01 - Seite 5 bis 45 (Beginn Prolog bis "... der angenehme Teil ...")

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  • Hallo liebe Leserunde,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Die Phileasson Saga1: Nordwärts" und ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders Bernhard Hennen und Robert Corvus, die uns hier beide begleiten werden. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid! :-*


    Bitte lest Euch nochmals die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch!


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Vermeidet bitte auch reine Inhaltsangaben, wir lesen alle das gleiche Buch. ;)


    Es wäre zudem sehr schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Faustregel: nicht mehr als einen Abschnitt pro Tag.


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 45 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!!! :winken:


    Liebe Grüße
    Heimfinderin

  • Hallo Ihr Lieben, :winken:


    dann fange ich mal an! Also: Der Leser wird ja schon zu Beginn unmittelbar ins Geschehen geworfen. Man wird direkt reingezogen finde ich und eine gewisse "Sogwirkung" ist bei mir jedenfalls schon jetzt gegeben. Fianna war mir von Anfang an sympathisch. Auch der junge Außenseiter Tylstyr, der eben einfach etwas anders ist als die Gleichaltrigen seines Dorfes und von seinem Vater mit strenger Hand erzogen wird, konnte gleich meine Sympathien wecken. Zwei starke Figuren. Bin gespannt was das Schicksal weiterhin für sie bereit hält. Ich mag beide Charaktere gleich gerne. Wen mögt ihr lieber? Fianna oder Tylstyr?


    Bin gespannt........


    Zauberhafte Grüße
    ;)

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Hallo TippendeTastatur,


    danke, dass Du den Anfang machst! :)



    Man wird direkt reingezogen finde ich und eine gewisse "Sogwirkung" ist bei mir jedenfalls schon jetzt gegeben.


    :freu:



    Fianna war mir von Anfang an sympathisch.


    Die ist Bernhards Lieblingsfigur im gesamten Buch.



    Wen mögt ihr lieber? Fianna oder Tylstyr?


    Bin gespannt........


    Ich auch. :)
    Wie findet Ihr die Darstellung von Eigil? Er ist natürlich kein Sympathieträger, aber seht Ihr ihn plastisch vor Euch?

  • Zitat

    Wen mögt ihr lieber? Fianna oder Tylstyr?


    Von Mögen zu sprechen ist bei mir noch zu früh. Fianna hat mein Mitgefühl. Was sie durchmacht ist schrecklich. Ich hoffe, das Tylstyr sie dort herausholt.
    Tylstyr mag ich, generell solche Aussenseiter in ihrer Gesellschaft. Außerdem ist er ein angehender Zauberer in einer kriegerischen, abergläubischen Welt. Das macht ihn schon sympathisch.
    Auf seinen Lehrer und Mentor bin ich sehr gespannt. Hoffentlich ist ihm nichts passiert. Sind die Menschen überall in Thorwall so magiefeindlich?


    Zitat

    Wie findet Ihr die Darstellung von Eigil? Er ist natürlich kein Sympathieträger, aber seht Ihr ihn plastisch vor Euch?


    Doch die Darstellung von Eigil finde ich gelungen. Ich sehe ihn durchaus vor mir, kann auch seine Gedanken und Handlungen nachvollziehen. Eigentlich ein armer Hund, der hier allerdings weit übers Ziel hinaus schießt.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Wieso habt ihr das Buch eigentlich mit so einer extremen Szene angefangen?
    In diesem Leseabschnitt bleibt immer eine Partei auf der Strecke. Und es fällt wirklich schwer, die Dorfbewohner für Tat, die ihnen das Überleben sichert zu hassen.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Ich hoffe, das Tylstyr sie dort herausholt.


    Ich vermute, diesem Wunsch wird sich jeder anschließen. Denkt Ihr, seine Fähigkeiten reichen dazu aus? Oder glaubt Ihr, es kommt anders?



    Sind die Menschen überall in Thorwall so magiefeindlich?


    Da mischen sich unterschiedliche Faktoren.
    Generell ist der Gott Praios in Aventurien der Magie gegenüber besonders feindselig eingestellt. In Throwal wird er aber kaum verehrt, weswegen dieser negative Faktor für die Magier wegfällt.
    Andererseits sind in zivilisierteren Regionen Aventuriens systematischere Ausbildungen leichter machbar. Die Magier sind straffer organisiert, begabte Menschen (vor allem Kinder) werden schneller erkannt und in das System der Magiergilden integriert. In Thorwal kommt es verglichen dazu häufiger vor, dass Kinder, anders als Tylstyr, mit ihrem magischen Talent alleingelassen werden.
    In Olport, Thorwals ältester Stadt, gilt die Magie als ein Handwerk, das Fleiß und Begabung erfordert. Sie wird in der Runajasko gelehrt, wo man auch Skalden (Sänger und Runenkundige) und Schiffsbauer ausbildet. Aber Olport befindet sich ziemlich weit von Stainakr entfernt ...
    Thorwal gilt - allgemein gesprochen - als recht liberales Land, wo Freiheit hochgehalten wird. Daraus folgt auch eine gewisse Toleranz gegenüber "Sonderlingen".
    Andererseits sind die Thorwaler sehr abergläubisch. Es kann daher passieren, dass Magiekundige ihnen unheimlich werden und sie sie ablehnen. Dieser letzte Aspekt scheint in Stainakr besonders ausgeprägt zu sein.
    Summa Summarum ist die Einstellung der Bewohner von Stainakr zur Magie nicht völlig atypisch für Thorwaler - aber Tylstyr hätte es auch innerhalb Thorwals deutlich besser treffen können.


    Wieso habt ihr das Buch eigentlich mit so einer extremen Szene angefangen?


    Der Prolog dient der Positionierung einiger Figuren, die in der Saga wichtig sind, und eines Motivs, das sich als Handlungsstrang noch eine Weile durchziehen wird. Die konkreten Geschehnisse sollen diese Figuren prägen und sie mit einer bestimmten Einstellung zur Welt, aber auch zueinander auf die Reise schicken.
    Die spezielle Atmosphäre soll die Härte Thorwals, auch zu den Menschen, die dort leben, verdeutlichen. Die Thorwaler sind als Plünderfahrer bekannt - aber sie unternehmen ihre Fahrten nicht, weil sie für einen König Land oder für einen Gott Verehrung erzwingen wollen, sondern weil sie gelernt haben, dass Härte und Stärke überlebensnotwendig sind.


    Und es fällt wirklich schwer, die Dorfbewohner für Tat, die ihnen das Überleben sichert zu hassen.


    Da frage ich gern in die Runde: Bis wohin habt Ihr Verständnis für das Handeln der Bürger von Stainakr? Bis zum falschen Signalfeuer? Bis zum Beseitigen aller Zeugen? Bis zur Gefangennahme Fiannas? Wäre es für Euch sympathischer gewesen, wenn Eigil Fianna ebenfalls erschlagen hätte? Denkt Ihr, Fianna hat unter diesem Aspekt sogar trotz allem noch "Glück gehabt" (das setze ich jetzt bewusst in Anführungszeichen)?

  • Here we go! :)


    Vorneweg: Ich bin seit mehr als 15 Jahren Rollenspieler, kenne Aventurien ziemlich gut (auch wenn ich seit fünf Jahren nicht mehr DSA spiele) und habe auch die Phileasson-Kampagne schon gelesen. Als Ex-DSA-Rollenspieler, der sich mit der Welt auseinandergesetzt hat, kommt man an den Protagonisten der Kampagne nicht vorbei. In vielen Regionalbeschreibungen oder Romanen werden Phileasson und Beorn, wenn auch am Rande, erwähnt, denn sie haben aventurische Geschichte geschrieben. Von anderen Charakteren, die wohl im weiteren Verlauf der Romanreihe auftauchen werden, möchte ich gar nicht erst anfangen – denn das alles wäre ein Riesenspoiler für die anderen. Einige haben nämlich massive Spuren in Aventurien hinterlassen. Dementsprechend ist wohl auch die Erwartungshaltung, was die Romane betrifft, innerhalb der DSA-Spielerschaft sehr hoch – was mich mit einschließt. Das führt mich gleich zu meinem ersten Kritikpunkt


    Asleif, where are you?
    Wenn ich in einen Film gehe, wo Sean Connery die Hauptrolle spielt, will ich ihn schon zu Beginn sehen und nicht erst nach fünfzehn Minuten. Ergo, wo zum Namenlosen sind Asleif und Beorn? Wenn ich die Phileasson-Saga lesen will, will ich dem namengebenden Helden auch so schnell wie möglich begegnen und nicht erst irgendwann nach 45+ Seiten. Ohne DSA-Background wäre das wohl kein Thema und ich würde den Prolog auch als Einführung in die Welt von Aventurien und in thorwalsche Lebensweise betrachten. Aber so war ich enttäuscht, dass ich erst in die Lebenswelt völlig anderer Personen eingeführt werde, die mit der Originalkampagne gar nichts zu tun haben. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, ob Fianna oder Tylstyr irgendwann später ihre Namen wechseln und zu einem der Charaktere aus der Kampagne werden (vorausgesetzt, sie überleben den Prolog), aber ich wüsste im Moment nicht, wer zu wem "mutieren" könnte. Ich verstehe auch, dass andere (fremde) Charaktere eingeführt werden müssen, damit auch die Kenner der Kampagne mit neuen Leuten mitfiebern, weil sie deren Schicksal aus der Spielwelt nicht kennen. Und Asleif und Beorn sind vielleicht nicht gerade Identifikationsfiguren für jedermann.


    Und ob dieser Prolog als Rahmenhandlung oder Initialzündung für die ganze Romanreihe gedacht ist oder jeder Band seinen Prolog über neu eingeführte Charaktere haben wird, die im Verlaufe der einzelnen Bände als sekundäre Spannungsbögen dienen werden, die in jedem Band einen Abschluss finden, ist mir noch schleierhaft. Wenn ich aber bedenke, dass wir schon so viel in Fianna und Tylstyr investiert haben, fände ich es unbefriedegend, wenn die beiden nur für den ersten Band aufgebaut wären.


    Zudem habe ich auch gar kein Zeitgefühl. Findet das ganze unmittelbar vor der Wettfahrt statt? Oder 100 Jahre vorher? Kann ich beim besten Willen nicht sagen.


    Namen
    Ich gehe Mal davon aus, dass Autoren sich ziemlich viele Gedanken darüber machen, bevor sie ihre Protagonisten taufen. Bedenkt man das kulturelle Gedächtnis, das wir mehr oder weniger alle miteinander teilen kann ich bestimmte Assoziationen einfach nicht abschalten.


    - "Hagrid", der gefühlskalte, resignierte Vater von Tylstyr. Der Name und der Charakter bilden ja fast ein Oxymoron. Wer bei dem Namen nicht gleich an den warmherzigen gentle giant Hagrid aus Harry Potter denkt, melde sich bitte. Ich frage mich, ob die Autoren dem Mann bewusst diesen Namen verpasst haben, um beim Leser einen Moment der Irritation auszulösen.


    - Versucht Mal "Stainakr" laut vorzulesen. ;)


    - Bei "Tylstyr" musste ich gleichzeitig an Tolstoi und Tilsiter denken.


    - "Fian(n)a" scheint ja im DSA-Universum (Isenborn lässt grüßen) genauso beliebt zu sein wie Anna, Sophie, Marie oder Julia gerade in Deutschland. Ein unverbrauchter Name wäre mir persönlich lieber gewesen.


    - Und "Schlitzmaul" finde ich ganz schlimm: obszöne Assoziationen im Kopf.


    Protagonisten


    Tylstyr: Ich habe eine Riesenantipathie gegen (meist schlaksige) Memmen in Fantasyromanen, die mit der Aber-was-hätte-ich-denn-ganz-alleine-ausrichten-können-Haltung in einem kataleptischen Zustand entrüstet und tatenlos zusehen. Vielleicht ist es der Anfang einer Heldenreise, aber ich wurde mit ihm nicht warm. Er erinnert mich eher an eine vegetarische Künstlerseele, der in eine raubeinige Metzgerfamilie hineingeboren wurde. Bin echt gespannt, was er jetzt in der Höhle machen wird.


    Fianna: Gefällt mir bis jetzt ziemlich gut – aber es hängt davon ab, wie es jetzt mit ihr weitergehen wird. Die Unfähigkeit, den eigenen Vater nicht retten zu können, weil die Finger gefroren waren, und den inneren verzweifelten Kampf fand ich etwas zu kitschig. Ich mag aber ihre Art, sich als Tomboy durchsetzen und beweisen zu wollen. Als GoT geschädigter (wahrscheinlich auch wegen dem vor den Augen getöteten Vater und dem Fechtunterricht) erinnert sie mich stark an Arya.


    Böse Thorwaler
    Finde ich durchweg positiv. Eine realistischere Darstellung der kräftezehrenden Lebensumstände im kalten verschneiten Thorwal, wo Menschen wegen Kälte und Nahrungsmangel mit Leichtigkeit umkommen können, gefällt mir sehr gut. Das rückt das in der Spielwelt als lebenslustige, saufende und raufende Teddybären dargestellte sympathische Bild des Throwalers stückweit in die "Realität". Dieser Friss-oder-stirb-Ansatz spricht mich persönlich sehr an.


    Auch wenn Serien wie "Vikings" aktuell präsenter sind, musste ich an eine Szene aus dem tollen Film "Schiffsmeldungen" von Lasse Hallström denken, als ich den "Angriff" der Thorwaler aus Stainakr las. In einer ganz kurzen Szene locken Küstendörfler in Neufundland mit falschen Leuchtsignalen ein Schiff an ihre Küste, bringen die Besatzung grausam um und plündern die Fracht.


    Vergewaltigung
    Das wiederum bereitet mir auf mehreren Ebenen Bauchschmerzen. Wenn man die sehr ausgeprägte Geschlechtergleichheit in Thorwal berücksichtigt, passt mir das überhaupt nicht. In Thorwal können Männer und Frauen generell alle Berufe ausüben – da gibt es keine Ausnahme. Wessen Nachnamen das Kind tragen soll wird durch einen Ringkampf entschieden, den die Eltern ausführen – demnach sind wir hier weit vom Patriarchat entfernt. Was Sexualität betrifft ist die Gesellschaft auch dermaßen aufgeschlossen, dass Thorwaler beiderlei Geschlechts sogar teilweise in Bordellen arbeiten können, wenn sie Lust drauf haben, ohne dass es gesellschaftliche Ächtung mit sich bringt.


    Dass in so einer Gesellschaft die Jugend sich bemüßigt fühlt, eine Sexsklavin zu halten, finde ich sehr befremdlich. Was ist denn mit den Jungmadeln oder Jungfrouwen des Dorfes? Sind die nicht existent? Haben die auch ihre eigenen Höhlen, in die sie fremde männliche Sklaven verschleppen, um sich auszutoben? Ich fand es für thorwalsche Verhältnisse schon eigenartig genug, dass die Mädchen des Dorfes nicht bei der Bluttat dabei waren und niemanden umbringen mussten. Dass aber die Jugendlichen im Dorf ihre ersten sexuellen Erfahrungen nicht miteinander haben, leuchtet mir nicht ein – wobei ja aventurienweit auch die leicht zugängliche Verhütungspflanze Rahjalieb wächst, die nun jedes Kind kennt.


    Nehmen wir Mal an, dass Eigil wegen seiner Hasenscharte keine abbekommt und deshalb diese Schandtat begeht. Warum machen dann alle anderen mit? Gruppenzwang? Haben die wirklich so ein erniedrigendes Frauenbild? Das freie Volk der Thorwaler? Und da genügen mir auch Tjornes Erklärungsversuche, Fianna wäre ja nicht mal ein richtiger Mensch, da sie nur wie ein Vieh Geräusche von sich gibt, nicht.


    Es passt mir auch nicht, dass es sich hier um Kinder handelt. Wären es erwachsene Männer, die sich an dem Mädchen vergreifen, könnte man die locker in die Böse-und-eklig-Ecke schieben. Hier handelt es sich um pubertierende, notgeile Jungs, die ihr Glück nicht fassen können. So bleibt alles Grau in Grau. Dass sie in einer so erbarmungslosen Gesellschaft, in der von ihnen Mord und Totschlag erwartet wird, sich nicht anders hätten entwickeln können, lässt das Ganze noch trostloser erscheinen. Aber ich bin froh, dass es zumindest Teenager sind – wären die Jungs erst zwischen zehn und zwölf, hätte ich mich wohl erbrochen.


    Ich finde auch die Darstellung zu plastisch. Vergewaltigung als Thema widerspricht mir in Romanen nicht per se. So lange es gut eingebaut ist und die resultierende Veränderung im Charakter überzeugend ist, finde ich es ganz legitim. Ich kann mich nicht erinnern, dass Bernhard Hennen in seinen DSA-Romanen zuvor eine Vergewaltigung eingebaut hätte – oder sie war so nebensächlich oder nur angedeutet, dass mir in der Hinsicht nichts im Gedächtnis hängen geblieben ist. Bei Robert Corvus fallen mir auf Anhieb zwei Szenen ein, die sehr rudimentär beschrieben oder nur angedeutet wurden – was mir eher zusagt. Aber hier war es mir etwas zu viel. Lieber erwähnen und den Rest dem Kopfkino des Lesers überlassen.


    Ich hoffe wirklich, dass die Tragweite des Geschehens bei Fiannas weiterer Entwicklung bedacht wurde. Es würde mich echt ärgern, wenn sie aus alldem als stärkere, strahlende Persönlichkeit rauswächst und - ohne irgendwelche psychosexuellen Traumata - in den Sonnenuntergang reitet – mit ihrem Prinzen im Arm. Wäre cool, wenn sie aus Rache dem Bösen verfällt. Oder als rachsüchtiges Geist/ Dämon/ Spuk die Jungs in den Wahnsinn treibt – falls die sie doch in der Höhle umbringen.


    Mischmasch


    - Glossar finde ich sehr hilfreich. Als Aventurienkenner bin ich eher weniger darauf angewiesen, aber die thorwalschen Monatsbezeichnungen waren auch mir neu – und natürlich auch manche Termini der seemännischen Fachsprache. ;)


    - Ich habe die DSA-Romane von Bernhard Hennen seinerzeit verschlungen und auch die von Robert Corvus (respektive Bernard Craw) sagten mir sehr zu. Daher war ich ziemlich erpicht zu erfahren, wie denn so eine Zusammenschreiberei aussieht. Und siehe da, es liest sich super! Man merkt gar nicht, dass es von zwei Schriftstellern geschrieben wurde und ich kann gar nicht sagen, wer für welchen Abschnitt zuständig war. Es ist wie aus einem Guss.


    - Also, ich muss schon sagen, dass das gesetzte Ende des Leseabschnitts fast schon sadistische Züge hat. Gerade da, wo man brennt zu wissen, wie es weitergeht, sollen wir aufhören!? Nicht nett! Überhaupt nicht nett! >:(


    - Mir fällt auch auf, dass es schwierig ist, spoilerfrei zu bleiben, weil man als DSA-Rollenspieler die eine oder andere Sache schon kennt ...


    - Bernard: Bis auf Tylstyr und Fianna habe ich die meisten noch gar nicht so richtig plastisch vor Augen. Ich kann Eigils Marginalität nachempfinden, aber sonst bin ich ihm gegenüber ziemlich gleichgültig. Wen ich aber wirklich eklig finde ist Tjorne. Ein scheinheiliger Strahlemann mit Ted-Bundy-Charme. Das ist einer, der ehrbare Zukunftsträume hat und zugleich mit einer brüderlichen Freundlichkeit Tylstyr zu einer Vergewaltigung fast schon nötigt – und das meint er auch noch gut!



    Puh, das alles aufzuschreiben ist schon ziemlich anstrengend und kostet auch einiges an Zeit, merke ich gerade. In Zukunft werde ich versuchen, mich kürzer zu fassen. :-[

  • Vielen Dank für Deine ausführlichen Eindrücke, asquartipapetel. :winken:



    Von anderen Charakteren, die wohl im weiteren Verlauf der Romanreihe auftauchen werden, möchte ich gar nicht erst anfangen – denn das alles wäre ein Riesenspoiler für die anderen. Einige haben nämlich massive Spuren in Aventurien hinterlassen.


    Das ging mir als Autor auch so. Die Phileasson-Kampagne als Rollenspiel war für mich schon etwas zu spät, da war ich schon wieder raus aus diesem Hobby. Aber dennoch beobachtet eine Sache, die man lange Jahre gern und intensiv betrieben hat, noch von der Seitenlinie aus weiter. Und als ich als Bernard Craw DSA-Romane geschrieben habe, kamen mir im Zuge meiner Recherchen der Name "Phileasson" und die Auswirkungen seines Wettkampfs mit Beorn dem Blender immer wieder unter. Tatsächlich hat diese Kampagne sehr tiefe Spuren in der erfolgreichsten Fantasywelt des deutschen Sprachraums hinterlassen. Das ist auch ein Grund, weswegen es für mich so spannend ist, an der Romanadaption mitzuwirken.



