05: Seite 208 - Seite 263 (Kap. 11)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

  • Nach einem Glückskuss von Gonter vor der Schlacht geht es danach dann direkt zur Sache und wieder zeigt sich, dass Eivora Silbermünzen mag.


    Ich denke, Eivora wirkte nach dem Gefecht so entschlossen, weil sie zum Einen vollgepumpt war mit Adrenalin und der Kampf ihr vielleicht auch gezeigt hat, wie schnell ein Leben vorbei sein kann und sie sich daher nicht so viel Zeit mit den angenehmen Dingen lassen sollte.



    böse/Kopf-ab-Fraktion: Chastro-Ignuto, Prekesta, König Harlef, Iskala, Ulv


    Tja, wenn wir schon dabei sind, können ruhig ein paar Köpfe mehr gleich rollen ;D



    Beide Köpfe oder nur einer? ;D


    Erstmal nur den vom Homunkulus, evtl. müssen wir dann Chastro gar nicht mehr köpfen - außerdem will ich wissen, wass dann passiert ;D



    Diese Szene habe ich umgeschrieben. In der ersten Version kam eine Rose statt der Silbermünzen zum Einsatz, aber das war dann doch zu nah an einer bekannten Werbung für eine Sektmarke. Wie gefällt Euch die jetzige Variante?


    Die Variante mit den Silbermünzen gefällt mir besser als die mit der Rose, einfach weil die Silbermünzen näher an Eivora sind und es zeigt, dass sich Gonter hat etwas einfallen lassen.



    Das gebe ich gern in die Runde - was denkt Ihr, was hat Iskalas Verdacht geweckt?


    Dass er sich auffällig beim Sturmbanner herumgetrieben hat und sie damit an seiner Loyalität zu zweifeln beginnt?


  • Ja, seltsamerweise geht es mir ähnlich wie dir. Der hart und gefühllos wirkende Xerohn ist mir sympathischer als andere Charaktere. Irgendwie macht er den Eindruck, als wäre unbeugsam und unkorrumpierbar in einer Welt der Korrupten und Beeinflussbaren. Ob ich ihn hingegen mit Mister Spock vergleichen würde ... eher nicht. Sorry, Tonlos. :winken:


    Naja, so war´s auch nicht gedacht. Ich meinte damit auch nur, dass sie beide ohne Emotionen auskommen. ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Was die Eroberung von Ygôda angeht, sind die Truppen noch nicht viel weiter. Die Mauer scheint unüberwindbar zu sein (und kein Gewitter in Sicht), umso mehr bin ich jetzt gespannt, wie Eivora und Nirto in die Stadt kommen werden. Und was es genau mit dem Raub bei Tsiglôn auf sich hat. Anfangs dachte ich, die beiden Söldner hätten einfach einen Auftrag ausgeführt, aber inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher. Außerdem ist Tsiglôn kein Adliger, mit dem man glimpflich umgehen sollte, sondern ein Bandenführer - und wir haben inzwischen oft genug erlebt, dass die Söldner alles andere als zimperlich sind, also warum haben sie es dann im Prolog darauf angelegt, so wenig Gegner wie möglich zu töten? Weil sie sie noch für etwas brauchen oder weil sie ihre eigene Position den Einwohnern der Stadt gegenüber positiver darstellen wollten?


    Das stimmt. Langsam wirds interessant, ab wann die Geschichte in die Handlung des Prologs einschwenkt. Gefühlt, müsste das jeden Moment der Fall sein... :)


    Aber wirklich :popcorn::D


    Ihr Spanner! :barbar: ;D

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Ich konnte nicht posten und konnte auch nicht wirklich aufhören zu lesen



    Was mir an diesem Buch zunehmend gut gefällt, sind die krassen Gegensätze, mit denen hier jongliert wird


    :freu: :freu:
    Ich liebe es, meine Leserschaft in ein Wechselbad der Emotionen zu tauchen. :banane:



    Die Balance zwischen kitschig und abstoßend finde ich immer ziemlich schwer zu halten.


    Das finde ich beim Schreiben von Erotik auch schwierig. Noch mehr als bei anderen Motiven ist hier entscheidend, was sich der Leser vorstellt. Man spielt direkt mit der Imagination des Lesers - ohne zu wissen, was ihm in diesem sehr persönlichen Bereich gefällt und was ihn abstößt.
    In diesem Fall habe ich es mir ein bisschen leichter gemacht, indem ich durch die Silbermünzen ein humoristisches Element hineingebracht habe. Das beugt Verkrampfungen vor ... :)



    Ulv, der arme Junge. ER war einfach nicht böse genug. Ist er es jetzt? Es scheint ihm gut bekommen zu sein. Wird er nachts von schlimmen Träumen geplagt?


    Tja, was meint Ihr - wird Ulv noch eine Rolle spielen?



    Außerdem habe ich mich gefragt, ob Chastro-Ignuto einfach weiß, welche Knöpfe er bei den Menschen drücken muss, oder ob der dämonische Einfluss auf das Gegenüber größer ist als man denkt, also irgendwie magisch verstärkt oder so.


    Hast Du (oder haben die anderen) dafür einen Hinweis entdeckt?



    Ich kann mir gut das verwirrte Gesicht von Kurlos Vater vorstellen, als sie die Silbermünzen austauscht.


    Wenn Du Dir ein breit grinsendes Gesicht des Autors vorstellst, als er diese Passage geschrieben hat, liegst Du richtig. ;D




    Einerseits erscheint Fiafila als das Reine (sie wurde bisher nicht vergewaltigt und beteiligt sich auch nicht an dem wollüstigen Treiben der Söldner), Saubere (was durch ihre Bäder immer wieder betont wird) und als das Gute, auf der anderen Seite kann sie sich aber einer gewissen Faszination durch den Homunkulus und der Dämonenanrufung nicht entziehen.


    Aha - eine neue Erkenntnis!
    Ich glaube, in einem vorigen Leseabschnitt wurde schon beobachtet, dass die Söldner mit ihrer Unabhängigkeit Fiafila beeindrucken. Nun kommt deine gewisse Empfänglichkeit für düstere Riten hinzu. Was, glaubt Ihr, verbindet diese beiden Sachen in Fiafilas Wahrnehmung?



    In diesem Abschnitt erfahren wir auch, warum sie nicht flüchtet. Aber ist das der einzige Grund oder eben doch auch die dunkle Faszination und ihre Zuneigung für Eivora?


    Ha, noch eine neue Erkenntnis! :)



    Inzwischen bin ich übrigens bei jeder neuen Figur sehr gespannt, ob und welche Rolle sie im weiteren Geschehen spielen werden ...


    Wir nähern uns übrigens der "Wasserscheide" in der Geschichte: Bislang hat sich die Zahl der Figuren im Wesentlichen kontinuierlich erhöht - bald wird sie sich verringern ...
    >:D



    Leronn:
    Der alte Recke ist voller Rachegedanken, was die Zigûns Tod angeht, andererseits erleben wir ihn als liebevollen Opa, der sich rührend um Kurlo kümmert. Leronn mag ich irgendwie, weil er auch so vielschichtig ist.


    ... ein wesentlicher Grund, weswegen ich diese Szene entgegen dem Rat meiner Lektorin behalten wollte. ;)



    Das gefällt mir übrigens auch gut, dass sie keine Superwoman ist, sondern sich den Respekt und die Akzeptanz erkämpfen muss, und zwar nicht nur mit Waffen.


    Ich persönlich habe den Erfolg von Superman nie ganz verstanden. Natürlich ist cool, was er alles kann - aber gegenüber Batman, der deutliche Schwächen und auch Tragik aufweist, erschien er mir stets uninteressanter. Meine Figuren sind eher wie Batman angelegt. Oder wie der Joker. ;D


    ... umso mehr bin ich jetzt gespannt, wie Eivora und Nirto in die Stadt kommen werden. Und was es genau mit dem Raub bei Tsiglôn auf sich hat. Anfangs dachte ich, die beiden Söldner hätten einfach einen Auftrag ausgeführt, aber inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher. Außerdem ist Tsiglôn kein Adliger, mit dem man glimpflich umgehen sollte, sondern ein Bandenführer - und wir haben inzwischen oft genug erlebt, dass die Söldner alles andere als zimperlich sind, also warum haben sie es dann im Prolog darauf angelegt, so wenig Gegner wie möglich zu töten? Weil sie sie noch für etwas brauchen oder weil sie ihre eigene Position den Einwohnern der Stadt gegenüber positiver darstellen wollten?


    Auf solche Überlegungen habe ich gehofft, als ich eine Szene aus dem hinteren Teil des Buchs als Prolog vorgezogen habe. Die Leser sollten wie bei einer Schnitzeljagd unterwegs die Puzzlestücke einsammeln, die zu der Szene im Prolog führen. Einen Gutteil habt Ihr jetzt bereits zusammen ... ;)



    Ihr Spanner! :barbar: ;D


    Genau! Sodom und Gomorrha in der Leserunde! >:(


  • Tja, was meint Ihr - wird Ulv noch eine Rolle spielen?


    Ich habe keine Ahnung ;D



    Hast Du (oder haben die anderen) dafür einen Hinweis entdeckt?


    Eigentlich nicht, ich frage mich nur, warum die Menschen so anfällig für das Böse sind, wenn Chastro-Ignuto sie bequatscht. Andererseits, bei wem wurden wir bisher Zeuge, dass es geklappt hat? Eigentlich nur bei Ulv. Ob Gonters Leibwächter, der auf Fiafila aufpassen sollte, tatsächlich schwach geworden wäre, wissen wir ja nicht. Und die Söldner aus dem ersten Kapitel sind mitten im Kampf- und Siegesrausch, bei dem meist sämtliche Hemmungen (leider) fallen gelassen werden. Prekesta läuft sowieso außer Konkurrenz.



    Wenn Du Dir ein breit grinsendes Gesicht des Autors vorstellst, als er diese Passage geschrieben hat, liegst Du richtig. ;D


    :elch:



    Wir nähern uns übrigens der "Wasserscheide" in der Geschichte: Bislang hat sich die Zahl der Figuren im Wesentlichen kontinuierlich erhöht - bald wird sie sich verringern ...
    >:D


    Wieso überrascht mich das jetzt nicht :D



    Genau! Sodom und Gomorrha in der Leserunde! >:(


    Nana, nun tut mal nicht so moralisch :totlach:

  • Naja, so war´s auch nicht gedacht. Ich meinte damit auch nur, dass sie beide ohne Emotionen auskommen. ;)


    Ach so. Dann habe ich dich missverstanden. Sorry.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen