03: Seite 96 - Seite 159 (Kap. 6 - einschl. Kap. 8)

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  • Sorry, ich kann mir dieses Bauchgefühl bei Chastro-Ignuto einfach nicht vorstellen. Und wenn da Berechnung hinter seiner Zurückhaltung stecken würde, hätten wir das mitbekommen. Nee, es ist so wesensfern vom Avatar jemanden zu verschonen, wenn es nicht einer konkreten Absicht dient (meiner Meinung nach jedenfalls), dass er sich von einer Ahnung nicht einfach aufhalten ließe.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • Natürlich ist er mir mehr als unheimlich und dennoch: Irgendetwas an ihm mag ich. Seltsamerweise. Warum, ich weiß es nicht so genau.


    Tja, wirklich seltsam, oder? ;) Er ist ja noch nicht einmal eine Perspektivfigur, deren Motive sichtbar ausgebreitet würden ...



    Plötzlich erscheint er in der Tat nicht mehr in dem dunkelsten Licht…dort begeben sich anscheinend auch genug andere gerade hin.


    :jakka:



    Wieder gibt uns der Autor ein Bild in die Hand, um etwas zu verstärken. Auf Seite 134 können wir Folgendes lesen: Sie dachte an die vier Schmiedegesellen, die, verlassen von ihrem Meister, an der Esse arbeiteten. Sie waren ganz auf ihre Arbeit konzentriert, jeder schwang seinen Hammer, und gemeinsam zwangen sie das Eisen in die Form.
    Eine sehr tolle Stelle wie ich finde und eigentlich DAS Bild für Eivoras weiteres Handeln und Denken! Das hat mir sehr gut gefallen.


    Was denkt Ihr, wieso ist das siebte Kapitel mit "Die Schmiede von Rorgator" überschrieben?



    Nicht ganz glaubwürdig erschien mir in dieser Situation, dass sie prompt wieder ins Bett kriecht und weiterschläft, ohne zu wissen wo sie überhaupt ist. Also das könnte ich mit Sicherheit nicht einfach so.


    Hattest Du schon mal einen Vollrausch mit Filmriss und bist am nächsten Morgen mit entsprechend Restalkohol im Blut aufgewacht? ;)



    Etwas sehr Weises kommt dann auch noch von Xerohn: „Verdienst kann Schuld nicht aufwiegen, und ein Versäumnis schmälert keine Ruhmestat…..“ Das ist doch wirklich etwas Wahres.


    Das ist ein Grundsatz, den Niccolò Machiavelli in Der Fürst als einen der Gründe anführt, aus dem er das antike Rom bewundert - dort konnte man Offiziere mit einer Auszeichnung vor der gesamten Legion belohnen und sie direkt danach hinrichten - weil sie einen Sieg errungen, dabei aber einen Befehl verweigert hatten.



    Bedeutet aber am Ende in letzter Konsequenz doch auch, dass man niemals frei von Sünde sein wird, egal was man sonst noch tut….Schuld bleibt unauslöschbar bestehen. Ein sehr essentieller Gedanke.


    Da ergänze ich gern einen weiteren Gedanken: Das Konzept "Vergebung" ist überhaupt nur denkbar, wenn es so etwas wie "Schuld" gibt. Wenn man nicht eingesteht, schuldig geworden zu sein, kann auch nicht vergeben werden - denn dann gibt es ja nichts, was vergeben werden könnte.
    Wenn man nun überlegt, was ein Söldner aus Rorgator mit dem Begriff "Schuld" verbindet, dann fallen viele Dinge weg, die wir ganz selbstverständlich als Verbrechen ansehen.



    Ich bekomme also doch etwas Mitleid für diese tragische Figur, die vielleicht eines Tages in edr Geschichte auf eine Art erlöst wird und eine neue Chance bekommt? Kann man sich wandeln? Kann man das Böse, das Dämonische was einen beherrscht loswerden und dennoch überleben? Neu anfangen? Solche Fragen kommen mir in den Sinn.


    Eine sehr schöne Fragen.
    Für die Geschichte von Rotes Gold gibt das Buch die Antwort - aber ob sie auch außerhalb des Buchs gültig ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.



    Mir ist ein ganz interessanter Gedanke gekommen. Was, wenn es am Ende Fiafila ist, die Chastro-Ignuto irgendwie "rettet" oder "erlöst"? Vielleicht hat er deshalb solche Hemmungen ihr etwas anzutun, weil sein Schicksal auf irgendeine Art an Fiafila gebunden ist?


    Das Schicksals-Motiv ist in der Fantasy ja durchaus häufig ... Was meinen die anderen - läuft Rotes Gold in diese Richtung?



    Und wieder greift die Sogwirkung und ich bin ziemlich platt von diesem Abschnitt, er hat mich sehr aufgewühlt.


    :freu:

  • Dieses Buch schafft es, mein Gefühlskarussell in alle Richtungen zu schicken. Ich bin gleichzeitig fasziniert aber auch abgestoßen. In diesem Abschnitt war auch wieder von allem etwas dabei. Jetzt wissen wir auch endlich, wo es Fiafila hin verschlagen hat: also hatte wirklich Chastro-Ignuto sie in seinen Fängen - war ja auch nicht anders zu erwarten. Aber anders als ich es erwartet hätte, blieb sie von Repressalien verschont. Ich bin gespannt, welches Schicksal noch auf Fiafila wartet. Was mich in diesem Teil etwas irritierte, Fiafila wacht an einem völlig unbekannten Ort auf, ohne zu wissen, wie sie dort hin kommt und schläft dann einfach ruhig weiter? Nachwirkungen des Alkohols oder gar Drogen - anders kann ich es mir nicht vorstellen.


    Besonders abstoßend fand ich die Vorstellung, dass Fiafila auch zu einem Avatar werden sollte. Allein die Vorstellung, dass sich so ein "Ding" in einem ausbreitet und wurzeln schlägt. Auch die Faszination Prekestas von dem Knäuel nackter Leiber kann ich ehrlich nicht nachvollziehen.


    Wir lernen den Meister der Qualen näher kennen. Er ist auch so eine Figur, die mich zwiegespalten zurück lässt. Auf der einen Seite stößt er mich ab und ist mir unheimlich, aber irgendwie macht er mich auch neugierig, mehr von ihm zu erfahren.


    Die Figur des Chastro-Ignuto wirft bei mir die meisten Fragen auf. Scheinbar kommt der Mensch in ihm auch manchmal noch zum Vorschein und der scheint eigentlich sein Herz am rechten Fleck zu tragen. Ob er es wirklich schafft, sein Anhängsel irgendwann mal los zu werden? Irgendwie hoffe ich es ja für ihn. Dann kann er vielleicht doch noch wieder in sein altes Leben zurück?


    Eivora gefällt mir immer mehr. Sie scheint eine recht gute Taktikerin zu sein. Der Schachzug, wie sie die Kampfherren an einen Tisch bekommen und unter gemeinsamer Führung die Legion erhalten hat - Hut ab. Mal schaun, wie weit sie es noch bringt.
    Von den Kampfherren gefällt mir Xerohn noch am besten - ich kann seine Beweggründe für die Bestrafung seiner Leute nachvollziehen. Und er scheint ja auch immer nur zu strafen, wenn es seiner Meinung nach gerechtfertigt ist. Im Normalfall bin ich ja eigentlich nicht für Bestrafung - aber in diesem Fall handelt es sich um eine Söldnertruppe, wo ein Versäumnis den Tod bedeuten kann (für einen selber und auch für den Rest der Truppe). Über die Art der Bestrafung kann man sich streiten - ich fand auch nicht gut, dass dem einen Söldner jetzt vom Hai das Bein abgebissen wurde - aber da kommt dann wieder der Gerechtigkeitssinn von Xerohn zum Ausdruck - er behält den Söldner trotzdem in der Truppe und verpflegt ihn weiter, obwohl er nicht mehr kämpfen kann.


    Ich bin weiterhin voll im Bann dieses Buches und würde am liebsten sofort weiterlesen - aber leider gibt es auch noch andere Verpflichtungen.


  • Dieses Buch schafft es, mein Gefühlskarussell in alle Richtungen zu schicken. Ich bin gleichzeitig fasziniert aber auch abgestoßen.


    Willkommen in der Achterbahn durch den Feuerberg. :freu:



    Nachwirkungen des Alkohols oder gar Drogen - anders kann ich es mir nicht vorstellen.


    Sie ist ja auch nicht unbedingt trinkfest ... ;)



    Besonders abstoßend fand ich die Vorstellung, dass Fiafila auch zu einem Avatar werden sollte.


    Es ist möglicherweise noch fieser (die Beurteilung überlasse ich Euch): Fiafila sollte nur "Mutterboden" für Homunkuli werden. Die wachsen dann in ihr heran, wobei sie aller Wahrscheinlichkeit nach den Verstand verliert. Wenn die Homunkuli weit genug sind, werden sie entnommen und einem geeigneten Träger eingesetzt - das überlebt der "Mutterboden" nicht.
    Hieltet Ihr Prekesta für qualifiziert, einen solchen Homunkulus zu tragen, also zur Avatar zu werden?



    Scheinbar kommt der Mensch in ihm auch manchmal noch zum Vorschein und der scheint eigentlich sein Herz am rechten Fleck zu tragen. ... Dann kann er vielleicht doch noch wieder in sein altes Leben zurück?


    Ich glaube, hier lohnt die Überlegung, wieso er überhaupt zum Avatar wurde. Er denkt viel an sein altes Leben, und dabei findet sich auch ...
    [quote author=Seite 144]
    Sie träumte von Macht und davon, dass andere sie fürchten würden. Ihm war es damals ebenso ergangen, auch ihn hatte der Feuerkult fasziniert.[/quote]
    Ob er als "Nur-Mensch" wohl ein Kind von Traurigkeit war?



    - ich fand auch nicht gut, dass dem einen Söldner jetzt vom Hai das Bein abgebissen wurde -


    Das hat diesem Söldner sicher auch den Tag verdorben.
    :D



    Ich bin weiterhin voll im Bann dieses Buches und würde am liebsten sofort weiterlesen


    :freu:

  • Ich zitiere mal mich selbst:


    Ich befürchte, Bernd hat mir ihr noch schlimmeres vor als nur den Tod :o


    Z.B. sie zu einem Avatar zu machen >:( Und ich befürchte, hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, auch wenn Treskor dem Treiben erstmal Einhalt gebietet. Ein wenig hatte ich die Befürchtung, dass es womöglich schon zu spät sei und sie bereits den Samen eines Homunkulus eingesetzt bekommt hat. Wo befindet sich Fiafila überhaupt momentan? Noch in der Obhut des weiblichen Avatars? Eivora hat auch keine Zeit, nach ihr zu suchen. Der Gestank, den Fiafila an sich riecht, ist das nur ihr Erbrochenes?


    Bei Treskor hatte ich mich von der Optik her schon auf das Schlimmste eingestellt: dass er vllt. 2 Homunkuli in der Schulter sitzen hat oder eine Dämonenfratze besitzt oder ... Aber er sieht erschreckend normal aus und neben Eivora und ihrem Onkel hält er sich ebenfalls ein Haustier. Eine Schlange mit Hörner, das Tierchen könnte also auch dämonisch sein, vielleicht eine Verbindung zu den Dämonen oder ist sie eine Art Schlange der Erkenntnis, mit der er seine Avatare so schnell durchschauen kann? Chastro-Ignuto fragt sich das ja ebenfalls. Wie gefestigt ist sein Stellung bei den Dämonen? Immerhin ist er mächtig genug, dass die Homunkuli ihn respektieren. Als er verhindert, dass Fiafila zum Avatar gemacht wird, war er mir beinahe schon sympathisch, aber genau das ist ziemlich gefährlich, denn er ist völlig undurchschaubar. Er will Kesters letzten Wunsch respektieren, weil er ihn sich gewogen halten will. Wir haben ja schon vermutet, dass Kester noch eine Rolle im bzw. aus dem Dämonenreich heraus spielen könnte.


    Der letzte Satz trägt allerdings nicht zur Beruhigung bei: "Du gehörst uns." ... "Ihr alle gehört uns!" Meint er damit die Dämonen? Sieht Treskor sich als einer von ihnen bzw. ihnen ebenbürtig? Und wir wissen jetzt, was mit dem Titel des Buches in Verbindung mit der Totenmaske gemeint ist.


    In diesem Abschnitt nähern wir uns auch einer meiner drängendsten Fragen: inwiefern wird Chastro von Ignuto beeinflusst und was würde geschehen, wenn man den Homunkulus umbringt. Der Mensch wird nahezu komplett von der Bosheit und Grausamkeit des Homunkulus durchdrungen, an seine menschlichen Eigenschaften und Gefühle kann er sich nur noch erinnern, wenn der feurige Hutzel pennt - er ist wirklich wahnsinnig, wenn Ignuto wach ist. Die Schwäche, die er für Fiafila empfindet sowie die Erleichterung, dass er sie zu Eivora zurückbringen kann, könnten tatsächlich menschliche Regungen sein. Ich befürchte nur, dass Treskor diese Gefühle womöglich spüren kann.


    Was genau passiert, wenn der Homunkulus getötet wird, weiß also keiner, weil es noch nie jemand ausprobiert hat - schade. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass der Mensch es nicht überlebt, weil der Homunkulus lebensnotwendige Organe umwächst. Wobei diese Verwurzelung im Wirtskörper mit der Zeit immer weiter voranschreitet, evtl. kann man es in einem früheren Stadium doch überleben? Der Samen wird also eingesetzt, aber wo genau und wie? Ich denke, das werden wir noch erfahren. Chastro traut sich nicht, den finalen Schritt zu machen und Ignuto - und wahrscheinlich sich selbst - zu töten. Ich dachte die ganze Zeit, ja, jetzt stech doch endlich zu - und ausgerechnet dann muss Eivora an der Tür klopfen, einen schlechteren Zeitpunkt hätte sie sich echt nicht aussuchen können >:(


    Auf Zigûn war ich gespannt, aber da sind wir etwas zu spät gekommen. Habe ich das richtig verstanden: die Blutkrähen sind auch eine Söldnereinheit in Rorgator wie z.B. Sturmbanner? Und haben somit einen Kampfherren, denn Eivora ebenfalls in der Nacht aufgesucht hat?
    Jedenfalls geht sie sehr, sehr clever vor, wie Eivora dafür sorgt, dass die Kampfherren alle an einem Strang ziehen, der Blitzstein zurückgegeben wird und sie als gemeinsamer Flammenbringer-Rat auftreten werden. Hätte sie von dem Verdacht erzählt, dass die Blutkrähen hinter dem Anschlag auf Zigûn stecken könnten, dann hätte es Mord und Totschlag unter den Legionen gegeben und spätestens dann wäre alles auseinandergefallen. Sie hat bei den Lektionen ihres Vater sehr gut aufgepasst. Lachen musste ich bei Xerohns Reaktion auf Eivoras Vorschläge, was dem Flammenbringer-Rat angeht: "Nennt mich verrückt, aber ich glaube, es kann gelingen." :D
    Allerdings muss auch Eivora ein Opfer bringen, Pirlitu lässt sie hier nicht so schnell vom Haken. Nun wissen wir, wie Eivora zum Sturmbanner kommt, dann werden wir auch bald Nirto begegnen. Und wir wissen, dass sie gute 3 Wochen später zusammen in Ygôda sein werden, d.h. wenigstens den beiden gelingt es, in die Stadt zu kommen. Ich bin gespannt, was in der Zwischenzeit noch geschehen wird.


    Ich zitiere mich nochmal:


    Der kleine Salamander hat sich eher Eivora ausgesucht als andersrum. Er wird doch wohl nicht eine Art Spion für Kasol sein?


    Oder ein Spitzel der Dämonen? Daran hatte ich gar nicht gedacht. Liebe Eivora, du tust gut daran, deinem Schöpfer und seinen Wesen zu misstrauen, das könnte schlussendlich deiner Gesundheit förderlich sein. Dennoch hoffe ich weiterhin, dass Aglix nichts mit den Dämonen am Hut hat, außer der Vorliebe für Feuer.


    Nochmal zu Fiafila: sie kommt mir momentan schwächer vor als im ersten Abschnitt. Gut, sie hat sich ziemlich betrunken und hat im Moment mit einem gewaltigen Kater zu kämpfen, außerdem wird sie eher Schwäche zeigen, wenn sie alleine ist, das will ich ihr auch alles zugestehen. Aber dennnoch macht mir ihr Verhalten ein wenig Sorgen, auch habe ich das Gefühl, als ob sie Eivora ein wenig für deren Stärke beneidet. Wenn das mal alles in die richtige Richtung führt.


  • Z.B. sie zu einem Avatar zu machen >:(


    Aber nicht doch - nur zu einem Nährboden für Homunkuli, die dann anderen, würdigeren Trägern eingesetzt werden. ;D



    Wo befindet sich Fiafila überhaupt momentan? Noch in der Obhut des weiblichen Avatars?


    Im Glühenden Tempel ist es überall sehr heiß, und er liegt unterirdisch (in einen Vulkan hineingegraben).
    Fiafila befindet sich an einem Ort, an dem es nicht auffällig heiß ist, und durch das Fenster sieht sie den Exerzierplatz des Klingenrauschs.



    Er will Kesters letzten Wunsch respektieren, weil er ihn sich gewogen halten will. Wir haben ja schon vermutet, dass Kester noch eine Rolle im bzw. aus dem Dämonenreich heraus spielen könnte.


    Aha, da bekommen wir einen neuen Aspekt in die Diskussion! :)



    Die Schwäche, die er für Fiafila empfindet sowie die Erleichterung, dass er sie zu Eivora zurückbringen kann, könnten tatsächlich menschliche Regungen sein.


    Ja, das ist eine plausible Vermutung.
    Gibt es noch andere Theorien in der Leserunde?



    Auf Zigûn war ich gespannt, aber da sind wir etwas zu spät gekommen. Habe ich das richtig verstanden: die Blutkrähen sind auch eine Söldnereinheit in Rorgator wie z.B. Sturmbanner? Und haben somit einen Kampfherren, denn Eivora ebenfalls in der Nacht aufgesucht hat?


    Rorgator ist eine riesige Metropole voller Söldner.
    In dieser Metropole haben mehrere Legionen ihre Kasernen. Fünf dieser Legionen haben einen Elitestatus, die höchste Einstufung, verliehen vom Rat von Eisen und Gold, der so etwas wie die Regierung von Rorgator ist.
    Zu diesen fünf Elitelegionen zählen der Klingenrausch und auch die Blutkrähen. Die Blutkrähen sind also eine Einheit mit etwa dreieinhalbtausend Kriegern. Sie sind etwas anders organisiert als der Klingenrausch, zum Beispiel haben die Blutkrähen eine Reiterei. Eine Legion (wie der Klingenrausch und die Blutkrähen) wird normalerweise von einem Flammenbringer angeführt - so wie Kester.
    Eine Legion gliedert sich in Kampfverbände, die von einem Kampfherrn angeführt werden. Welche das beim Klingenrausch sind, erfahrt Ihr im nächsten Leseabschnitt. ;)
    Die Kampfverbände setzen sich wiederum aus Bannern zusammen. Ein Banner hat 100 Krieger und wird von einem Bannerherrn befehligt. Es ist eine Besonderheit, dass das Sturmbanner so entscheidend ist, dass es seinen eigenen Kampfverband bildet. Deswegen ist sein Befehlshaber ein Kampfherr, obwohl er vergleichsweise wenige Söldner unter sich hat.
    Unterhalb der Banner gibt es die Rotten. Nirto, den wir im Prolog getroffen haben, ist zum Beispiel ein Rottmeister - er befehligt 25 Krieger innerhalb des Sturmbanners.
    Falls Du da einmal durcheinanderkommen solltest: Die Einheitsgrößen und Ränge stehen auch im Glossar, sodass man dort noch einmal schnell nachschauen kann. ;)



    Hätte sie von dem Verdacht erzählt, dass die Blutkrähen hinter dem Anschlag auf Zigûn stecken könnten, dann hätte es Mord und Totschlag unter den Legionen gegeben und spätestens dann wäre alles auseinandergefallen.


    Da der Blitzstein wieder aufgetaucht ist, muss ihn einer der Kampfherren des Klingenrauschs im Zugriff gehabt haben. Von daher waren die Blutkrähen (die ja eine andere Legion sind) eventuell trotzdem noch beteiligt (oder auch nicht - wer weiß?) - aber jemand aus den eigenen Reihen steckte auf jeden Fall mit drin. Und er hatte genug Einfluss, um den Blitzstein herausgeben zu können.



    Nun wissen wir, wie Eivora zum Sturmbanner kommt, dann werden wir auch bald Nirto begegnen. Und wir wissen, dass sie gute 3 Wochen später zusammen in Ygôda sein werden, d.h. wenigstens den beiden gelingt es, in die Stadt zu kommen. Ich bin gespannt, was in der Zwischenzeit noch geschehen wird.


    :jakka:
    Das war auch eine wesentliche Absicht, die ich mit dem Prolog verfolgt habe: Der Leser soll sich fragen, wie es zur Situation im Prolog kommt. Wieso ist Eivora in Ygôda? Warum ist nur Nirto bei ihr? Was wollen sie mit dem Schmuckstück? Und was bedeutet der Regen?



    Nochmal zu Fiafila: sie kommt mir momentan schwächer vor als im ersten Abschnitt. Gut, sie hat sich ziemlich betrunken und hat im Moment mit einem gewaltigen Kater zu kämpfen, außerdem wird sie eher Schwäche zeigen, wenn sie alleine ist, das will ich ihr auch alles zugestehen. Aber dennnoch macht mir ihr Verhalten ein wenig Sorgen, auch habe ich das Gefühl, als ob sie Eivora ein wenig für deren Stärke beneidet. Wenn das mal alles in die richtige Richtung führt.


    Für mich ist die richtige Richtung diejenige, die zur besten Geschichte führt. ;D
    Ich hoffe, Euch gefällt das Ziel, zu dem ich Euch in Rotes Gold bringe - darauf bin ich gespannt!


  • Zigûns Turm, der in diesem Leseabschnitt erstmals auftaucht, wird in der Schwertfeuer-Saga noch ab und zu eine Rolle spielen. Wie gefällt Euch die Illustration von Timo Kümmel?


    Die Illustration ist auch wieder sehr gelungen und ich konnte mir das Geschehen im Turm räumlich noch besser vorstellen.



    Übrigens, dafür dass der Blitzstein so wichtig ist, habe ich noch keine Ahnung, wie er genau funktioniert. Die Erwartungen auf seinen Einsatz schürst du jedenfalls sehr geschickt, lieber Bernd.


    Auf den Blitzstein bin ich auch weiterhin sehr gespannt.



    Außerdem ist Fiafila doch inzwischen wieder in der Kaserne des Klingenrauschs angekommen (Seite 134f) und nicht mehr im Glühenden Tempel.
    Aber sicher habt Ihr mir ohnehin nicht unterstellt, ich könnte einer so liebenswerten Figur etwas antun. :heybaby:


    Ah, das kam bei mir auch nicht so klar an, dass sie bereits in der Kaserne ist, auch wenn die dreistöckigen Betten eigentlich ein Hinweis waren. Ups, ich lese gerade Bernds zitierte Textzeile: das habe ich auch völlig überlesen :-[



    Achso was ich noch hinzufügen muss. Dieser Gonter ist ja echt ein schmieriger Prinz. Und Eivora hat auch noch etwas für ihn übrig. Och neee ich finde Eivora braucht einen markigeren Kerl und nicht so einen Schmalzi :D Wie findet ihr denn diesen Gonter? Ich finde ihn absolut unsexy :totlach: sorry, aber irgendwie kommt der nur schmierig rüber ::) erst recht in einer Welt voller böser Buben ;D


    Stimmt, Gonter passt wirklich nicht nach Rorgator, er ist beinahe zu brav - sowas wird kein gutes Ende für ihn nehmen ;D



    Mir ist ein ganz interessanter Gedanke gekommen. Was, wenn es am Ende Fiafila ist, die Chastro-Ignuto irgendwie "rettet" oder "erlöst"? Vielleicht hat er deshalb solche Hemmungen ihr etwas anzutun, weil sein Schicksal auf irgendeine Art an Fiafila gebunden ist?


    Ach, da möchte ich doch auch mal das liebe Tagebuch in Anspruch nehmen: Liebes Tagebuch, die Leserin hat bisher eindeutig zu wenige Bücher des Autor gelesen, sonst käme sie bestimmt nicht auf solche netten Gedanken. Ich möchte ihr nicht die Illusion rauben, aber ihr dennoch zurufen: rechne lieber immer mit dem Schlimmsten. :D



    Es ist möglicherweise noch fieser (die Beurteilung überlasse ich Euch): Fiafila sollte nur "Mutterboden" für Homunkuli werden. Die wachsen dann in ihr heran, wobei sie aller Wahrscheinlichkeit nach den Verstand verliert. Wenn die Homunkuli weit genug sind, werden sie entnommen und einem geeigneten Träger eingesetzt - das überlebt der "Mutterboden" nicht.
    Hieltet Ihr Prekesta für qualifiziert, einen solchen Homunkulus zu tragen, also zur Avatar zu werden?


    Ich wusste doch, dass du sicher noch eine Steigerung findest ;D Ich würde Prekesta den Job nicht geben, irgendwie ist sie mir viel zu grausam und zu dumm, da kann man ja nichts mehr als Homunkulus an Grausamkeit in den Menschen einzwingen, das ist sicherlich für die Dämonen dann zu langweilig.



    Ich glaube, hier lohnt die Überlegung, wieso er überhaupt zum Avatar wurde. Er denkt viel an sein altes Leben, und dabei findet sich auch ...
    [quote author=Seite 144]
    Sie träumte von Macht und davon, dass andere sie fürchten würden. Ihm war es damals ebenso ergangen, auch ihn hatte der Feuerkult fasziniert.


    Ob er als "Nur-Mensch" wohl ein Kind von Traurigkeit war?
    [/quote]


    Eher nicht, ich hatte es im ersten Abschnitt schon geschrieben, dass ich denke, dass eine gewisse Akzeptanz von Grausamkeit vorherrschen muss. Man könnte bei dem von dir zitierten Satz auch überlegen, ob er als Kind irgendwie gegängelt wurde, dass er davon träumte Macht zu haben, z.B. über andere. Oder er wollte einfach nur nicht den ihm vorbestimmten Weg als kleiner Bauer akzeptieren, das kann schon Grund genug zu sein. In jedem Fall hat er mit dem Feuer gespielt und sich dabei ganz gewaltig die Finger verbrannt.


  • Danke für die ausführliche Information, dann habe ich es richtig verstanden. Stimmt, das Glossar kann ich ja auch zurate ziehen.

  • Entschuldigt bitte, wenn ich nicht alles genau gelesen habe, was ihr schreibt, aber ich will weiter lesen und ich muss doch vorher posten.
    Ich finde übrigens, wenn jemand eine Theorie hat, ohne weiter gelesen zu haben, und die erweist sich als richtig, dann ist das kein Spoiler. Also sollte es auch dort bleiben, wo es stand. Schließlich ist es doch auch wichtig für den Autor, wann welche Assoziationen schon möglich sind.
    Die Verwobenheit von Chastro und Fiafila ist ja etwas, was sich schon im Abschnitt vorher andeutete. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass der Humunkulus wirklich ohne Schaden entfernt werden kann. Auch eine Schuld kann nicht restlos entfernt werden und eine tiefe Schuld ist meist auch lebensgefährlich. Schließlich gab es schon Menschen, die, wenn sie die Größe ihrer Schuld erst mal erfaßt hatten, sich selbs umgebracht haben oder sich dem Gericht gestellt. Ich denke deshalb auch immer, dass es die schlimmste Strafe ist, mit dem Wissen um Schuld, mit Gewissen, zu leben.


    Ich war wirklich überrascht, dass man das Buch weglegen kann. Ich muss mich immer bremsen, weil ich eigentlich keine Zeit habe zu lesen und anderes dann zurück steht. Es ist eineinteressante Welt und vieles geschieht, was man so nicht erwartet.
    Warum ist der Hohepriester (oder wie er heißt) so strikt dafür, dass der Befehlt des Flammenbringers eingehalten werden muss? Hat das mit Kester Stärke im Jenseits zu tun? Was passiert mit den starken Kämpfern? Kämpfen sie ewig? sind sie die Streiter der Dämonen gegeneinander?
    So wie Hahnenkämpfe? Oder gibt es einen Sieger und was wäre dann die Belohnung des Siegers?


    Diese Eivora beweist eigentlich mit allem, was sie tut, dass sie eine sehr gute Anführerin ist. Die Idee, mit der sie alle zusammenbringt ist ziemlich gewagt und doch eigentlich gut durchdacht. Komischerweise mag ich den Kampfherrn, vor dem sie so viel Abneigung hat eigentlich gut leiden und er ist wohl auch ziemlich gut in seiner Führung, denn er erkennt die Richtigkeit des Planes als erster. Seine Begründung der Strafe kann ich nachvollziehen, auch wenn es entgegen seiner Intension zu einer härteren Strafe wurde. Aber es nutzt, denn keiner vernachlässigt dann seine Waffe.


    Ich bin allerdings nicht ganz zufrieden mit der Blitzsteinlösung, denn es gab ja einen Verräter. Die Tore waren offen. Wer einmal verraten hat tut es vielleicht wieder. Ich würde doch weiter nach dem Verräter suchen, auch wenn ich verstehe, dass es der Einheit zuliebe so laufen musste.
    Die Möglichkeit, Anonym zu bleiben, fand ich gut ausgedacht. Allerdings wundert mich, dass der Avatar keine Gedanken dazu gelesen hat. Er dürfte eigentlich nicht in der Nähe des Verräters sein. Über welche Entfernungen kann er denn Gedanken schmecken? Oder Gefühle ? In der Gasse war der Abstand doch bestimmt größer als in der Halle, oder?

  • Jetzt wissen wir was Bernard gemeint hat, als er schrieb, dass sich unsere Sicht auf Chastro noch wandeln würde. Zugegebenermaßen hatte ich den Einfluss des Homunkulus nicht als so stark bewertet. Im Grunde hat er so ziemlich die ganze Kontrolle und vom Menschen ist nicht viel übrig.
    Was mir neu war ist, dass Dämonen schlafen müssen. ;) Das fand ich einen Augenblick fast schon süß. Aber dieser Moment verflog sehr schnell.
    Chastro ist also das Opfer…hm…aber irgendeinen Grund muss es auch geben, wie es dazu kam. Ich hoffe sehr, dass darauf noch eingegangen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass er auch in dem Leben, das er zurücksehnt ein schlimmer Bursche war, sonst wäre er sicherlich nicht auserwählt worden.


    Die Frage warum Prekesta gerne Avatar werden würde, ist nicht leicht zu beantworten. Natürlich weiß sie nicht wie schlimm das wäre, aber ich kann mir am ehesten vorstellen, dass sie sich minderwertig und unbedeutend vorkommt und das auf diese ungewöhnliche Weise kompensieren möchte.
    Dazu nimmt sie sogar in Kauf sich misshandeln zu lassen und den Laufburschen und Handlanger zu spielen. Das ist echt armselig und irgendwie bemitleidenswert. Eigentlich hat sie einen schwachen Charakter und würde so in meinen Augen von einem Homunkulus nicht akzeptiert werden.


    Treskor ist ein interessanter Charakter, der erstmal sehr vernünftig wirkt. Natürlich denke ich das in erster Linie, da er Fiafila verschont. Aber vielleicht ist das auch erstmal eine falsche Spur die Bernard hier gelegt hat.


    Die Szene mit der Totenmaske hinter dem Lavafall ist jedenfalls ziemlich gruselig, lässt aber auf mehr hoffen. Vielleicht wird ihr Vater Eivora noch zur Seite stehen. Oder verändert er sich durch die Qualen im Jenseits vielleicht negativ?


    Wie Eivora die Kampfherren austrickst ist ein alter Trick. Erzähle jedem dasselbe und überzeuge sie nachher von etwas anderem. Hat aber funktioniert. ;D
    Ich denke, dass ab hier erst der schwere Kampf um Anerkennung beginnt und sie sich schon bald beweisen wird, dass sie ihrem neuen Rang gerecht werden kann.


    Aber im Moment interessiert mich am meisten, wer den Blitzstein hatte und was sich der Dieb davon erhoffte ihn zu stehlen bzw. warum er sich mehr davon erhofft ihn wieder zurückzubringen. Dazu würde ich gerne eine Vermutung anstellen, aber mir fällt gerade keine ein die mir plausibel erscheint.
    Xerohn würde ich es am ehesten zutrauen. Er scheint intelligent, hart aber gerecht zu sein. Eigentlich passt es nicht so recht zu einem Mann von Ehre, aber es könnte gut sein, dass er darin eine Notwendigkeit zum Fortbestand des Klingenrauschs sah…
    Von ihm würde ich gerne noch mehr lesen. Die anderen Kampfherren und vor allem Kampfherrinnen sind mir etwas zu zickig und zu egozentrisch…

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Ich denke deshalb auch immer, dass es die schlimmste Strafe ist, mit dem Wissen um Schuld, mit Gewissen, zu leben.


    Das kommt darauf an, wie stark das Gewissen ausgeprägt ist, schätze ich.



    Ich muss mich immer bremsen, weil ich eigentlich keine Zeit habe zu lesen und anderes dann zurück steht. Es ist eineinteressante Welt und vieles geschieht, was man so nicht erwartet.


    :freu:



    Warum ist der Hohepriester (oder wie er heißt) so strikt dafür, dass der Befehlt des Flammenbringers eingehalten werden muss? Hat das mit Kester Stärke im Jenseits zu tun? ...


    Das fragt sich auch Chastro-Ignuto:
    [quote author=Seite 114]
    Das Schicksal eines Flammenbringers mochte die Neugier wecken, doch welche Gunst konnte er aus dem Jenseits erweisen? Sollte es möglich sein, dass Kester eine so hohe Stellung erkämpfen
    würde?[/quote]



    Ich bin allerdings nicht ganz zufrieden mit der Blitzsteinlösung, denn es gab ja einen Verräter.


    Das ist vielleicht eine der seltenen Situationen, in denen Gerechtigkeit dazu führt, dass man alles verliert ...



    Allerdings wundert mich, dass der Avatar keine Gedanken dazu gelesen hat. Er dürfte eigentlich nicht in der Nähe des Verräters sein. Über welche Entfernungen kann er denn Gedanken schmecken? Oder Gefühle ? In der Gasse war der Abstand doch bestimmt größer als in der Halle, oder?


