06: Seite 477 - Ende (Kap. 32 – Ende)

  • Was für ein "finale furioso" - Henrietta legt am Silvesterabend einen bühnenreifen Auftritt hin in ihrem neuen, von Maximilian gesponserten Abendkleid und er gerät mächtig unter Druck und in die Defensive. Sie ist tatsächlich die Tochter dieser vermissten Imogen und damit auch Maximilians uneheliches Kind. Was ich fast noch schlimmer finde als die Gleichgültigkeit seiner Ex- Geliebten und deren Tochter gegenüber ist die Tatsache, dass er Jahr für Jahr die Verzweiflung von Imogen`s Mutter mitangesehen hat - wie traurig sie in den dunklen tiefen Wald gestarrt hat und sich unzählige Horrorszenarien ausgemalt haben musste und an der quälenden Ungewissheit über Imogen`s Schicksal gelitten hat über 20 Jahre lang!
    Das ist so unfassbar grausam von Maximilian - ein klärendes Gespräch mit den Eltern des "gefallenen" Mädchens und es hätte sich eine Lösung ergeben irgendwie.
    Aber nein - dazu hat ihm der Mut gefehlt, die Würde des untadeligen Hotelbesitzers war ein schützenswerteres Gut als das Leben einer unglücklichen jungen Frau und deren Tochter und die Verzweiflung der Eltern.


    Daher ist es nur konsequent, dass er sich zusammen mit der intriganten Anne aus dem Hotelbetrieb zurückzieht und eine andere Wohnung bezieht.


    Karl und Konrad werden das gemeinsam gut machen und für Johanna und Victor sehe ich auch optimistisch in die Zukunft. Alexander und Agnes werden auch ihren Weg machen, da habe ich keine Zweifel.

  • Frédéric war also der geheimnisvolle Schmuckdieb, der in den Wintermonaten im Hotel sein Unwesen trieb :o
    Ich verstehe nicht, warum sie ihn nicht angezeigt haben. Konrad hat ihn auf frischer Tat ertappt und der Franzose hat alles zugegeben und ihm sogar noch das Versteck mit der Beute gezeigt. Mehr Beweise kann es nicht geben. Warum lassen sie ihn ungeschoren davonkommen?? ???


    Zu Henrietta wollte ich noch anmerken, dass es richtig ist, wenn sie Distanz gewinnen will zu allem - zu ihrer Vergangenheit, der Familie Hohenstein, dem Hotel und auch zu Philipp.
    Sie hat ihren Platz und ihre Lebensziele noch nicht gefunden und nach allem, was hinter ihr liegt, ist es eine gute Idee, mit ihren Großeltern nach England zu gehen und erstmal zur Ruhe zu kommen.

  • Julia kann Marianne endlich auch annehmen. Schön für das Mädchen.


    So hatte sich wohl niemand die Silvesterfeier vorgestellt. Henrietta wollte es Maximilian heimzahlen. Dabei hat sie leider vergessen, was das für Konsequenzen für andere und für sie selbst hat. Alexander zeigt, dass er reifer geworden ist und berät sie gut. Es ist bestimmt das Beste, für eine Weile von der Bildfläche zu verschwinden. Auch Karl gefällt mir. Er will Marietta unterstützen und auch Alexander kann auf ihn bauen. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass es eine Zukunft mit Philipp geben wird.


    Maximilian hat Imogen schändlich ausgenutzt, ihr das Blaue vom Himmel versprochen, aber niemals seine Versprechen halten wollen. Schäbig hat er sich aus seiner Verantwortung gestohlen und die Zahlungen eingestellt. Am Ende wollte er am liebsten auch noch alles leugnen.


    Aber auch Images Mutter gegenüber hat er sich schändlich verhalten. Er hat ihr Leiden einfach mitleidslos übersehen.


    Seine Kinder sind enttäuscht von ihm, was ich gut verstehen kann. Er zieht sich dann komplett zurück. Schade, dass Anne nicht noch aufgeflogen ist.


    Aber für Johanna gibt es Silvester ja eine schöne Überraschung. Konrad ist wirklich ein sympathischer und mitfühlender Mensch.
     
    Das Hotel wird unter der Führung von Konrad und Karl modernisiert werden und auch weiter gut laufen.


    Der Dieb Frédéric wird von Konrad ertappt. Er hätte nicht so einfach davon kommen dürfen.

  • Dass Henriettta Maximilians Tochter ist, hatten wir ja schon vermutet, aber dass sie die Enkelin der Ashbees ist, hat mich dann absolut überrascht, da ich nicht mehr damit gerechnet habe, etwas über den Verbleib von Imogen zu erfahren. Was wir über Maximilians Verhalten gegenüber Imogen erfahren, hat mich schockiert und er ist damit komplett bei mir unten durch. Was die Verantwortung für das eigene Kind und die Mutter angeht, ist Karl ganz anders gestrickt, das sieht man an Marianne. Daher verwundert es mich auch nicht, dass Karl nicht damit zögert, Henrietta in die Familie aufzunehmen, denn er kann sich durch Marianne sehr gut in sie hineinversetzen.


    Mal ehrlich, ich verabscheue zwar Annes Intrigen, aber Maximilian ist eigentlich der Letzte, der ihr deswegen Vorhaltungen machen darf, er ist keinen Deut besser - die beiden passen perfekt zusammen! Ich bin absolut nicht böse, dass er die Konsequenzen zieht und sich aus dem Hotel zurückzieht. Ich denke, bei Konrad und Karl ist es in den besseren Händen.


    Wie Henrietta in der Silvesternacht die Bombe platzen lässt, war sehr gewagt, sie gibt ja selber zu, nicht darüber nachgedacht zu haben, was danach ist. Wären die Hohenstein-Kinder genauso skrupellos wie ihr Vater, dann hätte das ganz schön böse für Henrietta enden können, aber so hat sie eigentlich das Richtige getan.
    Ich habe einen ganz schönen Zorn bekommen, wie die Schuld damals nur bei den Frauen, sprich bei Imogen und Henrietta gesucht wurde und Maximilian, dieser Dreckskerl, noch in Schutz genommen wird >:(


    Ich denke, es ist gut, dass Henrietta mit ihren Großeltern nach England geht, so haben die Drei auch Zeit, sich kennenzulernen und die Ashbees können noch etwas über ihre Tochter erfahren, auch wenn es nicht viel Schönes sein wird. Und sie hat immer noch die Option, zu Philipp zu gehen. Ich bin gespannt, ob die beiden heiraten werden.


    Zwischen Victor und Johanna kommt alles in Ordnung - so toll, dass Konrad ihn über Johannas Pläne informiert hat und dieser direkt die Initiative ergriffen hat. So wenig, wie ich Anne mag, war ich doch froh, dass sie in dieser Sache ihre Tochter gegen Maximilian unterstützt.


    Frédéric de Montagney ist der Dieb? Wir haben ja schon auf einen Gast getippt, aber ich hätte mich nicht festlegen können. Bah, was für ein ekliger Typ, gut, dass Johanna seinem Werben niemals nachgegeben hat.


    Alexander hält weiterhin an seiner Agnes fest, wie schön. Ob es mit den beiden klappt, wissen wir noch nicht, aber ich freue mich, dass Karl der Verbindung offen gegenübersteht und ihnen helfen will, wenn es so weit ist.


    Gut hat mir natürlich auch gefallen, dass Julia allmählich Marianne annehmen kann - und sehr schön fand ich Karls Kommentar, dass den Platz, den Julia nun hätte, ihr keine Frau mehr wegnehmen könnte.


    Das Gespräch zwischen den drei Geschwistern in der Silvesternacht fand ich einen sehr schönen Abschluss dieser turbulenten Nacht und zeigte wieder sehr schön, wie nahe sich die Drei doch sind.


    Laila, ich denke, über Alexander/Agnes und Henrietta/Philipp werden wir sicherlich im nächsten Buch noch was lesen, oder? Wo wird das zeitlich angesiedelt sein? In nicht mal 10 Jahren beginnt ja der Erste Weltkrieg.


  • Was ich fast noch schlimmer finde als die Gleichgültigkeit seiner Ex- Geliebten und deren Tochter gegenüber ist die Tatsache, dass er Jahr für Jahr die Verzweiflung von Imogen`s Mutter mitangesehen hat - wie traurig sie in den dunklen tiefen Wald gestarrt hat und sich unzählige Horrorszenarien ausgemalt haben musste und an der quälenden Ungewissheit über Imogen`s Schicksal gelitten hat über 20 Jahre lang!
    Das ist so unfassbar grausam von Maximilian - ein klärendes Gespräch mit den Eltern des "gefallenen" Mädchens und es hätte sich eine Lösung ergeben irgendwie.


    Stimmt, damit hast du recht - sein Vergehen wurde ihm ja so Jahr für Jahr immer wieder vor Augen geführt, aber ihn hat das kalt gelassen.


  • Ich verstehe nicht, warum sie ihn nicht angezeigt haben. Konrad hat ihn auf frischer Tat ertappt und der Franzose hat alles zugegeben und ihm sogar noch das Versteck mit der Beute gezeigt. Mehr Beweise kann es nicht geben. Warum lassen sie ihn ungeschoren davonkommen?? ???


    Er hat ja angedroht, dass er alles leugnen würde und dann stünde es Aussage gegen Aussage, was dem Ruf des Hotels im Endeffekt auch schaden könnte, wenn man sich unter der Hand erzählt, dass man als Gast dort beschuldigt wird, ein Dieb zu sein. Und warum sollte er stehlen, er hat es ja wirklich nicht nötig - da wird es schon schwierig, das der Polizei plausibel zu erklären. Konrad hätte Frédéric in dem Moment des Diebstahls direkt bloßstellen müssen.


    Außerdem hätte Frédéric sicherlich einigen Dreck bei Johanna ausgeschüttet, wenn man ihn angezeigt hätte.


  • Was für ein "finale furioso" - Henrietta legt am Silvesterabend einen bühnenreifen Auftritt hin in ihrem neuen, von Maximilian gesponserten Abendkleid und er gerät mächtig unter Druck und in die Defensive.


    Sie wollte Rache und hat einfach nicht weitergedacht.



    Was ich fast noch schlimmer finde als die Gleichgültigkeit seiner Ex- Geliebten und deren Tochter gegenüber ist die Tatsache, dass er Jahr für Jahr die Verzweiflung von Imogen`s Mutter mitangesehen hat - wie traurig sie in den dunklen tiefen Wald gestarrt hat und sich unzählige Horrorszenarien ausgemalt haben musste und an der quälenden Ungewissheit über Imogen`s Schicksal gelitten hat über 20 Jahre lang!


    Er ist halt keinen Deut besser als Anne. Da haben sich zwei gesucht und gefunden.


  • Ich habe einen ganz schönen Zorn bekommen, wie die Schuld damals nur bei den Frauen, sprich bei Imogen und Henrietta gesucht wurde und Maximilian, dieser Dreckskerl, noch in Schutz genommen wird >:( 


    Eine Zeit, in der sich Männer alle Rechte herausnahmen und im Zweifelsfalle die Frauen die Schuld übernehmen mussten.



    Zwischen Victor und Johanna kommt alles in Ordnung - so toll, dass Konrad ihn über Johannas Pläne informiert hat und dieser direkt die Initiative ergriffen hat.


    Konrad war mir von Anfang an sympathisch und er zeigt sich immer von seiner besten Seite.



    Frédéric de Montagney ist der Dieb? Wir haben ja schon auf einen Gast getippt, aber ich hätte mich nicht festlegen können.


    Eigentlich blieben gar nicht so viele und man hätte eher drauf kommen können.

  • Henrietta lässt am Silvesterabend die Bombe platzen, das sie die uneheliche Tochter von Maximilian und - hier war ich echt überrascht - der verschwundenen Tochter der Ashbees, Imogen ist. Das war ehrlich starker Tobak, Maximilian ist so ein Schwein....da fehlen mir echt die Worte. Nicht nur, das er sich nicht um Henrietta und ihre Mutter gekümmert hat, er hat auch all die Jahre den Ashbees in die Augen gesehen und genau gewusst, was mit ihrer Tochter passiert ist...Kaltschnäuziger geht es kaum. Er und Anne geben das perfekte Paar ab und ihre drei Kinder tun mit unendlich Leid, das sie solche Eltern haben. Zum Glück zieht der alte Kerl sich jetzt aus dem Hotel zurück und übergibt es an Karl und Konrad.


    Johanna wird mit Victor glücklich, wie wir es uns gewünscht haben. Danke Konrad muß man sagen und zum Glück ist Victor ein so vernünftiger Kerl und hat nicht noch lange die beleidigte Leberwurst gespielt :)


    Die Diebstähle wurden auch aufgeklärt. Allerdings war die Art und Weise für mich nicht zufriedenstellend. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum man Frederic nicht zur Verantwortung gezogen hat, immerhin hat dieser "Spaß" das Hotel ordentlich Geld gekostet...
    Auch das die drei kinder so vorbehaltlos Henrietta gleich in ihre Reihen aufnehmen, ist mir zu einfach. Und meine Bedenken über die Alexander/Agnes Beziehung sind ebenfalls nicht besser geworden. Schade, so kam mir der letzte Abschnitt sehr oberflächlich vor.
    Was ich allerdings sehr positiv und schön fand, war die Vertrautheit und Freundschaft der drei Geschwister - da könnte man glatt ein bisschen neidisch werden :)


  • Eine Zeit, in der sich Männer alle Rechte herausnahmen und im Zweifelsfalle die Frauen die Schuld übernehmen mussten.


    Damit hast du absolut recht.



    Eigentlich blieben gar nicht so viele und man hätte eher drauf kommen können.


    Stimmt, man hätte draufkommen können, zumal er jedes Mal anwesend war, als die Diebstähle begangen wurden. Aber auf das Warum wäre ich so nicht gekommen.


  • Laila, ich denke, über Alexander/Agnes und Henrietta/Philipp werden wir sicherlich im nächsten Buch noch was lesen, oder? Wo wird das zeitlich angesiedelt sein? In nicht mal 10 Jahren beginnt ja der Erste Weltkrieg.


    Der zweite Band spielt Mitte der 20er, da ist die nächste Generation erwachsen und spielt die Hauptrolle. Wie es mit Alexander, Agnes, Henrietta und Philipp weitergeht, wird natürlich auch erzählt. :)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen

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