03 - Seite 85 bis 141 (Kapitel 1 "Die dunklen Nächte")

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  • Jetzt lernen wir eine Vielzahl neuer Personen kennen. Phileasson taucht endlich auf und es gibt einen Zeitspanne über mehrere Jahre.
    Eins ist klar: Die Handschrift des er erneuten, barbarischen Mordes ist Fianna zu zuschreiben. Doch dann drängen sich Fragen auf:
    1.) Kann eine Frau es wirklich schaffen einen ausgewachsenen, kräftigen Mann an einen Brückenpfeiler zu fesseln? Das stelle ich mir ziemlich unmöglich vor. Erneut drängt sich der Gedanke auf, dass sie jemanden hat, der ihr hilft.


    2.) Soll Fianna, die inzwischen zu einer Frau herangereift sein muss wirklich über Jahre auf der Spur ihrer Peiniger gewesen sein? Immer lauernd? Und wenn ja, hätte sie dann nicht bereits Jahre zuvor ihre Rache verübt? Das erschließt sich mir so noch nicht.


    Tylstyr und Tjorne begegnen sich wieder. Tjorne gesteht Tylstyr sein jahrelanges schlechtes Gewissen. Sie stellen fest von 7 Jungmannen sind Drei tot. All das verfolgt beide immerzu. Tylstyr wirkt auf mich nun bedachter, ruhiger und zurückhaltender. Er ist ja inzwischen auch ein Magier.


    Salarin und Garhelt scheinen mit sehr viel versprechende neue Figuren zu sein. Cunia bereitet mir irgendwie Unbehagen. Bekomme Gänsehaut von ihr auch wenn ich nicht weiß warum.


    Das Armdrücken war ein Höhepunkt, der mir gut gefallen hat. Obwohl Phileasson gegen Ragnor antritt, gewinnt er eigentlich gegen Beon, den er mit Blicken durchbohrt. Eine beeindruckende Szene. Ich sehe alles das vor mir. Die gröhlenden Männer, den Skalden....Eine dichte Atmosphäre hat der/ die Autoren da geschaffen. Garhelt verkündet das Wettrennen. Tjorne fährt mit Phileasson mit....Bin gespannt wie es weitergeht. Und wann taucht nur Fianna wieder auf. Ich will jetzt unbedingt wissen, was sie in all den Jahren gemacht hat. Die Geschichte gewinnt an Fahrt.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

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  • "Und Tylstyr zog es vor zu schweigen."
    Er genießt weiterhin nicht meine Sympathie. In einer Akademie voller Hellsichtmagier und mit einem so wohlmeinenden Tutor hat er es in den letzten zehn Jahren immer noch nicht geschafft, den Mund zu öffnen? Tolle Leistung, was für ein Held! Und Tjorne fühlt sich schlecht wegen seiner Tat? Dann hätte er sich Mal zeitig stellen und bei einem Geweihten beichten sollen, wenn es doch so schlimm war. Die dämlichen Selbst-Rechtfertigungsversuche der beiden machen sie für mich nur noch widerwärtiger. Ich hoffe, solche fruchtlosen Mimimi-Gewissensbisse-Einsichten kommen nicht mehr oft vor.


    Sowohl Phileasson als auch Beorn sind mir noch zu blutarm. Irgendwie erscheinen mir beide nur als ruhmgeile Idioten, die sich nur über ihren Ruf definieren. Und deshalb können sie sich nicht leiden? Und Phileasson ist so kleinlich, dass er einen anderen Kapitän einfach so vor allen anderen bloßstellt?


    Sehr sympathisch sind mir dagegen Ohm Follker und Eichward. Ich hoffe, dass beide uns noch lange begleiten werden. :)


    Dass in einer Gegend, in der Frauen so wenig Wert beigemessen wird, finde ich es sehr befremdlich, dass eine Frau zur obersten Hetfrau aufsteigen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, das jemand wie Warulf den Befehlen eines Weibsbilds folgt. In seiner Halla wäre Garhelt wohl höchstens gut genug, als Schankmaid die Trinkhörner nachzufüllen.


    Mit Salarin kann ich auch noch nichts anfangen. Irgendwie kommt es mir so vor, als wäre diese Figur eingeführt worden, damit der Leser mit Fakten zu Lebens- und Glaubenswelt der Elfen und Menschen gefüttert wird. Und wie stehen Thorwaler zu Elfen? In Stainakr waren sie ja Eddrik gegenüber sehr misstrauisch, aber der Elf, laut dem Glossar ein magisches Wesen, scheint in (der Stadt) Thorwal gänzlich willkommen zu sein. Sind Elfen und Menschen in dieser Welt so miteinander verflochten und bekannt, dass sie keine Ressentiments gegeneinander empfinden?


    Das mit der göttlichen Aufgabe ist mir noch zu vage? Warum wollen die Götter (oder Travia) überhaupt, dass so was stattfindet? Und ist es üblich, dass Traviageweihte in dieser Welt (oder in Thorwal) so respektlos behandelt werden, dass man sie einfach begrapscht? Hält die Bevölkerung nicht viel von Geweihten? Oder beschränkt sich das nur auf Traviageweihte? Oder nur auf weibliche Geweihte? Und ist es normal in Nostria und Andergast, in Traviatempeln zu kämpfen?


    Prophezeiende Kristallkugel: Ich hoffe, dass am Ende des Romans (oder des Plotlines der beiden), entweder Fianna Tylstyr, oder Tylstyr Fianna umbringt.


    P.S.: Meine Lieblingsfiguren waren in diesem Kapitel weiterhin die Krebse.


  • Soll Fianna, die inzwischen zu einer Frau herangereift sein muss wirklich über Jahre auf der Spur ihrer Peiniger gewesen sein? Immer lauernd? Und wenn ja, hätte sie dann nicht bereits Jahre zuvor ihre Rache verübt? Das erschließt sich mir so noch nicht.


    Da stimme ich Dir zu: Falls Fianna wirklich auf einem Rachefeldzug sein sollte, kann es ihr kaum darum gehen, die Täter von damals einfach umzubringen. Dazu hätten sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre leichtere Möglichkeiten ergeben müssen.



    Tylstyr wirkt auf mich nun bedachter, ruhiger und zurückhaltender. Er ist ja inzwischen auch ein Magier.


    Was mich verblüfft, ist, dass mindestens zwei Rezensenten (von Rezensionen, die ich im Internet gelesen habe) offenbar entgangen ist, dass Tylstyr im Prolog noch ein Schüler war, ab dem ersten Kapitel aber ein ausgebildeter Magier ist. Eventuell haben diese Rezensenten den Zeitsprung zwischen Prolog und erstem Kapitel nicht wahrgenommen.



    Cunia bereitet mir irgendwie Unbehagen. Bekomme Gänsehaut von ihr auch wenn ich nicht weiß warum.


    Die gruselige Übermutter. :o



    Das Armdrücken war ein Höhepunkt, der mir gut gefallen hat. Obwohl Phileasson gegen Ragnor antritt, gewinnt er eigentlich gegen Beon, den er mit Blicken durchbohrt. Eine beeindruckende Szene. Ich sehe alles das vor mir. Die gröhlenden Männer, den Skalden....Eine dichte Atmosphäre hat der/ die Autoren da geschaffen.


    :freu:



    Er genießt weiterhin nicht meine Sympathie. In einer Akademie voller Hellsichtmagier und mit einem so wohlmeinenden Tutor hat er es in den letzten zehn Jahren immer noch nicht geschafft, den Mund zu öffnen? Tolle Leistung, was für ein Held! Und Tjorne fühlt sich schlecht wegen seiner Tat? Dann hätte er sich Mal zeitig stellen und bei einem Geweihten beichten sollen, wenn es doch so schlimm war.


    Ich glaube, da hängt die Wahrnehmung davon ab, ob man klar strukturierte Figuren oder solche mit Schattierungen bevorzugt. Klar strukturiert wäre in diesem Sinne jemand, der ein eindeutiges Wertesystem hat und dieses in jeder Situation ohne Rücksicht auf Konsequenzen vertritt.
    Tylstyr und Tjorne sind anders. Sie wissen vielleicht, was richtig ist, handeln aber nicht immer danach. Über die Jahre lernen und entwickeln sie sich, und Dinge, hinter denen sie früher vielleicht gestanden haben, erscheinen ihnen inzwischen fremd oder sogar verachtenswert. Vielleicht erkennen sie ein Verbrechen als solches, wollen aber dennoch der Strafe ausweichen. Und ob so etwas wie eine Beichte - die ja noch nicht einmal alle christlichen Konfessionen kennen - einem Swafnir-Gläubigen überhaupt in den Sinn kommt ...?



    Sowohl Phileasson als auch Beorn sind mir noch zu blutarm. Irgendwie erscheinen mir beide nur als ruhmgeile Idioten, die sich nur über ihren Ruf definieren.


    Der Ehrgeiz als dominierender Charakterzug prägt sicherlich beide. Jeder von ihnen will König der Meere werden, und dafür werden sie sehr weit gehen ...
    Aber wieso "Idioten"? Schließlich hat der Ehrgeiz sie bereits weit gebracht, und eine außergewöhnliche Weltgewandtheit wird man keinem von ihnen absprechen können.
    Frage in die Runde: Erscheinen Euch zwei so erfolgreiche Drachenführer ebenfalls als "Idioten"?



    Sehr sympathisch sind mir dagegen Ohm Follker und Eichward. Ich hoffe, dass beide uns noch lange begleiten werden.


    Zumindest ein Weilchen ... Ich garantiere aber nicht dafür, dass sie über die gesamte Distanz sympathisch bleiben, denn wie Tjorne und Tylstyr haben auch diese beiden ihre Schattierungen. ;)



    Dass in einer Gegend, in der Frauen so wenig Wert beigemessen wird, finde ich es sehr befremdlich, dass eine Frau zur obersten Hetfrau aufsteigen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, das jemand wie Warulf den Befehlen eines Weibsbilds folgt. In seiner Halla wäre Garhelt wohl höchstens gut genug, als Schankmaid die Trinkhörner nachzufüllen.


    Nun ja, als Eddrik mit der Obersten Hetfrau droht (Seite 81), zeigt sich Warulf durchaus beeindruckt. In seinem Dorf mögen Frauen wenig zu sagen haben (obwohl auch diese Einschätzung ja nur auf den Perspektiven einiger junger Männer basiert), aber er ist klug genug, um sich in seinem Dorf an der Spitze zu halten, und kennt Garhelts Macht.
    Den Schluss von den Verhältnissen in einem kleinen Dorf auf ein ganzes Land finde ich gewagt. In diesem Leseabschnitt tauchen mit Cunia und Garhelt schon einmal zwei Frauen auf, die in ihrem Bereich das Sagen haben - im Fall von Garhelt sogar die höchste politische Macht in ihrem Land darstellen. Wieso zählen die Verhältnisse in der Hauptstadt weniger als die in einem Dorf?
    Ich mag generell keine holzschnittartigen Kategorisierungen. Deutschland ist weltweit das führende Autoland. Trotzdem gibt es Fußgängerzonen, in denen man nicht mit dem Auto fahren darf.
    In Thorwal kann man Frauen in jedem Beruf und auf jeder hierarchischen Position antreffen. Dennoch gibt es Dörfer, in denen die Männer dominieren.
    Gerade das Individuelle bringt für mich Farbe in eine Geschichte.



    In Stainakr waren sie ja Eddrik gegenüber sehr misstrauisch, aber der Elf, laut dem Glossar ein magisches Wesen, scheint in (der Stadt) Thorwal gänzlich willkommen zu sein.


    Auch hier sieht man, dass Stainakr keinen prägenden Einfluss auf Thorwal hat ... ;)
    Aber auch da sollte man nicht zu rasch verallgemeinern: Dass im Tempel der Göttin von Heim und Herd zunächst einmal jeder willkommen ist, muss nicht bedeuten, dass es Salarin ebenso erginge, wenn er in einem Langhaus in irgendeiner Ottaskin nächtigen würde. Generell ist die Stadt Thorwal aber durchaus ein weltoffener Ort, in der Weststadt gibt es sogar wegen der ansässigen Handelshäuser eine südländische Architektur.



    Das mit der göttlichen Aufgabe ist mir noch zu vage? Warum wollen die Götter (oder Travia) überhaupt, dass so was stattfindet?


    Da überlasse ich die Spekulation gern der Leserunde. Derzeit kann man es aber, glaube ich, noch nicht gänzlich erraten - für das komplette Bild wird man noch einige Hinweise benötigen, die später auftauchen. ;)



    Und ist es üblich, dass Traviageweihte in dieser Welt (oder in Thorwal) so respektlos behandelt werden, dass man sie einfach begrapscht? Hält die Bevölkerung nicht viel von Geweihten? Oder beschränkt sich das nur auf Traviageweihte? Oder nur auf weibliche Geweihte?


    "Man" ist da zu viel gesagt, glaube ich. Ein alkoholisierter Besucher eines ausgelassenen Festes gestattet sich einen groben Annäherungsversuch, und die Geweihte weist diesen erfolgreich zurück.
    Dass die Geweihten einen anderen Status haben als katholische Ordensfrauen auf Sizilien, kann man wohl trotzdem annehmen. Der Traviakult hat es in Thorwal eigentlich ohnehin insofern schwer, als dass seine Ideale von der lebenslangen, monogamen Paarbeziehung nicht in dieser Kultur angelegt sind. Es ist eine besondere Leistung der Geweihten, insbesondere von Mutter Cunia, dass sie ihrem Kult die gegenwärtige Bedeutung verschafft hat. Trotzdem bleibt der Hauptgott der Thorwaler Swafnir, der große Wal. Eine gewisse Unbeherrschtheit und die Eigenart, sich mit Stärke zu nehmen, was man haben will, passen gut zu Seefahrern und Plünderern. Es mag durchaus sein, dass vor diesem Hintergrund die Geweihten der Travia von mancher Seite Spott einstecken müssen.



    Und ist es normal in Nostria und Andergast, in Traviatempeln zu kämpfen?


    Hast Du den Eindruck, dass Eichward überrascht ist oder es als ungerecht empfindet, des Hauses verwiesen zu werden? Glaubst du, er hat mit kühlen Kopf und rationaler Überlegung gehandelt?



    P.S.: Meine Lieblingsfiguren waren in diesem Kapitel weiterhin die Krebse.


    Na, von denen gibt es immerhin eine ganze Menge. ;D

  • Zum Thema" und Tylstyr zog es vor zu schweigen".
    Hätte er als der Verstümmelte gefunden wurde schreien sollen:" Ja, das habe ich schon mal gesehen"? Was hätte das gebracht? Und beim Eintritt in die Akademie wieso hätte er es da beichten sollen? Ich denke sowohl Tjorne als auch Tylstyr wissen sehr genau, dass es Dinge gibt, die kann man noch so oft beichten kann und trotzdem schleppt man sie lebenslang mit sich herum. Hätte Tjorne in seinem Dorf beichten sollen, als Fianna weg war um einer Strafe entgegen zu sehen? Hätte es noch etwas an Eigils Schicksal geändert? Man kann sehr wohl Reue empfinden ohne, dass man einer Strafe entgegen sehen will,. DIn beiden werden durch dieses Verbrechen immer miteinander verbunden sein. Dass Tylstyr seine Vergangenheit in der Akademie ruhen ließ ist doch mehr als verständlich! Schließlich war er ja auch keinen Moment damals einverstanden mit den Praktiken seiner Kameraden.

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  • Beorn und Phileasson empfindest du als " ruhmgeile Idioten"?


    Natürlich verfügen sie über eine Menge Ehrgeiz. Sonst wären sie in der Vergangenheit sicher nicht so erfolgreich gewesen. Eine Konkurrenz unter Männern, ein Wettbewerb sich einen Titel zu sichern und sein Können zu zeigen ist doch sicher keine Idiotie! Das empfinde ich gänzlich anders. Gerade die Szene mit dem " Armdrücken " charakterisierte die beiden Seefahrer. Allein diese Szene verrät doch soviel über die Grundzüge ihres Wesens. Rivalität, der unbedingte Wille zum Sieg, Ehrgeiz. Ich finde dass hier vom Autor / Autoren eine Wettkampfszene im Kleinen gewählt wurde ein sehr geschicktes Manöver. Wir sollen Blut lecken, sollen spüren wie stark Phileassons Wille ist und wie unerschrocken und furchtlos beide sind. Wir werden angefüttert vor der großen Reise sozusagen. Hat mir wirklich sehr gut gefallen und mich heiß gemacht auf den Start des Wettbewerbs.

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  • Nun kommen endlich unsere Hauptakteure der Blender Beorn Asgrimmson und der „Foggwulf“ Asleif Phileasson ins Spiel, die für mich beide noch recht farblos erscheinen. Ich habe eine leise Ahnung, wer oder was sie sein könnten, habe aber noch keine Meinung über die Beiden, weder positiv noch negativ. Ich bin gespannt, wann wir erfahren, warum aus ihnen Feinde wurden. Ich glaube nicht, dass das mit den Ereignissen aus dem Prolog zu tun hat. Ich vermute zwei parallele Geschichten, die der Wettkämpfer und die der Nebenakteure.


    Es müssen 10 Jahre seit dem Prolog vergangen sein. Fianna ist anscheinend noch dabei, ihre Peiniger zu jagen und mit Krebsen zu töten. Dass sie es ist, steht außer Frage. Und sie wird ihre „Technik“ verbessert haben. Mindestens an Dreien hat sie sich schon gerächt. Ich glaube, Kol ist bereits ebenfalls tot, man hat ihn nur noch nicht gefunden.


    Interessant fand ich, dass Tjorne und die anderen dachten, Tylstyr hätte das Mädchen befreit und Eigil mit Magie getötet. Wie gut, dass er nie in die Stainakr zurückgekehrt ist. Und wie schon von vielen von uns vermutet, schlägt sich Tylstyr mit großen Schuldgefühlen herum. Das könnte irgendwann nerven. Vielleicht ist Tjorne doch nicht so ein schlechter Kamerad, wie ich zunächst befürchtet hatte und stand, wie alle anderen Jungmannen auch, unter einem großen Erwartungsdruck. Mal sehen, wie sich dieser Charakter entwickelt. Gut fand ich den Satz: “Dunkle Taten gebären Dunkles“.


    Traurig bin ich darüber, dass Eddrik nicht mehr dabei ist. Obwohl er ja nur nicht zurückgekehrt ist. Ich hoffe heimlich auf ein Wiederlesen.


    Was ich mit dem Traviatempel und den vielen Göttern anfangen soll, weiß ich noch nicht. Da sind uns wahrscheinlich die Rollenspiel-Experten um einiges voraus. Ich kann sie noch nicht ganz einordnen, scheinen aber nicht unwichtig zu sein, wenn einer der Götter die besten Kapitäne auf Reisen schickt. Der Grund dafür, ist mir auch noch nicht ganz klar.


    Und der Elf Salarin Trauerweide hat mich noch gar nicht erreicht, wo ich doch so ein Elfenfan bin. Mal sehen, was er noch für eine Rolle spielt.


    So, jetzt lese ich mal, was meine Vorgänger so geschrieben haben.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Ich glaube, da hängt die Wahrnehmung davon ab, ob man klar strukturierte Figuren oder solche mit Schattierungen bevorzugt. Klar strukturiert wäre in diesem Sinne jemand, der ein eindeutiges Wertesystem hat und dieses in jeder Situation ohne Rücksicht auf Konsequenzen vertritt.
    Tylstyr und Tjorne sind anders. Sie wissen vielleicht, was richtig ist, handeln aber nicht immer danach. Über die Jahre lernen und entwickeln sie sich, und Dinge, hinter denen sie früher vielleicht gestanden haben, erscheinen ihnen inzwischen fremd oder sogar verachtenswert. Vielleicht erkennen sie ein Verbrechen als solches, wollen aber dennoch der Strafe ausweichen. Und ob so etwas wie eine Beichte - die ja noch nicht einmal alle christlichen Konfessionen kennen - einem Swafnir-Gläubigen überhaupt in den Sinn kommt ...?


    Ich bin eindeutig ein Fan von Schattierungen, in meiner Welt, Real oder Fantasy gibt es in meinen Augen kein schwarz-weiß. Keiner ist nur gut oder nur böse. Und ich habe bis jetzt auch noch keinen Menschen kennen gelernt, der zu 100 % strukturiert und festgefahren seinen Weg geht. Ich betrachte das eher als einen negativen Charakterzug. Man sollte doch zu gegebener Zeit sich selbst und auch das Umfeld in Frage stellen und überprüfen, ob Werte und Glaubenssätze überhaupt noch passen. Und das zieht automatisch Veränderungen in der Persönlichkeit nach sich.


    Ich finde es eher spannend zu beobachten, wie sich diese noch recht unreifen Charaktere entwickeln werden.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Ich finde dass hier vom Autor / Autoren eine Wettkampfszene im Kleinen gewählt wurde ein sehr geschicktes Manöver. Wir sollen Blut lecken, sollen spüren wie stark Phileassons Wille ist und wie unerschrocken und furchtlos beide sind. Wir werden angefüttert vor der großen Reise sozusagen. Hat mir wirklich sehr gut gefallen und mich heiß gemacht auf den Start des Wettbewerbs.


    Das habe ich genauso gesehen. Und als Idioten würde ich sie ebenfalls nicht sehen, ganz im Gegenteil. Beide waren bis dato sehr erfolgreich, über die Art und Weise könnte man streiten. Und sie sind eben echte Kerle, mit allem, was dazu gehört. Wir haben noch viel zu wenig von ihnen gelesen, um da wirklich ein Urteil fällen zu können.



    Zumindest ein Weilchen ... Ich garantiere aber nicht dafür, dass sie über die gesamte Distanz sympathisch bleiben, denn wie Tjorne und Tylstyr haben auch diese beiden ihre Schattierungen. ;)


    Die mag ich auch irgendwie. Sie vermitteln mir einen ruhigen, ausgeglichenen Charakter, Menschen, die schon viel gesehen und erlebt haben. Ich hoffe, sie begleiten uns eine Weile. Bis zum Ende wäre allerdings unrealistisch, zumindest bei diesen Autoren ;-)

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Ich vermute zwei parallele Geschichten, die der Wettkämpfer und die der Nebenakteure.


    Bei dieser Reise bringen alle Recken ihre Geschichten mit an Bord ... ;)
    Salarin Trauerweides Suche nach den Göttern zum Beispiel hat ja nichts mit Stainakr zu tun, und dass Eichward Streit mit seinen Verfolgern hat, ist wiederum davon unabhängig ...



    Es müssen 10 Jahre seit dem Prolog vergangen sein. Fianna ist anscheinend noch dabei, ihre Peiniger zu jagen und mit Krebsen zu töten. Dass sie es ist, steht außer Frage.


    Tatsächlich ...? ;)
    Wie sehen das die anderen? TippendeTastatur meldete ja bereits Zweifel wegen der notwendigen Körperkraft an.



    Was ich mit dem Traviatempel und den vielen Göttern anfangen soll, weiß ich noch nicht. Da sind uns wahrscheinlich die Rollenspiel-Experten um einiges voraus. Ich kann sie noch nicht ganz einordnen, scheinen aber nicht unwichtig zu sein, wenn einer der Götter die besten Kapitäne auf Reisen schickt.


    In Aventurien gibt es nicht nur ein Pantheon, sondern derer viele, und entsprechend eine locker dreistellige Anzahl von Göttern. Für die Geschichte wesentlich sind aber nur zwei:
    Swafnir, der Gottwal, hat die Vorfahren der Thorwaler über das Meer der Sieben Winde nach Aventurien geführt. Er ist ein rauer Gott, der Stärke liebt und oft in Wut gerät, aber grundsätzlich das Wohl der Welt im Blick hat. Viele Thorwaler sehen sich als seine Kinder. Es hat allerdings kaum Sinn, ihn um etwas zu bitten - eher schon steht er einem bei, wenn man ihn mit Mut und Tatkraft beeindruckt. Der Gottwal selbst ringt mit Hranngar, einer riesigen Seeschlange, die die Welt vernichten will. Dieser Kampf dauert bis zum Ende der Welt. Dann ruft Swafnir seine verdienten und würdigen Kinder für die letzte Schlacht gegen Hranngar an seine Seite.
    Travia ist demgegenüber vergleichsweise wenig bedeutend in Thorwal. Sie gehört zu einem Pantheon von zwölf Gottheiten, den Zwölfgöttern. In den meisten Teilen Aventuriens ist das die dominierene Religion, aber eben nicht in Thorwal. Dennoch kann man im Land der langen, rauen Winter einer Göttin, die für ein schützendes Heim steht, Einiges abgewinnen. Travia ist die Göttin der Familie, was wegen des unterschiedlichen Familienbilds in Thorwal und zum Beispiel im Mittelreich problematisch ist. Im Mittelreich, wo der Traviakult sehr stark ist, stellt man sich unter Familie ein Paar mit seinen Kindern vor, eventuell mehrere Generationen. Eheliche Treue ist sehr wichtig, weswegen der Traviakult auch gern herangezogen wird, um dynastische Ehen zu besiegeln und Nachkommen zu legitimieren. In Thorwal dagegen lebt man in Sippenverbänden, auch die Kindererziehung findet in der gesamten Sippe statt. Die Eltern haben dabei also eine weniger exklusive Rolle. In so einem Langhaus gibt es auch keine Separees, und gerade wenn der Partner mal wieder ein halbes Jahr auf Plünderfahrt durch die Gegen rudert, kann es sein, dass jemand anderes neben einem unter den Fellen liegt. Das müssen die Traviageweihten in Thorwal zwar nicht gutheißen, aber sie müssen sich irgendwie damit arrangieren. Gerade unter der Führung von Mutter Cunia gelingt es ihnen, hier eine gute Linie zu fahren, die ihnen auch einigen Einfluss bringt.

  • Das ist interessant, danke für diese Zusatzinformationen. Und ich bin sehr dankbar darüber, dass wir nicht mit den 100ten von Göttern konfrontiert werden. ;)


    Ich denke, dass man auch als schmächtige Frau mit entsprechenden Kampftechniken seine Gegner außer Gefecht setzten kann. Sie wird sicherlich sich nicht vor denen aufbauen und sie damit warnen. Sie wird es vermutlich aus dem Hinterhalt machen, sie erstmal lahm legen, sie fesseln und dann entsprechend präparieren. Jeder kann auch den größten Menschen mit dem Rettungsgriff von der Stelle bewegen, wenn er bewusstlos ist. Nach einiger Überlegung könnte das auch der Grund sein, warum sie Eigil wegbewegen konnte, die fehlende Kraft hat sie mit ihrem Rachedurst ausgeglichen.


    Alles reine Theorie, natürlich ;D

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Alles reine Theorie, natürlich ;D


    Ich wäre den Leserundenteilnehmerinnen und Leserundenteilnehmern sehr verbunden, wenn sie es im Hinblick auf Mordtaten, insbesondere solche, bei denen Krebse als Utensilien Verwendung finden, bei rein theoretischen Überlegungen belassen könnten. Sollte ein Praxistest unvermeidlich sein, steht das Autorenduo dafür nicht - ich wiederhole: nicht - zur Verfügung.
    ;D

  • So nun sind wir beim Hauptteil angekommen. Der beginnt ja, im Gegensatz zum Prolog, eher ruhig. Wir lernen ein klein wenig von Thorwal kennen und es kommen neue Charaktere hinzu.
    Es sind 10 Jahre vergangen.(Das lässt sich daraus schließen, dass Tylstyr damals 15 war und jetzt 25 ist.) Tylstyr ist zum Magier herangewachsen und hat sich ein eigenes Leben aufgebaut. Die Schuldgefühle begleiten ihn - wie bereits erwartet. Ansonsten bleibt noch abzuwarten, wie er sich so entwickelt hat. Momentan ist er für mich noch eher oberflächlich dargestellt.
    Dass Tjorne sein Verhalten von damals als falsch und absolut grausam ja sogar ekelerregend bezeichnet hat mich überrascht. Einen solchen Sinneswandel hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Er scheint sich in den 10 Jahren und mit der entsprechenden Entfernung zu Stainakr zum Postiven entwickelt zu haben. Sein Verhalten von damals in unentschuldbar und das weiß Tjorne jetzt auch. Aber man muss auch bedenken, dass er damals erst 13 Jahre war und man bekanntlich mit 13 noch kein vollständig ausgeprägtes und entwickeltes Urteilsvermögen hat. Außerdem spielt wohl der Gruppenzwang eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Als Teenager macht so mancher schlimme Dinge, die er später schwer bereut. Ich finde es auch wichtig, daraus zu lernen und sein Leben dann in eine andere Bahn zu lenken.


    Fianna macht anscheinend immer noch Jagd auf ihre Peiniger. Ich habe so die leise Vermutung, dass wir von Fianna persönlich wohl in diesem Teil nicht mehr viel zu lesen bekommen. Wohl aber immer mal wieder auf ein Opfer von ihr treffen. Ich hoffe, dass wir aber irgendwann - vielleicht in einem der folgenden Bände - ihre Geschichte erfahren werden.


    Aleif Phileasson und Beorn der Blender lernen wir nun auch kennen. Ich muss sagen, Phileasson ist mir sympathischer als Beorn. Aber ansonsten kann ich die beiden noch schwer einschätzen. Aber als "ruhmgeile Idioten" würde ich sie nicht bezeichnen. Ich fand die kleine Wettkampfszene auch sehr amüsant und bezeichnend für den zukünftigen Wettkampf. Ich konnte mir das Fest in der Langhalle gut vorstellen. Auch das Vorspiel mit dem Entfachen des Feuers und den Kapitänen, die Garhelt auf ihrem Schild tragen hatte ich direkt vor mir. Garhelt scheint auch eine beeindruckende Person zu sein, wenn sie es als Frau soweit gebracht hat. Ich bin gespannt, was wir von ihr noch zu lesen bekommen.


    Ohm Follker mochte ich auf Anhieb. Was ich von Eichward halte weiß ich noch nicht. Auch Cunia traue ich momentan noch nicht so recht über den Weg. Irgendetwas ist seltsam an ihr. Es ist für mich noch nicht direkt greifbar, aber irgendwie da. Ich warte mal ab, was da noch so kommt. zu Salarin kann ich bisher noch keinen Bezug finden.


    Die vielen Götter in Aventurien verwirren mich etwas. Ich musste immer mal wieder hinten nachschlagen, welcher Gott den nun für was steht. Aber nach Bernards Zusatzinformationen bin ich beruhigt, dass wir uns im Wesentlichen auf zwei Götter beschränken können.


    Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch weiterhin sehr gut gefällt und die Sogwirkung noch nicht nachgelassen hat.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Ich bin eindeutig ein Fan von Schattierungen, in meiner Welt, Real oder Fantasy gibt es in meinen Augen kein schwarz-weiß. Keiner ist nur gut oder nur böse. Und ich habe bis jetzt auch noch keinen Menschen kennen gelernt, der zu 100 % strukturiert und festgefahren seinen Weg geht. Ich betrachte das eher als einen negativen Charakterzug. Man sollte doch zu gegebener Zeit sich selbst und auch das Umfeld in Frage stellen und überprüfen, ob Werte und Glaubenssätze überhaupt noch passen. Und das zieht automatisch Veränderungen in der Persönlichkeit nach sich.


    Ich finde es eher spannend zu beobachten, wie sich diese noch recht unreifen Charaktere entwickeln werden.


    Da stimme ich dir voll und ganz zu. Das sehe ich genauso :five:

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)


  • Ich denke, dass man auch als schmächtige Frau mit entsprechenden Kampftechniken seine Gegner außer Gefecht setzten kann. Sie wird sicherlich sich nicht vor denen aufbauen und sie damit warnen. Sie wird es vermutlich aus dem Hinterhalt machen, sie erstmal lahm legen, sie fesseln und dann entsprechend präparieren. Jeder kann auch den größten Menschen mit dem Rettungsgriff von der Stelle bewegen, wenn er bewusstlos ist. Nach einiger Überlegung könnte das auch der Grund sein, warum sie Eigil wegbewegen konnte, die fehlende Kraft hat sie mit ihrem Rachedurst ausgeglichen.


    Alles reine Theorie, natürlich ;D


    Das ist durchaus möglich. Wenn man da an die asiatischen Kampftechniken denkt, da geht es ja auch nicht um übermäßige Muskelkraft sondern um Technik und Schnelligkeit.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)


  • Nun kommen endlich unsere Hauptakteure der Blender Beorn Asgrimmson und der „Foggwulf“ Asleif Phileasson ins Spiel, die für mich beide noch recht farblos erscheinen. Ich habe eine leise Ahnung, wer oder was sie sein könnten, habe aber noch keine Meinung über die Beiden, weder positiv noch negativ. Ich bin gespannt, wann wir erfahren, warum aus ihnen Feinde wurden. Ich glaube nicht, dass das mit den Ereignissen aus dem Prolog zu tun hat. Ich vermute zwei parallele Geschichten, die der Wettkämpfer und die der Nebenakteure.


    Ja ich bin auch auf die Geschichte gespannt die aus den ehemaligen Freunden so erbitterte Feind gemacht hat. Ich denke auf dieser gesamten Reise werden wir wohl noch so einige parallele Geschichten zu lesen bekommen.



    Traurig bin ich darüber, dass Eddrik nicht mehr dabei ist. Obwohl er ja nur nicht zurückgekehrt ist. Ich hoffe heimlich auf ein Wiederlesen.


    Ja ich finde es auch schade, dass Eddrik nicht mehr da ist und hoffe auf ein spätere Rückkehr.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Ich stimme anschu und murkxsi zu. Phileasson ist auch mir etwas sympathischer als BeoRn 😁 vermutlich weil Beorn mir etwas brutaler erscheint, zumindest wenn ich ihn mir vorstelle. Nur die Sache mit Fianna und ihren Opfern. Hnmmmm ich weiß nicht so recht. Kampftechnik hin oder her. Ich glaube dass da irgendwas dahinter steckt oder eher irgendjemand, der ihr hilft. Wobei sich dann allerdings wieder die Frage auftut, wer auch nur annähernd so verrückt bzw. Abgebrüht wäre bei einer solchen Tat Hilfestellung zu geben, der nicht ebenso von Rachegelüsten getrieben ist ( da solche Gefühle wohl nur jemand empfinden kann, dem das unmittelbar widerfahren ist. Oder evtl. Noch einem sehr nahestehenden Menschen des Opfers. Z.b würde ein Vater der seine Tochter rächen würde auch nicht weniger zimperlich mit den Tätern umgehen)

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  • [Tjorne] scheint sich in den 10 Jahren und mit der entsprechenden Entfernung zu Stainakr zum Postiven entwickelt zu haben. Sein Verhalten von damals in unentschuldbar und das weiß Tjorne jetzt auch. Aber man muss auch bedenken, dass er damals erst 13 Jahre war und man bekanntlich mit 13 noch kein vollständig ausgeprägtes und entwickeltes Urteilsvermögen hat. Außerdem spielt wohl der Gruppenzwang eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Als Teenager macht so mancher schlimme Dinge, die er später schwer bereut. Ich finde es auch wichtig, daraus zu lernen und sein Leben dann in eine andere Bahn zu lenken.


    Angenommen, er würde nun zu einem Richter - vielleicht der Obersten Hetfrau - gehen und gestehen. Welches Urteil fändet Ihr jetzt, zehn Jahre nach der Tat, gerecht - zum Beispiel, wenn Ihr Euch vorstellen würdet, Ihr wärt die Oberste Hetfrau?



    ... vermutlich weil Beorn mir etwas brutaler erscheint, zumindest wenn ich ihn mir vorstelle.


    Der Mann ist berühmt dafür, dass er Küstensiedlungen überfällt und ausplündert. Wenn er einen seiner speziellen "Freunde", einen al'anfanischen Sklavenhändler, in die Finger bekommt, dann blendet er ihn. Im Süden Aventuriens laufen also diverse Blinde herum, die davon berichten, dass Beorns Flügelhelm das Letzte war, was sie gesehen haben.
    Ja, ich denke, eine gewisse Brutalität darf man ihm zugestehen ... ;D
    Nebenbei ist das eine, wenn auch recht weitläufige, Verbindung zum Stainakr-Thema: Welche Strafe wäre für jemanden wie Tjorne, Warulf oder Tylstyr gerecht? Was heftige Strafen angeht, teilt Beorn nicht mit dem Silberlöffelchen, sondern mit der Grubenkelle aus: Er blendet die Leute, die für den gleichen Granden arbeiten wie der Typ, der ihn ein Auge, nicht beide, gekostet hat ...



    Auch das Vorspiel mit dem Entfachen des Feuers und den Kapitänen, die Garhelt auf ihrem Schild tragen hatte ich direkt vor mir.


    Ähnlich wie Tylstyrs Name ist auch diese Szene der Erinnerung an meine Zeit in einem Fantasyclub zu verdanken. Einige Vereinsmitglieder haben da Figuren in einer wikingerähnlichen Kultur gespielt, und die haben ihren Anführer auch immer "auf den Schild gehoben". Das war sehr eindrücklich.
    Wer es weniger pathetisch mag, findet solche Darstellungen allerdings auch in Asterix-Comics. ;)



    Ohm Follker mochte ich auf Anhieb.


    Der alte Skalde scheint in Eurer Gunst ja weit vorn zu liegen ... :)



    Das ist durchaus möglich. Wenn man da an die asiatischen Kampftechniken denkt, da geht es ja auch nicht um übermäßige Muskelkraft sondern um Technik und Schnelligkeit.


    Das ist richtig, aber wie kam der schwere Mann an den Kanal, um dort nackt an die Brücke gebunden zu werden?



    Ich denke auf dieser gesamten Reise werden wir wohl noch so einige parallele Geschichten zu lesen bekommen.


    Das vermute ich auch. :D



    Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch weiterhin sehr gut gefällt und die Sogwirkung noch nicht nachgelassen hat.


    :freu:


  • ...Nur die Sache mit Fianna und ihren Opfern. Hnmmmm ich weiß nicht so recht. Kampftechnik hin oder her. Ich glaube dass da irgendwas dahinter steckt oder eher irgendjemand, der ihr hilft. Wobei sich dann allerdings wieder die Frage auftut, wer auch nur annähernd so verrückt bzw. Abgebrüht wäre bei einer solchen Tat Hilfestellung zu geben, der nicht ebenso von Rachegelüsten getrieben ist ( da solche Gefühle wohl nur jemand empfinden kann, dem das unmittelbar widerfahren ist. Oder evtl. Noch einem sehr nahestehenden Menschen des Opfers. Z.b würde ein Vater der seine Tochter rächen würde auch nicht weniger zimperlich mit den Tätern umgehen)


    Sehr interessante Theorie und wäre für mich auch der einzige Grund dafür, dass noch jemand im Spiel ist. So eine Tat kann man meiner Meinung nach nur mit eigenen starken Motiven durch führen. Oder sie hat einen Sadisten getroffen.


    Lieben Gruß Murkxsi

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Sehr interessante Theorie und wäre für mich auch der einzige Grund dafür, dass noch jemand im Spiel ist. So eine Tat kann man meiner Meinung nach nur mit eigenen starken Motiven durch führen. Oder sie hat einen Sadisten getroffen.


    Oder sie bezahlt jemanden?
    Oder sie ist wirklich mit Dämonen im Bunde?
    Oder sie erpresst jemanden?
    Oder jemand ist verknallt in sie und hilft ihr?
    Oder jemand spielt den Scharfrichter?
    Oder sie ist es gar nicht?
    Oder ...?
    :D