04 - Seite 143 bis 181 (Kapitel 2 "Reisevorbereitungen")

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  • Dass den Leuten in Deinem Bekanntenkreis so schlimme Dinge passiert sind, tut mir für sie leid.
    Es kann aber die Auswahl der Themen, die man literarisch behandeln darf, nicht einschränken. Sonst dürfte ich generell keine Fantasy mehr schreiben - wie mag jemand, der einen lieben Menschen an eine okkultistische Sekte verloren hat, meine "verharmlosende" Darstellung magischer Praktiken empfinden? Ich dürfte auch keinen Mord mehr schildern - wie mag es jemandem dabei ergehen, der gerade Zeuge eines solchen Verbrechens wurde? Was ist mit Betrügereien - stoßen Schilderungen eines Gauners jemandem bitter auf, der vielleicht durch eine Fehlberatung in der Geldanlage sein Elternhaus verloren hat?


    Das hat hier auch niemand behauptet!



    - denn kaum jemand dürfte 14 Vergewaltigungsopfer kennen und sich mit ihrem Schicksal auseinandersetzen.


    Wenn man in gewissen Beratungsstellen arbeitet, summiert sich das schnell.

  • Eichwald


    Er gefällt mir ziemlich gut, wie den meisten hier. Bei seiner ersten Szene konnte ich noch nicht viel mit ihm anfangen, aber der Kampf mit den Nostriern und auch das Gespräch mit Phileasson finde ich wirklich stark.
    Ich hätte sein Verhalten nicht unmittelbar erwartet. Auch wenn er nicht mehr töten möchte, hätte ich vielleicht doch erwartet, dass es ihm zu viel wird und er sich die Quälgeister einfach vom Hals hält.
    Für die ihn angreifende Dreiergruppe kann ich nur wenig Verständnis aufbringen und ich muss zugeben, dass sie mich auch eher genervt haben. Negative Gefühle einfach zu übertragen geht gar nicht. Allerdings
    wenn in Kriegszeiten Bevölkerungsgruppen aufeinander losgehen, wage ich es nicht einzuschätzen, wie leicht oder schwer es fällt „die Anderen“ über einen Kamm zu scheren.


    Salarin


    Den finde ich super. Vor allem die Szene in der er außen am Schiff hängt. Ich hätte nicht erwartet, dass gerade ein Elf mitunter der lustige Faktor in der Schiffsgemeinschaft sein könnte. :)
    Auf mich wirkt er etwas verrückt und durchgeknallt. Auch seine Suche kann ich noch nicht ganz nachvollziehen, denn ich habe Elfen eher weniger den Göttern zugewandt oder auf der Suche nach ihnen kennengelernt. (Aber vielleicht versorgt uns Bernd hier noch mit mehr Hintergrundwissen. :) )Vielleicht steckt da aber auch noch mehr dahinter.
    Dass er die Möwe verschont, aber trotzdem ein guter Schütze ist, war mir klar. Aber das finde ich auch gut so. Elfen müssen gute Bogenschützen sein, anders geht das ja gar nicht.


    Tylstyr und Tjorne


    Ich wüsste nicht, ob ich die beiden an Phileassons Stelle dabei haben müsste. Klar Tylstyr ist ein Magier, aber man weiß ja gar nicht, ob der überhaupt was taugt. Er wird nicht mal gefragt, welche Fähigkeiten er hat.
    Sein Status reicht fürs Dabeisein aus, aber von Salarin verlangt er einen Beweis seiner Fähigkeiten….hm….
    Nichtsdestotrotz könnte die Geschichte, die die beiden mitbringen Spannung erzeugen. Ich tippe ja auch, dass Fianna vielleicht auf einem der beiden Schiffe mit an Bord ist, wobei bei Beorn ja nur Thorwaler an Bord durften…


    Shaya


    Ist an Bord. Check! Mehr kann ich dazu noch nicht sagen.


    Irulla


    Ich glaub mit ihr gibt es noch viel Freude und ich könnte mir auch vorstellen, dass sie den ein oder anderen Spaßfaktor freiwillig oder auch unfreiwillig bereithält…


    Ohm (wieso eigentlich Ohm? :))


    Cooler Typ! Absolut sympathisch. Könnte vielleicht ein ausgleichender Faktor auf der Reise werden.


    Cellyana


    Das Gespräch zwischen Tylsyr und Cellyana ist toll. Ein absolut starker Charakter bzw. eine sehr starke Frau. Bestimmt, dominant, selbstbewusst. Das mag ich. :)
    Wie sie den sich mal wieder windenden Tylstyr, der denkt er müsste mal wieder etwas verheimlichen, aufmischt finde ich sehr gelungen. Von mir aus könnte sie ihn noch viel weicher klopfen. Schade, dass sie nicht mit an Bord ist.


    Weiteres


    Die Kartensuchaktion finde ich cool! Es ist gar nicht blöd zu schauen, was in der Kartothek bewegt wurde. Sehr interessant und sehr intelligent. Schön, dass Phileasson so überlegt vorgeht, das beweist einmal mehr seine Intelligenz.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Salarin


    Den finde ich super. Vor allem die Szene in der er außen am Schiff hängt. Ich hätte nicht erwartet, dass gerade ein Elf mitunter der lustige Faktor in der Schiffsgemeinschaft sein könnte. :)


    So einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch. Irgendwie hat Salarin einen komödiantischen Einschlag und könnte durchaus für die eine oder andere Situationskomik herhalten. Irulla genauso.



    ...Klar Tylstyr ist ein Magier, aber man weiß ja gar nicht, ob der überhaupt was taugt. Er wird nicht mal gefragt, welche Fähigkeiten er hat..


    Ein wenig Zweifel ich auch an seinen Fähigkeiten und mir kam das auch komisch vor, dass er sich so gar nicht beweisen musste wie alle anderen und einfach mit ins Team genommen wurde. Zumal er noch kaum Erfahrungen mitbringt. Er ist für mich auf jeden derjenige, der seine Fähigkeiten am meisten unter Beweis stellen muss.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Jetzt wird die Crew zusammen gestellt und bald geht es los auf Große Fahrt.


    Wie Phileasson seine Leute aussucht hat mir gut gefallen. Auch dass er durch Beorn bereits aussortierte Bewerber nicht mitnehmen möchte, ist verständlich.
    Möglicherweise befindet sich Fianna auf einem der beiden Schiffe. Wenn, dann wohl eher bei Beorn, denn Tylstyr und Tjorne würden sie möglicherweise wiedererkennen. wobei


    Eichwald gefällt mir sehr gut. Wie er mit den drei Nostriern fertig wird, ohne einen der drei umzubringen, war prima. Ein guter Kämpfer, der aber nicht sinnlos draufhaut, ist bestimmt eine Bereicherung.


    Salarin ist für mich die spezielleste Figur der Schiffsbesatzung. Cool, wie er die Möwen vom Mast schiesst ohne sie zu treffen, eine feine Lösung der Aufgabe.


    Irulla mit ihrem sehr auffälligen Äusseren. Ein Spinnentattoo über fast den komlpletten Schädel....bah. Vielleicht hat sie als Waldmensch eine besondere Beziehung zu Spinnen ???


    Ich bin sehr gespannt, wie sich die Schiffsbesatzung zusammenfindet und welche Aufgaben auf Phileasson und Beorn warten. Also schnell :lesen:


  • Ich tippe ja auch, dass Fianna vielleicht auf einem der beiden Schiffe mit an Bord ist, wobei bei Beorn ja nur Thorwaler an Bord durften…


    Den Verdacht habe ich auch. Den direkteren Zugriff hätte sie auf dem Schiff von Phileasson, aber besteht da nicht die Gefahr des Wiedererkennens? Obwohl Fianna in ihrem damaligen Zustand, geschwächt und verdreckt, sicherlich ein anderes Bild bot als heute.


  • Auf mich wirkt er etwas verrückt und durchgeknallt.


    Nicht nur auf Dich ... ;)
    Elfen haben oft Schwierigkeiten, sich unter Menschen zurechtzufinden, weil ihre Art der Interaktion eine andere ist. Insbesondere sind Musik, die Welt und die Magie für sie mehr oder minder eins. Als Salarin Phileasson begrüßt, spricht er ganz intuitiv einen Freundschaftszauber ...



    Auch seine Suche kann ich noch nicht ganz nachvollziehen, denn ich habe Elfen eher weniger den Göttern zugewandt oder auf der Suche nach ihnen kennengelernt.


    Das ist sehr untypisch für einen Elfen.



    Vielleicht steckt da aber auch noch mehr dahinter.


    Ganz sicher. ;)



    Ich wüsste nicht, ob ich die beiden an Phileassons Stelle dabei haben müsste. Klar Tylstyr ist ein Magier, aber man weiß ja gar nicht, ob der überhaupt was taugt. Er wird nicht mal gefragt, welche Fähigkeiten er hat.
    Sein Status reicht fürs Dabeisein aus, aber von Salarin verlangt er einen Beweis seiner Fähigkeiten….hm….



    Ein wenig Zweifel ich auch an seinen Fähigkeiten und mir kam das auch komisch vor, dass er sich so gar nicht beweisen musste wie alle anderen und einfach mit ins Team genommen wurde.


    Da ist Phileasson vielleicht auch ein Kind seiner Kultur: Wenn er einen Thorwaler sieht, setzt er direkt voraus, dass der rudern kann, was eine wesentliche Tätigkeit bei der Reise mit einem Drachenschiff ist. Tylstyr kann also zaubern und rudern - zwei Punkte.
    Salarin sieht nicht unbedingt rudertauglich aus, kann aber sicher zaubern - ein Punkt. Salarin braucht noch einen zweiten Punkt, um Phileasson zu überzeugen. ;)



    Irulla mit ihrem sehr auffälligen Äusseren. Ein Spinnentattoo über fast den komlpletten Schädel....bah. Vielleicht hat sie als Waldmensch eine besondere Beziehung zu Spinnen


    Als die Abenteuerspielkampagne geschrieben wurde, die als Vorlage für die Romanserie dient, gab es in der Ausarbeitung zu Aventurien nur allgemein "Waldmenschen", oder "Mohas". Inzwischen hat man viele verschiedene Stämme in den Wäldern des Regengebirges angesiedelt. Darunter finden sich auch die Keke-Wanaq. Die nutzen verschiedene Sorten von Spinnen als Kuscheltiere, als Haustiere, als Wächter, als Kampfgefährten ...

  • Igitt, ich kann Spinnen nicht leiden :angst:


    Die armen Tiere. Ich finde sie ausgesprochen nützlich. Ich kann aber Phobien etc. nachvollziehen und wer möchte schon gerne diese Netze in den Ecken haben. :)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • An Tonlos:



    Ich wüsste nicht, ob ich die beiden an Phileassons Stelle dabei haben müsste. Klar Tylstyr ist ein Magier, aber man weiß ja gar nicht, ob der überhaupt was taugt. Er wird nicht mal gefragt, welche Fähigkeiten er hat.
    Sein Status reicht fürs Dabeisein aus, aber von Salarin verlangt er einen Beweis seiner Fähigkeiten….hm….


    Tylstyr hat immerhin den Vorteil ein Thorwaler zu sein, was ihm einen kleinen Vertrauensvorschuss gibt. :)
    Außerdem steht kein anderer Magier zur Verfügung. Die sind viel zu gescheit, um sich mitten im Winter auf eine Reise ins ewige Eis einzulassen. Da kann man sich doch an seinen fünf Fingern abzählen, dass das kein gutes Ende nehmen wird. ;)

  • Jetzt geht es bald los!!! Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Seefahrergeschichten liebe?! 8) .... aber mir im echten Leben bei nur leichtem Wellengang sofort richtig übel wird? ;D


    Die Auswahl der Besatzung fand ich schon mal gleich spannend. Das muss schließlich wohl überlegt sein, man kann ja schlecht einzelne Leute einfach austauschen, wenn man unterwegs merkt, der ein oder andere war eine Fehlbesetzung. Hier finde ich es von Phil eigentlich sehr schlau, ein bisschen Mischung in die Besatzung zu bringen und nicht nur auf reine Muskel- und Kampfkraft zu setzen wie sein Rivale. Ob es wirklich klug war, entscheidet sich natürlich erst unterwegs und wenn nicht viel anderes passiert wie Stürme und feindliche Auseinandersetzungen dann hat Beorn vielleicht mit seiner Muskelbesatzung doch gut gelegen. Aber wenn nicht ..... ich bin gespannt, wer besser gewählt haben wird.


    Andererseits finde ich Phil z. T. auch nicht ganz konsequent, wenn er sich z. B. für Tjorne allein aufgrund Tylstyrs Zuspruch entscheidet. Thornes Bewerbung wirkte doch etwas, hmmm ... anbiedernd und nur weil er sagt, wie toll er sei, wäre das für einen klugen Seefahrer wie Phil doch normalerweise kein Kriterium für eine so wichtige Fahrt. Hier hat er, was die reine Auswahl betrifft, doch eher einen Platz "verschenkt" nach meinem Gefühl. Apropos Gefühl: Phil geht hier viel nach Gefühl, nicht nur bei Tylstyr, von dem er nicht genau weiß, was er wirklich kann, sondern auch bei dem Elfen. Er lässt ihn zwar die Schießprüfung durchführen, hat sich aber ja schon von Anfang an vom Gefühl her doch für ihn entschieden, wenn ich das richtig gelesen habe. "Beweise" sind für ihn also nicht alles, er hört auch viel auf sein Gefühl oder Intuition bei der Wahl seiner Mannschaft. Ist das eine Eigenschaft von ihm oder nur hier bei dieser Fahrt aufgrund der so besonders durchgemischten Charaktere der Fall?



    Salarin gewann auch an Sympathie. Erinnert mich an kleine wissbegierige Kinder, die jeder Antwort mit einem weiteren "Warum?" entgegnen.


    Ja, das stimmt. Er hat mich hier auch an ein neugieriges unbedarftes Kind erinnert, als er am Schiff hing. ;D Andererseits war er dann aber auch sehr souverän und weise, als er den Schuss auf die Taube ausführte und dabei so klug seien Prüfung löste. Es stecken gleichzeitig ein Kind und ein weises Wesen in ihm. Aber das überrascht mit nicht, für mich sind Elfen immer wieder ganz besondere Wesen. Wobei ich sonst meist durch ihre Unnahbarkeit und ihre besondere Ausstrahlung fasziniert bin und die hier etwas komische Note überraschend finde. Ich bin mittlerweile sehr gespannt auf die Figur und habe jetzt, weil sie aktiv handelt und nicht mehr nur beobachtet, auch nicht mehr das Gefühl, sie gehört hier nicht hin.



    Eichwald


    Er gefällt mir ziemlich gut, wie den meisten hier. Bei seiner ersten Szene konnte ich noch nicht viel mit ihm anfangen, aber der Kampf mit den Nostriern und auch das Gespräch mit Phileasson finde ich wirklich stark.
    Ich hätte sein Verhalten nicht unmittelbar erwartet. Auch wenn er nicht mehr töten möchte, hätte ich vielleicht doch erwartet, dass es ihm zu viel wird und er sich die Quälgeister einfach vom Hals hält.
    Für die ihn angreifende Dreiergruppe kann ich nur wenig Verständnis aufbringen und ich muss zugeben, dass sie mich auch eher genervt haben.


    Er wird für mich mittlerweile auch lebendiger. Anfangs konnte ich mit ihn noch nicht so viel anfangen, aber mittlerweile finde ich ihn auch spannend und kann mir vorstellen, dass er auf der Reise noch ein guter Gefährte für Phil werden kann. Ich glaube momentan, es war eine gute Wahl, ihn auf das Schiff einzuladen. Was die drei Nostrier betrifft, so habe ich schon Verständnis für sie. Sie haben ein Familienmitglied verloren und brauchen nun jemanden, dem sie die Schuld dafür geben können. Und wer greifbar ist, der wird verfolgt, ob er nun wirklich der Schuldige war oder nur indirekt, ist in dem Moment dann wohl egal. Gut finde ich das nicht, aber ich kann es nachvollziehen, dass sich die drei auf ihn fixiert haben. Ich hoffe aber auch, dass es das nun war und sie nicht als Dauerverfolger immer wieder mal auftauchen ...


    Shaya fand ich überhaupt nicht weinerlich. Es wirkt auf mich nur natürlich, dass sie Angst oder Bedenken hat, ihr Zuhause für eine so gefährliche und ungewisse Reise zu verlassen. Sie kennt vielleicht sogar bisher nur die Geborgenheit des Tempels? Ich würde an ihrer Stelle auch nicht gerne meine Familie verlassen und ich gestehe es ihr zu, diese Sorge auch zu äußern, sie ist ja keine Kriegerin die es vielleicht kaum erwarten könnte, mal wieder rauszuziehen. Und es gefällt mir, dass sie ihre Gefühle auch ausspricht und nicht stumm bleibt (wie z. B. Tylstyr ;) ) und anschließend konzentriert sie sich auf ihre Arbeit und tut, was man von ihr erwartet. Ich bin gespannt auf ihre Entwicklung und wie sie mit den kommenden Situationen umgeht. Vielleicht wird sie ihre Angst oder ihr Unwohlsein mal wieder zeigen, aber ich glaube nicht, dass sie sich "gehen lässt", sondern ihr Schicksal nimmt, wie es kommt und vielleicht sogar daran wächst.


    Irulla ist ja schräg. ;D Also auf die Figur bin ich ja auch sehr gespannt. Sie hat ja eine etwas unheimliche Art und eine seltsame Ausstrahlung. Von ihr möchte ich auf jeden Fall mehr erfahren. Aber müssen es ausgerechnet Spinnen sein? :o Wenn ich eins grausig finde, dann Spinnen (besonders unsere dicken fetten Kellerspinnen :angst: )



    Was das Thema Vergewaltigung hier im Roman betrifft, sollten wir das nun wirklich mal so stehen lassen, dass man dies sehr unterschiedlich empfinden kann, bzw. in einem Roman dieser Art unterschiedlich ertragen kann oder will. Darüber sind die Meinungen nun ausreichend ausgetauscht worden und man sollte sich nicht daran festbeißen. :winken:


  • Andererseits finde ich Phil z. T. auch nicht ganz konsequent, wenn er sich z. B. für Tjorne allein aufgrund Tylstyrs Zuspruch entscheidet. ... Hier hat er, was die reine Auswahl betrifft, doch eher einen Platz "verschenkt" nach meinem Gefühl.


    Er kriegt sozusagen einen Magier für zwei Plätze ...



    Apropos Gefühl: Phil geht hier viel nach Gefühl, nicht nur bei Tylstyr, von dem er nicht genau weiß, was er wirklich kann, sondern auch bei dem Elfen.


    Tipp: dahinter steckt etwas mehr. Wenn Du die Stelle noch einmal anschaust, wirst Du feststellen, dass seine Zuneigung Phileasson in diesem Moment selbst fremd vorkommt ... ;)



    [Shaya] kennt vielleicht sogar bisher nur die Geborgenheit des Tempels?


    Sie bewegt sich seit ihrer Kindheit im sozialen Umfeld der Traviakirche. Dennoch ist sie weit gereist: Sie hat ein Jahr in Rommilys verbracht, im Haupttempel dieses Kults. Das ist vergleichbar mit einer Priesterin aus Norwegen, die ein Jahr in Rom war. Hinzurechnen muss man eine mehrmonatige An- und Abreise mit Übernachtungen in den Traviatempeln auf dem Weg.



    Wenn ich eins grausig finde, dann Spinnen (besonders unsere dicken fetten Kellerspinnen :angst: )


    Wenn Irulla Dir ihre haarigen Freundinnen vorstellt, wirst Du Dich nach Deinen Kellerspinnen zurücksehnen ... >:D
    Es ist aber auch bei mir so, dass Spinnen zu den Ekeltieren gehören. Ich kann mich erinnern, dass wir in der Vorschule eine möglichst gruselige Karnevalsmaske malen sollten. Alle haben Gesichtet mir Narben und ähnlichen Attributen getuscht. Bei mir war es eine riesige Spinne. Allerdings eine mit neun Beinen - eben eine Karnevalsspinne. :)


  • Er kriegt sozusagen einen Magier für zwei Plätze ...


    Ein teurer Magier also ;D


    Ich bin übrigens sehr auf Tylstyrs weitere Entwicklung gespannt und welche Fähigkeiten er unterwegs zeigt und noch entwickelt. Seine "Bewerbung" für die Reise war ja nun gefühlt eine eher spontane Aktion, von der ich ein bisschen den Eindruck hatte, dass er sich damit selbst überrumpelt hat und sich und mich auf gewisse Weise überrascht hat. Auf seine magischen Fähigkeiten bin ich jedenfalls sehr gespannt.



    Tipp: dahinter steckt etwas mehr. Wenn Du die Stelle noch einmal anschaust, wirst Du feststellen, dass seine Zuneigung Phileasson in diesem Moment selbst fremd vorkommt ... ;)


    Stimmt, das wirkt so ein bisschen wie Beeinflussung. ;) Aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass er auf sein Gefühl gerne auch hört und damit nicht unbedingt schlechte Erfahrungen gemacht hat? Ich kenne den Charakter ja nicht, aber ich habe so den Eindruck.



    Sie bewegt sich seit ihrer Kindheit im sozialen Umfeld der Traviakirche. Dennoch ist sie weit gereist: Sie hat ein Jahr in Rommilys verbracht, im Haupttempel dieses Kults. Das ist vergleichbar mit einer Priesterin aus Norwegen, die ein Jahr in Rom war. Hinzurechnen muss man eine mehrmonatige An- und Abreise mit Übernachtungen in den Traviatempeln auf dem Weg.


    Ah, ok. Dann hat sie doch schon Reise- und Abenteuererfahrung. Ich hatte den Eindruck, das ist neu und daher beängstigend für sie. Aber trotzdem glaube ich nicht, dass sie einfach nur weinerlich ist. Sie wirkt emotional aber bisher trotzdem stark auf mich. :)



    Wenn Irulla Dir ihre haarigen Freundinnen vorstellt, wirst Du Dich nach Deinen Kellerspinnen zurücksehnen ... >:D


    HILFEEEE :o:angst: :ohnmacht:


  • Ah, ok. Dann hat sie doch schon Reise- und Abenteuererfahrung. Ich hatte den Eindruck, das ist neu und daher beängstigend für sie.


    Dieser Eindruck ist auch völlig richtig:
    Es ist etwas gänzlich anderes, mit 44 waffenstarrenden Kriegern auf einem Langschiff in die Wildnis hinauszurudern, oder in einer orangefarben gekleideten Pilgergruppe über Land zu reisen, die währenddessen fromme Lieder singt und abends in einem Tempel mit warmem Essen oder zumindest in einer Herberge einkehrt, dabei den Hauptverkehrswegen folgt und Gefahren nach Möglichkeit meidet ... ;)
    Dennoch hat Shaya einige nützliche Sachen gelernt. So spricht sie fließend Garethi, die am weitesten verbreitete Sprache Aventuriens. Phileasson (Entdecker), Ohm (Skalde) und Tylstyr (Magier) können das auch, bei Eichward ist es die Muttersprache (wenn auch mit Dialektfärbung), aber viele der thorwalschen Recken (wie etwa Tjorne oder Ragnor) beherrschen diese Sprache nicht.

  • Bevor ich lese, wie es euch so mit diesem Kapitel erging, schildere ich mal meinen Eindruck:


    Dieser 4.Leseabschnitt steht ganz im Zeichen der Reisevorbereitungen. Die beiden Kapitäne stellen ihre Mannschaft zusammen. Leider wird das alles nur aus Phileassons Sicht geschildert. Wir erfahren, wer alles auf seinem Schiff mitfährt (alle wichtigen bisher aufgetretenen Personen, so scheint mir: Tylstyr, Tjorne, Eichward, der Skalde, Salarin).
    Während wir über Beorns Mannschaft nichts erfahren. Irgendwie nicht ganz fair, mich als Leser an die Seite von Phileasson zu drängen. Na klar mag ich den Kerl. Aber ich würde mir auch gerne eine Meinung über Beorn bilden, und nicht nur auf Hörensagen vertrauen.


    Das Gespräch zwischen Tylstyr und seiner Spektabilität (sowas wie ein Professor?) fand ich interessant. Ich habe eine Menge über Sitten und Gebräuche unter Magiern gelernt. Eine Frage am Rande: Wie viel sind 20 Dukaten wert?
    Das Tylstyr nun ausgerechnet über Elfen berichten soll, ist schon ein bißchen augenfällig, wo doch auch ein Elf auf der Seeadler angeheuert hat. Von dem ich überings immer noch nicht weiß, was ich von ihm halten soll. Hoffentlich nervt er nicht nur.


    Gefreut habe ich mich mehr über Eichward zu erfahren. In der Szene, in der er auf die drei Nostrier trifft, ist mir erst wirklich bewußt geworden, was für ein Bär von Mensch er ist. Und auch ein guter Kerl. Ich kann immer weniger verstehen, warum die Nostrier ihn Tod sehen wollen. Er kann nicht mal sagen, ob er ihre Schwester im Kampfgetümmel der Schlacht getötet hat. Außerdem war Krieg, wie er ja auch selbst sagte. Die Nostrier sehen das offensichtlich anders. Allerdings frage ich mich woher sie ihre Informationen haben. Ich bin froh, das Eichward bei Phileasson mitfährt.


    Interessant finde ich, das Phileasson auch nicht ganz fair spielt, als er mit seiner Kundschafterin und dem Barden ins Kartenhaus eindringt, um sich illegal Informationen über die Reiseroute zu beschaffen. Das hätte ich ihm gar nicht zugetraut.


    Etwas Süsses hatte es, als der Barde so traurig mit bei der Sache war (im Kartenhaus). Und nur darauf wartete, das Phileasson ihn in seine Mannschaft aufnahm. Dabei war für den Kapitän klar, ohne den Barden fährt er nicht. Der wollte es aber unbedingt aus seinem Mund hören. Und freut sich dann extrem. Das sind also Nordmänner. Irgendwie süss...


    So nun kann es ja endlich losgehen. Mal sehen, wohin die Reise geht. Ich hoffe Beorn bekommt noch ein bißchen Text ab. Und steht nicht nur als Widersacher Phileassons dar.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Zitat

    würde ich aber Verständnis für die Nostrier erwarten: Hochgepanzerte Ritter haben eine Bauernarmee niedergemetzelt, Eichward hat es nicht nur geschehen lassen, sondern er war sogar dabei, und die Schwester der Nostrier ist dabei umgekommen.


    Habe ich da etwas überlesen, Bernard? Im Text habe ich das nicht gefunden. Da wird von einer Schlacht gesprochen. Und es stellt sich heraus, das die drei Nostrier Fischer sind. Heißt das im Umkehrschluss alle Nostrier waren in dieser Schlacht Fischer und / oder Bauern? Und alle Andergaster Ritter wie Eichward? Dafür weiß ich zu wenig über Aventurien, um diese Schlüsse ziehen zu können. Ich habe zwar einige Romane gelesen, gerade auch einen der Neuen, die in der Gegend spielen. Aber da hatte ich nicht das Gefühl, das die Mittel so ungleich verteilt sind sind beiden Ländern.


    Aber vielleicht hätte einer der drei Nostrier ja mal argumentieren können. Sie haben doch gemerkt, das Phileasson durchaus aus Zuhören und Informationen gepolt war. Sie nutzen diese Chance nicht, was alle drei schon ziemlich blöd darstehen läßt. Da kann ich als Leser wenig Sympathie für die drei entwickeln...

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  • Zitat

    Ich hoffe nur, dass diese Shaya nicht ständig rumjammert.


    Ich habe die Traviageweihte nicht als weinerlich empfunden. Gerade habe ich noch mal die Szene gelesen, auf die du anspielst. Für mich ist es ganz normal, wenn ich von einem Ort weggehen muss an dem ich mich wohlfühle, das ich traurig bin. Und diese Traurigkeit auch zulasse. Für mich ist das eher ein Zeichen von Stärke.
    Außerdem steht dieser Szene ja auch die wunderbare Szene gegenüber, in der Phileasson erzählt, wie sich Shaya gegen Sturm und Wetter vielen verständlich macht. Als der Wind sie umbläst, steht sie wieder auf, glättet ihr Kleid und redet unbeirrt weiter. Eine toughe Frau also, die viele Gefühle zulassen kann 8).

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  • Habe ich da etwas überlesen, Bernard? Im Text habe ich das nicht gefunden.


    Nostria ist so ziemlich das ärmste Land Aventuriens (im Sinne von: Dort gibt es sehr viele arme Leute; ein paar sehr reiche gibt es aber trotzdem).
    Im vorherigen Leseabschnitt wird die Natur des Konflikts ein wenig skizziert:
    [quote author="Seite 126"]
    »Das stimmt!« Niobald wechselte ebenfalls in diese Sprache. »Du hast nur Väter und Mütter ermordet, die Felder hätten bestellen können. Dass die Waisen jetzt verhungern, schert einen edlen Ritter wenig.«
    »Wenn sie sich mit ihren Mistgabeln ihren Ställen gewidmet hätten, statt auf mich loszugehen, wären sie nicht unter meinem Schwert gefallen.«[/quote]
    [quote author="Seite 127"]
    Niobald übersetzte ins Garethi, woraufhin seine Geschwister spöttisch auflachten. »Keiner wird deine Verbrechen in Abrede stellen. Du hast Glück, dass die Herrin Travia der Ehre weniger Wert beimisst als die Löwin Rondra. Um in einen Eisenharnisch gepanzert ein paar Bauern zu erschlagen - wie feige muss man da sein?«[/quote]
    ... wobei das nicht die einzig mögliche Sicht ist, Niobald ist da mit Sicherheit voreingenommen. Außerdem würde sich wohl jeder wehren, wenn eine Rotte auf ihn zustürmt - und natürlich den Vorteil einer guten Ausrüstung nutzen.
    Mit meinem Diskussionsbeitrag ging es mir nur um die Anregung, einmal zu überlegen, aus welcher Motivation die Nostrier agieren. Eichward darf Euch selbstverständlich trotzdem sympathisch sein. :D

  • Zitat

    Ist es nicht seltsam, dass wir weniger Probleme mit Mord als mit Vergewaltigung haben?


    Haben wir das? Ich persönlich verurteile einen Mord. Der Tod ist endgültig. Daran wird sich auch in Aventurien nichts ändern (oder nur sehr schwer und kostspielig sein?).


    Zitat

    ...Mit meinem Diskussionsbeitrag ging es mir nur um die Anregung, einmal zu überlegen, aus welcher Motivation die Nostrier agieren.


    Danke für die Erläuterungen. Diese Aussagen hatte ich tatsächlich nicht mehr im Kopf. Das Nostria allerdings so arm ist, war mir neu. Zumal sie doch an diesem ewigen Konflikt auch nicht unschuldig sind. Oder?

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  • Haben wir das? Ich persönlich verurteile einen Mord. Der Tod ist endgültig. Daran wird sich auch in Aventurien nichts ändern (oder nur sehr schwer und kostspielig sein?).


    In aller Regel ist der Tod auch in Aventurien das Ende.
    Es gibt Nekromantie, aber da wird ja nur der Körper in dem Sinne wiederbelebt, dass er dann als Zombie durch die Gegend wankt.
    Es gibt ruhelose Geister, die keinen Frieden finden.
    Und Magier und Paktierer, die versuchen, mit ihrer Kunst die Unsterblichkeit zu erreichen.
    Aber generell gilt: Boron, der Gott des Todes, schweigt. Er verhandelt nicht.



    Das Nostria allerdings so arm ist, war mir neu. Zumal sie doch an diesem ewigen Konflikt auch nicht unschuldig sind. Oder?


    Zu den Verhältnissen in Nostria habe ich ein Gespräch mit dem damaligen DSA-Chefredakteur Florian Don-Schauen im Ohr - sinngemäß: "Da gibt es jeden Tag Seetangsuppe. An einem Festtag schwimmen Fischköpfe in dieser Suppe." :D
    Andergast hat ein anderes Problem: Sie haben im Westen den Dauerkonflikt mit Nostria (bei dem keine Seite unschuldig ist - da weiß keiner, wer angefangen hat oder wer es wann wie wodurch beenden könnte) und im Osten das Orkland - auch keine netten Nachbarn ...

  • Zitat

    Klar Tylstyr ist ein Magier, aber man weiß ja gar nicht, ob der überhaupt was taugt. Er wird nicht mal gefragt, welche Fähigkeiten er hat.


    Zitat

    Er kriegt sozusagen einen Magier für zwei Plätze ...


    Wieso ist ein Magier so wichtig? Kann man in Aventurien Magier unterschiedlicher Art an ihrer Kleidung unterscheiden? Kann das ein Aventurier?
    Tylstyr ist ein Hellsicht- Magier. Weiß Phileasson das? Haben Magier eine gemeinsame Grundausbildung, bevor sie sich spezialisieren?


    Zitat

    Da gibt es jeden Tag Seetangsuppe. An einem Festtag schwimmen Fischköpfe in dieser Suppe


    Wie goldig. Ich habe hier gerade eine Lesung beendet, da sind die Protagonisten in ein Fischerdorf gekommen, und die haben Seetang auch allem beigemischt: Essen, Trinken, Arznei usw.
    Interessante Parallele. :)

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