    Er kann das umso besser ...
    ... je stärker derjenige an etwas denkt
    ... je mehr derjenige leidet
    ... je mehr Feuer im Spiel ist
    [quote author=Seite 31]
    Nur selten nahm Chastro-Ignuto Gedanken so deutlich wahr wie gesprochene Worte oder ein Bild, das er betrachtete. Das gelang beinahe nur, wenn sein Gegenüber litt, am besten in Form von Verbrennungen. Meist waren fremde Gedanken so etwas wie der Geschmack eines Gerichts, das man mit verbundenen Augen aß – man bekam einen Eindruck, aber selten ließen sich alle Gewürze und ihr Mischungsverhältnis genau bestimmen.[/quote]



    Chastro ist also das Opfer…hm…aber irgendeinen Grund muss es auch geben, wie es dazu kam. Ich hoffe sehr, dass darauf noch eingegangen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass er auch in dem Leben, das er zurücksehnt ein schlimmer Bursche war, sonst wäre er sicherlich nicht auserwählt worden.


    Guter Punkt. ;)



    Die Szene mit der Totenmaske hinter dem Lavafall ist jedenfalls ziemlich gruselig, lässt aber auf mehr hoffen. Vielleicht wird ihr Vater Eivora noch zur Seite stehen. Oder verändert er sich durch die Qualen im Jenseits vielleicht negativ?


    Ich glaube, hier kann man bislang nur spekulieren ...
    Ziemlich sicher dürfte sein, dass Kester zumindest für den Moment vorrangig mit seinem eigenen Schicksal (im Jenseits) beschäftigt ist.



    Von ihm würde ich gerne noch mehr lesen. Die anderen Kampfherren und vor allem Kampfherrinnen sind mir etwas zu zickig und zu egozentrisch…


    Was haltet Ihr denn von Pirlitu?


  • Was haltet Ihr denn von Pirlitu?


    Sie ist geradezu prädestiniert für die Verräterin...sie ist sympathisch, scheint Eivora zu mögen und ihr zumindest bis zu einem Gewissen Grad zur Seite zu stehen. Das ist in meinen Augen sehr verdächtig.
    Die ist mir ein bißchen zu wohlwollend, auch wenn ich mir wirklich wünschen würde, dass sie zu Eivora hält... ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Eigentlich hat sie einen schwachen Charakter und würde so in meinen Augen von einem Homunkulus nicht akzeptiert werden.


    So sehe ich das momentan auch.



    Vielleicht wird ihr Vater Eivora noch zur Seite stehen. Oder verändert er sich durch die Qualen im Jenseits vielleicht negativ?


    Da bin ich ebenfalls unsicher, inwiefern der alte Kester noch zu erkennen sein wird.



    Was haltet Ihr denn von Pirlitu?


    Mir geht es wie Tonlos, ich finde sie sympathisch und hoffe sehr, dass sie wirklich zu Eivora hält - aber gerade das macht sie auch wiederum verdächtig.

  • Mir geht es wie Karin und Tonlos. Da wir sie über ihre Beziehung zu Eivora kennen lernen, liegt es nahe, Pirlitu zu mögen, weil sie Eivora mag. Aber andererseits hat jede Figur auch unerwartete und teilweise negative Seiten und da warte ich darauf, dass da irgendetwas Schockierendes noch kommt. Ehrlich gesagt, ich kann mir auch vorstellen, dass sie den Donnerstein gestohlen hat. Aber lassen wir uns überraschen und lesen erst einmal weiter. :lesen:

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"

  • Einen Donnerstein gibts auch? :o ;)


    Was mir noch einfällt ist, dass Zigun von einem meisterlichen Pfeilschuss getroffen wurde, was auf Jakena schließen lässt, aber auch irgendwie zu offensichtlich klingt... ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Von ihm würde ich gerne noch mehr lesen. Die anderen Kampfherren und vor allem Kampfherrinnen sind mir etwas zu zickig und zu egozentrisch…


    Nun zwei Stimmen hat er.



    Zitat

    Chastro ist also das Opfer…hm…aber irgendeinen Grund muss es auch geben, wie es dazu kam. Ich hoffe sehr, dass darauf noch eingegangen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass er auch in dem Leben, das er zurücksehnt ein schlimmer Bursche war, sonst wäre er sicherlich nicht auserwählt worden.


    Ich sehe ihn weniger als Opfer, denn es wurde ja schon gesagt, dass die Dämonen sich jemanden aussuchen, der von Grund auf Böse ist. Chastro selbst sagt ja, dass seine zubi zu verkrampft ist, um ein Avatar zu werden. Was sicher ist, dass er nicht so schlimm war, wie er jetzt ist und das er nicht gewußt hat, was mit ihm wirklich passiert. Mir scheint er war vielleicht so, wie seine Azubi jetzt.


  • Ich sehe ihn weniger als Opfer, denn es wurde ja schon gesagt, dass die Dämonen sich jemanden aussuchen, der von Grund auf Böse ist. Chastro selbst sagt ja, dass seine zubi zu verkrampft ist, um ein Avatar zu werden. Was sicher ist, dass er nicht so schlimm war, wie er jetzt ist und das er nicht gewußt hat, was mit ihm wirklich passiert. Mir scheint er war vielleicht so, wie seine Azubi jetzt.


    Das stimmt. Aber auch ein böser Mensch kann ein Opfer sein. ;) Jetzt leidet er eben unter etwas noch Böserem, da ihm nicht klar worauf er sich einließ...

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • So. Da musste ich das Buch gleich zu Anfang erstmal 2 Tage beiseite legen. Die Stelle in der Chastro-Ignuto sich vorstellt wie Fiafila angekettet daliegt und ihr mehrere! Homunkuli aus dem Körper wachsen war so absolut widerwärtig dass ich dafür keine Worte finde. Sorry. Mit sowas kann mein phantasiebegabtes Hirn nicht umgehen. Ich habe mich sogar erwischt wie ich auf Arbeit in mein Zeugs vertieft war und plötzlich aus dem Nichts dieses Bild aufgetaucht ist. Leider hat das bei mir körperliche Auswirkungen; mir war spontan schlecht. :o Eine Medaille für den Autoren für seine bildhafte Schreiberei, aber ich brauchte da jetzt echt ein bisschen Zeit um weiterlesen zu können....



    Ich zitiere mal mich selbst:


    Oh hellsichtig begabte odenwaldcollies, warum musstest du recht behalten .... Ich glaube aber auch nicht an eine "Rettung" Fiafilas. Ihr ist ja nur nichts passiert weil Treskor noch Großes von Kester-Dämon erwartet und ihn sich gewogen machen will. Was mit Fiafila geschieht ist ihm persönlich wohl ziemlich schnuppe. Übrigens fand ich es auch seltsam, dass am Ende des Abschnitts ja wohl eine Woche vergangen ist (wenn ich das richtig gelesen habe) und Fiafila seither niemanden mehr interessiert hat. Auch ist der Prinz nun zum unterschreiben gekommen, aber zum Mord an seinem Leibwächter wurde auch nix mehr gesagt...


    Ich glaube auch, dass Trekors Schlange irgendwie ein Dämon ist der mit ihm verbunden ist, oder ein Sprachrohr für Dämonen, und je nachdem welcher Dämon gerade Besitz von ihm/ihr genommen hat verändert sich die eingebrannte Rune auf seinem Kopf.


    Hier schließe ich mich auch mal der Xerohn-Front an. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen erscheint er mir am sympathischsten, obwohl ich auch nicht zwingend in seiner Einheit anheuern wollen würde. Ich würde Jakena verdächtigen den Blitzstein gestohlen zu haben. Sie hat ja selbst gesagt, dass sie entweder herrscht oder gar nichts, aber keinem anderen folgt. Und es wurde ja glaube auch schon im ersten Leseabschnitt irgendwo gesagt, dass womöglich die Kampfherren untereinander um die Vormachtstellung kämpfen werden. Aber dass Pirlitu plötzlich Eivora förmlich in den Kampfherrenstand zwingt fand ich aber auch irgendwie verdächtig. Der Autor hat uns glaube ich langsam so weit: Wir vertrauen keinem hier mehr. Böser Autor! :'(
    Allerdings hat mir dieser taktische Schachzug Eivoras sehr gefallen und ich muss ehrlich zugeben, dass ich bis zuletzt keine Ahnung hatte was sie da vorhat um die Kampfherren zu einen. Das hat sie gut gemacht! :)
    Offensichtlich entwickelt sie langsam Selbstvertrauen und steigt aus dem Schatten ihres Vaters heraus. Sehr gut. Allerdings hat sie in dem Bezug so einen rausgeputzten Prinzen, der noch nie in einer Schlacht war, sicher nicht nötig. Wie soll der mit ihr mithalten? Ist doch lachhaft. Ich hoffe mal, dass nicht gerade hier plötzlich noch des Herrn Corvus' romantische Seite zum Vorschein kommt :flirt:



    :jakka:
    Das war auch eine wesentliche Absicht, die ich mit dem Prolog verfolgt habe: Der Leser soll sich fragen, wie es zur Situation im Prolog kommt. Wieso ist Eivora in Ygôda? Warum ist nur Nirto bei ihr? Was wollen sie mit dem Schmuckstück? Und was bedeutet der Regen?


    Tja, das scheint eine wenig diskutierte Frage zu sein. Dann fange ich halt mal an mit zwei abstrusen Theorien:
    Erstmal kommt die Assoziation Regen>Wolken>Unwetter>Blitze>Blitzstein. Allerdings scheint mir das irgendwie zu profan... Vielleicht wird die Stadt ja auch von sehr mächtigen Regengöttern bewacht. Wir wissen ja schließlich, dass Feuer im Regen selten sehr beständig ist. Ist zwar doof für die Stimmung der Bewohner, aber dafür haben Dämonen keine Möglichkeit in die Stadt zu dringen... Castro-Ignuto muss also draußen bleiben ;D Das Schmuckstück, dass sie und Nirto erbeuten wollen ist so etwas wie ein Gefäß für diese Regengötter und muss daher an den Mann und aus der Stadt gebracht werden bevor der Klingensturm einfallen kann um seinen Dämonen zu huldigen.



    Für mich ist die richtige Richtung diejenige, die zur besten Geschichte führt. ;D
    Ich hoffe, Euch gefällt das Ziel, zu dem ich Euch in Rotes Gold bringe - darauf bin ich gespannt!


    Der Autor ist herzlich eingeladen das Ende an dieser Stelle zu verraten, sollte er zu neugierig darauf sein, wie seine Leser es finden... :err:


  • Eine Medaille für den Autoren für seine bildhafte Schreiberei, aber ich brauchte da jetzt echt ein bisschen Zeit um weiterlesen zu können....
    ...
    Der Autor hat uns glaube ich langsam so weit: Wir vertrauen keinem hier mehr.


    :urlaub:



    Oh hellsichtig begabte odenwaldcollies, warum musstest du recht behalten .... Ich glaube aber auch nicht an eine "Rettung" Fiafilas.


    Nun ja - bislang ist sie doch wohlauf.
    :trost:



    Hier schließe ich mich auch mal der Xerohn-Front an. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen erscheint er mir am sympathischsten, obwohl ich auch nicht zwingend in seiner Einheit anheuern wollen würde.


    Xerohn steht, wenn man so will, für ins Extrem gezogene Gerechtigkeit. Wer in seine Einheit kommt, weiß, auf was er sich einlässt, und er weiß auch, mit welcher Elle er gemessen wird - im Guten wie im Bösen. Eine solche Form von extremer Gerechtigkeit ist allerdings auch gnadenlos gegenüber allen Verfehlungen.



    Ich hoffe mal, dass nicht gerade hier plötzlich noch des Herrn Corvus' romantische Seite zum Vorschein kommt


    Ähm ... wie drücke ich das jetzt am besten aus ...?
    :wegrenn:



    Der Autor ist herzlich eingeladen das Ende an dieser Stelle zu verraten, sollte er zu neugierig darauf sein, wie seine Leser es finden... :err:


    Netter Versuch ... aber: neee.
    :spielen: