01: Anfang - Seite 46 (einschl. Kapitel 2)

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 10.06.2016 zur Leserunde zu dem Buch "Rotes Gold" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Robert Corvus, der uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, lieber Robert, wieder mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 46 (bis einschl. Kapitel 2 "Der Pfeil") schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße
    odenwaldcollies :winken:

  • Nun beginnst sie also, die Schwertfeuer-Saga. Bevor ich zu meinem Eindruck vom ersten Leseabschnitt komme, möchte ich hervorherben, dass mir das Cover besonders gut gefällt. Auch die Schriftzüge sind gut gelungen insbesondere der glühend anmutende Schriftzug des Autors fügt sich perfekt in die stimmungsvolle Illustration ein. Auch die Illustrationen im Inneren des Buches überzeugen und geben einen kleinen Einblick. Weitere Illustrationen wären wünschenswert.


    Der Autor zeichnet von Beginn an ein düsteres Szenario, das er sehr stimmungsvoll beschreibt und ausführt, so dass es mir als Leser leicht gefallen ist den Einstieg zu finden. Und gleich zu Beginn ein für mich besonders schönes Detail: Eivora hat einen kleinen, tierischen Freund! Einen Feuersalamander! Ich bin begeistert. Das war es aber dann für den Leser für ’s erste mit liebevollen Details, denn er wird hineingeworfen mitten ins Geschehen. Wir haben es mit einer starken weiblichen Figur zu tun. Das gefällt mir natürlich auf Anhieb. Eivora ist alles andere als zartbesaitet und steht ihren Mann in einem Söldnerheer. Eine ungewöhnliche Rolle für eine weibliche Hauptfigur und gerade deswegen so faszinierend. Meine Neugier ist mehr als geweckt!


    Und dann gelangen wir in den brennenden Tempel. Es folgt der erste Satz: „ Die Tempeldienerin an Chastro-Ignutos Lenden schrie nicht mehr. Wenn er sein Glied in sie hineinrammte, wimmerte sie nur noch……“ Augenblicklich ist uns klar, dieser Kerl gewinnt keine Sympathien ;-) Eine geweihte Tempeldienerin zu vergewaltigen ist widerwärtig und macht von Anfang an klar mit welchem Widerling wir es zu tun bekommen. Kann sein, dass ich mit offenem Mund gelesen habe, vor Erstaunen und dann setzt der Autor noch einen obendrauf , um uns diese Figur ungeheuerlich erscheinen zu lassen: Ein Homunkulus wächst aus dessen Schulter. Sofort versuche ich mir das Ganze bildlich vorzustellen. Es gelingt mir nicht ganz, denn irgendwie ekelt es mir nur ziemlich an und jagt mir einen Schauer über den Rücken. Etwas Derartiges habe ich noch nie gelesen. Ich schwanke zwischen Faszination und Ekel. Chastro-Ignuto lässt nichts Gutes erahnen. Alles an ihm ist einfach widerwärtig. Und doch eine geniale „böse“ Figur.
    Das Szenario im Tempel lässt mir den Atem stocken und mir tun die Tempeldienerin allen voran die Priesterin Fiafila leid. Doch der unbändige Stolz der Priesterin verschaft mir das Gfeühl der Genugtuung in all dem Chaos. Ich hoffe sie überlebt weiterhin, denn irgendwie fühle ich mich ihr gleich verbunden. Sie ist so frei von den menschlichen Schwächen, dass sie wahrlich rein und ohne Schuld ist. Sie erscheint reif und weise, wenngleich sie noch jung ist.
    Eivora kämpft, plündert und tötet wie alle anderen auch und doch ist irgendetwas an ihr anders. Ein schönes Detail war die Stelle auf Seite 29, in der der Autor einen Vergleich zieht zwischen dem Windspiel im Tempel und dem Schicksal der Rotte bzw. einer ganzen Legion. Das hat mir sehr gut gefallen, eine besondere, wenn auch kleine Stelle, die aber deutlich macht, das alles im Leben zusammenhängt. Mir wird als Leser deutlich, Eivora denkt weiter als die anderen, sie sieht nicht nur den Augenblick, sieht durchaus die Zusammenhänge. In ihrem Inneren scheint sie mir zu einem Teil zerbrechlicher, als ihre Art zu kämpfen es vermuten lassen würde. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln wird.
    Wieder eine kleine nachdenkliche Anmerkung des Autors die mir sehr gefallen hat: Seite 37 „Hass und Rachsucht sind etwas für Auftraggeber, und sie bezahlen teuer dafür. Einem Krieger vernebeln sie die Sinne, die er zum Überleben braucht.“


    Aber dann was ist das? Seite 34 muss ich folgendes lesen: „Ihre kleinen, straffen Brüste, die bestimmt noch nie ein Kind gesäugt hatten, waren nur deswegen unbedeckt, weil sie das Gewand noch nicht vollständig angelegt hatte.“ „ein Kind gesäugt“??? Hmm…an diesem Begriff habe ich mich augenblicklich gestört. Ein Tier würde seine Jungen säugen, aber eine Priesterin? Für mich müsste an dieser Stelle kommen „noch nie ein Kind gestillt“ oder „noch nie ein Kind er/genährt“. Der Begriff „säugen“ ist einer Priesterin nicht würdig. Wenn diese Betrachtung aus der Sicht Chastro-Ignutos geschehen wäre, gut, dann hätte ich gedacht, er sieht sie ja nur als „Tier“ und denkt deswegen auch in dieser Begrifflichkeit. Aber als Betrachtung Eivoras scheint mir das unpassend.


    Das Kapitel endet mit dem Tod von Eivoras Vater. Rührend der Satz Seite 38: „Er war der Widerstand, an dem ihre Kraft wuchs, und zugleich der Schild, der sie schützte.“ Ein so wahrer, so wundervoller Vergleich. Geht es nicht allen Töchtern so? Liebevoll umschreibt dieser Satz die Vater-Tochter-Beziehung. Das fand ich sehr berührend!


    Das Kapitel endet und uns wird klar: Nun bricht ein neues Kapitel, eine neue Zeit für Eivora an. Sie wird der Nachfolger ihres Vaters und eine Auseinandersetzung mit Chastro. Ignuto scheint unausweichlich. Eine große Aufgabe erwartet Eivora und doch auch eine gewaltige Bürde. Wird sie sich als Frau in dieser rauen männerdominierten Truppe behaupten können? Wir ahnen, das wird mehr als hart. Fiafila bleibt am Leben und wird vielleicht eine gute Freundin und Beraterin von Eivora.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

    Einmal editiert, zuletzt von TippendeTastatur ()

  • Ah, schon ist der erste Eindruck da - die Leserunde legt flott los. :banane:



    Bevor ich zu meinem Eindruck zum ersten Leseabschnitt komme, möchte ich hervorherben, dass mir das Cover besonders gut gefällt.


    Ich finde schön, dass der Designer das Titelmotiv auch auf dem Buchrücken aufgenommen hat. Meist steht ein Buch ja doch im Regal, und da gefällt es mir, wenn man noch so ein Bildchen anschauen kann und nicht nur Schrift hat.



    Eivora hat einen kleinen, tierischen Freund! Einen Feuersalamander! Ich bin begeistert.


    Das freut mich! :)
    Der Feuersalamander ist zwar meine Idee, aber zwischenzeitlich hatte ich ein wenig an ihm gezweifelt. Das Tierchen ist ja doch ein wenig schutzlos zwischen all den gepanzerten Kriegern auf dem Schlachtfeld. Meine Lektorin hat sich aber heldenhaft vor Aglix geschmissen und gefordert, er solle ja ordentlich zur Geltung kommen!
    In einem späteren Leseabschnitt werdet Ihr übrigens noch erfahren, wie Eivora und Aglix sich kennengelernt haben. ;)



    Augenblicklich ist uns klar, dieser Kerl [Chastro-Ignuto] gewinnt keine Sympathien


    Glaubst Du?
    Ich wette dagegen - der wird Dir noch sympathisch, wenn Du erst jemand anderen kennengelernt haben wirst ...
    >:D



    Chastro-Ignuto lässt nichts Gutes erahnen. Alles an ihm ist einfach widerwärtig. Und doch eine geniale „böse“ Figur.


    :freu:



    Wieder eine kleine nachdenkliche Anmerkung des Autors die mir sehr gefallen hat: Seite 37 „Hass und Rachsucht sind etwas für Auftraggeber, und sie bezahlen teuer dafür. Einem Krieger vernebeln sie die Sinne, die er zum Überleben braucht.“


    Erinnert Dich das eventuell an Eivoras Handeln am Ende des Prologs ...? ;)



    „ein Kind gesäugt“??? Hmm…an diesem Begriff habe ich mich augenblicklich gestört. Ein Tier würde seine Jungen säugen, aber eine Priesterin?


    Das gebe ich gern in die Runde: Findet Ihr diese Ausdrucksweise (wenn auch nur in Gedanken) für Eivora angemessen oder eher nicht?



    Liebevoll umschreibt dieser Satz die Vater-Tochter-Beziehung. Das fand ich sehr berührend!


    :freu:



    Nun bricht ein neues Kapitel, eine neue Zeit für Eivora an. Sie wird der Nachfolger ihres Vaters und eine Auseinandersetzung mit Chastro. Ignuto scheint unausweichlich.


    Was erwartet Ihr von der Beziehung zwischen Eivora und Chastro-Ignuto? Immerhin ist er so etwas wie der Regimentsgeistliche. Denkt Ihr, Eivora wird auf Konfrontationskurs gehen - oder würdet Ihr ihr raten, sich mit ihm zu arrangieren?


    Jedenfalls vielen Dank an TippendeTastatur dafür, "das Eis gebrochen" und den Anfang in der Leserunde gemacht zu haben.
    8)

  • Hallo liebe Leserunde,


    ich starte dann auch gleich mal durch und bewundere schon mal das tolle Cover.


    Ich finde Eivora ganz toll, v.a. ihren "Beruf" im Söldnerheer. Endlich mal keine Nebenfigur oder sensible Frau! Den Feuersalamander finde ich auch sehr süß und sympathisch, sowas hätte ich wirklich auch gerne. Mit dieser Figur konnte ich mich gleich von Beginn an identifizieren, obwohl das Szenario ja eigentlich alles andere als hübsch und nett beginnt. Normalerweise - so glaube ich - findet man solche kleinen, schützenswerten Begleiter auch meistens bei starken Männern, oder? Die können ja dann beweisen, dass sie auch eine sanfte Seite haben. Daher war ich ein wenig überrascht so ein kleines Kerlchen hier anzutreffen.


    Die "Düsternis" dieses Abschnitts ist wohl nicht zu übersehen, findet man auch selten, finde ich. Heutzutage wimmelt es ja von Vampiren oder Werwölfen bzw. anderen Fantasywesen in die man sich als 2. Hauptperson verliebt. Ich bin aber auch das erste Mal dabei eines von deinen Büchern zu lesen, Bernard :D Bin aber jetzt schon angetan, da ich mit dem anderen "Fantasy"-Zeugs sonst nicht so viel anfangen kann momentan ;)


    Haha, ich bin überhaupt nicht über den Ausdruck "säugen" gestolpert, für mich war das ganz normal und passend für das Setting. Ich hätte es nicht mal erwähnt oder daran gedacht, wenn das hier nicht aufgebracht worden wäre. Musste es sogar nochmal suchen und lesen :D Ich persönlich finde "säugen" irgendwie passender als "nähren" oder "stillen", aber vielleicht liegt das auch einfach am derzeitigen Gesamteindruck des Buchs. Es ist ein wenig rauher und nicht so "weiblich" wie die anderen Worte dafür.


    Ich bin mir noch nicht sicher, wie es mit Eivora und Chastro-Ignuto weitergehen wird, aber momentan bin ich eher Fan der Idee von "Konfrontationskurs" :D

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"


  • ich starte dann auch gleich mal durch und bewundere schon mal das tolle Cover.


    Dieses Mal war ich außergewöhnlich früh in die Zusammenarbeit mit der Agentur eingebunden. Ich war nämlich zufällig im Verlag, als die ersten "Prototypen" für das Covermotiv eintrafen: Am Tag vorher hat der Piper-Verlag eine Gartenparty in seinem Verlagshaus, einer sehr stilvollen Villa in München, gegeben. Diesen Anlass haben mein Agent und ich für einen Besuch am nächsten Tag genutzt.
    Der Fantasy-Programmleiter hat uns dann Ausdrucke mit verschiedenen dieser "Prototypen" auf den Tisch gelegt und sie mit uns besprochen. Das waren keine Motive, die extra für Rotes Gold gezeichnet worden waren, sondern frühere Arbeiten des Designstudios oder auch Motive aus ganz anderen Quellen, um zu zeigen, in welche Richtung es gehen könnte. Zum Beispiel war auch die Krone aus dem Cover der ersten Game-of-Thrones-Staffel dabei, in deren Gold sich eine Schlacht spiegelt. Wir waren uns aber alle einig, dass uns für Rotes Gold der Helm am besten gefiel - und was es mit diesem auf sich hat, werdet Ihr schon bald lesen. ;)


    Den Feuersalamander finde ich auch sehr süß und sympathisch, sowas hätte ich wirklich auch gerne.


    Aglix ist übrigens eine Fantasy-Variante von einem Feuersalamander, der tatsächlich eine Affinität zu Feuer besitzt. Die Feuersalamander in unserer Welt dagegen bevorzugen feuchte Waldgebiete. Sie verkriechen sich gern unter der Borke von umgestürzten Bäumen. Dieses "Bruchholz" wird gern auch mal für Lagerfeuer verwendet, und weil die flinken Tierchen flugs davonzischen, wenn es zu heiß wird, hat man sie früher mit Feuern in Verbindung gebracht ... :)
    Aber Aglix ist da anders drauf - der mag es tatsächlich heiß!
    8)



    Heutzutage wimmelt es ja von Vampiren oder Werwölfen bzw. anderen Fantasywesen in die man sich als 2. Hauptperson verliebt.
    ...
    Ich bin mir noch nicht sicher, wie es mit Eivora und Chastro-Ignuto weitergehen wird, aber momentan bin ich eher Fan der Idee von "Konfrontationskurs"


    Liebes Tagebuch,
    Chastro-Ignuto hat es wirklich schwer, eine nette Dame zu finden, die hinter seine raue Schale blickt. Dabei könnte ihm ein wenig Zärtlichkeit so gut tun! Ob daran die Vorurteile Schuld sind, die man Avataren im Allgemeinen entgegenbringt? Ich glaube, eine Vogelspinne als Haustier würde eher akzeptiert als ein Homunkulus, der aus der Schulter wächst - dabei hat man es mit einem solchen Begleiter immer schön warm!
    :flirt:
    So lange die Damenwelt auf ihren Vorurteilen beharrt, werden Junggesellen wie unser Legionsgeistlicher der Herzen aber leider einsam bleiben, fürchte ich ...



    Bin aber jetzt schon angetan, da ich mit dem anderen "Fantasy"-Zeugs sonst nicht so viel anfangen kann momentan


    :freu:
    Welche Genres liest Du gern?

  • Damit wird es wohl Zeit für meinen ersten ("richtigen") Beitrag zu einer Leserunde.
    Zunächst muss ich dabei die Begeisterung meiner Vorredner für das wundervoll gestaltete Cover teilen. Man kann es durchaus vor dem ersten Lesen auf sich wirken lassen, um in die Stimmung der (anfänglichen?) Handlung hineingeworfen zu werden.


    Die Handlung beginnt mit einem Prolog der, so wie ich das sehe, wohl einen Teil aus dem späteren Verlauf des Romans erzählt. Die Stimmung, die das Cover verbreitet, wird hier weiter getragen. Das ist besonders schön, da so manch ein Lesegenuss bei schon "zerstört" wurde, weil das Cover eine andere Stimmung verbreitete, als die ersten Kapitel des Romans. Deswegen auf jeden Fall ein großes Lob an den Illustrator.
    Zudem wird man im Prolog schon in die weibliche Hauptfigur Eivora eingeführt. Allerdings galten meine ersten Gedanken dem Feuersalamander Aglix. Wie ich vorherigen Beiträgen zu diesem ersten Leseabschnitt entnehmen konnte, bin ich nicht einmal der einzige, der sich gefreut hat, dass es solch ein Detail gibt.
    Zu Eivora hatte ich auch einige Gedanken, diese aber schnell wieder verworfen, da sich zum Teil das Gegenteil erwiesen hat. Zum einen wurde mir schnell klar, dass Eivora eine starke Frau ist und zum anderen zeigte sich mir auch ihre Entschlossenheit im hinsichtlich des Auftrages, die Brosche aus den Händen Tsiglons zu beschaffen. Auch die Tatsache, dass sie mit der Armbrust umgehen kann hat mir gefallen, da diese für mich eine der faszinierendsten Waffen darstellt.


    Zu Beginn des ersten Kapitels musste ich mich erstmal mit dem Gedanken zufrieden geben, dass ich zunächst nicht erfahre wie eventuell die Handlung rund um die Brosche weitergeht. Dafür gibt es ja jetzt die Vorgeschichte, wie mir scheint.
    Da ich, nachdem ich den Prolog beendet hatte, zunächst das Figurenverzeichnis gelesen habe, konnte ich auch recht schnell etwas mit der Art Chastro-Ignutos. Trotzdem schwanke ich etwas: Wird man den Kerl sympathisch finden, oder eher nicht? Für ihn spricht anfangs nicht viel. Vor allem die ersten Sätze des Kapitels, wie TippendeTastatur schon angemerkt hat.
    Es war allerdings ein faszinierender Einstieg für eine Hauptfigur, da man eben nicht weiß, was man von ihm halten soll.
    Auch die Aktion mit dem Windspiel zum Ende des Kapitels löst keine Sympathie aus. Allerdings muss man ihm in dieser Sache zugute halten, dass ein Homunkulus aus seiner Schulter wächst.


    Das zweite Kapitel war beim Lesen auch durch die Begrifflichkeit "säugen" überschattet. Klar. Eivora ist eine Söldnerin. Harte Umgangsformen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Tagesordnung (Was zum Teil ja durch die Darstellung von Chastro-Ignuto bestätigt wird), jedoch ist es irgendwie "komisch", dass diese Umgangsformen dann auch in ihren Gedanken zum Ausdruck kommen... finde ich.


    Zum Schluss kann ich nur ein Zitat der TippendenTastatur nutzen, da es meine Gedanken nahezu perfekt beschreibt:

    Das Kapitel endet und uns wird klar: Nun bricht ein neues Kapitel, eine neue Zeit für Eivora an. Sie wird der Nachfolger ihres Vaters und eine Auseinandersetzung mit Chastro. Ignuto scheint unausweichlich. Eine große Aufgabe erwartet Eivora und doch auch eine gewaltige Bürde. Wird sie sich als Frau in dieser rauen männerdominierten Truppe behaupten können? Wir ahnen, das wird mehr als hart. Fiafila bleibt am Leben und wird vielleicht eine gute Freundin und Beraterin von Eivora.

    Ein gutes Buch ist wie gute Musik: Wenn man einmal im Groove ist, kommt man so leicht nicht mehr raus!


  • Damit wird es wohl Zeit für meinen ersten ("richtigen") Beitrag zu einer Leserunde.


    Ah, eine Premiere! Und dann in einer Leserunde zu einem meiner Romane. Herzlich willkommen!
    :winken:



    Zunächst muss ich dabei die Begeisterung meiner Vorredner für das wundervoll gestaltete Cover teilen. Man kann es durchaus vor dem ersten Lesen auf sich wirken lassen, um in die Stimmung der (anfänglichen?) Handlung hineingeworfen zu werden.


    Das freut mich - und Ihr werdet später feststellen, dass es kein reines Ambiente-Cover ist ... ;)



    Die Handlung beginnt mit einem Prolog der, so wie ich das sehe, wohl einen Teil aus dem späteren Verlauf des Romans erzählt.


    So ist es - Die Handlung springt zunächst vier Wochen zurück, wird den Prolog aber später wieder einholen.



    Auch die Tatsache, dass sie mit der Armbrust umgehen kann hat mir gefallen, da diese für mich eine der faszinierendsten Waffen darstellt.


    In der Welt von Rotes Gold stellt die Armbrust den Gipfel des Waffenhandwerks dar, was das mechanische Können angeht. Sie ist eine der technisch fortschrittlichsten Waffen, insbesondere in der "Einhandausführung", die Eivora verwendet - hier muss man sehr präzise und zugleich robust fertigen, um eine unter Feldbedingungen funktionstüchtige Waffe herzustellen.



    Trotzdem schwanke ich etwas: Wird man den Kerl [Chastro-Ignuto] sympathisch finden, oder eher nicht?


    Sympathie und Antipathie sind oft eine Frage des Vergleichs.
    Vertraut mir: Ihr werdet Sympathie für Chastro-Ignuto entwickeln.
    Ja, das ist eine Drohung. ;D
    >:D >:D >:D



    Es war allerdings ein faszinierender Einstieg für eine Hauptfigur, da man eben nicht weiß, was man von ihm halten soll.


    :freu:

  • Wir werden Chastro- Ignuto sympathisch finden? Das gibt mir in der Tat zu denken ! :o Das lässt doch nichts Gutes erahnen. Also das Frauenbild Chastro-Ignutos lässt ja nun mehr als zu wünschen übrig. Ich wüsste wirklich nicht, wie das noch rauszureißen wäre. :-\ Hmm...Aber lassen wir uns mal überraschen. ::)

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Ach Bernd, es ist schon wieder so, dass ich mich nicht vom Buch losreisen kann, obwohl es eigentlich nicht meine Welt ist - die der Krieger und Schlachten. Ich weiß nicht wie Du das machst, denn es ist nicht so, dass die Zutaten absolut neu sind. Der Einstieg im Tempel erinnerte mich sehr an den Anfang der Trilogie von Bernd Perplies, bis hin zum Fluch (allerdings wurde der dort sehr intensiv vorbereitet und hatte Wirkung) natürlich mit einem Tick schärfer.. Und wenn auch diesmal nicht im Prolog, aber wieder eine Vergewaltigung. Was hast du nur für böse Phantasien. Nicht das ich nicht wüßte, dass es schlimmer geht. :o


    Auch der Feuersalamander erinnerte mich an jemanden, den Du sicher auch kennst - den netten Drachen Flix und bei den Orgelbrüdern hatte eine Orkfrau einen kleinen geflügelten Gefährten, der sich ab und an in den Kampf einmischte, mit Gift.


    Nun dieser Salamander schein einfach nur ein ganz normales Tier zu sein?


    Aber ich war sofort im Bann der Geschichte. Der Prolog war schon packend und hat mir die neue Anführerin sofort sympathisch gemacht. Sie ist vielleicht nicht die stärkste Kämpferin, aber sie ist klug. Mir hat gefallen, dass sie abwägt und lieber Hilfe anfordert als durch Ehrgeiz getrieben zu scheitern. Sie hat wirklich die Qualitäten zur Anführerin. Ihre Gedanken sind diszipliniert und sie kann auch um Rat fragen, ohne sich eine Blöße zu geben. Obwohl sie eine Söldnerin ist, gefällt mir ihre Auffassung von Geschäft. Wie man dann sieht hat sie viel von ihrem Vater gelernt, der bedenkt, welche Spätfolgen die eigenen Handlungen haben werden. Daran denkt sie auch. Wenn es sich rumspricht, dass nichts geschieht, wenn das Gewünschte herausgegeben wird, dann bekommt sie ihren Willen vielleicht noch schneller.
    vor allem gefällt mir, dass sie nicht die große Kriegerin ist. Dass sie ihre Stärken und Schwächen im Kampf hat und dies aber auch weiß und einsetzt. Die Schilderung ihres Einsatzes im Prolog hat mir richtig gut gefallen, obwohl Kampfszenen ja sonst nicht so mein Ding sind.


    So genug geschwärmt. Das würde ich ja auch für den Vater, aber der ist ja nun leider tot. Er hat seine Tochter jedenfalls gut erzogen.


    Al dieser Avatar ins Spiel kam, kann ich nicht sagen, er hätte mir große Begeisterung abgerungen. Wenn Bernd allerdings sagt, es geht noch schlimmer, dann glaube ich ihm aufs Wort.


    Dieser Typ hier hat wenigstens noch Respekt vor seinen eigenen Göttern und muß sich deshalb an bestimmte Regeln halten, damit er im jenseits auf der richtigen Seite steht. Ich hatte mich schon gefragt, warum er so wild war, zu erfahren, was der Sterbende gesagt hat. Er hätte ja die Macht an sich reißen können. Aber dann wurde es klar, er ist also der "Priester" der Einheit und mußte vermutlich deshalb zum Avatar werden? Ich gehe davon aus, dass sich dadurch auch seine Gelüste geändert haben.
    Ich stelle mir so eine Religion seltsam vor. Dämonen sind doch unberechenbar, wie wir ja auch ei der Beflammung sehen. Woher will man wissen, ob sie sich an Abmachungen halten? Was, wenn sie das Gold nehmen und dann doch nicht den Verstorbenen? Woher dann Gold für einen zweiten Versuch nehmen? So richtig wählen kann man ja wohl auch nicht, wenn einer alle anderen erste mal beiseite schiebt, dann ist man dem Dämon ausgeliefert. Und dann ein Jenseits mit ewigem Kampf? Also das irdische Dasein sozusagen nur als Übiungsgelände? Als Priester ist er irgenwie interessant. Mal sehen, was er noch so drauf hat außer von Genuss aus Schmerzen zu finden.



    Vielen Dank Bernd, dass Du der Priesterin ihren Stolz gelassen hast. Ich bin gespannt, ob ihr Fluch Wirkung hat und welche Rolle sie noch spielen wird. Ihre Religion ist ja die totale Kontraposition.


  • Wir werden Chastro- Ignuto sympathisch finden? Das gibt mir in der Tat zu denken ! :o Das lässt doch nichts Gutes erahnen. Also das Frauenbild Chastro-Ignutos lässt ja nun mehr als zu wünschen übrig. Ich wüsste wirklich nicht, wie das noch rauszureißen wäre. :-\ Hmm...Aber lassen wir uns mal überraschen. ::)


    Es ist ja wohl nicht nur sein Frauenbild?, er liebt überhaupt Schmerzen und am liebsten hat er es wohl, wenn die Schmerzen durch ihn und Feuer verursacht werden. Bei Frauen hat er noch ein zusätzliches Lustgefühl.

  • @ Rhea: Nein, es ist natürlich nicht " nur" sein Frauenbild sondern in der Tat seine ganze sadistische Ader! Ich wüsste wirklich nicht, was ihn in meiner Gunst steigen lassen könnte!

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Ich glaube übrigens ( noch) nicht, dass der Feuersalamander ein normales Tier ist/ bleibt. Sind es nicht auch Lurche, denen sogar Körperteile nachwachsen bei Verlust? Vielleicht hat das eine Bedeutung?

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Ich glaube übrigens ( noch) nicht, dass der Feuersalamander ein normales Tier ist/ bleibt.



    Nun dieser Salamander schein einfach nur ein ganz normales Tier zu sein?


    Zumindest haben wir bislang nichts anderes erfahren. ;)


    Sind es nicht auch Lurche, denen sogar Körperteile nachwachsen bei Verlust?


    Ja, das gibt es bei Echsen und bei Lurchen, glaube ich.



    Aber ich war sofort im Bann der Geschichte. Der Prolog war schon packend und hat mir die neue Anführerin sofort sympathisch gemacht.


    :freu:



    Obwohl sie eine Söldnerin ist, gefällt mir ihre Auffassung von Geschäft.


    Mir ist aus dem Geschichtsunterricht (der bei mir immerhin drei Jahrzehnte zurückliegt) noch die Aussage eines italienischen Söldnerführers aus der Renaissance präsent: Die wichtigste Qualität eines Söldnerführers liege nicht im taktischen Geschick und erst recht nicht in seinen persönlichen Kampffertigkeiten, sondern in seinem Talent, mit Geld umzugehen. Er sah das Kriegsgewerbe als ein Geschäft mit Investitionen, Risiken etc. - wie ein moderner Geschäftsmann.



    Die Schilderung ihres Einsatzes im Prolog hat mir richtig gut gefallen, obwohl Kampfszenen ja sonst nicht so mein Ding sind.


    :freu:



    Aber dann wurde es klar, er ist also der "Priester" der Einheit und mußte vermutlich deshalb zum Avatar werden?


    Dazu schweige ich vorerst, weil das noch Thema in den folgenden Leseabschnitten wird - natürlich versuche ich dabei auch, Euch en passant die Welt vorzustellen, in der die Geschichte spielt. ;)


  • @ Rhea: Nein, es ist natürlich nicht " nur" sein Frauenbild sondern in der Tat seine ganze sadistische Ader! Ich wüsste wirklich nicht, was ihn in meiner Gunst steigen lassen könnte!


    Ich befürchte, dass Bernd uns eine noch finsterere Type vorsetzen wird. Vielleicht jemanden, der durch nichts mehr gehemmt ist und keine Regeln hat. Ich könnte mir vorstellen, dass er als Priester vielleicht sogar mal gegen so einen Typ einschreitet und dadurch eine positivere Aura bekommt.


  • Ich glaube übrigens ( noch) nicht, dass der Feuersalamander ein normales Tier ist/ bleibt. Sind es nicht auch Lurche, denen sogar Körperteile nachwachsen bei Verlust? Vielleicht hat das eine Bedeutung?


    Ja, eine Hoffnung in diese Richtung habe ich, aber bisher hat er nicht in den Kampf eingegriffen, war ja auch noch nicht notwendig. Sie hat ihn doch noch nicht, als ihr Vater stirbt. Vielleicht warnt er vor Hinterhalten? Er spürt bestimmt die Nähe des Feuers, vielleicht auch die des Humunkulus? Vielleicht ist es auch ein getarnter Dämon? (in dem Märchen "Die steinerne Blume" ist die Herrin des Berges als Salamander unterwegs.)

  • Ein bisschen spät, aber ich wollte meine Gedanken zum ersten Abschnitt unbedingt noch vor dem Schlafengehen loswerden.


    Mir hat der Einstieg gut gefallen und ganz besonders der Kontrast zwischen der Einführung von Eivora und Chastro-Ignuto. Eivora, die Heldin, rettet als eine ihrer ersten Taten für uns Leser erst einmal ihren Feuersalamander vor dem Kältetod und muss sich einer unwirtlichen Gegend stellen, um ... ja, um eine Platinbrosche mit einem violetten Edelstein zu besorgen. Die erste Überraschung in der Handlung für mich. Welche Rolle spielt diese Brosche? Ist sie tatsächlich so viel wert, um nicht nur zu töten, sondern auch ihr Leben zu riskieren?


    Dem gegenüber steht Chastro-Ignuto, der gleich in den ersten Sätzen als brutaler Vergewaltiger geschildert wird - und natürlich sofort Antipathien auslöst. Im ersten Moment dachte ich: Aha, hier ist der Gegenspieler, ihm muss sich Eivora stellen und ihn besiegen. Sie als die Gute und er als der Böse. Dann jedoch stellt sich heraus, dass sie in derselben Söldnerlegion dienen, und die klaren Schwarz-Weiß-Gegensätze verlaufen plötzlich zu Abstufungen von Grau. Ist Eivora so gut, wie sie zunächst erscheint? Immerhin ist sie eine Söldnerin, erlebt solche Szenen jeden Tag, ohne dass wir sie dabei beobachten können, wie sie versucht, sie zu stoppen. Ist sie bereits abgestumpft? Immerhin ist/war ihr Vater der Anführer, sie ist mit der Moral der Söldner groß geworden.


    Und gleichzeitig sind die Feuerdämonen ein fester Bestandteil von Rorgator, der Söldnermetropole, das gibt einem zu denken. Wie sieht eine Gesellschaft beziehungsweise eine Legion aus, in der ein Avatar wie Chastro-Ignuto Leid und Feuer verbreitet? Mich macht deine Andeutung, Bernd, jetzt jedenfalls umso gespannter, was hinter dem Ganzen steckt und welchen Zweck die Avatare erfüllen. Sorgen sie für den Beistand eines finsteren Gottes? Wehren sie Unheil ab? Glauben die Söldner an sie und ihre Ziele? Oder sind die Avatare einfach nur eine Waffe?


    Ich fand den ersten Abschnitt jedenfalls sehr spannend und freue mich darauf, morgen weiterlesen zu können.


    "Gesäugt" ist mir übrigens nicht groß aufgefallen, sondern passte für mich ganz gut ins Umfeld einer Söldnerlegion. Trotzdem frage ich mich, was der Begriff möglicherweise über Eivora aussagt. Betrachtet sie Frauen, die keine Kämpfer sind, als zuständig für die Aufzucht von Kindern? Wie sieht ihr Frauenbild aus, wenn sie von Söldnerinnen, Priesterinnen und Vergewaltigungsopfern umgeben ist? Übrigens, interessant, dass sie gleich mal als Tochter ihres Vaters eingeführt wird - von der Mutter ist keine Rede.

    "Namensmagie ist die stärkste Macht der Welt." - bekannte Volksweisheit aus "Die Magie der Namen"


  • :freu:
    Welche Genres liest Du gern?


    Fantasy ohne glitzernde Vampire, ständige Liebesgeschichten und das Leben in der eigentlich realen Welt ;) Orks, Elfen, Feen, alles was in anderen Welten spielt und möglichst wenig Liebesgeschichten drin hat. Da sind mir Schlachten oder Abenteuer lieber ;) Würde also eher sagen High-Fantasy, aber so genau gibt's da ja keine Grenzen!

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Da bist Du bei Bernd genau richtig und Du wirst merken, dass auch Liebesgeschichten Abenteuer sein können, wenn sie denn vorkommen. Es gibt jedenfalls keine Happy End Garantie. ;D


  • Ich fand den ersten Abschnitt jedenfalls sehr spannend und freue mich darauf, morgen weiterlesen zu können.


    :freu:



    Welche Rolle spielt diese Brosche? Ist sie tatsächlich so viel wert, um nicht nur zu töten, sondern auch ihr Leben zu riskieren?


    Da möchte ich noch eine Frage anfügen, die aus der Profession der Hauptfigur herrührt: Für wen ist diese Brosche so viel wert? Das könnte die anderen Fragen in einem veränderten Licht erscheinen lassen. Eivora und Nirto sind Söldner - arbeiten sie im Prolog auf eigene Rechnung? Wenn nicht, haben sie Auftraggeber, und diese Auftraggeber riskieren eben nicht ihr eigenes Leben, sondern schicken jemanden los, "der sich damit auskennt" - ein Kernaspekt des Söldnergeschäfts. Es reicht, wenn Ihr genug Silber auf den Tisch legt - alles andere übernehmen wir.


    Sie als die Gute und er als der Böse. Dann jedoch stellt sich heraus, dass sie in derselben Söldnerlegion dienen, und die klaren Schwarz-Weiß-Gegensätze verlaufen plötzlich zu Abstufungen von Grau. Ist Eivora so gut, wie sie zunächst erscheint? ...


    Eine sehr valide Überlegung (und auch an diese könnte man eine weiterführende Frage anschließen ... ;) ). Habt Ihr den Eindruck, dass Eivora prinzipielle Probleme mit dem Geschehen in Abidia hat? Und worin gründet ihre Abneigung gegen Chastro-Ignuto - ist das eine persönliche Sache, oder hat das mit dem zu tun, wofür er steht? Mit seinem Amt, oder mit der Art, wie er es ausfüllt, oder mit individuellen Vorlieben?



    Mich macht deine Andeutung, Bernd, jetzt jedenfalls umso gespannter, was hinter dem Ganzen steckt und welchen Zweck die Avatare erfüllen. Sorgen sie für den Beistand eines finsteren Gottes? Wehren sie Unheil ab? Glauben die Söldner an sie und ihre Ziele? Oder sind die Avatare einfach nur eine Waffe?


    Das sind sehr berechtigte Fragen. Ich bin gespannt auf Eure Spekulationen. ;D



    Übrigens, interessant, dass sie gleich mal als Tochter ihres Vaters eingeführt wird - von der Mutter ist keine Rede.


    Auch über Eivoras Mutter werdet Ihr im Bilde sein, wenn Ihr die nächsten Leseabschnitte studiert. ;)