09: Seite 410 - Seite 450 (Kap. 17)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 410 bis Seite 450 (Kapitel 17 "Die Schlacht um Ygôda") schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ich weiß, dass ich vorpresche, aber im Krieg und bei spannenden Büchern ist alles erlaubt ;D


    Ich nutze es einfach aus, in dieser Umgebung Zeit zu haben zu lesen.


    die Schlacht. Nun ist sie da. Kampf innerhalb und außerhalb der Stadt. Ich wußte es doch, Auge ist lernfähig.Gut, dass er noch nie mit wirklichen Kämpfern zu tun hatte und doch klein beigibt.
    Hier endlich wird Eivora wieder bestimmter, auch wenn ich sie immernoch ein wenig kreischend empfunden habe. Zumindest am Anfang der Szene.


    Es ist schon interessant, wenn immer wieder deine Philosophie durchscheint mit entsprechenden Beweisen. Ja, es würde Eivora besser gehen, wenn sie der Magd in den Rücken geschossen hätte, wäre das die einzige Lösung gewesen? Hätte es nicht schon die Situation verbessert, wenn sie an die Möglichkeit gedacht hätte, dass die Frau Verstärkung holt?
    Sie liefert einen guten Kampf und scheinbar sind die Kameraden erfolgreich. Wird Eivora ohnmächtige?
    Wird der nächste Band ohne sie statt finden?
    Ich bin mir eigentlich sicher, dass Gonter bei den Söldnern bleibt. Allerdings frage ich mich, was sein Vater dazu sagt.
    Fiafila-Ignuto erstaunt mich. Es geht immer schneller mit der Freude an der Qual. Gleichzeitig freue ich mich, dass sie den Dämonen zeigt was ne Harke ist. Sie quält Dämonen ;D ;D


    Die Sehnsucht zu einer Gemeinschaft zu gehören ist etwas, was unsere Gesellschaft stark unterschätzt. Selbst Individualisten bilden möglichst eine Gemeinschaft.

  • Sorry, ich weiß, dass wir eigentlich nur einen Abschnitt pro Tag lesen sollen und ich hatte heute Morgen ja schon einen gelesen. Da die nächsten Abende bei mir allerdings verplant sind, werde ich heute Abend die letzten beiden Abschnitte noch zu Ende lesen, um möglichst zeitnah auch die Rezension schreiben zu können. Los geht's also mit dem 9. Abschnitt.


    Fiafila-Ignuto hat mich in diesem Abschnitt überrascht. Ihre Affinität zu den Geistern und dem Geisterreich machen sie zur perfekt geeigneten Avatar. Die Geister, die an den Klingentisch gebunden sind - übrigens eine gruselige Vorstellung -, zeigen ihr mehr Einzelheiten der nun ausgebrochenen Schlacht zwischen den Ygôdern, die einen Ausfal gemacht haben, und dem Klingenrausch und König Harlefs Männern.


    Die Korruption von Fiafila-Ignuto setzt sich fort, auch wenn sie sich ihre Freundschaft zu Eivora bewahren kann. Warum der Homunkulus allerdings keine freundschaftlichen Gefühle erkennt, besonders bei seinem Träger, fand ich etwas seltsam. Es kann doch nicht das erste Mal sein, dass er Freundschaft begegnet, oder? Oder ist er grundsätzlich nicht in der Lage positive Gefühle wie Freundschaft, Liebe, Mitgefühl, etc. wahrzunehmen?


    Sehr bezeichnend finde ich folgende Textstelle auf S. 420: "Auch einige Pikeniere des Klingenrauschs wurden verwundet, meist die, die sich zu zögerlich zurückzogen, aber auch andere, die einfach nur Pech hatten. Der Krieg war grausam. Fiafila-Ignuto lachte." Vor ihrer Verwandlung hätte Fiafila nicht gelacht. Auch scheint es ihr gleich zu sein, wer verwundet wird oder stirbt, während sie in Verbindung mit den Geistern des Klingentischs steht, die ihr das Schlachtgeschehen zeigen.


    Und noch ein Zitat von S. 423: "Die Ekstase von Schmerz, Hass, Furcht und Tod raubte Fiafila-Ignuto die Sinne."


    Wer bis jetzt noch glaubte, dass sie immer noch die unschuldige Priesterin vom Anfang ist, wird schmerzhaft eines Besseres belehrt, als sie in den negativen Gefühlen schwelgt.


    Bei Eivora läuft der neue Plan wieder nicht ganz rund. Erst stürzt der Blitzstein nach unten zum Dunkelvolk, dann müssen sie den behinderten Stadtfürsten durch die Gegend schleppen und dazu auch noch den Blitzstein von Auge zurückerlangen, um ihn noch rechtzeitig an die östliche Stadtmauer zu bringen, bevor das Gewitter endet, damit die Blitze dort ein Loch schlagen können. Keine einfache Aufgabe zumal Nirto mal wieder ihre Anweisungen in Frage stellt.


    Gelungen fand ich Gonters List. Er integriert sich immer mehr bei den Söldnern und ersinnt ein raffiniertes Märchen, um vor ihren Gefangenen zu verschleiern, was der Blitzstein ist und bewirkt. Auch den Kampfruf des Klingenrauschs "Hammerschlag!" hat er angenommen. Ich bin schon gespannt auf sein Wiedersehen mit seinem Vater. Ich denke, dem wird seine Wandlung wenig gefallen.


    Dadurch dass Eivora am Ende verwundet und ohnmächtig wird, endet der Abschnitt, ohne dass wir wissen, ob sie ihre Aufgabe noch rechtzeitig erfüllt haben. Einzig und allein der Ruf nach Rückzug, den Fiafila-Ignuto und Iskala wahrnehmen, lässt dies vermuten.


    Am Ende wurde es auch noch einmal gefährlich für die neue Avatar, als der Kampf bis zum Klingentisch getragen wurde. Iskala rettet sie zwar, aber erklärt gleichzeitig, dass sie sie nicht mag, was Fiafilas Integration abschließt. Nun ist sie nicht nur mit dem Homunkulus fest verbunden und der Wahnsinn beginnt bei ihr, sondern sie erfüllt auch die vorgesehene Rolle des Avatars beim Klingenrausch und fühlt sich der Legion verbunden. Farewell, unschuldige Windpriesterin, ruhe in Frieden! :blume:


    Okay, weiter geht's mit dem letzten Abschnitt.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

    Einmal editiert, zuletzt von Nicole Gozdek ()

  • Fiafila-Ignuto erstaunt mich. Es geht immer schneller mit der Freude an der Qual. Gleichzeitig freue ich mich, dass sie den Dämonen zeigt was ne Harke ist. Sie quält Dämonen ;D ;D


    Ich glaube, du meinst die Geister (der Gefallenen), die an den Klingentisch gebunden sind? Das sind keine Dämonen, so wie ich es verstanden habe, oder, Bernd? ???

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  • Also in diesem Abschnitt tobt die entscheidende Schlacht. Die Ereignisse spitzen sich zu.


    Amüsant finde ich, dass Gonter manchmal mit Eivora überfordert ist und sich dann zurückzieht oder auf andere Art versucht sie wieder zu beruhigen. Auch von dem ewig stichelnden Nirto lässt Gonter sich nicht aus der Ruhe bringen. Respekt mein lieber Gonter. Aus ihm wird noch was. Berührt hat mich auch die Szene, in der Gonter den Schlachtruf des Klingenrauschs ruft, während er kämpft. Man stelle sich vor, ein Prinz aus hohem Hause, gehätschelt und getätschelt kann seiner Leidenschaft für Kämpfe und Abenteuer endlich freien Lauf lassen und stellt sich diesen völlig neuen Herausforderungen, obwohl er es eigentlich so bequem hätte haben können. Nun ja, Iruna ist wohl nicht nach seinem Geschmack, seine Abenteuerlust zog ihn dann auch schließlich ins "Bett" mit einer Söldnerin. Gonter bewundert Kämpfer im Allgemeinen. Kämpfende Frauen dürften da auf ihn wohl eine ganz besondere Faszination ausüben! Darum ist er nun auch bei Eivora gelandet. Auch wenn ich noch nicht glaube, dass die beiden eine Zukunft haben werden.


    Tja, was sage ich nun über Eivora? Ich grüble noch. Zwar wirkt sie in diesem Abschnitt bei weitem zäher und entschlossener, ja sogar durchsetzungsfähiger (z.B bei Nirto) und dennoch passiert ihr als jahrelange Kämpferin so ein Fehler und sie lässt die Sklavin entkommen, die dann Hilfe holt? Passt das wirklich zusammen? Ich bin unsicher. Nach jahrelangem Erobern, ist da so etwas nicht wie Routine? Weiß man da nicht, wenn einer entkommt kann man kurz darauf erst Recht Ärger bekommen, es einen selbst oder sogar andere das Leben kosten? Ja, sogar die ganze Mission gefährden? Wieder ein eklatanter Fehler. Immerhin rettet sie sich und die anderen halbwegs aus der Lage. Doch sie wird verletzt, ein weiteres Risiko für die Mission. Mir macht Eivora die meiste Zeit -nicht immer- einen noch unreifen Eindruck, oder eher unerfahrenen Eindruck. Das will ich nicht mal positiv oder negativ bewerten, einfach nur feststellen. Ich bin mir aber sicher, sie wird mit und an ihren Aufgaben und Missionen künftig wachsen.


    Das Schlachtgemetzel ist sehr gut beschrieben, man hört das Klagen und Schreien der Kämpfenden förmlich. Ein erbitterter Kampf, wie er vorherzusehen war. Iskala überrascht, in dem sie Fiafila-Ignuto beschützt und ihr , als Avatarin ihren Respekt erweist. Das fand ich sehr gut. Fiafila-Ignuto scheint schneller respektiert zu werden als Eivora ;-) Tja und da stellt sich mir doch schon die Frage, ob es eines Tages auf ein Duell zwischen diesen beiden hinauslaufen könnte? Irgendwie ahne ich da nichts Gutes!


    Am Ende ist sogar das Wort "Familie "präsent. Also ist doch nicht jeder Söldner ersetzbar und es gibt Kameradschaft, Rückhalt und Zusammenhalt. Wie eine Söldnerlegion so funktioniert, wie sie fühlt und denkt, muss ich wohl erst langsam immer mehr begreifen.


    Tja, nun sitze ich hier und die letzten Seiten stehen an. Erschöpfung, aber auch Wehmut machen sich breit. Aber wir wissen ja, es wird ein Wiedersehen geben. Ich bin gespannt, was der Autor noch alles mit den Figuren im Sinn hat. Langsam begreife ich: Meistens nichts Gutes! :'(

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Fiafila-Ignuto scheint schneller respektiert zu werden als Eivora ;-) Tja und da stellt sich mir doch schon die Frage, ob es eines Tages auf ein Duell zwischen diesen beiden hinauslaufen könnte? Irgendwie ahne ich da nichts Gutes!


    Interessante Vermutung. Ich dachte ja ursprünglich, dass Eivora und Chastro-Ignuto sich irgendwann gegenüberstehen würden. Aber andererseits ist der Konflikt mit dem Avatar vermutlich noch spannender, wenn sich die Söldnerin und die Trägerin vorher mochten. Und zwischen Chastro und Eivora stimmte ja von Anfang an die Chemie nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Eivora und Fiafila-Ignuto irgendwann richtige Feinde sind.



    Tja, nun sitze ich hier und die letzten Seiten stehen an. Erschöpfung, aber auch Wehmut machen sich breit. Aber wir wissen ja, es wird ein Wiedersehen geben. Ich bin gespannt, was der Autor noch alles mit den Figuren im Sinn hat. Langsam begreife ich: Meistens nichts Gutes! :'(


    Ja, das glaube ich auch. Ich bin schon echt gespannt auf den nächsten Band und wie es dann mit den Figuren weitergeht. :D

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • Ich weiß, dass ich vorpresche, ...


    Du möchtest wohl ins Sturmbanner, was? ;D



    Es ist schon interessant, wenn immer wieder deine Philosophie durchscheint mit entsprechenden Beweisen. Ja, es würde Eivora besser gehen, wenn sie der Magd in den Rücken geschossen hätte, wäre das die einzige Lösung gewesen? Hätte es nicht schon die Situation verbessert, wenn sie an die Möglichkeit gedacht hätte, dass die Frau Verstärkung holt?


    Ja, das hätte sie bestimmt ... In den allermeisten Situationen gibt es sehr viele Handlungsmöglichkeiten, man muss nur daran denken. Andererseits kommt jemand, der zu lange nachdenkt, vielleicht zu spät ans Ziel ...



    Die Korruption von Fiafila-Ignuto setzt sich fort, auch wenn sie sich ihre Freundschaft zu Eivora bewahren kann. Warum der Homunkulus allerdings keine freundschaftlichen Gefühle erkennt, besonders bei seinem Träger, fand ich etwas seltsam. Es kann doch nicht das erste Mal sein, dass er Freundschaft begegnet, oder? Oder ist er grundsätzlich nicht in der Lage positive Gefühle wie Freundschaft, Liebe, Mitgefühl, etc. wahrzunehmen?


    Er kann sie wahrnehmen, aber nicht nachvollziehen, und sie schmecken ihm nicht - im Wortsinne. :D



    Wer bis jetzt noch glaubte, dass sie immer noch die unschuldige Priesterin vom Anfang ist, wird schmerzhaft eines Besseres belehrt, als sie in den negativen Gefühlen schwelgt.


    In diesem Moment ist das sicher wichtig. Sie muss sich dem Dämonischen gerade weit öffnen, um das Schwertfeuer dirigieren zu können.



    Bei Eivora läuft der neue Plan wieder nicht ganz rund.


    Irgendwas ist immer ... :D
    Als Söldnerführerin hat man's schwer ...



    Gelungen fand ich Gonters List. Er integriert sich immer mehr bei den Söldnern und ersinnt ein raffiniertes Märchen, um vor ihren Gefangenen zu verschleiern, was der Blitzstein ist und bewirkt.


    Was, denkt Ihr, ist seine Motivation, sich diese Geschichte auszudenken?



    Farewell, unschuldige Windpriesterin, ruhe in Frieden!


    Das ist nicht tot, was dort für ewig liegt, denn mit der Zeit mag auch der Tod selbst sterben ...
    Upps, falsches Universum (Lovecraft-Zitat ...). :)
    Die Frage, wie viel von der alten Fiafila noch in Fiafila-Ignuto steckt, ist sicher noch nicht geklärt ... Und wie sich die Beziehung der beiden Persönlichkeiten innerhalb der neuen Avatar entwickelt ... Nun, es ist eine Serie. ;)



    Ich glaube, du meinst die Geister (der Gefallenen), die an den Klingentisch gebunden sind? Das sind keine Dämonen, so wie ich es verstanden habe, oder, Bernd?


    Genau, es sind Geister.



    Respekt mein lieber Gonter.


    Aha! Zum Ende hin kann der Prinz doch noch punkten. :)



    Gonter bewundert Kämpfer im Allgemeinen. Kämpfende Frauen dürften da auf ihn wohl eine ganz besondere Faszination ausüben!


    Im Rollenspielbereich ist das Rollenspiel "Shadowrun" recht erfolgreich, das auch für seine aufwendigen Coverillustrationen bekannt ist. In einem Vortrag verriet einer der Spieleentwickler, welche Motive sich am besten auf die Verkaufszahlen auswirken: "Platz drei: Weiber. Platz zwei: Knarren. Platz eins: Weiber mit Knarren."
    :D



    ... und dennoch passiert ihr als jahrelange Kämpferin so ein Fehler und sie lässt die Sklavin entkommen, die dann Hilfe holt? Passt das wirklich zusammen? Ich bin unsicher. Nach jahrelangem Erobern, ist da so etwas nicht wie Routine?


    Sie war nicht beim Sturmbanner. Für sie sah "Kämpfen" eher so aus wie die Schlacht am Schimmersee: Einheiten von ein paar Hundert Kriegern gehen gegeneinander vor, Zivilisten gibt es auf dem Schlachtfeld nicht. Später wird dann geplündert, und wenn ein Zivilist wegrennt und seine Schätze zurücklässt, ist das genau das, was man will.
    Mit ein paar Leuten hinter den feindlichen Linien zu operieren ist ihr neu.



    Am Ende ist sogar das Wort "Familie "präsent. Also ist doch nicht jeder Söldner ersetzbar und es gibt Kameradschaft, Rückhalt und Zusammenhalt. Wie eine Söldnerlegion so funktioniert, wie sie fühlt und denkt, muss ich wohl erst langsam immer mehr begreifen.


    Die Söldner marschieren zusammen, leben zusammen, kämpfen zusammen. Sie verbringen mit niemandem so viel Zeit wie mit ihren Kameraden. Es gibt Leute, die das Sagen haben, und alle befolgen Befehle. Insofern ist die Legion so etwas wie eine große, hierarchische Familie.
    Aber diese Familie hat ein gemeinsames Ziel: Schlachten zu gewinnen. Das weiß jeder, der in diese Familie eintritt. Wenn sie nicht mehr gewinnen, haben sie bald keinen Sold mehr.
    Deswegen wird es Freundschaften und Liebesbeziehungen in der Legion ebenso geben wie Rivalitäten. Man weiß: Wenn ich den Kameraden neben mir rette, wird er irgendwann vielleicht dasselbe für mich tun. Aber man weiß auch: Wenn die Mission verloren geht, dann geht es uns allen schlecht. Wenn man sich also zwischen dem Kameraden und dem Sieg entscheiden muss, wird es eng ... Und demjenigen, der zurückgelassen wird, wird das sicher nicht gefallen - aber er wird verstehen, wieso es geschieht.


  • Dann muss ich gestehen, dass ich die Szene nicht verstehe. Ich dachte, die Dämonen ekeln sich vor netten Gefühlen. Wieso tun das auch die Geister der Gefallenen? ?????


    Zunächst einmal sind es zwar Geister, aber nicht notwendiger Weise "Geister der Gefallenen" - sie sind nur mit dem Artefakt verbunden, das aus Heldenklingen geschmiedet wurde (Seite 410: "Die Geister, die an den aus Heldenklingen geschmiedeten
    Tisch gebundenen waren, kreischten."). Auch die Gestalten, die die Totenbarke bei Kesters Bestattung bedrohen, sind Geister (zweiter Leseabschnitt). Die können unterschiedliche Ursprünge haben.
    Woher auch immer sie kommen - die Geister sind inzwischen Bewohner einer jenseitigen Sphäre ... An diese neue Umgebung müssen sie sich anpassen ... Das verändert auch ihr Wesen ... Ähnlich, wie sich Fiafila durch die Verbindung mit Ignuto verändern wird ... ;) ... und auf die ein oder andere Weise sicher auch Kester. >:D

  • Gibt es also eine Dämonengesellschaft? Dämonen als Herrscher und Geister als Untertanen?
    Werden wir erfahren, was sich da außer kämpfen noch abspielt? Ich nehme an, das wird uns Kester erklärend?

  • In diesem Abschnitt kommt es dann jetzt endlich zum Beginn der alles entscheidenden Schlacht.


    Und schon wieder verlieren sie den Blitzstein. Na ja, wäre ja auch irgendwie langweilig, wenn alles glatt laufen würde. Und Eivora und Nirto giften sich wieder einmal an. Was hat Nirto eigentlich gegen Eivora - ständig stellt er ihre Anweisungen in Frage, veräppelt sie und nimmt sie glaub ich noch nicht so ganz ernst.
    Jedenfalls keine allzu leichte Aufgabe, welche die drei Gunter, Nirto und Eivora hier zu meistern haben. Dem Auge den Blitzstein wieder abnehmen, Sumeel durch die Gegend tragen (weil sie ja sein Blut brauchen) und dann auch noch den Blitzstein an der Ostmauer in Stellung bringen, solange das Gewitter noch andauert.
    Wenn es nach Nirto gegangen wäre, der hätte wohl wirklich Sumeel und Iruna den Garaus gemacht. Wie gut, dass Eivora dann doch das Zepter in der Hand hielt.


    Das Gespräch mit Auge musste ich des Öfteren schmunzeln. Da waren Nirto und Eivora sich komischerweise mal einig und ihre Gesprächsführung sorgte dafür, dass Auge dann doch lieber den Stein rausrückte


    Auch die weitere Entwicklung der Verschmelzung von Fiafila-Ignuto find ich sehr interessant. Scheinbar scheint die Verbindung zwischen den beiden besser und weitreichender zu funktionieren als mit Chastro - mal sehen, vielleicht wird es ja doch eine gewinnbringende Verbindung für die Söldnertruppe. Wir werden sehen. Jedenfalls ist Fiafila nicht mehr die unschuldige Priesterin vom Anfang des Buches.


    Und nun steht nur noch der letzte Abschnitt aus. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Gonter dann die Prinzessin heiratet und Eivora ziehen lässt. Wird er mit den Söldner ziehen - irgendwie hat er mir viel zu viel Gefallen am kämpfen als das er da in der Stadt bleiben könnte.

  • Jetz gehts lohoos...jetzt gehts loshoos... ;D Die Schlacht beginnt also und es geht für beide Seiten um die Wurst....


    Ich dachte die Truppen wären schon abgezogen...nun stehen sich die Heere doch tatsächlich gegenüber. Und die Ygoder sind wohl besser aufgestellt als angenommen. Die Reiterei scheint es zu bringen und der Klingenrausch verfügt ja über keine. Das wird ihnen fast zum Verhängnis. Jetzt ist es doch gut, dass König Harlefs Truppen noch dabei sind.


    Ich persönlich, nehmt mir das nicht Böse, bin kein Fan von großen, langen Schlachtenbeschreibungen.
    Mir ist klar, dass das hier dazu gehört, wie das Salz in der Suppe. Um eine belagerte Stadt muss auch gekämpft werden. Aber ich kann mir das oft einfach nicht so richtig vorstellen. (Für die ebook Leser gibts ja Zeichnungen, die dem Papierseitenbuch-Käufer vorenthalten werden) Wer von wo kommt und wohin marschiert. Welche Flanken ungedeckt sind und wer sich von wo nähert. Das ermüdet mich immer ein bißchen.


    Was mir an diesem Abschnitt gut gefiel, war wie Gonter die Zusammenhänge um den Blitzstein verschleiert und so das Leben der Zeugen verschont. Das war recht amüsant.
    Er wäre aus meiner Sicht auch wirklich ein guter Regent. Allerdings würde sein Vater das vielleicht anders sehen.


    Auch musste ich bei der Verhandlung mit Auge schmunzeln. Wie Nirto ihm so hinreibt, dass er im Grunde ungeschützt ist und Auge klar wird, dass er einen kleinen Fehler gemacht hat, die Lage zu unterschätzen.
    Gerne würde ich mehr von Auge lesen. Aber ich befürchte, dass Ygoda im nächsten Band nicht unbedingt nochmal eine Rolle spielt...!?


    Aglix hatte noch immer keine Chance sich zu beweisen. Was kann der kleine Salamander denn jetzt eigentlich? Ich hatte vermutet, dass er nochmal zum Einsatz kommt. Bisher war er ja nur putzig... ;D

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Was hat Nirto eigentlich gegen Eivora - ständig stellt er ihre Anweisungen in Frage, veräppelt sie und nimmt sie glaub ich noch nicht so ganz ernst.


    Nirto hat eher etwas gegen den Rest der Welt, nicht unbedingt speziell gegen Eivora ... ;D



    Jedenfalls ist Fiafila nicht mehr die unschuldige Priesterin vom Anfang des Buches.


    Ich erinnere daran, dass im ersten Leseabschnitt die vorherrschende Spekulation darin bestand, der Hauptkonflikt des Buchs entwickle sich zwischen Eivora und Chastro-Ignuto. Verständlich, bei den Informationen, die es in den ersten Kapiteln gibt. Dennoch habe ich geschmunzelt. ;)



    Ich dachte die Truppen wären schon abgezogen...


    Das ist auch nicht ganz falsch - sie waren im Aufbruch begriffen, aber so ein Unwetter kann einem den Abszug schon mal verhageln.



    Was mir an diesem Abschnitt gut gefiel, war wie Gonter die Zusammenhänge um den Blitzstein verschleiert und so das Leben der Zeugen verschont. Das war recht amüsant.
    Er wäre aus meiner Sicht auch wirklich ein guter Regent. Allerdings würde sein Vater das vielleicht anders sehen.


    Ja, König Harlef sieht sich als Kriegerkönig und wünscht sich einen ebensolchen Nachfolger. Wobei buecheliebhaber Gonter ja durchaus eine entsprechende Neigung attestiert:


    irgendwie hat er mir viel zu viel Gefallen am kämpfen



    Aber ich befürchte, dass Ygoda im nächsten Band nicht unbedingt nochmal eine Rolle spielt...!?


    Da hast Du recht: Jeder Band der Reihe dreht sich um einen anderen Kontrakt. In Weißes Gold haben die Söldner daher eine neue Mission an neuem Ort zu erfüllen.

  • Ich dachte, ich lese nicht recht, als wir und Eivora erfahren, dass der Blitzstein schon wieder weg ist - echt, da wäre ich aber auch ausgerastet. Naja, so sind Nirto und Eivora so was wie quitt, weil jeder etwas Mist bei diesem Einsatz gebaut hat. Was die überzeugenden Argumente Auge gegenüber angeht, ist Nirto unschlagbar, das muss man ihm zugestehen. Ich konnte mir das richtig bildlich vorstellen, wie er mit seinem Messer Maniküre betreibt und dabei Auge immer mehr verunsichert ;D Dafür ist Nirtos Haltung gegenüber seinen Mitmenschen nicht immer von Nächstenliebe geprägt, siehe Sumeêl, Irûna und Gonter. Das war von Gonter sehr raffiniert, wie er verhindert, dass der Stadtfürst und seine Tochter womöglich sterben müssen, weil sie vielleicht hinter das Geheimnis des Blitzsteins gekommen sind. Bei Eivora, denke ich, rennt er damit offene Türen ein, sie ist ja nicht so schnell mit dem Umbringen.


    Fiafila-Ignuto hat es wirklich drauf als Avatar, das muss man ihr lassen - und das Beste ist, dass die Kampfherren Zeuge von ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten werden. Ich muss gestehen, bei dem Kampfgefecht hätte ich auch gerne so einen Eisentisch gehabt, teilweise habe ich den Überblick verloren, als ob ich mitten in dem Getümmel gewesen wäre. Genial fand ich, wie wir durch Fiafila die Emotionen der Kämpfenden auf beiden Seiten der Schlacht mitbekommen, dass der Fokus nicht auf wenige Charaktere lag, sondern einmal quer durch das ganze Schlachtengetümmel. Die dabei beschriebenen Emotionen kamen sehr gut rüber und kurzzeitig hatte ich die Befürchtung, dass die Angreifer unterliegen könnten. Ich kann Harlef zwar nicht besonders leiden, aber dennnoch hoffe ich, dass der Klingenrausch schlussendlich siegen wird. Ich bin gespannt, ob Pirlitu noch lebt, nachdem ihre Einheit so schwer getroffen wurde. Xerohns Schachzug war sehr, sehr clever und raffiniert.


    Und Fiafila-Ignuto berauscht sich an der Macht, die sie durch die Geisterbeschwörung verspürt - und der heiße Knirps auf ihrer Schulter schmiert ihr natürlich kräftig Honig ums Maul, um diese Emotionen noch zusätzlich anzuheizen. Bah, aber der Frisur und Fiafilas Teint wird die Schlacht nicht gut tun, befürchte ich ;D


    Der Blitzstein scheint tatsächlich gerade noch rechtzeitig seine Arbeit getan zu haben, da sich nun eine Schneise in der Mauer befindet. Aber was ist mit Eivora? Wie stark ist sie verletzt? Ich musste beim Lesen direkt an die Textstelle mit den Amputierungen denken.


    Jetzt habe ich noch eine Frage zu dem Schwertfeuer, das wurde garantiert schon mal im Buch irgendwo erwähnt, ich bin mir aber gerade unsicher: Der Tisch wurde aus vergangenen Heldenklingen geschmiedet und an diesen Tisch sind die Geister gebunden, die Fiafila-Ignuto sieht und mit denen sie reden kann. Ich war die ganze Zeit dran, dass es sich bei ihnen um die Geister der zu den Klingen gehörenden Helden handeln würde, aber dafür sehen sie ganz schön dämonisch aus. Daher meine Frage: sind es die Helden, die sich nach ihrem Tod im Dämonenfeuer so sehr verändern? Oder ihre Opfer? Oder weder noch? Falls das Erstere, dann frage ich mich, was aus Kester wohl geworden ist.

  • O.k., ich habe gerade die Illustration zu Beginn dieses Abschnitts gesehen, nun wird es klarer mit dem Schlachtengetümmel ;D



    Ich bin mir eigentlich sicher, dass Gonter bei den Söldnern bleibt. Allerdings frage ich mich, was sein Vater dazu sagt.


    Ich habe auch das Gefühl, dass Gonter Blut geleckt hat bei den Söldnern - aber ob Harlef das jemals zulassen wird?



    Keine einfache Aufgabe zumal Nirto mal wieder ihre Anweisungen in Frage stellt.


    Daher bin ich froh, dass Eivora nicht mehr mit Nirto alleine unterwegs ist, sondern Gonter noch dabei ist, der sich bestimmt um sie kümmert. Bei Nirto weiß man ja nie so genau ;D



    Fiafila-Ignuto scheint schneller respektiert zu werden als Eivora ;-) Tja und da stellt sich mir doch schon die Frage, ob es eines Tages auf ein Duell zwischen diesen beiden hinauslaufen könnte? Irgendwie ahne ich da nichts Gutes!


    So weit habe ich noch gar nicht vorausgedacht, aber das ist wirklich eine interessante Überlegung.



    Sie war nicht beim Sturmbanner. Für sie sah "Kämpfen" eher so aus wie die Schlacht am Schimmersee: Einheiten von ein paar Hundert Kriegern gehen gegeneinander vor, Zivilisten gibt es auf dem Schlachtfeld nicht. Später wird dann geplündert, und wenn ein Zivilist wegrennt und seine Schätze zurücklässt, ist das genau das, was man will.
    Mit ein paar Leuten hinter den feindlichen Linien zu operieren ist ihr neu.


    Ich finde, für das erste Mal macht sie es aber ziemlich gut - vor allem gibt sie nicht auf trotz aller Widrigkeiten.



    Zunächst einmal sind es zwar Geister, aber nicht notwendiger Weise "Geister der Gefallenen" - sie sind nur mit dem Artefakt verbunden, das aus Heldenklingen geschmiedet wurde (Seite 410: "Die Geister, die an den aus Heldenklingen geschmiedeten
    Tisch gebundenen waren, kreischten."). Auch die Gestalten, die die Totenbarke bei Kesters Bestattung bedrohen, sind Geister (zweiter Leseabschnitt). Die können unterschiedliche Ursprünge haben.
    Woher auch immer sie kommen - die Geister sind inzwischen Bewohner einer jenseitigen Sphäre ... An diese neue Umgebung müssen sie sich anpassen ... Das verändert auch ihr Wesen ... Ähnlich, wie sich Fiafila durch die Verbindung mit Ignuto verändern wird ... ;) ... und auf die ein oder andere Weise sicher auch Kester. >:D


    Ah, das bezieht sich ja auch auf meine Frage im vorigen Beitrag.



    Bisher war er ja nur putzig... ;D


    ... und bringt Eivora Glück - jedenfalls hoffe ich, dass er ihr auch diesmal Glück bringt, noch wissen wir ja nicht, wie es ihr geht ;D


  • Das war von Gonter sehr raffiniert, wie er verhindert, dass der Stadtfürst und seine Tochter womöglich sterben müssen, weil sie vielleicht hinter das Geheimnis des Blitzsteins gekommen sind.


    Ich freue mich, dass der Prinz auch mal bei Euch punkten kann ... :D



    Genial fand ich, wie wir durch Fiafila die Emotionen der Kämpfenden auf beiden Seiten der Schlacht mitbekommen, dass der Fokus nicht auf wenige Charaktere lag, sondern einmal quer durch das ganze Schlachtengetümmel. Die dabei beschriebenen Emotionen kamen sehr gut rüber und kurzzeitig hatte ich die Befürchtung, dass die Angreifer unterliegen könnten.


    Die mangelnde Übersicht ist generell ein Problem, wenn man Schlachten auf einem mittelalterlichen Technologie- und Wissensstand realistisch schildern möchte. Vereinfacht gesagt gab es damals nur den "Feldherrenhügel", also einen erhöhten Punkt, von dem aus man ein Schlachtfeld überschauen konnte, wenn dieses im Wesentlichen aus freiem Feld bestand. In einem Gelände und bei Wetterbedingungen wie bei der Schlacht am Schimmersee hat man den Unterbefehlshabern zu Beginn ihre Orders gegeben und dann im Grunde erst am Ende der Schlacht erfahren, wie sie ausgegangen ist ... Vom Verlauf bekam man nur den eigenen, kleinen Abschnitt mit.
    Ich habe aber bei meinen Arbeiten für BattleTech die wechselnden Perspektiven und das Zusammenlaufen der Statusmeldungen schätzen gelernt. Das Schwertfeuer ist eine Übertragung dieser Möglichkeit in ein Fantasysetting.



    Jetzt habe ich noch eine Frage zu dem Schwertfeuer, das wurde garantiert schon mal im Buch irgendwo erwähnt, ich bin mir aber gerade unsicher: ...


    Ein Teil der Frage wurde ja schon beantwortet. Darüberhinaus kann ich versprechen, dass die Reihe nicht ohne Grund nach dem Schwertfeuer benannt ist - es wird also immer wieder eine Rolle spielen. ;)


  • Ich freue mich, dass der Prinz auch mal bei Euch punkten kann ... :D


    Irgendwie sehe ich ihn inzwischen sogar mehr als Söldern als wie als Prinz.



    Ich habe aber bei meinen Arbeiten für BattleTech die wechselnden Perspektiven und das Zusammenlaufen der Statusmeldungen schätzen gelernt. Das Schwertfeuer ist eine Übertragung dieser Möglichkeit in ein Fantasysetting.


    Wie hast du für dich zum Schreiben das Schlachtengeschehen nachgestellt? Blatt Papier und Stift oder mit Figuren nachgestellt? Oder womöglich alles im Kopf?