10: Seite 451 - Ende (Kap. 18 – Ende)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 451 bis zum Ende (Kapitel 18 "Der Lohn" - Ende) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Es ist zuende und hier wird es dunkel.
    Dieses Ende ist wieder typisch, einAbschluss voller offener Fragen.
    Warum hat Fiafila Kester gerufen?
    Wer sollte ins Feuer getrieben werden?
    Was passiert, wenn der König den Diebstahl und das Fehlen seines Sohnes merkt?


    So wie Gonter von seinem Vater behandelt wird, hat er eigentlich keine Wahl als auszureißen und in die Fremdenlegion eh den Klingenrausch zu gehen.


    Wer oder was ist Kester? Was passiert in diesem Jenseits?

  • Nun kam das Ende dank des kurzen letzten Abschnitts doch recht schnell. Ich glaube, ich werde ein bisschen brauchen, um meine Eindrücke ein bisschen zu sammeln.


    War die Mission des Klingenrauschs nun ein Erfolg? Jein. Sie haben es geschafft, die als unüberwindbar geltenden Mauern von Ygôda zu brechen - und müssen sich zum Dank eine Schelte von König Harlef anhören. Ja, die königliche Dankbarkeit erweist sich als wenig wert, spricht er ihnen jetzt auch noch das Plünderungsrecht ab und das aufgrund der Tatsache, dass sein eigener Sohn seinen Kopf durchgesetzt hat und sich der Mission angeschlossen hat. Und dann will er natürlich auch noch, dass Gonter die Prinzessin heiratet, und beschwert weil Auges Leute den Stadtfürsten kahl rasiert und Lösegeld für ihn gefordert haben. Und sie dürfen nicht protestieren, weil sie das Geheimnis des Blitzsteins bewahren müssen und ein Zeugnis brauchen, um ihren Lohn in Rorgator ausbezahlt zu bekommen. Ich würde sagen, dadurch dass auch noch viele Söldner gestorben sind oder verletzt wurden, ist zumindest König Harlefs Plan ein voller Erfolg. Er kommt günstig aus dem Kontrakt davon.


    Oder zumindest denkt er das. Ich musste echt schmunzeln, als Gonter seinem Vater die Krone klaut, um den Klingenrausch zu bezahlen und sich den Söldnern anzuschließen. Ich finde, die Figur hat sich echt gut entwickelt im Laufe des Romans. Er und Eivora sind für mich die Identifikationsfiguren des Romans.


    Und wir hatten ja schon festgestellt, dass Eivora Lehrgeld zahlt. Ihre Zweifel angesichts der Dinge, die auf ihrer Mission schief gelaufen sind, sind nachvollziehbar. Unterdessen vertritt Pirlitu die Position, die ich schon erwartet hatte: Am Ende zählt nur das Ergebnis, nicht die Verluste oder wie sie es erreicht haben.


    Irgendwie setzt sich bei mir der Eindruck fest, dass Eivora etwas die Verliererin ist. Sie verliert nicht nur Pirlitu, die sie vor ihrem Kampf mit Leronn als Freundin angesehen hatte, sondern auch Fiafila. Das Wiedersehen mit den neuen Avatar entsetzt sie ebenfalls, da sie die Verwandlung der ehemaligen unschuldigen Priesterin am deutlichsten erkennt. Wenn Gonter am Ende die Prinzessin geheiratet hätte, wie sein Vater wollte, wäre ich wohl wegen Eivora etwas unglücklich gewesen. :'(


    Und wie schon erwartet stellt sich heraus, dass Fiafila-Ignuto gelogen hat, was Kesters letzte Worte betraf. Endlich erfahren wir, was er gesagt hat, da er aus der Geisterwelt zu ihnen spricht und Fiafila-Ignuto einen Denkzettel verpasst. Ich bin gespannt, welche Rolle er im 2. Band noch spielen wird.


    Mein Fazit und die Rezension folgen dann demnächst.


    Danke, dass ich mitlesen und mitdiskutieren durfte. Es hat Spaß gebracht mit euch allen. :bussi:

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • Na ja, es ist ja der erste Band einer Reihe. Daher finde ich es okay, dass Fragen offen bleiben.


    Ja, was Kesters (Eivoras verstorbener Vater) Worte bedeuten, hat mich auch rätseln lassen, aber andererseits ist sein Tod zu lange her. Vermutlich meinte er die Attentäter und alle anderen Bewohner der zu dem Zeitpunkt eroberten Stadt, aber ich werde die Passage wahrscheinlich noch einmal in Hinblick auf seine letzten Worte lesen.


    Ja, warum sie Kester gerufen hat, verwundert mich auch. Will sie sich im Nachhinein absegnen lassen, dass sie gelogen und ihr eigenes Ding durchgezogen hat? ???


