02 - Kapitel 11 bis 29 (Seite 55 bis 124)

  • Ein weiterer ziemlich spannender Abschnitt. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf.


    Forrester und Zinnober können die Kuritania inspizieren. (Ich dachte erst, dass ich den Namen schon mal gehört hätte. Bei einem Ozeandampfer :))


    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich die Geschichte des gestrandeten Schiffes ganz verstanden habe. Ich fasse es mal zusammen:
    Die Kuritania soll die Schläfer - Menschen, die eine Kolonie besiedeln sollen - zu einem Planeten bringen. Zudem hat sie ein Artefakt an Bord: "die Maschine". Aber ein Teil der Besatzung ist korrupt und bring das Schiff dazu im Sprawl zu havarieren. Mit Gewalt versuchen sie das Artefakt zu finden, indem sie Teile der Bordwände aufsprengen. Dies missfällt den Engeln, die die untreue Besatzung bestraft.


    Leider erfahren Vater und Tochter von Trifon Corneille nicht sehr viel mehr. Allerdings können die beiden einen kurzen Blick auf das Artefakt selbst werfen. Worum es sich wohl handelt?
    Kurz danach wird ihr Schiff von den Likotha entdeckt und gezwungen notzulanden. Aber sie ziehen sich relativ geschickt aus der Affäre, wenn man von den Beschädigungen und Verletzungen einmal absieht.


    Die Szene mit Rubens und Nathan fand ich ziemlich cool. ;D Ich dachte schon, dass Nathan´s langes Leben jetzt doch noch ein unnatürliches Ende findet und er ermordet wird. Die Agentur scheint aufräumen zu wollen.
    Aber der hat eine Waffe unterm Kopfkissen. Eigentlich einer der ältesten Tricks der Welt ala James Bond. So kommt´s wenn man seine Gegner unterschätzt. ;D


    Ebenso treffen wir noch Aurelius. Ich mag seine etwas naiv wirkende, unbekümmerte, humorvolle Art. ;) Es war witzig zu sehen, wie er Tyrik Quint dazu bringt, die Caledonten in Ruhe zu lassen und es aber gleichzeitig schafft, den geheimen Konstrukteur von Caledonia 4 zu zerstören, ohne dass er Rache fürchten muss. Ich hoffe, Forrester und Zinnober kommen bald und "entführen" ihn. Aber erstmal bin ich gespannt, was Nathan ihm zu sagen hat. ;D


    Btw: Was ist Aurelius' Kontinua?

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

    Einmal editiert, zuletzt von Tonlos ()


  • ...
    Btw: Was ist Aurelius' Kontinua?


    Gemeint ist hier Aurelius' Verbindung zur "Dimension des Möglichen" (siehe Glossar, auch unter "Kontinua"), oder anders ausgedrückt: seine Verbindung, über die Kontinua, zu Omni.


    Übrigens wird hier auch deutlich, dass Aurelius keineswegs auf Geheimhaltung bedacht ist, wie schon vermutet wurde. Er wollte sich durchaus identifizieren und finden lassen.


    Beste Grüße
    Andreas


  • ...
    Ebenso treffen wir noch Aurelius. Ich mag seine etwas naiv wirkende, unbekümmerte, humorvolle Art. ;) Es war witzig zu sehen, wie er Tyrik Quint dazu bringt, die Caledonten in Ruhe zu lassen und es aber gleichzeitig schafft, den geheimen Konstrukteur von Caledonia 4 zu zerstören, ohne dass er Rache fürchten muss.


    Ich fand diese Szene wie viele andere auch überzeugend (Mögen diese Caledonten eine blühende Zukunft haben). Aber: Ich mag Aurelius trotzdem noch nicht so recht. Er kommt mir irgendwie gleichgültig, schwach, müde und gebremst vor. Sein undurchsichtiges Seufzen als einzige emotionale Anzeige ging mir auf den Keks. Keine Ahnung, was in ihm vorgeht. Ich kann ihn nicht greifen, er bleibt unpersönlich. Als Leser weiß ich bisher kaum etwas über sein Wesen und Beweggründe.


    Ich bin gespannt, worauf genau Omni und damit Aurelius seine/ihre Macht stützt, also welche Einfluss- und Sanktionsmöglichkeiten sie hat und warum die anderen Spezies so ehrfürchtig (ängstlich) reagieren. Was ist sympathisch und "super" an den Superzivilisationen?


    Ohne Tote und Gewalt kommt dieser Roman leider nicht aus.


    Es entstehen mehr Fragen: Wieso sprechen diese "Engel" (eine zu naheliegende Betitelung, die die Wesen in menschliche Schubladen steckt) mit dem dürren Kerl? Haben sie das nötig? :-)

  • Aurelius ist vor allem eins: abgeklärt. :) Nach einem zehntausend Jahre langen Leben hat er viel gesehen, viel erlebt, und es gibt kaum mehr etwas, das ihn überraschen kann. Man muss sich das einmal vorstellen: zehn Jahrtausende. Wie wirkt sich ein so langes Leben auf einen Menschen aus?


    Beste Grüße
    Andreas

  • Hier passiert ja allerhand!


    Aurelius weiß natürlich, dass er entführt werden soll. Hat er mit Nathan gerechnet?
    Forrester und Zinnober schaffen es nicht, rechtzeitig auf Caledonia 4 einzutreffen, und Nathan hätte von Rechtswegen gar nicht da sein sollen. Glücklicherweise konnte er den Mordanschlag vereiteln -- mir ist aber nicht ganz klar, warum Benedikt ihn jetzt auf einmal aus dem Weg haben will. Hängt es damit zusammen, dass Forrester bei ihm war?


    Das mit dem verschollenen und wieder aufgetauchten Schiff ist spannend. Was kann so wichtig sein, dass man dafür so viele Siedler tötet? Was ist das für ein Artefakt, welche Macht verspricht sich die Kooperative davon?


    Die Namensgebung ist wieder interessant: anscheinend hat Nathan seinen Unterschlupf Mayflower genannt, um auf die Vergänglichkeit hinzuweisen: wie Blumen im Mai, die schnell verwelken. Interessanterweise heißt sein Schiff aber auch Mayflower, und ich frage mich, ob das eine Referenz zur Mayflower ist, die die Pilgerväter einst von England nach Amerika brachte.


  • Ich mag Aurelius trotzdem noch nicht so recht. Er kommt mir irgendwie gleichgültig, schwach, müde und gebremst vor. Sein undurchsichtiges Seufzen als einzige emotionale Anzeige ging mir auf den Keks. Keine Ahnung, was in ihm vorgeht. Ich kann ihn nicht greifen, er bleibt unpersönlich. Als Leser weiß ich bisher kaum etwas über sein Wesen und Beweggründe.


    Aurelius ist ein uralter Mann, der vermutlich schon alles gesehen hat. Da ist es sicher schwer, in Begeisterungsstürme auszubrechen, oder völlig verzweifelt zu sein. Außerdem wäre eine große emotionale Show in dieser Situation sicher nicht förderlich, legt er es doch darauf an, völlig unterschätzt zu werden und als harmlos zu gelten.


    Stimmt, seine Motive sind noch völlig unklar, aber gerade das macht es unter anderem so spannend.


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    Ebenso treffen wir noch Aurelius. Ich mag seine etwas naiv wirkende, unbekümmerte, humorvolle Art. ;) Es war witzig zu sehen, wie er Tyrik Quint dazu bringt, die Caledonten in Ruhe zu lassen und es aber gleichzeitig schafft, den geheimen Konstrukteur von Caledonia 4 zu zerstören, ohne dass er Rache fürchten muss.


    Er hat definitiv eingesetzt, dass Menschen so oft nach ihrem Äußeren beurteilt werden, und da macht er anscheinend nicht viel her. Und dann immer freundlich lächeln, und jeder hält dich für naiv bis dämlich. Sehr clever. ;D

  • Ein klasse Abschnitt, die Geschichte nimmt fahrt auf! Nein, eigentlich überschlagen sich die Ereignisse sogar!


    Das kleine Abenteuer in den Riffen des Sprawl hat mir sehr gut gefallen, ich erwähnte ja schon im ersten Abschnitt das mich die Idee des Sprawls, als eine eigene Welt mit übersinnlichen Wesen die eben diese bevölkern, sehr fasziniert.
    Man spürt auch das sich Zinnober und Forrester bei dieser Mission näher kommen und auch ich als Leser kann langsam eine bessere Beziehung zu diesen beiden Figuren aufbauen. Ich hoffe wir erfahren später noch mehr von der Kuritania und dieser mysteriösen Maschine. Den Angriff des Likotha überspringe ich mal, da muss man nicht viel zu sagen.


    Die Szene um Nathan und Rubens war erst überraschend, je länger sie aber andauerte, desto eher war klar das Nathan Informationen absaugt um danach sein Ass im Ärmel bzw aus dem Kopfkissen zu ziehen ;)


    Dann kam der erste Auftritt von Aurelius nach dem Prolog und ich muss sagen, ich bleibe skeptisch. Andreas hat schon recht indem er Aurelius als abgeklärt beschreibt, dies konnte man deutlich bei seiner Interaktion mit Tyrik Quint beobachten, auch wie er dabei zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat (wie man auf der alten Erde sagt ;) ). Er konnte sein Ziel erreichen, ohne dabei Omni groß mit rein zu ziehen. Die Wasserstoff-Caledonten sind gerettet und ich hoffe wir werden irgendwann noch einmal was von dieser sehr coolen Spezies lesen!


    Das Zusammentreffen zwischen Nathan und Aurelius hat mich dann aber wirklich vollkommen überrascht, ich habe erwartet das dieser Mann der sich da annähert tatsächlich Forrester ist, da habe ich erst realisiert das er beim Likotha Angriff wohl schwerer verletzt worden war, als ich angenommen habe. Was möchte Nathan vom Reisenden? Will er der Agentur zu vor kommen? Will er gemeinsame Sache mit Aurelius machen? Ich bin gespannt wie es weiter geht...


    Wie ich schon oben erwähnt habe fand ich Erzählgeschwindigkeit dieses Abschnitts schneller und rasanter als beim vorherigen Abschnitt, das hat mir sehr gut gefallen, es gab viele verschiedene und atmosphärisch gut beschriebene Schauplätze, die Spannung blieb die ganze Zeit über erhalten.
    Was mich an diesem Abschnitt etwas gestört hat waren die verschiedenen Figuren, die alle eins gemeinsam haben, sie können die Zukunft sehen/berechnen oder sogar Ereignisse beeinflussen, dazu zählen die Engel, die Parakosmiker (zugegebenermaßen durch die Engel, aber ich führe sie dennoch getrennt auf, da ich denke das die Engel demnächst auch zu anderen Figuren sprechen könnten), Omni, die Reisenden/Aurelius (auch hier trenne ich Omni und den/die Reisenden, da Omni das Große Ganze betrachtet, Aurelius hingegen auch auf kleinere Dinge Einfluss nimmt) und in gewisser Weise würde es mich nicht wundern wenn die Agentur und Nathan einiges mehr wissen als bisher bekannt ist.
    Die Zukunft sehen bzw. sie durch Algorithmen berechnen ist ein Gedankenspiel das man häufig in Andreas Büchern antrifft, genau so wie das Auseinandersetzen mit dem Tod oder mit der Unsterblichkeit (das trifft auch auf dieses Buch zu, allerdings bisher in kleiner Ausprägung), momentan sind es mir zu viele Parteien die diese Fähigkeit besitzen, ich hoffe einfach mal das im Laufe der Geschichte dieses Thema nicht zu omnipräsent wird ;)

  • Hallo zusammen,


    spannend geht es weiter. Gut gefallen hat mir auch, dass Vinz und Zinnober mal miteinander gesprochen haben. Zinnober musste zwar drängen und ihrem Vater deutlich klar machen, dass sie nun ein Team sind und sie wissen muss, worum es geht (das dachte ich mir auch, dass sie da aktiv werden muss und habe es ihr auch zugetraut :) ), aber immerhin hat er nun doch mal von sich und der Agentur etwas erzählt. Aber Zinnober wird da wohl noch öfter nachbohren müssen, ihr Vater zieht sich doch und ist nicht völlig offen. Zinnober gefällt mir jedenfalls sehr gut. Sie ist aktiv, lässt sich nicht einfach abspeisen, sie wirkt stark und ist dabei auch empfindsam und besitzt noch die Neugier und die Freude an schönen und kleinen Dingen, z. B. Schneeflocken. Ich mag sie sehr gerne.



    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich die Geschichte des gestrandeten Schiffes ganz verstanden habe. Ich fasse es mal zusammen:
    Die Kuritania soll die Schläfer - Menschen, die eine Kolonie besiedeln sollen - zu einem Planeten bringen. Zudem hat sie ein Artefakt an Bord: "die Maschine". Aber ein Teil der Besatzung ist korrupt und bring das Schiff dazu im Sprawl zu havarieren. Mit Gewalt versuchen sie das Artefakt zu finden, indem sie Teile der Bordwände aufsprengen. Dies missfällt den Engeln, die die untreue Besatzung bestraft.


    Und was ich dabei interessant finde ist, dass das Schiff damals ja auf Einladung (und zwar der wohl einzigen, wenn ich es richtig in Erinnerung habe) der Omni unterwegs war. Es war also eine Reise, die unter einem besonderen "Stern" unterwegs war, einen besonderen Wert zu haben schien, zumindest wirkt diese Aussage so auf mich. Andererseits sagt der Parakosmiker zu dem Unfall, es sei "ein Unglück gewesen, das keins war". Absicht - jemand "hat den Tod in Kauf genommen". WER?


    Hat diese "einmalige Einladung" so viel Aufmerksam erweckt, dass sich jemand gedacht hat, mit diesem Schiff ist doch sicherlich mehr unterwegs, als nur Siedler und hat an Bord etwas Wertvolles oder eben diese Maschine vermutet, daher die Besatzung bestochen und ein tödliches Schiffsunglück "verursacht", um das Schiff auszurauben?


    Oder bedeutet "ein Unglück, das keins war", dass es schon von vornherein genau so geplant war, nämlich von den Omni selbst, dass diese Reise so enden wird, weil sie ahnten, dass jemand das Schiff durchsuchen wird. Und die Omni auf diese Weise genau das erreicht haben, was sie wollten, z. B. diese Maschine dort zu platzieren und "finden zu lassen"? Das würde kein gutes Licht auf die Omni werfen, die dabei den Tod der Siedler von vornherein in Kauf genommen hätten.


    Den Engeln scheint das aber so oder so nicht zu gefallen. Sie können verärgert sein; sie bestrafen; einige, wie der Bergungsleiter, fürchten sie sogar; sie sprechen nicht mit jedem.... Wer sind sie? Auf welcher "Seite" stehen die Engel? Sie wirken so "übergeordnet" - aber wenn ich an die Saugnäpfchen denke und den erfolglosen Versuch einer Kommunikation mit Vinz, dann wirken sie fast "hilflos". Irgendwie sehr mysteriöse Geschöpfe, die neugierig machen.



    Die Szene mit Rubens und Nathan fand ich ziemlich cool. ;D Ich dachte schon, dass Nathan´s langes Leben jetzt doch noch ein unnatürliches Ende findet und er ermordet wird. Die Agentur scheint aufräumen zu wollen.
    Aber der hat eine Waffe unterm Kopfkissen. Eigentlich einer der ältesten Tricks der Welt ala James Bond. So kommt´s wenn man seine Gegner unterschätzt. ;D


    Ja, die Szene fand ich auch klasse. Fast hätte ich auch gezweifelt, als Rubens nach und nach alle Vorsichtsmaßnahmen von Nathan als verworfen erklärte und habe auch schon mit dem Ende Nathans gerechnet. Aber Nathan hat mich dann doch nicht enttäuscht und noch ein paar mehr von der Agentur nicht entdeckte Sicherheitsvorkehrungen im Ärmel gehabt. :)


    Ich war dann aber äußerst überrascht, dass es Nathan war, der am Ende auf Aurelius traf. Das wirft für mich die Frage auf, ob er wohl etwas damit zu tun hat, dass Vinz und Zinnober von einem Asteroid getroffen wurden? Kann Nathan irgendeinen Einfluss darauf gehabt haben, dass er vor den beiden bei Aurelius eintrifft?


    Dieser Zusammenstoß des Asteroids mit dem Schiff war ja auch für Cassandra derart ungewöhnlich, dass sie selbst auch kaum an einen Zufall denken wollte. Mich hat es jedenfalls misstrauisch gemacht. Entweder wollte irgendjemand, dass sich die Fahrt der Cassandra verzögert oder es wollte ihnen jemand helfen, dem Lethoka zu entkommen - na gut, oder es war eben doch nur Zufall. ;D


    Gruselig fand ich ja den roten Schaum. Also ich weiß ja nicht, ob ich es über mich bringen könnte, so etwas bewusst einzuatmen. Hier habe ich Zinnober bewundert. Warum macht es ihr nichts aus? Weil sie nicht hundertprozentig Mensch ist?



    Ebenso treffen wir noch Aurelius. Ich mag seine etwas naiv wirkende, unbekümmerte, humorvolle Art. ;) Es war witzig zu sehen, wie er Tyrik Quint dazu bringt, die Caledonten in Ruhe zu lassen und es aber gleichzeitig schafft, den geheimen Konstrukteur von Caledonia 4 zu zerstören, ohne dass er Rache fürchten muss.


    Ja, das war eine coole Aktion. So ruhig und abgeklärt und Quint hat es einfach nicht gecheckt ;D


  • Hallo zusammen,


    spannend geht es weiter. Gut gefallen hat mir auch, dass Vinz und Zinnober mal miteinander gesprochen haben. Zinnober musste zwar drängen und ihrem Vater deutlich klar machen, dass sie nun ein Team sind und sie wissen muss, worum es geht (das dachte ich mir auch, dass sie da aktiv werden muss und habe es ihr auch zugetraut :) ), aber immerhin hat er nun doch mal von sich und der Agentur etwas erzählt.


    Endlich Ehrlichkeit. Da fällt mir ein: Also ich fand die Nicht-Reaktion von Zinnober auf die Beichte ihres späten Vaters, dass er ein fieser Mehrfachmörder und Gewalttäter war/ist, unglaubwürdig. Mich würde diese Wahrheit als Sohn schockieren, anekeln und abschrecken. Ich würde ihn nicht mehr sehen wollen oder sofort "verhören", um eine Spur Rechtfertigung für die Taten zu finden, damit ich ihn noch achten kann.


  • ...
    Gruselig fand ich ja den roten Schaum. Also ich weiß ja nicht, ob ich es über mich bringen könnte, so etwas bewusst einzuatmen. Hier habe ich Zinnober bewundert. Warum macht es ihr nichts aus? Weil sie nicht hundertprozentig Mensch ist?
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    Es gibt heute schon Experimente mit entsprechenden Substanzen, die viel Sauerstoff enthalten und die von uns geatmete Luft ersetzen können. Geeignet wären sie zum Beispiel für Taucher, die dadurch in größere Tiefen vorstoßen und anschließend schneller an die Oberfläche zurückkehren könnten, ohne einen langwierigen Druckausgleich. Ich stelle es mir jedoch schrecklich vor, so etwas einzuatmen - das Erstickungsgefühl muss wirklich fies sein.


    Beste Grüße
    Andreas

  • Mit unserer Vermutung, dass Aurelius seine Entführung "geplant" hat, lagen wir gar nicht so falsch. Ich glaube, es wurde an einer Stelle schon mal erwähnt, kann mich aber gerade nicht mehr erinnern: hat Aurelius als Reisender die gleichen Fähigkeiten wie Omni, sprich, kann er selbst auch die Zukunft sehen? Ich gehe mal davon aus, denn diesen Auftrag verfolgt er ja aus eigener Initiative und nicht auf Omnis Anweisung. Ich bin wirklich gespannt, was am Ende dieses "Plans" steht.


    Bei Omni planen sie aber wirklich weit im Voraus, ich meine, da geht es nicht nur um ein paar Jahre, sondern um Millionen von Jahren. Ich frage mich, wie weit Omni das alles in die Zukunft durchrechnen kann, eigentlich gibt es ja kein Ende in der Zukunft. Was das für eine Rechenkapazität bedeutet :o Und scheinbar ist der Weg in die Zukunft nicht festgeschrieben, sondern kann Umwege nehmen, je nachdem, wie die Beteiligten entscheiden. Aurelius' Plan für die Zukunft nimmt mit Nathans Erscheinen einen Umweg, läuft aber auf das gleiche Ziel hinaus. Ist das immer so, dass man das Ergebnis nicht verändern kann? Oder kann doch der berühmte Flügelschlag eines Schmetterlings auch das ganze Ergebnis verändern? So oder so bedeutet das noch weitere Rechenalgorithmen für all die alternativen Umwege und Stolpersteine. Wen ich mir das über Millionen von Jahren vorzustellen versuche, dann bekomme ich wieder den einen oder anderen Knoten in meine Gehirnwindungen ;D


    Wenn wirklich alles durchgeplant ist, dann hätte Cassandra mit ihrer Theorie, dass das gesamte Universum nur eine komplexe Simulation sein könnte, womöglich gar nicht so unrecht. Wer aber hat dann diese Simulation erstellt und zu welchem Zweck? Wobei man sich dann auch fragen kann, ob Gott das ganze Universum und seine Bewohner geschaffen hat und was er damit bezweckte ;D Sind Omni Gott/Götter, denn auch zu Gott kann der Mensch nicht einfach hingehen. Omni auf Latein bedeutet ja "alle". Die Engel könnten jedenfalls für eine Gott-Theorie sprechen.


    Will Omni verhindern, dass überhaupt in den Plan der Zeit eingegriffen wird und woher wissen sie denn, welches der richtige Weg ist? Woher haben sie überhaupt dieses Wissen? Von den Engeln im Sprawl? Aber das Sprawl dient doch lediglich der schnellen Fortbewegung für die Äquiv-Zivilisationen, oder habe ich das falsch verstanden? Dann hätte Omni eigentlich nichts direkt mit den dem Sprawl zu tun. Andererseits, war das Sprawl schon immer da?


    Bei dem Riff dachte ich direkt ganz irdisch eher an sowas wie das Great Barrier Reef, daher war ich überrascht, dass das eine energetische Störungszone im Sprawl ist. Wodurch diese wohl hervorgerufen werden? Ob Omni den Grund dafür kennt? Evtl. ein schwarzes Loch in ein anderes Universum hört sich schon mal faszinierend an.


    Über Cassandra muss ich immer wieder grinsen: "Schiff, wo ist die Arche des Parakosmikers?", fragte Forrester. "Meinst du mich?", erwiderte Cassandra. "Ja. Ja, ich meine dich. Also, wo ist Trifon Corneilles Arche?" :D Cassandra wird Forrester schon noch erzogen bekommen, dass er sie mit Namen anspricht.


    Zinnober gefällt mir auch immer besser, nicht nur, dass sie intelligent ist, sie setzt in den richtigen Momenten ihrem Vater die Pistole auf die Brust, um die Wahrheit zu erfahren. Nun wissen wir also, was sich hinter der Agentur verbirgt. Wenn ich die Gier der Menschen so sehe, wundert es mich beinahe nicht, dass sie nicht zu Omni gehören ::)


    Hm, dieser versteckte Raum in der Kuritania, da scheint mir doch jemand diese ominöse Maschine getarnt bzw. versteckt zu haben. Vor den Omni? Sollte mit dieser Maschine eine Art Anschlag auf Omni verübt werden, weil man sich die Chance dieser einmaligen Einladung nicht entgehen lassen wollte? Und den Tod der Siedler damit in Kauf genommen hat? Wo aber ist die Crew abgeblieben?


    Jetzt komme ich nochmal auf den Plan der Zeit zurück: was ist, wenn die Kuritania jetzt nicht zufällig gefunden wurde, sondern das eben von der Zukunft so geplant war, dass sie nach 200 Jahren gefunden wird? Noch mehr Knoten im Hirn :-[ Warum ist die Kuritania überhaupt abgestürzt - Zufall oder Absicht? Und ich habe das Gefühl, dass die Agentur viel mehr über die Maschine weiß, als sie preisgibt. Und was "sieht" Trifon Corneille dazu? Er ist ja auch der Meinung, dass das Schiff mit Absicht zum Riff gebracht wurde, um etwas zu finden. Aber was? Sollte das mithilfe der Maschine gefunden werden? Das Geheimnis von Omni oder eine Art Zugangscode zu den Superzivilisationen? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Aurelius' Mission mit der Kuritania zu tun haben könnte.


    Zuerst war ich mir nicht sicher, was dieser Trifon für eine Type ist, ich war dann aber ziemlich beeindruckt, dass er tatsächlich mit den Engeln zu reden scheint, jedenfalls weiß er doch einiges, was er eigentlich nicht wissen kann. Überrascht hat es mich auch, dass er Vinz und Zinnober hilft. Will er also auch nicht in den Plan der Zeit reinpfuschen? Oder weiß er, dass das über kurz oder lang sowieso unmöglich ist? Und welche Rolle genau spielen die Engel dabei?


    Rubens hat Nathan gehörig unterschätzt - ich hatte wirklich damit gerechnet, dass Nathans letzte Stunde geschlagen hätte. Dass Rubens ausgeschaltet ist, darüber bin ich nicht wirklich traurig, muss ich gestehen. Auf das Gespräch zwischen Nathan und Aurelius bin ich nun gespannt.


    Als Aurelius sich die Stadt der Menschen als ein Netz aus Schulden, Krediten, Ansprüchen und Verpflichtungen vorstellt und auch deren rücksichtslose Ausrottung einzelner Spezies anspricht, muss ich sagen, da hat sich in 10000 Jahren nicht wirklich viel verändert ::) So typisch auch, wie Quint sich herausreden will, dass sie einige Jahre zur ökonomischen Reorganisation benötigen würde - alles nur faule Ausreden, um erstmal weitermachen zu können wie bisher. Und dann noch dieser fiese Toxinangriff, denn LF geplant hat; der dürfte allerdings erstmal hinfällig sein.


  • Kurz danach wird ihr Schiff von den Likotha entdeckt und gezwungen notzulanden. Aber sie ziehen sich relativ geschickt aus der Affäre, wenn man von den Beschädigungen und Verletzungen einmal absieht.


    Das habe ich ganz vergessen: hoffentlich geht das gut für die Sonnenwind, Vinz und Zinnober.



    Aber der hat eine Waffe unterm Kopfkissen. Eigentlich einer der ältesten Tricks der Welt ala James Bond. So kommt´s wenn man seine Gegner unterschätzt. ;D


    Ja, nicht alles, was altmodisch ist, ist unnütz ;D



    Übrigens wird hier auch deutlich, dass Aurelius keineswegs auf Geheimhaltung bedacht ist, wie schon vermutet wurde. Er wollte sich durchaus identifizieren und finden lassen.


    Ja, irgendwie gehört das alles zu seinem Plan.



    Die Wasserstoff-Caledonten sind gerettet und ich hoffe wir werden irgendwann noch einmal was von dieser sehr coolen Spezies lesen!


    Quints doofes Gesicht hätte ich gerne gesehen, als Aurelius davon erzählt, wie schön es doch wäre, in ein paar Millionen Jahren mit den Caledonten philosophieren zu können :D



    Was möchte Nathan vom Reisenden? Will er der Agentur zu vor kommen? Will er gemeinsame Sache mit Aurelius machen? Ich bin gespannt wie es weiter geht...


    Was Nathans Motivation angeht, bin ich mir auch noch nicht sicher. Ich hoffe nur, er will damit Forrester und dem vorgesehenen Plan helfen. Aurelius erkannte Nathan wieder, heißt das, die beiden sind sich früher schon einmal begegnet?



    Sie ist aktiv, lässt sich nicht einfach abspeisen, sie wirkt stark und ist dabei auch empfindsam und besitzt noch die Neugier und die Freude an schönen und kleinen Dingen, z. B. Schneeflocken. Ich mag sie sehr gerne.


    Das gefällt mir auch so an Zinnober, auch wie sie den toten Schläfern Frieden wünscht.



    Hat diese "einmalige Einladung" so viel Aufmerksam erweckt, dass sich jemand gedacht hat, mit diesem Schiff ist doch sicherlich mehr unterwegs, als nur Siedler und hat an Bord etwas Wertvolles oder eben diese Maschine vermutet, daher die Besatzung bestochen und ein tödliches Schiffsunglück "verursacht", um das Schiff auszurauben?


    Die Maschine befindet sich aber noch an Bord, oder nicht? Wurde die Maschine dann trotz Vandalismus nicht gefunden? Oder ist sie beschädigt?



    Oder bedeutet "ein Unglück, das keins war", dass es schon von vornherein genau so geplant war, nämlich von den Omni selbst, dass diese Reise so enden wird, weil sie ahnten, dass jemand das Schiff durchsuchen wird. Und die Omni auf diese Weise genau das erreicht haben, was sie wollten, z. B. diese Maschine dort zu platzieren und "finden zu lassen"? Das würde kein gutes Licht auf die Omni werfen, die dabei den Tod der Siedler von vornherein in Kauf genommen hätten.


    Ha, deine Gedanken gehen in eine ähnliche Richtung wie bei mir :five: Nur hatte ich nicht daran gedacht, dass das alles von Omni geplant worden sein könnte. Du hast recht, wenn das wirklich so wäre, wirft das kein gutes Licht auf Omni.



    Wer sind sie? Auf welcher "Seite" stehen die Engel? Sie wirken so "übergeordnet" - aber wenn ich an die Saugnäpfchen denke und den erfolglosen Versuch einer Kommunikation mit Vinz, dann wirken sie fast "hilflos". Irgendwie sehr mysteriöse Geschöpfe, die neugierig machen.


    Wo die Engel stehen, das würde mich auch interessieren.



    Ich war dann aber äußerst überrascht, dass es Nathan war, der am Ende auf Aurelius traf. Das wirft für mich die Frage auf, ob er wohl etwas damit zu tun hat, dass Vinz und Zinnober von einem Asteroid getroffen wurden? Kann Nathan irgendeinen Einfluss darauf gehabt haben, dass er vor den beiden bei Aurelius eintrifft?


    Mir kam kurz der Gedanke, ob Nathan damit rechnet, dass Forrester und Zinnober womöglich nicht auf Caledonia 4 ankommen könnten und er deswegen dorthin aufbricht, damit der Plan dennoch ausgeführt werden kann.



    Gruselig fand ich ja den roten Schaum. Also ich weiß ja nicht, ob ich es über mich bringen könnte, so etwas bewusst einzuatmen. Hier habe ich Zinnober bewundert. Warum macht es ihr nichts aus? Weil sie nicht hundertprozentig Mensch ist?


    Ja, der rote Schaum - da kann ich mir auch durchaus Angenehmeres vorstellen.



    Endlich Ehrlichkeit. Da fällt mir ein: Also ich fand die Nicht-Reaktion von Zinnober auf die Beichte ihres späten Vaters, dass er ein fieser Mehrfachmörder und Gewalttäter war/ist, unglaubwürdig. Mich würde diese Wahrheit als Sohn schockieren, anekeln und abschrecken. Ich würde ihn nicht mehr sehen wollen oder sofort "verhören", um eine Spur Rechtfertigung für die Taten zu finden, damit ich ihn noch achten kann.


    Stimmt, die Reaktion hat mich auch etwas überrascht. Entweder steht sie noch derart unter dem Einfluss des Gehörten und der Verfolgung durch den Likotha, dass das erst noch kommt oder aber sie hat das alles irgendwie schon geahnt oder weiß womöglich mehr, als Vinzent wiederum ahnt. In einer Szene wusste sie doch auch so gut Bescheid, was Vinz ziemlich überrascht hat, weil das eigentlich nicht möglich ist.



    Es gibt heute schon Experimente mit entsprechenden Substanzen, die viel Sauerstoff enthalten und die von uns geatmete Luft ersetzen können. Geeignet wären sie zum Beispiel für Taucher, die dadurch in größere Tiefen vorstoßen und anschließend schneller an die Oberfläche zurückkehren könnten, ohne einen langwierigen Druckausgleich. Ich stelle es mir jedoch schrecklich vor, so etwas einzuatmen - das Erstickungsgefühl muss wirklich fies sein.


    Das ist zwar schon eine tolle Sache, gerade für Taucher, aber ob ich das wirklich würde einatmen wollen :o

  • Endlich Ehrlichkeit. Da fällt mir ein: Also ich fand die Nicht-Reaktion von Zinnober auf die Beichte ihres späten Vaters, dass er ein fieser Mehrfachmörder und Gewalttäter war/ist, unglaubwürdig. Mich würde diese Wahrheit als Sohn schockieren, anekeln und abschrecken. Ich würde ihn nicht mehr sehen wollen oder sofort "verhören", um eine Spur Rechtfertigung für die Taten zu finden, damit ich ihn noch achten kann.


    Stimmt, das ist schon sehr ungewöhnlich. Andererseits hat Zinnober ja schon eine vage Ahnung gehabt, dass ihr Vater kein Engel war, also kam es vermutlich nicht völlig überraschend.


    Vermutlich hat sie sich schon Gründe zurechtgelegt, die in ihren Augen das Verhalten ihres Vaters fast entschuldigen.


  • ...
    Wenn wirklich alles durchgeplant ist, dann hätte Cassandra mit ihrer Theorie, dass das gesamte Universum nur eine komplexe Simulation sein könnte, womöglich gar nicht so unrecht. Wer aber hat dann diese Simulation erstellt und zu welchem Zweck? Wobei man sich dann auch fragen kann, ob Gott das ganze Universum und seine Bewohner geschaffen hat und was er damit bezweckte ;D Sind Omni Gott/Götter, denn auch zu Gott kann der Mensch nicht einfach hingehen. Omni auf Latein bedeutet ja "alle". Die Engel könnten jedenfalls für eine Gott-Theorie sprechen.
    ...


    Eine interessante Frage lautet: Wie viel von der Zukunft kann man planen? Ich denke dabei auch an die Suche nach der Weltformel, nach der einen Formel, die die Beschreibung aller Naturkräfte in sich vereint. Jemand hat einmal gesagt: Wenn es eine solche "Formel der Welt" gäbe und wenn man sie fände, wüsste man um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Bescheid, denn mithilfe der Formel ließ sich der Zustand des Universums zu jedem beliebigen Zeitpunkt beschreiben. Ein faszinierender Gedanke ... ;D


    Die Simulationstheorie ist für Cassandra vor allem eine Art "Zeitvertreib", ein theoretisches Konstrukt, an dem sie hin und wieder arbeitet, dem sie aber durchaus Bedeutung bei der Analyse bestimmter Situationen abgewinnen kann. Es ist eine Theorie, über die auch ich gelegentlich nachdenke, wenn sich seltsame Zufälle in bestimmten Lebensmomenten häufen und ich überlege, ob wir nicht in einer "Matrix" leben, die von einer überlegenen (Super)Zivilisation programmiert und gesteuert wird. ;) ;)


    Beste Grüße
    Andreas

  • Stimmt, das ist schon sehr ungewöhnlich. Andererseits hat Zinnober ja schon eine vage Ahnung gehabt, dass ihr Vater kein Engel war, also kam es vermutlich nicht völlig überraschend.


    Vermutlich hat sie sich schon Gründe zurechtgelegt, die in ihren Augen das Verhalten ihres Vaters fast entschuldigen.


    Guter Gedanke: Ein Anti-Engel (Forrester) versuchte mit einem Engel (im Sprawl) zu sprechen - und es ging schief.

Anstehende Termine

  1. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    gagamaus

  2. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    gagamaus

  3. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    Dani

  4. Freitag, 2. März 2018 - Sonntag, 18. März 2018

    Dani