03 - Seite 85 bis 141 (Kapitel 1 "Die dunklen Nächte")

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  • Und ich werde wohl noch etwas brauchen, um bei dem Namen Shaya nicht als erstes an die Drachenelfen-Shaya zu denken. :)


    Dabei sind die beiden doch so verschieden ...


    Du kannst dir gar nicht vorsellen, was ich für einen Schock erlebt habe, als ich zu Beginn der Arbeit am Phileasson-Zyklus gemerkt habe, dass ich den Namen Shaya schon einmal benutzt hatte ... Nach zwanzig Jahren hatte ich das völlig vergessen ... :'( :'( :'( Asche auf mein Haupt!!


    Konnte man sie nicht mehr umbenennen? Mich stört es jetzt nicht so sehr, weil sie tatsächlich ein gänzlich anderer Charakter ist. Aber natürlich ist es schöner, wenn Namen nicht auch in anderen Fantasywelten auftauchen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Nachdem ich die letzten Tage schludrig war hier mein Kommentar zum 3. Leseteil.


    Endlich treffen wir auf den Haupthelden und seinen Widersacher. Nach dem fulminanten Prolog ist es erst einmal ein Einstieg zum Ausruhen. Weder Phileasson, noch Beorn stechen meiner Meinung nach besonders hervor. Wenn ich mich entscheiden müsste, fände ich glaube ich Beorn sympathischer. Phileasson erscheint mir hier vor allem während des Gelages hauptsächlich neidisch zu sein und provoziert Beorn nur, um wieder die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ob die Geschichte, die Beorn von seiner Reise erzählt, wahr ist oder nicht ist doch eigentlich egal. Zumindest versteht er sich darauf die Zuhörer zu unterhalten. Phileasson dagegen wirkt wie ein trotziges Kind. Da nun aber der Buchzyklus nach ihm benannt ist, vermute ich mal stark, dass ich mich an ihn gewöhnen muss ;)


    Übrigens fand ich den ersten Teil als die beiden die Leiche von Atagord gefunden haben sehr krimihaft. Ich hatte so einen ganz starken Jack-the-Ripper und Sherlock-Holmes-Moment.


    Der Herr von Trauerweide scheint auch noch mit einer interessanten Geschichte aufzuwarten. Auf die bin ich auch schon gespannt. Und was Ohm angeht... vielleicht findet er noch Watt und Volt und sie gründen Thorwals erstes schipperndes Skaldentrio.


    Ich mag Ragnor. Der hatte zumindest den Schneid gegen den Haupthelden anzutreten obwohl die Chancen nicht riesig waren, dass er gewinnt. Das Phileasson aber nicht mal den Anstand besitzt und seinem momentanen Gegner, der mit ihn auf einem Schiff fahren will seine Konzentration schenkt und ihm in die Augen schaut, sondern sich ablenken lässt, einfach nur davon, dass Beorn dasteht, und den Wettkampf mit Ragnor als Vorwand nimmt sich kindisch mit Beorn zu messen, sprich ja auch Bände über ihn....
    Ich erinnere mich an einen Ragnor aus einem anderen Buch, der einen gar unschönen Tod gestorben ist. Ich hoffe dieser hier hat nicht solch ein erbarmungswürdiges Schicksal vor sich. *hoff*


    Shaya finde ich sehr sympathisch. Ich rechne aber eigentlich nicht damit, dass sie lange am Geschehen teilnimmt. Schade. Überhaupt mag ich den Traviatempel an sich. Was mir etwas missfällt ist, dass die Oberste Hetfrau und die Obertante des Tempels zwar über einen göttlichen Auftrag reden, aber man nichts näheres dazu erfährt. Aus Autorensicht sicher logisch. Allerdings habe ich beim Lesen dass Gefühl, dass sich extra angestrengt wurde, um ja nichts zu verraten und es spannend wirken zu lassen. Hat auf mich daher leider genau den gegenteiligen Effekt. Ansonsten war ich überrascht über die Szene als Garhelt sich hat auf diesem Schild stehend feiern lassen. Mir war bis dato nicht bewusst, dass so unglaubliche viele Menschen da versammelt sind. Ist es normal in Thorwal, dass die Obersten Anführer auf diese Art so ausschweifend verehrt werden oder ist das nur so ein Hauptstadtding? In Stainakr hatte man ja eher das Gefühl, das Warulf mehr gefürchtet wird als verehrt.


    Tjorne und Tylstyr.... Tja, Tjorne gibt als erster, ungefragt und offen zu einen Fehler begangen zu haben, damals mit Fianna, und dass es eine unentschuldbare Tat war. Wow! Damit habe ich nicht gerechnet, aber ich finde das sehr gut. Das macht die Tat natürlich nicht ungeschehen, aber überhaupt zu der Einsicht zu kommen, dass da was gehörig falsch lief und er sich benommen hat wie der letzte Penner und das dann auch noch so offen zu kommunizieren, obwohl er ja ebenso wie Tylstyr nicht einschätzen kann wie der jeweils andere dazu steht, macht ihn doch gleich wieder sympathischer. Vielleicht habe ich mich doch in ihm getäuscht und er wird doch noch zu dem Helden der er immer schon sein wollte. Chancen darauf hat er meiner Meinung nach jetzt überraschend doch wieder. Da hilft nur abwarten und seinen Lebensweg weiter gespannt verfolgen.
    Tylstyr dagegen ist genau die selbe Memme wie eh und je. Er zögert zuzugeben, dass er nichts mit ihr gemacht hat, obwohl er überhaupt mit dem Thema erst angefangen hat und badet sich nach wie vor in Selbstmitleid. Man stellt sich die Frage warum er Tjorne überhaupt angesprochen hat wenn er nichts zu sagen hat... Ich werd mit dem einfach nicht warm.... Sorry.


    Ich bin mir auch nicht sicher, ob wir diese Leiche Fianna (oder ihr allein) zu verdanken haben. In den 10 Jahren die zwischendurch vergangen sind ist sicher ein bisschen was mit ihr passiert und es erscheint mir unlogisch, dass sie die sieben Leute in der Zeit nicht bereits gefunden hat. Wie oben schon erwähnt, hatte ich einen Sherlock-Holmes-Moment, und dort war ja auch nie irgendwas wie es zu sein scheint...
    Ich habe ja da mittlerweile so eine Theorie, dass sie damals in der Höhle, als sie nur noch von Hass und Wut und Rachsucht getrieben wurde irgendeinen bösen Geist angezogen hat, der sich in ihr eingenistet hat oder so etwas... möglich ist wohl alles... Ich bin auf jeden Fall gespannt wie das mit ihr weitergeht.


    Ich möchte gerne Eddrik wiedersehen. Allerdings befürchte ich, wenn überhaupt, wird der erst in späteren Bänden auftauchen.

  • "Tja, Tjorne gibt als erster, ungefragt und offen zu einen Fehler begangen zu haben, damals mit Fianna, und dass es eine unentschuldbare Tat war. Wow! Damit habe ich nicht gerechnet, aber ich finde das sehr gut. "


    Ich hoffe, das war nicht das letzte Mal, das wir dich als Autorengespann mit Charaterentwicklungen überraschen.
    Ich denke da gerade an eine Stelle in Band 2 ... Aber ich greife voraus. :)


    "Ich habe ja da mittlerweile so eine Theorie, dass sie damals in der Höhle, als sie nur noch von Hass und Wut und Rachsucht getrieben wurde irgendeinen bösen Geist angezogen hat, der sich in ihr eingenistet hat oder so etwas... möglich ist wohl alles... Ich bin auf jeden Fall gespannt wie das mit ihr weitergeht."


    Eine sehr gute Theorie. Bitte auf der Sherlock-Kolmes Spur bleiben ;) Bei diesem Gedankenansatz lesen beide Autoren sehr gespannt mit!!


    "Konnte man sie nicht mehr umbenennen? Mich stört es jetzt nicht so sehr, weil sie tatsächlich ein gänzlich anderer Charakter ist."


    Umbenennen ging leider nicht, da die Phileasson Abenteuer schon vor 25 Jahren geschrieben wurden und Shaya für die alten Spieler einfach dazu gehörte. Und als ich den Fehler bemerkt habe, waren auch schon die ersten drei Drachenelfen-Romane geschrieben. Also ließ sich auch dort nichts mehr umbenennen. Seufz ...


  • Der vierte Leseabschnitt verrät mehr ... ;)


    Das wohl! ;D



    Und ich werde wohl noch etwas brauchen, um bei dem Namen Shaya nicht als erstes an die Drachenelfen-Shaya zu denken. :)


    Dabei sind die beiden doch so verschieden ...


    Du kannst dir gar nicht vorsellen, was ich für einen Schock erlebt habe, als ich zu Beginn der Arbeit am Phileasson-Zyklus gemerkt habe, dass ich den Namen Shaya schon einmal benutzt hatte ... Nach zwanzig Jahren hatte ich das völlig vergessen ... :'( :'( :'( Asche auf mein Haupt!!


    Damit hast du dich also tatsächlich selbst geschockt! Mir fällt es inzwischen auch viel leichter, gleich an die richtige Shaya zu denken, weil sie in meinem Kopf viel präsenter geworden ist. Die beiden sind ja tatsächlich sehr verschieden, aber bei einem Namen als Stichwort denke ich dann wohl einfach an die, die für mich gerade präsenter ist. Beim letzten Drachenelfen-Band ist das dann also vielleicht genau andersrum. Ziel erreicht, die Leserin ist verwirrt. :D


  • Phileasson erscheint mir hier vor allem während des Gelages hauptsächlich neidisch zu sein und provoziert Beorn nur, um wieder die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ob die Geschichte, die Beorn von seiner Reise erzählt, wahr ist oder nicht ist doch eigentlich egal. Zumindest versteht er sich darauf die Zuhörer zu unterhalten. Phileasson dagegen wirkt wie ein trotziges Kind.


    Ja, wenn Beorn in seiner Nähe ist, wirkt sich das ungünstig auf Phileassons Ausgeglichenheit aus - so viel kann man wohl bereits jetzt sagen. ;)



    Ich mag Ragnor. Der hatte zumindest den Schneid gegen den Haupthelden anzutreten obwohl die Chancen nicht riesig waren, dass er gewinnt.


    Mut und Stärke sind die beiden Haupttugenden der Swafnir-Kirche. So gesehen ist Ragnor ein ausgesprochen frommer Mann. :)



    Was mir etwas missfällt ist, dass die Oberste Hetfrau und die Obertante des Tempels zwar über einen göttlichen Auftrag reden, aber man nichts näheres dazu erfährt. Aus Autorensicht sicher logisch. Allerdings habe ich beim Lesen dass Gefühl, dass sich extra angestrengt wurde, um ja nichts zu verraten und es spannend wirken zu lassen.


    Sei uns nicht zu sehr gram. ;)
    Auf der Reise werden sich nicht nur die Leser, sondern auch die Perspektivfiguren fragen, was hinter der ganzen Sache steckt - vor allem, wenn einige Merkwürdigkeiten geschehen. Es wäre schade, wenn die Leser nicht mehr miträtseln dürften.



    Ist es normal in Thorwal, dass die Obersten Anführer auf diese Art so ausschweifend verehrt werden oder ist das nur so ein Hauptstadtding?


    In diesem Fall ist das dasselbe, weil es der Höhepunkt des großen Winterhjaldings ist. Zu diesem dürfen alle Hetleute aus ganz Thorwal kommen, und Garhelt ist dabei die Erste unter Gleichen. Ein solches Ereignis gibt es also nur einmal im Jahr, und nur in der Hauptstadt, nirgendwo sonst in Thorwal.



    Vielleicht habe ich mich doch in [Tjorne] getäuscht und er wird doch noch zu dem Helden der er immer schon sein wollte. Chancen darauf hat er meiner Meinung nach jetzt überraschend doch wieder. Da hilft nur abwarten und seinen Lebensweg weiter gespannt verfolgen.
    Tylstyr dagegen ist genau die selbe Memme wie eh und je. ...


    Ich verfolge meinerseits gespannt, wie vielfältig die (moralischen) Bewertungen und Sympathiebekundungen zu Tylstyr und Tjorne ausfallen. Manche verdammen sie rundheraus, für andere ist die Vergangenheit abgeschlossen und sie haben alle Möglichkeiten, zu Sympathieträgern zu werden oder - im Falle von Tylstyr - sind es bereits.
    Keine dieser Einstellungen zu den Figuren ist besser als eine andere. Ich als Autor empfinde es als Kompliment, dass unsere Figuren solch eine Projektionsfläche bieten, auf die jeder seine eigene Sicht entwickeln kann.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen