4) Seite 238 - Ende (Kapitel 20 bis Ende)

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  • Handlanger ist ein starkes Wort. So würde ich es nicht nennen. Es war ein Versehen, was geschehen ist. Allesandro war sowieso nie stark, sondern ziemlich ängstlich. Lidia dagegen war stark und hatte immer alles im Griff. Sie hat Allesandro gezwungen, Aurora im Keller zu deponieren und er war wahrscheinlich so verstört, dass er gar nicht anders konnte als zu helfen.


    Genau. Alessandro war ja erst vierzehn und völlig entsetzt von dem, was er (unabsichtlich) getan hat.



    Gigi hat jahrelang unschuldig im Gefängnis gesessen. Lidia wusste das und sie ist echt so kalt, wie sich sich immer nach außen hin gegeben hat.


    Lidia ist sicher ungewöhnlich kaltblütig. Aber wer während des Krieges aufwächst, muss hart sein, um zu überleben. Diese Haltung hat sie verinnerlicht. Sie wusste, Alessandro wäre in ein Heim gesteckt worden, wenn seine Tat herausgekommen wäre. Und da sie dachte, Aurora sei sowieso tot, wollte sie zumindest Alessandro nicht verlieren.


    Zitat repariert/JanaBabsi

  • Lidia ist sicher ungewöhnlich kaltblütig. Aber wer während des Krieges aufwächst, muss hart sein, um zu überleben. Diese Haltung hat sie verinnerlicht. Sie wusste, Alessandro wäre in ein Heim gesteckt worden, wenn seine Tat herausgekommen wäre. Und da sie dachte, Aurora sei sowieso tot, wollte sie zumindest Alessandro nicht verlieren.


    Zitat repariert/JanaBabsi


    Na, ich weiß nicht. Zum Glück gab es auch gutherzige Menschen, auch und gerade im Krieg. Ich finde Lidias Verhalten durch nichts zu entschuldigen.

  • So, termingerecht habe ich auch den letzten Abschnitt geschafft und ich muß sagen, mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Eine heftige Geschichte, wenn bedenkt, dass Aurora noch gelebt haben muss, als sie in den Keller gesperrt wurde und dann im dunkeln sterben mußte, allein die Vorstellung, ein absoluter Albtraum.
    Vera kam beinahe in die gleiche Situation. Gut nur, dass Alessandro sie noch rechtzeitig retten konnte, um so dramatischer sein Selbstmord. Mauros Verhalten ist mir absolut unverständlich. Wie kann man aus reinem Machtdenken den Tod eines Menschen in kauf nehmen? Wissend, dass dort unten schon eine Leiche liegt, sperrt er Vera dort ein und plant sie im Dunkeln langsam sterben zu lassen. Ein Gutes hat das Ganze, sie söhnt sich in dem Keller mit ihrer toten Schwester aus. Der Verlust tut zwar immer noch weh, aber ich hatte den Eindruck, dass sie jetzt einen Weg gefunden hat, die offene Wunde abheilen zu lassen und so mit der Abwesenheit der Schwester umgehen zu können.
    So, Rezi folgt wahrscheinlich erst am Montag, da ich am Wochenende nicht an den Computer komme, da wir verreisen.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen