01: Anfang - Seite 104 (einschl. Kapitel 7)

  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 28.10.2016 zur Leserunde zu dem Buch "Das Hotel am Drachenfels" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Anna Jonas (Laila El Omari), die uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, liebe Anna/Laila, wieder mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 104 (bis einschl. Kapitel 7) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße
    odenwaldcollies :winken:

  • Hallo ihr Lieben,


    dann mache ich doch mal den Anfang. Dies ist mein erstes Buch von dir, liebe Anna bzw. Laila und ich muss sagen, es gefällt mir ausgesprochen gut. Die Atmosphäre in dem mondänen Hotel Anfang der Jahrhundertwende ist sehr lebendig und bildhaft beschrieben. Ich hatte immer wieder das Gefühl, mitten im Hotelbetrieb zu sein.


    Gab es eigentlich am Drachenfels mal ein Hotel, das dem Roman als Vorlage diente? Ich war irgendwann mal als Kind auf dem Drachenfels und kann mich nur noch an die Spinatburg und vor allem an die Ruine der Drachenburg erinnern. An die Ruine deswegen, weil mein Onkel, der in Bonn lebte, mir damals glaubhaft versicherte, dass in dem Gemäuer ein Knochenmann haust, der immer dann rauskommt, wenn die Kinder dort oben zu laut sind. Ich habe mich nicht an die Ruine getraut, vor allem deswegen nicht, weil andere Kinder dort so am Toben waren und ich fest damit gerechnet habe, dass der Knochenmann demnächst rauskommt ;D Damit zieht mich mein Onkel heute noch auf ;D


    Nun aber zurück zum Roman: wie schon geschrieben, finde ich die Beschreibung des Hotelbetriebs sehr anschaulich. Und auch die Familie Hohenstein ist eine spannende Familie: die Männer nehmen es nicht so genau mit der Treue, dass man Geliebte hat, zieht sich ja über Generationen hinweg. So kommt es dann eben, dass plötzlich Halbgeschwister auftauchen. Gut, Alexander hat noch keine Ehefrau, der er überhaupt treu sein könnte, und Karl wurde gegen seinen Willen in eine arrangierte Ehe geschubst. Wobei es seiner Frau Julia durchaus ernst ist mit ihrer Beziehung. Dass sie frustriert und deprimiert ist, wundert mich nicht, wenn man überlegt, dass sie auch noch, nachdem ihr Vater auf die falschen Aktien gesetzt hat, regelrecht verschachert wurde, damit er den Familiensitz behalten kann.


    Johanna wächst ziemlich wohlbehütet auf, habe ich den Eindruck, sie hat auch noch eine erfrischende Unschuld an sich. Und ein Auge auf Philipp geworfen, der wiederum mehr an Henrietta interessiert ist. Welches Ziel Henrietta verfolgt, bin ich gespannt. Ich hatte überlegt, ob sie vllt. ein uneheliches Kind von Maximilian sein könnte, mit dem er nie etwas zu tun haben wollte. Im Gegensatz zu Karl, der sich um sein uneheliches Kind kümmert, wenigstens inoffiziell. Ich fand es erstaunlich, dass er darauf bestanden hat, dass Carlotta sein Kinder nicht abtreibt. Kinder scheinen ihm sehr viel zu bedeuten, das sieht man auch, wie er mit seinen eigenen Kindern umgeht.


    Das Verhältnis zwischen den Hohenstein-Geschwister gefällt mir gut, das scheint ziemlich unbelastet zu sein, es gibt die üblichen Kabbeleien, aber man kann auch mal zusammen ausgelassen sein, wie bei der Schneeballschlacht, die mir sehr gut gefallen hat ;D


    Gut beschrieben sind auch die Generationsunterschiede: Karl und Alexander wünschen sich mehr frischen Wind für das Hotel, während Maximilian am liebsten am Status Quo festhalten möchte. Konrad hält es hier eher mit dem jungen Hohensteins und möchte einige Veränderungen einführen. Dass sich Maximilian damit schwertut, dass er plötzlich die Geschicke des Hotels nicht mehr alleine leiten kann, kann ich schon nachvollziehen, aber eigentlich hatte er genügend Zeit, sich mit dem Gedanken anzufreunden. Aber er scheint generell kein Mensch zu sein, der gerne die Kontrolle abgibt oder teilt. Ich befürchte, dass er sich eine ziemliche Gemeinheit einfallen lässt, um Konrad loszuwerden.


    Spannend finde ich auch, dass wir einen Einblick in die Gäste und deren Geschichte bekommen, wie z.B. die Mutter des vermissten englischen Mädchens. Als Alexander mit der "Gänseschar" unterwegs war und das eine Mädchen mit Schreien anfing, dachte ich kurz, ob sie womöglich über das Skelett des vermissten Mädchens gestolpert wäre.


    Grinsen musste ich bei den alljährlichen Diebstählen, wie die Gäste neben der halbherzigen Empörung sich als Detektive betätigen ;D Wobei ich sagen muss, hier könnte Maximilian wirklich etwas mehr Entschlossenheit zeigen, dem Dieb auf die Schliche zu kommen. Ich tippe eher auf einen Gast als auf das Personal, vielleicht jemand mit Kleptomanie.


    Einen Fehler habe ich übrigens entdeckt (Ebook): im Kapitel 3 kommt Philipp im Hotel an und wird von seinem Neffen Ludwig überschwänglich begrüßt. Hier steht im Ebook: "Na komm, du Quälgeist." Tobias hob seinen Neffen auf die Schultern.
    Ich war kurz irritiert, wer denn Tobias nun ist ;D

  • Ich fühle mich wohl im Hotel der Familie Hohenstein. Die Familie ist wohlhabend und hat einen gewissen Standesdünkel. Maximilian hat das Sagen, traut den Söhnen nichts zu und ist sehr nachsichtig bei Johanna. Er trägt aber auch Scheuklappen, denn sonst hätte ihn das Auftauchen seines Halbbruders nicht so aus der Bahn werfen würfen. Er hat gehandelt nach dem Motto „was ich nicht sehe, ist auch nicht da“. Nun muss er Konrad hinnehmen.


    Die Herren dieser Familie führen einen recht lockeren Lebenswandel. Eine oder gerne auch mehrere Geliebte gehören dazu. Wenn das die Frauen machen würden. Johanna darf ja nicht einmal alles hören, sie könnte ja verdorben werden. Dabei kommt sie mir vor, als würde sie mit beiden Beinen im Leben stehen.
    Johanna hat ein Auge auf Philipp geworfen, aber da hat sie bestimmt schlechte Karten.


    Philipp aber wiederum hat etwas mit Marietta hat. Marietta ist ziemlich undurchsichtig. Sie ist bestimmt die Tochter von irgendeinem Hohenstein.


    Karl musste Julia aus Geschäftsgründen heiraten. Er respektiert sie, aber das hält ihn nicht davon ab, hinter anderen Frauen her zu sein. Die ehemalige Angestellte hat sogar ein Kind mit ihm. Er besitzt wenigstens Anstand und kümmert sich um das Kind.


    Die Kinder der Familie haben ein tolles Verhältnis. Strafen können nicht greifen, weil einer für den anderen einsteht. Albern finde ich dieses Verbot „kein Essen“ sowieso, schon gar in dem Alter.


    Ich bin gespannt, was Maximilian bezüglich seines Bruder unternehmen wird, denn das er ihn da walten lässt, kann ich nicht glauben. Die Ansichten der beiden sind ja sehr unterschiedlich. Aber Karl ist von Konrad ja ziemlich angetan. Ihm wird es bestimmt gefallen, seinem Vater mal eins auszuwischen.


    Konrad ist mir sympathisch. Er macht seine Ansprüche klar, aber er geht noch sehr rücksichtsvoll vor. Er scheint auch aufmerksam zu sein, denn er tippt bei den Diebstählen nicht auf das Personal, sondern auf einen Gast. Ich bin mal gespannt, wer das wohl ist. Der Schriftsteller eher nicht, vielleicht ab sein Konkurrent um die Gunst von Johanna.


    Merkwürdig ist die Sache mit dem vor vilen Jahren verschwundenen Mädchen. Auch wenn der Wald groß und dicht ist, wäre sie dort gestorben, wäre sie auch bestimmt gefunden worden. Vielleicht ist sie einfach abgehauen.

  • Hallo ihr Lieben und liebe Anna -


    es passiert mir nicht oft, dass ich mich schon von den ersten Sätzen an in einer anderen faszinierenden Welt wiederfinde und die Personen, Landschaften und Orte vor mir sehe wie in einem Spielfilm.
    Die einzelnen Szenen reihen sich so perfekt in die Dramaturgie des Spannungsbogens ein wie auf einer Theaterbühne. Zu diesem Eindruck trägt natürlich der elegante und hermetische Schauplatz des Luxushotels im Siebengebirge bei. Das ist ein Ort, wo sich die unterschiedlichsten Menschen treffen und es bleibt nicht aus, dass es dabei zu Konflikten kommt, zu unterschwelligen Spannungen und erotischen Verwicklungen.
    Wie ich dieses Bel Époque - Ambiente liebe - es hat wirklich was von meiner Lieblingsserie "Downton Abbey" . :)
    Die Personen sind auch alle interessant und tragen ihre Geheimnisse tief verborgen und kaschiert durch gutes Benehmen und gesellschaftliche Regeln.
    Bei diesen merkwürdigen Diebstählen kam mir der Gedanke, ob nicht die "bestohlenen" Gäste selbst die Täter sind? Wenn Maximilian ihnen die Wertsachen so großzügig ersetzt, haben sie ja doppelt gewonnen - der Schmuck steckt in einer anderen Tasche oder in der Socke und mit dem Geld ist dann gleich ein Teil der Hotelrechnung bezahlt. Das wäre doch möglich, denn viele Leute aus guten alten Familien mit dem besten Ruf waren in Wirklichkeit verarmt oder hoch verschuldet oder hatten einen Vater/Sohn/ Bruder, der das Familienvermögen am Spieltisch oder sonstwo verprasst hat.
    Johanna gefällt mir sehr gut, sie ist klug und selbstbewußt - lustig, wie es ihr immer wieder gelingt, die Autorität ihres Vaters zu unterlaufen. Auch die beiden Söhne zeigen rebellische Tendenzen und Konrad ist sympathischer, als ich anfangs dachte.


  • Johanna darf ja nicht einmal alles hören, sie könnte ja verdorben werden. Dabei kommt sie mir vor, als würde sie mit beiden Beinen im Leben stehen.
    Johanna hat ein Auge auf Philipp geworfen, aber da hat sie bestimmt schlechte Karten.


    Ja, das Gefühl hatte ich auch.



    Philipp aber wiederum hat etwas mit Marietta hat. Marietta ist ziemlich undurchsichtig. Sie ist bestimmt die Tochter von irgendeinem Hohenstein.


    Sie war zwar bisher finanziell nie gut gestellt, aber eine gewisse Bildung scheint sie zu haben, siehe die "hors d'oeuvre".



    Merkwürdig ist die Sache mit dem vor vilen Jahren verschwundenen Mädchen. Auch wenn der Wald groß und dicht ist, wäre sie dort gestorben, wäre sie auch bestimmt gefunden worden. Vielleicht ist sie einfach abgehauen.


    Ich kann mich gerade nicht mehr erinnern, wurde denn erwähnt, wie alt das Mädchen damals war?


  • Die einzelnen Szenen reihen sich so perfekt in die Dramaturgie des Spannungsbogens ein wie auf einer Theaterbühne. Zu diesem Eindruck trägt natürlich der elegante und hermetische Schauplatz des Luxushotels im Siebengebirge bei. Das ist ein Ort, wo sich die unterschiedlichsten Menschen treffen und es bleibt nicht aus, dass es dabei zu Konflikten kommt, zu unterschwelligen Spannungen und erotischen Verwicklungen.


    Das hast du sehr schön und treffend beschrieben, liebe Emmy.



    Bei diesen merkwürdigen Diebstählen kam mir der Gedanke, ob nicht die "bestohlenen" Gäste selbst die Täter sind? Wenn Maximilian ihnen die Wertsachen so großzügig ersetzt, haben sie ja doppelt gewonnen - der Schmuck steckt in einer anderen Tasche oder in der Socke und mit dem Geld ist dann gleich ein Teil der Hotelrechnung bezahlt. Das wäre doch möglich, denn viele Leute aus guten alten Familien mit dem besten Ruf waren in Wirklichkeit verarmt oder hoch verschuldet oder hatten einen Vater/Sohn/ Bruder, der das Familienvermögen am Spieltisch oder sonstwo verprasst hat.


    Auf den Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen, dabei hat er was. Zumal es sich bestimmt schnell herumgesprochen hat, dass Maximilian den Schaden immer ersetzt.

  • Hallo Laila, hallo Leserunde :winken:
    Ich habe den ersten Abschnitt nun auch fast durch, wollte mich aber schon mal melden...


    Das Setting ist wirklich super, ich liebe Hotels als Hintergrund einer Geschichte, da kann alles passieren und es wird nie langweilig. Das Hotel Hohenstein scheint ein renommiertes, beliebtes Hotel zu sein, dessen Vorstand Maximilian Hohenstein ist. Er wohnt mit seiner Familie ebenfalls in einem Trakt des Hotels. Die beiden Söhne Alexander und Karl scheinen es ganz schön bunt zu treiben, was die Frauenbekanntschaften angeht - wie der Herr Vater ::) Bei Alexander finde ich es nicht so dramatisch, er ist noch ledig, aber was Karl da treibt und wie er wissentlich seine Frau Julia verletzt, ist ziemlich übel, finde ich !
    Was mir ganz gut gefällt ist, das die Kinder in der Familie - egal welche Generation - einen ziemlich hohen Stellenwert haben. Auch das Verhältnis unter den Geschwistern scheint ziemlich gut und unbelastet zu sein, sie haben ziemlich viel Spaß miteinander.


    Der Halbbruder Konrad ist mir ehrlich gesagt symphatischer als Maximilian. Er bringt frischen Wind ins Hotel, sofern er denn bleibt...Die Kinder scheinen ihn zu mögen und das hat mich überrascht. Keiner hat um sein Erbe gefürchtet, Karl hat seinem Vater sogar Unverständnis entgegen gebracht, das er sich jetzt so aufregt. Schließlich sei das Testament unanfechtbar und Konrad rechtmäßiger Erbe. Offenbar hat Maximilian, seiner Reaktion zufolge damit gerechnet, das Konrad sein Erbe nie einfordert...


  • Der Halbbruder Konrad ist mir ehrlich gesagt symphatischer als Maximilian. Er bringt frischen Wind ins Hotel, sofern er denn bleibt...Die Kinder scheinen ihn zu mögen und das hat mich überrascht. Keiner hat um sein Erbe gefürchtet, Karl hat seinem Vater sogar Unverständnis entgegen gebracht, das er sich jetzt so aufregt. Schließlich sei das Testament unanfechtbar und Konrad rechtmäßiger Erbe. Offenbar hat Maximilian, seiner Reaktion zufolge damit gerechnet, das Konrad sein Erbe nie einfordert...


    Ja, mir ist Konrad im Moment auch sympathischer als der sture Maximilian. Dass Karl als Erbe es so gelassen hinnimmt, hat mich auch überrascht. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass er selbst ein uneheliches Kind hat, für das er sich verantwortlich fühlt.

  • Ja, mir ist Konrad im Moment auch sympathischer als der sture Maximilian. Dass Karl als Erbe es so gelassen hinnimmt, hat mich auch überrascht. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass er selbst ein uneheliches Kind hat, für das er sich verantwortlich fühlt.


    Es ist schon merkwürdig, dass sich sowohl Karl, als auch Alexander und Johanna mit Konrad recht gut verstehen und auch seinen Vorschlag unterstützen, ein Telephon anzuschaffen. Entweder macht es ihnen einfach Freude, ihren Vater ein wenig zu ärgern, oder es steckt mehr dahinter. Maximilian will seine Macht nicht teilen, das erstreckt sich auf alle Gebiete seines Lebens. Dahinter stecken oft Versagensängste. Interessant ist die Beziehung zwischen Karl und Julia und ich befürchte, dass sich Julia von ihm trennen wird, wenn sie von seiner unehelichen Tochter erfährt. Die beiden könnten glücklich sein, aber irgendetwas steht ihnen im Weg. Wahrscheinlich ist es die Vorgeschichte der arrangierten Heirat - denn im Grunde habe ich das Gefühl, dass sie sich lieben, denn sonst hätten sie nicht so eine heiße Liebesnacht verbracht zusammen. Die Körper finden oft einen Weg, wenn die Seelen ihn noch suchen.


    Der Roman gefällt mir sehr gut, am liebsten würde ich den ganzen Tag auf dem Sofa liegen und lesen. :)


  • Wobei es seiner Frau Julia durchaus ernst ist mit ihrer Beziehung. Dass sie frustriert und deprimiert ist, wundert mich nicht, wenn man überlegt, dass sie auch noch, nachdem ihr Vater auf die falschen Aktien gesetzt hat, regelrecht verschachert wurde, damit er den Familiensitz behalten kann.


    Und Anne kann ihre Schwiegertochter nicht leiden und macht ihr das Leben auch nicht leichter.



    Gut beschrieben sind auch die Generationsunterschiede: Karl und Alexander wünschen sich mehr frischen Wind für das Hotel, während Maximilian am liebsten am Status Quo festhalten möchte.


    Er kommt mir ziemlich verknöchert vor und stur.




    Grinsen musste ich bei den alljährlichen Diebstählen, wie die Gäste neben der halbherzigen Empörung sich als Detektive betätigen ;D Wobei ich sagen muss, hier könnte Maximilian wirklich etwas mehr Entschlossenheit zeigen, dem Dieb auf die Schliche zu kommen. Ich tippe eher auf einen Gast als auf das Personal, vielleicht jemand mit Kleptomanie.


    Ich glaube auch nicht, dass es jemand vom Personal ist.


  • Interessant ist die Beziehung zwischen Karl und Julia und ich befürchte, dass sich Julia von ihm trennen wird, wenn sie von seiner unehelichen Tochter erfährt.


    Ich denke, das ist nicht so einfach. Sie wird bestimmt den Anspruch auf die Kinder verlieren. Unterhalt wird ihr garantiert auch verwehrt und seitens ihrer Familie hat sie auch nichts zu erwarten.
    Sie steckt ziemlich in der Klemme.


  • Und Anne kann ihre Schwiegertochter nicht leiden und macht ihr das Leben auch nicht leichter.


    Da ist es echt kein Wunder, dass sie sich so einsam fühlt.



    Ich denke, das ist nicht so einfach. Sie wird bestimmt den Anspruch auf die Kinder verlieren. Unterhalt wird ihr garantiert auch verwehrt und seitens ihrer Familie hat sie auch nichts zu erwarten.
    Sie steckt ziemlich in der Klemme.


    Ich fürchte, damit hast du recht, zur damaligen Zeit war das für Frauen deutlich schwieriger, sich vom Partner zu trennen.

  • Das Karl eine uneheliche Tochter hat, war ja nun echt zu erwarten ::) Ich weiß nicht warum, aber es passt zu ihm...Die arme Julia, was sie so alles ertragen muss. Ob sie davon weiß ? Bzw. was sie wohl macht, wenn sie es erfährt ? Aber was soll sie schon groß machen...
    Auch hier fällt mir wieder auf, wie liebevoll Karl sich um das kranke Kind kümmert. Die Mutter ist dagegen jawohl einfach nur ätzend !!!


    Maximilian wird mir irgendwie immer unsymphatischer. Nun auch noch diese "billige" Geliebte ::) Was ist nur los mit diesen Männern, das sie ihren Frauen das antun mögen...


    Johanna ist in Phillip verknallt, der seinerseits hätte aber lieber Henrietta - natürlich auch nur zum Spaß haben... Was Henrietta wohl für ein Geheimnis hat, darauf bin ich wirklich gespannt !

  • Ich denke, das ist nicht so einfach. Sie wird bestimmt den Anspruch auf die Kinder verlieren. Unterhalt wird ihr garantiert auch verwehrt und seitens ihrer Familie hat sie auch nichts zu erwarten.
    Sie steckt ziemlich in der Klemme.


    Sie ist in einer komplizierten Situation, weil sie sich über Karl und sein Verhalten unsicher ist.
    Mal verbringen sie eine heiße Liebesnacht wie Jungverliebte, dann wieder beachtet er sie kaum. Dennoch hat Julia einen starken Charakter und wie ich schon angedeutet habe - ich bin mir sicher, die beiden lieben sich, sie versuchen nur, ihre Gefühle zu verdrängen aus Angst vor Zurückweisung. Julia weiß, dass Karl sie betrügt, wenn sie aber von dem Kind erfährt, traue ich ihr zu, dass sie konsequent reagiert. Die beiden brauchen mal so eine extreme Situation, damit sie emotional zueinanderfinden.


  • Dass Karl als Erbe es so gelassen hinnimmt, hat mich auch überrascht. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass er selbst ein uneheliches Kind hat, für das er sich verantwortlich fühlt.


    Das könnte natürlich sein. Vielleicht ist er ja auch gar kein so raffgieriger Mensch und denkt sich, das was mir zusteht, reicht mir. Ein Zug, den ich sehr schätzen würde ;D



    Es ist schon merkwürdig, dass sich sowohl Karl, als auch Alexander und Johanna mit Konrad recht gut verstehen und auch seinen Vorschlag unterstützen, ein Telephon anzuschaffen. Entweder macht es ihnen einfach Freude, ihren Vater ein wenig zu ärgern, oder es steckt mehr dahinter.


    Stimmt, den Eindruck habe ich ebenfalls. Vielleicht sehen sie ja jetzt ihre Chance gekommen, einige ihrer Ideen umzusetzen, die Maximilian sofort abgeschmettert hätte. Er traut seinen Söhnen ja eh nichts zu...Na gut, vielleicht hat er ja auch recht damit ;)



    Ich glaube auch nicht, dass es jemand vom Personal ist.


    Hier schließe ich mich eurer Meinung an.



    Da ist es echt kein Wunder, dass sie sich so einsam fühlt.


    Julia behauptet sich Anne gegenüber ziemlich gut finde ich ! Sie lässt Anne auf wunderbar subtile Weise merken, was sie von ihr hält :daumen:


  • Das Karl eine uneheliche Tochter hat, war ja nun echt zu erwarten ::) Ich weiß nicht warum, aber es passt zu ihm...Die arme Julia, was sie so alles ertragen muss. Ob sie davon weiß ?


    Ich habe das Gefühl, dass Julia nichts von dem Kind weiß.



    Die beiden brauchen mal so eine extreme Situation, damit sie emotional zueinanderfinden.


    Damit könntest du recht haben.


  • Gab es eigentlich am Drachenfels mal ein Hotel, das dem Roman als Vorlage diente?


    Nein, es gab zwar viele Hotels in der Region, aber keines davon diente direkt als Vorlage. Ich bin allerdings herumgewandert und habe nach einem Ort gesucht, wo das Hotel hätte stehen können.


    Zitat

    Ich war irgendwann mal als Kind auf dem Drachenfels und kann mich nur noch an die Spinatburg und vor allem an die Ruine der Drachenburg erinnern. An die Ruine deswegen, weil mein Onkel, der in Bonn lebte, mir damals glaubhaft versicherte, dass in dem Gemäuer ein Knochenmann haust, der immer dann rauskommt, wenn die Kinder dort oben zu laut sind. Ich habe mich nicht an die Ruine getraut, vor allem deswegen nicht, weil andere Kinder dort so am Toben waren und ich fest damit gerechnet habe, dass der Knochenmann demnächst rauskommt ;D Damit zieht mich mein Onkel heute noch auf ;D


    Solche Geschichten liebe ich. ;D


    Zitat

    Einen Fehler habe ich übrigens entdeckt (Ebook): im Kapitel 3 kommt Philipp im Hotel an und wird von seinem Neffen Ludwig überschwänglich begrüßt. Hier steht im Ebook: "Na komm, du Quälgeist." Tobias hob seinen Neffen auf die Schultern.
    Ich war kurz irritiert, wer denn Tobias nun ist ;D


    Ja, ein ärgerlicher kleiner Patzer. Das wird in der nächsten Auflage korrigiert.

  • Suse

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