04: Seite 249 - Ende (Kap. 13 – Ende)

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  • Wow, was für ein Ende! Das wurde ja noch mal richtig dramatisch.


    Ich muss sagen, dass Hannes mir hier auf den letzten Seiten doch noch leidgetan hat. ich glaube, sein Verhalten tat ihm ehrlich leid und er hat eingesehen, dass er falsch gehandelt hat. Und ich denke, er hat Alexandra aufrichtig geliebt.


    Eigentlich ist das alles sehr tragisch. Diese ganzen Streitereien und Eifersüchteleien hätten vermieden werden können, denke ich.


    Trotzdem kann ich nicht nachvollziehen, wie Carolin gehandelt hat. Sie muss ernsthaft krank sein; das geht über die Liebe zu ihrem Vater bzw. Eifersucht weit hinaus. Traurig eigentlich.


    Und nun ist Carolin in gewisser Weise auch noch Schuld am Tod ihres geliebten Vaters. Dass sie das nicht verkraften kann, kann ich wiederum sehr gut nachvollziehen. Das muss wie ein Schock für sie gewesen sein.


    Ich denke, Alex wird aber über diese Tragödie hinwegkommen. Sie ist stärker, als sie selbst geglaubt hat. Manchmal merkt man in Extremsituationen tatsächlich erst, wie viel Kraft in einem steckt. Und Alex hat nun wirklich viel zu verarbeiten; ihre komplette Familie ist auseinandergebrochen.


    Eine wirklich schlimme Geschichte. Mich hat das Buch sehr gefesselt, und ich werde noch ein wenig brauchen, um es für mich verarbeiten zu können

  • Ja, schrecklich, tragisch...
    Ich denke auch, dass Steffen sich ehrlich um Veränderung bemüht hat, dass er bereit war, vieles anders zu machen und dass Alex wohl wirklich seine große Liebe war...
    Klar hatte er - aber auch Alex zuvor vieles verkehrt gemacht. Es wäre schon 10 Jahre zuvor überfällig gewesen, dass die beiden Erwachsenen sich auseinandersetzen, ihr Verhältnis klären und damit den Kindern gemeinsame Spielregeln aufgeben... Aber das ist unterblieben - vermutlich mangels Mut und aufgrund des Wunsches nach Harmonie ...


    Wenig versöhnliches hat das Ende, für Carolin ist die Zukunft verbaut, Alex wird ihren Weg finden, aber beide haben erst mal viel viel Arbeit vor sich... Und wenig Hilfe dabei!

  • Carolin ist also Falkos Mörderin. Zu Beginn dieses Abschnitts konnte ich mich noch nicht festlegen, aber allmählich deutete dann immer mehr auf sie als Täterin.


    Was für eine Tragödie: nun ist auch noch Steffen tot, von seiner eigenen Tochter umgebracht, wenn auch ungewollt. Wahrscheinlich ist das für sie noch mehr Strafe, weil sie ihren Vater so vergöttert hat, als die zu erwartende Haftstrafe. Und Alexandra hat in wenigen Wochen ihre ganze Familie verloren.


    Ich bin froh, dass ihre Freundschaft mit Judith wenigstens nicht völlig zerbrochen ist, so hat Alexandra wenigstens noch eine Vertraute, die vor allem nachvollziehen kann, wie es der Freundin jetzt geht. Mir waren die ganzen Verknüpfungen in der Vergangenheit beinahe zu viel mit Alexandra und Christof sowie Judith und Christof, aber auch nicht unwahrscheinlich. Sehr tragisch, wie sich hier die Vergangenheit brutal auf die Gegenwart auswirkte.


    Ich musste zwar immer wieder über Steffen den Kopf schütteln, weil immer noch eine Lüge rauskam bzw. er mit der Wahrheit nur so häppchenweise rausrückt, aber den Tod hat er wirklich nicht verdient. Einerseits hat er sich mit Alexandra eine Illusion aufgebaut, andererseits hat er sich in seinen (berechtigten) Schuldgefühlen völlig verstrickt, so dass ihre Beziehung seit Christofs Tod eigentlich eine Lüge war. Und irgendwann hat er sich in seinen Halbwahrheiten selbst verheddert und zu spät eingesehen, welche Fehler er begangen hat. Die Ehe wäre in jedem Fall am Ende gewesen, so viele Vertrauensbrüche kann man einfach nicht mehr kitten.


    Das Ende mit Falkos Zeichnung für seine Mutter war sehr berührend, das habe ich Alexandra von ganzem Herzen gegönnt.


    Ein spannendes und tragisches Buch, das mir gut gefallen hat.

  • Ich auch. Alex hat so viel Schlimmes erfahren und musste so vieles verarbeiten, da tut ihr diese Zeichnung ihres Sohnes richtig gut.


    Dem kann ich mich nur anschließen, ein kleines Zeichen, das es sicher leichter macht weiterzumachen und neu anzufangen.


    Ist schon hart, wenn man dann nach vielen Jahren, in denen man versucht hat, das Leben hinzubekommen, vor so vielen Scherben steht!


    Carolin tut mir leid. Letztlich ist sie auch Opfer dieser Ehe zu dritt. Ob sie es je verwinden kann, ihren heissgeliebten Vater selber zu Tode gebracht zu haben. Sie tut alles für ihn - und dann das!


  • Carolin tut mir leid. Letztlich ist sie auch Opfer dieser Ehe zu dritt. Ob sie es je verwinden kann, ihren heissgeliebten Vater selber zu Tode gebracht zu haben. Sie tut alles für ihn - und dann das!


    Stimmt schon, sie kann einem ebenfalls leidtun, weil sie so in ihrem Wahn verfangen ist.

  • Diese Familie hatte es nie leicht und die Probleme waren doch fast schon vorprogrammiert. Was ich am allerwenigsten verstanden habe, wie konnte man das Kind Falko nennen................den zweiten Vornamen von Christof, seinen Vater. Noch offensichtlicher konnte er ja als Sohn eines anderen unter Steffen gar nicht aufwachsen.
    Carolin hat ziemlich große Probleme und hat die Schuld schon immer bei Falko gesucht.
    Irgendwie kann ich Steffen sogar verstehen, er hat sich immer als zweite Wahl gesehen und hat Falko irgendwie als Konkurrenz wahrgenommen. Aus dieser Situation heraus konnte wahrscheinlich das ziemlich gute (fast Krankhafte) Verhältnis zu seiner Tochter erst entstehen.


    Eine wirklich tragische Geschichte, die eine ganze Familie zerstört hat.


  • Zitat

    Es gibt kein typisches Happy End, was manche LeserInnen sicher etwas unzufrieden zurücklässt. Aber trotz allem sollte die kleine Zeichnung am Ende doch so etwas wie ein Lichtblick darstellen.


  • Was ich am allerwenigsten verstanden habe, wie konnte man das Kind Falko nennen................den zweiten Vornamen von Christof, seinen Vater.


    [quote]Für Alexandra war es nach dem Tod Christofs unglaublich wichtig und Steffen hat zugestimmt, weil er sich schuldig gefühlt hat. Er hat es zu dem Zeitpunkt als eine Art Buße angesehen und hat wohl nicht damit gerechnet, was es mit ihm macht, wenn er jahrelang seine Schuld vor Augen hat. Steffen dachte, dass er die Dinge trennen kann und seine Schuld nicht automatisch auf das Kind überträgt. Er hat sich ja als sehr pragmatischen Menschen gesehen. Hat aber leider, wenn auch bestimmt auf unbewusste Weise, nicht funktioniert. :(quote]

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen