08: Seite 361 - Seite 409 (Kap. 15 - einschl. Kap. 16)

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  • Mir geht langsam etwas die Puste aus.


    Nix da! Durchhalten ist gefragt! :schwert:
    ;D
    Jetzt sind die Heere in Stellung. Im nächsten Leseabschnitt geht es zur Sache, denn ...


    Nun gilt es – ich bin gespannt, wie der Kampf um Ygôda verlaufen wird.



    Er ist, finde ich, für einen Dunkelvolk-Anführer nicht ganz typisch. Oft sind das ja brutale Schläger, die Autoritär und mit Brutalität herrschen. Das scheint hier nicht so. Auge gibt sich intelligent, umsichtig und passt sich gut an die gegebenen Umstände an.


    Das Thema Befehl und Gehorsam, Führen und Folgen durchzieht das Buch. Ich versuche, verschiedene Führungsstile zu zeigen. Schön, dass Du bei Auge den Eindruck hast, er ist eine eigene Persönlichkeit, die durch ihre Lebensumstände nicht abschließend erklärt ist,



    Iruna tat mir nach und nach auch eher Leid, als dass sie mir richtig unsympathisch war. Aber im Großen und Ganzen bleibt sie in meinen Augen sehr klischeéhaft. Die fette, unsympathische Kuh, die verschwenderisch mit Essen umgeht.


    Die spannende Frage: Schließt es sich aus, jemanden zu verstehen und jemanden unsympathisch zu finden?
    Meist gehört das zusammen: Man versteht jemanden, vollzieht seine Motivation nach, versetzt sich in ihn hinein und findet ihn sympathisch. Aber muss das immer so sein?



    Da Fiafila doch so gerne baden geht, hat sie damit doch ein astreines Druckmittel gegen Ignuto in der Hand, ich denke nicht, dass er von einem gemeinsamen Bad sehr begeistert wäre.


    Das könnte davon abhängen, worin sie baden ... >:D



    Wenn ich lese, wie gut die Adligen von Ygôda leben, dann sollte man nicht meinen, dass die Stadt schon eine ganze Zeit lang belagert wird.


    Das ist eine mögliche Strategie, die man von Belagerungssituationen kennt: Man hält die Belagerten "mit Brot und Spielen" bei Laune, damit es wenigstens im Innern keine Unruhen gibt.
    Wenn man eine sehr gedehnte Analogie bemüht, kann man das sogar auf unsere Lebensweise übertragen. Würde jeder Mensch mit dem Energie- und Ressourcenverbrauch leben wie ein durschschnittlicher Mitteleuropäer, wäre unser Planet in ein paar Monaten am Ende. Diese Erkenntnis ist nicht neu, ebenso wenig wie das Wissen, dass die "Vorräte" des Planeten endlich sind - aber wir leben, als gingen sie nie zur Neige. Wie die vom Nachschub abgeschnittenen Bewohner in den Obergeschossen von Ygôda ...



    Aber scheinbar ist der Großteil des Dunkelvolks damit zufrieden oder wie soll man Auges Frage, ob Eivora und Nirto womöglich Spinner wären, die einen Umsturz planen, sonst verstehen?


    Etwas Besseres als den Tod finden wir überall, heißt es bei den Bremer Stadtmusikanten.
    Man kann im Dunkelvolk überleben. Ob man einen Aufstand ebenfalls überleben könnte, ist fraglich. Zudem sind Auge und seine Leute nicht ganz unten auf der Rangleiter. Sie kontrollieren ein Gebiet, sie haben Arrangements mit den Oberen - sie hätten durchaus noch ein bisschen mehr zu verlieren, als nur das Leben.



    Erstaunlich, welche Wirkung Eivora auf andere Frauen teilweise hat, vor allem auf Frauen, die nicht so leben wie sie, siehe Fiafila und Irûna.


    Erinnert Ihr Euch an eine Kriegerin in dieser Geschichte, die keine Söldnerin war?



    Mich wundert wirklich, dass Ulôhn und die, die auf seiner Seite stehen, nicht schon längst den Stadtfürsten gestürzt haben, weil er ihnen zu schwach und zu gemäßigt ist.


    Die Frage ist, was sie davon hätten ...
    Klar, man sitzt dann auf dem Thron. Aber was hat man, das man vorher nicht hatte? Und ist es das wert, dass die anderen Magistrate einen dann als Hindernis zu ihrer eigenen Macht sehen?
    Es könnte sich so ähnlich verhalten wie mit den Kampfherren des Klingenrauschs: Vermutlich könnte jeder von ihnen Eivora aus dem Weg räumen. Eivora selbst ist aber kein Problem, also hätte man damit wenig gewonnen - außer der Feindschaft der anderen Kampfherren ...



    Ups, jetzt habe ich gerade in euren Beiträgen gelesen, dass manchen das Buch zu düster ist - und ich lobe hier gerade so den Humor in diesem Abschnitt. Muss ich mir jetzt Sorgen machen? Ist das nun doch der Wahnsinn des Homunkulus? :verrueckt:


    Ja, hallo?
    Spreche ich mit dem Notdienst?
    Sehr gut. Haben Sie Experten für Epidemien an der Hand?
    Nein, es müsste schon die große Keule sein.
    Ich vermute einen Homunkulus-Ausbruch ...
    Hallo?
    Hallo? Sind Sie noch dran?


  • Die spannende Frage: Schließt es sich aus, jemanden zu verstehen und jemanden unsympathisch zu finden?
    Meist gehört das zusammen: Man versteht jemanden, vollzieht seine Motivation nach, versetzt sich in ihn hinein und findet ihn sympathisch. Aber muss das immer so sein?


    Ich finde, es geht schon. Mir passiert es sogar sehr häufig, wenn ich Thriller lese, dass ich die Mörder, deren Sicht vom Autor dargelegt und aus der Innensicht der Figur gezeigt wird, sogar nachvollziehen kann, wenn diesen nicht einfach nur die Mordlust treibt, sondern es Auslöser für sein Handeln gibt. Ob ich den Mörder dann zusätzlich auch noch sympathisch finde, hängt von weiteren Faktoren ab.



    *verursacht in der Telefonleitung eine Störung und beendet den Anruf*


    Pfui, schäm dich, Bernd! Erst den Homunkulus-Virus erschaffen und dann mit der großen Keule gegen uns vorgehen wollen! :verschwoerung:>:(

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • Das könnte davon abhängen, worin sie baden ... >:D


    In einem eiskalten Bergsee natürlich :D



    Das ist eine mögliche Strategie, die man von Belagerungssituationen kennt: Man hält die Belagerten "mit Brot und Spielen" bei Laune, damit es wenigstens im Innern keine Unruhen gibt.
    Wenn man eine sehr gedehnte Analogie bemüht, kann man das sogar auf unsere Lebensweise übertragen. Würde jeder Mensch mit dem Energie- und Ressourcenverbrauch leben wie ein durschschnittlicher Mitteleuropäer, wäre unser Planet in ein paar Monaten am Ende. Diese Erkenntnis ist nicht neu, ebenso wenig wie das Wissen, dass die "Vorräte" des Planeten endlich sind - aber wir leben, als gingen sie nie zur Neige. Wie die vom Nachschub abgeschnittenen Bewohner in den Obergeschossen von Ygôda ...


    Stimmt, damit hast du recht.



    Man kann im Dunkelvolk überleben. Ob man einen Aufstand ebenfalls überleben könnte, ist fraglich. Zudem sind Auge und seine Leute nicht ganz unten auf der Rangleiter. Sie kontrollieren ein Gebiet, sie haben Arrangements mit den Oberen - sie hätten durchaus noch ein bisschen mehr zu verlieren, als nur das Leben.


    Dass Auge und Gylôn kein Interesse daran haben, die Status Quo zu ändern, kann ich mir gut vorstellen. Und wenn er es richtig anpackt und die Menschen bei Laune hält, dann wird das klappen. Außerdem kennen die Menschen des Dunkelvolks nichts anderes.



    Erinnert Ihr Euch an eine Kriegerin in dieser Geschichte, die keine Söldnerin war?


    Ehrlich gesagt, nicht :-[



    Die Frage ist, was sie davon hätten ...
    Klar, man sitzt dann auf dem Thron. Aber was hat man, das man vorher nicht hatte? Und ist es das wert, dass die anderen Magistrate einen dann als Hindernis zu ihrer eigenen Macht sehen?
    Es könnte sich so ähnlich verhalten wie mit den Kampfherren des Klingenrauschs: Vermutlich könnte jeder von ihnen Eivora aus dem Weg räumen. Eivora selbst ist aber kein Problem, also hätte man damit wenig gewonnen - außer der Feindschaft der anderen Kampfherren ...


    Stimmt auch wieder.


    *verursacht in der Telefonleitung eine Störung und beendet den Anruf*


    Pfui, schäm dich, Bernd! Erst den Homunkulus-Virus erschaffen und dann mit der großen Keule gegen uns vorgehen wollen! :verschwoerung:>:(


    Echt, ey, uns einfach so in den Rücken zu fallen :totlach:

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    Das ist eine mögliche Strategie, die man von Belagerungssituationen kennt: Man hält die Belagerten "mit Brot und Spielen" bei Laune, damit es wenigstens im Innern keine Unruhen gibt.
    Wenn man eine sehr gedehnte Analogie bemüht, kann man das sogar auf unsere Lebensweise übertragen. Würde jeder Mensch mit dem Energie- und Ressourcenverbrauch leben wie ein durschschnittlicher Mitteleuropäer, wäre unser Planet in ein paar Monaten am Ende. Diese Erkenntnis ist nicht neu, ebenso wenig wie das Wissen, dass die "Vorräte" des Planeten endlich sind - aber wir leben, als gingen sie nie zur Neige. Wie die vom Nachschub abgeschnittenen Bewohner in den Obergeschossen von Ygôda ...


    Brot und Spiele gilt nicht nur bei Belagerungszuständen, denn das ist es doch, was Herrschende immer in Krisenzeiten anwenden. Auch hier. Hier heißen die Spiele "Dschungelcamp" in der schlimmsten Form und "Fussball" in der sportlichen Form.
    Außerdem haben wir den Unterschied, dass und bei einer Konzentration unserer Möglichkeiten statt auf Krieg und Zerstörung, auf Forschung zu wenden uns das ganze Weltall mit seinen Ressourcen zur Verfügung stünde.


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    Brot und Spiele gilt nicht nur bei Belagerungszuständen, denn das ist es doch, was Herrschende immer in Krisenzeiten anwenden. Auch hier. Hier heißen die Spiele "Dschungelcamp" in der schlimmsten Form und "Fussball" in der sportlichen Form.
    Außerdem haben wir den Unterschied, dass und bei einer Konzentration unserer Möglichkeiten statt auf Krieg und Zerstörung, auf Forschung zu wenden uns das ganze Weltall mit seinen Ressourcen zur Verfügung stünde.


    Ich habe noch nie gehört, dass es im Inneren einer Burg/Stadt zu Unruhen kam und die Bewohner auch noch mit etwas anderem "beschäftigt" werden mussten als mit der Belagerung an sich.
    Asche über mein Haupt, wenn ich in Geschichte nicht aufgepasst hab. Zumindest in Büchern hatte ich die Einstellung "Wir-hier-drin" und "Ihr-da-draußen" erwartet.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen