02: Seite 47 - Seite 95 (Kap. 3 - einschl. Kap. 5)

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  • Ich geb euch recht...früher oder später muss er ab. Aber ich glaub, dass es jetzt noch zu früh wäre... ;D

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Kapitel 3


    Ich denke, dass ist ein sehr inhaltsreiches Kapitel. Vor allem diese Art von Totenkult gefällt mir. Ich muss gestehen, als die Barke auf dem Magmastrom schwamm, hatte ich Bauchweh, welches aber verschwand als man später erfuhr, das das Boot kühl war und wie es konstruiert war. Es ist also kein normales Schiffchen und das ist gut so.


    Dieses Feilschen, der Gedanke, dass man sich im Jenseits alles erkämpfen muss, passt wie die Faust aufs Auge zu dem Leben der Söldner. Sehr stimmig! Dann stelle ich mir die Frage, ob die Wahl des Dämons Bedeutung haben wird (ich gehe von ja aus, da es erwähnt wurde).


    Interessant ist ein Fakt, der nebenbei kommt... älteste Kommandantin 37 Jahre alt. Das ist logisch und glaubhaft. Zudem ist so ein Leben sicher nicht förderlich was die Lebenserwartung angeht, zudem baut man da langsam ab bzw. man gilt als "alt".


    Fazit: Ein schöner Schwenk in die Glaubenswelt.


    Kapitel 4


    Wunderschön sind die Unterschiede zwischen Söldnerin und Priesterin zu erkennen. Gleichberechtigt scheint die Welt zu sein. Ein Drittel der Legion sind weiblich, was die Frauen an Kraft nicht haben, machen sie durch Besonnenheit wett. Modern! Wenn sie will, nimmt sie sich einen Lustknaben, logisch! Die Priesterin taucht in eine so fremde Welt ein und hat doch recht viele Blicke für die Kleine übrig ... bahnt sich da was an?
    Die kurze Szene mit dem "starken Mann". Genial, wie sie aus der Situation unverfänglich rauskommt und noch besser, wie dem Leser erklärt wird, wie sie erkennt, dass der Kerl zum Schlag ausholen wollte. Schöne Details, die vor allem Eivora glaubhaft werden lassen. Nebenbei erfährt man auch viel über die Struktur. Der Rat wird erwähnt und schon sind wir im Tempel. Das Quälen eines Kaninchens ... für jeden aus dieser Welt einfach nur grausam und unnötig, wird wieder eine Vertiefung dieser so brutalen Welt voller Qualen, die Chastor so erfreut. Die stets schwelende Frage, was die letzten Worte Kesters waren, werden am Ende begleitet von der Frage, was das für ein Auftraggeber ist, was er will und ob jener, derjenige ist, der die Brosche aus dem Prolog haben will.


    Mr. Corvus ... ich muss eingestehen, ich schäme mich, nicht schon vorher eines deiner Bücher gelesen zu haben. AHHHH und auf Instagram und Facebook noch gelogen... meine ersten Corvus(se)/Corvi waren deine Perry Rhodan Neo Bände.


  • Es ist also kein normales Schiffchen und das ist gut so.


    Die Fahrt mit einem normalen Boot wäre auf einem Magmastrom ein sehr kurzes Vergnügen. ;D



    Dann stelle ich mir die Frage, ob die Wahl des Dämons Bedeutung haben wird (ich gehe von ja aus, da es erwähnt wurde).


    O ja!
    Im Prinzip setzt sich die Logik von Militäreinheiten, Zweckbündnissen und Gegnerschaften, die das Leben der Söldner prägt, im Jenseits fort. Dort gibt es mächtige Dämonen, die so etwas wie Heerführer sind, und weniger mächtige, die so etwas wie Offiziere darstellen. Geister haben ebenso ihren Platz wie die Seelen der Verstorbenen.
    Und wenn die Söldner eines gelernt haben, dann, dass man besser auf der Seite der Sieger steht.



    älteste Kommandantin 37 Jahre alt. Das ist logisch und glaubhaft. Zudem ist so ein Leben sicher nicht förderlich was die Lebenserwartung angeht, zudem baut man da langsam ab bzw. man gilt als "alt".


    Das stimmt, wobei es auch für die Söldner einen Weg raus aus dem aktiven Dienst gibt. Das wird in Rotes Gold nur zart angedeutet, aber in Weißes Gold wird es eine größere Rolle spielen.



    Gleichberechtigt scheint die Welt zu sein.


    Ja - und extrem leistungsbezogen ... Man kann viel gewinnen und ebenso viel verlieren. Keiner, der einen auffängt, wenn man fällt - jedenfalls nicht außerhalb der eigenen Einheit.



    Die Priesterin taucht in eine so fremde Welt ein und hat doch recht viele Blicke für die Kleine übrig ... bahnt sich da was an?


    Ah, eine interessante Option!
    :flirt:
    Und schön, dass Fiafilas Faszination für diese andere Lebensart rüberkommt - auch wenn sie sie sicher nicht in allen Facetten gutheißt.



    meine ersten Corvus(se)/Corvi waren deine Perry Rhodan Neo Bände.


    Ja, meiner NEO-Zeit trauere ich ein bisschen nach ... Es hat unheimlich Spaß gemacht, gemeinsam mit Frank Borsch die Geschichten zu entwickeln, und die Zusammenarbeit mit Oliver Plaschka war meine erste enge Zusammenarbeit mit einem anderen Autor beim Schreiben einer gemeinsamen Geschichte. Das war toll, NEO hat mich wirklich weitergebracht. Aber derzeit muss das hinter meinen anderen Projekten zurückstehen, auch wenn ich noch immer freundschaftliche Beziehungen zum RHODAN-Team pflege.


  • O ja!
    Im Prinzip setzt sich die Logik von Militäreinheiten, Zweckbündnissen und Gegnerschaften, die das Leben der Söldner prägt, im Jenseits fort. Dort gibt es mächtige Dämonen, die so etwas wie Heerführer sind, und weniger mächtige, die so etwas wie Offiziere darstellen. Geister haben ebenso ihren Platz wie die Seelen der Verstorbenen.
    Und wenn die Söldner eines gelernt haben, dann, dass man besser auf der Seite der Sieger steht.


    Das kommt auch heraus! Es ist sogar noch mehr, wie ich finde. Das Gold entscheidet ja zu einem nicht unwichtigen Teil über seine Chancen, welcher Dämon ihn haben will. Zumindest kam das bei mir so an.



    Das stimmt, wobei es auch für die Söldner einen Weg raus aus dem aktiven Dienst gibt. Das wird in Rotes Gold nur zart angedeutet, aber in Weißes Gold wird es eine größere Rolle spielen.


    Toll, nun bin ich angefixt 8)


    Ah, eine interessante Option!
    :flirt:
    Und schön, dass Fiafilas Faszination für diese andere Lebensart rüberkommt - auch wenn sie sie sicher nicht in allen Facetten gutheißt.


    Dann los... hopp... heiße Erotik zwischen den beiden. :unschuldig:


    Ja, meiner NEO-Zeit trauere ich ein bisschen nach ... Es hat unheimlich Spaß gemacht, gemeinsam mit Frank Borsch die Geschichten zu entwickeln, und die Zusammenarbeit mit Oliver Plaschka war meine erste enge Zusammenarbeit mit einem anderen Autor beim Schreiben einer gemeinsamen Geschichte. Das war toll, NEO hat mich wirklich weitergebracht. Aber derzeit muss das hinter meinen anderen Projekten zurückstehen, auch wenn ich noch immer freundschaftliche Beziehungen zum RHODAN-Team pflege.


    Ich kenne Perry im Grunde über meinen Vater, der seit der Nummer 1 der klassischen Serie dabei war und noch immer ist(!!!). Als Neo kam, bin ich aufgesprungen, aber ehrlicherweise nicht dabei geblieben. Ich wollte auch anderes lesen und alle 2 Wochen, bei meiner beschränkten Lesezeit, war mir da zu viel und dann war ich sehr weit hintendran. Mir gefielen aber die Aspekte stets. Vielleicht bekommt man ja nochmals eine ordentliche Verfilmung zu sehen.


  • Es ist sogar noch mehr, wie ich finde. Das Gold entscheidet ja zu einem nicht unwichtigen Teil über seine Chancen, welcher Dämon ihn haben will. Zumindest kam das bei mir so an.


    Genau, dieses Gold ist so etwas wie eine Starthilfe ins Nachleben.



    Als Neo kam, bin ich aufgesprungen, aber ehrlicherweise nicht dabei geblieben. Ich wollte auch anderes lesen und alle 2 Wochen, bei meiner beschränkten Lesezeit, war mir da zu viel und dann war ich sehr weit hintendran.


    Das ist das Grundproblem bei PERRY. Ohne PERRY wäre die deutschsprachige Science-Fiction gar nicht zu denken. Auch amerikanische oder britische Autoren staunen Bauklötze, wenn ich ihnen erzähle, welche Dimensionen das hat - so etwas gibt es auf der ganzen Welt nicht.
    Aber es blockiert natürlich massiv "Lesekapazität". Viele PERRY-Fans leben daher auf einer literarischen Insel. Einer sehr schönen Insel, aber einer Insel.


  • Genau, dieses Gold ist so etwas wie eine Starthilfe ins Nachleben.


    Wenn ich mir das auf´s heutige Leben übertragen vorstelle, kann ich mir gar nicht ausmalen, was das bedeuten würde. ;)



    Das ist das Grundproblem bei PERRY. Ohne PERRY wäre die deutschsprachige Science-Fiction gar nicht zu denken. Auch amerikanische oder britische Autoren staunen Bauklötze, wenn ich ihnen erzähle, welche Dimensionen das hat - so etwas gibt es auf der ganzen Welt nicht.
    Aber es blockiert natürlich massiv "Lesekapazität". Viele PERRY-Fans leben daher auf einer literarischen Insel. Einer sehr schönen Insel, aber einer Insel.


    Ich musste diese Insel leider auch verlassen. Schade, aber einfach zu viel Material. Und wer will nur auf einer Insel sein, wenn er reisen kann... ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • Kapitel 5


    Es wird verzwickter. Ein Angebot, das sowohl finanziell, wie auch im Ruhm mehr als reizvoll ist auf der einen Seite, die Probleme mit dem neuen Anführer der Legion auf der anderen Seite. Eivora beobachtet genau, achtet, wie es ihre Art ist auf jede Bewegung, jedes Zeichen über die Kraft des Gegners, während die Priesterin sich betrinkt und mich nicht nur einmal zum Schmunzeln brachte.


    Chastron ist dabei ... so chaotisch lebendig. Seine Gedanken bösartig (wobei aus seiner Sicht es nicht einmal böse ist) Er hilft ja im Endeffekt der Priesterin mit dem Leibwächter, auch wenn er danach seinen perversen Gedanken freien Lauf lässt.


    Eivora sucht derweil ihren Onkel auf, das Gespräch bringt uns viele Informationen über die verschiedenen Truppen und vor allem über das Sturmbanner und ihren Anführer. Der Blitzstein ist wichtig für den Auftrag. Alles in allem erinnert mich die Anführersuche an die Piratenzeit, nur brutaler. Es sind ähnliche Gedankengänge, man versucht sich in die passende Position zu bekomme und dann zuzuschlagen. Das riecht nach Spannung.

  • Ich glaube ich habe mich zu wenig mit Piraten beschäftigt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, sie mit den Söldnern zu vergleichen. Ich hätte sie wesentlich undisziplinierter eingeschätzt und ihren Haupthafen auf keinen Fall durch einen Rat regiert gesehen, der mit der eigentlichen Truppe nichts zu tun hat. Irgendwie wirkt Rorgator auf mich zivilisierter ;D


  • Ich glaube ich habe mich zu wenig mit Piraten beschäftigt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, sie mit den Söldnern zu vergleichen. Ich hätte sie wesentlich undisziplinierter eingeschätzt und ihren Haupthafen auf keinen Fall durch einen Rat regiert gesehen, der mit der eigentlichen Truppe nichts zu tun hat. Irgendwie wirkt Rorgator auf mich zivilisierter ;D


    Piraten waren die demokratischste Gesellschaft ihrer Zeit. Es gab Wahlen, wer Käptn wird, es gab eine Form der Invalidenrente. Der Sold wurde zu gleichen Teilen aufgeteilt und und und.


  • Piraten waren die demokratischste Gesellschaft ihrer Zeit. Es gab Wahlen, wer Käptn wird, es gab eine Form der Invalidenrente. Der Sold wurde zu gleichen Teilen aufgeteilt und und und.


    Einige demokratische Prozeduren wurden nach Piratengruppen benannt, und es gibt sie noch heute. Das Recht, auszureden, wird zum Beispiel gern in "Filibuster-Reden" genutzt.

  • Das ist ja spannend. Ich habe das bei den wenigen Piratenfilmen, die ich gesehen habe nie rausgeschaut. Piratenbücher habe ich , glaube ich, nicht gelesen. Klingt sehr interessant.


  • Das ist ja spannend. Ich habe das bei den wenigen Piratenfilmen, die ich gesehen habe nie rausgeschaut. Piratenbücher habe ich , glaube ich, nicht gelesen. Klingt sehr interessant.


    Die Filme sind Hollywood, das ist sehr stark romantisiert. In der einen Serie "Black Sails" wurde es am Rande gezeigt, so schlecht der Rest meines Erachtens auch ist. Da sind viele Dinge, die man durch Hollywood glaubt, wie zB wie toll Blackbeard war. So viele Schiffe hat er nicht einmal gekapert. Er beeindruckte durch die Erscheinung und es kam selten zu Widerstand. Sehr sehr sehr genial war Bartholomew Roberts, über 400 gekaperte Schiffe sprechen eine deutliche Sprache.

  • Suse

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