03 - Seite 85 bis 141 (Kapitel 1 "Die dunklen Nächte")

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  • Ich weiß auch nicht, irgendwie habe ich den Wunsch, Tylstyr kräftig zu schütteln, um mal eine Regung bei ihm zu provozieren, wenigstens irgendeine spontane, laute, unerwartete Regung.


    Ja, jetzt hat es jemand gesagt. :) Das würde ich mir auch wünschen. Ich weiß aber nicht, ob schütteln reichen würde. ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Ich bin ganz froh, dass ich mich schon ein wenig in der Welt von DSA auskenne. Danke Bernd!


    Nun kommen doch ein paar nette Gestalten auf den Plan. Mir gefällt natürlich Phileasson. Das ist so ein Recke, den man sich als Freund wünscht. Sicher, seine Eitelkeit, sich auf einen Vergleich mit Beon einzulassen ist dumm, aber verständlich. Mir gefällt das. Ich denke Travia hat gesehen, dass da ein Schwelbrand in der Stadt ist, der den Winter über gefährlich werden könnte und sich etwas ausgedacht, wozu beide nicht nein sagen können und was diesen Brand ein für allemal löschen könnte. Zumindest ist die Stadt außer Gefahr.


    Die starken Frauen gefallen mir sehr. Sowohl die Hetfrau als auch Cunia. Mir ist sie nicht unheimlich. Die Szenen mit Salaria haben etwas träumerisches, aber geschmunzelt habe ich über die Aussage, dass seine Art dann Jahre dauern würde. (Ich kenne das von Perfektionisten, die erst Tage lang überlegen, wie sie etwas machen, was andere einfach anpacken und in einer halben Stunde fertig haben). Ich kann mir die Szene gut vorstellen, wenn er versucht, die Menschen und ihre Handlungsweise zu verstehen. Dass er nach den Göttern sucht ist eine nette Aufgabe. Vor allem ergibt sich die Frage, warum? 'Woher kommt die Sehnsucht nach etwas unerforschlichem, etwas das Leben bestimmenden, wenn man so eine enge Verbindung zur Natur hat und damit eigentlich schon etwas Höherem?


    Bei dem Streit im Tempel der Travia war ich verwundert, dass Eichward beschuldigt wurde. Schließlich war sichtbar, dass die drei ihn angreifen wollen. Sollte er sich umbringen lassen? Der erste Schlag war doch einfach, um sich wenigstens einen der Gegner vom Halse zu schaffen. Schließlich wurde es auch gefährlich genug und niemand da, der wirklich eingreifen konnte. Wieso wurde nicht bestraft, dass eine Waffe eingeschmuggelt wurde? Wie sollen sich Leute an Gebote halten, wenn keine Strafe erfolgt? Hier wird ja nur Eichward bestraft, denn die anderen hatten ja nur ihn als Ziel. Für sie war der Rauswurf keine Strafe.Das fand ich ungerecht, jawoll!


    Ich bin überzeugt, dass wir von Eddrik noch lesen werden. Schließlich ist er nur fortgegangen und nicht tot. Das wird schon seinen Grund haben. Er war doch sehr geheimnisvoll und hat seine Möglichkeiten versteckt. Wer weiß, was er jetzt gerade damit tut.
    Dass er das Dorf nicht angezeigt hat, hat bestimmt verschiedene sehr weise Gründe. Einer davon könnte sein, dass er damit genau das getan hätte, wovor Tylstyr Angst hatte. Ich weiß nicht welche Strafe das Dorf für diese hinterhältigen und heimtückischen Morde erhalten hätte vermutlich noch von Menschen aus Dörfern, die hungern mußten. Ich nehme an, die hätten es alle nicht überlebt. einschließlich des Vaters.


    Das GEspräch zwischen den ehemaligen Jugendfreunden hat mir gefallen. Ich freue mich einfach, dass Tjorne sein Verhalten im Nachhinein auch bedauert und zwar nicht wegen der Morde, sondern wegen des eigenen Gewissens. Es könnte also doch sein, dass der Kindheitstraum, gemeinsam auf einem Schiff zu fahren 'Wirklichkeit wird. Obwohl ich ja der Meinung bin, dass sich Tylstyr nicht wirklich schuldig gemacht hat, aber fühlen tun sie beide nun gleich.


    Ich wiß nicht, warum Tylstyr hier schon wieder geschüttelt werden soll. Was soll er machen? Ich weiß nicht, soll er Kriminalist spielen? Das ist er nicht und ich finde seine Überlegungen schon sehr interessant. Wenn er helfen würde, die Mörderin zu finden, von der wir doch alle annehmen, dass es Fianna ist, (obwohl, bei den Autoren könnte das gut eine Falle sein), dann würde diese betraft werden, weil ihr Leid nicht aufgewogen werden kann und wird. Er möchte aber nicht, dass sie bestraft wird. Oder zumindest möchte er nicht beteiligt sein.
    Wieder steht er vor einer schwierigen Entscheidung und ich hätte auch so entschieden. Auch wenn ich nicht gut finde was Fianna macht, vor allem nicht für sie selbst.


    so und bevor ich ins Bett gehe noch: Die Armdrücken-Szene hat auch mir sehr gut gefallen! Sehr bildhaft und filmreif.

  • Der Leseabschnitt hat mir sehr gut gefallen. Da ist viel Atmosphäre und Wärme im kalten Winter. In den Langhäusern fühle ich mich richtig wohl. Irgendwie komme ich mir gut aufgehoben vor in diesem Thorwal. Ganz anders als in Stainakr.


    Zitat

    Mir gefällt natürlich Phileasson. Das ist so ein Recke, den man sich als Freund wünscht. Sicher, seine Eitelkeit, sich auf einen Vergleich mit Beorn einzulassen ist dumm, aber verständlich.


    Die Einführung der beiden Hauptdarsteller fand ich sehr gut gemacht. Dieses Wachwerden am Morgen nach einer langen (durchzechten) Nacht hat die beiden gut vorgestellt. Eine gute Idee beide gleich einzuführen.
    Klar mag ich Phileasson, der gleich von Anfang an (nicht zuletzt durch seine Freundschaft zum Barden) sehr sympathisch daher kommt. Beorn wirkt dagegen kantiger, grimmiger. Aber noch kann ich ihn nicht verurteilen.


    Nach dieser schönen Einführung dann die Überraschung: ein weiterer Mord im Stile des Mordes an Schlitzmaul. Und der Täter hat sein Vorgehen perfektioniert (den Körper mit für Krebes reizvoller Paste eingeschmiert).
    Und das einzige, was ich empfunden habe war Freude. Freude darüber, das Fianna offensichtlich noch lebt. Auch zehn Jahre nach ihrer Demütigung. Und kein bißchen Mitleid mit dem Toten. Es konnte ja nur einer der Sieben gewesen sein.
    Der Abschnitt hat aber auch sehr deutlich gemacht, das Fianna keine Gnade zu erwarten hat, wenn sie gefasst wird. Nach thorwalschem Recht gibt es keine Entschuldigung für eine solche Tat. Nun dann hoffe ich, das sie nie geschnappt wird.


    Zitat

    Die starken Frauen gefallen mir sehr. Sowohl die Hetfrau als auch Cunia.


    Ich mag die beiden auch. Ich war verwundert wie viel Kraft noch in der Hetfrau steckt, die bei ihrem ersten Auftritt schon sehr gebrechlich und alt wirkt.


    Zitat

    Die Szenen mit Salarin haben etwas träumerisches


    Der Elf ist für mich die unpassenste Figur. Er ist sympathisch. Aber was macht er hier. Er will so gar nicht, in meinen Augen, in dieses winterliche Thorwal passen. Mir ist schon klar, das die Figur dazu dient, uns die aventurischen Götter begreiflicher zu machen. Aber ich hoffe, er hat darüber hinaus noch eine andere Rolle. Sonst bleibt er für mich fehl am Platz.


    Zitat

    Ich bin überzeugt, dass wir von Eddrik noch lesen werden


    Ich war so froh, von ihm zu hören. Und dann ist er auch nicht tot, wie ich befürchtet hatte (10 Jahre sind für einen Mann seines alters in dieser Welt schon eine lange Zeit); sondern nur verschollen. Ich hoffe sehr, das er noch eine Rolle spielt.


    Zitat

    Ich wiß nicht, warum Tylstyr hier schon wieder geschüttelt werden soll.


    Das leuchtet mir allerdings auch nicht ein. Er begreift hier zum ersten Mal, das Fianna hinter den (Rache)Morden steckt. Er kann sie unmöglich verraten, und sich damit wieder schuldig machen. Ich hoffe er findet sie, und bekommt die Chance ihr zu helfen.
    Mir gefällt, wie sich Tylstyr entwickelt hat. Er ist jetzt ein richtiger Magier. Freut mich für ihn.
    Das Gespräch mit Tjorne fand ich sehr aufschlussreich. Irgendwie sind sich die beiden doch näher, als ich gedacht hatte. Und nun steht ja dem einstigen Jugendtraum gemeinsam auf große Fahrt zu gehen, nichts mehr im Wege.


    Zitat

    Bei dem Streit im Tempel der Travia war ich verwundert, dass Eichward beschuldigt wurde.


    Das Eichward bestraft wurde hat mich nicht gewundert. Er hat die Regeln des Tempels so offensichtlich und unter Zeugen missachtet. Das kann Cunia nicht hinnehmen. Sie schickt ihn also weg.
    Mit seinen Feinden tut sie genau das selbe, Mehr Befugnisse dürfte sie nicht haben. Es wird ja auch keiner von ihnen wirklich bestraft. Sondern nur des Tempels verwiesen. Für etwas anderes gibt es wahrscheinlich keine Rechtsgrundlage.
    Eichward trifft es nur heftiger, weil er sein Dach über dem Kopf verliert. Und weil er mir als Leser näher und sympathisch ist. Aber nun ist er frei, bei einem der beiden Kapitäne anzuheuern.


    Zitat

    ch denke Travia hat gesehen, dass da ein Schwelbrand in der Stadt ist, der den Winter über gefährlich werden könnte und sich etwas ausgedacht, wozu beide nicht nein sagen können und was diesen Brand ein für allemal löschen könnte. Zumindest ist die Stadt außer Gefahr.


    Das Motive für die Wettfahrt ist mir noch nicht so klar. Cunia hatte die Hetfrau ja wohl schon früher auf ihre von Travia geschickte Vision hingewiesen. Ich kann die Hetfrau verstehen, das sie ihre beiden besten Schiffskapitäne nicht für eine sinnlose Wettfahrt verlieren möchte, die ja gerade im Winter hochgradig gefährlich ist. Die Hetfrau sieht auch augenscheinlich keine Gefahr im Aufeinandertreffen von Phileasson und Beorn während des Hjaldings.
    Wieso hat die Göttin von Heim und Herd überhaupt so einen großen Einfluss in Thorwal?

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()


  • Ich denke Travia hat gesehen, dass da ein Schwelbrand in der Stadt ist, der den Winter über gefährlich werden könnte und sich etwas ausgedacht, wozu beide nicht nein sagen können und was diesen Brand ein für allemal löschen könnte. Zumindest ist die Stadt außer Gefahr.


    Ah, eine besondere Theorie: Demnach ginge es Travia gar nicht darum, dass die Drachenführer auf ihrer Reise etwas bewirken, sondern darum, dass sie in Thorwal keinen Unfrieden machen ... Mit der Reise sind die Raufbolde eine Weile beschäftigt, und vielleicht kühlt die Anstrengung einer Kontinent-Umseglung ihre Streitlust etwas ab. ;D



    Dass [Salarin] nach den Göttern sucht ist eine nette Aufgabe. Vor allem ergibt sich die Frage, warum?



    Er will so gar nicht, in meinen Augen, in dieses winterliche Thorwal passen.


    Es lohnt sich, diese Frage bzw. Merkwürdigkeit im Hinterkopf zu behalten. ;)



    Der Leseabschnitt hat mir sehr gut gefallen. Da ist viel Atmosphäre und Wärme im kalten Winter. In den Langhäusern fühle ich mich richtig wohl. Irgendwie komme ich mir gut aufgehoben vor in diesem Thorwal. Ganz anders als in Stainakr.


    :freu:
    Mich freut, dass dieser Kontrapunkt gelungen ist.



    Klar mag ich Phileasson, der gleich von Anfang an (nicht zuletzt durch seine Freundschaft zum Barden) sehr sympathisch daher kommt. Beorn wirkt dagegen kantiger, grimmiger. Aber noch kann ich ihn nicht verurteilen.


    Habt Ihr bereits eine erste Einschätzung zum Verhältnis der beiden Drachenführer zueinander? Sie sind Rivalen, klar. Aber was bedeutet diese Rivalität für ihr Leben? Was wird sich ändern, wenn einer von ihnen zum König der Meere wird?



    Und das einzige, was ich empfunden habe war Freude. Freude darüber, das Fianna offensichtlich noch lebt. Auch zehn Jahre nach ihrer Demütigung. Und kein bißchen Mitleid mit dem Toten. Es konnte ja nur einer der Sieben gewesen sein.


    Nur als Randnotiz: Ich glaube, dieses Empfinden zu einer Tat, die objektiv von höchster Grausamkeit geprägt ist, kann nur deswegen zustande kommen, weil man als Leser das Unrecht, das Fianna im Prolog durchlitten hat, miterleben konnte.



    Ich mag die beiden auch. Ich war verwundert wie viel Kraft noch in der Hetfrau steckt, die bei ihrem ersten Auftritt schon sehr gebrechlich und alt wirkt.


    Stärke ist in Thorwal ein dominierendes Ideal. Wenn die Oberste Hetfrau bei wichtigen Anlässen Schwäche zeigen würde, wäre ihre Position sofort gefährdet.



    Das Motive für die Wettfahrt ist mir noch nicht so klar. Cunia hatte die Hetfrau ja wohl schon früher auf ihre von Travia geschickte Vision hingewiesen. ...
    Wieso hat die Göttin von Heim und Herd überhaupt so einen großen Einfluss in Thorwal?


    In Thorwal dominiert der Kult um Swafnir, den Gottwal.
    Travia war schon immer präsent, aber als Nebengottheit. Wenn man wochenlang auf Handels-, Entdeckungs- oder Plünderfahrt ist, kann man sich schon mal nach den Feuergruben in den heimatlichen Langhäusern sehnen. Für diese Sehnsucht nach Heimat steht Travia. Zudem steht sie für die Familie, und da hat sich Cunia recht geschickt zu Nutze gemacht, dass bei den Thorwalern die Unterscheidung zwischen Sippe und Schiffsgemeinschaft verschwimmt (beides heißt "Ottajasko"). Diese Gemeinschaften sind nicht nur überlebenswichtig, sondern auch die emotionale Heimat eines Thorwalers. Cunia hat es geschafft, sie mit dem Familienbegriff zu identifizieren, der ebenfalls mit Travia verbunden wird. Deswegen hoffen jetzt viele Thorwaler, bei denen es mal Probleme in der Ottajasko gibt, auf Travias Beistand. Da es in jeder Sippe und auf jedem Schiff mal zu Problemen kommt, finden sich viele in dieser Situation wieder.
    Gleichzeitig halten die Traviageweihten jene Aspekte, die sich mit der thorwalschen Kultur nicht vertragen, im Hintergrund. Sie haben das Ideal der monogamen, lebenslangen Ehe sicher nicht aufgegeben, binden es aber auch nicht jedem auf die Nase, der sich an der Auswahl erfreut, die eine Übernachtung in einem Langhaus bietet.
    Summa Summarum haben die Traviageweihten aktuell einen starken Stand in Thorwal, den sie historisch eigentlich nicht beanspruchen konnten.
    Das ist allerdings weit davon entfernt, dass sich die Oberste Hetfrau als Befehlsempfängerin der Traviakirche sehen würde. Sie hat keine Lust, ihre besten Drachenführer auf Jahre hinaus in ein unsicheres und sinnloses Unterfangen zu schicken.
    Aber dann geschieht ein grausamer Mord in ihrer Hauptstadt, mitten unter ihnen. So grausam, dass vielleicht finstere Mächte ihre Hand im Spiel haben. Der Frieden in Thorwal ist gefährdet. Hat Travia ihre schützende Hand von der Heimat der Nordleute, von der Familie der Thorwaler gezogen, weil die Oberste Hetfrau die Bitte der Göttin ignoriert hat? Können sich deswegen finstere Mächte ausbreiten und ihrem Volk schaden?
    Da kann sie ihre Position zur Erfüllung dieser Bitte schon einmal überdenken.
    Weltumseglung? - Sinnlos.
    Dem eigenen Volk den Schutz der Göttin sichern? - Das kann schon etwas wert sein ...


  • Habt Ihr bereits eine erste Einschätzung zum Verhältnis der beiden Drachenführer zueinander? Sie sind Rivalen, klar. Aber was bedeutet diese Rivalität für ihr Leben? Was wird sich ändern, wenn einer von ihnen zum König der Meere wird?


    Ich bin ein hoffnungsloser Romantiker, deshalb hoffe ich insgeheim, dass sich die beiden Rivalen zum Schluss aussprechen und vertragen. Vielleicht auch im Zusammenhang, dass der eine dem anderen das Leben rettet oder sie gemeinsam Abenteuer bestehen müssen, wo Zusammenhalt und Vertrauen gefragt ist. Da ist die Spannbreite groß. Vielleicht klärt sich im Laufe des Wettkampfes auch auf, dass der gegenseitige Groll eigentlich gar keinen richtigen Nährboden hatte und auf Missverständnissen basiert (wie so oft im Leben). Da ich beide als sehr stolz und auch zum Teil dickköpfig einschätze, kann ich mir sehr gut vorstellen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich bin ein hoffnungsloser Romantiker, deshalb hoffe ich insgeheim, dass sich die beiden Rivalen zum Schluss aussprechen und vertragen. Vielleicht auch im Zusammenhang, dass der eine dem anderen das Leben rettet oder sie gemeinsam Abenteuer bestehen müssen, wo Zusammenhalt und Vertrauen gefragt ist. Da ist die Spannbreite groß. Vielleicht klärt sich im Laufe des Wettkampfes auch auf, dass der gegenseitige Groll eigentlich gar keinen richtigen Nährboden hatte und auf Missverständnissen basiert (wie so oft im Leben). Da ich beide als sehr stolz und auch zum Teil dickköpfig einschätze, kann ich mir sehr gut vorstellen.


    Ich halte mich zwar auch für einen Romantiker :), aber ich teile deinen Optimismus nicht.
    Eigentlich dokumentiert das Armdrücken ziemlich gut das Verhältnis von Phileasson und Beorn. Phileasson droht gegen den Ruderer zu verlieren. Erst als Beorn dem die Hand auf die Schulter legt, ist Phileasson so hoch motiviert, das er nicht mehr verlieren kann.
    Ich halte Phileasson für den 'klügeren', Beorn eher für einen 'rücksichtsloseren' Draufgänger. Eine ernsthafte Konfrontation der beiden, wird in meinen Augen nicht gut ausgehen.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Zitat

    In Thorwal dominiert der Kult um Swafnir, den Gottwal. Travia war schon immer präsent, aber als Nebengottheit...


    Vielen lieben Dank für die ausführlichen Erläuterungen zum Traviakult in Thorwal :). Das macht mir schon einiges klarer.


    Zitat

    Aber dann geschieht ein grausamer Mord in ihrer Hauptstadt, mitten unter ihnen. So grausam, dass vielleicht finstere Mächte ihre Hand im Spiel haben. Der Frieden in Thorwal ist gefährdet.


    Na ja, von finsteren Mächten redet eigentlich niemand. Oder habe ich das überlesen? An dem Mord ist außer der Grausamkeit auch nichts Unnatürliches zu entdecken.
    Den bedrohten Frieden kan ich nachvollziehen.


    Zitat

    Ich glaube, dieses Empfinden zu einer Tat, die objektiv von höchster Grausamkeit geprägt ist, kann nur deswegen zustande kommen, weil man als Leser das Unrecht, das Fianna im Prolog durchlitten hat, miterleben konnte.


    Dem stimme ich voll und ganz zu. Wenn ich nicht als Leser dabei gewesen wäre, hätte ich sicher anders geurteilt. Aber es zeigt auch, wie eindrücklich ihr die Szene geschildert habt. Hier noch mal ein großes Lob dafür.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()

  • Das leuchtet mir allerdings auch nicht ein. Er begreift hier zum ersten Mal, das Fianna hinter den (Rache)Morden steckt. Er kann sie unmöglich verraten, und sich damit wieder schuldig machen. Ich hoffe er findet sie, und bekommt die Chance ihr zu helfen.


    Das habt ihr glaube ich etwas missverstanden. Ich habe nicht geschrieben, dass er Fianna verraten soll oder ähnliches. Mit ging es hier darum, dass mich seine "Apathie" nervös macht. Auch nach zehn Jahren steht er still und guckt, mal salopp gesagt. Ich schrieb, ich will ihn schütteln, um eine Regung zu provozieren. Er soll Tjoren seinen Ekel über die damalige Tat ins Gesicht schreien oder wenigstens wütend werden, meinetwegen soll er ihm nachträglich eine klatschen oder irgendjemandem gegenüber eine Emotion zeigen und nicht einfach nur da stehen und ruhig diskutieren. Es soll was aus ihm rauskommen, irgendwas, meinetwegen ein Schrei. ...... Ich werde noch ganz kribbelig bei so viel Ruhe und zusammenreißen. Das ist es etwa, was ich beim lesen fühle. ;)

  • Das habt ihr glaube ich etwas missverstanden. Ich habe nicht geschrieben, dass er Fianna verraten soll oder ähnliches. Mit ging es hier darum, dass mich seine "Apathie" nervös macht. Auch nach zehn Jahren steht er still und guckt, mal salopp gesagt. Ich schrieb, ich will ihn schütteln, um eine Regung zu provozieren. Er soll Tjoren seinen Ekel über die damalige Tat ins Gesicht schreien oder wenigstens wütend werden, meinetwegen soll er ihm nachträglich eine klatschen oder irgendjemandem gegenüber eine Emotion zeigen und nicht einfach nur da stehen und ruhig diskutieren. Es soll was aus ihm rauskommen, irgendwas, meinetwegen ein Schrei. ...... Ich werde noch ganz kribbelig bei so viel Ruhe und zusammenreißen. Das ist es etwa, was ich beim lesen fühle. ;)


    Das wäre doch aber völlig unmotiviert. ER fühlt sich selbst schuldig und er merkt, dass sein Freund die Schuld auch mit sich rumträgt. Warum sollte er sich nun wie ein Jugendlicher benehmen, wo er doch 10 Jahre schon an dieser Schuld leidet. Rumschreien pass in keiner Weise zu ihm. Ich finde eine ruhige Betrachtungsweise immer besser und auch tiefer gehend. Auch der Mord ist etwas, was er erwartet hatte. Es kommt nicht total überraschend. Kannst du Dir wirklich einen Magier vorstellen, der da laut zu schreiben anfängt?

  • Ja, auch ein Magier ist ein Mensch und sollte seine Verzweiflung, seine Wut , Angst oder was auch immer, mal rausschreien dürfen. Dauernd nur ruhig bleiben finde ich nicht normal und vor allem nicht gesund. ;). aber lassen wir es dabei, jeder empfindet anders. :)


  • Ja, auch ein Magier ist ein Mensch und sollte seine Verzweiflung, seine Wut , Angst oder was auch immer, mal rausschreien dürfen. Dauernd nur ruhig bleiben finde ich nicht normal und vor allem nicht gesund. ;). aber lassen wir es dabei, jeder empfindet anders. :)


    Ojeh, ich verstehe immer mehr wie schwer es ein Meister hat, wenn er rollengerechtes Verhalten honorieren soll.