    Ja, sonst hätte er die Prinzessin heiraten müssen und hätte wieder unter der Fuchtel seines Vaters gestanden. Ich glaube, da wäre ich an seiner Stelle auch ausgerissen. Und den Diebstahl finde ich genial. :totlach:

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Ich bin am Ende wieder etwas versöhnt. Das Buch hat mich in der Tat etwas geschafft. Ich hatte Höhen und Tiefen und erlebte ein Wechselbad der Gefühle. Dazu werde ich bald im Leserundenfazit etwas schreiben


    Widerlich, wie König Harlef Eivora und Gonter vor versammelten Mannschaft demütigt und vorführt. Eivora hat Recht, sowas hätte ihr Vater sich sicher nicht bieten lassen müssen.


    Ja der Moment in dem Eivora Fiafila bzw der Avatarin begegnet ist wirklich irgendwie anrührend. Man spürt ihr blanken Entsetzen förmlich. Fiafila- Ignuto hat also gelogen. Man hat es ja geahnt.


    Nun muss ich alles etwas sacken lassen. Dann folgt das Fazit. Auch ich bedanke mich schon mal bei den Mitlesern für spannende Diskussionen.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Warum hat Fiafila Kester gerufen?


    Ich glaube, das kann man erraten ... Vor allem, wenn man die Motivation ihres neuen "Gefährten" bedenkt. ;)



    Nun kam das Ende dank des kurzen letzten Abschnitts doch recht schnell. Ich glaube, ich werde ein bisschen brauchen, um meine Eindrücke ein bisschen zu sammeln.



    Ich bin am Ende wieder etwas versöhnt. Das Buch hat mich in der Tat etwas geschafft. Ich hatte Höhen und Tiefen und erlebte ein Wechselbad der Gefühle.


    Liebes Tagebuch,
    Mission erfüllt: Leserinnen sind platt ...
    ;D



    War die Mission des Klingenrauschs nun ein Erfolg? Jein.


    Sie sollten die Mauer brechen.
    Sie haben die Mauer gebrochen.
    Mission erfüllt.
    Wie auch die erfahrene Kampfherrin sagt ...:


    Unterdessen vertritt Pirlitu die Position, die ich schon erwartet hatte: Am Ende zählt nur das Ergebnis, nicht die Verluste oder wie sie es erreicht haben.


    Aber Du hast recht: Ob sie viel von ihrem Erfolg haben, ist die andere Frage. Immerhin wird jetzt eine weitere Merite auf ihrem (neuen) Feldzeichen prangen, und darauf wird "Ygôda" stehen.



    Ich würde sagen, dadurch dass auch noch viele Söldner gestorben sind oder verletzt wurden, ist zumindest König Harlefs Plan ein voller Erfolg. Er kommt günstig aus dem Kontrakt davon.


    Ja, er hat sein Ziel wohl komplett erreicht.
    Auch das ist allerdings ein Vorteil für den Klingenrausch, wenn es sich herumspricht.



    Irgendwie setzt sich bei mir der Eindruck fest, dass Eivora etwas die Verliererin ist.


    Vielleicht hilft es, wenn wir uns erinnern, was seit dem Tod ihres Vaters ihr großes Ziel war.
    Die Eroberung Ygôdas war ebenso Mittel zum Zweck wie die Übernahme des Kommandos über das Sturmbanner. Was sie wirklich wollte, war, dass der Klingenrausch als Elite-Legion und Vermächtnis ihres Vaters zusammenbleibt. Ist sie diesem Ziel nähergekommen?



    Ja der Moment in dem Eivora Fiafila bzw der Avatarin begegnet ist wirklich irgendwie anrührend.


    Auch hier: Was was Fiafilas Bedingung, als sie sich dem Homunkulus geöffnet hat? Kommt sie ihrem Ziel näher?



    Wer oder was ist Kester?


    Und da sprichst Du sie lässig aus: die Königsfrage ...

  • Ein paar Fragen habe ich auch noch:


    Welche Szenen fandet Ihr besonders gelungen? Was ist Euch im Gedächtnis geblieben? Wo hat Euch die Handlung eher gelangeweilt?


    Welche Figuren findet Ihr interessant? Welche sind für Euch "zu Ende erzählt"? Denkt noch jemand an Aglix?


    Welche Einheiten (innerhalb des Klingenrauschs) interessieren Euch? Bislang haben wir vor allem das Sturmbanner kennengelernt, aber in den Folgebänden könnte der Fokus durchaus schwenken. Interessieren Euch die Schanzknechte, wie sie Tunnel graben und Belagerungstürme bauen? Oder die Spione im Zauberbanner? Oder doch lieber die disziplinierten Hellebardiere unter Xerohn?


    Welche der offenen Fragen brennen so sehr, dass sie unbedingt noch aufgegriffen werden sollten?


    Was macht das Buch für Euch besonders? Ergo: Was sollte nach Eurem Geschmack im Zentrum der (weiteren) Reihe stehen?


  • Das stimmt, es gibt offene Fragen, aber keine davon ist wahnsinnig brennend. Es ist gut, dass hier nicht mit einem riesigen Cliffhanger abgeschlossen wird. Aber es gibt einige Fäden, die im nächsten Band schön wieder aufgegriffen werden können. :)



    Und wir hatten ja schon festgestellt, dass Eivora Lehrgeld zahlt. Ihre Zweifel angesichts der Dinge, die auf ihrer Mission schief gelaufen sind, sind nachvollziehbar. Unterdessen vertritt Pirlitu die Position, die ich schon erwartet hatte: Am Ende zählt nur das Ergebnis, nicht die Verluste oder wie sie es erreicht haben.


    Das hat mich etwas erstaunt. Einerseits wurde von Familie gesprochen, andererseits sind es jetzt „nur“ Kameraden und wenn sie tot sind, kräht kein Hahn danach…das passte für mich nicht so ganz und hat das Zusammengehörigkeitsgefühl doch leicht geschmälert.



    Zu Bernds Fragen:



    Welche Szenen fandet Ihr besonders gelungen? Was ist Euch im Gedächtnis geblieben? Wo hat Euch die Handlung eher gelangeweilt?


    Mir hat vor allem der Anfang gefallen. Als Kester noch gelebt hat, da war die Welt noch in Ordnung. ;) Mir gefiel, wie Eivora in den Weisheiten ihres Vaters Orientierung gesucht hat. Auch die Bestattung Kesters war gut beschrieben und mal etwas gänzlich Neues für mich.
    Kester ist irgendwie DER Charakter, den ich im Buch vermisst habe. Mir hat eine starke Führungsperson gefehlt. Jemand der den Überblick behält. Das mal etwas schief läuft, ist in Ordnung und es muss ja auch spannend bleiben, aber bei Eivora lief mir einfach zu viel schief. Ich empfand es, dass sie mehr oder weniger durch den Roman „gestolpert“ ist. Ich konnte mit ihr nicht so richtig mitfiebern und einfach nicht so viel mit ihr anfangen. Sie war mir im Großen und Ganzen zu blass.


    Den vorgezogenen Prolog fand ich super. Das hat gleich am Anfang Spannung erzeugt. Man fragt sich sofort, wie sie es wohl in die Stadt geschafft haben. Das hat für mich auch den größten Reiz des Buches ausgemacht. Wie werden diese Mauern wohl zu überwinden sein?
    Der Kampf um die Stadt hingegen war nicht so meins…Schlachten gefallen mir eh nicht so besonders, aber sie gehören dazu. Nachdem sie drin waren, viel für mich die Spannung immer mehr ab. Ich empfand es als zu langatmig. Ob der Blitzstein deponiert wird oder nicht, war mir inzwischen leicht egal. Da bei Eivora eh immer alles schief lief, habe ich auch nicht mehr so richtig mit Erfolg gerechnet. Mich hatte die Motivation verlassen, ihr alles Gute zu wünschen. Als ob man auf ein Pferd setzen würde, von dem man schon weiß, dass es keine Chancen auf den Sieg hat. (Das Problem hatte ich erstaunlicherweise auch bei Helion aus der Schattenherrentrilogie im ersten Band)



    Welche Figuren findet Ihr interessant? Welche sind für Euch "zu Ende erzählt"? Denkt noch jemand an Aglix?


    Ich fand Auge toll, auch wenn er nur einen spärlichen Auftritt hatte. Der hatte Humor und war mir gleich sympathisch. Nicht so der Hau-Drauf-Schläger, aber doch konsequent. An Aglix dachte ich öfter, aber ich hätte von ihm mehr erwartet. So war er „nur“ putzig.
    Fiafila-Ignuto ist ein defnitiv interessanter Charakter. Aber wenn sie jetzt nur in den Grausamkeiten und Beeinflussungen des Homunkulus aufgehen würde, fände ich es etwas langweilig und verschwendetes Potential. Ich würde nicht unbedingt lesen wollen, wie sie mehr und mehr in die Tiefe stürzt.


    Welche Einheiten (innerhalb des Klingenrauschs) interessieren Euch? Bislang haben wir vor allem das Sturmbanner kennengelernt, aber in den Folgebänden könnte der Fokus durchaus schwenken. Interessieren Euch die Schanzknechte, wie sie Tunnel graben und Belagerungstürme bauen? Oder die Spione im Zauberbanner? Oder doch lieber die disziplinierten Hellebardiere unter Xerohn?


    Die Armbruster und die Hellebardiere fand ich gut. Das sind spannende Einheiten mit interessanten Führungspersönlichkeiten. Xehron hat mich hier total überzeugt. Iskala und die Magier fand ich etwas blass. Sie konnten mich nicht so recht erwärmen. Das liegt vielleicht auch daran, dass sie „Betrüger“ sind.
    Es wäre toll, wenn sich der Klingenrausch eine Reiterei zulegen würde und dadurch vielleicht ein neuer Kampfherr seine Aufwartung macht. :)


    Für mich persönlich kam nicht rüber, dass der Klingenrausch eine Elite-Einheit ist. Dazu hatten sie sich nach Kesters Tod zu sehr überworfen. Eine Elite lebt für mich von ihren hervorragenden Fähigkeiten. Das habe ich hier nicht so empfunden.
    Noch dazu sind sie abhängig davon, dass der Blitzstein die Mauern sprengt und dazu muss es auch noch Gewittern. Das hatte für mich so den Beigeschmack der Abhängigkeit. Eine Elite ist nicht abhängig. Sie nimmt Dinge in die Hand. :barbar:


    Auch das Plünderungsrecht haben sie sich einfach so nehmen. Da war keine Gegenwehr. Im Grunde wurde das aufgrund der stärkeren Leibwache König Harlefs einfach so zugelassen. Auch nachher hat man nichts unternommen…



    Welche der offenen Fragen brennen so sehr, dass sie unbedingt noch aufgegriffen werden sollten?


    Wie geht es mit Kester weiter? Was hat es mit ihm auf sich.



    Was macht das Buch für Euch besonders? Ergo: Was sollte nach Eurem Geschmack im Zentrum der (weiteren) Reihe stehen?


    Ich finde die Idee einer Söldner-Elite Einheit sehr gelungen. Auch dass es mal nicht um Götter, sondern um Dämonen geht ist abwechslungsreich.
    Was im Zentrum stehen soll ist eine schwierige Frage. Ich wünsche mir eine stärkere Eivora. Vielleicht wäre es auch gut, die Kampfherren stärker in den Fokus zu nehmen. Hier sind einige interessante Charaktere dabei. Außerdem hoffe ich mehr von Kester zu hören.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Das stimmt, es gibt offene Fragen, aber keine davon ist wahnsinnig brennend. Es ist gut, dass hier nicht mit einem riesigen Cliffhanger abgeschlossen wird. Aber es gibt einige Fäden, die im nächsten Band schön wieder aufgegriffen werden können. :)


    Du sagst es. Ich mag Cliffhanger ja auch nicht. Aber die offenen Fragen reizen doch sehr auf den nächsten Band zu warten.

    Das hat mich etwas erstaunt. Einerseits wurde von Familie gesprochen, andererseits sind es jetzt „nur“ Kameraden und wenn sie tot sind, kräht kein Hahn danach…das passte für mich nicht so ganz und hat das Zusammengehörigkeitsgefühl doch leicht geschmälert.


    Ich glaube Söldner können nicht um jeden Kameraden trauern. Man hält wie eine Familie nach außen zusammen und man kümmert sich umeinander, aber sterben ist ein normaler Teil dieses Lebens. Nach einer Schlacht wird es immer den einen oder anderen geben, der einen Freund betrauert, aber insgesamt ist die Anzahl der Toten zu hoch. Ich denke das ist ziemlich realistisch.



    Helion war mir nie sonderlich sympathisch. Eivora schon. Sie ist nicht so arrogant wie er und auch nicht so intolerant. Was das Ungeschick bei der Ausführung von Aufgaben angeht, ja, da sind sich beide ähnlich. Allerdings hatte Helion soweit ich weiß keine strategischen und diplomatischen Fähigkeiten.
    Eivora hat ihr Ziel erreicht und eigentlich ist sie eben noch nicht kampfgestählt. Der Vater hatte ja immer Rücksicht auf sie genommen, darüber hat sie sich genauso geärgert wie Gonter. Aber ich gebe Dir recht. Mich hat es auch geärgert, dass ihre positiven Seiten doch sehr im Hintergrund abgelaufen sind, zum Beispiel bei dem Plan, in die Stadt einzudringen, da hätte sie als Strategin wirklich eine Absicherung einbauen sollen. Außerdem ha mir nicht gefallen, dass sie nicht mit den anderen gesprochen hat, als sie merkte, dass an der Aufteilung der Truppen ihre benachteiligt sind. Dann hätten sie was gegen den Betrug des Königs tun können.


    Den vorgezogenen Prolog fand ich super. Das hat gleich am Anfang Spannung erzeugt. Man fragt sich sofort, wie sie es wohl in die Stadt geschafft haben. Das hat für mich auch den größten Reiz des Buches ausgemacht. Wie werden diese Mauern wohl zu überwinden sein?


    Ja, das stimmt, aber ich hatte mir dann was raffinierteres gewünscht, nicht eine Aktion, die gleich am Anfang daneben geht.


    Welche Figuren findet Ihr interessant? Welche sind für Euch "zu Ende erzählt"? Denkt noch jemand an Aglix?


    An Aglix dachte ich öfter, aber ich hätte von ihm mehr erwartet. So war er „nur“ putzig.
    Fiafila-Ignuto ist ein defnitiv interessanter Charakter. Aber wenn sie jetzt nur in den Grausamkeiten und Beeinflussungen des Homunkulus aufgehen würde, fände ich es etwas langweilig und verschwendetes Potential. Ich würde nicht unbedingt lesen wollen, wie sie mehr und mehr in die Tiefe stürzt.


    da stimme ich voll zu, während Auge mich nicht mehr so interessiert. Er war mir zu dumm gegenüber den Söldnern. Ich hätte ihn schlitzohriger erwartet. Wenn die Stadt auch eingenommen ist. Wie es jetzt weiter geht und ob die Prinzessin noch den Bogen raus kriegt, wie man sich anders als mit Fett schützen kann wäre eigentlich interessant. Wohl aber nicht für die Söldner. Ich befürchte Gonters Vater werden wir nicht los, denn ich kann mit nicht vorstellen, dass er seinen Sohn so einfach abhauen läßt. Das läßt doch seine Eitelkeit nicht zu, oder? Ich könnte allerdings gern auf ihn verzichten.


    Welche Einheiten (innerhalb des Klingenrauschs) interessieren Euch? Bislang haben wir vor allem das Sturmbanner kennengelernt, aber in den Folgebänden könnte der Fokus durchaus schwenken. Interessieren Euch die Schanzknechte, wie sie Tunnel graben und Belagerungstürme bauen? Oder die Spione im Zauberbanner? Oder doch lieber die disziplinierten Hellebardiere unter Xerohn?


    Da mich die Menschen interessieren, ist es mir eigentlich egal. Xeron hat mich auch überzeugt. aber ich wüßte natürlich gern mehr über die Magier.


    Für mich persönlich kam nicht rüber, dass der Klingenrausch eine Elite-Einheit ist. Dazu hatten sie sich nach Kesters Tod zu sehr überworfen. Eine Elite lebt für mich von ihren hervorragenden Fähigkeiten. Das habe ich hier nicht so empfunden.
    Noch dazu sind sie abhängig davon, dass der Blitzstein die Mauern sprengt und dazu muss es auch noch Gewittern. Das hatte für mich so den Beigeschmack der Abhängigkeit. Eine Elite ist nicht abhängig. Sie nimmt Dinge in die Hand. :barbar:


    Da hast Du recht. Ich wußte nicht genau zu benennen, was es war, was mich da gestört hat, aber du bringst es auf den Punkt.


    Auch das Plünderungsrecht haben sie sich einfach so nehmen. Da war keine Gegenwehr. Im Grunde wurde das aufgrund der stärkeren Leibwache König Harlefs einfach so zugelassen. Auch nachher hat man nichts unternommen…


    Nein, man hat es sein lassen, um den Ruf zu bewahren, dass der Kunde zufrieden ist mit ihrer Arbeit. Das machen Kaufleute oft auch, dass sie zum Beispiel Reklamationen annehmen, obwohl es eigentlich keinen Grund gibt, einfach, um den guten Ruf zu wahren.
    Ich hätte mich aber gefreut, wenn es gelungen wäre den Betrüger zu betrügen. Dafür ist mir Gonters Geschenk zu wenig. Hier hätten die Magier ruhig eingreifen können.



    Welche der offenen Fragen brennen so sehr, dass sie unbedingt noch aufgegriffen werden sollten?


    Wie geht es mit Kester weiter? Was hat es mit ihm auf sich.


    unbedingt!!!



    Was macht das Buch für Euch besonders? Ergo: Was sollte nach Eurem Geschmack im Zentrum der (weiteren) Reihe stehen?


    Ich finde die Idee einer Söldner-Elite Einheit sehr gelungen. Auch dass es mal nicht um Götter, sondern um Dämonen geht ist abwechslungsreich.
    Was im Zentrum stehen soll ist eine schwierige Frage. Ich wünsche mir eine stärkere Eivora. Vielleicht wäre es auch gut, die Kampfherren stärker in den Fokus zu nehmen. Hier sind einige interessante Charaktere dabei. Außerdem hoffe ich mehr von Kester zu hören.


    dito, aber ich möchte auch weiterhin so schöne philosophische Fragen im Hintergrund haben und neue Sichtweisen.
    Für mich macht das Buch besonders, dass es eine Söldnertruppe als Kern hat, ohne strahlende Helden, mit viel realistischer Sicht auf Söldner soweit ich das beurteilen kann und interessante Fragen zur Wirkung und Faszination des Bösen. Was ist Moral? Wie abhängig ist sie von der Umgebung in der sie wirkt.

  • Oh, jetzt ist es zu Ende. Und wieder ein Ende mit vielen Fragen:


    Wie nimmt der König den Weggang von Gonter auf - er denkt doch bestimmt, die Söldner haben ihn entführt?


    Warum ruft Fiafila Kester? Wie geht es eigentlich mit der Avatar weiter?


    Aber wäre ja auch schlimm wenn nicht nicht, dann hätte ja niemand mehr Interesse den nächsten Band zu lesen. Steht jedenfalls schon auf meiner WuLi - muss ja die Fragen beantwortet bekommen.


    König Harlefs Handlungen fand ich ja echt das letzte. Da hat der Klingenrausch für ihn gekämpft, die als unüberwindbar eingestuften Stadtmauern gebrochen, ihm im Grunde die Stadt zu Füßen gelegt - und dann hält er sich nicht an die Vereinbarungen und macht Eivora und Gonter vor versammelter Mannschaft runter. Ich kann ja verstehen, dass er "seine eigene Stadt" nicht geplündert sehen möchte - aber dann hätte er das von Anfang an klar stellen sollen und eine andere Vereinbarung treffen.


    Und Gonter löst sich aus der Umklammerung seines Vaters - sonst hätte er doch noch die Prinzessin heiraten müssen und selbst wenn er Stadtoberhaupt geworden wäre, hätte er doch unter der Fuchtel König Harlefs gestanden. Ob er sich in dem Söldnerhaufen behaupten kann?


    Aglix werde ich immer als "süss und putzig" im Kopf behalten. Irgendwie habe ich ja gehofft, dass er noch das ein- oder andere Mal ein bißchen wichtiger für die Geschichte wäre - schließlich wurde ja auch des öfteren betont, dass er giftig wäre. Bei Eivora habe ich im Verlaufe des Buches bereits einen kleine Entwicklung feststellen können - aber ich denke mal sie hat noch mehr auf dem Kasten. Allerdings wurde sie ja auch ständig von Nirto runtergemacht. Wenn sie jemanden an ihrer Seite hat, der zu ihr steht und ihr was zutraut (Gonter vielleicht?) dann kommt sie sicherlich noch mehr aus sich raus und zeigt wozu sie fähig ist.


    Ich bedanke mich schon mal herzlich, dass ich dieses Buch mitlesen durfte. Mein Fazit folgt dann in den nächsten Tagen.


  • Warum ruft Fiafila Kester?


    Bernd meint, man könne es erraten. Ich habe überlegt. Das Einzige, was ich mir denken kann wäre, dass es um die letzten Worte Kesslers geht und sie ihn fragen wollte, so wie wir, was und wer gemeint war.
    Oder, er hat jetzt einen Rang in der Dämonenriege, dass sie sich zusammentun wollen.

  • Dieser Harlef ist ja eine linke Bazille, der windet sich doch, wo er kann, um ja nicht eine Silbermünze mehr hergeben zu müssen. Ich weiß ja nicht, ob ich ihm seine Sorge um Gonter wirklich so abnehme oder ob das nicht vielmehr ein praktisches Argument für ihn ist, um dem Klingenrausch das Verbot der Plünderung aufzudrücken. Gut, als sein Sohn Gefangener von Ygôda war, hat er sich tatsächlich zurückgezogen, ich will ihm also nicht unterstellen, dass ihm Gonter egal wäre, aber dennoch denke ich, dass er hier doch auch die Gunst der Stunde zu seinem Vorteil nutzt.


    Ich bin jetzt zwar kein Freund unbedingt von Plünderungen, aber dennoch wurmt es mich, dass Harlef nicht sein Wort hält. Für ihn ist es natürlich deutlich vorteilhafter, wenn Ygôda gar nicht geplündert wird und er sich bei seinem zukünftigen Gegenschwieger großzügig präsentieren kann. Aber zusammen mit dem großen Verlust an Söldnern beim Klingenrausch geht es mir wie Eivroa, dass der Sieg einen faden Beigeschmack hat, sich für den Klingenrausch nicht wirklich nach Sieg anfühlt. Aber scheinbar teilen die anderen Kampfherren Eivoras Befürchtungen, dass sich die nicht gewährte Plünderung negativ auf mögliche Neubewerber auswirken könnte, nicht. Für sie zählt mehr, dass der Auftrag, nämlich die Mauer zu brechen, erfüllt wurde. Mir war bisher gar nicht bewusst, dass der Auftraggeber beim Rat von Eisen und Gold eine Bewertung über die von ihm angeheuerte Söldnertruppe abgibt, welche dann damit eine Art Ranking der Söldnereinheiten erstellt. Unter diesen Umständen ist man dann doch bereit, die bittere Pille zu schlucken und sich Harlefs Willen zu beugen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Harlef anschließend von seinem eigenen Sohn übers Ohr gehauen wird: nicht nur verliert er seine wertvolle Krone, sondern auch seinen Sohn. Respekt, Gonter, dass du dich endlich deinem Vater gegenüber durchgesetzt hast. Ehrlich gesagt, wäre er in Ygôda mit Irûna niemals glücklich geworden. Ich freue mich jedenfalls, dass wir ihm im zweiten Band wiederbegegnen werden.


    Pirlitu lässt sich weiterhin nicht in die Karten schauen, ob sie den Blitzstein damals gestohlen hat oder nicht - ich glaube, ich würde das auch vermeiden, nachdem selbst der Feuerkreis auf ihrer Seite war. Wie lange ihr "Glück" anhält ist natürlich fraglich; ich bin gespannt, ob der Diebstahl des Blitzsteins im zweiten Band nochmals Thema sein wird. Ich könnte mir vorstellen, dass Eivora Pirlitu gegenüber misstrauischer sein wird. Und dass sie unbedingt noch rausbekommen will, ob es Pirliltu nun war oder nicht.


    Ich bin froh, dass Eivoras Verletzung nicht so schwerwiegend war, dass sie ihr Bein verloren hätte. Sie hat einen ersten Sieg errungen, aber der weitere Weg wird steinig bleiben, es liegt noch sehr viel vor ihr. Ist das auch mit ein Grund, warum sie der Meinung ist, dass Fiafila-Ignuto so wichtig für sie ist? Immerhin hat sie mit ihr eine Avatar an der Seite, die sie unterstützt, im Gegensatz zu Chastro-Ignuto. Und diese Avatar will den Klingenrausch zu ungeahnter Macht verhelfen, damit decken sich ihre Ziele mit denen von Eivora. Andererseits erscheint ihr die Avatar deutlich fremder als Fiafila, für die sie freundschaftliche Gefühle empfand.


    Was die Schändungen nach Erfüllung eines Auftrages angeht, ist Fiafila-Ignuto wirklich kompromisslos. Zumal wir nun wissen, dass sie gelogen hat, was Kesters letzten Willen angeht. Mich hat das nicht so sehr überrascht, da ich die ganze Zeit dazu tendierte, dass sie nicht die Wahrheit gesagt hat. Ebenso wenig bin ich mir sicher, dass Kester wirklich gesagt hat, dass Eivora dem Klingenrausch vorstehen soll, stimmt. Chastro-Ignuto hat doch damals, als Kester in Fiafilas Armen gestorben ist, nur reines Mitleid bei ihr gespürt; damals dachte ich, das wäre Mitleid mit Kester, weil das einfach ihre reine Art ist. Aber stimmt das wirklich? Denn warum sollte sie mit jemandem Mitleid empfinden, der ihr zuflüstert, dass seine Leute die Feuer entfachen sollen und alle Bewohner des Tempels bzw. von Abidia in die Flammen treiben soll? Entweder fing Ignuto da bereits an, Fiafilas Gefühle zu verschleiern, was ich mir aber weniger vorstellen kann, ich denke, dazu war es noch zu früh. An einer späteren Stelle wird erwähnt, dass Fiafila Kester als einen bösen Menschen ansieht, das hat mich damals etwas verwirrt, wenn Kester wirklich das gesagt haben soll, was Fiafila behauptete. Jetzt, wo wir die Wahrheit kennen, ist es natürlich logisch. Oder galt Fiafilas Mitleid eher ihren eigenen Leuten oder sich selbst, weil sie sich in dem Moment ganz bewusst für eine tolldreiste Lüge entscheidet, und damit den brennenden Tod von Abidia fernhält und ahnt, welche Folgen das für sie persönlich haben könnte? Ich muss sagen, dafür zolle ich ihr sehr viel Respekt, dass sie sich so einer weitreichende und eigentlich überlegten Lüge in dieser Situation, in der sie sich befindet, bemächtigt. Ich frage mich, ob das der Zeitpunkt war, an dem Ignuto Fiafilas Potenzial erkannte.


    Dann kommt das letzte Kapitel, das ein paar Fragezeichen bei mir hinterlässt: warum soll sich Fiafila-Ignuto besser nicht mehr im Harnastesschrein sehen lassen? Weil der Homunkulus Harnastes um seinen Lohn gebracht hat, als er von Chastro zu Fiafila wechselte und damit gegen den Willen des Dämons handelte? Oder weil Fiafila Kesters Stärke im Dämonenreich erkannte und ihn gerufen hat, weil sie der Meinung ist, er könnte stärker als Harnastes sein und will ihm ihre Dienste anbieten ("Erbarme dich deiner wertlosen Dienerin!") und damit Harnastes quasi "verraten"? Weil Kester den Klingenrausch eben ohne Wenn und Aber unterstützen wird, vielleicht zuverlässiger als es die anderen Dämonen tun würden? Ist Kester "stinkig" auf Fiafila, weil sie nicht seinen letzten Befehl ausgeführt hat?


    Und was ist mit Treskor los? Stimmt Eivoras Eindruck, dass die Dämonen ihm womöglich "die Tür gewiesen" haben? Aber warum? Weil er sich Kester "gewogen" halten wollte und die Dämonen deswegen sauer sind? Oder hat es etwas mit Fiafila-Ignuto zu tun? Ist sie womöglich zu mächtig für ihn?


    Die goldene und tropfende Totenmaske Kesters im letzten Kapitel schlägt nochmal schön den Bogen zum Cover. Gelungen finde ich auch, dass wir als letzten Satz Kesters letzte Worte als Mensch erfahren - daran hatte ich gar nicht mehr gedacht, bei all dem, was zwischenzeitlich geschehen ist.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Figuren in Band 2 und bin sehr gespannt auf die dortigen Abenteuer des Klingenrauschs. Seufz, bis Januar ist es allerdings noch so lange hin. ;D


  • Irgendwie setzt sich bei mir der Eindruck fest, dass Eivora etwas die Verliererin ist. Sie verliert nicht nur Pirlitu, die sie vor ihrem Kampf mit Leronn als Freundin angesehen hatte, sondern auch Fiafila. Das Wiedersehen mit den neuen Avatar entsetzt sie ebenfalls, da sie die Verwandlung der ehemaligen unschuldigen Priesterin am deutlichsten erkennt. Wenn Gonter am Ende die Prinzessin geheiratet hätte, wie sein Vater wollte, wäre ich wohl wegen Eivora etwas unglücklich gewesen. :'(


    Ja, so ging es mir auch, dass ich etwas unzufrieden war mit dem, wie es für Eivora gelaufen ist. Dass Gonter dann zum Klingenrausch stößt, hat das etwas abgemildert.



    Welche Szenen fandet Ihr besonders gelungen? Was ist Euch im Gedächtnis geblieben? Wo hat Euch die Handlung eher gelangeweilt?


    Bei den Kampfszenen musste ich aufpassen, dass ich einigermaßen den Überblick behalten habe, aber ich fand sie nicht langweilig, weil wir auch die Emotionen der Kämpfenden immer wieder mitbekommen haben. Sehr eindrücklich fand ich die Szene als Fiafila und Ignuto eins werden.



    Welche Figuren findet Ihr interessant? Welche sind für Euch "zu Ende erzählt"? Denkt noch jemand an Aglix?


    Stimmt, Aglix trat am Ende ziemlich in den Hintergrund, bei ihm bin ich gespannt, ob er noch mehr als die Rolle eines Glücksbringers spielen wird. Ansonsten bin ich auf die weitere Entwicklung der Avatar, Eivora und Gonter gespannt. Und wie sich die Klingenrauschkämpfer gegenüber Eivora verhalten werden. Immerhin hat Nirto Eivoras verletztes Bein verarztet, auch wenn er natürlich brummelig hinterher schieben muss, dass er sie ebenso gerne liegen gelassen hätte ;D Und dann bin ich an Pirlitus weiterer Zukunft interessiert, ob sie von dem Diebstahl des Blitzsteins doch noch eingeholt wird.



    Welche Einheiten (innerhalb des Klingenrauschs) interessieren Euch? Bislang haben wir vor allem das Sturmbanner kennengelernt, aber in den Folgebänden könnte der Fokus durchaus schwenken. Interessieren Euch die Schanzknechte, wie sie Tunnel graben und Belagerungstürme bauen? Oder die Spione im Zauberbanner? Oder doch lieber die disziplinierten Hellebardiere unter Xerohn?


    Ich würde es interessant finden, wenn der Fokus zwischen den Einheiten schwenken würde. All die Einheiten, die du aufführst, würde ich spannend finden, aber die Spione im Zauberbanner bzw. Xerohns Leute würden mich noch am meisten interessieren.



    Welche der offenen Fragen brennen so sehr, dass sie unbedingt noch aufgegriffen werden sollten?


    Wer oder was ist Kester und welche Stellung nimmt er mittlerweile ein?



    Was macht das Buch für Euch besonders? Ergo: Was sollte nach Eurem Geschmack im Zentrum der (weiteren) Reihe stehen?


    Ich denke, dass der Autor schon alles richtig machen wird ;D

  • Ich bin vermutlich zu blind.
    Eine Möglichkeit:
    Sie wußte gar nicht, dass sie Kester ruft. Die Kämpfe im Jenseits dienen der Rangordnung. Kester ist inzwischen der höchste Dämon. Diesen hat sie gerufen, um sich mit dem mächtigsten zu unterhalten (Größenwahn?- Einfluss des Humunkulus?) Dazu würde passen, dass sie sich im Harnastes Tempel nicht mehr blicken lassen darf und dass der Oberpriester so zornig ist, weil sie ihn umgangen hat.


    Andere Möglichkeit,
    sie hat Kester gerufen, weil sie mit ihm verhandeln wollte, dass er die letzten Worte bestätigt und sie damit die offizielle Unterstützung hat und wurde von seiner Macht überrascht. Das könnte erklären, warum sie überhaupt bis in den Raum gekommen ist, weil dann auch der Priester nicht wusste, dass Kester jetzt der höchste Dämon ist. Aber das ist weniger logisch.


    Vermutlich ist beides falsch, aber mehr fällt mir auch nach nochmaligem lesen nicht ein.