2) Kapitel 7 (Seite 89) bis einschl. Kapitel 12 (Seite 174)

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  • So, ich hab schon mal weitergelesen.


    In Sachen Majida ist Cornelia noch nicht weiter, das hatte ich aber auch in dem Abschnitt noch gar nicht erwartet.


    Das Tagebuch von Majida finde ich immer bedrückender aber ich weiß, dass Du das gut recherchiert hast und das es tatsächlich so gewesen sein kann oder gar gewesen sein wird. Nicht bei Majida, aber bei vielen realen Personen, die diesen Weg gegangen sind.


    Es ist für mich unvorstellbar, dass man zu Hause nichts mehr hat was man "Zuhause" nennen kann und sich dann mit seinem Hab und Gut auf den Weg macht. Auf den Weg in ein Land, das man nicht kennt, von dem man nichts weiß, dessen Kultur und Sprache man nicht kennt und dort versucht ein neues Leben anzufangen. 3.000 km zu Fuß oder mit den Schleppern. Lieber auf der Flucht sterben, als von Assads Schergen umgebracht zu werden oder gar für sie kämpfen zu müssen.


    In diesem Abschnitt hat es Faris erwischt. Gott sei Dank hat die Person hinter dem Vorhang die Polizei gerufen. Sonst wäre er wohl nicht mehr aufgestanden. Das Tagebuch hat ihn vor schlimmeren Verletzungen bewahrt.
    Das Motiv ist auch hier noch unklar. War es "nur" ein fremdenfeindlicher Angriff oder war es Zufall? In Anbetracht der Tatsache, dass Faris wenige Häuser weiter wohnt, glaube ich an einen gezielten Überfall. Sie haben ihn abgepasst. War das Dobermann-Herrchen dabei?


    Cornelia könnte mit ihrer Vermutung Recht haben, dass Falko Tell in Majida verliebt war. Vielleicht hat er ihr etwas vom Parfum der Mutter abgezapft und es ihr geschenkt? Was ich von seinem Bruder halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Er scheint ja eindeutig rechts zu stehen, ist aber vielleicht noch nicht ganz so extrem.


    Die Jugendlichen auf dem Spielplatz waren Majida nicht feindlich gesonnen. Ich könnte mir vorstellen, dass jeder für sich versucht hat Kontakt zu ihr aufzubauen (und es vor den Freunden aus Scham verheimlicht hat) aber Majida die Distanz gewahrt hat.


    Cornelia kann sich der Ausstrahlung von Faris nicht entziehen, wetten?? ;D


    Kämmerer und Rosner sind mir unsympathisch.
    Dass sie gleich, nur weil Faris sich wehren kann, an einen IS-Kämpfer denken ..... Aber wahrscheinlich ist ihnen es auch irgendwie nicht zu verdenken, dass sie das glauben.


    Wenn Faris bei der FSA war, dann steht er jetzt auf der Abschussliste des IS. Nach Syrien kann er nun nicht mehr zurück. Zumindest nicht um im Kriegsgebiet zu helfen. Dort wird er sofort umgebracht, wenn sie ihn finden.


    Ich bin gespannt, ob an seiner Kleidung DNA-Spuren zu finden sind.


    So, hab ich noch was vergessen?


    Dieser Abschnitt war nicht ganz so belastend wie der 1. Abschnitt. Trotzdem geht es mir sehr nahe, eben weil es gerade in meinem Leben ein aktuelles Thema ist sich mit diesen Menschen zu befassen. Ihnen zu helfen, sie zu unterstützen und sie zu trösten, wenn sie nicht schlafen können weil sie "Bilder im Kopf" haben, die sie nicht mehr los werden. Aber auch gemeinsam etwas zu unternehmen, syrisch-deutsch zu essen und ihnen "Phase 10" oder "Skip-Bo" beizubringen. ;D

  • Viel weiter gekommen ist Cornelia nicht. Es fallen ja einige Anspielungen auf die Vergangenheit (Vincent, Sabine). Ich nehme an, das sind Ereignisse aus den beiden Büchern davor. Sie liegen bereits auf meinem SUB.


    Die Männer, die immer vor dem Flüchtlingsheim Wache schieben, sind mir nicht ganz geheuer. Sie reagieren bestimmt empfindlich, wenn sich irgendjemand daneben benimmt. "Diese Männer wollen keine Selbstjustiz üben, noch nicht." (S. 30 eBook)


    Schlimm finde ich, dass die Herren Kämmerer und Rosner Faris Verdächtigen, beim IS gekämpft zu haben. Man kann doch nicht jeden Syrer, der Kampfsport beherrscht, unter Generalverdacht stellen!?!?


    Falko traue ich zu, dass er in Majida verliebt ist und ihr ein bisschen von Mamas Parfum geschenkt hat. Sein Bruder scheint mir nur nach außen hin ein Nazi zu sein, vielleicht will er vor seinen Freunden gut dastehen. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich noch umstimmen lassen könnte, was bei vielen anderen nicht der Fall ist. Beängstigend.


    Das Tagebuch von Majida finde ich sehr bedrückend. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass es sich so zugetragen hat. Es hat mehr als ein Jahr gedauert, bis die Flucht zu Ende war. Unvorstellbar. Ob diese armen Menschen jemals wieder ein "normales" Leben führen können? Schwer vorstellbar.


    Und dann diese ablehnende Haltund vieler Deutscher. Faris und seine Flüchtlingsinitiative setzen sich dafür ein, den Bürgern die Angst zu nehmen. "Die meiste Angst haben die Leute vor dem Fremden; sobald das Fremde vertraut wird, verschwindet meist auch der Hass." Ich befürchte nur leider, dass es mehr als genug Menschen gibt, bei denen der Hass nicht verschwindet.


  • In diesem Abschnitt hat es Faris erwischt. Gott sei Dank hat die Person hinter dem Vorhang die Polizei gerufen. Sonst wäre er wohl nicht mehr aufgestanden. Das Tagebuch hat ihn vor schlimmeren Verletzungen bewahrt.
    Das Motiv ist auch hier noch unklar. War es "nur" ein fremdenfeindlicher Angriff oder war es Zufall? In Anbetracht der Tatsache, dass Faris wenige Häuser weiter wohnt, glaube ich an einen gezielten Überfall. Sie haben ihn abgepasst. War das Dobermann-Herrchen dabei?


    Ich glaube, dass Faris kein Zufallsopfer ist. Er engagiert sich für Flüchtlinge, ist selber Ausländer und hilft auch noch der Polizei dabei, einen Mord an einem Flüchtling aufzuklären. Das ist genug Material.


    Sehr gut hat mir gefallen, dass Majidas Tagebuch ihn vor Schlimmerem bewahrt hat.

  • Die Ermittlungen kommen nicht richtig voran, obwohl das Ermittlungsteam aufgestockt wurde. Mit den Typen vom Verfassungsschutz will eigentlich keiner so recht zusammenarbeiten. Die haben auch prompt Faris auf dem Kieker. Ist ja auch einfach, wer jetzt in Syrien war, muss ja den IS unterstützt haben. Dass es Menschen gibt, die wirklich nur helfen wollen, zieht der Verfassungsschutz wohl nicht in Betracht.
    Faris dagegen wollte helfen und hat etwas erlebt, dass ihn schwer traumatisiert hat. Er ist Arzt, er will nur helfen und wurde durch di4e Situation gezwungen zu töten. Nun wird er auch noch an seinem Heimatort angegriffen. Heimtückisch wie die drei da auf ihn losgegangen sind. Das war keine zufällige Tat, das war gezielt.
    Cornelia redet mit den Tells. Eine seltsame Familie. Die Mutter hat von nichts eine Ahnung. Torben ist rechts und treibt sich in dem merkwürdigen Lokal herum. Falko scheint etwas zu verheimlichen. Für mich ist der Täter in dieser Familie zu suchen. Was ist mit Vater Tell? Ich schätze mal, er war bei dem Angriff auf Faris dabei – die Frage ist, ob mit Schlagring oder Baseballschläger. Eher nicht der Typ mit der Dachlatte.
    Majidas Gefühle sind in dem Tagebuch gut dargestellt. Wie furchtbar, wenn man an der Grenze steht, die Sicherheit verspricht, und dann nicht durchgelassen wird.