  • Der Hauptteil des Romans spielt 10 Jahre später in Thorwal, die Atmosphäre und auch die Stadt gefallen mir - zumindest soweit, dass ich sie gern näher erkunden würde. ;) Dieser Abschnitt hält für mich einige spannende Figuren bereit, wir lernen nun auch Phileasson und Beorn kennen. Phileasson war mir gleich sympathisch, er strahlt Ruhe und Kraft aus. Ich bin neugierig auf diesen großen Entdecker. Das liegt mir wohl auch einfach näher als der erfolgreiche Plünderer Beorn. Bezüglich seines Namenszusatzes hatte ich erst eine andere Vorstellung, aber die wirkliche Version passt natürlich viel besser. Überhaupt finde ich die beiden sehr stimmig beschrieben, in manchen Dingen ähneln sie sich ja auch - zumindest sind beide sehr ehrgeizig. Aber ob Beorn auch so geschickt darin ist, andere für sich einzunehmen? Ich fand es beeindruckend, wie Phileasson Ragnors Niederlage in etwas Positives verwandelt hat (nicht die Niederlage an sich, sondern die Momente danach).


    Ohm mag ich auch sehr, er hat eine starke Ausstrahlung und mir gefällt, wie seine Freundschaft zu Phileasson beschrieben wird. Richtig heftig erwischt hat mich aber Salarin, gar nicht gut! Sein Sehnen nach den Göttern ist untypisch, die anderen Elfen können das nicht nachvollziehen und er musste deswegen sogar seine Sippe verlassen. Also ein Einzelgänger, auf der Suche nach den Göttern. Ich frage mich ja, ob er sich generell nach den Göttern sehnt oder ob es vor allem dieser eine ist, dessen Bildnis diese Sehnsucht ausgelöst hat. Simia, der elfische Gott der Kreativität und Kunst. Und warum es gerade mit diesem begonnen hat ...


    Im Traviatempel gefällt es mir und ich empfinde die beiden wichtigsten Götter in Thorwal als eine schöne Ergänzung. Stärke und Frieden. Ich mag Cunia, auch wenn sie natürlich eine geheimnisvolle Seite hat. Wie deutlich hat ihr Travia ihren Wunsch mitgeteilt, wieviel hat sie gedeutet? Ihr Zugang zu ihrer Göttin macht mich neugierig, außerdem hinterfragt sie die Dinge (wer zuerst geschlagen hat). Warum möchte Travia diese Wettfahrt? Damit geklärt wird, wer der größte Seefahrer ist und durch diese Rivalität sonst der Frieden gestört werden würde? Sich Thorwal da deutlicher in zwei Lager spaltet, die dann für immer mehr Unruhe sorgen? Beorn wollte ja eindeutig einen Kampf, daher kann ich mir schon vorstellen, dass das dringend ist und schon an der einen oder anderen Stelle brodelt. Dazu kommt ja noch diese rätselhafte Nachricht, die Beorn erhalten hat. Ich musste zuerst an Fianna denken, aber vielleicht ist es auch eine Kraft, die sie stärkt bzw. irgendwie mit ihr in Verbindung steht. Oder etwas völlig anderes. Deutlich ist ja nur, dass Beorn zur Schlangeninsel kommen soll, wenn Phileasson zu weit vorne liegt. Ich muss aber auch daran denken, dass Swafnir bis zum Weltenende mit der Seeschlange kämpft (ist das so etwas wie das DSA-Ragnarök?).


    Der Tote am Kanal wurde noch übler zugerichtet, eine grausame und eiskalte Tat. Aber wie kam er dorthin, ohne Spuren zu hinterlassen? Und wer oder was hilft Fianna? Das dritte Opfer ihrer Liste in 10 Jahren, da muss also einiges dazwischengekommen sein. Oder sie hat ihren Plan geändert und will ihre zukünftigen Opfer vorab schon mit dieser langen Zeitspanne quälen, das ist ja auch eine starke nervliche Belastung. Oder sie hat sich mit dieser Seeschlangen-Macht eingelassen und lernt, eine Schlange zu sein.


    Tylstyr ist schon seit einiger Zeit ausgebildeter Magier und unterrichtet zumindest im Winter an der Akademie. Nach der Beschreibung des Zustands seiner Kleidung nehme ich aber mal an, dass er den Großteil der restlichen Zeit unterwegs ist. Ein Reisender. Das wird ihm sicher gut tun und auch seinen Horizont erweitern, neue Eindrücke und neues Wissen. Mir gefällt, dass er nicht plötzlich jemand anders ist sondern immer noch zurückhaltend und bedacht. Seine Magie passt zu ihm, Dinge zu erforschen wirkt da sehr stimmig auf mich - und sicher auch praktisch, wenn man viel unterwegs ist. ;)


    Tjorne bereut, was er getan hat - im Gegensatz zu Tylstyr, der Fiannas Rache annimmt und vielleicht sogar als Erlösung von seinen Schuldgefühlen empfindet, setzt er aber auf die Kraft seiner Waffe. Und die restlichen Jungmannen haben Tylstyr tatsächlich zugetraut, das Mädchen befreit zu haben. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet.


    Mich beschäftigt ja auch noch die Sache mit den Seelen und Paradiesen. Es wurde gesagt, dass die Seele des Verstorbenen in eins der Paradiese der zwölf Götter einzieht. Aber da ist ja auch noch der ewig Kampf des Gottwals gegen die Seeschlange, für die er Seelen an seine Seite ruft. Ignoriert Lenya diese Möglichkeit, weil er ja keiner der Zwölfgötter ist, oder habe ich das vielleicht falsch verstanden? Das ist sicher keine wichtige Frage bzgl. der Handlung, aber ich finde den ganzen Götterkram ziemlich spannend - gerade auch wenn es um die Seelen geht.


    Und ich werde wohl noch etwas brauchen, um bei dem Namen Shaya nicht als erstes an die Drachenelfen-Shaya zu denken. :)


  • Überhaupt finde ich die beiden sehr stimmig beschrieben, in manchen Dingen ähneln sie sich ja auch - zumindest sind beide sehr ehrgeizig.


    Dieser Ehrgeiz wird den beiden noch zu schaffen machen ... ;) Aber er ist ihnen auch Ansporn, wenn die Kräfte zu versagen drohen.



    Ich frage mich ja, ob er sich generell nach den Göttern sehnt oder ob es vor allem dieser eine ist, dessen Bildnis diese Sehnsucht ausgelöst hat. Simia, der elfische Gott der Kreativität und Kunst. Und warum es gerade mit diesem begonnen hat ...


    Zumindest wissen wir, dass er auch die Tempel der Menschen besucht, um deren Götter kennenzulernen.



    Ich muss aber auch daran denken, dass Swafnir bis zum Weltenende mit der Seeschlange kämpft (ist das so etwas wie das DSA-Ragnarök?).


    Ja, das ist eine ungefähre Entsprechung.



    Tylstyr ist schon seit einiger Zeit ausgebildeter Magier und unterrichtet zumindest im Winter an der Akademie.


    Ich freue mich sehr, dass das rüberkommt. :) Ich habe nämlich zwei Rezensionen gelesen, in denen das missverstanden wurde und man dachte, Tylstyr sei noch immer ein Schüler. Da in der Leserunde aber jeder verstanden hat, das zwischen Prolog und Hauptteil zehn Jahre liegen und Tylstyr innerhalb dieser Zeit ein vollwertiger Magier geworden ist, hoffe ich, dass kein genereller Fehler in der Beschreibung liegt.



    Mich beschäftigt ja auch noch die Sache mit den Seelen und Paradiesen. Es wurde gesagt, dass die Seele des Verstorbenen in eins der Paradiese der zwölf Götter einzieht. Aber da ist ja auch noch der ewig Kampf des Gottwals gegen die Seeschlange, für die er Seelen an seine Seite ruft. Ignoriert Lenya diese Möglichkeit, weil er ja keiner der Zwölfgötter ist, oder habe ich das vielleicht falsch verstanden?


    Das hast Du richtig verstanden. Die Thorwaler haben da eine andere Vorstellung als die Menschen in den zwölfgöttlichen Landen.
    Bei den Thorwalern kommt es am Ende der Zeit zu einem Endkampf zwischen Swafnir und Hranngar, die auch bis dahin immer schon mal aneinandergeraten (deswegen sind dämonische Mächte mal stärker, mal schwächer in der Welt). Beim Endkampf ruft Swafnir diejenigen unter seinen Kindern, die sich durch Mut und Stärke bewiesen haben, an seine Seite.
    Im Zwölfgötterkult hat man die Vorstellung von zwölf Paradiesen, die vom jeweiligen Gott geprägt sind. Bei Travia ist dieses Paradies ein schönes Haus, wo es immer warm ist und man mit allen anderen, vor allem aber mit seinen Vorfahren, an einer reich gedeckten Tafel sitzt, wo jeder seinen Platz hat und wertgeschätzt wird. Bei Rondra, der Göttin des ehrenhaften Kampfes, gibt es auch eine lange Tafel, aber man kämpft mit den anderen darum, wer am nächsten neben der Göttin sitzen darf. Irgendwann geht es auch da zu einer großen Schlacht gegen einen besonders verderbten und mächtigen Feind. Bei Hesinde bekommt man Einlass in ein Labyrinth, in dem alles Wissen und alle Weisheit zu entdecken sind. Bevor man in eines dieser Paradiese kommt, bringt Golgari, der Totenrabe, die Seele aber vor Boron, den schweigenden Gott. Der wiegt die Seele auf Rheton, der Seelenwage. (Daher auch der aventurische Ausdruck "Rhetonik": ein kluges Abwiegen der Worte = eine knappe, aber überzeugende Rede halten.) Da kommt dann raus, ob die Seele überhaupt für ein Paradies infrage kommt. Wenn das der Fall ist, entscheidet die Lebensführung, in welches der zwölf Paradiese sie kommt.
    Aber - und jetzt wird es kompliziert - die Götter sind sehr geheimnisvoll, und auch ihre Anhänger sind sich in vielem uneins. Swafnir ist bei den Thorwalern der Hauptgott. Der Zwölfgötterkult erkennt Swafnir ebenfalls als göttlich an - aber er sieht ihn als Halbgott. Er ist in diesem Pantheon ein Sohn von Efferd, dem Gott der Meere, und Rondra, die neben dem Kampf auch für Stürme steht. In der Logik des Zwölfgötterglaubens ist auch ein Kind von zwei Göttern "nur" ein Halbgott.
    Dieses Thema wird Mutter Cunia aus naheliegenden Gründen nur selten ansprechen.
    :D
    Wir lassen solche Verschlingungen der aventurischen Götterwelt in der Romanreihe ebenfalls unerwähnt. Falls also jemand zwischendurch den Faden verloren haben sollte - kein Problem, zum Verständnis von Nordwärts ist das alles nicht relevant. ;)


  • Habt Ihr bereits eine erste Einschätzung zum Verhältnis der beiden Drachenführer zueinander? Sie sind Rivalen, klar. Aber was bedeutet diese Rivalität für ihr Leben? Was wird sich ändern, wenn einer von ihnen zum König der Meere wird?


    Ich habe den Eindruck, dass sie mehr als "nur" Rivalen sind - dass da noch eine persönliche Geschichte dahinter steckt. Eine persönliche Ebene, die sie zusätzlich anstachelt. Wenn einer von ihnen zum König der Meere wird, fällt der Wettkampf darum, wer der Beste ist, ja weg und hinterlässt möglicherweise auch ein großes Loch. Sie werden immer noch plündern und entdecken, aber der Antrieb und die Kraft, die aus dem Wettstreit entstanden ist, fällt dann weg. Da bleiben dann große Töne und Beleidigungen, aber der Wettkampf fällt weg, weil er ja entschieden ist.


    Das habt ihr glaube ich etwas missverstanden. Ich habe nicht geschrieben, dass er Fianna verraten soll oder ähnliches. Mit ging es hier darum, dass mich seine "Apathie" nervös macht. Auch nach zehn Jahren steht er still und guckt, mal salopp gesagt. Ich schrieb, ich will ihn schütteln, um eine Regung zu provozieren. Er soll Tjoren seinen Ekel über die damalige Tat ins Gesicht schreien oder wenigstens wütend werden, meinetwegen soll er ihm nachträglich eine klatschen oder irgendjemandem gegenüber eine Emotion zeigen und nicht einfach nur da stehen und ruhig diskutieren. Es soll was aus ihm rauskommen, irgendwas, meinetwegen ein Schrei. ...... Ich werde noch ganz kribbelig bei so viel Ruhe und zusammenreißen. Das ist es etwa, was ich beim lesen fühle. ;)


    Ich werde da so gar nicht kribbelig, wahrscheinlich weil ich vom Typ her ähnlich bin und ich das daher so gut nachvollziehen kann. Allerdings weiß ich von ein oder zwei Leuten, die mich auch gern mal schreien hören würden. ;) Und hier ist es ja auch noch so, dass Tylstyr sich mitschuldig fühlt.



    Wir lassen solche Verschlingungen der aventurischen Götterwelt in der Romanreihe ebenfalls unerwähnt. Falls also jemand zwischendurch den Faden verloren haben sollte - kein Problem, zum Verständnis von Nordwärts ist das alles nicht relevant. ;)


    Lieben Dank für die tolle Ausführung zu den Verschlingungen der aventurischen Götterwelt! :)

  • Ich halte mich zwar auch für einen Romantiker :), aber ich teile deinen Optimismus nicht.
    Eigentlich dokumentiert das Armdrücken ziemlich gut das Verhältnis von Phileasson und Beorn. Phileasson droht gegen den Ruderer zu verlieren. Erst als Beorn dem die Hand auf die Schulter legt, ist Phileasson so hoch motiviert, das er nicht mehr verlieren kann.
    Ich halte Phileasson für den 'klügeren', Beorn eher für einen 'rücksichtsloseren' Draufgänger. Eine ernsthafte Konfrontation der beiden, wird in meinen Augen nicht gut ausgehen.


    Ich bin der Meinung, dass diese Wettfahrt nur einer Überleben wird.
    Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei extremen Situationen (in diesem Fall die Umrundung) oft auch ein extremes Ende zum Tragen kommt.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Und ich werde wohl noch etwas brauchen, um bei dem Namen Shaya nicht als erstes an die Drachenelfen-Shaya zu denken. :)


    Dabei sind die beiden doch so verschieden ...


    Du kannst dir gar nicht vorsellen, was ich für einen Schock erlebt habe, als ich zu Beginn der Arbeit am Phileasson-Zyklus gemerkt habe, dass ich den Namen Shaya schon einmal benutzt hatte ... Nach zwanzig Jahren hatte ich das völlig vergessen ... :'( :'( :'( Asche auf mein Haupt!!