    Asleif, where are you?
    Wenn ich in einen Film gehe, wo Sean Connery die Hauptrolle spielt, will ich ihn schon zu Beginn sehen und nicht erst nach fünfzehn Minuten. Ergo, wo zum Namenlosen sind Asleif und Beorn? Wenn ich die Phileasson-Saga lesen will, will ich dem namengebenden Helden auch so schnell wie möglich begegnen und nicht erst irgendwann nach 45+ Seiten.


    Wie geht das den anderen?
    Vermisst Ihr den Titelhelden - oder ist es für Euch okay, wenn zunächst die Bühne bereitet wird, bevor die Hauptdarsteller diese betreten?



    Und ob dieser Prolog als Rahmenhandlung oder Initialzündung für die ganze Romanreihe gedacht ist oder jeder Band seinen Prolog über neu eingeführte Charaktere haben wird, die im Verlaufe der einzelnen Bände als sekundäre Spannungsbögen dienen werden, die in jedem Band einen Abschluss finden, ist mir noch schleierhaft.


    Gerade läuft zu diesem Thema ein Gewinnspiel, bei dem man seine Wünsche zu den Protagonisten der künftigen Prologe äußern lann. ;)



    Zudem habe ich auch gar kein Zeitgefühl. Findet das ganze unmittelbar vor der Wettfahrt statt? Oder 100 Jahre vorher? Kann ich beim besten Willen nicht sagen.


    Falls Dir diese Frage unter den Nägeln brennt: In den Anhängen findet sich ein Dramatis Personae. Dort ist auch das Alter der Figuren angegeben, und es ist nach Prolog und Hauptteil des Buchs unterteilt. Wenn Du eine Figur findest, die in beiden Sektionen aufgeführt wird, hast Du die Alters- und damit die Zeitdifferenz. ;)



    Wer bei dem Namen nicht gleich an den warmherzigen gentle giant Hagrid aus Harry Potter denkt, melde sich bitte. Ich frage mich, ob die Autoren dem Mann bewusst diesen Namen verpasst haben, um beim Leser einen Moment der Irritation auszulösen.


    Nein, aber es ist uns nicht unrecht. :D
    Die Wahrheit, die wohl leider am Bild der alles akribisch durchdenkenden Autoren kratzen kann, ist, dass wir gerade bei den Abstammungsnamen schlicht in die Namensliste in der Thorwal-Spielhilfe geschaut haben, um etwas vom Klang her Gefälliges auszuwählen. :)



    - Versucht Mal "Stainakr" laut vorzulesen. ;)


    Das wiederum ist volle Absicht. ;D



    - Bei "Tylstyr" musste ich gleichzeitig an Tolstoi und Tilsiter denken.


    Der ist nach einem sympathischen Vereinskameraden aus einem Fantasyclub benannt, in dem ich lange Mitglied war. Sein Fantasiename weicht nur in einem Buchstaben ab.



    - "Fian(n)a" ... Isenborn lässt grüßen ...


    Ah, ein Isenborn-Fan! :freu:



    Tylstyr: ... ich wurde mit ihm nicht warm. Er erinnert mich eher an eine vegetarische Künstlerseele, der in eine raubeinige Metzgerfamilie hineingeboren wurde. Bin echt gespannt, was er jetzt in der Höhle machen wird.


    Jetzt wird es interessant, bekam Tylstyr doch in den anderen Beiträgen in diesem Leseabschnitt ein recht wohlwollendes Zeugnis ausgestellt. Ich bin gespannt, wie er am Ende in Eurer Gunst stehen wird ...



    Als GoT geschädigter (wahrscheinlich auch wegen dem vor den Augen getöteten Vater und dem Fechtunterricht) erinnert sie mich stark an Arya.


    Da kommt noch eine kleine Hommage ... ;)



    ... musste ich an eine Szene aus dem tollen Film "Schiffsmeldungen" von Lasse Hallström denken, als ich den "Angriff" der Thorwaler aus Stainakr las.


    Ein ruhiger, aber sehr schöner Film.



    Wenn man die sehr ausgeprägte Geschlechtergleichheit in Thorwal berücksichtigt, passt mir das überhaupt nicht.


    Ich glaube, hier hat sich die Wahrnehmung in Teilen der Spielerschaft etwas von der offiziellen Setzung entfernt. In Thorwal gibt es Gleichberechtigung und jeder kann jeden Beruf ausüben - aber das Wort "Gleichberechtigung" taucht auf den gut 100 Seiten der Spielhilfe, die sich mit Thorwal beschäftigt, nur einmal auf, ist also nicht das eine, große, alles definierende Element dieser Kultur. Es wird sogar spezifiziert, dass es trotz Gleichberechtigung unterschiedliche Geschlechterverteilungen in den Berufsgruppen gibt - zum Beispiel weniger männliche als weibliche Geburtshelfer.



    Wessen Nachnamen das Kind tragen soll wird durch einen Ringkampf entschieden, den die Eltern ausführen


    Das ist eine regionale Besonderheit, in den meisten Gegenden Thorwals bekommt ein Mädchen den Namen der Mutter und ein Junge den Namen des Vaters (Seite 23 in dem Quellenbuch "Unter dem Westwind").



    Dass in so einer Gesellschaft die Jugend sich bemüßigt fühlt, eine Sexsklavin zu halten, finde ich sehr befremdlich. Was ist denn mit den Jungmadeln oder Jungfrouwen des Dorfes?


    Das war tatsächlich eine Diskussion, die wir geführt haben: Sollte es in der "Bande" der Gleichaltrigen auch Mädchen geben, die sich dann (vermutlich mit mechanischen Hilfsmitteln) am Verbrechen beteiligen? In unserer Realität gibt es ja durchaus solche Fälle, zum Beispiel dieses Ehepaar in Belgien, das um 2004 herum in den Schlagzeilen war. Es erschien uns dann aber zu heftig.
    Die von Dir erwähnte, zur Verhütung taugliche Pflanze "Rahjalieb" ist übrigens in Thorwal ein Importprodukt, so weit im Norden wächst sie nicht oder nur gerade so eben. (Laut Zoo-Botanica Aventurica: "südlich von Festum". Ich hoffe, die Nicht-Rollenspieler in der Leserunde sind jetzt nicht geschockt darüber, was in dieser Fantasywelt alles festgelegt ist. :) )



    Es passt mir auch nicht, dass es sich hier um Kinder handelt. ... Aber ich bin froh, dass es zumindest Teenager sind – wären die Jungs erst zwischen zehn und zwölf, hätte ich mich wohl erbrochen.


    Da haben wir als Autoren aber Glück - in der ursprünglichen Planung waren die Protagonisten des Prologs tatsächlich zwei Jahre jünger ... ;)



    - Glossar finde ich sehr hilfreich. Als Aventurienkenner bin ich eher weniger darauf angewiesen, aber die thorwalschen Monatsbezeichnungen waren auch mir neu – und natürlich auch manche Termini der seemännischen Fachsprache. ;)


    Eine der Grundsatzüberlegungen drehte sich um die Frage, wie viele Fachtermini ein Unterhaltungsroman verträgt. Wir haben da ein wenig entschärft. Zum Beispiel hatten wir erst das thorwalsche Wort "Rekker" drin, dessen Bedeutung irgendwo zwischen "Krieger" und "Mitglied einer Schiffsbesatzung" liegt und beide Geschlechter umfasst. Wir haben uns dann entschieden, auf "Recke" bzw. "Reckin" zu ändern, damit es sich weniger sperrig liest.



    - Also, ich muss schon sagen, dass das gesetzte Ende des Leseabschnitts fast schon sadistische Züge hat. Gerade da, wo man brennt zu wissen, wie es weitergeht, sollen wir aufhören!? Nicht nett! Überhaupt nicht nett! >:(


    Ich hoffe, der nächste Leseabschnitt entschädigt für diese infame Vorgehen. ;D
    In meinen vergangenen Leserunden haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer es gern gehabt, wenn man schnell mit dem ersten Abschnitt durch war, um dann flott in die Diskussion einsteigen zu können. Deswegen haben wir hier eine Länge von 40 Seiten als passend empfunden.



    Bis auf Tylstyr und Fianna habe ich die meisten noch gar nicht so richtig plastisch vor Augen.


    Das ist aber schade. :(



    Wen ich aber wirklich eklig finde ist Tjorne. Ein scheinheiliger Strahlemann mit Ted-Bundy-Charme. Das ist einer, der ehrbare Zukunftsträume hat und zugleich mit einer brüderlichen Freundlichkeit Tylstyr zu einer Vergewaltigung fast schon nötigt – und das meint er auch noch gut!


    Ah, nach Fianna und Tylstyr taucht ein weiterer Name in der Wahrnehmung auf. Was halten die anderen von Tjorne?

  • Hallo alle zusammen in der Runde und bei unserem ersten Abschnitt.


    Das war ja mal eine heftige und rasante Einführung in diese Leserunde bzw. in dieser Saga. Ich hätte ohne diese Leserunde auch nicht aufhören können und muss mich schwer beherrschen, nicht los zu preschen.


    Die beiden Hauptfiguren Fianna und Tylstyr kommen bei mir durchaus sympathisch rüber, derzeit leide und fühle ich allerdings stärker mit Fianna. Ihr Schicksal nimmt mich sehr mit, zumal wir in der heutigen Zeit immer öfter real von solchen Dingen zu lesen bekommen. Schon bei der Einführung entwickelten sich auch bei ihrem Vater Sympathien (der hat ja leider nicht lange durchgehalten), so dass mir ihre Entführung, die Vergewaltigungen und schlichtweg das Halten wie Vieh sehr Nahe geht. So etwas auf den ersten 45 Seiten zu lesen, habe ich bisher nur bei Thrillern erlebt und ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll. Überhaupt scheint es kaum andere Frauen dort zu geben, zumindest tauchen sie bis jetzt nicht auf, sehr frauenfreundlich wirken mir die Stainakr auch nicht gerade. Ich hoffe jetzt, dass Tylstyr, der für mich einzig Menschliche zwischen diesen Barbaren, es schafft, Fianna zu befreien und gemeinsam mit ihr zu fliehen.


    Das die Bewohner der Stainakr auch nur überleben wollen, kann ich durchaus nachvollziehen. Das sie hierfür zu einer List greifen, ebenfalls. Das für mich total unnötige Abschlachten der Schiffbrüchigen finde ich allerdings sehr brutal und grausam. Aber auch dafür könnte ich noch bedingt Verständnis aufbringen. Allerdings die jungen Männer dazu anzuspornen, mit Lust und Freude andere Menschen zu töten und sie auch daran zu messen, ist für mich nicht akzeptabel. Tylstyr, der totale Außenseiter, ist da für mich regelrecht eine Wohltat. Wenigstens einer, der ein wenig Menschlichkeit und Anstand zeigt und so ein wenig das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse wiederherstellt.


    Wenn das so weitergeht, brauche ich eine Portion Baldrian. Spannend ist es allemal, ich habe nur ein wenig die Befürchtung, dass wir die beiden Figuren Fianna und Tylstyr, mit denen ich mich gerade so schön anfreunde, nur im Prolog vorkommen und die eigentliche Geschichte der beiden Schiffskapitäne Phileasson (wie spricht man den eigentlich aus?) und Beorn erst danach beginnt. Aber es wird seinen Grund haben und auf jeden Fall auch einen Zusammenhang geben.


    Darf ich wirklich nur einen Abschnitt pro Tag lesen? Fies finde ich das, aber ich werde mich gedulden. Bald ist ja 00.01 Uhr :popcorn:


    LG Murkxsi

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

    Einmal editiert, zuletzt von Murkxsi ()


  • Das war ja mal eine heftige und rasante Einführung in diese Leserunde bzw. in dieser Saga. Ich hätte ohne diese Leserunde auch nicht aufhören können und muss mich schwer beherrschen, nicht los zu preschen.


    :freu:



    Die beiden Hauptfiguren Fianna und Tylstyr kommen bei mir durchaus sympathisch rüber, ...


    Liebes Tagebuch,
    noch hat Tjorne, der Hetmanssohn der Herzen, leider keine Freunde gefunden. Ich verstehe das auch nicht. Dabei ist er so ein lebenslustiger Kumpeltyp, voller Träume für die Zukunft! Keiner versteht, wie sehr der Erwartungsdruck des gestrengen Vaters auf ihm lastet.




    So etwas auf den ersten 45 Seiten zu lesen, habe ich bisher nur bei Thrillern erlebt und ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll.


    Hm, findest Du es in Thrillern auch bedenklich, oder ist ein solcher Einstieg eventuell für eine Fantasygeschichte unpassend?



    Das die Bewohner der Stainakr auch nur überleben wollen, kann ich durchaus nachvollziehen. Das sie hierfür zu einer List greifen, ebenfalls. Das für mich total unnötige Abschlachten der Schiffbrüchigen finde ich allerdings sehr brutal und grausam.


    Welche Motive vermutest Du hinter dieser Vorgehensweise?



    Tylstyr, der totale Außenseiter, ist da für mich regelrecht eine Wohltat.


    Hier ist vielleicht interessant, zu bedenken, dass er nicht mehr in Stainakr lebt. Er ist nur auf "Heimaturlaub", sein Lebensmittelpunkt liegt inzwischen in der Stadt Thorwal. Und, ja, versprochen: Da kommen wir auch noch hin. ;)



    ich habe nur ein wenig die Befürchtung, dass wir die beiden Figuren Fianna und Tylstyr, mit denen ich mich gerade so schön anfreunde, nur im Prolog vorkommen


    Je nachdem, ob Du Dich milde spoilern lassen möchtest oder nicht, kannst Du im Dramatis Personae im Anhang nachschauen: Dort gibt es je eine Sektion für Prolog und Hauptteil, sodass Du sehen kannst, wer im Hauptteil mit dabei ist.


    Phileasson (wie spricht man den eigentlich aus?)


    Betonung auf dem "a". ;)

  • Also über mangelnde rege Diskussion können sich unsere Admins hier wohl nicht beklagen :D




    Wie geht das den anderen?
    Vermisst Ihr den Titelhelden - oder ist es für Euch okay, wenn zunächst die Bühne bereitet wird, bevor die Hauptdarsteller diese betreten?


    Ich finde das überhaupt nicht schlimm, wenn es im Laufe des Buches dazu einen Bezug gibt. Weniger gut finde ich, wenn man auf den Bezug Bände lang warten muss. Da ich die Rollenspiele nicht kenne, kann ich auch an diesen Prolog ganz unbedarft herangehen und bis jetzt vermisse ich die anderen noch kommenden Figuren dadurch nicht.



    Da haben wir als Autoren aber Glück - in der ursprünglichen Planung waren die Protagonisten des Prologs tatsächlich zwei Jahre jünger ... ;)


    Da hatte ich ebenfalls meine Schwierigkeiten. Und Erbrechen könnte man sich auch, wenn es sich dabei um Erwachsene handelt. Wie gesagt, gibt es leider in der realen Welt derzeit viel zu oft.



    Ich hoffe, der nächste Leseabschnitt entschädigt für diese infame Vorgehen. ;D
    In meinen vergangenen Leserunden haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer es gern gehabt, wenn man schnell mit dem ersten Abschnitt durch war, um dann flott in die Diskussion einsteigen zu können. Deswegen haben wir hier eine Länge von 40 Seiten als passend empfunden.


    Sadistische Züge finde ich gut, aber das bin ich bereits von Bernhard Hennen gewohnt (also in seinen Romanen). Ich befürchte bei dieser Autorenkombination ganz böse Cliffhanger.



    Ah, nach Fianna und Tylstyr taucht ein weiterer Name in der Wahrnehmung auf. Was halten die anderen von Tjorne?


    Tjorne ist mir auch sehr unsympatisch und für mich eine falsche Schlange. Ich glaube, er würde seinen Freund sofort verraten, wenn er daraus einen Vorteil ziehen kann. Warum ist er plötzlich so freundlich? Weil er weiß, dass er auch nach Thorwal muss und einen Verbündeten sucht.
    Eigil ist eigentlich eine arme Sau, stellt sich aber letztendlich durch sein Verhalten auf die gleiche Stufe wie die anderen und hat bei mir somit null Mitleid verdient, auch wenn sein Verhalten vielleicht nachvollziehbar wäre.
    Mich hat mein Lesen interessiert, welche Rolle Warulf noch spielen wird oder ob er nur eine Randfigur ist.





    Hm, findest Du es in Thrillern auch bedenklich, oder ist ein solcher Einstieg eventuell für eine Fantasygeschichte unpassend?


    Wenn es zu brutal und genau beschrieben wird, dann finde ich das auch bei Thrillern heftig. Gerade wenn es um Kindesmissbrauch geht. Und das ist es! Das Mädchen ist erst 14 Jahre alt.




    Welche Motive vermutest Du hinter dieser Vorgehensweise?


    Dazu fehlt mir schlichtweg die Fantasy. Vielleicht ist denen langweilig, sie haben zu wenig Sonne abbekommen, was weiß ich.



    Das ist echt ein Thema, worüber man einen extra Thread aufmachen könnte. Ich bin gespannt, was die anderen zu diesem Abschnitt sagen. Ich würde sagen, in den ersten 45 Seiten ist echt Dynamit versteckt
    :angst: :explodier:

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich konnte nicht widerstehen und ich musste das Personenverzeichnis lesen und vergleichen. Und ich habe da eine starke Vermutung ;D ;D ;D

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Uiiiiii es geht ja schon ganz schön zu der Sache in der Diskussionsrunde. Holla! Also nach allem was ich hier gelesen habe möchte ich dann auch nochmal Stellung beziehen. Ich finde dass das Alter der Jugendlichen und ihr sexuelles Verhalten bzw. Ihre Machtausübung sehr wohl zusammen passen. Was haben wir nicht alles schon über sexuelle Gewalt unter Jugendlichen gehört oder gelesen in den Medien. In einer rauen Welt wie in der von Steinakr wird das Frauenbild dementsprechend sein. Und dass so etwas unter Gruppenzwang quasi als eine Mutprobe umgesetzt wird ist durchaus mehr als realistisch! Ob Fianna " Glück" gehabt hat? Nun ja. Sie lebt noch und diese Erfahrung wird sie prägen und hart machen gleichzeitig aber wohl auch empfindsam und traumatisiert was wohl Auswirkungen auf die Fähigkeit haben wird sich einem Mann je anzuvertrauen! Solch ein Erlebnis gräbt sich tief in der Seele ein. Doch eines Tages wird sie das überwinden, da bin ich mir sicher. Ich fand die Szenen gut geschrieben. Gerade weil sie auch mal ins Detail gehen.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Ich vermute, diesem Wunsch wird sich jeder anschließen. Denkt Ihr, seine Fähigkeiten reichen dazu aus? Oder glaubt Ihr, es kommt anders?


    Er wird ihr wohl die Fesseln abnehmen aber ihr aus seiner verängstigt passiven Sichtweise heraus nicht zur Flucht verhelfen, weil er Angst vor den anderen Jungs hat. Und dann sollte sie ihm unerwartet das Genick brechen. Das wäre ein cooler Twist! ;D



    Da frage ich gern in die Runde: Bis wohin habt Ihr Verständnis für das Handeln der Bürger von Stainakr? Bis zum falschen Signalfeuer? Bis zum Beseitigen aller Zeugen? Bis zur Gefangennahme Fiannas? Wäre es für Euch sympathischer gewesen, wenn Eigil Fianna ebenfalls erschlagen hätte? Denkt Ihr, Fianna hat unter diesem Aspekt sogar trotz allem noch "Glück gehabt" (das setze ich jetzt bewusst in Anführungszeichen)?


    Es darf ja nicht rauskommen, was sie getan haben. Deshalb darf keiner überleben. Das Schiff sollte, wenn ich mich nicht täusche, Thorwal (oder doch eine andere Stadt?) erreichen. Da es das nicht konnte, müssen wohl jetzt die Leute dort hungern.



    Falls Dir diese Frage unter den Nägeln brennt: In den Anhängen findet sich ein Dramatis Personae. Dort ist auch das Alter der Figuren angegeben, und es ist nach Prolog und Hauptteil des Buchs unterteilt. Wenn Du eine Figur findest, die in beiden Sektionen aufgeführt wird, hast Du die Alters- und damit die Zeitdifferenz. ;)


    Ich lese Personenverzeichnisse gerne erst zum Schluss - dann Spoiler ich mich nicht aus Versehen. Aber gut zu wissen, dass es zwei separate Personenverzeichnisse gibt.



    Ah, ein Isenborn-Fan! :freu:


    Eher Halb-Fan. :)



    Das ist eine regionale Besonderheit, in den meisten Gegenden Thorwals bekommt ein Mädchen den Namen der Mutter und ein Junge den Namen des Vaters (Seite 23 in dem Quellenbuch "Unter dem Westwind").


    Meine Thorwal-Kenntnisse sind eher durch die alte Thorwal-Box geprägt. Ich erinnere mich noch daran, dass es da sogar stand, dass es keine Seltenheit ist, dass Männer mit dem Nachwuchs im Arm am Hafen ihre Frauen verabschieden, die mit den anderen auf Kaperfahrten zogen. Wir haben dann andere Thorwalbilder im Kopf. Daher missfällt mir auch der Umgang mit Frauen in Stainakr.



    Das war tatsächlich eine Diskussion, die wir geführt haben: Sollte es in der "Bande" der Gleichaltrigen auch Mädchen geben, die sich dann (vermutlich mit mechanischen Hilfsmitteln) am Verbrechen beteiligen? In unserer Realität gibt es ja durchaus solche Fälle, zum Beispiel dieses Ehepaar in Belgien, das um 2004 herum in den Schlagzeilen war. Es erschien uns dann aber zu heftig.


    Zu heftig? Warum genau habt ihr euch denn dagegen entschieden? Weil man die Tat bei Jungs auf den Sexualtrieb reduzieren kann und bei den Mädchen nicht?



    Die von Dir erwähnte, zur Verhütung taugliche Pflanze "Rahjalieb" ist übrigens in Thorwal ein Importprodukt, so weit im Norden wächst sie nicht oder nur gerade so eben. (Laut Zoo-Botanica Aventurica: "südlich von Festum". Ich hoffe, die Nicht-Rollenspieler in der Leserunde sind jetzt nicht geschockt darüber, was in dieser Fantasywelt alles festgelegt ist. :) )


    Touché! ;)



    Tylstyr mag ich, generell solche Aussenseiter in ihrer Gesellschaft. Außerdem ist er ein angehender Zauberer in einer kriegerischen, abergläubischen Welt. Das macht ihn schon sympathisch.
    Auf seinen Lehrer und Mentor bin ich sehr gespannt. Hoffentlich ist ihm nichts passiert.


    Das habe ich mich auch gefragt. Wäre cool, wenn er mit auf dem Schiff aus Havena war. Einer der anderen Dorfleute hat ihn dann umgebracht und Tylstyr bekam es nicht mit, weil seine Leiche bis zur Unkenntlichkeit malträtiert wurde ...



    Wäre es für Euch sympathischer gewesen, wenn Eigil Fianna ebenfalls erschlagen hätte? Denkt Ihr, Fianna hat unter diesem Aspekt sogar trotz allem noch "Glück gehabt" (das setze ich jetzt bewusst in Anführungszeichen)?


    Nein, hatte sie nicht. Eigil ist glaube ich das Konzept von Mitgefühl fremd, sonst hätte er Fiannas Vater schneller erlöst, statt ihn ertrinken zu lassen. Ich wünschte, Fianna wäre das alles erspart geblieben.



    Ich finde dass das Alter der Jugendlichen und ihr sexuelles Verhalten bzw. Ihre Machtausübung sehr wohl zusammen passen. Was haben wir nicht alles schon über sexuelle Gewalt unter Jugendlichen gehört oder gelesen in den Medien. In einer rauen Welt wie in der von Steinakr wird das Frauenbild dementsprechend sein. Und dass so etwas unter Gruppenzwang quasi als eine Mutprobe umgesetzt wird ist durchaus mehr als realistisch!


    Ich habe ein seit Jahren geprägtes Bild zu Thorwal, deshalb sehe ich es anders. Wenn ich es nicht hätte und wäre Stainakr in einer ganz anderen, generischen Fantasy-Welt, wäre ich mit dir gänzlich konform. Und zu dem anderen Punkt: Wenn ich Fantasy lese, suche ich auch den Eskapismus. Da will ich den Kopf entspannen und mich nicht mit schwerwiegenden sozialen Problemen wie sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen belasten.


  • Ich finde dass das Alter der Jugendlichen und ihr sexuelles Verhalten bzw. Ihre Machtausübung sehr wohl zusammen passen. Was haben wir nicht alles schon über sexuelle Gewalt unter Jugendlichen gehört oder gelesen in den Medien.


    Das ist leider richtig. Auch soziale Normen müssen erst erlernt werden, und das typische "Grenzen Austesten" unter Jugendlichen nimmt manchmal brutale Formen an. Ich komme aus einer eigentlich recht behüteten Umgebung, aber einige meiner Mitschüler haben einen Klassenkameraden mit Kopiererflüssigkeit übergossen und angezündet. Zum Glück ist ihm nichts passiert, nur seine Jacke ist abgefackelt, er konnte sie schnell genug ausziehen.



    Ich fand die Szenen gut geschrieben. Gerade weil sie auch mal ins Detail gehen.


    Das freut mich, auch wenn ich verstehe, dass diese Schilderung anderen Lesern unangenehm ist. Es ist eine Gratwanderung: Einerseits möchte man keinem Leser den Tag verderben, andererseits ist es sehr wichtig, dass sie das Geschehen mitempfinden können.



    Es darf ja nicht rauskommen, was sie getan haben. Deshalb darf keiner überleben. Das Schiff sollte, wenn ich mich nicht täusche, Thorwal (oder doch eine andere Stadt?) erreichen. Da es das nicht konnte, müssen wohl jetzt die Leute dort hungern.


    Ja, das Ziel der Goldener Anker war die Stadt Thorwal. Ob diese so dringend auf Lebensmittel angewiesen ist wie Stainakr? Was glaubt Ihr?
    Und stimmt Ihr asquartipapetel zu - Vertuschung als Tatmotiv für den Mord an der Schiffsbesatzung?



    Meine Thorwal-Kenntnisse sind eher durch die alte Thorwal-Box geprägt. Ich erinnere mich noch daran, dass es da sogar stand, dass es keine Seltenheit ist, dass Männer mit dem Nachwuchs im Arm am Hafen ihre Frauen verabschieden, die mit den anderen auf Kaperfahrten zogen.


    Diese Aussage hat die Redakteurin, mit der wir im Kontakt sind, als ein Beispiel für Dinge zitiert, die man in den neueren Setzungen nicht mehr verwendet. Offenbar hat diese Ausformung des Gleichberechtigungs-Konzepts in der Spielerschaft nicht so viel Anklang gefunden, in den neueren Hintergrundbänden findet sie sich daher nicht mehr.
    Aber natürlich bleibt es jeder Spielgruppe unbenommen, Thorwal so darzustellen, dass sie den meisten Spaß aus ihren Spielabenden zieht - und das sollte sie auch tun. ;) Wir orientieren uns allerdings stark an den aktuellen Setzungen.



    Zu heftig? Warum genau habt ihr euch denn dagegen entschieden? Weil man die Tat bei Jungs auf den Sexualtrieb reduzieren kann und bei den Mädchen nicht?


    Weil das Einführen mechanischer Gerätschaften in den Geschlechtstrakt uns noch als Steigerung zu einem erzwungenen Geschlechtsverkehr erschien. Ich bezweifle auch, dass eine wiederholte Vergewaltigung über einen solchen Zeitraum allein mit dem Sexualtrieb erklärt werden kann. Er spielt sicher eine Rolle, aber das Spüren der eigenen Macht, der Gewalt über eine Wehrlose ist sicherlich ein ebenso wichtiger Antrieb.
    Es ist natürlich immer schwierig, vom eigenen Empfinden auf einen imaginären "Durchschnittsleser" zu schließen, aber für uns war es so, wie es geworden ist, passend für die Ziele, die wir mit dem Prolog erreichen wollten, und eine weitere Steigerung hätte in dieser Hinsicht nichts gebracht, aber das Unwohlsein bei einigen Lesern vermutlich unnötig gesteigert.

  • Das geht ja schon gleich richtig los. Der erste Leseabschnitt ist schon heftig und ich musste mich mächtig zusammenreißen, nicht gleich weiter zu lesen.


    Mit den Figuren kann ich mich noch nicht so wirklich identifizieren und ich weiß auch noch nicht so wirklich, wer mir sympathisch ist und wer nicht. Aber das ist bei der Kürze des Abschnittes nicht wirklich verwunderlich. Auf alle Fälle leide ich schon mit Fianna mit. Sie tut mir unendlich leid, was muss sie dort in der Höhle ausstehen und ich bin schon gespannt, was Tylstyr jetzt macht. Im Innern hoffe ich ja, dass er ihr hilft und sie aus ihrem Martyrium befreit.


    Es fällt mir schwer, die Dorfbewohner für ihre Tat zu hassen - gut heißen kann ich sie allerdings auch nicht. Darf man um selber zu überleben zum Mörder werden? Und dann noch so hinterhältig? Eigentlich wohl eher nicht. Was ich allerdings gar nicht gut fand, dass sie ihre Kinder zum Morden erziehen - sämtliche Schiffsbesatzung musste sterben und dann wurde gezählt wer wie viele umgebracht hat. Bis jetzt kommen mir die Menschen von Stainakr durch recht brutal vor. Gibt es dort eigentlich keine Frauen - oder haben die einfach nichts zu melden?
    Da gefällt mir bis jetzt Tylstyr am besten, dass er sich traut, seinen Gefühlen nach zu gehen und sich nicht zwingt, Dinge zu tun, die er nicht möchte - so wie wehrlose Menschen abzuschlachten.


    Irgendwie habe ich wohl Glück, dass ich jetzt über Pfingsten jeden Tag lange arbeiten muss, sonst könnte ich mich wohl nicht beherrschen und hätte das Buch ganz schnell durch. Dadurch, dass es auch relativ kurze Leseabschnitte sind, wäre eine Tag für einen Abschnitt doch viel zu lang. Na ja, dann werde ich mich jetzt wohl noch an den zweiten Abschnitt machen, bevor es zur Arbeit geht.


    Ich hoffe nur, dass Fianna durch dieses Erlebnis nicht völlig abstumpft und es irgendwann überwindet und dass wir noch viel von ihr und Tylstyr lesen.


  • Das geht ja schon gleich richtig los. Der erste Leseabschnitt ist schon heftig und ich musste mich mächtig zusammenreißen, nicht gleich weiter zu lesen.
    ...
    Irgendwie habe ich wohl Glück, dass ich jetzt über Pfingsten jeden Tag lange arbeiten muss, sonst könnte ich mich wohl nicht beherrschen und hätte das Buch ganz schnell durch.


    :freu:



    Mit den Figuren kann ich mich noch nicht so wirklich identifizieren und ich weiß auch noch nicht so wirklich, wer mir sympathisch ist und wer nicht.


    Ich finde interessant, dass Dich die Geschichte packt, aber die Figuren nicht. Oft ist es ja so, dass einem eine Figur direkt am Herzen liegt und man deswegen gespannt ist, wie es mit ihr weitergeht. Was ist es, dass Dich "bei der Stange hält"? Das allgemeine Szenario in Stainakr, das Verbrechen ...?


    Was ich allerdings gar nicht gut fand, dass sie ihre Kinder zum Morden erziehen


    Es gibt durchaus die "Lehrmeinung", dass man seine Mörder so früh wie möglich heranbilden soll. Das setzen zum Beispiel einige gewissenlose Kriegsherren in Afrika um, wenn sie Kindersoldaten rekrutieren. >:( Ein junger Geist ist im Allgemeinen leichter formbar als ein gereifter, auch das "ethische Koordinatensystem" ist noch nicht so fest.



    Ich hoffe nur, dass Fianna durch dieses Erlebnis nicht völlig abstumpft und es irgendwann überwindet und dass wir noch viel von ihr und Tylstyr lesen.


    Liebes Tagebuch,
    offenbar scheint die gesamte Leserunde fest davon auszugehen, dass Fianna überlebt. Ich frage mich, womit wir diese Hoffnung geweckt haben ...

  • Ja ich gehe fest davon aus, dass Fianna noch viele Abenteuer überstehen wird! Warum? Ihr Überlebenswille scheint ungebrochen! Sie wird als mental sehr starke junge Frau beschrieben. Ich konnte mich sofort mit ihr identifizieren. Ihr Charakter wird sehr gut vermittelt. Mir geht es so, dass ich ihre Stärke förmlich greifen kann. Für mich eine ganz große Figur mit viel Potenzial. Wenn es nun doch so kommen sollte, dass sie sterben muss, dann hoffe ich , dass sie wenigstens kämpft bis zum bitteren Ende! Denn eins ist deutlich geworden: Fianna ist keine, die aufgibt und in Selbstmitleid versinkt 😁

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • So, der erste Abschnitt hat mir sehr gut gefallen. Hier wird ja auch schon fleißig diskutiert. :D
    Fianna ist mir von der ersten Seite an total sympathisch. Ich stehe auf starke Frauenfiguren und habe mich sehr gefreut, dass auf dem Schiff kein bärtiger alter Kapitän, sondern eine starke junge Frau sitzt. Tylstyr wird sie wohl hoffentlich befreien. Aber sie selbst wird dazu wohl mitkämpfen.
    Tylstyr stellt sich mir noch nicht ganz so plastisch dar wie Fianna, hat aber mein vollstes Mitgefühl. Ich denke, er hatte es nie leicht als Sonderling. Und äußerst sympatisch fand ich ihn in der Szene, in der er sein Buch kaum draußen lesen wollte, weil ein Vogel hätte hineinscheißen können. :D Er wächst in einer harten Gesellschaft auf und hat sich zum Glück - anders als Tjorne - von dem Verhalten der Steinakr abgrenzen können.
    Leider kenne ich mich im DSA-Universum überhaupt nicht aus. Es hat mich aber nicht gestört und ich hatte keinerlei Probleme, in die Welt hineinzufinden. Allerdings sehe ich mich auch außerstande, hier mit euch anderen Lesern über Aventurische Welten zu diskutieren. Das nordische Setting gefällt mir absolut gut.
    Sehr gefreut hat mich die Tatsache, dass neben der Karte auch noch ein Register im Buch ist, in dem man immer mal wieder nachschlagen kann.
    Zudem freut mich, dass diese Leserunde hier in recht kleine Abschnitte eingeteilt wurde. Bei so großen Abschnitten habe ich am Ende immer schon wieder vergessen, was ich am Anfang sagen wollte. ;)