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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 02.09.2016 zur Leserunde zu dem Buch "Die Phileasson-Saga 2: Himmelsturm" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Bernhard Hennen und Robert Corvus, die uns hier begleiten werden. Schön, dass Ihr, lieber Bernhard und lieber Robert, wieder mit dabei seid! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 43 (bis "... und Alondro teilen.") schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße
    odenwaldcollies :winken:

  • Endlich....der zweite Band der Phileasson-Saga! Die Vorfreude war groß und nun ist endlich wieder Leserundenzeit 8)


    Zu Beginn des neuen Abenteuers werden wir an einen völlig neuen Ort katapultiert. Nachdem Abduls Nichte entführt wird begleiten wir also deren Zwillingsschwester und den Onkel auf Ihrer Reise nach Al' Anfa, um einen waghalsigen Befreiungsversuch zu unternehmen. Abdul ist mir von Beginn an sympathisch, sogar sehr sympathisch, ist er doch ehrlich mit sich selbst und was er tut hat Hand und Fuß. Seine Nichte Jamilah kann bei mir vorerst weniger punkten. Sie erscheint mir doch sehr von sich selbst eingenommen, ist herrisch und hat nur wenig Vertrauen in die Pläne ihres Onkels. Hier und da wird angedeutet, dass es wohl Gründe geben mag, die aus dem noch jungen Mädchen schon so früh einen sehr misstrauischen Menschen gemacht haben. Hier bin ich schon gespannt, was wir noch über das Leben und Aufwachsen der Zwillingsschwestern erfahren und ob Selime (die entführte Schwester) ähnliche Charakterzüge hat, oder gänzlich anders geartet ist, was ich mir sehr gut vorstellen könnte.


    Al'Anfa ist wahrlich ein schwieriges Pflaster, wir erfahren, wie gegensätzlich dieser Ort ist und welch enorme Unterschiede zwischen den Bevölkerungsschichten, arm und reich klaffen. Hier erschaffen die Autoren (oder derjenige, der den Part geschrieben hat) ;-) ein düsteres Szenario, dass spannend ist und neugierig auf mehr macht.


    Abdul hat ein mysteriöses Vorleben, das nur hier und da angedeutet wird, man kann nur erahnen, was er schon alles erlebt und auf dem Kerbholz hat. Eine eigene Familie hat er wohl nie gegründet. Ein kurzes Aufschrecken in der Szene, als er "unangebrachte Regungen" verspürt, während seine leichtbekleidete Nichte neben ihm lag. Na...der wird doch nicht auf solche Gedanken kommen....? Doch zu meiner Beruhigung schämt sich der gute Mann augenblicklich. Vorerst also Entwarnung was Onkel-Nichte-Beziehung angeht.


    Also ich bin gut reingekommen, wieder ein fesselnder Prolog, interessante, neue Figuren, dennoch ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen mit unseren "alten" Bekannten! Doch dies war ja "nur" der Prolog, der auch diesmal lang ausgefallen ist, was ich aber persönlich toll finde, denn ein Prolog sollte keine künstliche Begrenzung haben, wie es aber leider oft "gewünscht" ist. Bernhard Hennen und Robert Corvus genießen hier völlige künstlerische Freiheit, was der Phileasson-Saga mit Sicherheit zu Gute kommen wird.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • TippendeTastatur zieht voran - eine stahlharte Reckin, deren geschmeidiger Gang sie davor bewahrt, auf dem Eis auszurutschen. Mit der Erfahrung unzähliger Heldentaten wirft sie einen kühnen ersten Blick in den Himmelsturm.



    Nachdem Abduls Nichte entführt wird ...


    Ich erinnere mich, dass wir hier einige Hinweise der Rollenspiel-Redakteurin eingebaut haben. Diese kennt sich nämlich nicht nur in Aventurien aus, sondern ist auch Reiterin und konnte uns Tipps dazu geben, wie sich ein schwimmendes Pferd verhält - und dass die Ohren besser nicht unter Wasser kommen sollten. ;)



    ... begleiten wir also deren Zwillingsschwester und den Onkel auf Ihrer Reise nach Al' Anfa,


    Diese sehr besondere Stadt hat noch viel mehr Eigenheiten, als wir im Prolog aufgegriffen haben. Beispielsweise ist man hier zwar zwölfgöttergläubig, verehrt aber nicht etwa den Sonnengott Praios, sondern Boron, den Gott von Schlaf, Tod und Vergessen, als Fürsten aller Götter. Interessanterweise ist Boron in Aventurien keine "finstere" Gottheit - im Kern lehrt seine Kirche, dass ein Mensch alle fünf Alter vom Säugling bis zum Greis durchleben soll, um dann nach einem erfüllten Leben loszulassen. Allerdings gibt es auch hier viele Strömungen, und gerade in Al'Anfa fallen manche Riten etwas drastisch aus.



    Seine Nichte Jamilah kann bei mir vorerst weniger punkten. Sie erscheint mir doch sehr von sich selbst eingenommen, ist herrisch und hat nur wenig Vertrauen in die Pläne ihres Onkels.


    Jamilah ist das Modell "heißer Feger". ;D



    Ein kurzes Aufschrecken in der Szene, als er "unangebrachte Regungen" verspürt, während seine leichtbekleidete Nichte neben ihm lag. Na...der wird doch nicht auf solche Gedanken kommen....? Doch zu meiner Beruhigung schämt sich der gute Mann augenblicklich. Vorerst also Entwarnung was Onkel-Nichte-Beziehung angeht.


    Hier ist besonders interessant, wie die Leserunde diese Passage in der Herberge empfunden hat. Ist sie auch den anderen aufgefallen? Was haltet Ihr davon?



    Doch dies war ja "nur" der Prolog,


    Sogar nur die erste Hälfte des Prologs. ;)



    Bernhard Hennen und Robert Corvus genießen hier völlige künstlerische Freiheit


    Das kann ich nur bestätigen. Die Entscheidung, was wir ausführlich und was wir knapp behandeln wollen, liegt ausschließlich bei uns.

  • Hallo zusammen,


    dies ist meine erste Leserunde und ich freue mich auch schon auf die vielen Texte und Forenbeiträge.


    Ich (25) bin seit kurzem selbst Spielleiter einer DSA-Runde und dementsprechend mit der Hintergrundwelt einigermaßen vertraut. Die Phileasson-Saga ist etwas, was wohl jeder DSA-Spieler vom Hörensagen kennt, auch wenn mal sie nicht selbst erlebt hat. Ich bin allerdings nicht vorbelastet was die Story angeht, da ich tatsächlich so gut wie nichts über den eigentlichen Hergang der Geschehnisse um Phileasson Foggwulfs Reise weiß. Der erste Teil hat mir im Übrigen extrem gut gefallen.


    Nun zum Einstieg in den Himmelsturm:


    Wir erleben also wieder einen Prolog einer moralisch anscheinend zumindest zwiespältigen Figur (jedenfalls wird das angedeutet). Die Verortung des Prologs nach Al'Anfa, welches sich am gegenüberbefindlichen Ende Aventuriens befindet, bringt einen schönen Bruch in das Szenario des ewigen Eises im Norden (bzw. Firun).
    Ich finde die eingeführten Charaktere eigentlich allesamt sehr interessant - von dem Geheimnis der beiden Zwillinge, über die dunkle Vergangenheit Abduls, der anscheinen aber doch für das "Gute" (oder zumindest gegen das Böse - den Namenlosen also) kämpf. Hier muss ich sehr an den Stereotypen des Geheimdienstagenten mit Gewissen denken - lässt aber auf jeden Fall noch viel Raum für Überlegungen und Geheimnisse.


    Die große Frage ist natürlich, wie Abdul (oder eines der Mädchen?) denn nun in den Norden kommt, da ich doch davon ausgehe, das der Prolog unmittelbaren Bezug zu der folgenden Erzählung hat.





    Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es morgen weitergeht, wenn der nächste Abschnitt verschlungen wird :-)



    Bearbeitung nachdem ich Bernards Kommentare oben gelesen habe (wollte vor meinem Text nichts lesen, da ich unvoreingenommen schreiben wollte:



    Hier ist besonders interessant, wie die Leserunde diese Passage in der Herberge empfunden hat. Ist sie auch den anderen aufgefallen? Was haltet Ihr davon?


    Ja diese Szene ist mir als einzige etwas unangenehm aufgefallen. Ich habe zwar grundsätzlich nichts gegen Erotik/Sex/Tabubrüche oder auch nur deren Andeutung in der Fantasy (oder eigentlich jedem anderen Genre - Game of Thrones wäre ein Beispiel wo es mich garnicht stört) aber an dieser Stelle hat es für mich überhaupt nicht zu der bisher beschriebenen Figur gepasst und wirkte auf mich etwas "erzwungen".
    Für meine Wahrnehmung hat sie zu diesem Zeitpunkt nicht der Charakterisierung gedient, sondern mich sofort herausgerissen und irgendwie die Immersion genommen


  • Ich (25) bin seit kurzem selbst Spielleiter einer DSA-Runde und dementsprechend mit der Hintergrundwelt einigermaßen vertraut. Die Phileasson-Saga ist etwas, was wohl jeder DSA-Spieler vom Hörensagen kennt, auch wenn mal sie nicht selbst erlebt hat. Ich bin allerdings nicht vorbelastet was die Story angeht, da ich tatsächlich so gut wie nichts über den eigentlichen Hergang der Geschehnisse um Phileasson Foggwulfs Reise weiß.


    Da beglückwünsche ich Dich, weil die Erkundung einer sehr großen, detailreichen und facettenreichen Welt noch vor Dir liegt! Ich erinnere mich daran, wie ich selbst es in den 1980ern genossen habe, Aventurien zu entdecken.
    Auch Die Phileasson-Saga ist die Geschichte einer Entdeckungsreise, und sie hat Aventurien gleich doppelt geprägt: direkt dadurch, dass Phileassons und Beorns Erlebnisse tatsächlich zu einer Saga geworden sind, die man überall in Aventurien kennt, und indirekt dadurch, dass Bernhard, als er die Abenteuer schrieb, viele weiße Flecken der Landkarte gefüllt und auch Figuren und Geschehnisse ersonnen hat, auf die sich viele spätere Autoren bezogen haben, sodass sie inzwischen Aventurien als Ganzes prägen.




    Der erste Teil hat mir im Übrigen extrem gut gefallen.


    :freu:



    Ich finde die eingeführten Charaktere eigentlich allesamt sehr interessant - von dem Geheimnis der beiden Zwillinge, über die dunkle Vergangenheit Abduls, der anscheinen aber doch für das "Gute" (oder zumindest gegen das Böse - den Namenlosen also) kämpf.


    :freu:



    Die große Frage ist natürlich, wie Abdul (oder eines der Mädchen?) denn nun in den Norden kommt, da ich doch davon ausgehe, das der Prolog unmittelbaren Bezug zu der folgenden Erzählung hat.


    Teilt die Leserunde diese Einschätzung? Oder glaubt Ihr, wir sammeln Abdul oder seine Nichten im späteren Verlauf der Wettfahrt, wenn der Kurs an Al'Anfa vorbeiführen könnte, ein? Also in einem späteren Band der Reihe?


  • Ja diese Szene ist mir als einzige etwas unangenehm aufgefallen. Ich habe zwar grundsätzlich nichts gegen Erotik/Sex/Tabubrüche oder auch nur deren Andeutung in der Fantasy (oder eigentlich jedem anderen Genre - Game of Thrones wäre ein Beispiel wo es mich garnicht stört) aber an dieser Stelle hat es für mich überhaupt nicht zu der bisher beschriebenen Figur gepasst und wirkte auf mich etwas "erzwungen".
    Für meine Wahrnehmung hat sie zu diesem Zeitpunkt nicht der Charakterisierung gedient, ...


    Danke für diese Einschätzung. Ich schlage vor, wir sammeln einmal die Eindrücke aus der Leserunde und kommen im zweiten Leseabschnitt noch einmal auf diese Stelle zurück.
    Nur so viel: Selten hat eine Szene so sehr zur Charakterisierung zweier Figuren gedient wie diese - aber ich vermute, das kann man jetzt noch nicht erkennen ... ;)

  • Hallo in die Runde,


    auch ich habe mich gefreut, dass es endlich los geht und ich habe mich sehr beherrschen müssen nicht mehr als ein paar Seiten zu viel zu lesen :)


    Der Prolog ist wirklich sehr spannend und mir haben die Charaktere auch gefallen. Ich bin wiedermal etwas daneben, denn ich habe Jamila besser verstanden als den Onkel. Sie ist ein kluges und mutiges Mädchen und er ist ein erfahrener Mann. Ihm müßte klar sein, dass er sie nicht mit Schweigen abspeisen kann. Sie kennt weder ihn noch seine Fähigkeiten oder Nicht-Fähigkeiten.
    (Übrigens finde ich es total spannend, wenn man im Hintergrund die Spielrunde sieht. Die Prologe wirken so. als erzählten sie die Geschichte der jeweiligen Spieler, die ja erklären müssen, was sie bisher gemacht haben und wieso sie nun in das Abenteuer geraten. Die Probleme des Magiers kommen mir so bekannt vor. Ich habe zwar nicht in DSA aber in Mittelerde einen gespielt und genau das ist das Problem, man braucht immer Vorbereitungszeit- wenn man nichts findet, was diese verkürzt, was mein erstes Bestreben war - und ist ohne Magie kein wirklich guter Kämpfer)


    Zurück zum Buch. Also ich hätte den Magier schütteln können, dass er es nicht fertig gebracht hat bei so einer wichtigen Sache im Vorfeld dem Mädchen zu erklären wie die Sachen dort ablaufen und was er kann und was nicht. So bringt er sie und sich in Lebensgefahr. Ich finde Jamila ist nicht vorlaut, sie versteht nur nicht, was er da tut. Dann bleibt ihm nur, sie zu Ohrfeigen. Das hat mich mehr gestört als die Szene in der Herberge. Er ist ein Mann und sie ist nicht seine Tochter. Ich hatte trotzdem nicht eine Sekunde gedacht, er würde sich an ihr vergreifen. Das hätte ich dem Charakter nicht zugetraut. Er ist für mich der "Faust'"-Typ und ich liebe ja Faust fast so sehr wie Mephisto. Auch Faust ist um der Erkenntnis willen verführbar, aber nur bis zu einer bestimmten Grenze. Ich fand die Szene stimmig und es ist dadurch gleich geklärt, dass er eine ehrenhafter Mann ist. Und sie hat volles Vertrauen zu ihm. Ist sie naiv? Oder hat sie eine gute Menschenkenntnis? Das wird noch zu erfahren sein. In Zukunft brauchen wir also keine Angst zu haben, wenn sie ein Zimmer nehmen. ;D




    Wenn Jamila jünger wäre, würde ich fast denken, sie ist schon auf dem Schiff. Die Parallele ist schon auffallend, oder?


    Bis morgen.

  • (Übrigens finde ich es total spannend, wenn man im Hintergrund die Spielrunde sieht. Die Prologe wirken so. als erzählten sie die Geschichte der jeweiligen Spieler, die ja erklären müssen, was sie bisher gemacht haben und wieso sie nun in das Abenteuer geraten. Die Probleme des Magiers kommen mir so bekannt vor. Ich habe zwar nicht in DSA aber in Mittelerde einen gespielt und genau das ist das Problem, man braucht immer Vorbereitungszeit- wenn man nichts findet, was diese verkürzt, was mein erstes Bestreben war - und ist ohne Magie kein wirklich guter Kämpfer)


    Von der Seite hatte ich es noch garnicht gesehen - die Vorstellung gefällt mir auf jeden Fall


    Hihi - wenn jeder meiner Spieler mit einer 80-Seiten-Hintergrundgeschichte ankäme hätte ich aber so einige Probleme ;-)


  • Der Prolog ist wirklich sehr spannend und mir haben die Charaktere auch gefallen.


    :freu:



    Ich bin wiedermal etwas daneben, denn ich habe Jamila besser verstanden als den Onkel. Sie ist ein kluges und mutiges Mädchen und er ist ein erfahrener Mann.


    Im Grunde ist es ein Kompliment für die Autoren, wenn die Leser Sympathien und Verständnis an unterschiedliche Figuren "verteilen". Das bedeutet nämlich, dass diese Figuren vielschichtig genug sind, dass sie verschiedene Aspekte haben, die die Leser je nach ihrem persönlichen Hintergrund unterschiedlich bewerten. :)



    Also ich hätte den Magier schütteln können, dass er es nicht fertig gebracht hat bei so einer wichtigen Sache im Vorfeld dem Mädchen zu erklären wie die Sachen dort ablaufen und was er kann und was nicht.


    Was glaubt Ihr, warum Abdul das nicht tut?



    Wenn Jamila jünger wäre, würde ich fast denken, sie ist schon auf dem Schiff.


    Welches Schiff meinst Du? Leomara auf der Seeadler?

  • Hallo liebe Leserundenteilnehmer, hallo Bernard, hallo Bernhard, :winken:


    ich habe beschlossen, dass die fehlenden 2 Seiten mich nicht davon abhalten schon mal ein paar erste Eindrücke zu diesem Abschnitt zu schreiben.


    Ich bin mal wieder problemlos und quasi in Sekundenschnelle in die Geschichte gesogen wurden. Der Prolog ist spannend, auch wenn ich erstmal kurzzeitig verwirrt war, wo wir uns befinden. Meine erste und brennendste Frage ist: Zu welcher Zeit spielt der Prolog? Ist es so wie beim ersten Teil - also 10 Jahre? Ich bin gespannt ...


    Die Charaktere mag ich alle. Zu Hammud (Ich glaube er hieß so. Da ich nur die Leseprobe hatte, ist das nachschlagen etwas schwierig.) kann ich nicht soviel sagen. Er wird ja nur am Rande erwähnt. Abdul und Jamilah mag ich beide. Abdul ist ein erfahrener Mann mit einer sicherlich interessanten Vergangenheit und vielen Geheimnissen. Für seine Nichten war er immer der naive, liebevolle Oheim, der keiner Fliege was zuleide tut. In Wahrheit ist er das genaue Gegenteil davon. Er ist nicht gerade begeistert davon, dass sich das Bild, was seine Nichte von ihm hat nun auf solch drastische Weise ändert. Aber er ist ein Mann, der tut, was getan werden muss, um seine Nichte Selime zu retten.
    Jamilah ist erst 15. Sie ist wahrscheinlich in einem behütetem, reichem Zuhause aufgewachsen. Aber sie hat das Talent zur Magie geerbt, welches ihr sicherlich so manches mal Ärger eingebrockt hat - könnte ich mir vorstellen ;-) Sie ist kein Feigling und hat gelernt, sich selbst zu verteidigen, wenn es sein muss. In ihrer Vergangenheit gab es irgendwann ein einschneidendes Erlebnis, dass Jamilah sehr geprägt hat. Aber ich glaube auch, sie neigt ein wenig zu übereilten Handlungen und zur Selbstüberschätzung - was völlig normal ist mit 15 Jahren. Da denkt doch jeder, er ist unbesiegbar ;-) Sie liebt ihr Zwillingsschwester über alles und würde alles für ihre Rettung tun.


    Ich hoffe sehr, dass die Rettung von Selime gelingt und bin gespannt, was die Protagonisten am Ende mit unseren Mannschaften auf den Ottaskos zu tun haben.




    Danke für diese Einschätzung. Ich schlage vor, wir sammeln einmal die Eindrücke aus der Leserunde und kommen im zweiten Leseabschnitt noch einmal auf diese Stelle zurück.
    Nur so viel: Selten hat eine Szene so sehr zur Charakterisierung zweier Figuren gedient wie diese - aber ich vermute, das kann man jetzt noch nicht erkennen ... ;)


    Meine Meinung zu dieser Szene: Für mich hat sie nicht "erzwungen" oder deplaziert oder störend gewirkt. Sie ist ein Teil der Geschichte. Wir lernen einen Charakterzug von Abdul kennen. Er leibt seine Nichten und würde sich nie an Ihnen vergreifen. Aber er ist auch "nur" ein Mann mit ganz normalen Regungen. Aber er ist in der Lage diese zu Kontrollieren. Klasse! Was Jamilah in dieser Szene angeht; ich habe so die leise Vermutung, dass sie gar nicht wirklich geschlafen hat. Sie ist ja beim Klopfen sofort aufgesprungen. Wer weiß, ob es nicht eine Art "Spiel" oder Test von ihr war? Wie war das doch gleich: "Jamilah ist das Modell "heißer Feger"." ?

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Noch etwas zu Al'Anfa. Diese Stadt scheint sehr faszinierend zu sein. Sie hat, wie jede große Stadt, ihre Licht- und Schattenseiten. Auf Grund der Beschreibungen von Bernard oder Bernhard habe ich schon ein ziemlich gutes Bild von Al'Anfa vor Augen. Unten das gemeine Volk und hoch über ihnen thront der Silberberg mit den Reichen und besser gestellten Mitgliedern der Stadt, die über sie "herrschen". In Al'Anfas Untergrund wohnt das "Böse" und es bleibt die Frage, wer alles damit im Bunde steht ....
    Ob der Käufer von Selime wohl etwas mit diesem Levathan-Kult zu tun hat und Selime wirklich geopfert werden soll? Auf diesen Protagonisten bin ich gespannt.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

    Einmal editiert, zuletzt von anschu74 ()


  • Nur so viel: Selten hat eine Szene so sehr zur Charakterisierung zweier Figuren gedient wie diese - aber ich vermute, das kann man jetzt noch nicht erkennen ... ;)


    Hart an der Grenze eines Spoilers? Oder doch nur die Peitsche, um unsere Leser voran zu puschen 8), Herr Corvus ;)
    Ich hoffe es klappt mit dem zitieren. Hüstel ... Die Einführung war ein paar Wochen her ... Hüstel. Mal sehen was herumkommt, wenn ich den Text gleich freischalte :o


    Den guten, alten Abdul habe ich verbrochen. Für alte DSA-Roman Hasen, gibt es übrigens noch ein Wiederlesen ... Hammud ben Hassan, nennt sich selbst auch Abu Dschenna und spielt eine große Rolle in meiner Trilogie "Drei Nächte in Fasar". Und auch im nächsten Leseabschnitt gibt es einen prominenten Gastauftritt. Aber dazu später dann ;D

  • Oh, nein. Es ist schief gegangen ... :'(
    Jetzt wird Herr Corvus eimerweise Häme über mir ausschütten. :'(
    Und es stehen Stunden des Zitiernachsitzens an.


    Völlig am Boden zerstört ...
    Bernhard


  • Hallo liebe Leserundenteilnehmer, hallo Bernard, hallo Bernhard, :winken:


    ich habe beschlossen, dass die fehlenden 2 Seiten mich nicht davon abhalten schon mal ein paar erste Eindrücke zu diesem Abschnitt zu schreiben.


    Ich hoffe sehr, dass die Rettung von Selime gelingt und bin gespannt, was die Protagonisten am Ende mit unseren Mannschaften auf den Ottaskos zu tun haben.


    Ich befürchte eigentlich, dass sie nicht gelingt, zumindest nicht im Prolog.

    Wer weiß, ob es nicht eine Art "Spiel" oder Test von ihr war? Wie war das doch gleich: "Jamilah ist das Modell "heißer Feger"." ?


    Das wiederum glaube ich nicht. Ich würde sie nicht so einschätzen. Sie zeigt (zur Überraschung des Onkels) ziemlich viel kämpferisches Potenzial und dazu gehört ein leichter Schlaf in feindlicher Umgebung.


  • Lieber Bernhard Hennen,


    auch ich tue mich schwer mit der Zitierfunktion. Vor allem, wenn es um einzelne Passagen geht. Den ganzen Text Krieg ich manchmal hin. Also: Da bist du nicht der Einzige, falls das hilft! :trost:


    Ich vergesse so etwas auch immer. Wird schon.


    LG ;)

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Juhu. Endlich geht es weiter mit der Phileasson-Saga und ich war ja schon ein bisschen gespannt wo und mit wem dieses Mal der Prolog spielt.
    Ich mag ja diese arabisch angelehnten Fantasywelten sehr. Auch Al'Anfa selbst scheint einige interessante Geschichten zu bieten. Daher gefällt mir das Setting schon sehr gut. Als nicht DSA- Kenner kann man überhaupt nicht abschätzen ob und wie die Charaktere aus dem Prolog mit der Wettfahrt der zwei Thorwaler verflochten sind. Aber eigentlich ist das auch gar nicht wirklich wichtig. Beim ersten Buch war es irgendwie verstörend, dass der Prolog mit der eigentlichen Story erstmal auf den ersten Blick nicht viel zu tun hat. Aber der Leser lernt ja auch. Da man das nun im zweiten Teil schon besser einordnen kann ist es eigentlich ein ziemlich guten Einstieg in die Welt an sich und führt den Leser nochmal so ein bisschen in die aventurische Hintergrundwelt, ehe es mit der eigentlichen Geschichte los geht. Das ist vor allem nicht schlecht, wenn man zwischenzeitlich mehrere Fantasybücher mit ähnelnden Welten gelesen hat. :-[
    Die Buchbeschreibung ist ja sehr elfenlastig. Im ersten Teil fand ich die Elfen jetzt nicht als die wichtigsten Leute auf der Fahrt, sondern eher als "Beiwerk". Der Einführung nach könnte man der Annahme verfallen, dass diese die Hauptcharaktere sind. Keine Ahnung ob ich das gut oder schlecht finden soll. Des Weiteren hatte ich im Prolog selbst zeitweise das Gefühl wir wären in "Rotes Gold". Z. B. als unser Abdul von Dämonen die man für seine Zwecke anrufen kann und deren Tempel sich irgendwo in dunklen Höhlen befindet erzählt hat...Die verbrannte Gesichtshälfte mit Schleier hat auch irgendwo sofort einen arabischen Avatar in meinem Kopf entstehen lassen... :wegrenn:
    Zum Glück ist dann innerhalb der ersten 40 Seiten diesen Gefühl verschwunden und ich bin wieder in der aventurischen Welt gelandet. Jetzt kann es losgehen mit unseren Kapitänen! ;D
    Aber halt. Es gibt ja noch etwas zum Prolog zu sagen, obwohl ich eigentlich gern den Ganzen kennen würde ehe ich da eine Meinung kundtue. Trotzdem: Mir stellt sich schon die Frage ob es auch möglich ist starke Frauencharaktere zu haben denen nicht in Ihrer Kindheit irgendwas schlimmes passiert ist... Die Nichte finde ich bisher uninteressant. In wie weit Die Entführung ihrer Schwester sie belastet wird kaum und der Tod ihrer Eltern nur in einem kleinen Nebensatz lieblos abgehandelt. Und auf einmal ist sie eine verhärmte junge Frau die "zu schnell erwachsen geworden ist" ... Schon tausend Mal gelesen, emotional nicht nachvollziehbar, Charakter vorher nicht gekannt, daher auch kein Vergleich zu vorherigem Verhalten möglich. Mir egal was mit ihr passiert, ebenso ihre Schwester. Wird bestimmt entweder Tod aufgefunden, oder fast tot, so dass man sie selber von Ihrem Leid erlösen muss oder ihr passiert so was schlimmes, dass sie noch härter und verhärmten wird als ihre Schwester. Bitte nicht schon wieder. Gehen denn keine starken Einstiege mit weiblichen Charakteren ohne irgendwelche Mädchen oder Frauen psychisch und physisch zu vergewaltigen?
    Abdul dagegen ist ein sehr interessanter Charakter. Viel wird er für seine Familienangehörigen auch nicht übrig gehabt zu haben, denn wie er den Tod seiner Verwandten durch die Sklavenjägen überhaupt findet, wird glaube ich nie erwähnt... Dadurch erscheint es, als wäre er ziemlich hartherzig obwohl er an anderen Stellen völlig anders beschrieben wird.
    Unabhängig davon bin ich gespannt was der überhaupt kann, denn von irgendetwas Magischem hat er bisher nur gesprochen, aber nix gewirkt. Da erwarte ich noch Großes! Ebenso scheint es nicht uninteressant herauszufinden was genau er getan hat um in Ungnade der Magierakademie zu fallen. Was ist eigentlich aus seinem Ausgrabungspartner geworden?
    Wie gesagt, ob die Beiden die Schwester in welchem Zustand jetzt finden oder nicht, finde ich persönlich jetzt wenig interessant. Was der Charakter Abdul noch tun und lassen wird interessiert aber schon. :)


    Alles in Allem: Einstieg ins Buch ist nicht schlecht gewählt mit einem sehr interessanten Charakter und ein paar Uninteressanten Nebenleuten. Mal schauen wie es weiter geht. ;)


    ... Und über den Grammatikfehler gleich am Anfang des Buches verlieren wir mal kein Wort :D

  • Zusatz nach Lesen der anderen Kommentare:


    Hier ist besonders interessant, wie die Leserunde diese Passage in der Herberge empfunden hat. Ist sie auch den anderen aufgefallen? Was haltet Ihr davon?


    Mir persönlich ist diese Szene nicht negativ aufgefallen. Auch wenn er sich nicht züchtig zur Seite gedreht hätte, hätte ich aus irgendeinem Grund nicht negativ von ihm gedacht. Ich glaube Abdul an sich ist ziemlich "moralisch flexibel" :-[ Es steht ja im Text, dass Abdul sich für seine Regungen schämt. Ich habe das aber keinesfalls so verstanden, dass er sich dafür schämt sie Ihr gegenüber zu haben, schließlich hat er ja auch vorher ihre Schönheit betrachtet und sich Gedanken zu ihren Brüsten gemacht, sondern eher, als versuche er an sich zölibatär zu leben und unterdrückt deshalb seine Gefühle in etwaige sexuelle Richtungen und gibt Ihnen nur nach, wenn "es gar nicht anders geht". Wir sind ja alle erwachsen und ich denke mal ihr wisst was ich damit meine...
    Außerdem scheint er auch irgendwie Angst davor zu haben, das irgendwelche göttlichen Mächte seine emotionalen oder körperlichen Verbindungsmenschen als Strafe für Ihn nutzen könnten. In wie fern das tragbar ist weiß man natürlich zu diesem Augenblick noch nicht, da man so gar nicht einschätzen kann in welche Abgründe er sich magietechnisch hineingewagt hat.
    Auf jeden Fall zeigt diese Szene wiederum dass sich Jamilah überhaupt gar keine Gedanken in diese Richtung macht und entweder vollsten Vertrauen in ihn hat oder in keinster Weise Gedanken über Sex IHM gegenüber hat, oder sie hat schon soviel Erfahrung, dass es ihr egal ist ;D (letzteres halte ich aber für sehr unwahrscheinlich, aber wer weiß... ;)

  • @ Raidrier: mir ging es mit der Szene ähnlich. Ich musste auch kurz an " Rotes Gold" denken, daher war ich mir auch so sicher, dass der Prologaus " Roberts " Feder stammt. Das war wohl ein gewaltiger Trugschluss. Dennoch, beruhigend, dass es nicht nur mir so ging.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • @ Raidrier: mir ging es mit der Szene ähnlich. Ich musste auch kurz an " Rotes Gold" denken, daher war ich mir auch so sicher, dass der Prologaus " Roberts " Feder stammt. Das war wohl ein gewaltiger Trugschluss. Dennoch, beruhigend, dass es nicht nur mir so ging.


    Ja, ich habe auch auf den falschen Prologschreiber getippt. Ich vermute die Autoren wollen uns an der Nase herumführen ;D