03: Kapitel 5 - einschl. Kapitel 6

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Kapitel 5 (Venedig, Winter 1581) bis einschl. Kapitel 6 (Venedig, Mittelmeer, Winter 1581) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ich muss gestehen, es fällt mir schwer, das Buch zur Seite zu legen - sehr spannend ;D


    Ich habe ja im vorigen Abschnitt schon geschrieben, dass ich mich auf Venedig freue; ich liebe diese Stadt - bisher war ich dreimal dort. Und deine Beschreibungen von Venedig sind so lebendig, dass ich das Gefühl hatte, mittendrin zu sein. Nur die Tauben fehlten - oder gab es die damals noch nicht so zahlreich? :D


    Interessant, dass zu dem Zeitpunkt, als Drake damals in Venedig war, die heutige Rialto- und Seufzerbrücke zum neuen Gefängnis noch nicht vorhanden waren. Das werde ich jetzt sicherlich nicht mehr vergessen. Und Drake ist ganz Seefahrer seiner Zeit, unsereiner würde doch nicht darauf schauen, wie befestigt die Stadt ist oder nicht. Das wäre mir bisher auch nie in den Sinn gekommen, mir darüber Gedanken zu machen, umso spannender finde ich seine Gedanken und was das über die Stellung Venedigs aussagt. Und selbst Drake ist beeindruckt von der ganzen Pracht, die Venedig zur Schau stellt, aber er sieht auch den abblätternden Lack, dass vielleicht nicht mehr alles so ist, wie es scheint und die Venezianer auf Bündnispartner angewiesen sind, auf die sie bisher eher runtergesehen haben. Spannend fand ich auch zu erfahren, welcher Intrigensumpf hinter der ehrenwerten venezianischen Gesellschaft steckt. Ebenso war mir die begrenzte Machtbefugnis des Dogen nicht bekannt, ich dachte auch immer, der hätte das alleinige Sagen gehabt. Und die Räte waren mir bisher ebenfalls unbekannt. Ich muss echt sagen, in diesem Buch lernt man deutlich mehr als im Geschichtsunterricht.


    Grinsen musste ich, als Drake sich direkt Gedanken macht, wie man die Häuser plündern könnte ;D


    Ich glaube, Ostsee_71 hat es im letzten Abschnitt schon angeschrieben, dass der ganze Reichtum der Weltmächte im Endeffekt nur durch Diebstahl zustandekam, ob jetzt durch Ausbeutung fremder Länder und Menschen oder durch Piraterie - Drake erkennt das genauso.


    Na prima, da hätten die Venezianer ja Drakes Ankunft direkt vom Campanile ausrufen lassen können ::) Da wäre ich ganz schön stinkig gewesen. Vor allem kann man sich ja wirklich in den Gassen ganz schnell mal verlaufen oder steht plötzlich vor einem Kanal und damit in der Falle. Drake muss ja aus allen Wolken gefallen sein, als er den Reis unter den Gästen erkennt - ich dachte auch, das kann doch nicht wahr sein. Aber da sieht man mal wieder die politischen Winkelzüge, die waren und sind zu allen Zeiten gleich.


    Sehr aufschlussreich und spannend fand ich die anschließende Diskussion, bei der man so viel erfahren hat, abgesehen davon, dass diese Szene sehr gut beschrieben war. Wenn zwei so relativ kleine Länder wie Spanien und Portugal das Monopol über die ganze Welt für sich beanspruchen, ist doch klar, dass das früher oder später zu Unruhen bei den anderen Ländern führt, die ebenfalls ein Stück von dem Kuchen abhaben wollen. Und dass bei einem Papst wie diesen verkommenen Borgia die Menschen sich dem protestantischen Glauben zuwenden, ist ebenfalls kein Wunder. Dass es Ärger mit den Spaniern gibt, nachdem Drakes Identität bekannt ist, war zu erwarten, denn die Chance, den Staatsfeind Nr. 1 in die Finger zu kriegen, wird sich kein Spanier entgehen lassen wollen. Daher habe ich auch gar keinen Gedanken daran verschwendet, dass Stafford derjenige war, der die Abkürzung vorgeschlagen hat, zumal er selbst so schwer verletzt wurde. Aber nach seiner weinseligen Aussage bin ich nun auch äußerst misstrauisch. Kurz habe ich überlegt, ob vielleicht mehr als persönliche Rache dahintersteckt und er von Burghley womöglich den Auftrag erhalten hat, Drake zu beseitigen, aber das glaube ich weniger, denn er wird die Mission, dass Drake Joachim Gans nach England bringt, nicht in Gefahr bringen, das wäre ja Hochverrat. Wenn Drake allerdings beweisen kann, dass Stafford hinter dem Anschlag steckt, dann könnte es für ihn in England eng werden, da er damit ja wirklich die ganze Mission in Gefahr brachte. Den genauen Grund, warum England Gans zu sich holen will, wissen wir immer noch nicht, aber wenn er wirklich so genial ist, dann muss er zusammen mit Baker ein unschlagbares Team bilden können.


    Sehr eindrucksvoll fand ich auch, wie die Pelican bei Nacht in das Arsenal gebracht wurde - und wir erleben die erste Serienfertigung von Schiffen ;D Wenn das Baker erfährt, wird er aus dem Häuschen sein.


    Grinsen muss ich auch immer über Diego, als er Drake lobt, dass er endlich mal ordentlich angezogen wäre - die beiden haben wirklich ein freundschaftliches Verhältnis zueinander ;D


    Mit seinem Plan, wie er Gans aus dem Gefängnis befreien will, und den Drake mal so eben aus dem Ärmel schüttelt, wird klar, was für ein Teufelskerl er ist: er ist ein brillanter Stratege und fürchtet dazu weder Tod noch Teufel. Daher bin ich auch überzeugt, dass er es schafft, Gans aus dem Piombi zu holen und dass er auch die Straße von Gibraltar schafft. Diese besonderen Strömungen dort waren mir bekannt von den U-Boot-Einsätzen im Zweiten Weltkrieg. Foscarini war mir sympathisch und ich würde es schade finden, wenn er nachher ein Feind von Drake wäre. Ebenso ist Standen klasse, Walsingham hat ein gutes Händchen für seine Spione.


    Gans mag auf seinem Fach ein Genie sein, aber ganz clever ist er nicht, wenn er nachts sich aus dem Ghetto schleicht und damit seine Flucht aufs Spiel setzt und er dann auch noch von seinem Wissen preisgibt ::)


  • Ich muss gestehen, es fällt mir schwer, das Buch zur Seite zu legen - sehr spannend ;D


    Ich habe ja im vorigen Abschnitt schon geschrieben, dass ich mich auf Venedig freue; ich liebe diese Stadt - bisher war ich dreimal dort. Und deine Beschreibungen von Venedig sind so lebendig, dass ich das Gefühl hatte, mittendrin zu sein. Nur die Tauben fehlten - oder gab es die damals noch nicht so zahlreich? :D


    Interessant, dass zu dem Zeitpunkt, als Drake damals in Venedig war, die heutige Rialto- und Seufzerbrücke zum neuen Gefängnis noch nicht vorhanden waren. Das werde ich jetzt sicherlich nicht mehr vergessen. Und Drake ist ganz Seefahrer seiner Zeit, unsereiner würde doch nicht darauf schauen, wie befestigt die Stadt ist oder nicht.


    Das freut mich sehr!
    Auch ich mag Venedig sehr und deshalb war die Recherchereise ein Genuss. Bei den Beschreibungen der Stadt konnte ich vor allem deshalb aus dem vollen Schöpfen, weil sie sich seit jener Zeit kaum verändert hat. Wenn man sich an die Stelle begibt, wo früher die Zollstation war (am Eingang zum Canal Grande, dem Dogenpalst gegenüber) sieht man heute noch, was Drake gesehen haben muss. Seufzer- und Rialtobrücke waren wahrscheinlich gerade im Bau. Und hast du mal die geheimen Gänge im Dogenpalast erkundet? Wirklich sehenswert!
    Weiterhin viel Vergnügen, Mac.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Die Beschreibung Venedigs hat mich sehr beeindruckt. Ich war noch nie dort, aber die Stadt muß damals -und wahrscheinlich auch heute - sehr beeindruckend gewesen sein. Der Vergleich mit London, eine Stadt mit dicken Stadtmauern war sehr eindrücklich. Aber auch das politische System war sehr interessant. Es war sicherlich keine Demokratie im heutigen Sinne, aber doch keine Monarchie. Es gab Wahlen und die einzelnen Amtsträger wurden überwacht. Sicherlich war nur die Oberschicht an der Macht beteiligt, aber für die Zeit war das System schon sehr fortschrittlich.


    Sehr interessant waren auch die machtpolitischen Zusammenhänge. Wie ein Land auf die Idee kommen kann, dass ihm die halbe Welt gehört, um diese auszubeuten ist heute nicht mehr nachzuvollziehen. Kein Wunder, dass England und die Niederlande mit diesem Zustand nicht einverstanden war. Die Religion hat dabei bestimmt auch eine wichtige Rolle gespielt. Die Grenzen liefen ja auch entlang der Religionen. Schon wieder schneide ich dieses Thema an, aber das Verhalten der Großmächte in jener Zeit und noch lange Zeit später macht mich immer noch wütend, hat es doch noch Auswirkungen auf vielen Länder bis heute.


    Jetzt bleibt es spannend, ob Drake es schafft Gans zu befreien. Langsam kommt mir Drake wie ein Supermann vor. Sind die Ereignisse eigentlich historisch belegt? Die Befreiung scheint ja schon sehr abenteuerlich zu sein. Es bleibt spannend.


  • Wenn zwei so relativ kleine Länder wie Spanien und Portugal das Monopol über die ganze Welt für sich beanspruchen, ist doch klar, dass das früher oder später zu Unruhen bei den anderen Ländern führt, die ebenfalls ein Stück von dem Kuchen abhaben wollen. Und dass bei einem Papst wie diesen verkommenen Borgia die Menschen sich dem protestantischen Glauben zuwenden, ist ebenfalls kein Wunder. Dass es Ärger mit den Spaniern gibt, nachdem Drakes Identität bekannt ist, war zu erwarten, denn die Chance, den Staatsfeind Nr. 1 in die Finger zu kriegen, wird sich kein Spanier entgehen lassen wollen.


    Da sprichst Du genau das Richtige an. Es ist so ein richtiges Machtgewurschtel, ein anderes Wort fällt mir da nicht ein. Der Kampf um die Kolonien, gewürzt mit Religionskonflikten und jede Menge Geld, das ist ein riesiges Pulverfass, das bestimmt noch in die Luft fliegt. Es kam doch irgendwann zum Invasionsversuch der Spanier, war da Drake noch dran beteiligt, ich bin mir da nicht sicher, ob das vielleicht später war. Aber wie auch immer, der Konflikt schwehlt und so wenig kompormissbereit wie die Parteien sind, ist der Weg glaube ich vorgegeben.


    Dass Drake sich in Venedig aufhält und sich dort frei bewegt, muß für die Spanier eine riesige Provokation sein und der Versuch ihn hier auszuschalten ist einfach zu reizvoll. Es ist ja sonst recht schwer, an ihn heranzukommen. Gans muß schon sehr wichtig sein, dass Elizabeth ihn nach Venedig schickt, wissend, dass er durch das Nadelöhr Gibraltar muß, was ganz klar im Machtbereich der Spanier liegt.


    Also, es bleibt spannend!

  • Ich war noch nie in Venedig und muss nun sagen, dass die Beschreibungen mich mindestens so beeindruckt haben wie Francis Drake. Er aber sieht die Stadt mit den Augen eines kampferprobten Mannes. Dabei fallen ihm die Unterschiede zu der Bauweise in seinem Heimatland auf.


    Das politische System finde ich sehr interessant, aber auch ziemlich verwirrend. Jede Menge Gruppen und Grüppchen haben die Macht, treten aber nicht unbedingt nach außen in Erscheinung. Alles wird kontrolliert und nichts kann man verheimlichen. Furchtbar in solch einem Überwachungsstaat zu leben. Man kann also jemanden anonym denunzieren und es wird sehr ernst genommen. Das öffnet der Ungerechtigkeit ja Tür und Tor.


    Die Spanier und Portugiesen sind also der Meinung, dass alles Ihnen gehört o0der ihrer Kontrolle unterliegt was jenseits der Ozeane ist. Ganz schön überheblich. Und der Borgia-Papst ist ziemlich maßgeblich beteiligt.


    Dum ist es nur, dass der Reis so schnell freigekauft wurde und bei der Feier in seinem Hass Drakes Inkognito gelüftet hat. Die Spanier werden wohl nicht klein bei geben und es wird nicht bei dem einen Überfall bleiben. Staffords Bemerkungen lassen darauf schließen, dass er nicht ganz astrein ist. Mal sehen, was sich da noch ergibt. Ich wäre jetzt auch sehr vorsichtig und würde ihm mit viel Misstrauen begegnen.


    Das ist Gans, der Mann, den Drake nach England bringen soll, extra sicher eingekerkert und Drake hat dennoch einen Plan, um ihn rauszuholen. Ob das gutgeht?

  • Ach - es ist echt nicht einfach, dieses Buch so schnell wieder aus der Hand zu legen, die Seiten fliegen quasi nur so dahin :lesen:
    Nun sind wir also zusammen mit Drake und seiner Mannschaft in Venedig angekommen. Eine echt tolle Stadt, die ich bisher noch auf meiner Unbedingt-mal-sehen- Liste habe. Schon aus diversen Büchern habe ich von dieser Stadt gelesen und immer wieder finde ich sie anhand der Beschreibungen interessant. Venedig muss eine beeindruckende Stadt sein. Und auch hier konnten mich die Beschreibungen von Venedig wieder überzeugen. Es ist auch echt interessant, wenn man so ein bisschen mitbekommt, was gerade gebaut oder ausgebessert wird oder gerade fertiggestellt wurde..Auch Drake ist von diesem oberflächlichen Prunk zunächst beeindruckt, der in Venedig ordentlich zur Schau gestellt wird. Die Bauart scheint ihm zu gefallen und auch der Kerzenlüster hat es ihm angetan. Auch bekommen wir einen Einblick in die Politik und die Intrige dieser Stadt. Es ist gar nicht so einfach, das Machtgefüge vollständig zu durchschauen bzw. vollständig zu begreifen, wer nun wo und über wen Macht hat. Kein Wunder, dass diese Stadt voller Intrige ist und gerne mal ein unerwünschter Konkurrent im Wasser verschwunden ist. Ständig musste man bestimmt jemanden schmieren, um seine Interessen durchzusetzen und dann haben auch gerne mal die Leute in den entsprechenden Postionen gewechselt - das war bestimmt nicht immer ganz einfach.
    Und dann diese Feierlichkeit, auf der der Reis ebenfalls ist. Da kann ich mir die Verwunderung von Drake schon richtig vorstellen. Und es zeigt doch nur, dass man eigentlich nur die richtigen Freunde haben muss, damit man aus solch verzwickten Situationen befreit wird. Dass man 'nur' einen gewissen Einfluss haben muss, dann kann man sich schon mal den ein oder anderen Fehltritt leisten. Das darauf folgende politische Gespräch hat mir ganz gut gefallen und ganz Unrecht hatte Drake ha eigentlich nicht. Es stimmt schon, dass jeder etwas von dem Kuchen abhaben will und dass man sich dies von Spanien/ Portugal nicht so einfach gefallen lassen wollte. Und dann bekommt natürlich auch noch ein Spanier mit, dass sich Francis Drake in Venedig aufhält. Soviel zur Unauffälligkeit..Natürlich wird auch schnell klar, dass es nicht einfach wird, wieder aus Venedig herauszukommen..Aber ich bin frohen Mutes, dass auch Drake hierfür eine Lösung hat ;D
    Die Beschreibungen zur Serienfertigung der Schiffe hat mir gut gefallen. Ansich ein simpler Gedanke, der dennoch den Protest arg beschleunigt. Dennoch benötigt man gewisse Ressourcen, um dies umzusetzen. Da bin ich echt gespannt, wie diese Entdeckung in England aufgenommen wird.
    Und mein Verdacht (nachdem ich das Personenregister gelesen habe :unschuldig: ) bestätigt sich: die wichtige Person ist Joachim Gans. Da bin ich echt mal gespannt, warum er so wichtig für England ist. Und warum Lizzy ihren Francis Drake in solch eine Gefahr bringt, um diesen Juden zu befreien. Eine kleine Vermutung habe ich auch hier wieder - mal schauen, ob sich diese bewahrheitet ;)


  • [..]
    Daher habe ich auch gar keinen Gedanken daran verschwendet, dass Stafford derjenige war, der die Abkürzung vorgeschlagen hat, zumal er selbst so schwer verletzt wurde. Aber nach seiner weinseligen Aussage bin ich nun auch äußerst misstrauisch. Kurz habe ich überlegt, ob vielleicht mehr als persönliche Rache dahintersteckt und er von Burghley womöglich den Auftrag erhalten hat, Drake zu beseitigen, aber das glaube ich weniger, denn er wird die Mission, dass Drake Joachim Gans nach England bringt, nicht in Gefahr bringen, das wäre ja Hochverrat. Wenn Drake allerdings beweisen kann, dass Stafford hinter dem Anschlag steckt, dann könnte es für ihn in England eng werden, da er damit ja wirklich die ganze Mission in Gefahr brachte. [..]
    Mit seinem Plan, wie er Gans aus dem Gefängnis befreien will, und den Drake mal so eben aus dem Ärmel schüttelt, wird klar, was für ein Teufelskerl er ist: er ist ein brillanter Stratege und fürchtet dazu weder Tod noch Teufel. Daher bin ich auch überzeugt, dass er es schafft, Gans aus dem Piombi zu holen und dass er auch die Straße von Gibraltar schafft. Diese besonderen Strömungen dort waren mir bekannt von den U-Boot-Einsätzen im Zweiten Weltkrieg. Foscarini war mir sympathisch und ich würde es schade finden, wenn er nachher ein Feind von Drake wäre. Ebenso ist Standen klasse, Walsingham hat ein gutes Händchen für seine Spione.


    Also dieser Stafford wird mir immer unsympathischer - dem traue ich wirklich nicht..Und anscheinend hat auch Drake so einen leichten Verdacht, schließlich hat Stafford diese Abkürzung vorgeschlagen und somit sind sie dort wohl zuvor noch nie dort langgelaufen und urplötzlich werden sie dort in der Gasse überfallen..Ich bezweifle, dass dies ein Zufall ist.. :lupe: Was Stafford damit bezwecken wollte? Weil irgendwie zweifle ich nicht daran, dass er damit etwas zu tun hat. Und dass er dann auch noch verletzt wird, spricht irgendwie auch dafür.. Oder liege ich hier vollkommen daneben ???


    Ja, wie Drake den Plan aushegt, wie man Gans befreien könnte und selbst der Spion ist noch nicht auf diese Idee gekommen. Ehrlich gesagt war ich etwas verwundert, dass der Spion da etwas lange gebraucht hat um Drakes Plan zu durchschauen. Schließlich muss man ja als guter Spion doch gerissen und listig sein. Aber schließlich soll ja auch die Gerissenheit von Drake dargestellt werden, so sei es dem Spion verziehen :D
    Foscarini fand ich auch sympathisch. Irgendwie mochte ich seine Art. Ob wir ihn wohl wiedersehen werden?


  • Man kann also jemanden anonym denunzieren und es wird sehr ernst genommen. Das öffnet der Ungerechtigkeit ja Tür und Tor.


    Das stelle ich mir auch ganz furchtbar vor. Da muss ja nur mal einem nicht passen, welche Bestrebungen man in der Politik hat und schon kann man ihn anschwärzen..Und prompt folgt eine Untersuchung..Ob diese heimlich durchgeführt wurden sind? Das kann schonmal ganz schön dem Ruf schaden oder einem vielleicht auch ganz leicht das Leben kosten..


  • Dennoch benötigt man gewisse Ressourcen, um dies umzusetzen. Da bin ich echt gespannt, wie diese Entdeckung in England aufgenommen wird.


    Ich auch - Baker ist sicher begeistert, aber der Rest ...



    Eine kleine Vermutung habe ich auch hier wieder - mal schauen, ob sich diese bewahrheitet ;)


    Du darfst deine Vermutung gerne hier äußern ;D Ich kann mich nicht entscheiden, ob er nun Wissen über Navigation hat oder über das Material der Feldschlangen.

  • Du darfst deine Vermutung gerne hier äußern ;D Ich kann mich nicht entscheiden, ob er nun Wissen über Navigation hat oder über das Material der Feldschlangen.


    naja, meine Vermutung stützt sich auf die Beschreibung aus dem Personenverzeichnis..
    und irgendwer hat es glaub ich hier auch schon mal erwähnt, dass ein Metallurge ins Land geschmuggelt werden soll..
    Daher ist es doch naheliegend, dass er mit mit diversen metallchemischen Prozessen und somit auch mit Legierungen auskennt..ich würde daher mal wetten, dass er ein besonderes Veredlungs- oder Gussverfahren entwickelt hat, um Kanonen für den Schiffbau herzustellen

  • naja, meine Vermutung stützt sich auf die Beschreibung aus dem Personenverzeichnis..
    und irgendwer hat es glaub ich hier auch schon mal erwähnt, dass ein Metallurge ins Land geschmuggelt werden soll..
    Daher ist es doch naheliegend, dass er mit mit diversen metallchemischen Prozessen und somit auch mit Legierungen auskennt..ich würde daher mal wetten, dass er ein besonderes Veredlungs- oder Gussverfahren entwickelt hat, um Kanonen für den Schiffbau herzustellen


    Ihr Krimileser kennt den Mörder immer schon ab der zweiten Seite, oder? :D

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)


  • naja, meine Vermutung stützt sich auf die Beschreibung aus dem Personenverzeichnis..
    und irgendwer hat es glaub ich hier auch schon mal erwähnt, dass ein Metallurge ins Land geschmuggelt werden soll..
    Daher ist es doch naheliegend, dass er mit mit diversen metallchemischen Prozessen und somit auch mit Legierungen auskennt..ich würde daher mal wetten, dass er ein besonderes Veredlungs- oder Gussverfahren entwickelt hat, um Kanonen für den Schiffbau herzustellen


    Ich habe jetzt nicht mehr im Personenverzeichnis nachgeschlagen - aber zum Metallurge tendiere ich auch etwas stärker als zu jemanden, der im Bereich der Navigation tätig ist.



    Ihr Krimileser kennt den Mörder immer schon ab der zweiten Seite, oder? :D


    Och :D


  • Ich habe jetzt nicht mehr im Personenverzeichnis nachgeschlagen - aber zum Metallurge tendiere ich auch etwas stärker als zu jemanden, der im Bereich der Navigation tätig ist.


    Vielleicht kann er auch einfach Beides? ;D



    So, den Abschnitt habe ich eigentlich gestern schon beendet, aber war noch zu müde, um zu posten und heute bin ich noch nicht dazu gekommen. Aber es geht mir wie euch, das Buch ist richtig spannend und ich mag den Schreibstil sehr gerne. In letzter Zeit bin ich häufig nicht zum Lesen gekommen, aber mich aber öfter von Serien berieseln lassen und ich hab mich jetzt schon zweimal dabei ertappt, als ich dachte: ah, ich muss die Piratenserie weiter gucken. Und dann fiel mir ein, dass es doch eigentlich ein Buch ist. ;D Also sehr bildlich beschrieben. Ich bin begeistert!


    Francis Drake wird mir mit jeder Seite sympathischer. Auch seine herrlich schlechten Fähigkeiten in Diplomatie machen ihn mir noch sympathischer. Diese ewige um-den-heißen-Brei-reden würde mich auch wahnsinnig machen. Drake ist ein Mann, der sagt, was er denkt und daraus kein großes Theater macht. Taten statt Reden sind wohl sein Motto.


    Die Beschreibungen von Venedig haben mir auch sehr gut gefallen. Insgesamt scheint dort ja alles ganz gut gelaufen zu sein. Drake hat einen guten Eindruck gemacht und England ganz gut repräsentiert. Nur der Zwischenfall mit Stafford ist natürlich nicht ganz so gut. Ist er wieder wohl auf und kann auch wieder mit zurück fahren? Das war mir jetzt nicht so ganz klar... Na ja, und die Spanier haben von Drakes Aufenthalt Wind bekommen. So bereitet mir die Rückfahrt doch große Bauchschmerzen, aber Drake konnte sich immerhin noch darauf vorbereiten und von den Schilderungen anderer vielleicht profitieren. Ich bin mal gespannt, wenn er es schafft, dann haben die Schriften sicherlich ihren Teil dazu beigetragen...


  • So bereitet mir die Rückfahrt doch große Bauchschmerzen, aber Drake konnte sich immerhin noch darauf vorbereiten und von den Schilderungen anderer vielleicht profitieren. Ich bin mal gespannt, wenn er es schafft, dann haben die Schriften sicherlich ihren Teil dazu beigetragen...


    Das fand ich richtig gut von Foscarini, dass er Drake diese Aufzeichnungen gezeigt hat.

  • Da zeigt sich, dass der vorgeschobene Grund sehr gut überlegt war von Burghley. Die Venezianer sehen Drake als und sein Schiff als sehr bedeutend für sich an. So bedeutend, dass sie sogar die Auseinandersetzung mit Spaniern nicht scheuen.


  • Sehr aufschlussreich und spannend fand ich die anschließende Diskussion, bei der man so viel erfahren hat, abgesehen davon, dass diese Szene sehr gut beschrieben war. Wenn zwei so relativ kleine Länder wie Spanien und Portugal das Monopol über die ganze Welt für sich beanspruchen, ist doch klar, dass das früher oder später zu Unruhen bei den anderen Ländern führt, die ebenfalls ein Stück von dem Kuchen abhaben wollen. Und dass bei einem Papst wie diesen verkommenen Borgia die Menschen sich dem protestantischen Glauben zuwenden, ist ebenfalls kein Wunder.


    Damals waren es Staaten, die eroberte Gebiete ausplünderten. Heue sind große Konzerne, die ohne Rücksicht auf die Menschen Raubbau an den Resourcen betreiben.



    Sehr eindrucksvoll fand ich auch, wie die Pelican bei Nacht in das Arsenal gebracht wurde - und wir erleben die erste Serienfertigung von Schiffen ;D Wenn das Baker erfährt, wird er aus dem Häuschen sein.



    Die Idee so einfach wie genial. Jedenfalls für die damalige Zeit.



    Foscarini war mir sympathisch und ich würde es schade finden, wenn er nachher ein Feind von Drake wäre. Ebenso ist Standen klasse, Walsingham hat ein gutes Händchen für seine Spione.



    Da haben sich die Richtigen gefunden!


  • Daher ist es doch naheliegend, dass er mit mit diversen metallchemischen Prozessen und somit auch mit Legierungen auskennt..ich würde daher mal wetten, dass er ein besonderes Veredlungs- oder Gussverfahren entwickelt hat, um Kanonen für den Schiffbau herzustellen


    Das klingt schlüssig. Da ich das Personenverzeichnis nicht gelesen habe, wäre ich darauf nicht gekommen. Mit solchen Verzeichnissen habe ich schon mal Probleme, weil sie Zuviel verraten, daher schaue ich meist erst rein, wenn ich mit der Geschichte durch bin.