08: Seite 337 - Seite 391

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 337 bis Seite 391 (Kapitel 9 - einschl. Kapitel 11) schreiben.


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  • Ich muss etwas vorpreschen, denn ich habe am Wochenende keine Zeit für die Leserunde, da ist Elstercon. Ich kann aber auch nicht warten bis nach dem Wochenende. Das versteht ihr sicher :)


    Tja dieser Beorn. Hier beweist sich, was ich schon über Tjorne geschrieben habe. Auch Beorn ist in erster Linie ein Kämpfer, ein Plünderer, ein Thorwaler. Der Turm ist nichts für ihn. Wissen reizt ihn nicht und mit Geistern kämpfen ist nicht sein Ding. Ich war trotzdem überrascht, dass er den Turm wieder verlassen will und dachte kurz er sei wirklich so stark am Überleben seiner Mannschaft interessiert, dass er zur Not auch auf den Sieg verzichtet. Sollte er wirklich so gut sein? Nein, das wohl nicht! Er hat einen ziemlich fiesen Plan und das finde ich nun wieder schade, weil es Beorn erneut auf die dunkle Seite stellt. Für einen Kämpfer ist er ziemlich hinterhältig. Ich hatte schon bei dem Mammut gedacht, dass eigentlich ein kleines zu fangen eher zu Phileasson passen würde, weil es schlau ist und nicht den Kämpfer herausfordert. Da haben die beiden aber genau konträr reagiert.(Was mich freut!). Dann kam der hinterhältige Überfall auf die Eissegler und die Gemeinheit, die Niederlage Ursas nicht zu aktzeptieren. Aber nun wird er immer schwächer als Kämpfer und mehr in die Richtung des gerissenen Schurken gebracht. Ich bin gespannt wie die Autoren das noch mal drehen wollen.


    Ohne diesen Plan wäre diesmal Beorn der bessere Anführer gewesen, denn in diesem Abschnitt kommt nun die Eitelkeit Phileassons zum Tragen. Er will diese Aufgabe unbedingt siegreich bestehen und weiß nicht wie weit Beorn ist und wie weit dieser bereit ist zu gehen. Ich kann verstehen, dass sich der Entdecker gerade auf seinem Gebiet nicht geschlagen geben will. Die Überlegungen des Kapitäns an dieser Stelle fand ich sehr schön. Er ist in einer Zwickmühle. Dank Shaya gibt es nun einen Grund weiter zu gehen. Die Befreiung der Sklaven ist ein Ziel, eines Thorwalers würdig.


    Ich freue mich natürlich, dass sie weiter erkunden wollen. Ich bin ja auch neugierig! Wozu brauchen sie das viele Glas? Wollen sie Licht nach unten holen? Obwohl sie im Dunkeln besser sehen? Wie lebend die Nachtalben? Was ist ihre Vorstellung von "schön"? Ich hoffe wir erfahren noch mehr, obwohl es so aussieht, als ob selbst die Eitelkeit Phileassons ihn nicht mehr weiter treibt. Die Sklaven können ihnen ja auch nicht alles erzählen wie wir nun wissen. Toll wäre es nun natürlich, die beiden Mannschaften könnten sich zusammenschließen um die gemeinsam da unten aufzuräumen, aber das wäre vermutlich nicht sinnführend und nicht im Interesse des Wettkampfs. Ich hoffe nur, die Autoren lassen uns nicht mit den Rätseln allein....


    Die Kampfszene um Crottet zu befreien, da wird wieder Phileassons Mut und Kampfstärke bewiesen. Dieser Phileasson bekommt aber auch alles ab. Er ist nicht nur der mutige Entdecker, sondern er hat auch die besseren Kampfszenen. (ein Mann zum Verlieben eben)
    Irgendwie scheint wirklich das Glück, in der Gestalt der Autoren, auf der Seite Phileassons zu sein.


    Beorn hat seine Mannschaft nicht so hinter sich, wie er denktz


    Die Befreiung der Sklaven war dann eindeutig eine Szene in der die verschiedenen Reaktionen einiger Charaktere in den Vordergrund getreten sind. Vascal, der neugierige Wissenschaftler, fehlte ihm nicht ein Finger? Der Sklave bietet an, ihm einen Finger abzuschneiden, wenn man mit ihm unzufrieden sei. gibt es da einen Zusammenhang oder lachen sich die Autoren ins Fäustchen, wenn diese Fährte verfolgt wird? Ich wollte ja schon immer mal fragen, ob es eine Bestrafungsart in Aventurien gibt, in der ein Finger abgeschnitten wird. Nun ist da plötzlich eine andere Möglichkeit, aber er war sicher nicht einer der Sklaven, also wenn, wo könnte der Zusammenhang sein?


    Und Salarin, der also die Seele eines Leibwächters des Anführers hat, ein Excelenter Kämpfer, der vermutlich langsam Schizophren wird. So eine Figur macht Spaß. Es scheint so, als kenne er die Verhältnisse hier. sind damals einige Elfen wieder zurück, bevor es zu spät war? Aber warum hätten sie dann keine Hilfe geholt? Oder haben sie und es war zu spät? Das ist wirklich spannend.


    Auch Galayne war schon hier. Warum ist er weg? Hat er gemerkt, wohin das alles führt und ist davor geflohen? Er ist aber immernoch fasziniert davon. Oder ist er ein Spitzel, der aufpassen sollte, falls jemand den Himmelsturm besuchen will? Auf welcher Seite steht er? Ich würde ja sagen auf seiner, aber stimmt das? Ist da nicht die große Traurigkeit über die eigene Einsamkeit und manchmal denke ich auch zu spüren, dass er mit einer Art Selbstverachtung ringt. Warum führt er Beorn zu den Elfen? Wird er die Truppe verraten?

    Einmal editiert, zuletzt von Rhea ()

  • Ich bleibe auch am Ball, besonders weil es mal wieder so spannend ist, ich aber auch am Sonntag in den Urlaub fahre und nicht weiß, wie da vor Ort die Internet-Verbindungen sind.


    Es stellt sich heraus, dass Galayne einer der Nachtalben kennt: Kayil'anka. Hat sie mal über ihn gerichtet? Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass er bereits einmal auf dem Himmelsturm war, vielleicht sogar zu einer Zeit, wo die Welt hier noch in Ordnung war und die Elfen friedlich miteinander leben konnten. Man weiß ja nicht, wie alt Galayne ist und was ihm genau passiert ist. Er verfolgt definitiv sein eigenes Ziel und missbraucht dabei Beorn. Der ahnt natürlich nichts, aber vielleicht hat er ein gesundes Misstrauen gegenüber Galayne und bleibt vorsichtig.


    Ich hätte in diesem Abschnitt gerne mehr über Beorn und seine Mannschaft gelesen. Das wir plötzlich wieder bei Phileasson waren, der in diesem Band eindeutig den meisten Platz einnimmt, hat mich irgendwie gestört. Ich wäre gerne bei dem Thema geblieben. Dass Beorn allerdings einen Spitzel bei Phileasson einsetzen will, gefällt mir gar nicht. Das ist kein faires Spiel. Wettbewerb und harter Kampf, das wohl. Aber keine Stasi-Methoden >:(


    Phileasson kämpft derweil ziemlich unten mit seiner Mannschaft gegen ein paar Aufpasser und kann einige der Sklaven, die vermutlich mal ein "normales" Leben hatten, befreien. Erstaunt war ich über die plötzlichen Fähigkeiten von Salarin? Was ist in dem Raum vorher mit ihm passiert? Hat er da eine Erleuchtung bekommen oder ein Teil seiner Vergangenheit kam hoch? Oder ist einer der Elfengeister in seine Haut gefahren?



    Aber nun wird er immer schwächer als Kämpfer und mehr in die Richtung des gerissenen Schurken gebracht. Ich bin gespannt wie die Autoren das noch mal drehen wollen.


    Das gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht gerade. Ich würde mir für Beorn wünschen, dass er durchaus ein sehr harter Gegner ist, der Phileasson durchaus ab und zu Steine in den Weg legt, aber als gerissener Schurke gefällt er mir gar nicht. Damit wären alle Pluspunkte weg, die er durchaus schon bei mir sammeln konnte an der einen oder anderen Stelle.



    Wozu brauchen sie das viele Glas? Wollen sie Licht nach unten holen? Obwohl sie im Dunkeln besser sehen? Wie lebend die Nachtalben? Was ist ihre Vorstellung von "schön"?


    Das habe ich mich auch gefragt. Irgendeinen wichtigen Sinn muss das ganze Glas doch haben.



    An diesem Punkt des Buches ist es fast unmöglich aufzuhören, weil das Geheimnis des Himmelsturms so nah ist und die Neugier einfach zu groß. Wie geht das große Abenteuer hier aus? Und gibt es überhaupt einen Gewinner?

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Ich wage die Vorhersage: Noch bevor dieses Buch zu Ende ist, werden einige von Euch von Phileassons Ottajasko in die von Beorn wechseln.
    :wahrsager:


    Das glaube ich eher nicht, schon allein deswegen, weil mir die Mannschaft von Phileasson mehr ans Herz gewachsen ist als die von Beorn, woran die Autoren nicht ganz unschuldig sind ;)

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Es geht rasant und spannend weiter. Wie das Tempo und der Spannungspegel vom Himmelsturm gehalten wird ist wirklich gut gelungen. Ich kann das Buch wirklich nur noch unter Zwang weglegen. Wäre die Leserunde nicht, ich hätte es schon lange durch.


    Wir treffen kurz mal wieder auf Beorn. Diese Begegnung verschafft dem Leser eine kurze Atempause von den Schrecken, die Phileasson und seine Ottajasko erleben. Lenyas Gedanken sind interessant. Ich finde es schön, auch mal ein wenig mehr über sie zu erfahren. Zum Beispiel, dass sie nicht freiwillig in den Traviatempel gekommen ist. Und dass sie doch mehr Freude an der Reise hat, als sie ursprünglich gedacht hat. Sie geht auch gern Jagen und möchte nicht immer nur hausfrauliche Tätigkeiten ausüben. Aber in vielen Gedanken ist sie unserer Shaya auch sehr ähnlich, da merkt man, was Travia ausmacht. Das macht sie sympathischer. Lächeln musste ich, als sie sich ihren Morgen mit Honig versüßt. Es gefällt mir auch, dass Beorn sie als das "Herz der Ottajasko" bezeichnet.


    Wir erfahren auch wieder ein kleines Bröckchen mehr über Galayne. Er kennt die Nachtalben von früher, spricht sogar ihre Sprache, hat sehr wahrscheinlich unter ihnen gelebt und über ihn wurde sogar von einer von ihnen Gericht gehalten. Ich schätze mal, er ist irgendwie in Ungnade gefallen und wurde verbannt. Vielleicht ist sein Ziel ja Rache an den Nachtalben und der "Göttin" Pardona? Ich werde immer noch nicht schlau aus ihm. :nachdenk:
    Der Scherenmann ist also eine Chimäre. Von der Beschreibung her ähnlich der, mit dem Phileassons Mannschaft in der Kammer des Schreckens gekämpft hat. Ich bin gespannt, ob die Nachtalben Beorn wirklich helfen werden. Und was sich noch so zwischen Galayne und Kayil'yanka abspielen wird.


    Phileasson dringt mit seiner Ottajasko weiter in die Tiefen unter dem Himmelsturm ein. Was sie dort finden ist, wie nicht anders zu erwarten, nichts Positives. Es gibt Sklaven die Glasplatten herstellen. Diese Glasplatten werden dann noch weiter nach unten transportiert. Doch wofür? Was bauen die Nachtalben da unten? Und es gibt ein "Tal der Herrin", in dem anscheinend Sklaven gezüchtet werden. Anders kann ich mir ihr passives Verhalten nicht erklären. Sie kennen kein anderes Leben und für sie ist es wahrscheinlich eine Ehre, wenn die Nachtalben die Strärksten und Geschicktesten holen kommen. Aber es gibt auch verschleppte Sklaven, die nicht freiwillig dort arbeiten und froh über eine Befreiung sind. Zum Glück für sie ist Asleif dort unten gelandet. Beorn hätte ihnen bestimmt nicht geholfen.


    Der Raum mit den Geistern der Elfen, die dort zusammengepfercht gelebt haben war irgendwie seltsam. Was genau ist dort geschehen? Warum waren sie da? Schade, dass die Kontaktaufnahme mit dem Geist nicht so wirklich geklappt hat. Und was ist mit Salarin los? Woher kam die Vision/Erinnerung, die er hatte? Seid dem ist er ein anderer geworden. Er ist mehr abgebrühter Krieger und Beschützer von Phileasson geworden. Er zaubert, ohne vorher eine Melodie finden zu müssen, die zu dem passt, was er machen will. Er hat plötzlich taktisches Verhalten im Kampf (weil sich die Nachtalben um einen verwundeten Kameraden kümmern und dann abgelenkt sind). Woher kommt das? Wer oder was ist da in ihm erwacht?


    Und das Kapitel endet mit einem absoluten Cliffhänger! Wie gemein. >:(

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Ach und wer wohl der Spitzel ist, den Beorn in Phileassons Ottajasko schmuggeln will? Soll er etwa Phileasson töten? Oder wie ist der Satz: "Eine Stunde blieb ihm, wenn Phileasson ihn dann nicht gefunden hätte, wurde er sterben." >:D


    Das ist doch gegen die Regeln! >:(

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Das glaube ich eher nicht, schon allein deswegen, weil mir die Mannschaft von Phileasson mehr ans Herz gewachsen ist als die von Beorn, woran die Autoren nicht ganz unschuldig sind ;)


    Ich kann mir auch nicht vorstellen, was mich dazu bewegen sollte, in Beorns Ottajasko zu wechseln. Da geht es mir wie dir.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Galayne kennt eine der Nachtalben. War er schon einmal im Turm oder hat er sie ausserhalb getroffen?


    Beorn plant also, einen Spitzel bei Asleif einzuschleusen. Ich könnte mir vorstellen, dass er dabei an Zidaine denkt, weil sie ja schon Kontakt zu Tylstyr bzw. Tjorne hatte.
    Der Blender entwickelt sich mehr von einem Kämpfer hin zu einem hinterlistigen Schurken. Zutrauen würde ich diese Taktik Beorn schon, aber das passt für mich nicht zu einem starken Drachenbootführer. Asleif hingegen ist ein Kämpfer, kümmert sich um seine Crew und bietet insgesamt ein besseres Gesamtpaket.


    Pardona hat also Sklaven, die Glas herstellen. Hoffentlich finden diejenigen, die gefangen genommen wurden, irgendwann den Weg zurück in ihre Heimat. Gut, dass der Foggwulf sie entdeckt hat.


    Lenya ist also keine weltfremde Priesterin. Der Wettkampf macht ihr Spass und sie kann wieder ihrer Leidenschaft an der Jagd nachgeben. Das macht sie sehr sympathisch. Lenya und Shaya sind starke Persönlichkeiten, das haben auch Asleif und Beorn schon festgestellt.


    Salarin verändert sich zusehends. Er mutiert zu einem Kämpger bzw. Beschützer. Er verwendet Kampftechniken, die er sicher bis jetzt nicht gekannt hat. Ist ein Geist in ihn gefahren, der im Himmelsturm bis jetzt geruht hat? Sehr spannend das Ganze.


  • Das gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht gerade. Ich würde mir für Beorn wünschen, dass er durchaus ein sehr harter Gegner ist, der Phileasson durchaus ab und zu Steine in den Weg legt, aber als gerissener Schurke gefällt er mir gar nicht. Damit wären alle Pluspunkte weg, die er durchaus schon bei mir sammeln konnte an der einen oder anderen Stelle.


    Mir gefällt Beorn als gerissener Taktiker auch nicht so gut. Mit einem Drachenbootführer, der den Titel verdient hat, verbinde ich eher Asleif, der ein Kämpfer ist und für seine Crew einsteht.



    Das habe ich mich auch gefragt. Irgendeinen wichtigen Sinn muss das ganze Glas doch haben.


    Vielleicht soll das Glas ja als eine Art Spiegel wirken, der das Sonnenlicht in den Himmelsturm bringt.



    Ich wage die Vorhersage: Noch bevor dieses Buch zu Ende ist, werden einige von Euch von Phileassons Ottajasko in die von Beorn wechseln.
    :wahrsager:


    Niemals :tststs:

  • Bis auf das Spiegellabyrinth habe ich echt das Gefühl, dass Beorns Ottajasko eher einen Spaziergang im Himmelsturm macht - und dann auch noch die Rucksäcke voller Schätze, ich fasse es echt nicht. Wenn die Nachtalben ihnen jetzt auch noch die Bücher zeigen, sie dadurch auf das Geheimnis des Turms kommen und die Nachtalben sie womöglich noch abziehen lassen, dann bekomme ich einen Tobsuchtsanfall. Und Phileasson und seine Leute geraten von einer Sch.... in die nächste - ist doch wahr, Mensch >:( Ich hoffe jetzt auf Ursa, Lenya und Zidaine, dass sie dieses Scherenmonster vielleicht doch schon etwas eher erlegen und es damit zu einem Tumult kommt ;D


    Was mich wirklich gewundert hat, dass Beorn ernsthaft überlegt, den Turm zu verlassen und Phileasson quasi die Aufgabe zu überlassen, damit hätte ich nicht gerechnet. Und er schätzt den Foggwulf ziemlich gut ein, wenn er davon ausgeht, dass er nicht so schnell aufgeben wird. Aber natürlich hat er wieder einen linken Plan, indem er einen Spitzel bei Phileasson einschleusen will. Wer soll das sein? Kein Thorwaler, wenn ich das richtig verstanden habe - will er Zidaine dort einschleusen? Das wäre natürlich pikant, wenn dann Tylstyr, Tjorne und Zidaine/vllt. Fianna zusammen wären. Einen Satz habe ich aber nicht ganz verstanden: "Es war ein großes Wagnis, vor allem für den Spitzel. Eine Stunde blieb ihm, wenn Phileasson ihn dann nicht gefunden hätte, würde er sterben." Das heißt jetzt aber nicht, dass er den Spitzel schon ausgesetzt hat, oder? Immerhin weiß er ja nicht sicher, ob Phileasson noch im Turm bzw. wo er ist. Das ist eher ein Plan für die Zukunft, oder? Ich bin ja gespannt, was er da wieder ausheckt.


    Ich habe den Eindruck, Galayne kennt sich doch ganz gut in dem Turm aus, er war doch schon mal dort bzw. hat dort gelebt. Immerhin saß diese Nachtalbe irgendwann mal über ihn Gericht. Heißt das, dass er bei Pardona irgendwann in Ungnade gefallen ist? War er ein Anhänger oder ein Gegner von ihr? Versklavt hat sie ihn aber nicht, oder ihm wäre die Flucht gelungen. Die Nachalbe scheint ihn auch zu erkennen, habe ich das Gefühl. Aber was will Galayne dann im Himmelsturm? Pardona aufhalten oder die Macht übernehmen? Ich habe immer noch keinen blassen Schimmer, was sein Plan ist.


    Was machen die Nachtalben bzw. Pandora mit diesen Glasscheiben, die noch tiefer transportiert werden? Pardona hat ja ihre Anhänger aufgefordert, immer tiefer zu graben, damit sie irgendwann die Götter überwinden können, aber welche Rolle spielen dabei die Glasscheiben? Die Scheiben erinnerten mich an das Grab mit dem Eissegler.


    Dann Salarins Vision oder vllt. Erinnerung an Fenvarien, den König von Tie'Shianna, der den Arm in Freundschaft um ihn legt. Und dann die Veränderung, die mit Salarin vor sich geht: plötzlich ist es ihm wichtiger, Phileasson zu schützen als den Heilzauber zu sprechen. Und kämpfen kann er auf einmal, das ist ja die wahre Pracht. Kann es sein, dass er eine Art Leibwächter von Fenvarien war bzw. ein hochgestellter Krieger und es deswegen zunehmend seine höchste Pflicht ist, Phileasson zu schützen? Salarin suchte anfangs nach den alten Götter - und die Geister in der Bleikammer hoffen verzweifelt auf Fenvarien, dass dieser den Frieden zwischen ihnen und den Göttern wieder herstellt. Die Elfen sind also irgendwann ausgezogen, den Himmel zu stürmen, so etwas ähnliches dachte ich mir bei dem hohen Turm schon. Im Himmelsturm aber sind sie irgendwann in zwei Gruppen zerfallen: die Traditionalisten und die Elfen, die immer noch weitergehen wollten. Die letztere Gruppe unter Pardona hat sich im Endeffekt durchgesetzt.


    Interessant fand ich Lenyas inneren Konflikt: sie empfindet nicht ganz die gleiche Verbundenheit mit dem Traviakult wie Shaya, vielmehr fühlt sie in sich die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Ob das nicht mal ihrer Neutralität schaden wird.


    Als Phileasson und seine Leute überlegen, ob sie umkehren sollen, war ich zwiegespalten: einerseits war ich dafür, so schnell wie möglich diesen Turm hinter sich zu lassen, andererseits möchte ich aber auch gerne wissen, was in den unteren Ebenen vor sich geht. Allerdings habe ich keine Lust, dass wir Pardona noch begegnen; lt. Abdul ist sie ja immer nicht lange abwesend. Vorausgesetzt, die Befürchtung, bei Abdul könnte es sich um Pardona handeln, bewahrheitet sich nicht doch noch. Phileassons Sorge, Beorn könnte ihm den Rang ablaufen, ist eindeutig eine Schwachstelle von ihm, in den Momenten klappt es nicht so gut mit dem rationalen Denken. Außerdem scheint der Turm eine ungesunde Anziehung auf Phileasson auszuüben, vllt. ist es Salarin deswegen so wichtig, ihn zu schützen. Was die Entscheidung bzgl. der Sklaven angeht, hat er aber richtig entschieden, sie müssen zusehen, dass sie sich so schnell wie möglich zurückziehen und können keine Rücksicht auf die apathischen Sklaven nehmen. Rührend fand ich, dass er dem blinden Thorwaler den Reif in die Hand gedrückt hat.


    Die Szene mit den Stoffbahnen und den Dämonenstatuen, die die Augen öffnen, fand ich besonders gut gelungen und gruselig.


  • Ach und wer wohl der Spitzel ist, den Beorn in Phileassons Ottajasko schmuggeln will? Soll er etwa Phileasson töten? Oder wie ist der Satz: "Eine Stunde blieb ihm, wenn Phileasson ihn dann nicht gefunden hätte, wurde er sterben." >:D


    Das ist doch gegen die Regeln! >:(


    Ich vermute mal, er wird einen seiner Leute ein bestimmten Gefahr aussetzen, in der ihn Phileasson binnen einer Stunde finden muss, ansonsten endet diese Gefahr tödlich für den Spitzel. Beorn hätte ihn dann zwar nicht persönlich getötet, aber immerhin ein Mitglied seiner Ottajasko wissentlich der Gefahr ausgesetzt. Wäre aber nicht das erste Mal, dass Beorn sowas macht.

  • Ich kann mir auch nicht vorstellen, in Beorns Ottajasko wechseln zu wollen. Falls sich Phileasson völlig zu seinen Ungunsten wandelt, besteht ja immer noch die Möglichkeit, ihn zu verkloppen, zu fessen und zu knebeln, bis er wieder zu sich kommt ;D


  • Ich kann mir auch nicht vorstellen, in Beorns Ottajasko wechseln zu wollen. Falls sich Phileasson völlig zu seinen Ungunsten wandelt, besteht ja immer noch die Möglichkeit, ihn zu verkloppen, zu fessen und zu knebeln, bis er wieder zu sich kommt ;D


    Also eine vorübergehende Meuterei. Alle stimmen dann gemeinsam den Shaya-Song an und Phileasson kommt wieder zu sich ;D


  • Dann Salarins Vision oder vllt. Erinnerung an Fenvarien, den König von Tie'Shianna, der den Arm in Freundschaft um ihn legt. Und dann die Veränderung, die mit Salarin vor sich geht: plötzlich ist es ihm wichtiger, Phileasson zu schützen als den Heilzauber zu sprechen. Und kämpfen kann er auf einmal, das ist ja die wahre Pracht. Kann es sein, dass er eine Art Leibwächter von Fenvarien war bzw. ein hochgestellter Krieger und es deswegen zunehmend seine höchste Pflicht ist, Phileasson zu schützen? Salarin suchte anfangs nach den alten Götter - und die Geister in der Bleikammer hoffen verzweifelt auf Fenvarien, dass dieser den Frieden zwischen ihnen und den Göttern wieder herstellt. Die Elfen sind also irgendwann ausgezogen, den Himmel zu stürmen, so etwas ähnliches dachte ich mir bei dem hohen Turm schon. Im Himmelsturm aber sind sie irgendwann in zwei Gruppen zerfallen: die Traditionalisten und die Elfen, die immer noch weitergehen wollten. Die letztere Gruppe unter Pardona hat sich im Endeffekt durchgesetzt.


    Nachdem ich deine Sicht der Ereignisse in der Bleikammer gelesen habe musste ich diese Szene nochmal lesen. Irgendwie war mir da einiges entfallen. Der König? Fenvarien zum Bsp. . Aber deine Auslegung der Inschriften in der Kammer könnte durchaus zutreffend sein.
    Danke, dass du mir geholfen hast, etwas mehr Ordnung in mein, von Fragen und Rätseln und Geheimnissen überfordertes Gehirn zu bringen. :bussi:



    Als Phileasson und seine Leute überlegen, ob sie umkehren sollen, war ich zwiegespalten: einerseits war ich dafür, so schnell wie möglich diesen Turm hinter sich zu lassen, andererseits möchte ich aber auch gerne wissen, was in den unteren Ebenen vor sich geht. Allerdings habe ich keine Lust, dass wir Pardona noch begegnen; lt. Abdul ist sie ja immer nicht lange abwesend.


    Ja so ging es mir auch.



    Phileassons Sorge, Beorn könnte ihm den Rang ablaufen, ist eindeutig eine Schwachstelle von ihm, in den Momenten klappt es nicht so gut mit dem rationalen Denken.


    Ja diese Sorge von Phileasson ist definitiv seine größte Schwachstelle. Andererseits, wenn dieser Drang, besser als Beorn zu sein, nicht wäre, würde auch diese Wettfahrt nicht stattfinden.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Ja diese Sorge von Phileasson ist definitiv seine größte Schwachstelle. Andererseits, wenn dieser Drang, besser als Beorn zu sein, nicht wäre, würde auch diese Wettfahrt nicht stattfinden.


    Hoffentlich führt das nicht dazu, dass Phileasson sich in seinem Verhalten mehr und mehr Beorn angleicht.

  • Also eine vorübergehende Meuterei. Alle stimmen dann gemeinsam den Shaya-Song an und Phileasson kommt wieder zu sich ;D


    Genauso machen wir es ;D



    Nachdem ich deine Sicht der Ereignisse in der Bleikammer gelesen habe musste ich diese Szene nochmal lesen. Irgendwie war mir da einiges entfallen. Der König? Fenvarien zum Bsp. . Aber deine Auslegung der Inschriften in der Kammer könnte durchaus zutreffend sein.
    Danke, dass du mir geholfen hast, etwas mehr Ordnung in mein, von Fragen und Rätseln und Geheimnissen überfordertes Gehirn zu bringen. :bussi:


    Gern geschehen. Ich denke immer noch, dass in Salarin eine alte Seele/Iama lebt oder er eben eine Reinkarnation sein könnte, irgendwas, was ihn mit damals verbindet und die auch der Antrieb für seine Suche nach den alten Göttern ist. Dann könnte er auch durchaus derjenige aus Tie'Shianna sein, für den ihn der Geist in den oberen Ebenen gehalten hat.



    Ja diese Sorge von Phileasson ist definitiv seine größte Schwachstelle. Andererseits, wenn dieser Drang, besser als Beorn zu sein, nicht wäre, würde auch diese Wettfahrt nicht stattfinden.


    Das wohl! Damit hast du völlig recht, sonst müssten unsere Autoren womöglich die zwölf Bände mit Skaldengesänge füllen :D



    Hoffentlich führt das nicht dazu, dass Phileasson sich in seinem Verhalten mehr und mehr Beorn angleicht.


    Das hoffe ich auch nicht.


  • Es geht rasant und spannend weiter. Wie das Tempo und der Spannungspegel vom Himmelsturm gehalten wird ist wirklich gut gelungen. Ich kann das Buch wirklich nur noch unter Zwang weglegen. Wäre die Leserunde nicht, ich hätte es schon lange durch.


    :freu:



    Vielleicht ist [Galaynes] Ziel ja Rache an den Nachtalben und der "Göttin" Pardona?


    Er scheint ja einiges über den Himmelsturm zu wissen. Wenn er gegen "Göttin Pardona" eingestellt ist - wieso legt er Beorn gegenüber nicht die Karten auf den Tisch und entwickelt mit ihm gemeinsam einen Plan, wie sie ihr schaden können? Andererseits - wenn er auf der Seite der Nachtalben ist: Wieso hat er sie nicht früher alarmiert und dafür gesorgt, dass sie Beorn schnappen?



    Aber es gibt auch verschleppte Sklaven, die nicht freiwillig dort arbeiten und froh über eine Befreiung sind. Zum Glück für sie ist Asleif dort unten gelandet. Beorn hätte ihnen bestimmt nicht geholfen.


    Beorn ist zweifellos ein rauer Geselle, der nicht unbedingt zu Selbstlosigkeiten neigt.
    Andererseits hat er ein ganz spezielles Verhältnis zu Sklavenhändlern. Er hat sein linkes Auge in einem Kampf gegen Leute aus Al'Anfa verloren, gegen einen Granden, der seinen Reichtum auf Sklavenhandel gründet. Seitdem sticht er jedem Sklavenhändler, der ihm in die Hände fällt, beide Augen aus - daher der Beiname "der Blender". Deshalb gibt es im Süden durchaus einige Sklaven, die darauf hoffen, dass die Seeschlange bald wieder eine Plünderfahrt in ihre Gewässer unternimmt ...



    Und was ist mit Salarin los? Woher kam die Vision/Erinnerung, die er hatte? Seid dem ist er ein anderer geworden.


    Wirklich erst seitdem? Er hat ja schon recht früh im Himmelsturm Asdharia verstanden ... ;)



    Wer oder was ist da in ihm erwacht?


    Das ist doch eine wundervolle Frage, um sie an die Leserunde weiterzugeben. ;D Was haltet Ihr etwa von Delenas These?


    Ist ein Geist in ihn gefahren, der im Himmelsturm bis jetzt geruht hat?



    Ach und wer wohl der Spitzel ist, den Beorn in Phileassons Ottajasko schmuggeln will? Soll er etwa Phileasson töten? Oder wie ist der Satz: "Eine Stunde blieb ihm, wenn Phileasson ihn dann nicht gefunden hätte, wurde er sterben." >:D
    Das ist doch gegen die Regeln! >:(


    Liebes Tagebuch,
    ich freue mich, dass dieses Buch zu einer besseren Gesellschaft beiträgt. Es bricht etwas auf und bietet eine lockere Sichtweise auf das strenge Korsett sklavischer Regelaffinität an. Wer könnte schon so herzlos sein, dem Sympathieträger mit dem Flügelhelm nachzutragen, wenn er durch kluge Aktionen die Lücken im Regelwerk ausnutzt - oder gar schafft?



    Ich kann mir auch nicht vorstellen, was mich dazu bewegen sollte, in Beorns Ottajasko zu wechseln.



    Niemals :tststs:


    Noch ehe der Hahn ... äh ... ich meine: noch ehe die Riemen dieses Buchs eingezogen sind, wird Beorn einen Platz in Deinem Herzen haben, das wohl. ;)



    Galayne kennt eine der Nachtalben. War er schon einmal im Turm oder hat er sie ausserhalb getroffen?


    Im Spiegelkabinett hat er einen Gedanken dazu, dass die Vorgänge dort ungewöhnlich sind ... Also muss er einen Vergleich haben ... ;)



    Der Blender entwickelt sich mehr von einem Kämpfer hin zu einem hinterlistigen Schurken. Zutrauen würde ich diese Taktik Beorn schon, aber das passt für mich nicht zu einem starken Drachenbootführer. Asleif hingegen ist ein Kämpfer, kümmert sich um seine Crew und bietet insgesamt ein besseres Gesamtpaket.


    Hier lohnt es sich, zu überlegen, dass die Thorwaler ein anderes Ehrverständnis pflegen, als das etwa bei einem Ritter wie Eichward der Fall ist. Es gibt Überschneidungen, etwa in der Treue zur eigenen Mannschaft (oder bei Eichward: zur Flagge seines Lehnsherrn). Solche Dinge wie das Freien eines Burgfräuleins mittels Minnesang oder Schutz von Schwächeren sind aber keine Tugenden, die sich speziell mit einem thorwalschen Recken verbinden. Der muss vor allem zwei Sachen mitbringen: Mut und Stärke. Wenn sich ein Spion in Phileassons Ottajasko einschleicht, ist das zunächst einmal mutig. Was Eichward wohl als "Hinterlist" ablehnen würde, würde in den thorwalschen Sagas wohl für Anerkennung sorgen.



    Mit einem Drachenbootführer, der den Titel verdient hat, verbinde ich eher Asleif, der ein Kämpfer ist und für seine Crew einsteht.


    Hm, erweist sich Beorn für Dich nicht als Kämpfer? Etwa mit dem Schildwall, der im Grab im Eis die Falle mit den Eisbolzen überwindet? Und steht er nicht zu seiner Crew - etwa zu Hallar, als dieser stirbt?