Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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  • Von wegen älter und ruhig


    Stellen Sie sich vor, sie sind das stolze Herrchen zweier Hunde: einer Krawallmaus, die regelmäßig bei Hundekontakten explodiert und eines Terriermixes, der seine Butterkotze bis aufs Blut verteidigt. Diese beiden Hunde sorgen dafür, dass unvermeidbare Zusammentreffen mit anderen Hundehaltern und ihren vierbeinigen Begleitern niemals langweilig werden. Aber alles halb so schlimm: Sie sagen sich, wenn sie älter werden, werden sie schon ruhiger werden. Von wegen!


    Michael Frey Dodillet zeigt mit dem dritten Buch der Herrchen-Trilogie, dass Sie diese Hoffnung getrost aufgeben können. Krawallmaus Luna ist nun 11 Jahre alt, aber kein bisschen gediegener: Hunde, die man nicht leiden kann, müssen weiterhin verprügelt werden, wo kommt man denn da hin, wenn man nicht für Ordnung sorgt. Und Lunas Kumpel Wiki hat alle Hände, ähm Pfoten, damit zu tun, sein Erbrochenes unter Einsatz seines Kauwerkzeugs gegen unbefugten Zugriff zu verteidigen.


    Wie schon in den ersten beiden Bänden schildert der Autor auch diesmal wieder mit viel Humor das Zusammenleben seiner Familie mit ihren beiden geliebten Vierbeinern. Wenn man selbst Hundehalter ist, kann man sich an der einen oder anderen Stelle wiedererkennen – und ist heimlich froh, wenn die eigenen Hunde etwas zahmer sind. Was mir an diesem Buch und der Trilogie gut gefällt, dass der Autor sich immer wieder selbst auf den Arm nimmt. Auch diesmal tauchen einige Krauses (Sammelbegriff für Hundetrainer) auf, ebenso Gundulas (Hundehalterinnen, die man an ihren vielen Taschen an Jacke und Hose erkennt) - Zusammentreffen, die oftmals eine etwas skurrile Sicht auf die Hundeszene werfen.


    Der Autor nimmt den Leser mit auf einen Streifzug durch die Moden der Hunderziehung und gerade was die virtuelle Hundewelt angeht, kann ich den Erläuterungen im Buch absolut zustimmen. Ein besonderes Highlight sind die Treffen des Autors mit seinem Stammtisch, die Dialoge sind einfach zu köstlich und erinnern erfrischend an die Dialoge der „Toskana-Männer“.


    Besonders gelungen finde ich das letzte Kapitel, in dem die bösartige Tumorerkrankung von Luna angesprochen wird: obwohl es um ein ernstes Thema geht, schafft der Autor es sehr gut, die Zeit während der Diagnose und Operation mit einem Augenzwinkern aus der Sicht von Luna zu beschreiben. Bei diesen Zeilen spürt man auch sehr die Liebe des Autors und seiner Familie zu ihren beiden Hunden. Und dass es gut ist, so wie es ist ... auch, wenn sie im Alter nicht ruhiger werden, reicht ja schließlich, wenn Herrchen am Stock geht.


    Meine Rezension erscheint bei:
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    Literaturschock.de
    LovelyBooks
    Thalia
    Weltbild
    Heyne Verlag

  • Vielen Dank für dieses unterhaltsame Buch und die interessante Leserunde! :winken:


    Schäferhundrottweilerin Luna ist mittlerweile 11 Jahre alt. Eigentlich müsste sie nun im Alter etwas ruhiger werden, aber dem ist nicht so.
    Und dann ist da noch Wiki - auch ein echtes Temperamentsbündel. Mit diesen beiden Hunden wird es niemals langweilig.


    Der Autor lässt uns hier im Buch an seinen Erlebnissen und Erfahrungen als Hundehalter teilhaben. Die kleinen Anekdoten sind sehr unterhaltsam, oft humorvoll und auch ironisch.
    Oft konnte ich nur staunen und habe mich auch an eigene Erlebnisse mit meinem Hund erinnert gefühlt.


    Obwohl "Herrchentrubel" nicht das erste Buch dieser Reihe um Luna und Wiki ist, kann man es trotzdem als Einzelband lesen.
    Ich mag den Schreibstil sehr Autors sehr. Mit seinem Buch hat er mich gut unterhalten und zum Schmunzeln bringen können.

  • Luna und Wiki werden älter


    „Herrchentrubel“ ist das 3. Buch aus einer Reihe, geschrieben von Michael Frey Dodillet, kann aber problemlos als Einzelband gelesen werden.


    Ich kenne keines der vorhergehenden Bücher, was ich aber noch ändern werde, denn ich glaube ich habe einige liebenswerte - oder vielleicht auch nicht so liebenswerte - Aktionen aus dem Leben von Luna und Wiki verpasst.


    Michael Frey Dodillet selbst beschreibt seine Hunde so:


    Luna, eine emotionsflexibel veranlagte Rüdin, die andere Hunde verhaut
    Wiki, ein testosteronhaltiger Kleptomane, der alles klaut und jeden beißt, der es ihm wieder wegnehmen will.


    In den meisten Hundebüchern und auch in gängigen Hundeforen liest man, dass alte bzw. alternde Hunde ruhiger werden und zu mehr Gelassenheit finden. Luna hat diese Bücher vermutlich nicht gelesen und ist auch kein Mitglied diverser Hundeforen, denn das Wissen darum, dass sie nun zu den „alten Hunden“ gehört, blieb ihr bisher versagt.


    Luna, zwischenzeitlich stolze 11 Jahre alt, „detoniert“ nach Aussage ihres Herrchens noch immer bei jeder sich bietenden Gelegenheit, die in Form eines fremden Hundes daher kommt.


    Da ist aber auch noch Jungspund Wiki (gerade mal 5) der mit Vorliebe Dinge bewacht die ihm gehören oder von denen er glaubt, dass sie besonderen Schutz bedürfen – wie z. B. seine eigene Kotze.


    Das Buch ist in 6 große Kapitel mit jeweils 3 Unterkapiteln eingeteilt und diese Kapitel haben so schöne Überschriften wie „Die Luna-Kloppereien“ oder „Das Butterkotze-Duell“ und sie lassen den Leser schon leise ahnen, über was der Autor auf den nächsten Seiten schreibt.


    Leider – oder vielleicht sollte ich besser sagen „Gott sei Dank“ - hatte ich in 15 Jahren Hundehaltung noch nie einen Hund, der andere Hunde gerne vermöbelt und keiner meiner Hunde hat seine eigene Kotze verteidigt, von daher erkenne ich mich bzw. meine Hunde in diesen Vorkommnissen nicht wieder. Wohl aber hatte ich einen Rüden der durchaus wusste, wie man die Zähne einsetzen kann.


    Mit großem Interesse, aber auch mit wirklicher Hochachtung, lese ich, was der Autor alles anstellt um seine beiden Hunde zu therapieren. So bekommt der Leser nebenbei auch Einblick in die diversen Therapiemodelle incl. Hintergrundinformationen zu den Absurditäten der derzeit angesagtesten Hundetrainer in der Szene.


    Als Außenstehender liest sich das alles sehr humorvoll und an der einen oder anderen Stelle im Buch kann sicherlich jeder auch mal herzhaft lachen. Als Besitzer eines solchen Hundes wie Luna und/oder Wiki ist das aber ganz sicher nicht immer witzig und man greift nach jedem sich bietenden Strohhalm. Die beste und tatsächlich einfachste Lösung für das Wiki-Problem und seiner Beuteaggression, bekam Michael dann von einer Trainerin namens Nadine präsentiert.


    Dann kommt das letzte Kapitel im Buch und das heißt „Das Beulen-Dilemma“.
    Nach einer Klopperei mit Wiki hat Luna anderntags eine Beule an der Rippe. Der Besuch beim Tierarzt, verbunden mit einer eingehenden Untersuchung, bringt eine unschöne Diagnose und von jetzt auf gleich wird Michael und seiner Frau Stella bewusst, dass auch das Leben von Luna scheinbar endlich ist.


    Wer sein ganzes Leben lang ausgeteilt hat, muss auch mal einstecken können und so hat Luna die OP gut verkraftet und freut sich auch heute noch ihres Lebens.


    Sehr schön fand ich, dass das Buch nicht mit Lunas Tod geendet hat.


    Luna und Wiki haben einen Blog: http://krawallmaus.blogspot.de/
    und eine Facebook-Seite: https://www.facebook.com/Krawallmaus-145344553021/


    beide Seiten werden liebevoll von Herrchen Michael gepflegt.


    Ich wünsche Michael, dass seine Hunde noch lange leben und ihn auch in Zukunft noch vor die eine oder andere Herausforderung stellen. Alles andere wäre langweilig, oder? :-D


    Herzlichen Dank für die Einblicke in Dein/Euer Leben und auch vielen Dank für das Leseexemplar.
    Danke auch an die Leserunde für die schönen Diskussionen. Euch und Euren Hunden oder Katzen Alles Gute! ♥


    https://buechersindfliegendete…el-michael-frey-dodillet/


    https://www.lesejury.de/michae…rchentrubel/9783453200876


    http://wasliestdu.de/rezension/luna-und-wiki-werden-aelter


    http://www.lovelybooks.de/auto…8-w/rezension/1247922108/


    http://www.randomhouse.de/Pape…odillet/Heyne/e476774.rhd


    https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv


    Weltbild.de – unter meinem Namen Barbara Diehl
    Thalia.de – unter meinem Namen Barbara Diehl
    book-date.de – unter dem Namen „Barbara (Jg. 1965)“

  • Lieber Michael,


    wir haben zu danken, dass du uns wieder so toll hier begleitet hast. Ich hoffe, wir lesen uns zu einem deiner nächsten Bücher hier wieder.


    Außer Rhea sind alle mit dem Buch durch, ein paar Rezensionen stehen noch aus. Ich bitte euch, diese zeitnah einzustellen. Ich danke allen Teilnehmern, dass ihr mit euren Beiträgen und Erfahrungsberichten diese Leserunde so unterhaltsam und lebendig gestaltet habt.


    Ansonsten habe ich mir den Oktobertermin bei TiNo notiert und hoffe, euch alle Drei dann gesund und munter anzutreffen :winken:

  • So, hier ist nun auch meine Rezi, die ich auch noch im Internet verteilen werde (Links liefere ich dann nach):


    Inhalt
    Krawallmäuse werden bestimmt ruhiger, wenn sie älter werden. Dieser (Wunsch)Gedanke des Autors wird von seiner Hündin Luna konsequent und wie selbstverständlich widerlegt. Sie „detoniert“ auch als „Oma“ regelmäßig und zuverlässig immer dann „wenn ein anderer Hund Deutschland betritt“. Unterstützung findet sie dabei natürlich immer noch von dem jüngeren Wiki, auf den wie gewohnt Verlass ist: was er einmal hat, das gibt er nicht mehr her – und wenn es die eigene Kotze ist.


    So wird auch mit den Jahren der Alltag mit Luna und Wiki nicht ruhiger und Michael Frey Dodillet stöbert weiterhin in diversen TV-Shows, Hundeforen und Facebook-Gruppen nach neuen Erkenntnissen in der Hundeerziehung. Was er dort findet und bei Begegnungen mit unterschiedlichen „Krauses“ und „Gundulas“ erlebt, ist teilweise so skurril, dass es doch einfach nur erfunden sein kann. Ist es das nicht? Nein? ... Gut aufgehoben fühlen sich die Hunde und ihr Herrchen dann endlich bei einer ganz besonderen Hundetrainerin.


    Als Luna dann plötzlich eine Beule bekommt, treten aber völlig andere Sorgen in den Vordergrund ...

    Meine Meinung
    Dies ist nun das dritte „Herrchen-Buch“ und auch mit diesem habe ich wieder einige sehr vergnügliche Lesemomente gehabt. Mit viel Humor und Selbstironie erzählt der Autor von den Erlebnissen mit seinen beiden Hunden, die einfach nicht ruhiger werden wollen. Immer auf der Suche nach neuen Erziehungserkenntnissen lässt der Autor uns Leser an seinen Funden im Internet oder bei Hundebegegnungen teilhaben – und staunen. Kann es wahr sein? Muss ich einfach nur immer genauso schnell laufen, wie mein Hund und schon zieht er nicht mehr an der Leine? So einfach kann perfekte Leinenführigkeit sein?


    Gerade die Beschreibung von einigen Hundeforen und Facebook-Gruppen haben mich allerdings nicht nur zum Lachen gebracht, teilweise war ich über einige Ratschläge auch entsetzt. Um so schöner war dann die Begegnung mit einer Hundetrainerin, die einen ganz anderen Ansatz verfolgte und damit wirklich wertvolle und vor allem emotionale Hilfe leistete.


    Wir begleiteten den Autor und seine Hunde in den Camping- und Wanderurlaub und da war einiges los! Ich kam aus dem Grinsen kaum noch heraus. Es ist einfach schön, dass der Autor sich im Buch auch immer wieder gerne selbst nicht so ernst nimmt und die Leser damit zum Schmunzeln bringen kann.


    Trotz des Humors empfand ich dieses dritte Buch auch ganz besonders emotional. Die verzweifelten Momente, wenn man nach gefühlten unendlichen Versuchen endlich möchte, dass sich etwas ändert. „Mach, dass es aufhört. Schnell.“ Das waren Szenen, die mir einen Kloß in den Hals trieben. Ich konnte beim Lesen immer spüren, dass der Autor hinter seinen Hunden steht, auch wenn sie ihn zur Verzweiflung bringen. Man spürt hinter all den lustigen Szenen und der Situationskomik immer wieder ganz besonders die Liebe der Familie zu ihren Hunden. Das war sehr berührend zu lesen.


    Besonders emotional war dann das letzte Kapitel, als sich ein Problem ganz anderer Art auftat: ein bösartiger Tumor. Hier hat der Autor es für mich sehr gut geschafft, in emotionaler Weise die Sorge und die Angst mit etwas Humor zusammenzubringen, ohne dass es unpassend wirkte. Lunas Kampf und die emotionale Belastung vom Herrchen waren sehr berührend beschrieben, doch schaffte es Luna mit ihrem skeptischen Blick auf die Regenbogenbrücke und ihrer unbezwingbar erscheinenden Lebensfreude, dabei auch ein Schmunzeln in mein Gesicht zu zaubern.


    Für Hundebesitzer und Hundeliebhaber ist auch dieses dritte Buch wieder ein ganz besonderes Lesevergnügen. In einigen Dingen wird man sich und seinen eigenen Hund vielleicht wiederfinden, bei vielen Hundebegegnungen oder der Internetrecherche wird man ungläubig mit dem Kopf schütteln, oft wird man einfach nur laut lachen und immer wird man voller Hochachtung beobachten, wie der Autor das Zusammenleben mit seinen beiden Krawallmäusen meistert.


    ---
    Die Leserunde hat mir sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank auch für deine tolle Begleitung und die zusätzlichen Infos, Michael. :) Ich werde Ausschau halten, ob du auch mal im Rhein-Main-Gebiet liest. Und ich bin nun sehr gespannt auf deinen Krimi. Vielleicht lesen wir ihn hier in einer Runde?



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  • Hallo falls hier noch jemand reinschaut, vielen Dank für die Leserunde und die ergänzenden Anekdoten die die Hundebesitzer beigesteuert haben. Auch wenn ich zur zeit keinen Hund habe, es hat mir viel Spaß gemacht. Ich habe zwar den Stammtisch vermisst, der war mir zuwenig, aber vielleicht kommt da auch mal wieder was. Danke an Michael für die vielen Hintergrund Informationen, auch wenn ich mit Abkürzungen nicht immer was anzufangen wußte. Aber wozu hat man Kinder. CC war ja bekannt und ist für sie so was wie ein Guru. Habe mir dann ein paar Folgen angesehen und finde es sehr gut, dass jedesmal gewarnt wird die Methoden nicht nachzumachen, aber manchmal frage ich mich, wo der gesunde Menschenverstand bleibt. Wenn ein Hund im Kriegsgebiet war und allein zuhause bei einem Tsunami, dann fragt man sich noch wochenlang woher sein Trauma kommt? Wenn eine Frau jahrelang nicht mit einem Hund spazieren geht, dann wundert sie sich dass er ihr gegenüber aggressiv reagiert? Mir kommt das alles sehr konstruiert vor. Naja, aber ich habe wieder viel Neues gelernt und viel gelacht.


    Herrchentrubel-Nomen est omen.


    In diesem Buch geht es um Hunde und Herrchen. Vor allem geht es darum dass Hunde kein Problem mit ihrer Energie und ihren Eigenarten haben. Das Problem haben die Hundehalter, das heißt eigentlich noch nicht einmal die Hundehalter an sich, sondern die Tatsache in einer Gesellschaft zu leben, in der es auch andere Menschen gibt. Menschen ohne Hund und Menschen mit ganz braven Hunden oder zumindest Menschen mit der Meinung, sie hätten ganz brave Hunde. Da entsteht Druck, Druck, seinen Hunden die Eigenarten abzugewöhnen, die zu Nachbarschaftsstreit führen. Manchmal ist es aber auch nur der Wunsch, den eigenen Garten betreten zu können. Da gibt es für Herrchen eben schön Trubel. Die Hunde sind dabei ganz sie selbst und ihnen ist das völlig wurscht. Wenn man also ein lustiges Hundebuch lesen möchte, in dem keine kitschigen Walt Disney Hunde auftreten, sondern ganz normale Hunde mit etwas speziellen Eigenarten – die Hunde des Autors -, dann ist man in diesem Buch richtig.
    Man muss keinen Hund besitzen, um Spaß an dem Buch zu haben. Man darf sogar Angst vor Hunden haben, denn aus dem Buch springen sie nicht heraus. Man sollte allerdings dann nicht zu einer Lesung gehen, denn als Co-Autoren sind die Hunde dort mit vertreten.


    Ich habe die Vorläufer nicht gelesen, werde dies aber unbedingt tun.
    Der Autor interpretiert die Gedanken der Hunde zwar auch mit unserer menschlichen Sprache, aber er unterstellt ihnen keine menschliche Moral und er versucht wirklich das auszusagen, was man ansonsten erlebt haben muss, um es zu verstehen. Die Komik, die mich teilweise hat laut auflachen lassen, kam nicht immer von den Episoden mit den beiden Hunden. Am köstlichsten habe ich mich amüsiert über die Auszüge aus den Internet Chats. Es ist schon verblüffend, wieviel Dummheit sich im Internet rumtreibt.


    Spannend fand ich die Idee, wenn man keinen Erfolg in der Erziehung hat, die Eigenarten der Hunde für sich positiv zu sehen. Wenn man vor anderen Menschen vom Fahrrad gezogen wird, stählt das das Selbstbewußtsein, irgendwann macht einem das vielleicht nichts mehr aus und man lernt mit coolen Sprüchen aus der Situation zu gehen. Um das so zu sehen muss man wohl seine Hunde sehr lieben und ein sehr geduldiger Mensch sein. Ersteres trifft auf den Autor sicher zu. Die Liebe zu seinen beiden Hunden, einer Hunderentnerin und einem Wildfang, eine die auf jeden Hund geht und einer, der sein Futter oder wenigstens die Stelle wo es gestern gelegen hat, verteidigt gegen den Rest der Welt, kann man als Leser deutlich spüren. Das Buch erzählt, getragen von dieser Liebe, Anekdoten aus dem Leben der beiden Hunde, von den vielen vergeblichen Erziehungsversuchen und der Lebensfreude. welche die Tiere vermitteln.
    Unvermeidlich ist es auch, sich mit Krankheit oder Tod der Tiere auseinanderzusetzen. Auch dies erlebt der Leser mit, man fühlt förmlich aus dem Buch heraus, wie der Autor um das Leben seines Hundes bangt, kämpft und dem Leser dabei aber immernoch eine Prise Humor mitgibt und somit das Buch insgesamt ein angenehmes Leseerlebnis bleibt.


    Für Hundeliebhaber und Freunde lustiger Unterhaltung unbedingt zu empfehlen.

  • Hier kommt auch noch meine Rezension zum Buch. Die Links reiche ich noch nach.


    Witzig und ein wenig selbstkritisch, mit viel schwarzem Humor gespickt……das ist das neue Buch „Herrchentrubel – graue Schnauze, großes Glück“ von Michael Frey Dodillet. Vor diesem Buch sind schon 3 Bände aus der Reihe erschienen. Eins kann ich gleich vorweg sagen: die Lachmuskeln werden ordentlich strapaziert. Der Titel des Buches sagt es schon ein wenig. Es geht um einen Hund, genauer gesagt um eine ältere Hündin – Luna, 11 Jahre und die brutalste Hundeoma, die es wohl gibt. Sie vermöbelt alles an Vierbeinern, die sich bei 3 nicht in Luft auflösen können. Das dies natürlich zu täglichen Konflikten führt, ist klar wie Kloßbrühe und stellt den Autor jeden Gassigang wieder vor eine neue Herausforderung. Damit nicht genug, kam der Autor mit seiner Familie aber auch noch auf die Idee der Zweithundehaltung und Wiki, ein testosterongesteuerter Rüde, zog ein. Er ist zwar erst 5, aber hat es ebenso faustdick hinter den Ohren. Im Verlauf des Buches fragt man sich dann schon mal, wer von beiden Hunden das größere Übel ist. Ich möchte beide Exemplare nicht geschenkt haben.


    Geht man von „der Norm entsprechenden“ Hunden aus, so kann man erfahrungsgemäß sagen, dass sie mit fortschreitendem Alter doch ruhiger und ausgeglichener werden. Nun, das trifft auf Luna nicht im entferntesten zu und ich fühle mit dem Autor mit, denn auch ich habe eine ältere Hündin, ebenso im 11. Hundejahr, die nicht wirklich ruhiger geworden ist mit steigendem Alter. Aber mit Luna bei weitem kein Vergleich und so war meine Schadenfreude am Ende größer als mein Mitgefühl.
    Wiki ist ein Kaliber für sich und nachdem ich ein Video von seiner „Aluschalenverteidigung“ gesehen habe, muss ich sagen, Respekt, dass dieser Hund nicht Tierheim gelandet ist. Beeindruckend zeigt hier Wiki seine blanken Zähne, egal, ob er ein Mäuseloch, die Aluschale oder seine eigene Kotze verteidigt – und er weiß die blanken Zähne auch einzusetzen. Rütter und Co. wären bei diesem Anblick von dannen gerannt – garantiert.


    Sehr witzig fand ich die zahlreichen Tipps und Ratschläge in diversen Hundeforen oder Social Media Kanälen. Was da geboten wurde, stellte mir die Nackenhaare auf und ich bin mir sicher, wenn ich bei einem Spaziergang den doppelten Rückruf, wie empfohlen, trainiere, lande ich in der Psychiatrie. Sorry, geht ja gar nicht, was da manche Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern anstellen. Mir waren manche Aktionen so suspekt, dass ich echt dachte, sie sind der Phantasie des Autors entsprungen. Ich wurde aber eines besseren belehrt.


    Das Buch endet ein wenig traurig, jedoch mit Happy End, denn bei Luna wird ein Tumor festgestellt. Aber das lässt diesen Hund natürlich völlig kalt und so begibt sich Luna mit 11 Jahren unters Skalpell. Zum Glück geht hier alles gut aus und sie vermöbelt auch heute noch ihre „Freunde“.


    Der Schreibstil des Autors ist herrlich locker, das liegt zum Großteil wohl auch daran, dass er es aufgegeben hat, seine Hunde zu verbiegen und sie einfach so chaotisch nimmt, wie sie sind. An vielen Stellen musste ich herzhaft lachen und bei anderen Szenen hatte ich doch hier und da ein De’ja`- vu.


    Ich kannte vor diesem Buch weder den Autor noch die anderen Bücher, aber ich bin mir sicher, dass ich mir noch mehr Dodillet antue und freue mich auf weitere alltägliche Abenteuer, die der Autor mit Luna und Wiki bestehen muss.
    Und vielleicht kann er ja dann doch noch irgendwann sagen: Mit dem Alter werden sie ruhiger – die Hunde.