#03 - Seite 154 bis 221

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  • Hier könnt Ihr zum dritten Abschnitt - ab Seite 154 - schreiben.


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  • Wieder ein sehr ereignisreicher Abschnitt!
    Am meisten hat mich hier eigentlich gefreut, dass Bell Rick im Hotel hat sitzenlassen! Das war eine gute Entscheidung! Ich glaube, Bell merkt langsam, dass Rick nicht der smarte Typ ist. Ich fand seinen Auftritt mit Bodyguard und Chauffeur, als er Bell abgeholt hat, ja ziemlich albern. ::)
    Nun ist allerdings die Frage, wie er auf Bells Flucht reagieren wird!? Er wird nicht erfreut darüber gewesen sein!


    Dafür finde ich es um so schöner, dass man eine leichte Anziehung zwischen Bell und Sol spüren kann. Das ist wirklich gut beschrieben. Obwohl Bell den Zug verlassen hat, muss sie doch immer wieder an Sol denken. Und ich glaube, sie werden sich ganz bald wiedersehen, immerhin haben sie sich hier nur ganz knapp verpasst.


    Was mir auch noch total gut gefallen hat, war die Szene mit dem Telephon bei den Amischen! ;D
    Überhaupt - das Telephon ist so etwas Besonderes; das kann man heute gar nicht mehr richtig verstehen im Zeitalter der Smartphones. Es ist so selbstverständlich geworden.

  • Isabel nimmt mir selber den Wind aus den Segel in dem sie Sol alle meine Zweifel der Plausibitität selber sagen lässt. ;) "Warum man ausgerechnet ihn ausgewählt hat, den Präsidenten zu ermorden. Unprofessionel und unvorsichtig von der Mafia."


    Das Bell das Fandungsplakat von Henry/Sol sieht ist natürlich ein dummer Zufall. So macht sie sich jetzt erst mal aus dem Staub und stopert in ein weiteres Abenteuer. Aber wie immer hat sie Glück im Unglück und wird von den Amish-People sehr fürsorglich aufgenommen. Dass die dann auch tatsächlich ein Telefon besitzen war ja schon eine Überraschung. Wo diese Dinge von ihnen doch total abgelehnt werden. (Ich habe mich in dem Zusammenhang gefragt, wie das denn heutzutage ist. Sind die immer noch so streng gegen Technik u.ä.? Das muss ja in der heutigen Welt noch viel schwerer abzulehnen sein, als damals, wo die Technik ja gerade erst begonnen hatte mit ihren Einzug in die Alltagswelt.)


    Dass Sol ihre Geldklammer hat, da musste ich erst mal kurz grübeln, ob er nicht doch an dem Überfall hätte beteiligt sein können. Aber nein, er war ja mit den Eisenbahnschienen unterwegs und das Geld hat er gewonnen. Aber das weiß Bell natürlich alles nicht.


    So langsam zeigt Rick ihr sein wahres Gesicht. Als er von der Heilanstalt spricht hat er ausgespielt.
    Ich musste aber schon herzhaft lachen, als Bell - schwuppdiwupp - dem nächsten Kerl davonrennt. Lang gefackelt wird bei ihr ja nicht. :D Bei Rick hätte sie energischer sein müssen. Ein gemeinsames Zimmer hätte sie vehementer ablehnen müssen. Es gibt keinen Grund, warum man ein Ehepaar spielen müsste. Sie sind ja nicht mal verlobt.


    Ich fürchte, so leicht wird sie den Kerl aber nicht abschütteln können.


  • So langsam zeigt Rick ihr sein wahres Gesicht. Als er von der Heilanstalt spricht hat er ausgespielt.


    Oh ja, bei mir allerdings auch! >:(
    Unglaublich... Kaum haben Frauen einen eigenen Kopf und machen nicht alles das, was der Mann von ihnen will, haben sie ein Nervenleiden und gehören in die Heilanstalt! >:(

  • Heute gibt es unterschiedliche Amisch-Gruppen, die die Sache mit dem Fortschritt auch unterschiedlich handhaben. Manche lehnen Elektrizität komplett ab, andere haben eigene Generatoren usw.


    Letzteres muss sich ja auch irgendwann entwickelt haben, und ein Szenario, wo ein Amisch entgegen der Gruppe handelte und ein Telefon installierte, dürfte demnach nicht abwegig sein.


    Abgesehen davon, fand ich, gehören die einfach rein in einen Roman, der in der Gegend spielt. Seit dem Letzten Zeugen finde ich die recht faszinierend. :)

  • Abgesehen davon, fand ich, gehören die einfach rein in einen Roman, der in der Gegend spielt. Seit dem Letzten Zeugen finde ich die recht faszinierend. :)


    Ich empfehle von Jodi Picoult "Die letzte Wahrheit". Wer "der letzte Zeuge" mochte, wird das Buch lieben. Super spannend.

  • Da hatte ich wohl doch nicht richtig gelesen: Sol hatte ihr keinen Antrag gemacht, sondern sie sollte nur seine Ehefrau spielen. Und darauf hat sie sich eingelassen. Für Sol fühlt es sich gut an, sie an seiner Seite zu wissen. Ich glaube, er mag diese Frau sehr! Aber bei einem unvorhergesehenem Halt des Zuges entfleucht Bell ihm!


    Und mitten in der Pampa hat sie Glück und trifft auf einen Amishen, der sie auf seinem Karren mitnimmt.


    Daß Rick sie bei den Amishen abholt - und sich wie ein Gockel aufspielt - tröstet Bell zunächst, es zeigt sich jedoch, daß er "seiner Zukünftigen" in die Grenzen weisen möchte, wobei ihm eine Nervenheilanstalt wohl ganz recht kommen würde. Aber nicht mit Bell! Sie schafft erneut die Flucht!


    Und Sol erschießt den Präsidenten nicht, denn erstens ist die Sache nicht so eindeutig vorgegeben und zweitens will er mit Tesla reden, um hinter die fehlenden 18 Stunden zu kommen.


    Bell und Sol werden wahrscheinlich bei der Show von Buffalo Bill wieder aufeinandertreffen. Da bin ich schon sehr gespannt!

  • Das war ja ein recht spannender und ereignisreicher Abschnitt.


    Ich habe schon regelrecht sehnsüchtig darauf gewartet, dass Bell sich mal Rick entgegenstellt. Das ist ihm wohl auch noch nicht passiert, dass man ihn einfach „abserviert“, mich hat es jedenfalls gefreut. Hoffentlich lässt sie ihn wirklich endgültig links liegen, eigentlich ist sie doch eine sehr patente Frau, die merken muss, was für ein Früchtchen das ist. Andererseits mache ich mir ein wenig Sorgen, ob sich Rick rächen wird, ein Typ wie er lässt sich das bestimmt nicht ungestraft bieten.


    Dafür hoffe ich, dass Bell und Sol sich endlich näher kommen, gefühlsmäßig ist Bell in Gedanken ja schon oft genug bei ihm. Aber diesmal ist sie ihm davongelaufen… ;)


    Bell bei den Amish-People, das hat mir sehr gefallen. Ich war selbst schon dort zu Gast, allerdings in der Jetztzeit. Damals war das bestimmt noch etwas anders als heute, aber ich bin immer wieder fasziniert, wie ursprünglich diese Leute noch leben und wie streng ihre Regeln sind. Dass sie damals schon ein Telefon hatten, fand ich erstaunlich, denn auch heute werden solche Dinge eigentlich immer noch eher abgelehnt und nur der Älteste hat so etwas für den Notfall.

  • Andererseits mache ich mir ein wenig Sorgen, ob sich Rick rächen wird, ein Typ wie er lässt sich das bestimmt nicht ungestraft bieten.


    Ich glaube, daß kann noch recht turbulent werden. Rick ist schließlich Mitglied der Mafia.


  • Ich war selbst schon dort zu Gast, allerdings in der Jetztzeit. Damals war das bestimmt noch etwas anders als heute, aber ich bin immer wieder fasziniert, wie ursprünglich diese Leute noch leben und wie streng ihre Regeln sind. Dass sie damals schon ein Telefon hatten, fand ich erstaunlich, denn auch heute werden solche Dinge eigentlich immer noch eher abgelehnt und nur der Älteste hat so etwas für den Notfall.


    Wow, um diese Erfahrung beneide ich dich aber. Wie kamst du dahin?


    Ja, dass es heute Notfalltelefone gibt, muss ja irgendwann eingeführt worden sein. So wie bei den Schrocks könnte es ja gewesen sein - so ein kleiner Rebell, der nicht ganz auf Linie ist. Ursprünglich hatte ich ja mal geplant, meinem Amisch-Helden eine eigene Perspektive zu gönnen - als besonderer Weltausstellungsbesucher.

  • Wow, um diese Erfahrung beneide ich dich aber. Wie kamst du dahin?


    Ich bin Amerikanerin und die Familie meines Mannes ist im ganzen Land verstreut. Da meine Schwägerin in der Nähe von Philadelphia wohnt und wir dort auch einige Freunde haben, hat sich das ergeben. Einer der Freunde meines Mannes ist mit einer Frau verheiratet, die früher Amish war, nun aber nicht mehr ist. Doch sie hat insgeheim noch Kontakt zu ihrer Mutter und ihren Schwestern. Der Vater ist sehr streng und würde das nicht dulden.

  • Jetzt ist Bell endlich in Chicago angekommen und ich hoffe doch sehr, dass das Buch jetzt mal etwas spannender findet. Bisher ist die Handlung sehr schleppend und ich kann nicht sagen, dass mich das Buch bisher anspricht.


    Bell weiss jetzt, dass Sol ein gesuchter Mörder ist und sie flieht mal wieder aus einem Zug. Dieses Mal landet sie bei den Amish. Ich finde diese Leute immer wieder spannend, lehnen sie doch jeden Fortschritt ab, warum auch immer. Jetzt sind wir zwar noch am Ende des 19. Jahrhunderts, aber auch schon hier lehnen sie den Fortschritt ab. Hier wird sie von Rick eingesammelt und nach Chicago gebracht. Eine seltsame Beziehung führen die beiden, Rick ist sehr besitzergreifend und Bell scheint einfach nur genervt.


    In Chicago beginnt jetzt die Weltausstellung, ein großes Ereignis für die Stadt. Sol ist auch in der Stadt angekommen, aber sein Zusammentreffen mit seinen Auftraggebern läuft nicht so ganz rund. Ich bin ja mal gespannt, ob er noch zum Mörder wird.


    So hoffentlich wird das Buch jetzt etwas spannender und ist nicht mehr so zäh.

  • Oh ja, bei mir allerdings auch! >:(
    Unglaublich... Kaum haben Frauen einen eigenen Kopf und machen nicht alles das, was der Mann von ihnen will, haben sie ein Nervenleiden und gehören in die Heilanstalt! >:(


    Die Charaktere werden ja leider nur sehr oberflächlich gezeichnet, aber dass Rick Bell in eine Heilanstalt für Nervenleiden einweisen lassen will ist schon der Hammer. Ich kann Rick nur sehr schwer einschätzen, aber es passt irgendwie zu ihm. Ich frage mich nur, warum er sich nicht eine andere Frau sucht, noch sind sie ja nicht verheiratet. Aber wahrscheinlich ist die Sache schon zwischen den Familien ausgehandelt.


  • Jetzt ist Bell endlich in Chicago angekommen und ich hoffe doch sehr, dass das Buch jetzt mal etwas spannender findet. Bisher ist die Handlung sehr schleppend und ich kann nicht sagen, dass mich das Buch bisher anspricht.


    Schade! Und interessant, wie unterschiedlich man eine Geschichte empfinden kann. Ich fand die Handlung tatsächlich gar nicht schleppend, sondern total spannend.
    Dann hoffe ich, das Buch packt Dich doch noch! :winken:

  • Ich bin Amerikanerin und die Familie meines Mannes ist im ganzen Land verstreut. Da meine Schwägerin in der Nähe von Philadelphia wohnt und wir dort auch einige Freunde haben, hat sich das ergeben. Einer der Freunde meines Mannes ist mit einer Frau verheiratet, die früher Amish war, nun aber nicht mehr ist. Doch sie hat insgeheim noch Kontakt zu ihrer Mutter und ihren Schwestern. Der Vater ist sehr streng und würde das nicht dulden.


    Du siehst mich sprachlos.


    Und unsereiner ist über das Gucken vom "Einzigen Zeugen" quasi nie rausgekommen. Die Welt ist zu groß.


  • Was mir auch noch total gut gefallen hat, war die Szene mit dem Telephon bei den Amischen! ;D


    Großartige Szene! Als der Nachbar mit solch ernsten, endgültigen Worten bemüht wurde, dachte ich erst, die Schrocks wollten ihm seine Zukünftige vorstellen. :o Auch wenn mir klar ist, dass die Mischen natürlich nicht einfach eine völlig fremde (moderne) Frau für einen Mann in ihrem Kreis wählen würden... Aber ich hab es echt nicht greifen können, was sie nun mit Bell vorhaben. ;D
    Und dann lüftet sich die Plane und ich musste wirklich kurz lachen! :D Bemerkenswert, dass die Schrocks so vorausschauend sind, dass sie das Telephon für extreme Notfälle behalten haben - nicht unbedingt die Norm bei den Amischen.


    Aber auch der alte Deringer hat mir kurz die Sprache verschlagen. Frau Schrock ist ein ganz schön tiefes Wasser... ;)


  • Abgesehen davon, fand ich, gehören die einfach rein in einen Roman, der in der Gegend spielt. Seit dem Letzten Zeugen finde ich die recht faszinierend. :)


    Mich hat diese Gemeinschaft auch schon fasziniert. Es ist wie eine Welt in der Welt, oder?
    Vor drei Jahren waren wir in Philly und sind dann auch bei der Weiterfahrt durch Lancaster County gefahren, wo viele Amische leben. Nicht nur, dass es angepasste Straßenschilder gibt, die vor langsam fahrenden Kutschen warnen - nein, wir haben natürlich auch welche gesehen. Ein lustiges Bild: an einer Ampel ein riesiger Pepsi-Truck, dann ein einspänniger Buggy und dahinter zwei große SUVs.
    Bemerkenswert, dass dieses Miteinander so reibungslos läuft - die einzigen, die gaffen, sind vermutlich nur die Touris.


  • Dieses Mal landet sie bei den Amish. Ich finde diese Leute immer wieder spannend, lehnen sie doch jeden Fortschritt ab, warum auch immer. Jetzt sind wir zwar noch am Ende des 19. Jahrhunderts, aber auch schon hier lehnen sie den Fortschritt ab.


    Und tun es größtenteils bis heute. ;)


    Zitat

    Hier wird sie von Rick eingesammelt und nach Chicago gebracht. Eine seltsame Beziehung führen die beiden, Rick ist sehr besitzergreifend und Bell scheint einfach nur genervt.


    Wobei ich das gar nicht wirklich als eine Beziehung ansehen würde. Zumindest nicht mehr. Aber darüber muss sich Bell wohl gerade klar werden... ;)


    Zitat

    So hoffentlich wird das Buch jetzt etwas spannender und ist nicht mehr so zäh.


    Immer wieder spannend, wie unterschiedlich Bücher empfunden werden können. Was ja auch gut so ist, denn es hält die Literatur vielfältig(er) und spannend.
    Mir geht es jedenfalls ganz anders. Ich sauge die Atmosphäre regelrecht auf, denn für mich ist die Zeit an sich schon unglaublich spannend: Fortschritt und zunehmende Industrialisierung auf der einen, alte Traditionen, beinahe überholte Lebensentwürfe auf der anderen Seite. Und dazwischen die große Masse der Gesellschaft... Für mich eine faszinierende Zeitspanne, über die es nicht viel zu lesen gibt.
    Wenn es eine Zeitmaschine gäbe: diese Jahre und die Vereinigten Staaten stünden auf meiner Reiseliste ganz weit oben. Auch wenn es natürlich nicht romantisiert werden darf, denn ein Menschenleben zählte damals nicht besonders viel...

  • Ich frage mich nur, warum er sich nicht eine andere Frau sucht, noch sind sie ja nicht verheiratet. Aber wahrscheinlich ist die Sache schon zwischen den Familien ausgehandelt.


    Hm, das habe ich anders empfunden oder besser gesagt habe ich es nicht so verstanden, dass da irgendwas zwischen den Familien ausgehandelt wird.
    Wenn da etwas vereinbart wäre, würden die beiden doch längst verlobt sein, oder? So aber zögert Bell das doch eindeutig hinaus...
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass Bells Vater nicht unbedingt begeistert von Rick ist - aber lässt seinem Augäpfelchen seinen Wunsch.

  • Ricks Stolz ist ganz einfach verletzt. Wie sieht das denn aus, wenn man seine Zukünftige nicht im Griff hat.


    Davon abgesehen hat er sie ja wirklich geliebt. Zumindest dachte er, dass er das tut. Der Mann hat ja auch nicht wirklich Ahnung davon, was das eigentlich ist.

  • Suse

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