03: Seite 96 - Seite 159 (Kap. 6 - einschl. Kap. 8)

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  • Ich würde Jakena verdächtigen den Blitzstein gestohlen zu haben. Sie hat ja selbst gesagt, dass sie entweder herrscht oder gar nichts, aber keinem anderen folgt.


    Jakena habe ich von den Dreien am wenigsten in Verdacht, weil ihr Machtstreben so offensichtlich ist. Aber andererseits könnte Bernd genau den Weg verfolgen, dass wir das Offensichtliche direkt ausschließen :wahrsager:



    Erstmal kommt die Assoziation Regen>Wolken>Unwetter>Blitze>Blitzstein. Allerdings scheint mir das irgendwie zu profan... Vielleicht wird die Stadt ja auch von sehr mächtigen Regengöttern bewacht. Wir wissen ja schließlich, dass Feuer im Regen selten sehr beständig ist.


    Die Assoziation von Unwetter mit dem Blitzstein ist ja richtig gut, das ist mir gar nicht aufgefallen. Und wer weiß, ob dann nicht wirklich noch andere Götter beteiligt sind, so als Gegenspieler der Dämonen.

  • Ich habe es endlich bis zum dritten Teil geschafft.
    Meine Befürchtungen, dass ich oft wegen den Namen blättern muss, haben sich nicht bewahrheitet. Erstaunlicherweise ging's. Es waren aber auch kleine Hilfen im Text, zB kurzer Rückblick, wer nochmal wer war. Das war genau richtig dosiert, nicht zu oft, dass es sich um langweilige Wiederholungen handelt und nicht zu wenig, dass der Lesefluss durch Überlegen und Blätern ins Stocken kommt.
    Leider hat die Spannung, die sich im 2. Abschnitt aufgebaut hat, leicht abgelassen, dann wurde die Sache allerdings richtig ernst, als Eivora die Kampfherren an der Nase rum führt. Nur habe ich nun das Gefühl, dass die ersten 100 Seiten mehr oder weniger ein ziemlich langes Vorspiel waren. :-\ Vielleicht schließt sich der Kreis irgendwann später wieder. Von Robert bin ich es eigentlich gewohnt, dass die Bücher einen "malerischen" Aufbau haben. Man muss sie ganz betrachten, dann ist alles schlüssig, schön und passt zusammen. Ausschnittweise kann ich damit generell eher wenig anfangen. Meine Hoffnung ist noch immer da :D


    Aber nun gehen wir an die Details ...
    Die vielen Kampfszenen sind meiner Meinung nach zu lang gezogen, irgendwie geht da langsam die Luft raus. Ich überfliege sie nur noch.
    Von den Dialogen her, finde ich leider keine Schätze. Ganz grässlich finde ich den Dialog der Angreifer auf Ziguns Turm, den Eivora da hängend mitanhört. Das war ja mal heftig ein 0-8-15-Ding, das in jedem zweiten Buch oder Film vor kommt, hm? Generell finde ich die Dialoge auch lustlos zu lesen. Die haben keine Farbe, sind alle irgendwie fast einheitlich grau. Es gibt keine sprachlichen Eigenheiten zwischen den Charakteren und selten kommen Gefühle wirklich raus. Das finde ich sehr schade, weil man da ja die Möglichkeit hätte, alles zu schreiben.
    Jakena ist dabei ne Ausnahme, aber die ist ohnehin mein nächster Punkt auf der Liste und ich muss mich einmal furchtbar aufregen.
    Was ist das für ne dumme Tante?! Nein, das kann doch nicht wahr sein! Niemals! Sie macht mich heftig aggressiv. Ist sie wirklich so dumm, wie sie dargestellt wird? Sie ist ne wahnsinnige Blitzmerkerin, hat weder diplomatisch, noch rhetorisch und schon gar nicht taktisch was drauf! So eine unglaublich einfältige Person! Wie konnte sie im Klingenrausch nur so lange überleben, dass sie Kampfherrin wurde? Wer war so nachlässig, ihr diese Position überhaupt zu gewähren?! Mit 37 Jahren und angeblich so erfahren, sollte man mehr erwarten! Die ist einfach naiv, unerfahren, fernab der vorherrschenden Realität und hat sich absolut nicht im Griff.
    Also entweder das oder sie ist eine wahnsinnig schlechte Schauspielerin. Mit ihr stimmt einiges nicht und ich habe die Vermutung, dass es so gewollt ist. Ich bin also gespannt, das Geheimnis hinter ihr zu lüften. Robert wird sich was gedacht haben. Das erwarte ich von ihm. o-o


    Aber letztendlich weiß ich noch immer nicht ganz, was ich von den Kampfherren halten soll. Xerohn (richtig so?) lebt zwar nach seinen Prinzipien, aber eh ... ernsthaft? Der müsste doch eigentlich wissen, dass er Söldner befehligt und keinen eingeschworenen, edlen Trupp, der für das Gute kämpfen will und höhere Ziele als Reichtum und Ruhm verfolgt ... Wie er immer von Gerechtigkeit spricht. Kann er doch nicht ernsthaft glauben, dass der Blitzstein wieder auftaucht, wenn er die Bestrafung des Täters fordert. Wann gibt man ihn denn eher zurück? Wenn man dennoch Aussicht hat, Flammenbringer zu werden oder wenn man den Galgen fürchten muss? Außer er hat ihn selbst genommen und sagt das, um sich selbst authentisch darzustellen (immerhin hat Eivora ihn ja bei einer BEstrafung gefunden).
    Ich weiß nicht ... es sind so viele Ungereimtheiten und das macht das Ganze jetzt spannend, wobei ich finde, dass sich alle sehr leicht unter Eivoras Pantoffel stellen lassen und von den Kampfherren selbst kaum Initiative kommt - oder sie halten diese geheim. Das wär's. Die müssen doch selbst alle was geplant haben - und zwar mehr als Zigun umbringen, Blitzstein klauen und ihn anonym wieder zurück bringen. Ich denke, dass ein großes Chaos vorprogrammiert ist. Wenn nicht, wäre das ganze ein kompletter Reinfall und die Kampfherren ziemlich flach ausgearbeitet. Bei so wichtigen Figuren wäre sowas unvorstellbar!
    Aber nicht desto trotz ... die Szene in der Kontrakthalle ist sehr schwach. Die Situation sieht wie folgt aus: Eivora ist die tadelnde Lehrerin, die die verzogenen Schüler darauf hin weißt, dass sie Teamwork brauchen und fair zu einander sein müssen und die Kampfherren gucken sich alle betreten und peinlich berührt an und murmeln ihre Entschuldigungen und Versprechen. Von Kampfherren erwarte ich mir ehrlich gesagt mehr. Mehr Diskussion, Diplomatie, Aggression, Streit, Intrigen, Machtspiele untereinander ... davon ist nicht sehr viel da, außer Jakenas Eivora mal knapp beschuldigt.


    Neben all dem wird Chastro-Ignuto spannend. Wie wird Chastro mit dem Homunkulus umgehen? Was ist denn nun genau seine Hauptrolle in der Geschichte, dass er es verdient, so oft beschrieben zu werden? Er hat auch noch was mit der Sache zu tun. Ich freu mich richtig darauf, wenn es sich dann erst mal richtig zusammen spitzt.
    PS: Bei Fiafila hatte ich recht :P erstmal ist ihr nichts passiert!


    Ich muss sagen, ich freue mich richtig über das Buch und will diese Ungereimtheiten lösen. Da bleib ich definitiv dran!


  • Meine Befürchtungen, dass ich oft wegen den Namen blättern muss, haben sich nicht bewahrheitet.


    Das freut mich. :)
    Wie sieht es denn inzwischen mit Eivora versus Zarria aus? Nimmst Du die beiden mittlerweile eigenständig wahr oder aher als zwei Facetten derselben Figur?



    Nur habe ich nun das Gefühl, dass die ersten 100 Seiten mehr oder weniger ein ziemlich langes Vorspiel waren.


    Da trügt Dein Gefühl. ;)



    [Jakena] ist einfach naiv, unerfahren, fernab der vorherrschenden Realität und hat sich absolut nicht im Griff.


    Woran machst Du diese Beobachtung fest?



    [Xerohn] müsste doch eigentlich wissen, dass er Söldner befehligt und keinen eingeschworenen, edlen Trupp, der für das Gute kämpfen will und höhere Ziele als Reichtum und Ruhm verfolgt ... Wie er immer von Gerechtigkeit spricht.


    Er steht für das Prinzip "Führung durch Gesetz" (statt zum Beispiel "Führung durch Charisma", "Führung durch Vorbild", "Führung durch Partizipation", etc.). Das zieht er durch, und dafür ist er auch bekannt, was dazu führen dürfte, dass entsprechende Krieger bei ihm unterschreiben. Denn natürlich hast Du recht: Söldner kämpfen nicht aus Patriotismus oder edler Überzeugung, sie werden auch nicht in den Dienst gepresst - sie entscheiden selbst, welchem Banner sie sich anschließen. Bei Xerohn wissen sie, dass die Hellebardiere rechts und links in der Schlachtreihe nicht wanken werden, was ihnen Sicherheit gibt. Sie wissen aber auch, dass sie übel enden, wenn sie selbst wanken sollten ...



    Kann er doch nicht ernsthaft glauben, dass der Blitzstein wieder auftaucht, wenn er die Bestrafung des Täters fordert.


    Er glaubt sicher nicht, dass der Täter ihn rausrückt. Wahrscheinlich vermutet er, dass man dem Täter auf die Schliche kommen wird - und ihn dann zur Rechenschaft ziehen kann.
    Das ist allerdings tatsächlich eine steile These, denn sie setzt voraus, dass sich der Täter nicht abgesichert hat - etwa durch die Rückendeckung eines mächtigen Verbündeten.
    Andererseits - vielleicht denkt Xerohn längerfristig - auch das neue Bündnis des Verräters könnte irgendwann enden ... Und dann hat er ihn ... ;D



    Außer er hat ihn selbst genommen und sagt das, um sich selbst authentisch darzustellen (immerhin hat Eivora ihn ja bei einer BEstrafung gefunden).


    Auch das wäre möglich ... ;)



    Ich weiß nicht ... es sind so viele Ungereimtheiten und das macht das Ganze jetzt spannend, wobei ich finde, dass sich alle sehr leicht unter Eivoras Pantoffel stellen lassen und von den Kampfherren selbst kaum Initiative kommt - oder sie halten diese geheim.
    ...
    Mehr Diskussion, Diplomatie, Aggression, Streit, Intrigen, Machtspiele untereinander ...


    Es steht wohl auch auf des Messers Schneide, Eivora spielt ein gefährliches Spiel. Aber die Frage ist: Wer hätte etwas davon, zu diesem Zeitpunkt gegen sie vorzugehen?
    Es könnte auch eines dieser Spiele sein, bei denen derjenige verliert, der zuerst zuckt ...
    Derzeit stehen sie alle in einer Reihe, beziehungsweise sitzen in einer Reihe vor Eivora. Wenn einer sich exponiert, muss er damit rechnen, dass alle anderen ihn verhindern wollen - damit wird er zur Zielscheibe.
    Wenn er Eivora gewähren lässt, lockt das Silber von Ygôda. Eivora selbst ist keine ernstzunehmende Konkurrenz für einen etablierten Kampfherrn. Sie können sie aus dem Weg räumen, wenn die Zeit gekommen ist - und können dazu den passenden Zeitpunkt wählen, also einen, an dem sie gut aufgestellt sind. Zudem bekämen sie dann auch den Blitzstein. Wenn sie in diesem Moment revoltieren, bleibt er verschwunden - und taucht vielleicht in einer ganz anderen Legion wieder auf.



    PS: Bei Fiafila hatte ich recht :P erstmal ist ihr nichts passiert!


    :klatschen:



    Ich muss sagen, ich freue mich richtig über das Buch und will diese Ungereimtheiten lösen. Da bleib ich definitiv dran!


    :freu:


  • Wie sieht es denn inzwischen mit Eivora versus Zarria aus? Nimmst Du die beiden mittlerweile eigenständig wahr oder aher als zwei Facetten derselben Figur?


    Hat sich definitiv gebessert. Zaria hätte anders gehandelt, hätte wohl hinter den Kampfherren herum gehandelt, sich eher auf das Beobachten fokussiert. Eivora tritt stark in die Offensive und macht sich dadurch selbst eher angreifbar. Zarias Welt war anders. Wenn dir da jemand was antun will, kommt es aus dem Schatten und unvorhergesehen - also sei lieber selbst ein Schatten. Eivora hat es mit Leuten zu tun, die man da eher erkennen kann ...



    Woran machst Du diese Beobachtung fest?


    Na daran, wie sie redet, sich gibt ... Als Eivora und Zeronn (? es tut mir leid, ich habe vor Kunstgeschichte lernen gelesen, alle neuen Namen sind da nun etwas schwammig, hihi) Jakena befragten, ging sie gleich davon aus, dass die beiden die Täter wären und es nun auf sie abgesehen hätten. Furchtbar dumm, dass dann laut auszusprechen, denn wenn es so wäre, würde sie das Überraschungsmoment verlieren, ihrem Tod nur eher ins Gesicht blicken und verlöre quasi jede Chance noch diplomatisch was für sich zu drehen. Viel besser wäre da, wenn sie Eivora - wenn sie ihr denn ernsthaft unterstellt, Zigun umgebracht zu haben - vermeintlich zum Vorteil helfen würde, um ihr dann in den Rücken zu fallen. Das fängt sie aber ziemlich schlecht an, indem sie gleich damit daher kommt "Wenn ihr mich umbringt, seid ihr auch so gut wie tot." Selten dumm. Und vor allem, wenn sie es glaubt, würde sie doch vermuten, dass die beiden vermeintlichen Mörder einen Fluchtweg geplant haben und nun nicht zum Selbstmordattentäter werden.
    Und dann scheint sie Eivora noch blind zu vertrauen, dass sie sie nun unterstützt, legt ihr ihre ganzen Pläne vor "Entweder ich oder keiner sonst!" Eivora ist ihr nicht mal unterstellt?!



    Er steht für das Prinzip "Führung durch Gesetz" (statt zum Beispiel "Führung durch Charisma", "Führung durch Vorbild", "Führung durch Partizipation", etc.). Das zieht er durch, und dafür ist er auch bekannt, was dazu führen dürfte, dass entsprechende Krieger bei ihm unterschreiben..


    Ich finde dennoch, dass es aufgesetzt wirkt. Vielleicht mag es ja unter seiner Führung klappen, dann wäre er aber sichtlich der falsche Flammenbringer, was er ja auch werden will, wie alle anderen Kampfherren, denn überall anders funktioniert es ja sichtlich nicht so wie bei ihm. Und das müsste er wissen und anderen den Vortritt lassen bzw sich anpassen können, dafür müsste er aber seine Prinzipien zum Teil aufgeben. Wenn er weise wäre, sollte er seine Ansprüche zurück ziehen, sobald sich der Rat auflöst.



    Er glaubt sicher nicht, dass der Täter ihn rausrückt. Wahrscheinlich vermutet er, dass man dem Täter auf die Schliche kommen wird - und ihn dann zur Rechenschaft ziehen kann.
    Das ist allerdings tatsächlich eine steile These, denn sie setzt voraus, dass sich der Täter nicht abgesichert hat - etwa durch die Rückendeckung eines mächtigen Verbündeten.
    Andererseits - vielleicht denkt Xerohn längerfristig - auch das neue Bündnis des Verräters könnte irgendwann enden ... Und dann hat er ihn ... ;D.


    Naja, man kann Dinge immer noch laut sagen. Einfach mal das Maul halten, ist manchmal schlau. "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold." passt doch sogar thematisch ;) ein Kampfherr sollte zumindest diplomatisch/taktisch mehr drauf haben. Die wären auch alle lang genug im Geschäft für ...



    Es steht wohl auch auf des Messers Schneide, Eivora spielt ein gefährliches Spiel. Aber die Frage ist: Wer hätte etwas davon, zu diesem Zeitpunkt gegen sie vorzugehen?
    Es könnte auch eines dieser Spiele sein, bei denen derjenige verliert, der zuerst zuckt ...
    Derzeit stehen sie alle in einer Reihe, beziehungsweise sitzen in einer Reihe vor Eivora. Wenn einer sich exponiert, muss er damit rechnen, dass alle anderen ihn verhindern wollen - damit wird er zur Zielscheibe.
    Wenn er Eivora gewähren lässt, lockt das Silber von Ygôda. Eivora selbst ist keine ernstzunehmende Konkurrenz für einen etablierten Kampfherrn. Sie können sie aus dem Weg räumen, wenn die Zeit gekommen ist - und können dazu den passenden Zeitpunkt wählen, also einen, an dem sie gut aufgestellt sind. Zudem bekämen sie dann auch den Blitzstein. Wenn sie in diesem Moment revoltieren, bleibt er verschwunden - und taucht vielleicht in einer ganz anderen Legion wieder auf.


    Es gilt aber auch zu bedenken, dass sie Kesters Tochter ist, sie ganz er in der Sache ist, sich da so rein hängt, dass sie zum Schluss gar nimmer zu fassen ist. Wenn sie erst einmal das Sturmbanner hinter sich hat ... Wenn sie sie überzeugt, sie als Anführerin zu akzeptieren. Jetzt da die Kampfherren sie ebenfalls zu einer Kampfherrin gemacht haben, ist sie ihnen vom Rang her ebenbürtig - und damit ernst zu nehmen, denn es wäre zu vermuten, dass Eivora versucht, den Rang nicht nur bei einem Titel zu belassen, sondern Wurzeln schlagen zu lassen ... Dazu müssten sie Eivora schnell wieder beseitigen, wenn sie aber erst Ygoda besiegt hätten, mit Eivora als Kampfherrin des Sturmbanners, ginge alles offensichtlich auf ihr Konto (genauso eine Niederlage) und damit wäre sie nicht mehr weg zu kriegen, hätte sogar einen legitimen Anspruch darauf, Flammenbringer zu werden, was der Rat von Eisen und Gold genauso sehen könnte. Mit Kester als Vater und Mentor, mit so einem Erfolg und das Sturmbanner dann hinter sich. Was spräche noch dagegen außer die Missgunst der anderen Kampfherren?
    Das müssen die doch bedenken. Und da ich glaube, dass sie das bedenken werden, wird sich noch einiges tun.

  • Kapitel 6


    Eine große Frage beschleicht mich doch. Warum verwahrt man einen so wichtigen Gegenstand wie der Blitzstein im Keller einer "kleinen" Elitegruppe auf. Das ist ja, als wenn man das heilige Schwert des Königs, bei einem Vasallen, der aber bezahlt wird, einkellert. Entweder muss Kester ihm sehr vertraut haben, oder aber Zigun ist der eigentliche Herr über dieses Artefakt. Was ihn natürlich für andere Legion umso interessanter machen würde.


    Frau und Kind offenbar tot - ok, nehm ich mit. Der ganze "Überfall" mit dem Diebstahl des Steins ist ... komplexer denke ich als man denkt. Nie im Leben hätten die Leute ihre Einheit genannt, eher will jemand drittes aus dem Hintergrund die Parteien aufeinander hetzen.


    Chastron derweil will seinen Gelüsten fröhnen, aber selbst sein Dämon versagt es ihm. Der Respekt vor dem verstorbenen Kriegsherrn ist unglaublich groß. Man hört schon von Heldentaten im Jenseits, das er sich gut macht. Lust auf die Priesterin hat er ja schon ... mal sehen was da noch kommt.

  • Kapitel 7


    Es ist ein heißes und gefährliches Spiel, was die kleine Eivora treibt. Ich kann mir an dieser Stelle auch nur wenig vorstellen, wie sie aus dieser Misere entkommen will. Eine Option wäre dann natürlich, dass sie sagt: "Hey, einigt euch auf niemanden von euch, sondern mich", aber das glaube ich nicht wirklich. Eine Menge Zündstoff auf jeden Fall!


    Ein wenig kitschig empfinde ich die Faszination von Gonter gegenüber der Söldnerin. Sicher ist sie ansehnlich und hat gewisse Eigenschaften, aber gleich so von den Augen zu denken... mir ein wenig zu viel Schmalz. Auch der Sinn der Szene mit der Priesterin erschließt sich mir an dieser Stelle nicht. Ja, sie war eine Weile nicht aktiv dabei, aber die Szene gibt mir so gar nichts, außer, dass sie wohl in der Kaserne ist. War ein wenig nach dem Motto... Hey, lange nicht über sie berichtet, hau ich mal eine Szene rein. Ich hätte das nicht gebraucht.


    Interessant ist noch die Szene mit dem letzten Bannerherrn Xerohn. Ich musste schmunzeln bei einem Satz.. "Du musst eine Strafe verhängen, darfst sie aber nicht selbst vollziehen" Das ist ja der Anti-Ned-Stark! Ich verstehe warum er auf den Gedanken kommt in einer Gruppe von Söldnern, aber der Gegensatz sprang mich direkt an.


  • Eine große Frage beschleicht mich doch. Warum verwahrt man einen so wichtigen Gegenstand wie der Blitzstein im Keller einer "kleinen" Elitegruppe auf. Das ist ja, als wenn man das heilige Schwert des Königs, bei einem Vasallen, der aber bezahlt wird, einkellert.


    Trotz seines herausgehobenen Status ist das Sturmbanner ein integraler Teil des Klingenrauschs. Man vertraut den Blitzstein also niemand Fremdem an, sondern den Besten aus den eigenen Reihen.
    Aber das ist nur ein Teil der Erklärung. ;)



    Ja, das war mir auch beinahe zu auffällig, wie schnell hier die Blutkrähen genannt wurden.


    Möglich ... Oder auch ein Elitekämpfer verliert die Nerven, wenn er auf eine Waffe starrt und selbst wehrlos ist ... Wer weiß? ;)



    Auch der Sinn der Szene mit der Priesterin erschließt sich mir an dieser Stelle nicht.


    Primär wollte ich zeigen, dass sie tatsächlich nicht zu einem Acker für Homunkuli gemacht wurde, sondern sich nun außerhalb des Glühenden Tempels befindet. Das ist mir aber nicht besonders gut gelungen - in dieser Leserunde haben mehrere die Information nicht in dieser Form aufgenommen, sondern sich trotz dieser Szene noch gefragt, ob Fiafila noch immer in Gefahr ist.



    Ich musste schmunzeln bei einem Satz.. "Du musst eine Strafe verhängen, darfst sie aber nicht selbst vollziehen" Das ist ja der Anti-Ned-Stark!


    Das stimmt - und ich darf noch nicht einmal für mich in Anspruch nehmen, selbst darauf gekommen zu sein. :-[
    Dieser Ausspruch geht auf eine Stelle in einem BattleTech-Roman zurück, die mich beeindruckt hat. Ich glaube, es war Ein Erbe für den Drachen. Darin wird der Erbe eines sehr großen Sternenreichs von seinem Vater in die Gepflogenheiten der Herrschaft eingeführt, und eine Lektion besteht darin, dass er einen Verräter nicht selbst hinrichten darf. Das würde seinen Status als Herrscher gefährden, der das Urteil spricht, aber seine Macht gerade dadurch betont, dass er es ausführen lässt, statt das mit eigenen Händen zu tun. Das ist dort sehr gut beschrieben.
    Wobei die Ned-Stark-Variante, dass derjenige, der das Urteil spricht, auch das Schwert schwingen soll, ebenfalls sehr beeindruckend ist, finde ich.


  • Primär wollte ich zeigen, dass sie tatsächlich nicht zu einem Acker für Homunkuli gemacht wurde, sondern sich nun außerhalb des Glühenden Tempels befindet. Das ist mir aber nicht besonders gut gelungen - in dieser Leserunde haben mehrere die Information nicht in dieser Form aufgenommen, sondern sich trotz dieser Szene noch gefragt, ob Fiafila noch immer in Gefahr ist.


    Das habe ich zB überhaupt nicht. Ich denke schon sie ist in Sicherheit und außerdem .. kann nicht alles gelingen, die erste Szene Kapitel 8 macht vieles wett.. aber dazu später oder morgen mehr.



    Das stimmt - und ich darf noch nicht einmal für mich in Anspruch nehmen, selbst darauf gekommen zu sein. :-[
    Dieser Ausspruch geht auf eine Stelle in einem BattleTech-Roman zurück, die mich beeindruckt hat. Ich glaube, es war Ein Erbe für den Drachen. Darin wird der Erbe eines sehr großen Sternenreichs von seinem Vater in die Gepflogenheiten der Herrschaft eingeführt, und eine Lektion besteht darin, dass er einen Verräter nicht selbst hinrichten darf. Das würde seinen Status als Herrscher gefährden, der das Urteil spricht, aber seine Macht gerade dadurch betont, dass er es ausführen lässt, statt das mit eigenen Händen zu tun. Das ist dort sehr gut beschrieben.
    Wobei die Ned-Stark-Variante, dass derjenige, der das Urteil spricht, auch das Schwert schwingen soll, ebenfalls sehr beeindruckend ist, finde ich.


    Absolut!

  • Kapitel 8


    Es beginnt mit der besten Szene bis hierher im Buch - aber mit Abstand! Chastro, der in einer stillen Minute wieder er selbst ist. Das ist rührend, tragisch, interessant, furchtbar. Kopfkino pur. Er tut einem so leid, man leidet mit und erfährt so viel über diesen besonderen Charakter. 8) 8) 8)


    Das Zusammentreffen der Bannerherren, die Auflösung, was Eivora plant... da war ich hin und hergerissen. Die Idee, die Legion durch einen Rat zu führen, finde ich gut. Die Bedingung, dass Eivora das Banner führt, auch. Immerhin muss sie sich mal beweisen. Die Lösung um den Blitzstein war aber nicht meines. Es wirkte so "schnell". Klar birgt es seine eigene Logik und ist mit Sicherheit nicht an den Haaren herbeigezogen, aber ich hätte mir ein wenig mehr Dramatik gewünscht. Interessant ist dann der Schluß, ihr Vater scheint sich im Jenseits aufzuschwingen. Das mit dem "alle gehören mir" hat so nen Beigeschmack. Als würde er seine Mannen immer noch unter sich sehen und dem Dämon quasi "anbieten", um seine Position zu stärken.


  • Es beginnt mit der besten Szene bis hierher im Buch - aber mit Abstand! Chastro, der in einer stillen Minute wieder er selbst ist. Das ist rührend, tragisch, interessant, furchtbar. Kopfkino pur. Er tut einem so leid, man leidet mit und erfährt so viel über diesen besonderen Charakter.


    Bei der Arbeit am Manuskript habe ich mich gefragt, ob es gelingen kann, für eine Figur, die dermaßen negativ eingeführt wird wie Chastro-Ignuto, Empathie zu erzeugen. Nach den Reaktionen in der Leserunde vermute ich: Es ist möglich. :)



    Interessant ist dann der Schluß, ihr Vater scheint sich im Jenseits aufzuschwingen. Das mit dem "alle gehören mir" hat so nen Beigeschmack. Als würde er seine Mannen immer noch unter sich sehen und dem Dämon quasi "anbieten", um seine Position zu stärken.


    Vermutest Du, dass der Meister der Qualen in diesem Fall in Kesters Namen spricht? Oder spricht er für die Priesterschaft? Oder allgemein für die Dämonen? Oder für jemand oder etwas ganz anderes? ;)


  • Bei der Arbeit am Manuskript habe ich mich gefragt, ob es gelingen kann, für eine Figur, die dermaßen negativ eingeführt wird wie Chastro-Ignuto, Empathie zu erzeugen. Nach den Reaktionen in der Leserunde vermute ich: Es ist möglich. :)


    Oh jaaaaaaa.... und wie!



    Vermutest Du, dass der Meister der Qualen in diesem Fall in Kesters Namen spricht? Oder spricht er für die Priesterschaft? Oder allgemein für die Dämonen? Oder für jemand oder etwas ganz anderes? ;)


    Viele gute Fragen... auf die ich gerade keine Antwort habe. Ich würde mal sagen... Der Dämon, zu dem Kester überführt wurde, spricht durch den Meister der Qualen! Interessant ist eben auch der Helm, was mir sagt, Kester ist im Jenseits schon verdammt "groß" geworden.

  • Suse

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