01 - Anfang bis Kapitel 10 (Anfang bis Seite 54)

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  • Hallo liebe Leserunde,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Omni" und ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders Andreas Brandhorst, der uns hier begleiten wird. Schön, dass du wieder mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch nochmals die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch!


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Vermeidet bitte auch reine Inhaltsangaben, wir lesen alle das gleiche Buch. ;)


    Es wäre zudem sehr schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Faustregel: nicht mehr als einen Abschnitt pro Tag.


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 54 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!!! :winken:


    Liebe Grüße
    Heimfinderin

  • Ich habe mich gefragt, ob es sinnvoll ist, den Anhang - v. a. die Chronologie und ferner die Listen der Species - zuerst zu lesen. Anscheinend sehr hilfreich und ohne Spoiler.


    Internette Grüße, Frank


  • Ich habe mich gefragt, ob es sinnvoll ist, den Anhang - v. a. die Chronologie und ferner die Listen der Species - zuerst zu lesen. Anscheinend sehr hilfreich und ohne Spoiler.


    Internette Grüße, Frank


    Das muss jeder selbst entscheiden. Spoiler in dem Sinne gibt es nicht, aber der aufmerksame Leser könnte gewisse Zusammenhänge erkennen, die im Buch erst später deutlich werden.


    Beste Grüße
    Andreas

  • Danke, Andreas, für dein erhellendes Statement.


    Ich finde den andeutungsvollen Prolog sehr gelungen, weil er einige spannende Fragen aufwirft und Interesse weckt für den "Plan"! Besonders gefallen hat mir z. B. der Verweis auf den Orion-Arm der Milchstraße als Ort unseres kleinen Sonnensystems. Wir sollten nicht vergessen, wo wir stehen. :-)... Rote Augen und "Klimamantel" finde ich auch nicht schlecht.


    Etwas hat mich leicht irritiert: Der Reisende will seine Anonymität aufgeben (das Warum war mir am Ende des Romans weiterhin unklar), aber die "Agentur" weiß schon längst von 6 Menschen. Müsste dies nicht irgendwie noch weitgehend unbekannt sein?! Es sei denn, die Auserwählten sind alle offensiv zugange und somit ist für jeden ersichtlich, wer zu den menschlichen Reisenden gehört. Aber anscheinend ist unbekannt, wann wer anzutreffen sein würde usw. --> nur meine Meinung.


    Weitere Anmerkung: Angesichts der Bedrohung durch "Rubens" zeigt Forrester wenig Emotionen (bis auf die allseitige Sorge), er ist regiert von Rationalität. Absicht des Autoren? Ich halte das persönlich für wenig authentisch (Wo ist die Wut, die Empörung, die Angst, das verletzte Ego?). Der Erzähler wirkt hierdurch distanziert und wenig eingeweiht. Forrester und Zinnober wuchsen mir dadurch in den ersten 10 Kapiteln eher wenig ans Herz. Es hatte aber auch sein Gutes: Ich konzentrierte mich stärker auf den Fortgang der Geschichte, auf das große Drama, weniger auf das Menschliche...


    Der Text hat hinterher Fragen aufgeworfen:
    - Wieso können Vater und Tochter lange (!) 5 Jahre unentdeckt bleiben und werden plötzlich doch von Rubens (statt vom Likotha) ausfindig gemacht?
    - Wie kann Rubens Forrester mit dessen Auffliegen drohen, wenn schon vermutlich ein Likotha nach ihnen sucht? Da ist das Gefundenwerden fast schon garantiert.
    Wie kann Forrester, der seine Tochter erst spät fand (vor 5 Jahren), sich gegen Omni wenden wollen und keine Angst vor den Legislatoren haben? Das ist Dramatik und Verzweiflung pur, die nicht so recht plastisch wird.
    - Wie kann ein zartgebauter Engel so elegant bei der hohen Geschwindigkeit des Raumschiffs im Sprawl (das Hundertfache der Lichtgeschwindigkeit) von außen an die Fenster des Aussichtsraums schweben und dort verharren? Da suche ich automatisch nach einer technischen Erklärung. :-)


    Natürlich muss ich das nicht hinterfragen, sondern kann es als Fantasy hinnehmen, aber wir wollen ja diskutieren.


    Ich finde den Roman unabhängig davon sehr gut!!


    PS: Sind die Bezeichnungen "InterStel" und "InS" eigentlich Synonyme? Ich denke schon, aber sie werden in zwei direkt aufeinanderfolgenden Sätzen gebraucht, als wären sie unterschiedliche Dinge.


    LG, Frank

  • Hallo und herzlich willkommen Frank. Schön, dass du hier zu uns gefunden hast und unsere Runde vergrößerst. :winken:


    Habe ich das richtig verstanden, dass du das ganze Buch schon kennst? Dann im Laufe der Leserunde bitte ganz besonders auf Spoiler aufpassen. :)

  • Danke!


    Ja, als begeisterter Leser von Andreas Brandhorsts Schreibe bin ich seit ein paar Tagen mit dem Roman durch. Ich achte sehr darauf, nichts zu verraten, denn ich weiß, wie unschön es ist, wenn gespoilert wird. Sollte ich unabsichtlich und unbemerkt zu stark vorausblicken, habe ich nichts dagegen, wenn es gelöscht würde. Ich wollte eigentlich eher nur mitlesen. :-)


    Gruß, Frank

  • Zu deinen Fragen, Frank, nicht unbedingt in der Reihenfolge, in der du sie gestellt hast. ;)


    Die Galaxis ist groß, und deshalb konnten Forrester und seine Tochter durchaus 5 Jahre auf ihrem unbewohnten Planeten unentdeckt bleiben. Die Likotha sind eine Spezies auf einer fernen Welt, und dort nicht einmal die dominante. Die Agentur hingegen (Rubens) ist eine interstellare Organisation, deren Geschäft gerade darin besteht, Dinge zu wissen und herauszufinden.


    Raumschiffe im Sprawl sind (relativ) sehr langsam und nur schnell in Bezug auf das Basiskontinuum, unser All.


    Es ist kein von Omni gehütetes Geheimnis, dass es 6 Reisende gibt, aber es wird auch nicht publik gemacht. Die Agentur weiß von den Reisenden (obwohl sie anderenorts nur Legenden sind), weil (siehe oben) das Geschäft dieser sehr einflussreichen interstellaren Organisation aus Informationen besteht.


    Aurelius gibt seine Identität preis, weil er Gründe dafür hat, wie sich später herausstellt.


    Was die Psychologie von Vater und Tochter betrifft: Beide entwickeln sich. Forrester hat für die Agentur gearbeitet und war ein ziemlich abgebrühter Typ, was sich durch die Präsenz seiner Tochter ändert.


    Beste Grüße
    Andreas

  • So was doofes, ich hatte anscheinend die Benachrichtigungen nicht aktiviert und habe gestern auf meinen Fingern gesessen um noch auf die anderen zu warten...


    Also, der Prolog ist mal wieder sehr interessant, besonders im Hinblick darauf, dass Forrester jetzt den Auftrag bekommt, Aurelius zu kidnappen.
    Ich frage mich, ob das zu Aurelius' Plan gehört? Schließlich hat er seine Anonymität bewusst aufgegeben (zu welchem Ziel ist mir noch nicht klar), es aber so geschickt gemacht, dass alle denken, sie wären die Schlauen und hätten es zufällig herausgefunden.


    Fasziniert haben mich natürlich einige der beschriebenen Errungenschaften, wie der 'Film' , der es einem ermöglicht, in einer menschenfeindlichen Umgebung zu (über)leben.


    Das 'Materialgedächtnis' finde ich natürlich auch klasse. Ich weiß, dass es das tatsächlich gibt (zum Beispiel für Metalle), aber in dieser ausgefeilten Funktion wie im Buch könnte ich es momentan sehr gut gebrauchen, wenn auch nur, damit sich unser Kühlschrank daran 'erinnert' hätte, dass er ein funktionierender Kühlschrank war. ;D


    Ich bin schon so gespannt wie es weitergeht, da ist ja eine Menge Zündstoffpotential in der Vater-Tochter-Beziehung.
    Vinz hat meiner Meinung nach eine Chance vertan, indem er Zinnober nicht erzählt hat, was damals beim Tod ihrer Mutter passiert ist.
    Jetzt wird es als Druckmittel gegen ihn eingesetzt.


    Überhaupt: die Namen! Zinnober(rot) ist schon klasse. Aber das Schiff Cassandra zu nennen? Da bin ich ja mal gespannt. Nomen est Omen?

  • [quote author=freus]Etwas hat mich leicht irritiert: Der Reisende will seine Anonymität aufgeben (das Warum war mir am Ende des Romans weiterhin unklar), aber die "Agentur" weiß schon längst von 6 Menschen. Müsste dies nicht irgendwie noch weitgehend unbekannt sein?! Es sei denn, die Auserwählten sind alle offensiv zugange und somit ist für jeden ersichtlich, wer zu den menschlichen Reisenden gehört. Aber anscheinend ist unbekannt, wann wer anzutreffen sein würde usw. --> nur meine Meinung.[/quote]


    Sieh mal an, so habe ich das gar nicht verstanden. Ich dachte, dass die Anzahl der Reisenden, und die Tatsache, dass es sie gibt, hinlänglich bekannt sind, aber nicht WER die Reisenden sind. Wenn also Aurelius bewusst seine Anonymität aufgibt, bedeutet das noch lange nicht, dass man weiß, wer die anderen Fünf sind.


    Zitat

    Angesichts der Bedrohung durch "Rubens" zeigt Forrester wenig Emotionen (bis auf die allseitige Sorge), er ist regiert von Rationalität. Absicht des Autoren? Ich halte das persönlich für wenig authentisch (Wo ist die Wut, die Empörung, die Angst, das verletzte Ego?)


    Na, ja, Vinz bringt als Erstes mal seine Tochter in Sicherheit, und er überlegt, Rubens zu eliminieren, das sind für mich eindeutig Hinweise auf Wut und Angst. Er lässt sich -- zumindest vordergründig -- auf den Deal ein -- nachdem er Zinnober an den sichersten Ort gebracht hat, den er kennt. Vielleicht ist er einfach zu rational, und weiß, dass es nichts bringt, etwas zu zerstören, bloß weil er wütend und ängstlich ist?


  • ...
    Überhaupt: die Namen! Zinnober(rot) ist schon klasse. Aber das Schiff Cassandra zu nennen? Da bin ich ja mal gespannt. Nomen est Omen?


    Über Namen und ihre Bedeutung habe ich ja auf der Open Stage bei der Frankfurter Buchmesse gesprochen - in diesem Fall passt der Name einfach. :) Und was die Bedeutung von "Cassandra" betrifft ... Wer weiß? ;)


    Beste Grüße
    Andreas

  • Cassandra als Namen für einen Schiffscomputer finde ich zumindest interessant. Ich gehe zwar mal davon aus, dass der keine hellseherischen Fähigkeiten hat, aber er gibt zumindest Ratschläge -- die Vinz dann prompt nicht befolgt, als er darauf besteht, das Kompensationsfeld deaktiviert zu lassen. :)


    Es ist überhaupt interessant, dass Zinnober auf einem Namen besteht. Bei Blakes 7 heißt der Schiffscomputer übrigens Zen. Bei Star Trek hat er keinen Namen. Das ist mir vorher noch nie aufgefallen. ;D

  • Wow schon so viele interessante Beiträge :)


    Vor dem lesen des Buchs habe ich mir die Chroniken durchgelesen und ich muss sagen Andreas hat da ein tolles großes neues Universum erschaffen mit viel Stoff für spannende Geschichten. Die Chroniken haben mir persönlich auch sehr dabei geholfen das neue Universum etwas kennen zulernen, etwas über die vergangene Geschichte zu erfahren und die Zusammenhänge besser zu verstehen.


    Mit den Charakteren habe ich mich auf den ersten Seiten allerdings trotzdem etwas schwer getan. Forrester, Rubens und Nathan wirken noch recht kühl (passt natürlich zu Andreas Beschreibung, dass Forrester ein sehr abgebrühter Typ war). Zinnober ist da eine Ausnahme, man spürt förmlich ihre Neugierde und das sie ihren eigenen Kopf hat und diesen auch durchzusetzen weiss. Die Idee das sie dem Intellekt einen Namen geben möchte, fand ich auch gut!


    Was mir besonders gut gefallen hat ist die Sprawl-Technik/Sprawlkontinuum! Andreas Brandhorst hat uns ja schon in anderen Romanen tolle Antriebs- und Fortbewegungsmittel vorgestellt, man erinnere sich z.B. an die Filigrane aus KdE.
    Das Sprawlkontinuum ist eine tolle Neuerung, die noch dazu ihre Tücken zu haben scheint und von (aus unseren Augen) übersinnlichen Wesen bevölkert wird. Der Abschnitt hat mich wirklich sehr gefesselt und meine Fantasie angeregt :)


    Momentan sagt mir mein Bauch das wir hier zwei größe Mächte haben, auf der einen Seite Omni und auf der anderen die mysteriöse Agentur, unter neuer Führung und dürstend nach mehr Macht. Forrester scheint ein Spielball dieser beiden Mächte zu werden, die Frage ist nur, wer ist der Gute.



    PS: Sind die Bezeichnungen "InterStel" und "InS" eigentlich Synonyme? Ich denke schon, aber sie werden in zwei direkt aufeinanderfolgenden Sätzen gebraucht, als wären sie unterschiedliche Dinge.


    LG, Frank


    Ich glaube die Frage wurde noch nicht beantwortet. Aber soweit ich das beurteilen kann bedeuten beiden Synonymen das gleiche. Andreas hat da so eine eigenwillige Art Dinge abzukürzen, daran muss man sich in der Tat gewöhnen und ich kann mir vorstellen das es auch verwirrend sein kann, nein, ich weiss sogar aus eigener Erfahrung das es verwirrend ist, wenn man das erste Mal einen Brandhorst ließt. Sorry Andreas ;)

  • Ich glaube die Frage wurde noch nicht beantwortet. Aber soweit ich das beurteilen kann bedeuten beiden Synonymen das gleiche. Andreas hat da so eine eigenwillige Art Dinge abzukürzen, daran muss man sich in der Tat gewöhnen und ich kann mir vorstellen das es auch verwirrend sein kann, nein, ich weiss sogar aus eigener Erfahrung das es verwirrend ist, wenn man das erste Mal einen Brandhorst ließt. Sorry Andreas ;)


    Kann man im Glossar nachschauen. Ist ein und dasselbe. :)


    Was mir besonders gut gefallen hat ist die Sprawl-Technik/Sprawlkontinuum! Andreas Brandhorst hat uns ja schon in anderen Romanen tolle Antriebs- und Fortbewegungsmittel vorgestellt, man erinnere sich z.B. an die Filigrane aus KdE.
    Das Sprawlkontinuum ist eine tolle Neuerung, die noch dazu ihre Tücken zu haben scheint und von (aus unseren Augen) übersinnlichen Wesen bevölkert wird. Der Abschnitt hat mich wirklich sehr gefesselt und meine Fantasie angeregt :)


    Ich fand dieses engelhafte Wesen auch faszinierend. So ein bisschen wie die Wurmlochwesen in DS9 (obwohl ich mich nicht erinnern kann, dass die körperlich waren).

  • Ich fand dieses engelhafte Wesen auch faszinierend. So ein bisschen wie die Wurmlochwesen in DS9 (obwohl ich mich nicht erinnern kann, dass die körperlich waren).


    In der Tat, ein guter Vergleich! :) Ob die Engel nun aber körperlich sind oder nicht beschreibt Andreas nicht. Ich würde sie bisher daher eher geisterhaft sehen, eine Spezies die es geschafft hat ihre Seele vom Körper zu befreien und nun in einer für uns nicht sichtbaren Dimension innerhalb des Sprawls lebt.

  • Nun ja, wir wissen natürlich nicht, ob Forrester halluziniert hat, aber der Beschreibung nach stelle ich sie mir schon körperlich vor:


    Zitat

    Forrester beobachtete, wie kleine perlweiße Saugnäpfe am Ende der Finger das Metallglas berührten.

  • Hallo zusammen,


    ich habe nun auch den ersten Abschnitt durch und nach den ersten Informationen freue ich mich nun sehr, diese neue Welt zu entdecken. An die Dimensionen sollte ich nach den vielen Büchern von Andreas ja mittlerweile gewöhnt sein, aber nein, bin ich nicht - Zeit, Raum und Alter (wie kann man sich schon vorstellen, wie es sich anfühlt 10.000 Jahre zu leben ;D ) faszinieren mich auch hier wieder.


    Der Prolog ist geheimnisvoll, doch was auch immer Aurelius vorhat, ich hatte hier auch gleich das Gefühl, dass er MÖCHTE, dass er gefunden wird.


    Forrester und seine Tochter Zinnober sind mir auf den ersten Blick sehr sympathisch (besonders Zinnober in ihrer lebendigen Art), was vielleicht auch etwas damit zu tun hat, dass sich die beiden so "normal" (so menschlich ;) ) anfühlten (OK, abgesehen von der coolen Möglichkeit, sich mal eben ein paar Kiemen und Schuppen "überzustülpen", um einfacher abzutauchen. ;D ) und die Szene mit ihnen so ein bisschen wie die Ruhe vor dem Sturm wirkte, als sie im Wasser schwammen und sich unterhielten.
    Geheimnisvoll waren dann auch der alte Tempel und die Artefakte, die 7 Statuen, die sie entdeckt hatten. Mal gespannt, was die bedeuten werden.



    Vinz hat meiner Meinung nach eine Chance vertan, indem er Zinnober nicht erzählt hat, was damals beim Tod ihrer Mutter passiert ist.


    Ja, daran habe ich auch gleich gedacht, dass er wohl besser mal offen mit seiner Tochter über alles, was passiert ist, reden sollte/hätte reden sollen, um irgendwelche Missverständnisse oder falsche Gefühle zu verhindern oder aus dem Weg zu räumen. Geheimniskrämereien führen ja doch leider dann oft zu Problemen... Aber das ist vielleicht leichter gesagt als getan, wenn man nicht in der Situation ist.



    Überhaupt: die Namen! Zinnober(rot) ist schon klasse. Aber das Schiff Cassandra zu nennen? Da bin ich ja mal gespannt. Nomen est Omen?


    Ich glaube wir hatten bisher noch keine Leserunde zu Andreas Büchern, in denen wir nicht festgestellt hatten, dass Andreas die Namen nicht nach Zufallsprinzip wählt. Ich zucke bei manchen Namen mittlerweile automatisch innerlich kurz zusammen und suche die Bedeutung, so auch hier. ;D


    Als Forrester die ganze Zeit Zinnober gegenüber nur von "dem Schiff" sprach, ging mir jedenfalls, noch bevor Zinnober es aussprach, durch den Kopf, warum er immer nur "das Schiff" sagt und ob es denn keinen Namen hat. Ich hab dann mal virtuell mit Zinnober abgeklatscht. :five::D


    Was die Ziele und politischen Ränkespiele betrifft, habe ich hier noch nicht den Durchblick, aber wir sind ja erst am Anfang und es geht der Agentur (also Benedikt) und InterStel zum einen wohl um Machtaufbau gegenüber Omni. Warum sie dafür den Reisenden brauchen? Weil er Zugang zu Omni-Artefakten hat und weil er weiß, wo genau die Erde sich befindet? Was hat das wohl alles zu bedeuten? Und was ist Omni genau? Alles sehr spannend und es gibt einige Andeutungen, ein genaues Bild aber natürlich noch nicht auf den ersten Seiten, aber ich bin mir sicher, dass wir auch hier wieder nicht nach Gut und Böse, Schwarz und Weiß suchen müssen ...


    Was die Engel betrifft, so wirkte die Szene auf mich irgendwie surreal. Die "Saugnäpfe" habe ich auch nicht mehr in Erinnerung gehabt und daher wirkte das Wesen auf mich auch eher "geisterhaft". Aber ob mit oder ohne festen Körper, am schlimmsten fand ich, dass Forrester nicht verstanden hat, was es so dringend mitzuteilen versuchte. Ich will wissen, was der Engel gesagt hat. >:( ;D

  • Hallo zusammen,


    ich bin ebenso mit dem ersten Abschnitt fertig.
    Was ich immer als Erstes ausführlich betrachte bei einem neuem Buch ist der Umschlag, das Cover usw. Das gefällt mir außerordentlich gut. Die erhabenen Buchstaben, des Titels und der Autor. Was mir besonders auffiel war die Schriftart, aber ich kann nicht benennen warum. Das Schiff auf dem Cover kommt mir außergewöhnlich vor. Zumindest anders, als auf diversen Science Fiction Romanen, die ich kenne. (Was zugegeben nicht so viele sind)


    Allein der kurze Auftakt auf dem Asteroiden macht mich sehr neugierig. Welche Mission hat Aurelius wohl bzw. warum möchte er diese durchführen, obwohl er nicht müsste und dabei sterben könnte?
    Die Omni haben hier zwar nur einen kurzen Auftritt durch Thrako. Aber allein, wie er und Aurelius sich fortbewegen bzw. auf einem Asterioden "spazieren gehen", lässt auf unendlich große Macht bzw. Technologien schließen.


    Zur Sympathie der Charaktere. Forrester ist mir nicht besonders sympathisch, aber auch nicht unsympathisch. Ich denke, dass es in der Phase schwer ist, das zu bewerten. Zinnober hingegen erwärmt mich deutlich mehr.


    Auch Rubens ist durchaus interessant. Seine Fähigkeiten werden nur angedeutet. Ich wäre gespannt, ob Forrester es mit ihm aufnehmen könnte.
    Anfangs dachte ich, warum ignoriert Forrester Rubens´Drohung nicht einfach und sucht sich etwas Neues, aber ich glaube sein handeln ist dann doch nachvollziehbar. Ich vermute, dass man die Agentur nicht so einfach los wird.

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Wow schon so viele interessante Beiträge :)


    Vor dem lesen des Buchs habe ich mir die Chroniken durchgelesen und ich muss sagen Andreas hat da ein tolles großes neues Universum erschaffen mit viel Stoff für spannende Geschichten. Die Chroniken haben mir persönlich auch sehr dabei geholfen das neue Universum etwas kennen zulernen, etwas über die vergangene Geschichte zu erfahren und die Zusammenhänge besser zu verstehen.


    Das mache ich persönlich nie, da ich nicht von Charakteren/Ländern/Sonstigem wissen möchte, bevor sie im Buch auftauchen.



    Was mir besonders gut gefallen hat ist die Sprawl-Technik/Sprawlkontinuum! Andreas Brandhorst hat uns ja schon in anderen Romanen tolle Antriebs- und Fortbewegungsmittel vorgestellt, man erinnere sich z.B. an die Filigrane aus KdE.
    Das Sprawlkontinuum ist eine tolle Neuerung, die noch dazu ihre Tücken zu haben scheint und von (aus unseren Augen) übersinnlichen Wesen bevölkert wird. Der Abschnitt hat mich wirklich sehr gefesselt und meine Fantasie angeregt :)


    Ich dachte erst, dass jedes Schiff einen Sprawl erzeugen kann. Aber es quasi eine „Autobahn“ durchs All. Und sie ist verdammt schnell. ;D

    Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)


  • Ich dachte erst, dass jedes Schiff einen Sprawl erzeugen kann. Aber es quasi eine „Autobahn“ durchs All. Und sie ist verdammt schnell. ;D


    Das Sprawl ist eine Art Hyperraum - bzw. eine übergeordnete Dimension -, in dem ein Raumschiff mit einem speziellen Triebwerk, "Sprawler" genannt, mit einem Vielfachen der Überlichtgeschwindigkeit *in Bezug auf unser All* fliegen kann. Die Geschwindigkeit im Sprawl selbst ist oft sehr gering (darauf wird noch hingewiesen), aber die relative Geschwindigkeit in Bezug auf unseren Weltraum kann enorm hoch sein. Und ja, über die Engel im Sprawl erfahrt ihr noch mehr, versprochen.


    Übrigens: Ein großes Kompliment an euch, für die vielen Beiträge in kurzer Zeit. Für Spekulationen ist es noch ein wenig früh, obwohl die eine oder andere Vermutung war schon da ... ;)


    Beste Grüße
    Andreas