05 - Seite 183 bis 236 (Kapitel 3 "Auf See")

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  • Was für ein aufregender Abschnitt!!! Die Fahrt geht endlich los und wie sie losgeht. Unter großem Jubel laufen die Schiffe aus. Mir hat dieser Abschnitt sehr sehr gut gefallen. Dass es zwischen Beorn und Hrolf Zündstoff geben wird, dachte ich mir spätestens nach dem Satz: "Hrolf biss die Zähne zusammen. Beorn sprach mit ihm wie mit einem Kind......." Aber dann! Dass Beorn vor so manchem nicht zurückschreckt war mir natürlich klar, aber dass er ein Mitglied seiner eigenen Ottajasko auf solch eine Art und Weise opfert bzw. eintauscht...nein, DAS hätte ich nicht von ihm erwartet. Somit wächst meine Furcht vor Beorns Unberechenbarkeit. Eindeutig wäre ich lieber in der Ottajasko vom Foggwulf. :D Dieser Elf Galayne war mir vom ersten Moment an nicht geheuer. Er wirkt arrogant und sein Auftreten ist sehr bestimmend. Dass er unbedingt an Bord kommen will lässt nun wahrlich nichts Gutes erahnen! Dass er es dann schafft Beorn diesen Tausch schmackhaft zu machen und sich so selbst ins Boot holt macht mir Sorgen für die Weiterreise. Diese Sorge bestätigt sich prompt. Den Sturm den dieser weiße aber nicht unreine Elf heraufbeschwört kündigt große Schwierigkeiten an. Dass Beorns Mannschaft das Fernbleiben von Hrolf, trotz berechtigter Zweifel einfach so "schluckt" zeugt von der Schwäche dieser Ottajasko. Denn es ist zu befürchten, dass dort keiner für einen anderen einstehen wird. Am Ende sind es aber gerade solche Voraussetzungen, die eine Mannschaft auch harte Zeiten gemeinsam durchstehen lässt. Ich könnte mir vorstellen, dass es also intern in der Ottajasko Beorns zu heftigen Auseinandersetzungen kommen wird früher oder später. NOCH macht keiner den Mund auf und alle ziehen den Schwanz ein. Das könnte sich bald ändern. Phileassons Kampf mit dem Sturm ist sehr packend beschrieben. Ich hatte geradezu das Gefühl mir das Wasser aus den Haaren zu schütteln :D Man geht mit jeder Welle mit und fiebert mit der Ottajasko mit. Toll finde ich, wie Shaya über ihren Schatten springt und sich endlich einbringt. Ich denke sie hat noch großes Entwicklungspotenzial Da bin ich sehr gespannt. Doch dann was ist das? Was lese ich da??? Ragnor geht über Bord und alle fahren weiter? Hmm. Im ersten Moment stößt es mir auf, aber dann überlege ich und komme zu der Erkenntnis, dass mitten im Sturm unter solchen Bedingungen wohl nicht viel Handlungsspielraum gewesen wäre. Phileasson hadert ja ebenfalls mit seinem Gewissen sonst würde er sich keine Gedanken darüber machen, ob Ragnor genug Kraft hat usw. Würde mir wünschen, dass nach überstehen des Sturms vielleicht anch ihm gesucht wird irgendwie. Sonst könnte ich womöglich auch Phileassons Mannschaft nicht mehr Solidarität zu gestehen als der von Beorn. Bis jetzt kam es mir schon so vor, als sei die Ottajasko des Foggwulfs schon eher ein Team als die Beorns.


    Sehr interessant finde ich die Figur Zidaine. Von ihr erhoffe ich mir noch sehr viel. Auch hier schlummert eine sehr sehr starke weibliche Figur, der noch so manches zuzutrauen ist. Man darf also gespannt sein.


    Mal wieder eine Anmerkung zur Sogwirkung: Für mich hat sie noch nicht nachgelassen. Im Gegenteil nach diesem Abschnitt zieht es mich mit hinaus aufs Meer und ich habe tatsächlich das Gefühl mit an Bord zu sein. Allerdings bei Phileasson ;-) Die Wirkung die die Autoren, wie auch immer hier zustande gebracht haben ist sehr beeindruckend.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Die ersten beiden Aufgaben der insgesamt 12 Aufgaben, die innerhalb von 80 Wochen zu lösen sind, wurden nun bekannt gegeben. Noch kann ich nicht einordnen, wie schwierig diese Aufgaben sind. Aber 12 Aufgaben – 12 Bände passen ja schon mal ;-)


    So langsam lernen wir auch die Bordbesatzung kennen. Das der Elf nicht richtig rudern kann, zumindest anfänglich, war mir irgendwie klar. Ich hätte sogar gedacht, dass er erst gar nicht ans Ruder muss. Sehr witzig fand ich, dass Ohm seinen nackten Arsch gezeigt hat, nachdem sich die zwei Kapitäne ein Wettrennen wie zwei kleine Jungs geliefert hatten. Beorn ließ allerdings nicht lange auf sich warten und zog nachts an der Seeadler vorbei.


    Asleif erscheint mir als ein harter aber gerechter Kapitän. Die Strafe für das Einschlafen während einer Wache fand ich durchaus akzeptabel, immerhin hängt davon das Leben einer ganzen Mannschaft ab. Gut fand ich auch, dass nicht er selbst, sondern seine Mannschaft die Strafe, in diesem Fall die Prügel nach eigenem Ermessen, anwandte.


    In Beorns Mannschaft ist Zidiane und ich bin mir sowas von sicher, dass das Fianna ist. Alles spricht dafür, ihr Beschreibung, ihre Art, einfach alles. Und logisch wäre es auch. Und dass sie bei Beorn ist, passt auch wie Faust aufs Auge, weil ja Tylstyr und Tjorne bei Asleif sind. DAS verspricht noch spannend zu werden, wenn es evtl. zu Kämpfen zwischen den Rivalen kommt oder sie sich auf andere Art und Weise begegnen. Allerdings glaube ich nicht, dass Tylstyr und Tjorne sie wiedererkennen würden, vielleicht noch Tylstyr an ihren grünen Augen, die sich ihm sicherlich eingebrannt haben.


    Wo ich diesen neuen weißen Elf einordnen soll, weiß ich noch nicht. Aber ich glaube, er führt nichts Gutes im Schilde, hat einen Hang zur schwarzen Magie und verfolgt seine eigenen Interessen. Da ist ihm Beorn gerade Recht. Ich möchte lieber nicht wissen, was er mit Hrolf angestellt hat. Etwas Grausames, vermute ich. Allerdings bin ich ein wenig enttäuscht von Beorn. Ich hatte ihn bis jetzt als sehr hart und brutal eingestuft, aber nicht als hinterlistig. Ich glaube, Asleif hätte sich darauf nicht eingelassen. Aber die Versuchung war wohl zu groß und Hrolf ohnehin auf seiner Abschussliste. Mal sehen, was dieser Galayne so alles anstellen wird.


    Ich bin gespannt, ob Ragnor gerettet werden kann und was es mit dem Mädchen auf sich hat.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Phileassons Kampf mit dem Sturm ist sehr packend beschrieben. Ich hatte geradezu das Gefühl mir das Wasser aus den Haaren zu schütteln :D Man geht mit jeder Welle mit und fiebert mit der Ottajasko mit.


    Das ging mir genauso. Ich wollte auch nicht wirklich aufhören zu lesen, zumal man noch nicht was, was nun mit Ragnor geschieht. Während er über Board ging, hatte die Mannschaft wenig dagegen auszurichten, denn es gilt ja doch, auch alle anderen irgendwie vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen. Aber vielleicht suchen sie jetzt nach ihm und finden ihn - hoffentlich lebend.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Murkxsi....herrje stimmt ich hab doch glatt vergessen etwas zur Strafe der eingeschlafenen Wache zu sagen: Das Thema Schuld und Strafe begleitet uns auch hier weiter. Die Frage die sich aber stellt ist: Ist das Strafen legitimer, nur weil alle mitmachen und eine Gemeinschaft es als richtig einstuft? Wer bestimmt wann es genug ist? Ist dieses Handeln von einer kleinen Gemeinschaft auf eine Große, wie etwa einen Staat übertragbar??? Ist etwas richtig, nur weil alle zustimmen? Ich würde sagen NEIN! Doch in dieser rauen Seefahrerwelt herrschen solche " Gesetze". Shaya fühlt sich schuldig. Und folgert daraus sich nicht mehr so kindisch zu verhalten, um so etwas zu provuzieren. Folglich ordnet sie sich diesen "Gesetzen" unter. Bedenkt man, was so ein gemeinschaftliches Handeln und abnicken nach sich ziehen kann, kann man es eigentlich nicht gut heißen. Unwillkürlich muss ich dann an die NS- Zeit denken. All diese Verbrechen konnten nur geschehen weil so viele sie mitgetragen haben und durch Wählen der NSDAP abgenickt haben. Vielleicht führt das jetzt zu weit. Aber Großes kann im kleinen entstehen. Alles hat seinen Anfang. Jeder hat die Wahl, ob er sich bestimmten Regeln unterwirft und sie anwendet und zu solch einer Gemeinschaft dazugehören will.

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  • Ist das Strafen legitimer, nur weil alle mitmachen und eine Gemeinschaft es als richtig einstuft? Wer bestimmt wann es genug ist? Ist dieses Handeln von einer kleinen Gemeinschaft auf eine Große, wie etwa einen Staat übertragbar???


    Wir haben hier auch ein Strafgesetzbuch, in dem das "Volk" richtet in Form von Richter und Gerichten. In einer Gemeinschaft gibt es Regeln, nur so funktioniert sie auch. Wenn gegen Regeln verstoßen wird, gibt es Bestrafungen, über deren Höhe und Ausführungen man sicherlich streiten kann. Auch über die Regeln kann man sicherlich streiten, was ja bei unserer Gesetzgebung quasi an der Tagesordnung ist. Trotzdem, ohne dieses Gerüst funktioniert eine Gesellschaft nicht, ganz egal wie groß oder klein sie ist.


    Wäre es nicht Shaya gewesen sondern jemand, der dem Team etwas Böses wollte, wäre diese Geschichte anders ausgegangen und hätten vermutlich viele Opfer gefordert. Von daher fand ich eine "Bestrafung" durchaus sinnvoll und richtig. Ich hatte in diesem Moment keinerlei Zweifel, dass es der Mannschaft angenehm gewesen ist und sie nicht mitfühlen konnte. Die Schläge waren sonst härter gewesen. Aber als kleiner Denkzettel verfehlten sie nicht ihr Ziel. Ihm wird es so schnell nicht mehr passieren, einzuschlafen. Und den anderen vermutlich auch nicht mehr. Für den Zusammenhalt und der Sicherheit sicherlich kein unwichtiger Aspekt.


    Die NS-Zeit hat damit überhaupt nichts zu tun. Da geht es um ganz andere Dinge, die hier nicht hingehören, finde ich.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich wollte lediglich den Denkanstoß geben, dass wieder das Thema Strafen und Gemeinschaft thematisiert wird und wer wann etwas legitimiert. Natürlich geschieht das in einer Fantasy Welt. Dennoch wage ich auch weiter zu denken, was daraus resultieren könnte. Ich vertrete auch immer noch die Theorie, dass Tolkien Prallelen zum 1. Und 2. Weltkrieg gezogen hat. Auch dort ging es um eine Gemeinschaft, die Entscheidungen zu treffen hatte usw. Will das jetzt nicht ausführen. Sondern nur die Frage in den Raum stellen: Wo Strafe und Legitimation anfängt und aufhört. Und ob der Zweck die Mittel heiligt, so wie Du es siehst.

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  • Und den Gedanken, dass eine Strafe sinnvoll und angebracht ist halte ich nicht für ganz ungefährlich 😉aber ich möchte auch nicht zu weit abschweifen.

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  • Und den Gedanken, dass eine Strafe sinnvoll und angebracht ist halte ich nicht für ganz ungefährlich 😉aber ich möchte auch nicht zu weit abschweifen.


    Das ist sicherlich eine Thematik, mit der man fürsorglich und sensibel umgehen muss. Ungefährlich ist nichts im Leben.


    Stell Dir im Gegensatz mal vor, es gäbe keine Regeln und Strafen und jeder könne machen was er wolle, also auch munter vergewaltigen, morden, klauen etc. Glaubst Du, es gäbe unsere heutige entwickelte Gesellschaft (auch wenn sie gerade ein wenig krankt) oder Asleif würde auch nur im Ansatz den Wettkampf bestreiten können (um mal beim Buch zu bleiben)? Würde das nicht voraussetzen, dass ALLE weise, fürsorglich und selbstlos wären und ausschließlich nur das Gute wollten? Wenn du weißt, wo es so einen Ort mit solchen Menschen gibt, sag mir Bescheid ;-)


    Ich stelle ohnehin fest, dass dieses Buch unterschwellig für eine Menge Diskussionspotential sorgt. Finde ich gut.


    Mal sehen, was die Anderen zu diesem Diskussionspunkt sagen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Murkxsi da stimme ich dir einerseits zu. Natürlich braucht eine Gemeinschaft Regeln. Allerdings werden die meisten Verbrecher leider nicht von Strafen abgehalten. Dennoch braucht man sie wohl zur Abschreckung in der Hoffnung es hilft. Ja du hast wohl Recht solch einen Ort gibt es leider nicht. Habe jedenfalls noch keinen gefunden. 😉 Diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten und oft gibt es auch nicht nur schwarz oder weiß. Aber ich denke, man kann sich ruhig mal mit solchen Dingen auseinanderzusetzen, auch vor dem Hintergrund eines Fantasyromans.Ich finde die verschiedenen Sichtweisen sehr spannend. Mal sehen, ob das Thema Strafen in anderen Bänden mal noch in der Handlung zu einer tragischen Eskalation führt.

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  • Endlich geht die Fahrt los. Ein wirklich aufregender, spannender Leseabschnitt. Die ersten zwei Aufgaben wurden auch bekannt gegeben und das Abenteuer kann beginnen.


    Beorn hat es in diesem Abschnitt geschafft mir unsympathisch zu werden. Wenn er doch Hrolf gar nicht wirklich hat dabei haben wollen, warum hat er ihn aufgenommen? Hätte ihn dann doch lieber zu Hause lassen sollen und ihn nicht so schändlich verraten. Und die Aktion mit dem Elf und dem Sturm finde ich gar nicht so toll. Das hat für mich mit fairem Wettkampf nichts mehr zu tun. Und Phileasson macht sich auch noch Gedanken, wie Beorn den Sturm übersteht. Die weißen Elfen kann ich aber auch noch gar nicht einordnen. Der führt doch bestimmt irgendwas im Schilde und will Beorn doch nicht nur helfen zu gewinnen.


    Die Sache mit Ragnor - na ja gut, er ist über Bord gegangen, im Normalfall wäre ich natürlich dafür, alles zu tun um ihn zu retten. Aber hier muss Phileasson wohl mehr an seinen anderen Leute denken und hoffen, dass Ragnor es irgendwie schafft, sich allein zu retten. Und wenn der Sturm sich gelegt hat, können Sie ihn hoffentlich wieder aufsammeln.


    Gab es für die Bestrafung der schlafenden Wache eigentlich irgendwelche Regeln oder konnte jeder so fest zuhauen wir er wollte? Ich finde ja, eine gewisse Strafe hat er wohl verdient - schließlich hat er sie alle in Gefahr gebracht. Aber Regeln müssen meiner Meinung nach auch für Bestrafungen gelten.


    Auch die Beschreibung wie Phileasson und seine Mannschaft sich dem Sturm entgegen stellen finde ich sehr gelungen. Man hatte irgendwie das Gefühl die Wasssertropfen zu spüren und ich habe mitgefiebert und die Daumen gedrückt, dass sie einigermaßen unbeschadet aus dem Abenteuer herauskommen.


    Bis jetzt kommt es mir so vor, als ob Phileassons Mannschaft mehr ein Team ist als Beorns. Bei Beorn habe ich so das Gefühl, dass die Mannschaft sich untereinander auch nicht ganz einig sein könnte. Phileassons Mannschaft scheint da mehr Zusammenhalt zu haben. Ich bin jedenfalls auch gespannt, ob der Austausch zwischen Hrolf und dem Elfen schon Auswirkungen auf den Zusammenhalt von Beorns Mannschaft hat.


    Ich kann es jedenfalls mal wieder kaum erwarten, den nächsten Abschnitt zu lesen.

  • Zur Frage, wieso Beorn Hrolf mitgenommen hat und womit Hrolf Beorns Zorn erregt hat, kann man noch einmal auf Seite 207 nachschauen. Dort steht auch etwas zu seiner Stellung in der Mannschaft, was vielleicht erklärt, wieso man sich mit seinem Zurückbleiben so schnell abfindet ... ;)


    In einem früheren Leseabschnitt haben wir uns am Rande über sehr mächtige magische Artefakte unterhalten ... Ich könnte mir denken, dass eine Aussage Galaynes auf Seite 216 vielleicht einen Bezug dazu hat ... ;)



    Die ersten beiden Aufgaben der insgesamt 12 Aufgaben, die innerhalb von 80 Wochen zu lösen sind, wurden nun bekannt gegeben. Noch kann ich nicht einordnen, wie schwierig diese Aufgaben
    sind.


    In der ersten Aufgabe geht es so hoch nach Norden, wie jemals ein Throwaler gefahren ist (Hetmann Arjolf). Dieser Thorwaler ist mit seinem Schiff lebend zurückgekommen, was wegen der Unwägbarkeiten des Eismeers als so große Leistung gilt, dass eine recht bekannte Saga über diese Reise gedichtet wurde. Und er war im Sommer dort oben ... nicht im Winter ...
    Der Himmelsturm ist ein mystischer Ort, bei dem man daran zweifeln darf, dass er wirklich existiert. Die Drachenführer müssen ihn nicht nur finden, sondern auch sein Geheimnis ergründen. Sie werden, falls sie Erfolg haben, Wissen zurück nach Thorwal bringen, das dort noch nicht existiert. Vielleicht sogar Wissen, dass kein Mensch in Aventurien besitzt - weil es nicht für Sterbliche bestimmt ist ...



    Ich hätte sogar gedacht, dass er erst gar nicht ans Ruder muss.


    Was ich mir immer wieder einbläuen musste, ich hoffe, es ist inzwischen überall im Buch richtig:
    Ein Ruder ist ein Teil, mit dem man die Richtung eines Schiffs ändert. Die Dinger, die den Vortrieb erzeugen, heißen Riemen.



    Gab es für die Bestrafung der schlafenden Wache eigentlich irgendwelche Regeln oder konnte jeder so fest zuhauen wir er wollte? Ich finde ja, eine gewisse Strafe hat er wohl verdient - schließlich hat er sie alle in Gefahr gebracht. Aber Regeln müssen meiner Meinung nach auch für Bestrafungen gelten.


    In halbwegs vernünftigem Rahmen gilt da: "Jeder, wie er will". Und, nein: Mit der Großaxt in Stücke hauen fällt nicht mehr in den "halbwegs vernünftigen Rahmen". ;D
    Die Idee dabei ist, dass am Ende keiner mehr einen Groll gegen denjenigen hegt, der sich an der Gemeinschaft schuldig gemacht hat, weil jeder "ihm gegeben hat", was er in seinen Augen verdient.
    Und jeder von ihnen weiß, dass er auch einmal selbst in die Lage geraten könnte, "zu seinem Hetmann kommen zu müssen". Falls also jemand wie die Wildsau auf seine Kameraden einprügelt, könnte es sein, dass er es bei einer solchen Gelegenheit ebenso zurückgezahlt bekommt ...



    Mal wieder eine Anmerkung zur Sogwirkung: Für mich hat sie noch nicht nachgelassen. Im Gegenteil nach diesem Abschnitt zieht es mich mit hinaus aufs Meer und ich habe tatsächlich das Gefühl mit an Bord zu sein.



    Ich kann es jedenfalls mal wieder kaum erwarten, den nächsten Abschnitt zu lesen.


    :freu: :freu:

  • Tippende Tastatur und Murkxsi sind ja ganz schön fleißig. Euch beiden kommt man ja kaum hinterher… :) hechelt


    Was die Bestrafung betrifft, war ich angenehm überrascht. Das ist eine gute Regelung, die finde ich so auch den Zusammenhalt der Mannschaft mit gewährleistet. Ragnor wird das sicher nie wieder passieren. Er gesteht seine Schuld ein und akzeptiert die Strafe. Die anderen „verdreschen“ ihn dagegen nur im angemessenen Rahmen. Das fand ich fair. Besser als den Groll hinunterzuschlucken und Zwietracht und Misstrauen gegenüber Ragnor in der Mannschaft zu erhalten. Man hat ein Problem und es wird gelöst. Danach spricht man nicht mehr drüber.


    Jetzt wieder die Frage nach Schuld und Bestrafung in der Gesellschaft und wer bestimmt und entscheidet was rauszuholen finde ich mühselig. Das meine ich weder böse und ist auch meine ganz persönliche Meinung. Aber wir hatten das ja auch schon.
    Aber ich bin auch ganz der Meinung, dass dieses Buch Themen und Diskussionen aufwirft, die ich so nicht erwartet hätte. Das finde ich gut. :)


    Dass dann ausgerechnet Ragnar über Bord geht ist wohl Pech. Sie suchen ihn bestimmt bald, denn im Sturm umdrehen oder ihm nachspringen ist wohl nicht so sinnvoll. ;)


    Beorn habe ich von Anfang an als hinterlistig eingestuft. Aber gerade als ich dachte, so hinterlistig ist er ja gar nicht, ist er hinterlistig. :) Aber er ist auch mutig und intelligenter als ich dachte. Das macht ihn ziemlich gefährlich. Nicht nur für den Foggwulf, sondern auch für seine Mannschaft.
    Auch wenn er jetzt seinen Bauern geopfert hat, heißt das nicht, dass noch weitere an Bord sind, die man über die Klinge springen lassen kann.


    Der weiße „dunkle“ Elf ist für mich ein Störfaktor. Ich will ihn da nicht haben. Er gefällt mir nicht und er soll weg. Der riecht geradezu nach Gefahr und Tod.
    Der arme Hrolf…auch wenn er hier als Außenseiter positioniert wurde. Was ich mich Frage: Wieso schiebt er Wache am Strand? 10 Schritt vom Strand entfernt ist es doch selbst für die Wache sicherer vom Schiff aus Wache zu halten. Ein einzelner Mann wird bei vielen Gefahren doch einfach überrannt… Zidane hält als Beorn weg ist auch vom Schiff aus Wacht….


    Dass Zidaine Fianna ist, finde ich eine sehr verfrühte Meinung. Vielleicht ist sie es, vielleicht auch nicht. Für den Moment ist das für mich aber zu weit hergeholt.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Tippende Tastatur und Murkxsi sind ja ganz schön fleißig. Euch beiden kommt man ja kaum hinterher… :) hechelt


    Bitte keinen Stress. Ich fahre am Samstag in Urlaub und wollte für ein paar Seiten eigentlich nicht das Buch mitschleppen, deshalb bin ich diesmal ein wenig schneller. Ich gebe aber nach wie vor zu allem meinen Senf dazu ;-)



    Der weiße „dunkle“ Elf ist für mich ein Störfaktor. Ich will ihn da nicht haben. Er gefällt mir nicht und er soll weg. Der riecht geradezu nach Gefahr und Tod.


    Ich finde ihn auch sehr unheimlich, aber es muss ja auch ein paar Bösewichte geben. Ich bin mir auch nicht sicher, ob er Beorn wohlgesonnen ist oder nur seine eigenen Pläne verfolgt. Ich vermute ja Letzteres.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Dass Zidaine Fianna ist, finde ich eine sehr verfrühte Meinung. Vielleicht ist sie es, vielleicht auch nicht. Für den Moment ist das für mich aber zu weit hergeholt.


    Für meinen Geschmack wird es einmal zu oft betont, wie irrsinnig stark sie doch für ihre kleine/dünne Statur ist - direkter Hinweis. Weitere Verhaltensmuster (wiedergegeben durch Beorns Gedanken) unterstreichen es zusätzlich.


  • Für meinen Geschmack wird es einmal zu oft betont, wie irrsinnig stark sie doch für ihre kleine/dünne Statur ist - direkter Hinweis. Weitere Verhaltensmuster (wiedergegeben durch Beorns Gedanken) unterstreichen es zusätzlich.


    Ich kann das schon nachvollziehen. Aber vielleicht ist es auch eine falsche Fährte. ;)
    Shaya z.B. ist doch auch dünn und klein. Ok, das passt jetzt vielleicht nicht vom Charakter, aber was ich damit sagen will ist, dass die Autoren vielleicht auch mit unserer Wahrnehmung spielen...

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Ich kann das schon nachvollziehen. Aber vielleicht ist es auch eine falsche Fährte. ;)
    Shaya z.B. ist doch auch dünn und klein. Ok, das passt jetzt vielleicht nicht vom Charakter, aber was ich damit sagen will ist, dass die Autoren vielleicht auch mit unserer Wahrnehmung spielen...


    Fianna zu Shaya: Das wäre ja Mal eine Entwicklung. :o
    Shaya ist ja über 30 und eine Throwalerin - wobei ich jetzt nicht weiß, ob Zidaines Alter im Roman überhaupt erwähnt wird. ???


    Das mit der falschen Fährte hätte ich vielleicht geglaubt (wenn man den restlichen Charakter ganz außer Acht lassen würde), wenn es nur einmal erwähnt gewesen wäre. So wiederholt erscheint es mir doch zu plakativ für einen Roten Hering - so eine offensichtliche Irreführung wäre den Autoren, für mein Empfinden, positiv formuliert, zu "einfach", vermute ich. Aber lassen wir uns überraschen.


    PS.: Vielleicht ist Fianna ja auch frühzeitig gealtert und wurde zu Mutter Cunia - was auch erklären würde, warum die meisten hier sich so vor ihr gruseln. ;D

  • Ich habe mir heute eine kleine Auszeit nehmen können und heute Abschnitt geschafft. Nun also ein kurzer Beitrag von mir.
    Nun geht die Reise richtig los. Das Auslaufen der Schiffe mit dem Jubel und dem sofortigen Wettkampf zwischen beiden Schiffen war spannend. Ich habe sehr mit Phileasson mitgefiebert.
    Die Szene mit Ragnor, der bei der Woche einschläft. Seine Bestrafung fand war im ersten Moment für mich erschreckend. Aber als dann der Sinn klar wurde war es für mich auch irgendwie wieder okay. Er hat schließlich die ganze Mannschaft in Gefahr gebracht und wurde entsprechend auch von der Mannschaft bestraft.
    Beorn ist für mich jetzt endgültig unten durch. Opfert und verrät er doch tatsächlich ein Mitglied seiner Ottajasko! Und dann hat er Hrolf auch noch nur deshalb mitgenommen! Die Szene fand ich sehr spannend.
    Nun bin ich am rätseln, als was genau sich wohl Galayne entpuppen wird. Jetzt haben wir einen guten und einen bösen Elf in der Geschichte. Ich bin gespannt wie es da so weitergeht.
    Zum Glück ist die Seeadler halbwegs unbeschadet dem Sturm entkommen. Ich habe wirklich mitgefiebert. Hoffentlich konnte sich Ragnor an Land retten. Und was hat es mit dem Mädchen auf sich? Sollte Ragnor es nicht geschafft haben, kommt dann eventuell ein neues Mitglied in die Mannschaft?


    Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Ich denke nicht, dass Zidaine und Fianna die selbe Person sind. Es wird ja auch erwähnt, dass sie sich "ein paar Mal einen der Männer genommen hat" . Ich denke nicht, dass Fianna nach dem, was sie erlebt hat, noch viel Interesse diesbezügliche an Männern hat.

    Liebe Grüße Andrea

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