04: Seite 160 - Seite 207 (Kap. 9 - einschl. Kap. 10)

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  • Ich habe es so verstanden, dass er die Söldner dezimieren möchte, indem er sie vorrangig kämpfen lässt und nicht sie heimtückisch dezimieren à la Gift ins Trinkwasser oder ähnlichem.


    Ich finde es auch Berug, wenn er sie so aufstellt, dass die Kampfkraft gebrochen wird und ihnen dann die eigentliche Unterstützung nicht zuteil werden läßt.


  • Welche Stärken siehst Du bei Fiafila?


    sehr gute Menschenkenntnis
    Toleranz
    Anpassungsfähigkeit
    gute Beobachtungsgabe
    Durchhaltevermögen
    logisches Denken (selbst mit Kater)
    Neugier
    Lernfähigkeit
    Überzeugungskraft (in DSA würde ich sagen, sie hat so eine Art Freundschaftszauber ;) )


  • Als Söldner das Schicksal seiner Tochter einer Priesterin anzuvertrauen finde ich eigentlich unpassend.


    Bleibt die Frage, ob er Alternativen hatte?



    Ich finde es auch Berug, wenn er sie so aufstellt, dass die Kampfkraft gebrochen wird und ihnen dann die eigentliche Unterstützung nicht zuteil werden läßt.


    Das hat er ja nicht ausdrücklich gesagt. (Habe gerade mein Buch nicht zur Hand)
    Und er hat den Klingenrausch ja auch nicht angeworben um sie zu unterstützen. Er hat den Feind ja auch schon vorher belagert. So wie ich es verstanden habe, ist es auch eher selten, dass die Söldner-Einheit durch fremde Truppen unterstützt wird...

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass der Klingenrausch nicht die ganze Strecke zu Fuß gegangen ist, sondern per Feuer nach Ygôda "gebeamt" wurden? Das wäre ja wirklich eine ganz schöne Zeitersparnis.


    Gonter kann einem ja beinahe leid tun bei dem Vater; ich muss sagen, Harlef ist mir nicht sehr sympathisch. Und er treibt ein linkes Spiel mit den Söldnern. Ich bin gespannt, ob Gonter dieses Wissen an Eivora weitergeben wird oder nicht. Harlefs immer wiederholende Betonung, dass die Söldner ihn ja so viel Geld kosten, lässt mich vermehrt mit den Augen rollen. Wenn nicht erwähnt worden wäre, dass er tatsächlich die Macht seines Reiches derart vergrößert hat, hätte ich mir überlegt, ob er nur ein Maulheld ist. In jedem Fall schlägt Gonter nicht seinem Vater nach.


    Bisher dachte ich ja, dass Gonter vielleicht eher ein beschütztes Jüngelchen ist, aber er scheint doch ganz gut kämpfen zu können. Mir gefällt es auch gut, dass er keine Standesdünkel hat, wie er es genießt, einfach mal nur Kämpfer zu sein und nicht Prinz sein zu müssen. Schade, dass er sich gegenüber seinem Vater nicht mehr durchsetzt, aber vielleicht hat er auch einfach gelernt, dass er am ehesten seine Ruhe hat, wenn er nicht viel dagegen sagt. Gonter hat in diesem Abschnitt einige Pluspunkte bei mir sammeln können. Interessant fand ich auch, wie Gonter Eivora wahrnimmt: ich habe mir sie immer recht ernst vorgestellt, aber ihm fällt vor allem ihr fröhliches Lachen auf.


    Dachte ich mir doch, dass Fiafilas Fluch seine Wirkung schon alleine aufgrund von Aberglaube vermeintlich Wirkung zeigen wird; was wiederum auf sie zurückfällt. Die Gespräche zwischen Fiafila und Eivora gefallen mir immer wieder gut, ich finde, man kann die gegenseitige Sympathie gut rauslesen. Deani dagegen scheint mir ziemlich unbeherrscht und respektlos zu sein, da müssen sowohl Fiafila als auch Eivora aufpassen.


    Und hier begegnen wir Nirto das erste Mal - und er hinterlässt schon mal einen ziemlich guten Eindruck als Kämpfer.


    Und ich bin echt gespannt, wie dieser Blitzstein funktionieren wird.


    Irgendwie war es in diesem Abschnitt erholsam, dass Chastro-Ignuto so gut wie keine Rolle gespielt hat. Wobei ich grinsen musste, wie er Eivora gezwungen hat, "bitte" zu sagen - oder besser gesagt, zu brüllen ;D

  • Die Söldner sind angeworben um die Stadt mauer u brechen und die eigenen Verbände zu stärken.
    Er fährt aber hinter ihrem Rücken eine andere Strategie und zwar eine, in der die Söldner schlechter weg kommen. Das nenne ich jetzt mal Betrug. Ich denke wie Eivora, dass deshalb die Verbände des Flammenbanners getrennt lagern. Aber wir werden sehen.


  • Ich hatte ja eigentlich vor den anfangs noch schönen Morgen für etwas Gartenarbeit zu nutzen. Die Klingen des Rasenmähers warten schon lechzend nach dem grünen Blut des Rasens, die wenigen Erdbeerpflanzen werden vom dämonischen Unkraut überwuchert und das Gartenhaus wartet auf seine jährliche Wetterschutzlackierung, die bis zum Herbst ohnehin wieder durch übereifrige Wespen weggeknabbert worden wäre, damit das kostbare Holz angekratzt werden kann. Leider hat mir ein Wetterumschwung dann doch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Nordeifel wurde plötzlich von einem tosenden Gewitter heimgesucht. Ein Gewitter, auf welches der Klingenrausch sehnlichst wartet, damit der Blitzstein erfolgreich eingesetzt werden kann, damit die bisher unüberwundenen Mauern Ygodas fallen...


    Die Lektüre nimmt ja dramatische Formen bei dir an :o :D



    Das neunte Kapitel beginnt mit der Einführung der Waldläuferin Deani (deren Anblick ich mir irgendwie gruselig vorgestellt habe... naja wenn man sich eine Person ohne Nase vorstellt, fallen einem antik-ägyptische Statuen ein, die eben keine Nase haben),


    Stimmt, an die Statuen musste ich auch denken.



    Okay, womit fangen wir an? Bei mir kam dieses Mal die Karte intensiv zum Einsatz. Nachdem die Stellungen und möglichen Ein- und Ausfallwege von Ygôda beschrieben wurden, musste ich mir unbedingt die Karte anschauen, um es mir vor Augen zu führen. Ich bin froh, dass es die Karte gibt, und finde Karten besonders in High Fantasy-Welten immer immens wichtig. Auch dieses Mal hat sie mir geholfen, mir die Stadt und ihre Umgebung vorstellen zu können.


    Ohja, die Karte ist hier wirklich sehr hilfreich.



    Jetzt taucht sie wieder auf, aber ich sehe momentan keine große Entwicklung bei ihr, die sie interessant machen würde. Dass sie den Söldnern zeigen will, dass sie ebenfalls hart arbeiten, nun ja.


    Ich habe das Gefühl, dass sie irgendwann den starken Frauen aus dem Klingenrausch nacheifern möchte (ist jetzt irgendwie blöd ausgedrückt) und sie dann womöglich eine Dummheit begeht oder mehr oder weniger in Notwehr vielleicht ihren ersten Menschen dann tötet?



    Dann auf Seite 198 wird mir Eivora tatsächlich zum allerersten Mal unsympathisch! :'( "Weil ich zwischen dir und deinem Tod stehe." "Wenn du dich als nutzlos erweist, könnte ich mich entschließen, einen Schritt zur Seite zu treten und zuzuschauen, was geschieht." :o :o :o Geht's noch??? Na, also steckt etwa ein berechnendes Miststück in Eivora? Ich bin enttäuscht, wütend und traurig. Ich bin ganz bei Fiafila! :-*


    Ich bin mir nicht sicher, ob Eivora das wirklich ernst gemeint hat oder ob es einfach cooler rüberkommen sollte. Ich habe das Gefühl, dass Eivora mehr über Fiafila erfahren und sie so dazu bringen möchte, mehr von sich preiszugeben. Vielleicht bin ich aber auch einfach wieder nur zu gutgläubig ;D



    Sein Vater hat ihn ja doch recht weit außen vorgehalten, was Kampfhandlungen angeht.


    Da geht es ihm wie Eivora mit ihrem Vater.


  • Er fährt aber hinter ihrem Rücken eine andere Strategie und zwar eine, in der die Söldner schlechter weg kommen. Das nenne ich jetzt mal Betrug. Ich denke wie Eivora, dass deshalb die Verbände des Flammenbanners getrennt lagern. Aber wir werden sehen.


    Ja, das glaube ich momentan auch, dass die Trennung der Söldnerverbände in Wirklichkeit einen anderen Grund hat, einen, der Harlef Vorteile bringt.


  • Dazu meint Fiafila:
    [quote author=Seite 198]
    »Diese Drohung meinst du nicht ernst«, sagte Fiafila. »Du bist besser als Chastro-Ignuto. In dir gibt es noch Zärtlichkeit.«


    Hat sie Eivora durchschaut - oder schätzt sie die Söldnerin falsch ein?
    [/quote]


    Ich glaube da hat Fiafila Eivora wohl ganz richtig eingeschätzt, zumindest so weit wir sie bis jetzt kennen. Ich glaube auch nicht, dass sie es zulassen würde, das Fiafila was schlimmes passiert.

  • Da geht es ihm wie Eivora mit ihrem Vater.


    Das stimmt allerdings, Eivora durfte auch nicht so wie sie wohl wollte. Bei genauem Nachdenken kommt mir dann so der Gedanke, dass es mehr dem Schutz der Sprösslinge dient, dass sie nicht in Kampfhandlungen einbezogen wurden. Schließlich soll Gonter ja mal die Nachfolge seines Vaters antreten und das macht sich schlecht, wenn er vorher im Kampfgetümmel den Tod findet.
    Aber ob Gonter das auch so sieht?


  • Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass der Klingenrausch nicht die ganze Strecke zu Fuß gegangen ist, sondern per Feuer nach Ygôda "gebeamt" wurden? Das wäre ja wirklich eine ganz schöne Zeitersparnis.


    Ja, gell? ;)



    Schade, dass er sich gegenüber seinem Vater nicht mehr durchsetzt, aber vielleicht hat er auch einfach gelernt, dass er am ehesten seine Ruhe hat, wenn er nicht viel dagegen sagt.


    ... oder er hat mitbekommen, wie sich der Jähzorn seines Vaters an denen entlädt, die ihm dumm kommen. ;D



    Die Söldner sind angeworben um die Stadt mauer u brechen und die eigenen Verbände zu stärken.
    Er fährt aber hinter ihrem Rücken eine andere Strategie und zwar eine, in der die Söldner schlechter weg kommen. Das nenne ich jetzt mal Betrug.


    Falls sie sich rechtzeitig aus den Kämpfen lösen können, sieht der Kontrakt vor, dass die Söldner nicht bis zur Selbstaufgabe kämpfen müssen:
    [quote author=Seite 157]
    Ihre Pflicht würde auch als erfüllt gelten, wenn die Legion ein Viertel ihrer Truppenstärke einbüßte. In diesem Punkt hatte Gonter gut verhandelt, üblich war ein Sechstel.[/quote]
    Harlef kann aber natürlich probieren, sie so einzusetzen, dass sie auf einen Schlag sehr viel mehr verlieren ...



    Ich versuche das schon die ganze Zeit, aber er will mir einfach nicht sagen, auf welcher Seite er steht >:(


    Da bin ich ganz Söldner und stehe auf der Seite desjenigen, der mich bezahlt: der des Lesers. ;D


  • Falls sie sich rechtzeitig aus den Kämpfen lösen können, sieht der Kontrakt vor, dass die Söldner nicht bis zur Selbstaufgabe kämpfen müssen:
    [quote author=Seite 157]
    Ihre Pflicht würde auch als erfüllt gelten, wenn die Legion ein Viertel ihrer Truppenstärke einbüßte. In diesem Punkt hatte Gonter gut verhandelt, üblich war ein Sechstel.


    Harlef kann aber natürlich probieren, sie so einzusetzen, dass sie auf einen Schlag sehr viel mehr verlieren ...[/quote]


    Harlef wäre ja schön blöd, wenn er schon vorab versuchen würde den Klingenrausch zu sehr zu dezimieren. Denn irgendwer muss ja noch die Mauer brechen. Das ist ein gefährliches Spiel...

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Bei genauem Nachdenken kommt mir dann so der Gedanke, dass es mehr dem Schutz der Sprösslinge dient, dass sie nicht in Kampfhandlungen einbezogen wurden. Schließlich soll Gonter ja mal die Nachfolge seines Vaters antreten und das macht sich schlecht, wenn er vorher im Kampfgetümmel den Tod findet.
    Aber ob Gonter das auch so sieht?


    Wahrscheinlich nicht, genauso wenig wie Eivora - ich glaube, das kennen wir alle noch aus unserer eigenen Jugend-/jungen Erwachsenenzeit, dass einem oftmals die Vorsicht der Eltern gegen den Strich ging; bei mir war es jedenfalls so ;D


  • ... oder er hat mitbekommen, wie sich der Jähzorn seines Vaters an denen entlädt, die ihm dumm kommen. ;D


    Oder so ;D



    Harlef wäre ja schön blöd, wenn er schon vorab versuchen würde den Klingenrausch zu sehr zu dezimieren. Denn irgendwer muss ja noch die Mauer brechen. Das ist ein gefährliches Spiel...


    Ich denke, er wird sie erstmal die Mauer brechen lassen und dann dafür sorgen, dass die Söldner als Kanonenfutter zwischen seinen Einheiten und den ausfallenden Ygôdern liegen werden. Garantiert hat er auch schon einen Plan, wie er das bewerkstelligen will. Und es würde mich nicht wundern, wenn er bei der Lagebesprechung nicht alles offen gelegt hätte, was er weiß.

  • Wahrscheinlich nicht, genauso wenig wie Eivora - ich glaube, das kennen wir alle noch aus unserer eigenen Jugend-/jungen Erwachsenenzeit, dass einem oftmals die Vorsicht der Eltern gegen den Strich ging; bei mir war es jedenfalls so ;D


    Es gibt noch einen anderen Grund, der ist aber wohl im nächsten Abschnitt genannt. Den finde ich aber sehr überzeugend.

  • Himmel! Ich muss mich entschuldigen, ich bin ja zwei Wochen zu spät! Naja, ich habe auch nicht viel zu sagen ...
    Die Beschreibungen von den Handlungsorten sind super rüber gekommen. Unaufdringlich und bildlich vorstellbar. Nach dem Abschnitt musste ich nochmal zurück denken und bewundern, wie schön das doch war mit dem "Film" im Kopf.


    Dann habe ich ein paar Kleinigkeiten, die mich stören:
    Wenn die Perspektiven wechseln, kommt es oft zu Wiederholungen. ZB was Deanis Nase betrifft. Es ist schon klar, dass Eivora, Gonter und Chastro-Ignuto das nacheinander merken, aber es muss ja nicht jedesmal so plump angedeutet werden. Zumal einfach nur quasi geschrieben wird "oha, die hat ja keine Nase!" Die Information wiederholt sich unnötig, ist viel zu schlecht eingebaut und wird unnötig stark hervorgehoben. Vor allem Leute aus Rorgator müssten doch mit allerhand Absonderlichkeiten am menschlichen Körper vertraut sein?


    Die Übungsszene mit Gonter gefällt mir :D Mehr gibt's dazu nicht zu sagen.
    Harlef hingegen gefällt mir nicht. Er wirkt so ... platt. Hat bis jetzt keinen Charakter und keine Gefühle, nicht mal negative. Er will ne Stadt erobern und zeigt einen Ansatz von Ungeduld. Punkt O.O Mir ist das zu wenig. Vor allem wenn gegen ihn, der ja komplett grau und glatt aussieht, der fantastische, bunte Haufen von Kampfherren steht von denen mir die Zauberin am besten gefällt ^^


    Auch Fiafila ist mir noch immer ein Rätsel. In Abidia steht sie noch voll ihre Frau, wäre bereit mit ihrem Tempel unterzugehen, dann lebt sie sich in Rorgator ein, erlangt das Vertrauen von Eivora, findet sich mit ihrem Schicksal als Gefangene ab und zeigt sogar Anzeichen, das beste aus ihrer Rolle zu machen. Dann ist sie im Lager und wirkt nur mehr wie ein verstörtes, naives Kind, dass sich am liebsten verkriechen und weinen will. Sie hat sich ja um 180° gewendet. Was ist los mit ihr?
    Naja, meine Vermutung für ihre Zukunft: Das Wetter bleibt schlecht, die Söldner wollen sie killen und Chastro wird sie retten ;)
    Vermuten ist lustig und spannend, hehe


    Ich bin nun endlich richtig im Buch angekommen und fühle insofern mit allen richtig mit. So hätte ich auch Eivora schellen können, als sie im Wald einfach nach Aglix ruft. Nein! Mach sowas doch nicht! Das ist doch unmöglich!


    Unterm Strich: Schön gemacht.


  • Himmel! Ich muss mich entschuldigen, ich bin ja zwei Wochen zu spät!


    Keine Panik - geh Dein eigenes Tempo. :trost:



    Wenn die Perspektiven wechseln, kommt es oft zu Wiederholungen. ZB was Deanis Nase betrifft.


    Ein wenig liegt das an meiner Auffassung, dass man Bilder in einem Buch immer wieder abrufen muss. In einem Film tritt ein Schauspieler auf, und wir sehen ihn in jeder Szene wieder. In einem Buch ist es schwieriger, den optischen Eindruck präsent zu halten. Zwar referenziert man ständig mit dem Namen (weswegen der Name eine Figur viel präsenter ist als in einem Film), aber damit eine Vorstellung entsteht, ein Bild im Kopf, halte ich es für nützlich, wenn eine Haarfarbe, ein Bart oder ein besonderes Merkmal - bei Deani: die fehlende Nase - immer wieder kurz erwähnt wird.
    Ein bisschen habe ich auch da versucht, zu variieren. Gonter zum Beispiel denkt bei der Nase an übliche Strafen, die er aus seiner Heimat kennt - was dann auch ein wenig über den Kontext erzählt, in dem er lebt.



    Harlef hingegen gefällt mir nicht. Er wirkt so ... platt. Hat bis jetzt keinen Charakter und keine Gefühle, nicht mal negative. Er will ne Stadt erobern und zeigt einen Ansatz von Ungeduld. Punkt


    Hm, ein bisschen mehr sollte da schon sein. Aus seiner prunkvollen, aber nicht unbedingt zweckmäßigen Bewaffnung oder dem Umstand, dass er einen großen Spiegel mit auf Feldzüge nimmt, sollte man auf seinen Charakter schließen können, hoffe ich. Und auch seine Erwartungshaltung gegenüber seinem Sohn und dessen künftiger Rolle thematisiert er ja im Gespräch unter vier Augen. Oder seine Pläne, wie er mit der Bezahlung der Söldner umzugehen gedenkt ...



    Dann ist sie im Lager und wirkt nur mehr wie ein verstörtes, naives Kind, dass sich am liebsten verkriechen und weinen will. Sie hat sich ja um 180° gewendet. Was ist los mit ihr?


    Wo ist ihr Halt?
    Kein Tempel mehr. Keine (halbwegs) freundlich gesonnene Eivora in der Nähe.
    Kann sie sich da allein und verlassen vorkommen - zumal die Söldner ihr die Schuld am für sie ungünstigen Wetter geben und sie mitbekommt, dass die Geduld vieler ausläuft?


    Naja, meine Vermutung für ihre Zukunft: Das Wetter bleibt schlecht, die Söldner wollen sie killen und Chastro wird sie retten ;)
    Vermuten ist lustig und spannend, hehe


    Oh, interessant. :) Chastro-Ignuto als Retter ...
    Ausschließen will ich es nicht. Ein paar Figuren werden sich bis zum Ende des Buchs noch drehen. Ob der Avatar dazugehört ... Du wirst es herausfinden. ;)



    Die Beschreibungen von den Handlungsorten sind super rüber gekommen. Unaufdringlich und bildlich vorstellbar. Nach dem Abschnitt musste ich nochmal zurück denken und bewundern, wie schön das doch war mit dem "Film" im Kopf.
    ...
    Ich bin nun endlich richtig im Buch angekommen und fühle insofern mit allen richtig mit.


    :freu:

  • Kapitel 9


    Der Klingenrausch marschiert - mehr oder weniger. Eivora tut sich schwer, wie ich finde. Vielleicht ist es ungewohnt, Befehle zu geben, vielleicht was anderes. Sie führt ja noch nicht lang. Halef ... puh, mal sehen, wie das weiter geht. Seine Maßregelung war ja noch harmlos, aber nachvollziehbar. Das Ritual ... stimmig, passend und nun bin ich schon am Ende. Es war so ein Kapitel, dass es "nice2read" aber für mich nicht so richtig wichtig.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen