06: Seite 264 - Seite 307 (Kap. 12)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 264 bis Seite 307 (Kapitel 12 "Die Späher") schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • So, da habt ihr es. Entscheidungen sollte man sofort fällen und ausführen, sonst könnte es zu spät sein.
    Ihr wolltet, dass der Humunkulus aus Chastro heraus kommt - bitteschön, der Autor hat diesen Wunsch vorausgeahnt.
    Ihr wolltet Kopf ab - nun er ist verbrannt, aber immerhin tot.
    Ihr wolltet Entwicklung bei Fiafila - fast hätte sie das gerettete Mädchen umgebracht. Mehr Entwickllung geht kaum - wird aber, wie ich Bernd kenne, noch kommen.
    Also alles so wie gewünscht - nun bitte keine Beschwerden! ;D

  • Ein Ausfall, wie sind sie herausgekommen und vor allem wo? Eivora hatte ja nach Eingängen gesucht und eigentlich keine gefunden. Gibt es doch einen unterirdischen Ausgang?
    Fast hätte es ja geklappt, wenn sie nur den Humunkulus hätten töten wollen. Und für uns zynischerweise überlebt Fiafila dank Chastros neuen Gefühlen. War an dem Dolch wirklich Gift oder wollte der Humunkulus nur den Träger wechseln und Fiafila war so schön unverbraucht? Vermutlich macht ihn nicht das Böse an sich satt, sondern die Möglichkeit, eine Seele vollständig zu verderben? Er braucht wahrscheinlich nur einen Ansatz und den Rest macht er schön langsam. Eine unmerkliche Folter der Seele. Ich könnte mir vorstellen, dass sein "schlafen" auch nur vorgetäuscht ist, um die Momente der Qual zu erleben, wenn dem Träger die Verdorbenheit seiner Seele bewußt wird und gleichzeitig die Ausweglosigkeit.
    Ist es richtig, dass Fiafila in den Wald verschwindet? Ich befürchte, allein hat sie gar keine Chance gegen den Humunkulus und sie wird nicht allein bleiben dürfen, denn die Söldner brauchen ihren Priester. Also werden sie sie holen. Das wird ein interessanter Kampf werden, Fiafila gegen den Humunkulus, obwohl ich bisher noch keine Möglichkeit sehe, wie sie den führen könnte. Wenn es Dämonen gibt, dann auch Götter. Wird ein Gott des Windes ihr dabei helfen können? Stammt die Faszination, die sie gespürt hat aus ihr oder war das schon der Einfluss des Humunkulus, der sie für sich vorbereitet hat? Die Spannung hat eine neue Ebene.
    Es gäbe natürlich die Möglichkeit, dass sie sich selbst tötet, sofern der Humunkulus das zuläßt, was ich nicht glaube.
    Ich bin gespannt auf Eivoras Reaktion. So, was kann ich noch sagen, ohne zu spoilern? Die Szene mit den zwei Kämpfern war ziemlich traurig, leider aber vom strategischen Standpunkt die richtige Wahl. Gefallen hat mir die Diskussion Eivoras, sie zeigt hier wieder eine ihrer großen Stärken - Menschenkenntnis und Führung. Wieder eine Szene, in der sie eigentlich Respekt verdient. Ob das jemand von denen begreift, die dabei sind? Die enttäuschte Hilfspriesterin sicher nicht.
    Wie muss dieser zumute sein. Sie macht alles, um den Humunkulus zu retten, weil sie ihn haben will und sie spürt ihn nicht, sie spürt nicht, dass er sie nicht haben will, sondern Fiafila. Sie war nie auserwählt von den Dämonen. Ziemlich niederschmetternd. Was wird, wenn Fiafila zurückkommt? Wird die Erlösung durch das Gute oder durch das Böse kommen? Wird sie ein Gott erlösen, ihr Glaube, ihre reine Seele oder wird es eine eifersüchtige Hilfspriesterin sein?


  • Ein Ausfall, wie sind sie herausgekommen und vor allem wo?


    Erinnerst Du Dich an den vorigen Leseabschnitt, als Eivora ein Boot bemerkt, das vor dem Verlassen offenbar unbrauchbar gemacht wurde?
    [quote author=Seite 248f]
    »Das war nicht das erste Boot, das an dieser Stelle gelandet ist.« Leronn zeigte auf einen schwarzen Umriss, der im Wasser trieb.
    »Es hängt an einer Untiefe fest«, bemerkte Deani, »sonst würde es sinken.«
    Eivora kreiste den linken Arm. Allmählich ließ das Kribbeln nach. Ein großer blauer Fleck war ihr dennoch sicher.
    »Ich sehe das Loch im Rumpf«, sagte sie.
    »Das hat eine Axt geschlagen«, meinte Deani.
    ...
    »Wieso macht jemand das Boot unbrauchbar, mit dem er in Sicherheit zurückkehren kann?«, murmelte sie.
    »Damit es uns nicht in die Hände fällt?« Obwohl ihre Stimme immer so klang, als hielte sie sich die Nase zu, konnte Deani ihr eine Vielzahl von Lautfärbungen verleihen. Jetzt klang sie abfällig.[/quote]
    Offenbar hat die Besatzung dieses Bootes nicht damit gerechnet, auf diesem Weg zurückzukehren. ;)

  • Also muss es sogar zwei Wege geben, einen heraus und einen hinein, oder wollten die Ausfallenden nicht wieder hinein????
    Ich habe schon an das Boot gedacht, aber ich dachte, dass sie es zerstört haben, damit kein anderer es benutzen kann und damit man gerade denkt, es wäre nicht mehr von Nutzen. Sie hätten ja eines der anderen Boote nehem können, die später kamen, oder ein Versteck für ein anders Boot haben können. Grumpf. Ich will jetzt wissen, wie die rausgekommen sind und wieder rein wollten. Eirvora weiß es ja schon. Aber, damit ich was mache liegt das Buch im Auto und mit dem Auto ist mein Schatz unterwegs. Also doch Haushalt jetzt mal.

  • Ein wirklich ereignisreicher Abschnitt. Natürlich ist die große Frage, wie sie wieder reinkommen. Im nächsten Teil wird es bestimmt verraten. ;)


    Ehrlich gesagt, ich bin schon ein kleines Stück beeindruckt von den Ygodern, die sich nicht einfach hinter ihren unüberwindlichen Mauern verschanzen, sondern auch die Initiative ergreifen.
    Unter anderem dadurch, dass sie Chastro-Ignuto ans Leder wollen. Was in dem Gewirr ja auch irgendwie gelingt, aber mehr die Schuld Fiafilas ist, als die der Angreifer...
    (Btw Chastro schlägt während des Kampfes mit der Peitsche nach Fiafila. Echt jetzt? Hat der nichts Besseres zu tun bei einem Kampf auf Leben und Tod?)
    Nun ist er also hinüber und Fiafila hat diesen Dämonenknirps an der Backe...ich befürchte fast, dass sie den nicht so schnell wieder los wird. Yra muss alles mitansehen...das arme Ding...


    Was mir gut gefallen hat ist Gonters Entwicklung. Er sieht jetzt, dass das reale Töten etwas anderes ist, als seine Übungskämpfe. Er macht sich viele Gedanken um die Zukunft. Das war schön beschrieben, glaubwürdig und echt schön zu lesen.


    Auch die Verfolgung und das Gespräche zwischen Eivora und Wyllôm war lustig und ab jetzt glaube ich wird Eivora auch bestimmt mehr Erfolg haben. Das hat sie wirklich clever gemacht... ;D


    Und jetzt verratet Rhea endlich wie man in die Stadt kommt. >:( ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Und für uns zynischerweise überlebt Fiafila dank Chastros neuen Gefühlen.



    (Btw Chastro schlägt während des Kampfes mit der Peitsche nach Fiafila. Echt jetzt? Hat der nichts Besseres zu tun bei einem Kampf auf Leben und Tod?)


    Ich denke, hier wird klar, dass Chastro-Ignuto, vorsichtig ausgedrückt, emotional instabil ist ... :verrueckt:



    Vermutlich macht ihn nicht das Böse an sich satt, sondern die Möglichkeit, eine Seele vollständig zu verderben?


    Das ist ein interessanter Gedanke: Wenn ein Mensch völlständig böse geworden ist, wäre er dann so etwas wie eine komplett ausgepresste Orange?



    Die Szene mit den zwei Kämpfern war ziemlich traurig, leider aber vom strategischen Standpunkt die richtige Wahl.


    Damit wollte ich zeigen, dass Eivora auch harte Entscheidungen trifft, die ihr selbst an die Nieren gehen, wenn das dem Klingenrausch einen Vorteil bringt.



    Wie muss dieser zumute sein. Sie macht alles, um den Humunkulus zu retten, weil sie ihn haben will und sie spürt ihn nicht, sie spürt nicht, dass er sie nicht haben will, sondern Fiafila. Sie war nie auserwählt von den Dämonen. Ziemlich niederschmetternd.


    Geht es bei Dir so weit, dass Du Mitleid mit Prekesta hast?



    Ich will jetzt wissen, wie die rausgekommen sind und wieder rein wollten.


    Raus müsste inzwischen klar sein: Der Ausfall im vorherigen Leseabschnitt hatte hauptsächlich den Zweck, das "Ausschleusen" der Späher zu verschleiern. Während die anderen Truppen ein bisschen kämpfen (und dabei natürlich auch solche Dinge in Erfahrung bringen wie die Stärke des Feindes, sich Meriten erwerben können etc.) sickern die Späher ins Hinterland ein und kehren nachts zurück, um die wesentlichen Figuren des Klingenrauschs aus dem Spiel zu nehmen.
    Wie sie nach vollbrachter Tat zurück nach Ygôda kommen wollten ... Das wird später verraten. ;)



    Was mir gut gefallen hat ist Gonters Entwicklung. Er sieht jetzt, dass das reale Töten etwas anderes ist, als seine Übungskämpfe. Er macht sich viele Gedanken um die Zukunft. Das war schön beschrieben, glaubwürdig und echt schön zu lesen.


    Liebes Tagebuch,
    nachdem der Prinz mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatt, holt Team Gonter nun auf ... Offenbar erobern die Silbermünzen auch in der Leserschaft Herzen ...

  • Und da gibt es dann doch einen (oder mehrere) Ein- und Ausgänge, wodurch die Ygoder es geschafft haben, ungesehen nach außen zu kommen. Sie haben es sogar geschafft, bis in das Zelt von Chastro-Ignuto zu kommen und dem Menschen in ihm den Garaus zu machen. Irgendwie haben mich die Ygoder damit beeindruckt - sie haben sich nicht nur hinter ihren angeblich unüberwindlichen Mauern versteckt, sondern Initiative ergriffen.
    Und nun trägt Fiafila den Dämon mit sich rum. Was ich mich gefragte habe, wenn Chastro-Ignuto im Todeskampf nicht mit der Kohle überdeckt worden wäre, wäre dann der Dämon eventuell auch mit verstorben oder hätte er sich trotzdem einen neuen Wirten gesucht. Ich bin jedenfalls gespannt, ob Fiafila es schafft, ihn doch noch abzuschütteln - ich befürchte zwar, dass er stärker ist als sie - aber hoffen darf man doch.


    Es war jedenfalls ein recht ereignisreicher Abschnitt. Wir konnten die Weiterentwicklung von Gonter miterleben. Das er ein guter Kämpfer ist, haben wir ja schon vorher erfahren - aber jetzt hat er gemerkt, dass richtiges Töten dann doch etwas anderes ist als diese Übungskämpfe. Eivora entwickelt sich auch immer weiter - und ich denke, irgendwann wird sie auch den Respekt ihrer Leute haben. Ich finde, sie zeigt er immer mehr, dass sie taktisch und klug denken kann. Wenn sie auch im Kampf nicht an die Söldner rankommt, aber ihre Denkweise zeigt schon, dass sie führen kann und weiß was sie tut - ein bisschen mehr Selbstvertrauen noch. Das Gespräch mit dem Gefangenen zeigt, dass sie es auf alle Fälle drauf hat auch ohne Gewalt aus ihm herauszubekommen, was sie wissen wollte. Respekt!

  • Jetzt will ich auch noch endlich meine Gedanken zum gestrigen Leseabschnitt äußern.


    Und es gibt ein Mitglied weniger in der Kopf-ab-Fraktion. Ich hatte zwar gehofft, dass Chastro-Ignuto irgendwann für seine Untaten bezahlen muss, doch wie es geschah, hat mich dann doch überrascht. Besonders der Zeitpunkt, wir befinden uns noch in der Mitte des Buchs, war unerwartet früh. Seinen Kopf hat Chastro zwar nicht verloren, jedenfalls nicht den eigenen im wörtlichen Sinn, dafür aber den Homunkulus, der ihm nach dem symbolischen Schnitt in den Hals verlassen hat.


    Prekesta wollte der Homunkulus nicht - warum eigentlich nicht? -, dafür aber Fiafila, die zum neuen Avatar wurde. Die Wende hatte Bernd ja schon angedeutet, dennoch hatte ich sie nicht erwartet. Ich weiß nicht, ob einige der anderen schoc