04: Kapitel 7 - einschl. Kapitel 8

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Kapitel 7 (Mittelmeer, Winter 1581) bis einschl. Kapitel 8 (England, 1581-1582) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Gans ist also tatsächlich Metallurge - den können sie in England wirklich brauchen. Ich hoffe jetzt, er hält, was er verspricht und hat nicht nur eine große Klappe ;D Aber ich bin zuversichtlich, er scheint ein umgänglicher Typ zu sein.


    Ich hatte die ganze Zeit während der Befreiungsaktion ebenfalls ein mulmiges Gefühl, weil es so glatt lief - ich war überzeugt, Drake und seine Leute laufen in einen Hinterhalt, aber alles geht gut. Und Gans ist wirklich ziemlich kaltblütig. Standen aber auch, dass er sich noch so lange mit den verlockenden Dokumenten aufhält.


    Und dann, als ich dachte, jetzt haben sie es geschafft und sind gleich auf der Golden Hind, dann holen die Venezianer sie doch noch ein. Aber Drake und seine Mannen können ihnen wieder ein Schnippchen schlagen und doch noch entkommen. Der spanische Gruß, den Drake hinterlässt, war sehr raffiniert. Auch wenn Foscarini sofort durchschaut, um wen es sich tatsächlich handelte. Foscarini hat an Drake wirklich einen Narren gefressen bzw. ist er realistisch genug, was die Zukunft Venedigs und England angeht. Kurz war ich etwas verstimmt, weil Drake John so angefahren hat, aber die Gründe sind nachvollziehbar. Aber er hätte dennoch mit seinem Neffen nochmal das Gespräch suchen können, aber John nimmt es ihm nicht weiter übel. Im Gegensatz zu Stafford, der Drake bestimmt noch das Leben schwer machen wird. Bisher deutete nichts darauf hin, was Drakes Verdacht erhärten würde, dass Stafford in Venedig an dem Überfall beteiligt war.


    Drake hat die Seefahrt wirklich im Blut, selbst seine Mannschaft war nervös, als es bei dem Sturm durch die Straße von Gibraltar geht - und bei Drake hat man das Gefühl, er genießt es regelrecht. Und daheim in England wird er mit offenen Armen von der Königin empfangen. Ich habe keine Minute daran geglaubt, das Lizzy Drakes Auslieferung nach Spanien in Erwägung zieht. Vielmehr verpasst sie dem spanischen Botschafter wieder mal eine diplomatische Ohrfeige - obwohl sie sich eigentlich immer noch mit ihnen gutstellen muss. Nun ist Drake eigentlich am Ziel seiner und Bakers Träume, dafür muss er allerdings in nächster Zeit an Land bleiben und vor allem die Golden Hind aufgeben. Vielleicht wird es jetzt aber was mit der Revenge?


    Der Empfang auf der Golden Hind war anfangs recht turbulent ;D Dass sich Drake mit dem Abschied von seinem Schiff schwer tut, ist sehr verständlich.


    So kaltblütig und todesmutig Drake auf See ist, so feige und verzagt ist er, was seine Ehefrau angeht :( Hier ist es ihm nicht möglich, über seinen Schatten zu springen und wenigstens zu versuchen, seinen persönlichen Dämon zu besiegen. Und nun hat er die Rechnung dafür bekommen: meine Befürchtung aus dem vorigen Abschnitt, dass sich Mary evtl. das Leben nehmen könnte, hat sich leider erfüllt. Sie hat mir wirklich leid getan, sie war so ein lebenslustiger Mensch und einfach nicht dafür geschaffen, auf Nähe und Berührung zu verzichten, zumal sie Francis wirklich liebte. Und dann noch die gesellschaftliche Ausgrenzung und der Ärger mit den Dienstboten. Das hat ihr allen Lebensmut genommen. Mary hätte einen Ehemann haben sollen, der nicht jahrelang unterwegs ist, das wäre für sie besser gewesen.

  • Ein dramatische Flucht aus Venedig. Zunächst sah doch alles so gut aus und wo kam diese Galeere eigentlich so plötzlich her? Nur gut, dass Drake es schafft sich von ihr zu befreien und die Golden Hint sicher zu erreichen. Interessant fand ich Drakes Reaktion auf John´s Aktion, die ihn ja immerhin gerettet hat, oder? Naja, John hat nicht das gemacht, was er sollte, aber im Endeffekt war das doch genau richtig. Aber Drake hat auf gewisse Art auch Recht, denn wenn alles glatt gelaufen wäre, hätte es wahrscheinlich Probleme mit dem Zusammenfinden gegeben.


    Vor Gibraltar hatte Drake riesiges Glück, dass die Winde aus der richtigen Richtung kamen. Ansonsten wäre es währscheinlich ein großes Problem geworden, diesen Engpass zu durchfahren, ohne dabei von den Spaniern gefangen zu werden und das hätte ja den sicheren Tod bedeutet. Ich habe aber mittlerweile einiges Vertrauen in sein Geschick und hatte nichts anderes erwartet.


    Die Ereignisse in London sind schon recht dramatisch. Auf der einen Seite bekommt Drake die höchsten Ehren, wird geadelt, zum Bürgermeister ernannt etc. Auf der anderen Seite verliert er sein Schiff, die jetzt zu einem Museumsstück werden soll und seine Frau nimmt sich das Leben. Sie konnte es wohl nicht ertragen, dass Drake ihr nach ihrem Fehltritt nicht mehr vergeben konnte und kann auch verstehen, dass man sich als Hausherrin auf eine großen Anwesen total über fordert fühlt. Aber Selbstmord ist doch immer so ein extremer Schritt……!!!! Ich habe das Gefühl, dass Drake dem ganzen Ruhm nicht so viel abgewinnen kann. Ihr macht das was er macht Spaß, aber mit dem Ruhm tut er sich doch schwer. Das hat die Königin wohl nicht bedacht, sie wollte ihn nur für seine Taten danken.


    Interessant fand ich auch den spanischen Gesandten, der mit ansehen mußte, wie dieser Staatsfeind Nummer 1 für die Spanier geadelt wird. Er verweigerten etwas zu essen oder zu trinken, weil das wahrscheinlich von dem gestohlenen spanischen Gold bezahlt wurde. Dass die Spanien das Gold zuvor den Indios in Südamerika gestohlen haben, das scheint ja keine Rolle zu spielen. Diese Szene spiegelt für mich so schön das Denken der damaligen Zeit wieder. Die ursprüngliche Bevölkerung hat kein Recht auf Eigentum, das steht nur den Kolonialherren zu.


  • Er verweigerten etwas zu essen oder zu trinken, weil das wahrscheinlich von dem gestohlenen spanischen Gold bezahlt wurde. Dass die Spanien das Gold zuvor den Indios in Südamerika gestohlen haben, das scheint ja keine Rolle zu spielen. Diese Szene spiegelt für mich so schön das Denken der damaligen Zeit wieder. Die ursprüngliche Bevölkerung hat kein Recht auf Eigentum, das steht nur den Kolonialherren zu.


    In den Augen der Weltmächte war die Urbevölkerung sicherlich auch (wieder einmal) nur minderwertig >:(

  • Es gibt wohl keine Fahrt, auf der Drake nicht angegriffen wird, so auch nach der Flucht aus Venedig. John hat es gut gemeint, doch die Argumente seines Onkels sind auch nicht von der Hand zu weisen. Dass John nach der Rückkehr auf einem anderen Schiff anheuern soll, ist zwar eine Strafe, aber weitere Erfahrungen werden ihm bestimmt gut tun.


    Es ist zwar alles gut gelaufen, doch es kommt auf der weiteren Heimreise noch zu einigen Probleme. Die Durchfahrt bei Gibraltar ist ja Abenteuer pur. Aber die Spanier hätten unter normalen Bedingungen das Schiff niemals durchgelassen. Es ist aber toll, wie sehr die Mannschaft ihrem Kapitän vertraut.


    Die Königin ist wirklich eine Person, die weiß, was sie will. Nun ist Drake sein geliebtes Schiff los, dafür wird er mit Ehrungen überhäuft. Wirklich wohl scheint er sich damit aber nicht zu fühlen. Mendoza ist sehr sauer. Er verweigert die Speisen, weil sie wahrscheinlich mit dem Gold der Spanier bezahlt wurden? Woher kommt denn das Gold? Da wird ja mit zweierlei Maß gemessen.


    Es ist traurig, dass zwei, die sich so lieben, doch nicht zueinander finden können. Mary tut mir wirklich leid. Sie hat sich alle Mühe gegeben, aber am Ende war sie alleine. Niemand ahnt, dass sie nicht mehr leben wollte, nur Drake und der macht sich Vorwürfe.


    Nun ist er auch noch Bürgermeister, aber Schiffsplanken unter den Füßen wären ihm wohl lieber.

  • Auch dies war wieder ein spannender Abschnitt, der nur so dahinfliegt :lesen: Ich frag mich beim lesen immer wieder, was davon wohl wahr sein könnte und was nur den Ideen des Autors entsprungen ist.. Kommt dazu vielleicht nochmal eine kleine Erklärung im Nachwort? Das finde ich persönlich bei historischen Romanen recht interessant..mit dem Leben von Drake kenne ich mich jetzt auch nicht soo aus, daher weiß ich wirklich nicht, was davon historisch belegt ist..Im Anschluss der LR werde ich mir mit Sicherheit zumindest mal den Wiki- Artikel zu Drake durchlesen..


    Die Flucht bzw. die Befreiung von Gans klappt ja doch recht gut. Irgendwie habe ich immer auf den Paukenschlag gewartet - das irgendetwas gründlich daneben geht. Der Spion hält zwar mit seinen Schnüffeleien diese Aktion am Ende etwas auf, aber dennoch klappt die Aktion im Großen und Ganzen und Gans kann befreit werden. So hätte ich mir einen jüdischen Metallurgen irgendwie nicht vorgestellt- auf den Mund ist er ja nicht gefallen. Und ich denke, dass Drake auch andere Vorstellungen von seiner Person hatte. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die beiden gut miteinander auskommen werden.
    Auch die Verfolgungsjagd von Seiten der Venezianer, als dann der Verlust von Gans bemerkt wurde, ist spannend gestaltet und turbulent. War ja wirklich recht knapp. Und einerseits könnte Drake froh sein, dass sein Neffe nicht auf seinen Befehl gehört hat, aber andererseits sind seine Befürchtungen nicht ganz unbegründet und er rügt seinen Neffen. Ein bisschen kann ich Drakes Beweggründe schon verstehen, die Seefahrt ist auch ein raues Geschäft, aber..Können wir als Landratten und dann noch in der damaligen Zeit wohl nicht so ganz nachvollziehen ;) Und als Drake dann noch diese spanischen Worte den Venezianern an den Kopf wirft - da merkt man mal wieder, was für ein Schlitzohr er doch ist..Ob sie sich damit wirklich überlisten ließen? Dieser Foscarini ? (sorry, Namen sind nicht meins..) hat gleich gewusst, wer hinter all dem steckt..
    Dem Stafford traue ich irgendwie immer noch nicht über den Weg - ich könnte mir gut vorstellen, dass von seiner Seite noch was kommt..er scheint ja gewisse einflussreiche Leute zu kennen - hoffentlich will er Drake nicht gleich am Galgen baumeln sehen :boah:
    Und dann natürlich auch noch diese stürmische Fahrt durch Gibraltar..das hätten sich nun wirklich nicht viele Seeleute zugetraut- viel gewagt und zum Glück gewonnen- dies hätte auch daneben gehen können. Hoffentlich wird Drake nicht übermütig..das ist immer so eine Sache, wenn man immer schlauer ist als die Gegner und daher seinen Willen durchsetzen kann - irgendwann denkt er vielleicht gar nicht mehr, dass er auch mal verlieren kann..


    Schade finde ich es, dass Drake seiner Frau nicht verzeihen kann. Als sie einen Annäherungsversuch wagt, sieht er sogar dessen Liebhaber. Und stößt sie daraufhin konsequent vonsich. Auch das Ansehen, dass durch das Amt des Bürgermeisters hinzugekommen ist, macht sie auf lange Sicht nicht glücklich. Und so kommt es, dass sie sich das Leben nimmt - und dann auch noch auf See. Hat was symbolisches. Drakes größte Liebe - die See - nimmt ihm das Leben der Frau, die ihn zu sehr geliebt hat. Zum Glück kommt nicht gleich heraus, dass es Selbstmord war. Nur Drake weiß es besser..


  • [..] Und daheim in England wird er mit offenen Armen von der Königin empfangen. Ich habe keine Minute daran geglaubt, das Lizzy Drakes Auslieferung nach Spanien in Erwägung zieht. Vielmehr verpasst sie dem spanischen Botschafter wieder mal eine diplomatische Ohrfeige - obwohl sie sich eigentlich immer noch mit ihnen gutstellen muss. Nun ist Drake eigentlich am Ziel seiner und Bakers Träume, dafür muss er allerdings in nächster Zeit an Land bleiben und vor allem die Golden Hind aufgeben. Vielleicht wird es jetzt aber was mit der Revenge?


    Der Empfang auf der Golden Hind war anfangs recht turbulent ;D Dass sich Drake mit dem Abschied von seinem Schiff schwer tut, ist sehr verständlich.


    ohja, auch eine wunderbare Szene..der Empfang auf der Golden Hind war so ein bisschen zum Schmunzeln :) Aber ich bezweifle, dass Drake auf langer Sicht mit seiner Position zufrieden sein wird und dann dieser Abschied von seinem Schiff - war schon etwas traurig.


  • Interessant fand ich auch den spanischen Gesandten, der mit ansehen mußte, wie dieser Staatsfeind Nummer 1 für die Spanier geadelt wird. Er verweigerten etwas zu essen oder zu trinken, weil das wahrscheinlich von dem gestohlenen spanischen Gold bezahlt wurde. Dass die Spanien das Gold zuvor den Indios in Südamerika gestohlen haben, das scheint ja keine Rolle zu spielen. Diese Szene spiegelt für mich so schön das Denken der damaligen Zeit wieder. Die ursprüngliche Bevölkerung hat kein Recht auf Eigentum, das steht nur den Kolonialherren zu.


    das hast du gut zusammengefasst- dem kann ich wirklich nur zustimmen..Die Spanier sehen dieses Gold und die anderen Luxusgüter als ihr Eigentum an, obwohl sie es doch eigentlich auch nur anderen wegnehmen..


  • Ich frag mich beim lesen immer wieder, was davon wohl wahr sein könnte und was nur den Ideen des Autors entsprungen ist.. Kommt dazu vielleicht nochmal eine kleine Erklärung im Nachwort?


    Bitte nicht vergessen: Das ist ein Roman, keine Biographie. :)
    Drakes Leben lässt wenig Raum für freie Ausgestaltung, denn es ist sehr erschöpfend dokumentiert.
    Beispielsweise stimmt sogar die Szene mit Elizabeths verlorenem Strumpfband oder Raleighs Mantel in der Pfütze (wenn auch bei einer anderen Gelegenheit).
    Nur wenn Drake nach der Rückkehr von seinen Raubzügen vorübergehend auf Tauchstation gehen musste, konnte ich mich austoben.
    Ich bin dem Verlag äußerst dankbar dafür, dass er mir ein langes Nachwort genehmigt hat.
    Dort habe ich versucht, die historischen Zusammenhänge darzustellen.
    Weiter viel Vergnügen, Mac. :winken:

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)


  • Ich hatte die ganze Zeit während der Befreiungsaktion ebenfalls ein mulmiges Gefühl, weil es so glatt lief - ich war überzeugt, Drake und seine Leute laufen in einen Hinterhalt, aber alles geht gut. Und Gans ist wirklich ziemlich kaltblütig. Standen aber auch, dass er sich noch so lange mit den verlockenden Dokumenten aufhält.


    Das ging mir genauso, ich dachte auch ständig: Jetzt gleich passiert etwas.



    Auch wenn Foscarini sofort durchschaut, um wen es sich tatsächlich handelte. Foscarini hat an Drake wirklich einen Narren gefressen bzw. ist er realistisch genug, was die Zukunft Venedigs und England angeht.


    Foscarini ist clever und sieht, was in Venedig wirklich läuft und dass es bergab geht und er sieht die Chancen, die in einem Bündnis liegen würden.



    Im Gegensatz zu Stafford, der Drake bestimmt noch das Leben schwer machen wird. Bisher deutete nichts darauf hin, was Drakes Verdacht erhärten würde, dass Stafford in Venedig an dem Überfall beteiligt war.


    Stafford ist aber sauer und wartet sich nur auf eine Chance, es Drake heimzuzahlen. Da kommt bestimmt noch was hinterher.


  • Ich habe das Gefühl, dass Drake dem ganzen Ruhm nicht so viel abgewinnen kann. Ihr macht das was er macht Spaß, aber mit dem Ruhm tut er sich doch schwer. Das hat die Königin wohl nicht bedacht, sie wollte ihn nur für seine Taten danken.


    Ich glaube aber schon, dass Lizzy genau wusste, was sie ihm damit antut, aber sie muss an ihr Land denken.

  • Gans empfinde ich als sehr spannender Charakter. In der ersten Szene war er mir gänzlich unsympathisch in seiner Arroganz, aber diesen Eindruck konnte er im Laufe der Geschichte dann wieder ein wenig graderücken. Er weiß, was er weiß und den Wert, der dieses Wissen mit sich bringt. Aber genauso macht er sich keine Illusionen daürber, wie er an dieses Wissen gelangt ist. Er hat es geklaut. Nun gut. Wenn Erfindungen nicht immer wieder kopiert worden wären, würden sie sich auch schlecht durchsetzen können. ;) Ich bin schon sehr gespannt, in welchem Umfang er seine Erfindungen ausprobieren und herstellen kann.


    Stafford ist wieder vollkommen genesen und schmiedet eifrig Rachepläne und dabei ist er nicht auf den Kopf gefallen. Drake hat sich im Laufe der vergangenen Jahre nicht nur Freunde gemacht und Stafford weiß anscheinend nur zu genau, an wen er sich da wenden muss. Ich befürchte schlimmes...
    Aber immerhin die Königin ist Drake nach wie vor gewogen, auch wenn sie ihm die Golden Hind wegnimmt. Sie weiß genau, was sie Drake damit "antut". Ich bin gespannt, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden noch weiter entwickeln wird. Aber immerhin scheint man die Königin umgestimmt zu haben, in die Flottenaufrüstung investiert zu haben. Das kommt jetzt nicht allzu überraschend, aber die Beweggründe dafür sind mir doch neu. :) Und außerdem kennen wir jetzt auf jeden Fall schon mal die Situation der vorderen Abbildung im Buch: Der Ritterschlag. Als ich das Bild gesehen habe, dachte ich mir das schon, konnte mir aber nicht ganz vorstellen, dass Drake wirklich zum Ritter geschlagen werden soll.


    Die Geschichte um Mary empfand ich als sehr tragisch und da kommt einer der weniger guten Seiten von Drake zum Vorschein. Er ist und bleibt in allen Bereichen ein Alphamännchen. Er kommt nicht über die Demütigung, die Mary im angetan hat, hinweg. Dabei sagt sie ganz richtig, dass es bei Männern kein Problem ist, aber bei Frauen wird ein großer Aufstand gemacht. Und auch wenn Drake nicht oft andere Frauen an Land hat, so habe ich es schon so verstanden, dass er zumindest manchmal auch ein wenig Ablenkung an Land sucht. Ich kann Mary gut verstehen. Francis zwingt sie in ein Leben, dass furchtbar ist. Entzweit sie von ihren alten Freunden, drängt sie in eine Gesellschaft, in der sie niemals angesehen werden wird. Auch hier wird wieder mit zweierlei (Geschlechter)Maß gemessen. Drake wird von allen Seiten anerkannt. Man trägt ihm hohe Ämter zu und respektiert ihn, obwohl seine Herkunft die gleiche ist wie Marys. Aber an Mary wird der ganze Neid ausgelassen. Mary hat niemanden mehr. Keine Freunde, keine Familie und auch keinen Mann. :(


    Aber auch John gegenüber ist Drake der klassische Alphamann. Klar, er handelt seinen Befehlen zuwider, aber im Endeffekt hilft es ihm. Da sieht man mal, dass auch ein Francis Drake nicht immer in seinen Überlegungen unfehlbar ist. Aber um den Schein zu wahren und seine Position zu festigen, muss er John rechtfertigen. So waren die Strukturen an Bord. Tja, was soll ich dazu sagen? Gut finden, tue ich es auf jeden Fall nicht. ;)


  • Die Geschichte um Mary empfand ich als sehr tragisch und da kommt einer der weniger guten Seiten von Drake zum Vorschein. Er ist und bleibt in allen Bereichen ein Alphamännchen. Er kommt nicht über die Demütigung, die Mary im angetan hat, hinweg. Dabei sagt sie ganz richtig, dass es bei Männern kein Problem ist, aber bei Frauen wird ein großer Aufstand gemacht.


    Das mit Mary ist wirklich tragisch. Aber ich weiß nicht, ob das was mit Alphamännchen zu tun hat. Wie oft denkt man, ich würde mich so oder so verhalten, aber wenn man selbst betroffen ist, sieht die Sache ganz anders aus. In jener zeit wurde ja auch viele Dinge anders gesehen und Frauen nicht als gleichwertig betrachtet.



    Aber auch John gegenüber ist Drake der klassische Alphamann. Klar, er handelt seinen Befehlen zuwider, aber im Endeffekt hilft es ihm. Da sieht man mal, dass auch ein Francis Drake nicht immer in seinen Überlegungen unfehlbar ist. Aber um den Schein zu wahren und seine Position zu festigen, muss er John rechtfertigen. So waren die Strukturen an Bord. Tja, was soll ich dazu sagen? Gut finden, tue ich es auf jeden Fall nicht. ;)


    Ob gut oder nicht, Drake ist der Kapitän und sein Wort gilt. Wie sollte es sonst auf einem Schiff funktionieren, wenn man so lange unterwegs ist und auf engstem Raum zusammengepferscht.

  • Versteh mich nicht falsch. Ich mag Drake nach wie vor noch, aber trotzdem hat sein doch sehr bestimmtes Auftreten doch Konsequenzen, die nicht immer ganz schön sind und teilweise auch nicht immer hundertprozentig positive Seiten aufzeigen. Ich find das klasse, denn jeder Mensch besteht auch aus ein paar schlechten Eigenschaften. Meistens werden in Büchern diese aber bei den Protagonisten zu selten gezeigt, hier ist das anders. Das macht Drake erstens noch sympathischer und zweitens das Buch um Längen besser. Aber trotzdem bleibe ich dabei, dass Drake durch und durch ein Alphamann ist. Und das meine ich ebenfalls nicht negativ. Aber sein Auftreten ist eben so. Es gibt Stimmen, die sagen, dass jeder Mann ein Alphamann sein sollte, weil Frauen darauf stehen. ;)


  • Ich mag Drake nach wie vor noch, aber trotzdem hat sein doch sehr bestimmtes Auftreten doch Konsequenzen, die nicht immer ganz schön sind und teilweise auch nicht immer hundertprozentig positive Seiten aufzeigen. Ich find das klasse, denn jeder Mensch besteht auch aus ein paar schlechten Eigenschaften. Meistens werden in Büchern diese aber bei den Protagonisten zu selten gezeigt, hier ist das anders.


    Es gibt Stimmen, die sagen, dass jeder Mann ein Alphamann sein sollte, weil Frauen darauf stehen. ;)


    Danke, genau so wollte ich ihn haben!
    Kannst du das bitte mal demjenigen sagen, der geschrieben hat:
    "... die doch recht seichte Charakterdarstellung von Drake...keinerlei Tiefgang oder Ecken und Kanten welche glaubhaft dargestellt werden machen aus dem Helden nach meiner Meinung euer einen Langweiler welchem so gut wie alles einfach nur perfekt gelingt. Die schlechte oder die zu menschliche Seite von Drake kamen eindeutig zu kurz in diesem Roman."


    Wäre das so, dann wäre ich mit mir selbst höchst unzufrieden und hätte mit Sicherheit etwas falsch gemacht. :)


    Den letzten Satz kann ich nicht beantworten. Da müsste ich meine Frau fragen, und was die mir sagen würde kann ich mir wiederum vorstellen. :D

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Hm, nee, also der Kritik kann ich wirklich absolut nicht zustimmen. Ich habe Drake bisher ganz anders wahr genommen. :-\ Also ich denke, du kannst zufrieden mit deiner Arbeit sein. :)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen