09 - Kapitel 106 bis Ende (Seite 481 bis Ende)

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  • Ich musste jetzt wissen, wie das Buch ausgeht, das hat mir keine Ruhe gelassen ;D


    Heimfinderin hat im 7. Abschnitt die Überlegung angestellt, was Aurelius tatsächlich mit seiner Mission plant, die er nach den Omni nicht hätte durchführen müssen. Und hier bekommen wir die Antwort: Aurelius hatte es von Anfang an auf Forrester und Zinnober abgesehen, wollte die beiden als Reisende für Omni gewinnen. Warum gerade die beiden? Dieses Geheimnis hat Aurelius mit ins Grab genommen, aber er wird seine Gründe dafür gehabt haben. Vielleicht hat ihn damals überzeugt, dass der Vinzent, der sich damals um seine Helfer nicht geschert hat, sich inzwischen so um seine Tochter kümmert - also lernfähig ist.


    Wenn das alles Aurelius' Plan war, dann hat er es doch auch gezielt darauf angelegt, dass die Agentur Vinzent mit Aurelius' Entführung beauftragt. Er wusste, welches Druckmittel die Agentur gegenüber Vinz in der Hand hat. Und wenn Aurelius sowohl Vinz als auch Zinnober als neue Reisende gewinnen wollte, dann konnte ihm nicht daran gelegen sein, dass Zinnober in dem Straftstein verbleibt. War das ein Test, um herauszufinden, wie sich Vinzent entscheiden wird? Und hat er mit diesem Plan nicht auch in die Kausalität eingegriffen? Oder ihr nur ein wenig auf die Sprünge geholfen?


    Vinz hat zwar Fehler gemacht, aber er hat aus den Fehlern gelernt. Ohne Aurelius' Plan hätte er sie allerdings auch nicht begangen, hätte dann aber auch nicht die Entwicklung durchgemacht, genauso wenig wie Zinnober. Und Aurelius wird sich schon etwas dabei gedacht haben. Und immerhin haben Omni und die Engel ebenfalls zugunsten von Vinz und Zinnober eingegriffen.


    Die Engel sind so friedlich und sanft, es war auch beim Lesen eine richtige Wohltat, wie gut es Vinz ging, als der Engel mit ihm in Gedanken sprach. Die Maschine ist also ein Schwarmhaus für den Generationenwechsel bei den Pandora-Kindern.


    Benedikt wird bis zum Schluss nicht gescheiter und seine Gier wird ihm am Ende zum Verhängnis - geschieht ihm recht. Ich bedaure zwar, dass Aurelius dabei ebenfalls stirbt, aber da er dieses Risiko gezielt eingegangen ist, um seine persönliche Mission zu erfüllen, finde ich es dennoch einen versöhnlichen Tod, weil er seine Ziele erreicht hat. Dass er sich an seinem Zuhause auf der Erde begraben lassen möchte, fand ich rührend. Schön, dass Thrako bei Aurelius' Begräbnis ebenfalls anwesend ist und dafür sorgt, dass dessen Mission zu Ende geführt wird.


    Die Begründung, warum sich Zinnober für Omni entscheiden will, gefällt mir sehr gut. Fair fand ich auch, dass Thrako ihnen so viel Zeit lässt, wie sie brauchen. Und dass sie auch Cassandra mitnehmen dürfen. Nun bin ich noch neugieriger auf Omni, die bisher einen ziemlich guten Eindruck machen.


    Das Buch hat mich wieder voll überzeugen können und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Jasper und Jasmin im nächsten Band 8)


  • ...
    Das Buch hat mich wieder voll überzeugen können und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Jasper und Jasmin im nächsten Band 8)


    Freut mich sehr, dass dir der Roman und insbesondere auch das Ende gefallen hat. Es macht Hoffnung, Hoffnung auf mehr, und mehr kommt dann in "Das Arkonadia-Rätsel" im Mai 2017. ;) Was Aurelius betrifft: Ja, es ging ihm vor allem um Forrester und Zinnober - ich hatte ja schon in einem anderen Beitrag geschrieben, dass er eigene Absichten verfolgte. Und ich denke, Forrester ist zum Schluss nicht mehr so unsympathisch wie zu Anfang ...


    So, jetzt bin ich gespannt, wie die anderen Leser hier in der Runde das Ende des Romans aufnehmen.


    Beste Grüße
    Andreas

  • Was für ein interessantes Ende! Forrester und Zinnober im Dienst von Omni: ob Omni weiß, worauf sie sich da einlassen? Schließlich können die beiden keine Befehle befolgen...


    Aurelius hat zwar offensichtlich geplant, die beiden anzuwerben, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass er auch seinen eigenen Tod geplant hat. Andererseits muss er es geahnt haben, da es ja immer nur sechs Reisende gibt. Wie er sich das wohl vorgestellt hat?


    Vielleicht war sein Ziel tatsächlich nur, die Pandoramaschine ins Sprawl zu bringen, bzw bringen zu lassen, und er hatte keine weiteren Pläne für Vinz und Zinnober. Er sagt ja selbst, dass er sich eigentlich nicht vorgestellt hat, bei der Mission draufzugehen.


    Oder er hatte nur vor, sich als Reisender zurückzuziehen und auf diese Art einen Platz freizumachen. Wem er den wohl zugedacht hatte? Zinnober? Vinz als Reisender stelle ich mir als eine mittlere bis große Katastrophe vor. Ich mag ihn immer noch nicht. :winken:


    Benedikt hat bis zu seinem Ende Illusionen, aber Aurelius verhindert, dass er als glücklicher Mann stirbt. Schade, dass Benedikt nichts mehr daraus lernen konnte, er war bis zum Schluss von seiner Gier und seinem Größenwahn zerfressen.
    Vinz hat jetzt die Chance, etwas zu lernen. Mal sehen, ob und was er daraus macht. Ich denke, er wird alles schön aufmischen. ;D



    Aurelius hatte es von Anfang an auf Forrester und Zinnober abgesehen, wollte die beiden als Reisende für Omni gewinnen. Warum gerade die beiden? Dieses Geheimnis hat Aurelius mit ins Grab genommen, aber er wird seine Gründe dafür gehabt haben. Vielleicht hat ihn damals überzeugt, dass der Vinzent, der sich damals um seine Helfer nicht geschert hat, sich inzwischen so um seine Tochter kümmert - also lernfähig ist.


    Wer weiß? Mir hätte das nicht gereicht, aber anscheinend hat er in Vinzent Potential gesehen.


    [quote author=odenwaldcollies]Wenn das alles Aurelius' Plan war, dann hat er es doch auch gezielt darauf angelegt, dass die Agentur Vinzent mit Aurelius' Entführung beauftragt. Er wusste, welches Druckmittel die Agentur gegenüber Vinz in der Hand hat. Und wenn Aurelius sowohl Vinz als auch Zinnober als neue Reisende gewinnen wollte, dann konnte ihm nicht daran gelegen sein, dass Zinnober in dem Straftstein verbleibt. War das ein Test, um herauszufinden, wie sich Vinzent entscheiden wird? Und hat er mit diesem Plan nicht auch in die Kausalität eingegriffen? Oder ihr nur ein wenig auf die Sprünge geholfen?[/quote]


    Ich denke, Aurelius hatte mit der Strafsteingeschichte nichts zu tun, das war allein das Werk der Engel. Zu dem Zeitpunkt war ja schon alles aus dem Ruder gelaufen, und Aurelius war nur noch die hilflose Marionette Benedikts. So hat er sich das sicher nicht vorgestellt.


    [quote author=odenwaldcollies]Vinz hat zwar Fehler gemacht, aber er hat aus den Fehlern gelernt. Ohne Aurelius' Plan hätte er sie allerdings auch nicht begangen, hätte dann aber auch nicht die Entwicklung durchgemacht, genauso wenig wie Zinnober. Und Aurelius wird sich schon etwas dabei gedacht haben. Und immerhin haben Omni und die Engel ebenfalls zugunsten von Vinz und Zinnober eingegriffen. [/quote]


    Eine dolle Entwicklung kann ich bei Vinz nicht erkennen. Immerhin hat er Aurelius' letztem Wunsch entsprochen, aber das allein genügt mir persönlich nicht. Ich stimme dir aber zu, dass Aurelius selbst den Stein erst ins Rollen gebracht hat, aber wer weiß, wie lange sonst noch Vinz und Zinnober ungestört in ihrem Paradies gewesen wären? Schließlich wurden sie gesucht.



    [quote author=odenwaldcollies] Dass er sich an seinem Zuhause auf der Erde begraben lassen möchte, fand ich rührend. Schön, dass Thrako bei Aurelius' Begräbnis ebenfalls anwesend ist und dafür sorgt, dass dessen Mission zu Ende geführt wird. [/quote]


    Ist schon manchmal erstaunlich, an was für Dingen wir Menschen so hängen. Aurelius muss als Kind sehr glücklich gewesen sein.


    [quote author=odenwaldcollies]Die Begründung, warum sich Zinnober für Omni entscheiden will, gefällt mir sehr gut. Fair fand ich auch, dass Thrako ihnen so viel Zeit lässt, wie sie brauchen. Und dass sie auch Cassandra mitnehmen dürfen. Nun bin ich noch neugieriger auf Omni, die bisher einen ziemlich guten Eindruck machen.
    [/quote]


    Zinnober ist längst nicht so oberflächlich wie Vinzent. Ihre Gedanken darüber, warum Omni mal eingreift, und mal nicht, und ob sie überhaupt das Recht haben, das zu tun, finde ich gut.
    Es wird ihr das Leben aber sicher nicht leicht machen, dass sie Omnis Entscheidungen hinterfragt.


    [quote author=odenwaldcollies]
    Das Buch hat mich wieder voll überzeugen können und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Jasper und Jasmin im nächsten Band 8)
    [/quote]


    Ich stimme dir voll und ganz zu. ;D


  • ...
    [quote author=odenwaldcollies]
    Das Buch hat mich wieder voll überzeugen können und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Jasper und Jasmin im nächsten Band 8)


    Ich stimme dir voll und ganz zu. ;D
    [/quote]


    Das freut mich sehr! ;) :-*


    Ich denke, jetzt kann ich auch das Geheimnis um die Hommage an Ursula K. LeGuin lüften. Ich hatte ja gesagt, dass sie aus einem Wort besteht. Es lautet: "Ansible". Gemeint ist das Gerät, mit dem überlichtschnelle Kommunikation in Echtzeit möglich ist. Ursula K. LeGuin hat dieses Gerät zum ersten Mal in ihrem Roman "Rocannons Welt" (1966) erwähnt (von "answerable"). Andere SF-Autoren haben diese Bezeichnung übernommen, und ich setze diese Tradition mit dem Ansible im Omniversum fort. ;)


    Beste Grüße
    Andreas

  • Ich habe tatsächlich kein einziges Buch von ihr gelesen, von daher sagt mir das jetzt gar nichts, aber die Anderen haben es vielleicht erkannt. :)


  • Ich denke, Aurelius hatte mit der Strafsteingeschichte nichts zu tun, das war allein das Werk der Engel. Zu dem Zeitpunkt war ja schon alles aus dem Ruder gelaufen, und Aurelius war nur noch die hilflose Marionette Benedikts. So hat er sich das sicher nicht vorgestellt.


    Mit der Strafsteingeschichte hat Aurelius bestimmt nichts zu tun, ich denke, das war eine Entwicklung, die er so nicht vorgesehen hat, daher griff der Engel dann korrigierend ein, weil sie Vinzents Hilfe wollten. Aber ich habe mich gefragt, ob Aurelius wusste oder damit rechnete, dass Zinnober nach Javaid entführt wird und wollte dann testen, was Vinzent bereit ist zu tun, um das ihm Liebste zu retten. Andererseits wurde erwähnt, dass Aurelius, als er auf Vinzent und Zinnober wartete (und stattdessen Nathan kam) bekümmert darüber war, dass seine Mission sich verzögert - das könnte bedeuten, er hat die Entführung nicht eingeplant.



    Eine dolle Entwicklung kann ich bei Vinz nicht erkennen. Immerhin hat er Aurelius' letztem Wunsch entsprochen, aber das allein genügt mir persönlich nicht.


    Vinzent hat aber schon mehr getan, als Aurelius nur den letzten Wunsch zu erfüllen: er hatte ihm versprochen, dass er ihm bei der Pandora-Maschine hilft, sobald Zinnober frei ist - und daran hat er festgehalten, gegen alle Widerstände z.B. auf Mechanica. Nicht einmal hat er daran gedacht, Aurelius seinem Schicksal zu überlassen und zuzusehen, dass er und Zinnober Land gewinnen. Vinzent hat hier ganz anders gehandelt als damals im Dienst der Agentur, als er Zinnober und ihre Mutter trotz seines Versprechens zurücklassen wollte.


    Und als Aurelius schon tot war, begaben sich Vinzent, Zinnober und Cassandra in eine lebensgefährliche Situation, die ihren Tod bringen konnte. Er erinnerte sich aber daran, was Aurelius risikiert hat und nach kurzem Blickwechsel mit Zinnober war ihm klar, dass er nicht aus Feigheit zurückstehen wird.


    Und auch wenn Vinzents Handeln gegenüber Nathan und Aurelius fahrlässig und dämlich war, um seine Tochter zu befreien, wird damit doch klar, dass er verlässlich ist, wenn es um Dinge geht, die ihm wichtig sind.

  • Das ist der springende Punkt: Dinge die IHM wichtig sind. Oder Zinnober setzt sich durch. Ich finde nicht, dass er sich grundlegend geändert hat. :)


  • Das ist der springende Punkt: Dinge die IHM wichtig sind.


    Wobei es ihm wichtig war, sein Versprechen gegenüber Aurelius einzulösen und das war kein egoistischer Punkt von ihm. Er hätte sagen können, tja, Pech gehabt, Aurelius, du warst mir keine große Hilfe auf Javaid und es nicht mein Problem, wenn du entführt wirst. Aber dieses Versprechen ist ihm wichtig.
    Und mal ehrlich, wenn man mich vor die Wahl stellen würde: entweder irgendeine Maschine zu retten, die ggflls. gefährlich werden kann (er muss hier auf das vertrauen, was ihm Aurelius und Nathan erzählen, obwohl er Aurelius nicht einschätzen kann) und dabei riskieren, dass meine Tochter in der Zwischenzeit bestraft/getötet wird oder die Tochter zu retten, würde ich mich sicherlich auch für die Tochter entscheiden. Die Wahl der Mittel waren allerdings sehr schlecht gewählt.
    Aber ich denke auch, Zinnober hat und wird ihm auch weiterhin guttun.

  • @denwaldcollies Natürlich hätte ich auch versucht, mein Kind zu retten, und nach mir die Sintflut. Aber wir sind uns einig, dass die Mittel, die Vinz anwendet, sehr zweifelhaft sind, und ich bin noch nicht davon überzeugt, dass er sich wirklich dauerhaft gebessert hat. :winken:


  • Aber wir sind uns einig, dass die Mittel, die Vinz anwendet, sehr zweifelhaft sind, und ich bin noch nicht davon überzeugt, dass er sich wirklich dauerhaft gebessert hat. :winken:


    Die Wahl seiner Mittel war tatsächlich mehr als zweifelhaft und ob er sich dauerhaft gebessert hat, wird die Zeit zeigen. Aber er zeigt schon hoffnungsvolle Ansätze, finde ich. Und daher ist es auch gut, dass er Zinnober an seiner Seite hat:


    Das glaube ich auch. :daumen:


    Beste Grüße
    Andreas


  • Aber er zeigt schon hoffnungsvolle Ansätze, finde ich. Und daher ist es auch gut, dass er Zinnober an seiner Seite hat:


    Auf jeden Fall. Und überhaupt, was wissen wir, was die Umwandlung durch Omni alles beinhaltet? Ist sie 'nur' physikalisch, oder auch psychisch? Ich stelle mir vor, dass alleine schon die Umwandlung in ein geschlechtsloses Wesen, das keine Nahrung mehr braucht, einen großen Einfluss auf die Psyche hat. Wie die beiden wohl damit fertig werden werden? Totaler Zusammenbruch? Oder findet zeitgleich auch eine mentale Beeinflussung statt, damit die physikalische Veränderung erst gar nicht als Problem wahrgenommen wird?

  • Auf jeden Fall. Und überhaupt, was wissen wir, was die Umwandlung durch Omni alles beinhaltet? Ist sie 'nur' physikalisch, oder auch psychisch? Ich stelle mir vor, dass alleine schon die Umwandlung in ein geschlechtsloses Wesen, das keine Nahrung mehr braucht, einen großen Einfluss auf die Psyche hat. Wie die beiden wohl damit fertig werden werden? Totaler Zusammenbruch? Oder findet zeitgleich auch eine mentale Beeinflussung statt, damit die physikalische Veränderung erst gar nicht als Problem wahrgenommen wird?


    Gut überlegt. Ja, ich schätze, da kommt einiges auf Vater und Tochter zu.


    Beste Grüße
    Andreas


  • Auf jeden Fall. Und überhaupt, was wissen wir, was die Umwandlung durch Omni alles beinhaltet? Ist sie 'nur' physikalisch, oder auch psychisch? Ich stelle mir vor, dass alleine schon die Umwandlung in ein geschlechtsloses Wesen, das keine Nahrung mehr braucht, einen großen Einfluss auf die Psyche hat. Wie die beiden wohl damit fertig werden werden? Totaler Zusammenbruch? Oder findet zeitgleich auch eine mentale Beeinflussung statt, damit die physikalische Veränderung erst gar nicht als Problem wahrgenommen wird?


    Auf die Veränderungen bin ich auch gespannt, da wir Vinz und Zinnober bisher ganz gut kennengelernt haben, Aurelius dagegen erst als 10000-jährigen Reisenden. Auf die Unterschiede bin ich ebenfalls sehr gespannt.

  • Das Ende ist also ein Anfang. Das Buch hat deshalb so genaue Beschreibungen des Universums, weil es der Auftakt zu mehr ist und dieser erste Band die Initiation der neuen Reisenden ist.
    Schade, dass Aurelius sterben musste, aber es wirkt realistischer, klar. Vinze darf nun mit Zinnober auch mal richtig melodramatisch werden und sich an jemanden erinnern, der sein Leben auch hergegeben hat. Sehr großzügig. Ich nehme es Vinze ab, aber als Reisenden kann ich ihn mir nicht vorstellen. Da bin ich mal gespannt, wenn die nächsten Bände kommen.
    Zinnober kann ich gut verstehen. Ich würde auch die gleichen Fragen stellen. Wenn sie den Ethos so hoch halten, dann dürften sie nie eingreifen, aber, wenn es ihnen passt, dann greifen sie ein. Ich habe fast das Gefühl, dass sie schon genau wußten, dass Aurelius umkommen wird.
    Toll fand ich die Szenen mit Aurelius und Benedikt. Toll wie das so in Bilder umgesetzt wird, was eigentlich nur Energie in Gedankenform ist.



    Was für ein interessantes Ende! Forrester und Zinnober im Dienst von Omni: ob Omni weiß, worauf sie sich da einlassen? Schließlich können die beiden keine Befehle befolgen...

    Tja, vielleicht lieben sie Cowboys, so wie die Amerikaner?



    Aurelius hat zwar offensichtlich geplant, die beiden anzuwerben, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass er auch seinen eigenen Tod geplant hat. Andererseits muss er es geahnt haben, da es ja immer nur sechs Reisende gibt. Wie er sich das wohl vorgestellt hat?


    Ja, vor allem wo es ja zwei sind, Vater und Tochter. Da müßten ja zwei Plätze frei werden, das wiederum könnte er nicht wissen, da die Reisenden keinen Kontakt zueinander haben.
    Nun werden es drei Reisende für einen, wieso geht das nun? Davon abgesehen, wir kennen nur die Reisenden der Erde, vielleicht gibt es ja noch mehr? So richtig leuchtet mir noch nicht ein nach welchem Kriterium die Auswahl erfolgt. Vielleicht, hoffentlich erfahren wir dazu mal mehr. Allein der Tod kann es ja nicht sein. Dazu kommt, dass es ja auch einen Eingriff in den Ethos darstellt, wenn ein verstorbenes Wesen wieder lebendig wird. Da sie ihn nicht gleich mitnehmen, sondern noch ein paar Jahre warten, bis sie ihm die Entscheidung überlassen. Da gibt es also Menschen, die es eigentlich nicht mehr geben dürfte.
    Was, wenn die sich gegen Omni entscheiden? So viel hat man ihnen ja nicht erzählt.



    Zinnober ist längst nicht so oberflächlich wie Vinzent. Ihre Gedanken darüber, warum Omni mal eingreift, und mal nicht, und ob sie überhaupt das Recht haben, das zu tun, finde ich gut.
    Es wird ihr das Leben aber sicher nicht leicht machen, dass sie Omnis Entscheidungen hinterfragt.


    das sehe ich auch so


  • ...
    ...So richtig leuchtet mir noch nicht ein nach welchem Kriterium die Auswahl erfolgt. Vielleicht, hoffentlich erfahren wir dazu mal mehr.
    ...


    Wie und warum die Auswahl erfolgt, weiß nur Omni. Und ja, vielleicht erfahren wir irgendwann etwas mehr darüber ... ;)


    Beste Grüße
    Andreas


  • Tja, vielleicht lieben sie Cowboys, so wie die Amerikaner?


    Ich mag Cowboys auch sehr gerne. ;D Yihaww... ;)


    Das Ende war ziemlich spannend. Es ist sehr sehr bedauerlich, dass Aurelius stirbt und das laste ich irgendwie Vinzent Forrester an. Hätte er ihm nicht die Armbänder weggenommen…natürlich verlief der Rest unglücklich, aber Schuld ist er doch in gewisser Hinsicht.
    Wenn ich ehrlich sein soll ist neben der bezaubernden Zinnober Aurelius mein Lieblingscharakter geworden. :) Ich kann nicht genau sagen warum, aber seine Art gefiel mir einfach sehr gut, trotz seiner eher emotionslosen Verhaltensweise.


    Dass Benedikt bis zum Schluss nicht aufgibt ist nicht verwunderlich. Was hätte er auch jetzt noch für eine andere Wahl? Zurück kann er nicht mehr…da bleibt nur noch die Flucht nach vorne, die ihm auch fast gelingt. Nur Aurelius hält ihn gerade noch auf.


    Ein Schwarmhaus? Hm, darunter fällt es mir schwer etwas vorzustellen. Wie kann eine dermaßen hochtechnologische Maschine/Waffe/Erschaffer/Zerstörer „nur“ ein Schwarmhaus sein? Mir kommt es so vor, als wäre die Pandora das Nonplusultra was es an Technik gibt?

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

  • [quote author=Tonlos link=topic=13969.msg289354#msg289354]
    Ein Schwarmhaus? Hm, darunter fällt es mir schwer etwas vorzustellen. Wie kann eine dermaßen hochtechnologische Maschine/Waffe/Erschaffer/Zerstörer „nur“ ein Schwarmhaus sein? Mir kommt es so vor, als wäre die Pandora das Nonplusultra was es an Technik gibt?
    [/quote]


    Gut, dass Du das fragst, ich kam damit auch nicht so klar, habe aber nicht weiter darüber nachgedacht. Nun habe ich gedacht und es könnte ja sein, wenn eine so seltene Vermehrung stattfindet, dass der Schutz eine wichtige Rolle spielt. Ein Schwarmhaus für die Engel muss vermutlich diese in der "Brutzeit" gut schützen und es sowohl ermöglichen im Sprawl zu leben als auch sich der Größe des Schwarms anpassen zu können.