die ich in so einem Fall auch absolut zugestehen würde. Oder wenn Tylstyr moralische/ethische Bedenken bzgl. Phileassons Tun kommen würden, dann würde ich es auch begrüßen, wenn er seine Haltung überdenkt, aber bisher hat Phileasson sich ja sehr fair und gerecht verhalten.


    Bernd hat an einer Stelle geschrieben, dass Leser teilweise das Gefühl hatten, Tylstyr wäre immer noch in der Ausbildung: hier in dieser Szene musste ich mich auch daran erinnern, dass er bereits ausgelernt und sogar selbst gelehrt hat.

  • Das bestätigt meine Theorie, dass du die Passagen mit Phileasson schreibst. Bernhard hatte ich von Anfang an in Verdacht, dass er sich mehr Beorn und seiner Gefolgschaft zuwendet.


    @ Murkxsi: Das man mich immer auf der dunklen Seite vermutet :-) In diesem Fall richtig ... Aber grundsätzlich :'( Manchmal schreibe ich auch über nette Romanfiguren.


    Ich habe mir auch noch nichts konkretes vorgestellt und vermutet, dass es etwas düsteres ist, was wir noch nicht kennen. "Nur" ein Elf wäre mir da zu einfach


    noch einmal @ Murkxsi: Du blickst wahrlich tief ins dunkle Autorenherz. 8)


    Aber man muss schon sehr in Aventurien verwurzelt sein, um hier auf die richtige Fährte zu kommen.
    Gestern auf der RPC hatte ich bei Lesung und Workshop rund 150 Gäste (viele altgediente DSA´ler) und nur ein einziger hatte den richtigen Verdacht.
    Ich bin gespannt, was hier noch kommt :)


  • Das Problem ist, dass Bernd auch sehr finster schreibt. Aber ich freue mich, dass er Phileasson schreibt. allerdings habe ich dann auch Angst um den Helden.
    Von Dir, Bernhard, habe ich ja bisher noch nichts gelesen (allerdings nach der Lesenacht schon mal ein Buch gekauft), aber ich hoffe, Deine Helden sind nicht immer wie Beorn, denn dem kann ich nicht viel abgewinnen. Er mag ein guter Kämpfer sein und vom wissen her ein guter Kapitän, aber ich mag keine Verräter und keine, die von Ehre nur was halten, wenn es ihnen in den Kram passt.


  • iNaja, sie geben sich Mühe darzustellen, dass der Elf eigentlich nicht blutrünstig ist und auch nicht böse, sondern seine Taten einem Ziel unterordnet. Allerdings kennen wir das Ziel nicht.


    Wenn es ein gutes Ziel wäre, hätte er sich auch Asleif anschließen können. Aber ich vermute er hat sich bewusst für den rücksichtsloseren und beeinflussbareren Kapitän entschieden...

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Wenn es ein gutes Ziel wäre, hätte er sich auch Asleif anschließen können. Aber ich vermute er hat sich bewusst für den rücksichtsloseren und beeinflussbareren Kapitän entschieden...


    Natürlich war sich Galayne bewusst, dass er bei Beorn die besseren Karten hat. Obwohl er zu Beginn von Band zwei dann selbst Beorns recht weit gesteckte Grenzen überschreitet.


    aber ich hoffe, Deine Helden sind nicht immer wie Beorn, denn dem kann ich nicht viel abgewinnen.


    Keine Sorge Rhea. Da gibt es noch sehr viele andere Facetten. Leih dir doch in einer Stadtbücherei einmal DIE ELFEN aus. Ich glaube schon, dass es dir gefallen wird, wenn du Fantasy magst :)


  • Wenn es ein gutes Ziel wäre, hätte er sich auch Asleif anschließen können. Aber ich vermute er hat sich bewusst für den rücksichtsloseren und beeinflussbareren Kapitän entschieden...


    Natürlich war sich Galayne bewusst, dass er bei Beorn die besseren Karten hat. Obwohl er zu Beginn von Band zwei dann selbst Beorns recht weit gesteckte Grenzen überschreitet.


    Eigentlich wissen wir gar nicht, ob es sein freier Entschluss ist, zu Beorn zu gehen. Irgendwie ist es doch wie in einer Waagschale. Auf mich wirkt es so, als sollen die Voraussetzungen möglichst gleich sein. Für mich klang es jedenfalls so, als habe er den Auftrag, dafür zu sorgen, dass Beorn am Leben bleibt, bis der Wettkampf entschieden ist oder welches Ziel auch immer dahinter steckt. Kann natürlich auch sein, dass er sich das selbst zur Auflage gemacht hat, weil er ohne Beorn sein Ziel nicht erreichen kann, aber das glaube ich irgendwie nicht. Ebensowenig glaube ich, dass er wirklich böse ist.


    aber ich hoffe, Deine Helden sind nicht immer wie Beorn, denn dem kann ich nicht viel abgewinnen.

    Keine Sorge Rhea. Da gibt es noch sehr viele andere Facetten. Leih dir doch in einer Stadtbücherei einmal DIE ELFEN aus. Ich glaube schon, dass es dir gefallen wird, wenn du Fantasy magst :)


    Hab es schon gekauft, aber gleich erst mal an meinen Sohn weiter gegeben. Steht auf der zu-lesen-liste. ;D


  • Natürlich war sich Galayne bewusst, dass er bei Beorn die besseren Karten hat. Obwohl er zu Beginn von Band zwei dann selbst Beorns recht weit gesteckte Grenzen überschreitet.


    Darauf bin ich sehr gespannt. Aktuell hatte ich so den Eindruck, als gäbe es eigentlich keine Grenze bzw. zumindest schon mal keine was den Tod der einzelner Crewmitglieder angeht...

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Weißes Fleisch wandert, wo es nicht sein sollte: Bei "weißes Fleisch" bin ich mir noch nicht so ganz sicher, aber es geht um Orte, wo dieses nicht sein sollte. Vielleicht ein Ort, den Menschen nicht aufsuchen sollten, der aber zu einem Aufgabenpunkt der Reise gehört. Ich muss da an den Himmelsturm denken.
    Ahnungsloser Geist beschwört den Frevel der Alten: Firun vertrieb die Erbauer des Himmelsturms, weil es ihn erzürnte. Kann dieser Frevel etwas mit den Geheimnissen des Himmelsturms zu tun haben? Und der ahnungslose Geist reist auf einer der Drachenboote?


    Kollege Bernhard, ich höre Schritte!
    Nein, ich fantasiere nicht. Hinter uns knirscht der Schnee, da bin ich ganz sicher.
    Doch, doch.
    Die Leserunde ist uns auf den Fersen, ich schwör's!



    Und wer ist dieser Rohal? Ein Weiser, aber sonst?


    Rohal ist eine der schillerndsten Gestalten der aventurischen Historie. Vielen gilt er als größter Magier überhaupt. Er war aber auch ein Philosoph. Er hat es bis zum De-facto-Kaiser ("Reichsbehüter") des Mittelreichs gebracht, und diese Vereinigung magischer und weltlicher Macht machte vielen Leuten Angst. Als das Misstrauen überhand nahm, dankte er ab und verschwand spurlos. Vorher soll er versprochen haben, zurückzukehren, wenn man ihn brauche. Das liegt zur Zeit der Phileasson-Saga viereinhalb Jahrhunderte zurück.



    Darauf bin ich sehr gespannt. Aktuell hatte ich so den Eindruck, als gäbe es eigentlich keine Grenze bzw. zumindest schon mal keine was den Tod der einzelner Crewmitglieder angeht...


    Beorn wird an eine stahlharte Grenze knallen, so viel verspreche ich Euch.
    Und ich verspreche Euch auch, dass Ihr bei dieser Gelegenheit eine völlig andere Vorstellung des Begriffs "Böse" entwickeln werdet, zumindest gemessen an allem, was Ihr von Aventurien gesehen habt - und relativ dazu wird Beorn in einem ganz anderen Licht erscheinen ...
    >:D


  • Ohje.... jetzt bringe ich schon wieder meinen Lieblingsautor aus meiner Heimatstadt, der unermüdlich für eine kleine hübsche Bibliothek in Uerdingen kämpft, zum Weinen :-[ :-[ :-[ (und das finde ich wirklich toll!!!- mit der Bibliothek, nicht das zum Weinen bringen)


    Aber ich habe fast alle Bücher gelesen und weiss, zu was du alles fähig bist ;D besonders bei Abgründen. Da bin ich schon sehr gespannt drauf.



    Und Bernards Bücher hole ich auch noch nach.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

    Einmal editiert, zuletzt von Murkxsi ()



  • Die Leserunde ist uns auf den Fersen, ich schwör's![/i]



    Rohal ist eine der schillerndsten Gestalten der aventurischen Historie. Vielen gilt er als größter Magier überhaupt. Er war aber auch ein Philosoph. Er hat es bis zum De-facto-Kaiser ("Reichsbehüter") des Mittelreichs gebracht, und diese Vereinigung magischer und weltlicher Macht machte vielen Leuten Angst. Als das Misstrauen überhand nahm, dankte er ab und verschwand spurlos. Vorher soll er versprochen haben, zurückzukehren, wenn man ihn brauche. Das liegt zur Zeit der Phileasson-Saga viereinhalb Jahrhunderte zurück.


    Spurlos verschwunden.... also nicht tot. Das riecht förmlich danach, dass er in irgendeiner Form - vielleicht als Geist - wieder auftauchen könnte.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Und dann aus einem neunjährigen Mädchen spricht? Steile These ... ;D


    Als eine Art Wiedergeburt? Wieso nicht. Wäre zumindest ein interessanter Aspekt. Mit dunkler Magie ist doch vieles möglich.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Suse

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