  • Wenn Faris bei der FSA war, dann steht er jetzt auf der Abschussliste des IS. Nach Syrien kann er nun nicht mehr zurück. Zumindest nicht um im Kriegsgebiet zu helfen. Dort wird er sofort umgebracht, wenn sie ihn finden.


    Die Szenen mit der FSA haben mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet, weil ja auch die nicht immer "die Guten" sind und es dort sehr viele Gruppierungen und Strömungen gibt, ich dem Plot aber trotzdem diese Richtung geben wollte. Andererseits sind in der FSA eben auch "ganz normale Leute" die ihre Familien und ihren Ort verteidigen und genau dort passte er dann auch hin.



    Faris steht jetzt nicht nur beim IS sondern auch bei Assad auf der Abschussliste.


    ... und die grünen Augen ... die habe ich bei einem Helfer in der Initiative gesehen, einer der gefühlten 1000 Ahmeds hatte sie. Gemeinsam mit ihm habe ich letzten Sommer stundenlang Kartons für Lager in der Türkei gepackt. Bei "Willkommen in Mülheim" haben wir mittlerweile über 80 freiwillige Helfer die selbst Flüchtlinge sind.


  • Die Szenen mit der FSA haben mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet, weil ja auch die nicht immer "die Guten" sind und es dort sehr viele Gruppierungen und Strömungen gibt, ich dem Plot aber trotzdem diese Richtung geben wollte. Andererseits sind in der FSA eben auch "ganz normale Leute" die ihre Familien und ihren Ort verteidigen und genau dort passte er dann auch hin.


    Ja, dort passt er hin, das stimmt.


    Zitat

    ... und die grünen Augen ... die habe ich bei einem Helfer in der Initiative gesehen, einer der gefühlten 1000 Ahmeds hatte sie. Gemeinsam mit ihm habe ich letzten Sommer stundenlang Kartons für Lager in der Türkei gepackt. Bei "Willkommen in Mülheim" haben wir mittlerweile über 80 freiwillige Helfer die selbst Flüchtlinge sind.


    Wir haben auch ganz viele Flüchtlinge, die helfen, dolmetschen und beim DRK im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes arbeiten. Bei uns haben wir aber gefühlt 1000 Mohammads ;D und die sind im Gespräch nur über den Nachnamen zu identifizieren.

  • Mal sehen, was ich aus meinen Notizen noch zusammen bekomme. Den ganzen Tag gestern draußen lesen, das war einfach nur zu herrlich. Von den Temperaturen hat sich das echt wie Urlaub angefühlt.


    Mir gefallen aktuell immer noch am besten die Tagebucheinträge, die mich wirklich sehr berühren. Genau so kann es gewesen sein, das macht das Buch erst so richtig authentisch.


    Ist der Ruf vom Verfassungsschutz wirklich so schlecht? Ich habe bisher auch nur Negatives davon gehört und kann deswegen vollends verstehen, warum keiner mit denen arbeiten will. Ich finde es echt fies, dass die gleich Faris verdächtigen, so frei nach dem Motto, dass jeder Syrer doch sicher auch beim IS war. Also ich kenne viele, die Kampfsport als Hobby und Ausgleich zum Job haben und die nutzen ihre Fähigkeiten auch nicht zum Negativen, das würde denen auch keiner unterstellen. Aber bei einem Syrer kann man das ja machen. ::)



    Die Männer, die immer vor dem Flüchtlingsheim Wache schieben, sind mir nicht ganz geheuer. Sie reagieren bestimmt empfindlich, wenn sich irgendjemand daneben benimmt. "Diese Männer wollen keine Selbstjustiz üben, noch nicht." (S. 30 eBook)


    Ich hoffe, dass ich mit meiner Äußerung keinen auf den Schlips trete. Der beste Kumpel meines Mannes ist auch in der Sicherheitsbranche tätig und nicht gerade der Hellste. Ehrlich gesagt kann er froh sein, so einen Job machen zu dürfen und er und seine Kollegen mussten wohl auch schon Flüchtlingsheime bewachen. Boah für seine Kommentare hätte ich ihn manchmal echt würgen können. Ich denke gerade weil die meisten in der Branche nicht die Hellsten sind, kommt es auch schnell mal zu Selbstjustiz, was hier im Buch noch nicht ist, kann ja noch werden. ::)

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Es ist für mich unvorstellbar, dass man zu Hause nichts mehr hat was man "Zuhause" nennen kann und sich dann mit seinem Hab und Gut auf den Weg macht. Auf den Weg in ein Land, das man nicht kennt, von dem man nichts weiß, dessen Kultur und Sprache man nicht kennt und dort versucht ein neues Leben anzufangen. 3.000 km zu Fuß oder mit den Schleppern. Lieber auf der Flucht sterben, als von Assads Schergen umgebracht zu werden oder gar für sie kämpfen zu müssen.


    Vor allem kann man ja nur mitnehmen, was man tragen kann, also muss man vieles Zuhause lassen. Gerade so etwas wie Fotoalben wird keiner mitschleppen, sondern nur Dinge, die man zum Überleben braucht. Wirklich traurig, dass dadurch ja dann auch Erinnerungen verloren gehen, denn die zurückgelassenen Dinge werden ja, sollten sie irgendwann zurückkehren können, nicht mehr da sein. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es ist so weit zu Fuß unterwegs zu sein. Schlimm. :o



    In diesem Abschnitt hat es Faris erwischt. Gott sei Dank hat die Person hinter dem Vorhang die Polizei gerufen. Sonst wäre er wohl nicht mehr aufgestanden. Das Tagebuch hat ihn vor schlimmeren Verletzungen bewahrt.


    Ja das ist sein Glück.



    Cornelia kann sich der Ausstrahlung von Faris nicht entziehen, wetten?? ;D


    Möglich. ;D

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Und dann diese ablehnende Haltund vieler Deutscher. Faris und seine Flüchtlingsinitiative setzen sich dafür ein, den Bürgern die Angst zu nehmen. "Die meiste Angst haben die Leute vor dem Fremden; sobald das Fremde vertraut wird, verschwindet meist auch der Hass." Ich befürchte nur leider, dass es mehr als genug Menschen gibt, bei denen der Hass nicht verschwindet.


    Ja das Problem ist, dass sich die Menschen erstmal darauf einlassen müssen ihre Ängste genommen zu bekommen, aber das machen schon viele nicht. Ich gebe dir Recht, dass einem vertraute Dinge nicht mehr fremd sind. Würde man sich mit den Flüchtlingen auseinandersetzen, dann hätten beide Seiten was davon. Aber in unserer Gesellschaft ist es ja dann so, dass sich Ehrenamtliche und sonstige Helfer noch rechtfertigen müssen, warum sie das denn tun.

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Aber in unserer Gesellschaft ist es ja dann so, dass sich Ehrenamtliche und sonstige Helfer noch rechtfertigen müssen, warum sie das denn tun.


    Ja und dass man in seiner Pension Flüchtlinge unterbringt und sein Geld nicht nicht mit "unsereins" verdient. :(



    Vor allem kann man ja nur mitnehmen, was man tragen kann, also muss man vieles Zuhause lassen. Gerade so etwas wie Fotoalben wird keiner mitschleppen, sondern nur Dinge, die man zum Überleben braucht. Wirklich traurig, dass dadurch ja dann auch Erinnerungen verloren gehen, denn die zurückgelassenen Dinge werden ja, sollten sie irgendwann zurückkehren können, nicht mehr da sein. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es ist so weit zu Fuß unterwegs zu sein. Schlimm. :o


    Das ist natürlich auch ein Vorteil der Smartphones. Viele haben ein Teil ihres früheren Lebens als Bilder auf dem Smartphone dabei.


  • Mal sehen, was ich aus meinen Notizen noch zusammen bekomme. Den ganzen Tag gestern draußen lesen, das war einfach nur zu herrlich. Von den Temperaturen hat sich das echt wie Urlaub angefühlt.


    So sah das bei uns nicht aus und fühlte sich auch nicht so an.



    Ist der Ruf vom Verfassungsschutz wirklich so schlecht? Ich habe bisher auch nur Negatives davon gehört und kann deswegen vollends verstehen, warum keiner mit denen arbeiten will.


    Vielleicht treten sie überall so auf, als seien sie etwas Besseres. Dazu haben sie oft die Möglichkeit, den örtlichen Polizeibeamten den Fall wegzunehmen. Kein Wunder, wenn sie dann schlecht angesehen sind.



    Ich hoffe, dass ich mit meiner Äußerung keinen auf den Schlips trete. Der beste Kumpel meines Mannes ist auch in der Sicherheitsbranche tätig und nicht gerade der Hellste. Ehrlich gesagt kann er froh sein, so einen Job machen zu dürfen und er und seine Kollegen mussten wohl auch schon Flüchtlingsheime bewachen. Boah für seine Kommentare hätte ich ihn manchmal echt würgen können. Ich denke gerade weil die meisten in der Branche nicht die Hellsten sind, kommt es auch schnell mal zu Selbstjustiz, was hier im Buch noch nicht ist, kann ja noch werden. ::)


    Bei Sicherheitsleute habe ich auch oft den Eindruck durch ihr Auftreten, dass sie die Typen sind, vor denen man Angst haben muss. Das mag zwar täuschen, aber es wirkt oft so.

  • Bei Sicherheitsleute habe ich auch oft den Eindruck durch ihr Auftreten, dass sie die Typen sind, vor denen man Angst haben muss. Das mag zwar täuschen, aber es wirkt oft so.


    Da muss ich jetzt nochmals die Stelle suchen. Ich hatte es so verstanden, dass die Flüchtlinge selbst ihr Heim bewachen und nicht ein Wachdienst?

  • Da muss ich jetzt nochmals die Stelle suchen. Ich hatte es so verstanden, dass die Flüchtlinge selbst ihr Heim bewachen und nicht ein Wachdienst?


    Ich habe es auch so gelesen, dass der Wachdienst von den Flüchtlingen selber organisiert wurde und es sich hier nicht um einen von den Behörden gestellten Dienst handelt.

  • Ich glaube, dass Faris kein Zufallsopfer ist. Er engagiert sich für Flüchtlinge, ist selber Ausländer und hilft auch noch der Polizei dabei, einen Mord an einem Flüchtling aufzuklären. Das ist genug Material.


    Sehr gut hat mir gefallen, dass Majidas Tagebuch ihn vor Schlimmerem bewahrt hat.


    Ich glaube auch nicht, dass der Angriff auf Faris Zufall war, das sah doch sehr geplant aus. Wahrscheinlich möchte man ihn davon abbringen, sich für die Flüchtlinge zu engagieren. Durch seine Arbeit als Übersetzen trägt er ja massiv zur Aufklärung bei und kann den Tätern daher gefährlich werden. Ich gehe daher auch davon aus, das die Ermordung Majidas und der Angriff auf Faris in einem Zusammenhang stehen.

  • Dieses Buch läßt sich so flüssig lessen und das Thema ist so packend, dass ich gestern gleich noch den nächsten Abschnitt gelesen habe.


    Cornelia ist leider in diesem Abschnitt noch nicht wesentlich weiter gekommen. Aber der Hinweis mit dem Parfüm ist schon sehr interessant und es ist schon ein seltsamer Zufall, dass Falkos Mutter genau dieses Parfüm benutzt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Falko Majida dieses Parfüm geschenkt hat, ist es doch ein Duft für die reifere Dame. Ich kann das Parfüm nicht richtig einordnen, aber ich gehe davon aus, dass es noch eine wichtige Rolle spielen wird.


    Falko und Majida scheinen besser miteinander bekannt gewesen zu sein, als Falko jetzt bereit ist, ein zu gestehen. Wahrscheinlich haben sich die beiden heimlich angefreundet und das hat gewissen Leuten nicht gepasst. Ob sich daraus das Mordmotiv entwickelt hat?


    Mich haben die Geschichten von Majida und Faris in diesem Abschnit besonders betroffen gemacht. Faris Engagement für die FSA, die Arbeitsbedingungen und die Lebensgefahr, die ihn zwang, selber zum Mörder zu werden. Man darf ja nicht vergessen, dass er aus dem sicheren Deutschland freiwillig nach Syrien gereist ist und dann zwischen die Fronten geraten ist.
    Die Beschreibung von Majidas Flucht war auch sehr schockierend. Die Vorstellung vor dem rettenden Zaun zu stehen und nicht durchzukommen, wissend, dass einem der IS im Nacken sitzt.....!!!! Was hat die türkischen Grenzer eigentlich dazu bewogen, an einem Tag dann doch Flüchtlinge durch zu lassen?


    Ich bin mal gespannt, was uns im nächsten Abschnitt erwartet.

  • So, ich dachte eigentlich, ich komme schneller voran, aber da habe ich mich wohl getäuscht ;D Obwohl ich ganz gut ins Buch reingekommen bin.


    Oh je, diese Idioten haben Faris ja wirklich übel zugesetzt. War er ein zufälliges Opfer? Ich könnte mir durchaus vorstellen, das man sich ihn gezielt ausgesucht hat, aber warum? Weil er sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagiert? Hinzu kommt noch, das er als Terrorist dargestellt wird, als hätte der Angriff dieser Schlägertypen nicht schon gereicht.


    Was ist mit diesem Falko? War er möglicherweise in Majida verliebt? Mit einem Nazibruder wäre das schwer geworden, sich zu dem Mädchen zu bekennen. Und hat er ihr vielleicht das Parfum geschenkt?



    Ich glaube, dass Faris kein Zufallsopfer ist. Er engagiert sich für Flüchtlinge, ist selber Ausländer und hilft auch noch der Polizei dabei, einen Mord an einem Flüchtling aufzuklären. Das ist genug Material.


    Ja, das glaube ich auch, deshalb wurde er sicher Ziel dieses hinterhältigen Angriffs.



    Mir gefallen aktuell immer noch am besten die Tagebucheinträge, die mich wirklich sehr berühren. Genau so kann es gewesen sein, das macht das Buch erst so richtig authentisch.


    Ja, umso erschreckender wirken sie in Zusammenhang mit ihrem Tod, da kommt sie endlich hier in Deutschland an, ist erstmal sicher vor den kriegerischen Auseinandersetzungen in ihrer Heimat und dann sowas.


  • Cornelia ist leider in diesem Abschnitt noch nicht wesentlich weiter gekommen. Aber der Hinweis mit dem Parfüm ist schon sehr interessant und es ist schon ein seltsamer Zufall, dass Falkos Mutter genau dieses Parfüm benutzt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Falko Majida dieses Parfüm geschenkt hat, ist es doch ein Duft für die reifere Dame.


    Warum eigentlich nicht? Falko ist jung, der denkt über so etwas noch nicht nach.