06 - Kapitel 67 bis 80 (Seite 300 bis 362)

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  • Nun glaubt also Vinzenz, dass er so einfach ein sein Schiff reparieren lassen kann und aufmotzen. Ich verstehe sein Handeln einfach nicht.egal wie sehr er sich ausrüstet, er hat doch keine Chance gegen die Macht, die Benedict jetzt zur Verfügung steht. Die einzige Chance eine solche macht zugestiegen ist doch kleiner und wendiger zusein.
    DIe Stelle wo das Linienblatt lag zu finden und dort zutreffen. Zu schleichen statt zu trampeln. Das mit der Maskerade hat doch schon mal nicht geklappt und er weiß, dass es Geräte gibt, die eine Maskerade durchschauen. Es ist also eine ziemlich irrsinnige Aktion.
    Geht ja auch schief und wieder ein kolateralschaden. Schöne Actionszenen, die wie ein Drehbuch wirken. Sehr bildhaft und gut vorstellbar, aber ich bin halt kein Fan davon. Schon gar nicht, wenn dann in einer so weit entfernten Zukunft die Menschen sogar noch mit alten Handfeuerwaffen rumrennen. Das hat mich schon bei einigen Star Trek Filmen geärgert, wo doch die Entwicklung zu kleinen wesentlich effektiveren Waffen geht und es völlig sinnlos ist, mit solchen Dingern rumzulaufen. Aber ich weiß, dass es große Fans solcher Szenen gibt.
    Die Szenen mit Aurelius waren sehr interessant. Kann man wirklich einen Plan entwickeln, ohne daran zu denken, also das unbewußte allein arbeiten lassen? Interessant. Ein likotha kann also nur die bewußten Gedanken lesen?
    Ich fand diese Szene toll gemacht, wie man versucht hat mit Hilfe der Erinnerungen Aurelius dazu zu bekommen, die Türen zu öffnen.
    das mit dem Fenster war ja ein gemeiner Trick. Aber sie mußten ihn schon am Anfang einsetzen. Tja Joker weg und Aurelius gewarnt. Allerdings hatte ich Angst, als er in das blaue Licht ging, dass es wieder eine Falle ist.
    Nun erfährt man auch ganz nebenbei, wie Aurelius zu einem
    Reisenden wird. Warum sind es nur 6? Warum dürfen sie keinen Kontakt mehr miteinander haben? Nach welchen Kriterien haben sie die Menschen ausgesucht?
    Spannende Fragen.
    Hut ab vor Aurelius!

  • Das ist super spannend. Natürlich schlägt Vinz alle Bedenken und Vorsicht in den Wind und fliegt nach Mechanica um Cassandra reparieren, und die Sonnenwind mit waffen aufrüsten zu lassen.


    Ziemlich doofe Ide, er kann sich doch denken, dass man dort zuerst nach ihm und dem Schiff sucht.


    Entgegen aller Erwartungen scheint Anfangs alles gut zu gehen, aber das Wort ist: 'scheint'.


    Sie treffen auf eine alte Freundin Nathans. Diese hilft ihnen tatsächlich, obwohl sie im ganzen Universum als Mörder und Entführer gesucht werden und ein hohes Kopfgeld auf sie ausgesetzt ist.
    Zum Glück gibt es immer noch Personen, für die Valuta kein Anreiz ist.


    Es kommt, wie es kommen muss: Benedikts Leute wussten von Anfang an, wen sie da vor sich haben und lassen sie nur laufen, damit sie sie zu Nathans Versteck führen.


    Was die Agentur nicht weiß, ist dass das Versteck einen mächtigen Wächter hat: einen Gorkasch, ein Geschöpf aus Stein.


    Irgendwie gelingt es Vinz und Zinnober mit Hilfe des Gorkasch alle Agenten der Agentur auszuschalten und zu fliehen.
    Natürlich gibt es wieder einen Kollateralschaden: Rietta Cosimo, eine Horzig.


    Geht es nur mir so, oder hört sich deren Beschreibung an als wäre sie eine große Schildkröte? ;D


    Derweil gibt Aurelius immer mehr Geheimnisse von Pandora preis. Benedikt und Co sind auf dem Weg ins Taiwaru System (hört sich asiatisch an), um dort die Macht zu übernehmen.
    Aurelius befindet sich größtenteils in der Macht des Likotha, der seine Erinnerungen stiehlt und manipuliert.


    Für einen Großteil der Zeit ist er dem hilflos ausgesetzt, aber er scheint einen Weg gefunden zu haben, wenigstens einen Teil seiner Gedanken zu verbergen.


    À propos Pandora: wird sie sich als Büchse der Pandora erweisen?
    Schaut man sich Benedikts Pläne an, dann gewiss. Er will nicht aufbauen, er will lediglich zerstören.


    Gibt es hier -- bewusst oder unbewusst -- ein paar Hommagen an Michael Ende (Unendliche Geschichte, Momo)?


  • Ich verstehe sein Handeln einfach nicht.egal wie sehr er sich ausrüstet, er hat doch keine Chance gegen die Macht, die Benedict jetzt zur Verfügung steht.


    Geht mir auch so. Er führt sich auf wie ein Weltraumcowboy mit Rambo Potential.


    Zitat

    Schöne Actionszenen, die wie ein Drehbuch wirken. Sehr bildhaft und gut vorstellbar, aber ich bin halt kein Fan davon. Schon gar nicht, wenn dann in einer so weit entfernten Zukunft die Menschen sogar noch mit alten Handfeuerwaffen rumrennen. Das hat mich schon bei einigen Star Trek Filmen geärgert, wo doch die Entwicklung zu kleinen wesentlich effektiveren Waffen geht und es völlig sinnlos ist, mit solchen Dingern rumzulaufen. Aber ich weiß, dass es große Fans solcher Szenen gibt.


    Oh, ich bin ein Fan von Action. ;D Ich finde diesen Abschnitt total klasse. So ein bisschen wie ein Agententhriller. :D


    Und was die Waffen anbelangt: da muss man halt das nehmen, was in der jeweiligen Umgebung effektiv ist; nach Möglichkeit etwas, was in möglichst vielen verschiedenen Umgebungen wirkt.


    Eine viel gefährlichere Waffe sind für mich die Likotha und die Zaisen. Aber die haben ihren eigenen Willen und sind deshalb möglicherweise nicht so zuverlässig wie der gut alte Blaster. ;D



    Zitat

    Nun erfährt man auch ganz nebenbei, wie Aurelius zu einem
    Reisenden wird. Warum sind es nur 6? Warum dürfen sie keinen Kontakt mehr miteinander haben? Nach welchen Kriterien haben sie die Menschen ausgesucht?
    Spannende Fragen.
    Hut ab vor Aurelius!



    Ja, das hat mich auch gefreut, dass wir erfahren, was es mit den Reisenden auf sich hat, und wie sie zustande kamen. Sehr geschickt in die Geschichte eingeflochten.

  • Oh, bevor ich es vergesse: die Idee des PAK (Priester aller Kirchen) finde ich klasse, obwohl ein PAR (Priester aller Religionen) noch wünschenswerter wäre, aber vielleicht steht Kirche hier stellvertretend für alle religiösen Organisationen?


    Da Religion nicht auszurotten ist, und es vermutlich immer Menschen geben wird die an ein Überwesen glauben, wäre ein PAK oder PAR eine tolle Sache. Da müsste nicht mehr einer gegen den anderen kämpfen nur wegen einer religiösen Überzeugung.


  • Oh, bevor ich es vergesse: die Idee des PAK (Priester aller Kirchen) finde ich klasse, obwohl ein PAR (Priester aller Religionen) noch wünschenswerter wäre, aber vielleicht steht Kirche hier stellvertretend für alle religiösen Organisationen?


    Da Religion nicht auszurotten ist, und es vermutlich immer Menschen geben wird die an ein Überwesen glauben, wäre ein PAK oder PAR eine tolle Sache. Da müsste nicht mehr einer gegen den anderen kämpfen nur wegen einer religiösen Überzeugung.


    Ja, "Kirche" bedeutet hier so viel wie "Religion". Ich denke, es wird immer Menschen (und vielleicht auch Außerirdische?) geben, die das Bedürfnis haben, an Göttliches zu glauben. Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es auf unserer Welt eindeutig zu viel Religion. Man überlege sich einmal, wie viele Menschen im Namen irgendeiner Religion ihr Leben lassen mussten ... :'(


    Beste Grüße
    Andreas


  • Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es auf unserer Welt eindeutig zu viel Religion. Man überlege sich einmal, wie viele Menschen im Namen irgendeiner Religion ihr Leben lassen mussten ... :'(


    Beste Grüße
    Andreas


    Und ein Ende ist nicht abzusehen. :(

  • Die Schlinge um Forrester und Zinnober zieht sich immer enger zusammen, die Agentur hat schon überall ihre Leute sitzen, ich bin echt gespannt, wie die beiden überhaupt noch vorwärtskommen wollen. Und dann auch noch die Fahndung nach ihnen. Und dass die Legislatoren der Omni auftauchen, steht ebenfalls im Raum. Wobei Omnis Eingreifen vielleicht davon abhängig ist, wieviel sie von der Entführung bereits im Vorfeld wussten oder nicht.


    Diese gigantischen Dimensionen immer, das kann man sich beinahe nicht vorstellen, siehe Mechanica: eine Fabrikstadt, in der zehn Milliarden (!) Personen arbeiten und wohnen, dann fünf Kilometer tiefe Schächte, bis man auf die Oberfläche von Mechanica kommt :o


    Im vorigen Abschnitt haben wir uns noch gefragt, was mit dem Duka ist: Benedikt hat ihn mit Hilfe der Zaisen umgebracht und sich Javaid ebenfalls unter den Nagel gerissen.


    Irritiert hat mich, dass Cassandra den Code von Rietta Cosimo kannte und wusste, dass sie eine alte Freundin von Nathan ist? Woher wusste sie das? Andererseits wusste Osk ebenfalls davon. Ich muss gestehen, ein wenig war ich misstrauisch, was Rietta angeht, ob sie es wirklich ehrlich meint und den beiden keine Falle stellt. Immerhin musste sie sich darauf verlassen, dass Vinz wirklich nicht ihren alten Freund umgebracht hat (wobei er das ja getan hat). Aber auf Rietta ist Verlass, schade, dass sie bei dem Kampf umgekommen ist. Dass Zinnober ihr direkt anbietet, sie mit sich zu nehmen, fand ich wieder toll von ihr - ganz anders als ihr Vater damals, als es darum ging, Zinnober und ihre Mutter mitzunehmen.


    Benedikt denkt wirklich an alles, um die Spuren von sich abzulenken, was die Pandora-Maschine angeht. Ich hoffe nur, dass er in seinem Größenwahn einen Fehler begeht, wie es einige Größenwahnsinnige schon vor ihm gemacht haben. Oder seine Ungeduld, wenn er dem Likotha und Aurelius keine Pause gönnen will. Ich hoffe darauf, dass Aurelius Plan aufgeht bzw. der Likotha zu ermüdet ist, um noch alles mitzubekommen.


    Sind die Ereignisse oder Erinnerungen, die Aurelius mit seinem ungewollten Schatten durchlebt, echt oder manipuliert? Ich muss gestehen, ich bin davon so fasziniert, dass ich selbst immer wieder vergesse, dass der Likotha irgendwo im Dunkeln lauert. Wer hat den Zettel mit der Nachricht an Aurelius deponiert? Der echte Thrako, denn der Thrako aus der Erinnerung ist ja der Likotha, wenn ich es richtig verstehe?


    Der Gorkasch ist ja ein faszinierendes Wesen und bestätigt mich wieder in der Annahme, dass der Mensch teilweise sehr arrogant ist und davon ausgeht, dass Leben ihm ähneln muss, um als Leben durchzugehen. Jetzt frage ich mich, ob die Pandora-Maschine auch ein Lebewesen ist, denn Aurelius spricht bei ihrem "Triebwerk" von einem Herz, das schlägt.


    Sehr clever von Zinnober, den Gorkasch darum zu bitten, sie beide zu transportieren - ich habe mich schon gefragt, wie sie nun wegkommen wollen, nachdem der Springer platt gemacht wurde. Schade, dass Vinz nicht mehr an die Artefakte gekommen ist. Aber effizient war die Gorkasch-Methode allemal ;D


  • Natürlich schlägt Vinz alle Bedenken und Vorsicht in den Wind und fliegt nach Mechanica um Cassandra reparieren, und die Sonnenwind mit waffen aufrüsten zu lassen.


    Ziemlich doofe Ide, er kann sich doch denken, dass man dort zuerst nach ihm und dem Schiff sucht.


    Es war bestimmt nicht die cleverste Idee, aber was hätten sie tun sollen? Die Sonnenwind und Cassandra benötigen dringend eine Überholung bzw. Reparatur. Und dann natürlich das geheime Depot von Nathan. Ich habe ja beinahe die Krise bekommen, dass sich die beiden so mit Waffen ausstatten, um sie dann direkt wieder weggenommen zu bekommen >:( Aber glücklicherweise ist Zinnober ziemlich clever und kapiert, was Rietta vorhat bzw. ist so sensibel, den Gorkasch zu bitten.



    Geht es nur mir so, oder hört sich deren Beschreibung an als wäre sie eine große Schildkröte? ;D


    Ich dachte an etwas Reptilartiges.



    À propos Pandora: wird sie sich als Büchse der Pandora erweisen?
    Schaut man sich Benedikts Pläne an, dann gewiss. Er will nicht aufbauen, er will lediglich zerstören.


    An die Büchse muss ich auch immer wieder denken.


  • Ja, das hat mich auch gefreut, dass wir erfahren, was es mit den Reisenden auf sich hat, und wie sie zustande kamen. Sehr geschickt in die Geschichte eingeflochten.


    Das fand ich auch spannend - auch dass Thrako den Reisenden durchaus die Alternative gelassen und nicht dazu gedrängt hat, sich in den Dienst der Omni zu stellen. Vorausgesetzt, das hat sich auch wirklich alles so ereignet. Wenn ein Likotha die Finger im Spiel hat, bin ich mir da nicht so sicher.


  • ...
    Diese gigantischen Dimensionen immer, das kann man sich beinahe nicht vorstellen, siehe Mechanica: eine Fabrikstadt, in der zehn Milliarden (!) Personen arbeiten und wohnen, dann fünf Kilometer tiefe Schächte, bis man auf die Oberfläche von Mechanica kommt :o
    ...


    Ich denke, in einer solchen Stadt, die einen ganzen Planeten umfasst und auch noch mehrere Kilometer hoch ist, hätten weitaus mehr als 10 Milliarden Menschen Platz. Die derzeitige Erdbevölkerung beläuft sich auf etwa 7 Milliarden, und es sind nicht komplett alle Kontinente "urbanisiert", von den Weltmeeren, die noch mehr Oberfläche haben, ganz zu schweigen.


    Beste Grüße
    Andreas

  • Andreas, das stimmt, vor allem, wenn man die tiefen Schächte mitrechnet, das ist ja auch noch eine Menge Platz nach oben. Aber die Vorstellung einer Stadt, die den ganzen Planeten umfasst, ist wieder ziemlich gigantisch.


  • Andreas, das stimmt, vor allem, wenn man die tiefen Schächte mitrechnet, das ist ja auch noch eine Menge Platz nach oben. Aber die Vorstellung einer Stadt, die den ganzen Planeten umfasst, ist wieder ziemlich gigantisch.


    Stimmt. Eine globale Stadt, im Lauf von Jahrhunderten oder Jahrtausenden gewachsen. Bühne genug für einen ganzen Roman. ;)


    Beste Grüße
    Andreas


  • Nun glaubt also Vinzenz, dass er so einfach ein sein Schiff reparieren lassen kann und aufmotzen. Ich verstehe sein Handeln einfach nicht.egal wie sehr er sich ausrüstet, er hat doch keine Chance gegen die Macht, die Benedict jetzt zur Verfügung steht. Die einzige Chance eine solche macht zugestiegen ist doch kleiner und wendiger zusein.


    Ich vermute er denkt auch nicht, dass er mit einem reparierten, verbesserten Schiff Benedikt bezwingen kann, aber Cassandra benötigt eine Reparatur. Warum sie dann nicht gleich auch verbessern? Wer weiß, wozu sie dann noch weiter imstande ist!? ;)
    Dass es so im Nachhinein nicht die beste Idee war, können wir jetzt leicht sagen. Zumindest war Forresters Vogesen nachvollziehbar, zumindest für mich.



    Geht ja auch schief und wieder ein kolateralschaden.


    Ja, das habe ich mir auch gedacht. Sehr schade! :'(



    Nun erfährt man auch ganz nebenbei, wie Aurelius zu einem Reisenden wird. Warum sind es nur 6? Warum dürfen sie keinen Kontakt mehr miteinander haben? Nach welchen Kriterien haben sie die Menschen ausgesucht?


    Ja, sehr gut erzählt. Die gleichen Fragen habe ich mir auch gestellt. Haben die gewählten Namen Bedeutungen? Oder geht es letztlich darum das alte Leben abzustreifen? Auch der Aurelius’ Kampf ist sehr fesselnd. Ich glaube er kann sich bald befreien / wird bald befreit. :)



    Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es auf unserer Welt eindeutig zu viel Religion. Man überlege sich einmal, wie viele Menschen im Namen irgendeiner Religion ihr Leben lassen mussten ... :'(


    Hm, da stimme ich durchaus zu. Wobei hier eigentlich nicht die Religion schuld ist, sondern die Menschen, die sie so auslegen, wie es ihnen passt.
    Allerdings finde ich auf der anderen Seite, dass es zu wenig gibt, zumindest bei uns. Viele Menschen wenden sich von Religion und Kirche ab, was ich auch durchaus nachempfinden kann, da die Umsetzung zu wünschen übrig lässt. Aber die Vermittlung von Werten und Nächstenliebe ist an sich nichts Schlechtes.
    Auch der Gedanke an etwas Göttliches kann für Manchen tröstlich sein oder Priester und Diakone als Seelsorger von Gemeinden finde ich eine tolle Sache. Aber vieles erreicht die Menschen nicht mehr und das hat einen Grund.




    Andreas, das stimmt, vor allem, wenn man die tiefen Schächte mitrechnet, das ist ja auch noch eine Menge Platz nach oben. Aber die Vorstellung einer Stadt, die den ganzen Planeten umfasst, ist wieder ziemlich gigantisch.


    Hommage an Star Wars? Coruscant? ;D ;)

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • ...
    Ja, sehr gut erzählt. Die gleichen Fragen habe ich mir auch gestellt. Haben die gewählten Namen Bedeutungen? Oder geht es letztlich darum das alte Leben abzustreifen? Auch der Aurelius’ Kampf ist sehr fesselnd. Ich glaube er kann sich bald befreien / wird bald befreit. :)
    ...


    Einen neuen Namen zu wählen, ist schon ein starkes Symbol. Name bedeutet Identität. Ein neuer Name symbolisiert eine neue Identität, ein neues Leben.


    Beste Grüße
    Andreas

  • Hallo zusammen,


    mir gefallen die Beschreibungen der Umgebungen wieder einmal sehr gut! Mechanica z. B. ist ein gewaltiger und gleichzeitig gruseliger Anblick mit den vielen Ebenen und Schächten und der Dunkelheit. Die Aussage "ganz unten auf die Oberfläche" wirkt im ersten Moment so absurd, dass ich es zweimal gelesen habe. Bei Oberflächen will mein Gehirn immer nach oben ;) und wenn es dann heißt man muss tief runter auf die Oberfläche, dann ergibt sich ein seltsames Geknote im Kopf. ;D Aber gleichzeitig auch ein spannendes Bild, wenn man den Weg nach oben äh unten mit den Figuren geht.


    Toll fand ich auch die Beschreibung des Gorkaschs und des Steinlebens generell. Ihre Gedanken, die "durch Eisen und Kupfer wandern" und die Gefahr für sie, durch Erz-Abtragungen der Schürfer immer langsamer denken zu können, bis sie durch den Abbau der Rohstoffe an Intelligenz verlieren und irgendwann sogar wieder zu einfachem Stein werden, war traurig. Und ich musste bei diesem Bild gleich an unsere Erde denken, die von vielen Seiten ebenso wenig wertgeschätzt wird, wie die Steinleben hier im Buch und die ebenso durch den Abbau der Rohstoffe und besonders durch den Raubbau der Menschen irgendwann mehr und mehr an Leben verlieren wird. Was wird die Erde mal sein, wenn sie ausgeplündert ist? Auch einfach nur noch "Stein"?


    Die Rückblicke zu Aurelius' früherem Leben fand ich auch spannend, nur inwieweit sind sie echt? Wenn der Lithoka mit Aurelius' Erinnerungen arbeiten kann, müssten es aber von Grund her schon wirkliche Erinnerungen sein, denn sonst könnte er ja gleich von Manipulationen anstatt Erinnerungen sprechen. Würde Aurelius es nicht auch merken, wenn er sich an etwas erinnert, an das er sich noch nie vorher erinnert hat? Ist die Erinnerung an das Ertrinken im See also erst mal tatsächlich wahr und der Lithoka hat dann Thrako mit dem zu öffnenden Kästchen in den See platziert? Oder war Thrako wirklich im See (woher sollte der Lithoka von ihm wissen) und es wurde nur ein zu öffnendes Kästchen von ihm dazu manipuliert? :spinnen:


    Ich frage mich, ob die Erinnerung an das Ertrinken im See, wenn es tatsächlich so stattgefunden hat, der Moment war, an dem Aurelius von den Omni "ausgesucht" wurde? Wäre er normalerweise wirklich ertrunken oder war sogar schon tot und wurde von ihnen gerettet bzw. haben die Omni dieses Loch im See provoziert, weil sie Aurelius schon längst erwählt hatten und dafür musste er ein "Tot-Erlebnis" haben? Hatten auch die anderen fünf Reisenden solche Erlebnisse in der Kindheit?



    Sind die Ereignisse oder Erinnerungen, die Aurelius mit seinem ungewollten Schatten durchlebt, echt oder manipuliert? Ich muss gestehen, ich bin davon so fasziniert, dass ich selbst immer wieder vergesse, dass der Likotha irgendwo im Dunkeln lauert. Wer hat den Zettel mit der Nachricht an Aurelius deponiert? Der echte Thrako, denn der Thrako aus der Erinnerung ist ja der Likotha, wenn ich es richtig verstehe?


    Ich sehe, dir geht es ähnlich damit. Ich habe nur Thrako aus der Erinnerung nicht als den Likotha in Person gesehen, aber das kann auch sein, vor allem, wenn er weiß, wer dieser Thrako ist. Was den Zettel betrifft, habe ich ihn als Abwehrmaßnahme von Aurelius selbst gesehen. Er weiß ja, dass er dazu manipuliert werden soll, die Maschine zu "öffnen" und er merkt auch immer wieder im Laufe dieser Erinnerungen, dass das passiert und zögert dann. Dieses Zögern und "etwas nicht wollen" erscheint mir wie sein eigener innere Kampf gegen die Manipulation und der Zettel dann eben auch ein Versuch, sich selbst aufzuhalten. Dass dieser Zettel aber auch von dem echten Thrako kommen könnte, der die schwache Verbindung nutzt, um Aurelius zusätzlich zu helfen, kann ich mir nun aber auch vorstellen.


    Spannend ist ja dann der Versuch, Gedanken in diesem blauen Leuchten zu verbergen. Woher kommt dieses Leuchten? Ein blaues Leuchten hatten wir irgendwann schon mal. Hat ihm das jemand geschickt? Omni? Eine Verbindung zu Forrester (bzw. einem der Artefakte, die dieser verloren hat) oder gar Cassandra kann ja kaum sein, oder? Oder eine Verbindung zu dieser Maschine? Ich bin sehr gespannt!



    Im vorigen Abschnitt haben wir uns noch gefragt, was mit dem Duka ist: Benedikt hat ihn mit Hilfe der Zaisen umgebracht und sich Javaid ebenfalls unter den Nagel gerissen.


    Ja, das hat sich nun geklärt, er ist also auch Opfer geworden. Wie seltsam, dass sich der so am Anfang von Forrester gefürchtete Duka, vor dem er sich mit seiner Tochter so lange versteckt hat, mal so "wie nebenbei" hat ausradieren lassen. Diese Bedrohung ist auf einmal weg, ein merkwürdiges und eigentlich erleichterndes Gefühl müsste das für Forrester sein. ;)



    Irritiert hat mich, dass Cassandra den Code von Rietta Cosimo kannte und wusste, dass sie eine alte Freundin von Nathan ist? Woher wusste sie das? Andererseits wusste Osk ebenfalls davon. Ich muss gestehen, ein wenig war ich misstrauisch, was Rietta angeht, ob sie es wirklich ehrlich meint und den beiden keine Falle stellt. Immerhin musste sie sich darauf verlassen, dass Vinz wirklich nicht ihren alten Freund umgebracht hat (wobei er das ja getan hat). Aber auf Rietta ist Verlass, schade, dass sie bei dem Kampf umgekommen ist. Dass Zinnober ihr direkt anbietet, sie mit sich zu nehmen, fand ich wieder toll von ihr - ganz anders als ihr Vater damals, als es darum ging, Zinnober und ihre Mutter mitzunehmen.


    Ich war auch etwas vorsichtig anfangs, ob Rietta wohl zu trauen ist. Aber sie tat mir dann vor allem sehr leid, weil sie im Glauben, dass Forrester auf Nathans Seite stand, diesem half, obwohl er in Wirklichkeit eben doch für dessen Tod verantwortlich war. Es ist schon klar, dass Forrester kaum zugeben konnte, dass er Nathan getötet hat, wenn er noch eine Chance haben wollte, an das Depot zu kommen, aber er hat eben doch gelogen und damit das Vertrauen von Rietta verletzt, seufz.... Zinnober hat sein Verhalten dann mal wieder gut gemacht und ich hoffe wirklich, dass Forrester sich bald mal mehr von seiner Tochter abschaut. Mir geht es momentan sehr um Zinnober, die ich sehr mag und ich nehme für sie und wegen ihr, Forresters noch immer oft unschönes Verhalten in Kauf.


    An die Büchse muss ich auch immer wieder denken.


    Ich auch.


    Hm, da stimme ich durchaus zu. Wobei hier eigentlich nicht die Religion schuld ist, sondern die Menschen, die sie so auslegen, wie es ihnen passt.
    Allerdings finde ich auf der anderen Seite, dass es zu wenig gibt, zumindest bei uns. Viele Menschen wenden sich von Religion und Kirche ab, was ich auch durchaus nachempfinden kann, da die Umsetzung zu wünschen übrig lässt. Aber die Vermittlung von Werten und Nächstenliebe ist an sich nichts Schlechtes.
    Auch der Gedanke an etwas Göttliches kann für Manchen tröstlich sein oder Priester und Diakone als Seelsorger von Gemeinden finde ich eine tolle Sache. Aber vieles erreicht die Menschen nicht mehr und das hat einen Grund.


    Ja, ich denke auch, die Menschen und Institutionen, die sie für ihre eigenen, oft nicht friedlichen Zwecke auslegen und missbrauchen, sind das Problem. Die Werte und der Trost u. ä. das sie vielen gläubigen Menschen unterschiedlicher Religionen schenken, könnten so gut einfach nebeneinander bestehen.


  • ...
    Ich frage mich, ob die Erinnerung an das Ertrinken im See, wenn es tatsächlich so stattgefunden hat, der Moment war, an dem Aurelius von den Omni "ausgesucht" wurde? Wäre er normalerweise wirklich ertrunken oder war sogar schon tot und wurde von ihnen gerettet bzw. haben die Omni dieses Loch im See provoziert, weil sie Aurelius schon längst erwählt hatten und dafür musste er ein "Tot-Erlebnis" haben? Hatten auch die anderen fünf Reisenden solche Erlebnisse in der Kindheit?
    ...


    Ja, ich denke, auch die anderen Reisenden hatten ähnliche "Schlüsselerlebnisse". Und ja, mir scheint, als Aurelius in dem See ertrank, ohne zu sterben, war er bereits von Omni ausgewählt. Aber nur als Kandidat - die endgültige Entscheidung lag später allein bei ihm selbst.


    Beste Grüße
    Andreas


  • Die Aussage "ganz unten auf die Oberfläche" wirkt im ersten Moment so absurd, dass ich es zweimal gelesen habe. Bei Oberflächen will mein Gehirn immer nach oben ;) und wenn es dann heißt man muss tief runter auf die Oberfläche, dann ergibt sich ein seltsames Geknote im Kopf. ;D


    Genauso ging es mir auch, ich musste diesen Satz zweimal lesen, weil ich man eine Oberfläche nicht unten vermutet ;D So wurde aber noch mal deutlich, mir jedenfalls, wie tief oder hoch diese Schächte sind.



    Toll fand ich auch die Beschreibung des Gorkaschs und des Steinlebens generell. Ihre Gedanken, die "durch Eisen und Kupfer wandern" und die Gefahr für sie, durch Erz-Abtragungen der Schürfer immer langsamer denken zu können, bis sie durch den Abbau der Rohstoffe an Intelligenz verlieren und irgendwann sogar wieder zu einfachem Stein werden, war traurig.


    Das fand ich auch sehr traurig.



    Hatten auch die anderen fünf Reisenden solche Erlebnisse in der Kindheit?


    Ich war so damit beschäftigt zu überlegen, ob die Erinnerung nun echt ist oder nicht, dass ich mir die Frage gar nicht gestellt habe. Du hast recht - und Andreas hat es ja bestätigt. Ich habe ja kein gutes Gefühl dabei, dass Benedikt nun die alten und neuen Identitäten der Reisenden kennt.



    Ich habe nur Thrako aus der Erinnerung nicht als den Likotha in Person gesehen, aber das kann auch sein, vor allem, wenn er weiß, wer dieser Thrako ist.


    Mir kam der Gedanke, da Aurelius in seiner Erinnerung, als er den Zettel mit der Warnung liest und Thrako ganz dicht bei ihm steht und ihn fragt, ob etwas nicht stimmen würde, Aurelius den Geruch von Moder wahrnimmt. Und später wird dieser Modergeruch nochmals erwähnt, der dem Gefieder des Likotha zu entstammen scheint.



    Was den Zettel betrifft, habe ich ihn als Abwehrmaßnahme von Aurelius selbst gesehen. Er weiß ja, dass er dazu manipuliert werden soll, die Maschine zu "öffnen" und er merkt auch immer wieder im Laufe dieser Erinnerungen, dass das passiert und zögert dann. Dieses Zögern und "etwas nicht wollen" erscheint mir wie sein eigener innere Kampf gegen die Manipulation und der Zettel dann eben auch ein Versuch, sich selbst aufzuhalten.


    Ah, den Gedanken finde ich aber auch gut. Evtl. das Unterbewusstsein von Aurelius, das ihn warnt oder so ähnlich.



    Spannend ist ja dann der Versuch, Gedanken in diesem blauen Leuchten zu verbergen. Woher kommt dieses Leuchten? Ein blaues Leuchten hatten wir irgendwann schon mal. Hat ihm das jemand geschickt? Omni? Eine Verbindung zu Forrester (bzw. einem der Artefakte, die dieser verloren hat) oder gar Cassandra kann ja kaum sein, oder? Oder eine Verbindung zu dieser Maschine? Ich bin sehr gespannt!


    Ja, ich denke auch, dass es kein Zufall ist, dass wir mehrmals schon von blauem Leuchten gelesen haben. Ist die Kontinua-Brücke nicht auch blau? Eine Verbindung zu Omni oder wirklich zu den Pandora und damit zur Maschine, wie du schon vermutest? Das hört sich gut an. Vor allem würde ich es begrüßen, wenn die Maschine mit Aurelius gemeinsame Sache gegen Benedikt machen könnte ;D



    Diese Bedrohung ist auf einmal weg, ein merkwürdiges und eigentlich erleichterndes Gefühl müsste das für Forrester sein. ;)


    Diese Erleichterung habe ich auch verspürt.



    Ja, ich denke auch, die Menschen und Institutionen, die sie für ihre eigenen, oft nicht friedlichen Zwecke auslegen und missbrauchen, sind das Problem. Die Werte und der Trost u. ä. das sie vielen gläubigen Menschen unterschiedlicher Religionen schenken, könnten so gut einfach nebeneinander bestehen.


    Da gebe ich euch recht.