12 - Kapitel 7 und Epilog (Seite 523 bis Ende)

  • So, hier sind wir also im letzten Leseabschnitt angekommen. Neben der Diskussion der abschließenden Kapitel ist damit auch die Zeit für ein Fazit gekommen.


    Der dritte Teil der Phileasson-Saga liegt hinter uns, und wenn man auf die Karte schaut, sieht man, dass die Drachenführer diesmal erheblich Strecke gemacht haben. Der hohe Norden ist bezwungen, jetzt geht es in gemäßigtere Gefilde - und es wird Frühling. :daumen:


    Die Wölfin begann mit Nirkas Lebensgeschichte. Beorn durchlitt harte Wochen im Himmelsturm und kämpfte sich dann durch das Totenmoor, Phileasson besuchte Riva, reiste durch Wälder und Steppen und über Gebirge, er kämpfte gegen eine Seuche und befreite die ihm anvertrauten Nivesen aus dem Norburger Schuldturm. Pardona erzählte von der Historie Ometheons, in Liamhs Zaubersee entdeckte man die Paläste einer verlorenen Stadt, im Totenmoor kämpfen die Elfen seit Jahrtausenden gegen Orks und Trolle.


    Nun ist es an der Zeit, das Buch zuzuklappen. Tut Ihr das zufrieden oder ein wenig enttäuscht? Welche Szenen werden Euch im Gedächtnis bleiben? Welche Figuren haben Euch am besten unterhalten?


    Am Horizont scheint bereits die Silberflamme auf, und wenn alles gut geht, folgen danach noch acht weitere Abenteuer. Was wünscht Ihr Euch dafür? Welche Figuren sind Euch ans Herz gewachsen, welche findet Ihr interessant (das muss ja nicht identisch sein) - von wem wollt Ihr mehr lesen? Welche Themen bewegen Euch? Welche Fragen wollt Ihr beantwortet haben?


    Und natürlich: Bei wem würdet Ihr ins Drachenboot steigen und mitrudern - beim Blender oder beim Foggwulf? ;D

  • Ich bin begeistert! :bussi: Welch großartiges Abschlusskapitel. Applaus! Applaus! Es hat mir sehr sehr gut gefallen, wie am Ende alles zusammenläuft. Doch fangen wir mal von vorne an:


    Irulla bekommt endlich eine würdige Freundin. :D Eine -welch Überrschung- Spinne! :totlach: Sogar eine sehr haarige. ::) Fast niedlich mutet die Szene an, in der sie ihren neuen Gefährten namens "Orkengriff" mit einer fetten Fliege füttert.


    Spannung liegt in der Luft, als die Schenke von Elkwine und Rabescha betreten wird. Als harauskommt, dass die Verletzungen Rabeschas von einem Wolf herrühren, kann man ahnen, wer da in Frage kommt.


    Äußerst geschickt agieren Ohm Follker und Phileasson, in dem sie die aufgeheizte Stimmung der Gäste umlenkt. Ohm macht sie mit ihrer Musik gefügig und Phileasson weiß gekonnt, worauf es ankommt. Ihr Plan geht auf und Phileasson hat die Lage unter Kontrolle und zieht wieder die Strippen. Das fand ich sehr beeindruckend von den beiden.


    Schnell wird klar, dass der Wolf mit den blauen Augen, den wir ja bereits kennen nicht grundlos angegriffen hat. Viehdiebe haben sich an den Karenen zu schaffen gemacht. Gut, dass Phileasson jetzt da ist! Zidaine zeigt ihr Unberechenbarkeit, in dem sie unaufgefordert einer Viehdiebin ein Messer in die Pobacke rammt, um die Verletzung des Wolfes, der einen Bolzen in den Hinterlauf bekommen hat zu rächen. Phileasson scheint etwas entsetzt zu sein, in Anbetracht ihrer Kaltblütigkeit und reißt augenblich das Kommando an sich und macht deutlich, dass er das Sagen hat. Gott sei Dank. Wer weiß wie es sonst ausgeartet wäre! Zidaine ist voll angestautem Hass, den sie über Jahre genährt hat.


    Auf SEite 535 erleben wir wie Praioslob hadert. "Ich frage mich, ob es Gerechtigkeit in dieser Welt überhaupt gibt, oder ob wir alle zu verdorben dafür sind.(muss da nicht ein FRagezeichen hin?) Und wenn das so ist, können wir trotz unserer Verderbnis Gnade vor den Augen der Götter finden, wenn sie auf der anderen Seite des Nirgendmeers auf uns warten?" Ja, das frage ich mich auch. Es klingt an, dass Praioslob sicher nochmal an seine Grenzen kommen wird angesichts seines Glaubens. Und das bestimmt schon bald.


    Phileasson überrascht mich mit der schönen Szene, in der er Nirka das Fernweh erklärt. "....Die WElt ist reicher an Wundern, als sie an Worten ist." Welch schöne Aussage. Hätte ich ihm gar nicht so zugetraut. Hat mir gut gefallen. :)


    "Man kann nicht gleichzeitig zu Hause bleiben und in die Fremde ziehen. Unser Leben ist das Ergebnis der Entscheidungen, die wir treffen." Wahre Worte!


    Dann die eklige Szene in der Pardona/Lenya und Beorn Salda den Arm abnehmen. Mir war es echt übel. Vielen Dank für die detaillierte Schilderung. :totlach: Beorn hadert mit seiner Entscheidung, er weiß egal wie er handelt, er wird nicht glücklich damit werden und so kommt es ja dann auch. Ein Leben zu retten, das nicht gerettet werden will........eine traurige Sache. Dennoch findet Salda ein selbstbestimmtes und würdiges Ende. Schade um die stolze Kämpferin.
    Wie sie vorher noch das Kettenhemd aussucht.....da war ich schon argwöhnisch und dann das. Hut ab für ihren Mut!


    Und dann passiert noch, womit ich in diesem Band nicht mehr gerechnet habe. Während Tylstyr noch von einer lieblich badenden Zidaine träumt, hat Zidaine sich schon an Tjorne zu schaffen gemacht. Wieder die Krebsnummer (sie war ja auch einfach zu genial). Ich wusste, dass es so kommen musste, und das Tylstyr seinen Freund retten wird. Leider gönnt uns der Autor kein Gespräch mehr zwischen Tylstyr und Zidaine. Wird Tylsytr ihr den Rücken zukehren? Oder glaubt er immer noch weiter daran, dass er ihr Trauma heilen kann und sie resozialisieren kann? Ich denke er wird sie nicht aufgeben, die Frage ist was Phileasson macht, wenn er davon erfährt. WENN! Vermutlich wird sich das Rhema durch Tjornes Abgang erledigen. Wir werden ihm wieder begegnen, auf einem Schiff, als Kapitän. Da bin ich mir sicher. Tjorne wird einen anderen Weg gehen.


    Die Szene, in der am Ende alle beisammen sitzen und den erfolgreichen Verkauf feiern. Sehr schön! Nirka fragt, ob sie mit darf. Das habe ich erwartet, ihre Neugier war nicht mehr zu überhören. :D Ich freue mich riesig! Willkommen an Bord liebe Nirka. Ich setze mich gerne neben dich. ;D Und auch Hern'Sen kommt mit an Bord. Crottet nimmt seinen Platz bei seiner Sippe ein.


    Und dann das Ende....ein Sturm zieht auf....und wir werden herausgerissen aus dieser Spannung und müssen nun warten, was uns der nächste Band bringt!


    Ich fand gerade dieses letzte Kapitel überaus gelungen, alles fügt sich harmonisch zusammen. Einige Fragen werden beantwortet, einige werden uns weiterbegleiten. Ein großartiges Abenteuer!


    Und da ist es worauf ich gewartet habe: Phileasson erfährt, dass Beorn in der Nähe ist.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

    Einmal editiert, zuletzt von TippendeTastatur ()

  • Ich sitze weiterhin im Boot des Foggwulfs. Natürlich möchte ich noch viel mehr über Shaya erfahren, aber auch über Tylstyr und Zidaine, über Nirka, die eine meiner Lieblingsfiguren geworden ist in diesem Band. Irulla war bisher am Undurchsichtigsten, da wünsche ich mir endlich etwas mehr aus ihrer Vergangenheit, wie ist sie aufgewachsen? Was hat sie in ihrer Kindheit geprägt?


    Besonders aufregend fand ich den Prolog, der Ausflug in den Zauberwald war zu schnell vorbei :'( da hätte ich mehr von haben können (ja ich weiß, manch anderer hätte ihn gar nicht gebraucht :totlach: )Das Nivesenlager fand ich auch großartig, ebenso die Reise mit den Hundeschlitten. Mehr dazu werde ich dann in der Rezension schreiben ;D

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Ich bin mehr als zufrieden mit dem letzten Abschnitt. Alles kam so, wie es kommen musste, zumindest in meinen Augen.
    :freu: :freu: :freu:


    Tippende Tastatur hat schon alles schön zusammengefasst. Für mich ist alles schlüssig und nachvollziehbar. Im Prinzip hatte ich mir das auch so gewünscht.


    Nun gut, ein Gespräch zwischen Nirka und Crottet ist nicht zustande gekommen, aber das ist nicht weiter schlimm. Wichtiger ist, dass man merkt, dass die beiden sich mögen und keine Konkurrenten sind. Das ist mir wichtiger. Crottet kümmert sich nun um seine Sippe und Nirka geht auf Entdeckungstour mit Phileasson. Ich finde das super. Und wer weiß: vielleicht begegnen wir Crottet in einem späteren Band wieder.


    Und dass Her'Sen auch mitfährt, finde ich spannend. Bisher ist er mir als Jungsporn in Erinnerung geblieben, der sicherlich einiges an Potential aufzuweisen hat. Könnte interessant werden.


    Zumindest gibt es jetzt keine Dreiecksgeschichten mehr, alles ist geklärt, jeder ist da wo er hinsoll. Auch die Trennung von Tjorne, was ja nunmehr als verständlich ist nach Zidaines Aktion, finde ich zu diesem Zeitpunkt sehr passend.


    Die einzige Frage, die sich mir noch stellt ist die, zu wem Zidaine langfristig halten wird. Zugute halten kann man ihr, dass sie Tylstyr gewarnt hat und er seinen Freund noch retten konnte. Vielleicht musste sie diesen Weg gehen, denn irgendwie fühlte sie sich nicht so wohl dabei, hatte ich den Eindruck. Ich bin gespannt, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden weiter entwickelt.


    Die Szene mit Salda fand ich auch sehr gruselig. Beorn wusste eigentlich, dass er einen Fehler gemacht hat. Der Weg, den Salda ging, war für sie der einzig richtige. Leid tut es mir für sie trotzdem. Kann das sein, dass in Beorns Truppe mehr gestorben wird als in Phileassons-Truppe?



    Phileasson überrascht mich mit der schönen Szene, in der er Nirka das Fernweh erklärt. "....Die WElt ist reicher an Wundern, als sie an Worten ist." Welch schöne Aussage. Hätte ich ihm gar nicht so zugetraut. Hat mir gut gefallen. :)


    "Man kann nicht gleichzeitig zu Hause bleiben und in die Fremde ziehen. Unser Leben ist das Ergebnis der Entscheidungen, die wir treffen." Wahre Worte!


    Ja, das waren sehr schöne Sätze. Das Gespräch hat mir außerordentlich gut gefallen. Überhaupt sprach Phileassons schön. "Auch für unsere Freunde tagen wir Verantwortung". Wohl wahr.


    Die Gedankengänge, die Phileasson hatte, als er erfuhr, dass Beorn in der Stadt ist, lässt mich natürlich wieder spekulieren. Da mein Zweitname wohl "Ungeduld" ist, werde ich mich aber zusammenreißen und brav abwarten.


    Ich bin sehr zufrieden, hatte ich das schon gesagt? 8) :klatschen: :jakka:
    Und natürlich bin ich immer noch auf Phileassons-Ottajasko, was für eine Frage. :unschuldig:


    Für Silberflamme habe ich im Moment keine Vorstellungen oder Erwartungen, da lasse ich mich einfach überraschen. Es wird zunächst mit allen weitergehen in das 4. Abenteuer und mit der 4. Aufgabe. Ich freue mich schon sehr darauf.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ah, die Ersten sind schon durch. :)




    Irulla bekommt endlich eine würdige Freundin. :D Eine -welch Überrschung- Spinne! :totlach: Sogar eine sehr haarige.


    Gestern ist das Porträt von Orkengriff bei mir in der Mail gewesen. Ich finde, er ist sehr gut getroffen. Es wird also bald einen entsprechenden Eintrag in unserer Figurenliste geben. ;)



    Ohm macht sie mit ihrer Musik gefügig


    Die vergleichsweise vielen Liedtexte in Die Wölfin sind eine Reaktion auf das Feedback, das uns zu Nordwärts erreicht hat. Wollt Ihr mehr davon, oder reicht es jetzt?



    "Ich frage mich, ob es Gerechtigkeit in dieser Welt überhaupt gibt, oder ob wir alle zu verdorben dafür sind.(muss da nicht ein FRagezeichen hin?)


    Nein, weil der Vorsatz "Ich frage mich" eine Aussage einleitet. Anders wäre es, wenn man schriebe: "Ich frage mich: Gibt es in dieser Welt überhaupt Gerechtigkeit, oder ...?" - Dann wäre die Aussage mit dem Doppelpunkt abgeschlossen, und eine Frage würde wörtlich zitiert.



    Crottet kümmert sich nun um seine Sippe und Nirka geht auf Entdeckungstour mit Phileasson.


    Dass Crottet und Phanta zusammenfinden, ist übrigens eine Abweichung von der Rollenspielvorlage, in der Hern'Sen favorisiert wird. Nach der Lektüre des Manuskripts hat die Rollenspielredaktion diesen Punkt aufgenommen. Es gibt nämlich ein brandneues Abenteuer, Klingen der Nacht von Dominic Hladek, in dem Phanta neuerlich auftaucht. Zunächst war sie dort als Gefährtin von Hern'Sen geschildert, aber kurz vor Drucklegung konnte das noch geändert und offen gelassen werden, sodass es nun keinen Widerspruch zu unserem Roman gibt. :)



    Auch die Trennung von Tjorne, was ja nunmehr als verständlich ist nach Zidaines Aktion, finde ich zu diesem Zeitpunkt sehr passend.


    Vermutest Du - wie TippendeTastatur - dass Tjornes Geschichte in der Saga noch auf die eine oder andere Weise weitegeht?



    Zugute halten kann man ihr, dass sie Tylstyr gewarnt hat und er seinen Freund noch retten konnte.


    Mehr noch: Sie hat auch auf den ansonsten üblichen Stich in den Hals verzichtet.



    Kann das sein, dass in Beorns Truppe mehr gestorben wird als in Phileassons-Truppe?


    Tja, das ist eben die Konsequenz, wenn man beim zweitbesten Drachenführer und nicht beim besten mitfährt. ;D
    Aber Phileasson hat auch schon einen ansehnlichen "Headcount": Ragnor, Eichward, Shulinai ...



    Ich bin begeistert!
    ...
    Ich fand gerade dieses letzte Kapitel überaus gelungen, alles fügt sich harmonisch zusammen. Einige Fragen werden beantwortet, einige werden uns weiterbegleiten. Ein großartiges Abenteuer!



    Ich bin mehr als zufrieden mit dem letzten Abschnitt.
    ...
    Ich bin sehr zufrieden, hatte ich das schon gesagt? 8) :klatschen: :jakka:
    Und natürlich bin ich immer noch auf Phileassons-Ottajasko, was für eine Frage. :unschuldig:


    :freu: :freu:

  • Die vergleichsweise vielen Liedtexte in Die Wölfin sind eine Reaktion auf das Feedback, das uns zu Nordwärts erreicht hat. Wollt Ihr mehr davon, oder reicht es jetzt?


    Also bis jetzt fand ich das nicht störend und ist immer eine schöne Auflockerung. Und immerhin handeln die Skaldengesänge ja von vergangenen Taten und Helden, das finde ich schon sehr interessant. Vor allem, wenn sich irgendwann der Kreis schließt und man dann auch genau weiß, wovon gesungen wird.


    Zitat

    Vermutest Du - wie TippendeTastatur - dass Tjornes Geschichte in der Saga noch auf die eine oder andere Weise weitegeht?


    Ehrlich gesagt ist mir das Schnuppe. Für Tjorne schlug noch nie mein Herz. Wenn er nicht mehr auftaucht, würde ich ihn nicht vermissen. Sicherlich ist er als Kämpfer an Boerns Seite, der irgendwann einen Heldentod erlangt, durchaus noch von Nutzen.
    >:D


    Zitat

    Mehr noch: Sie hat auch auf den ansonsten üblichen Stich in den Hals verzichtet.


    Das bedeutet aber auch, dass sie ihn nicht mehr wirklich töten wollte und bestärkt mich darin, dass sie Dinge aufgrund ihres Paktes machen MUSS, um ihren Part zu erfüllen, aber eine kleine "Gesetzes"lücke gefunden hat, um es nicht mit aller Konsequenz durchführen zu müssen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • [quote author=Die Wölfin, Seite 535]
    Praioslob zeigte nach Osten. »Burg Dornblut liegt in den Rotaugensümpfen. ...[/quote]
    Und damit zeigt der Gute Praioslob netterweise in Richtung meines ersten DSA-Romans, Todesstille, der genau dort spielt. ;D
    Wem das Bornland gut gefällt, wer mehr über Bronnjaren und Leibeigene, über eine romantische Liebe unter ungünstigen Voraussetzungen, über Goblins und die Geweihtenschaft des Gottes von Tod, Vergessen und Schweigen lesen möchte, der ist dort richtig. In Nebenrollen erwärmen ein Hund und ein Reit-Elch namens Jollo die Herzen.
    Allerdings ist die Printversion dieses Buchs beim Verlag nicht mehr lieferbar - was jetzt noch im Handel ist, ist der Rest, mehr kommt nicht nach. Das eBook bleibt natürlich auf absehbare Zeit lieferbar. ;)

  • Und damit zeigt der Gute Praioslob netterweise in Richtung meines ersten DSA-Romans, Todesstille, der genau dort spielt. ;D
    Wem das Bornland gut gefällt, wer mehr über Bronnjaren und Leibeigene, über eine romantische Liebe unter ungünstigen Voraussetzungen, über Goblins und die Geweihtenschaft des Gottes von Tod, Vergessen und Schweigen lesen möchte, der ist dort richtig. In Nebenrollen erwärmen ein Hund und ein Reit-Elch namens Jollo die Herzen.
    Allerdings ist die Printversion dieses Buchs beim Verlag nicht mehr lieferbar - was jetzt noch im Handel ist, ist der Rest, mehr kommt nicht nach. Das eBook bleibt natürlich auf absehbare Zeit lieferbar. ;)


    Das ist ja interessant. Ich werde mir das bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen. Gibt es eigentlich in den DSA Heften Illustrationen? Oder eher nicht? Ich muss sagen, dass ich Illustrationen liebe. Auch wenn Bernhard mal an anderer Stelle meinte, dass sie dem Leser auch etwas nehmen. Natürlich müssen die Illustrationen sehr hochwertig sein, damit alles passt. Man nehme nur mal die neue Herr der Ringe Jubiläumsausgabe, einfach wundervolle Illustrationen. Für mich wäre die Phileasson-Saga noch großartiger, wenn es Bilder gäbe. Wobei ich ja immer noch für ein Begleitbuch plädiere und DA könnten doch zauberhafte Illus rein. Für mich wäre das ein Highlight, Bilder zu den Schauplätzen und den Hauptfiguren. Ich weiß, das ist wohl sehr unwahrscheinlich, aber man wird ja noch träumen dürfen. :D

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.


  • Gibt es eigentlich in den DSA Heften Illustrationen?


    In den Rollenspielprodukten gibt es sehr viele Illustrationen, in den neueren sogar meist farbig. Die Illustrationen auf unserer Projekthomepage stammen beinahe alle entweder aus Rollenspielprodukten, oder sie wurden speziell von den Künstlerinnen und Künstlern angefertigt, die auch die Rollenspielprodukte illustrieren.

  • Da ist das Ende also gekommen.


    Und fast hätte es auch für Tjorne ein endgültiges Ende gegeben, hätte Tylstyr seinen Freund (bzw. jetzt nicht mehr Freund) nicht rechtzeitig gefunden. Lag ich doch ganz richtig damit, Zidaine nicht über den Weg zu trauen. Dass sie auch noch für Beorn den Maulwurf spielt, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Sehr unbefriedigend fand ich, dass Tjorne einfach nur noch weg wollte und Zidaine dadurch damit davon kam (zumindest in diesem Buch). Das birgt für Tjorne doch die Gefahr, dass sie ihre Rache an ihm noch zu Ende bringen wird, solange beide noch in Festum sind.
    Salarin hat zumindest teilweise erfahren, was los war, schätze ich. Phileasson war auf einmal so unglaublich stur, wie ich es nicht von ihm gedacht hätte. Nicht, dass man es nicht genau so von Thorwalern kennt, aber er wirkte häufig genug schlichtend, beherrscht und interessiert an jedem einzelnen seiner Mannschaft. Selbst wenn Tjorne für ihn gestorben ist, als er sagte, dass Beorn der bessere Drachenführer sei, hätte er Tylstyr oder Zidaine, die ja nun noch in der Mannschaft verbleiben, zur Rede stellen können. Zumal er ja schon bei der Verfolgung der Viehdiebe gemerkt hat, dass Zidaine ein wenig aus der Reihe tanzt.
    Gut, wer das geklärt haben will, muss eben den nächsten Band erwerben. ;-)


    Ich habe es nach dem Gespräch zwischen Phileasson und Nirka schon befürchtet, dass sie mitkommen wird. Nichts gegen Nirka als Charakter. Ich finde es einfach etwas unpassend, denn die Sehnsucht nach der Weite habe ich bei Nirka so eigentlich nicht bemerkt. Ist mir da was entgangen? Kein Wolfsrudel in der Nähe, nicht mal durch Wälder und Felder streifen können, wenn man auf See fährt...hat sie sich das wirklich gut überlegt oder hat Phileasson da als Ottajasko-Alpha etwa eine Sogwirkung auf sie, von der wir noch nichts wissen?
    An sich können so alle ja zufrieden sein. Crottet geht ohne Nebenbuhler mit Phanta zu seiner Sippe und Nirka kommt ihm da jetzt auch nicht in die Quere. Dass der junge Nivese jetzt zur Ottajasko gehört, ist ganz in Ordnung. Er wird das Gefühl haben, dass er Phileasson etwas schuldig ist und sich hoffentlich Mühe geben.


    Schön war es, dass sogar Nossep kurz namentlich noch einmal vorkam. Die Nivesin mit ihrer Schlange (mir fällt grad nicht ihr Name ein) hätte sich mit Irulla bestimmt gut verstanden, wenn sie ebenfalls noch einen Auftritt bekommen hätte. Irulla ist auf jeden Fall ein Charakter, der zu kurz kam, meiner Meinung nach. Sie kommentierte hier und da mal was und fiel mir sonst nur bei 2 Aktionen auf (Goblinarm abtrennen und Jagd der Viehdiebe), aber zu ihrer Geschichte/ihrem Hintergrund kam nichts. Sie ist eine Moha, oder? Die haben ja in ihren Stämmen ganz eigene Stammesregeln. Wäre schön, wenn die nächstes Mal mehr rausgearbeitet würden oder hält sie sich so fernab der Heimat nicht mehr daran?


    Ich habe selber auch mal eine Moha gespielt (ja, wie ihr merkt hatte ich einen ziemlichen Charakterverschleiß...). Souko war ihr Name. Ihr Volk untersagte nach Stammesregel Fahrten auf Wasser (wohl mal schlechte Erfahrungen damit gemacht), also wäre sie niemals mit Phileasson in See gestochen.^^ Blöd war nur, dass ihre Abenteuergruppe mit einem Floß über einen unterirdischen See fahren musste, um weiterzukommen. Es wurde der Beschluss gefasst, meine Moha ähnlich wie B.A. Baracus aus dem A-Team (hmm... Baracus... Barraculus...) bei Flugangst auszuknocken, um sie mitzunehmen. Leider bekam sie davon Wind als der Druide ihr eins überbraten wollte. Sie verteidigte sich und führte eine überaus glückliche, für den Druiden sehr sehr unglückliche Attacke gegen ihn, die seinen Tod zur Folge hatte (waren Stufe1/Stufe2 Helden). Wanja, der Wanderer, der Aves-Geweihte der Gruppe, wollte verhindern, dass sie seinem Freund dann auch noch den Kopf abtrennte (ihr Volk sammelte Schrumpfköpfe). Er tötete sie und überlebte selber nur mit knapper Not und Zuhilfenahme eines Heiltranks. Absolutes Drama. Da wäre es wirklich gesünder gewesen, sich nicht außerhalb ihrer Heimat an die Stammesregeln zu halten. Manche Kombinationen sind wohl nicht so recht spielbar. xD


    Das Mini-Abenteuer mit den Viehdieben hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Erst dachte ich, dass es dazu diente, Zidaines Rachegelüste noch rauszuarbeiten, aber danach kam ja dann noch die Sache mit Tjorne. Am besten gefiel mir dabei Praioslob, als er begriffen hat, dass er auf sie reingefallen ist. Er hat von einem Moment zum anderen so schön von Helfen auf Bestrafen (!) umgeschaltet. Dafür hatte es sich schon gelohnt.^^


    Ich muss sagen, dass mir die Beschreibung der Festumer Promenade unbeschreiblich gut gefallen hat, auch wenn der Anlass, warum Tylstyr sie aufsuchte, kein schöner war. Ich konnte mir das richtig gut vorstellen, wie sich dort die Villen aneinanderreihten und man erst gar keine Sicht auf das Wasser hatte. In Belgien ging es mir auch immer so, als ich mit meinen Eltern und Geschwistern dort war. Die Häuser türmen sich bis vor den Strand, dass man meist erst das Meer zu sehen bekommt, wenn man um die letzte Ecke biegt und plötzlich ist es da. <3


    Zitat

    Nun ist es an der Zeit, das Buch zuzuklappen. Tut Ihr das zufrieden oder ein wenig enttäuscht?


    Zufrieden bin ich schon, vor allem, dass das Buch in sich sehr abgeschlossen ist. Ließ sich auch als Einzelband aus der Serie herausgegriffen ganz gut lesen. Insgesamt haben mir die Phileasson-Anteile deutlich besser gefallen (bis auf den Zauberwald) und ich habe es zum Teil wirklich nicht gemocht, dort rausgerissen zu werden. Schade finde ich, dass Beorns Ottajasko nicht autark rüberkommt mit Pardona im Team. Das Buch beinhaltete in angenehmen Maße Humor, Abenteuer und zwischen“menschliche“ Beziehungen. Hintergründe bestimmter Charaktere wurden auch vertieft. Gut war dabei auch die Ometheon-Geschichte.


    Zitat

    Welche Szenen werden Euch im Gedächtnis bleiben?


    Die Szene in der Tylstyr nach Tjorne sucht und überhaupt: Das Ende hallt noch nach. Ansonsten die Passierschein A38 Szene mit unserem Freund Barraculus selbstverständlich. :-D


    Zitat

    Welche Figuren haben Euch am besten unterhalten?
    Welche Figuren sind Euch ans Herz gewachsen, welche findet Ihr interessant (das muss ja nicht identisch sein) - von wem wollt Ihr mehr lesen? Welche Themen bewegen Euch? Welche Fragen wollt Ihr beantwortet haben?


    Interessant finde ich Praioslob, weil er eben deutlich anders ist, als ich einen Praios-Geweihten nach DSA3 kenne.
    Shaya mag ich so wie sie ist und hoffe, dass da nicht noch mehr zu Salarin und ihr kommt. Das passt mir irgendwie nicht.
    Zu Pardona würde ich gerne noch mehr erfahren. Wie geriet sie an den Namenlosen? Beeinflusst Lenya über die Verbindung, die vielleicht doch in beide Richtungen wirkt, Pardona und bringt sie dazu, über gewisse Dinge nachzudenken? Wie denkt sie denn nun genau über den Untergang der Hochelfen?
    Die Skaldengesänge sind hart an der Grenze. Nicht zu lange bitte, dann geht’s schon. Wohldosiert.
    Tylstyr mag ich wirklich sehr. Wenn da nur diese Zuneigung zu Zidaine nicht wäre. Diese Frau ist Gift und man kann ihr nach wie vor nicht vertrauen. Ich denke, sie kann sich nicht mal selbst trauen.


    Zitat

    Bei wem würdet Ihr ins Drachenboot steigen und mitrudern - beim Blender oder beim Foggwulf?


    Als ob es dieser Frage überhaupt bedurft hätte! Selbstverständlich ist Phileassons Drachenboot das einzige, auf das ich mich begeben würde! Ob das neue Schiff aus Festum aber noch die Bezeichnung Drachenboot verdient?
    Wohin genau geht es denn als nächstes? Habe mich noch nicht spoilern lassen. :)

    Liebe Grüße

    Juliane

    Einmal editiert, zuletzt von Janesway ()

  • @ janesway


    Ich finde die Figur Nirka wirklich herausragend, eben weil sie durch das Gestaltwandeln auch unheimlich viel Potenzial hat. Warum soll sie nicht eine gewisse Zeit auf See sein? Irgendwann geht es sicher auch wieder an Land und mit ihren Instinkten kann sie sicher noch eine enorme Bereicherung für Phileassons Ottajsko sein. Sie wird manche Gefahr wittern, bevor die Anderen sie überhaupt erahnen. Auch als Verteidigung oder Abschreckung vor anderen Tieren könnte sie sich als sinnvoll erweisen, oder wenn irgendwo der richtige Weg zu finden ist, jemand verlorengeht o.ä sie könnte die Fährte sicher aufnehmen. Nur um einige Beispiele zu nennen. Nirka ist für mich eine große Bereicherung der Figuren und ich bin sowas von gespannt auf den nächsten Band mit ihr.


    Zidaine tust du glaube ich weiterhin Unrecht. Und ich denke nicht, dass sie, nur weil sie so davon gekommen ist, nochmal auf Tjorne losgeht irgendwann. Wenn sie es wirklich zu 100% gewollt hätte, dann wäre er längst tot gewesen. Sie musste diesen Weg gehen, um selber zu erfahren, dass sie nicht bis zum Äußersten geht. Und Tjorne weiß im Grunde seines Herzens ja auch, dass er diese Aktion verdient hat. Ich denke jetzt können beide ihren Frieden mit der Vergangenheit machen. Außerdem, wer sagt, dass sie einfach so davon kommt? Denn noch wissen wir überhaupt nicht, wie Tylstyr sich ihr gegenüber verhalten wird, ob er sie rügt, mit ihr bricht oder was immer. Da ist sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen und das zarte Band des Vertrauens könnte durchaus beschädigt worden sein.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • @ TippendeTastatur


    War wohl etwas falsch zu verstehen. Ich sehe es wie du, dass Nirka eine große Bereicherung für die Ottajasko ist und sie wird sich da sicher auch gut machen. Ich mag sie und freue mich ebenfalls, dass sie uns weiter erhalten bleibt, aber ich fand den Bogen nicht schön gespannt, was die Begründung angeht. Ich hatte es kommen sehen beim Gespräch zwischen Phileasson und Nirka, aber hatte gehofft, dass es doch noch aus einem anderen Grund dazu kommt (über Crottet oder den Verlust von Blauauge und dem Rudel oder Hinweise auf ihren Vater oder oder ...). Wie gesagt: Mir ist vorher nicht bewusst geworden, dass Nirka Sehnsucht nach der Ferne hätte und mehr von der Welt sehen will. Das wirkt leider auf mich (und da spreche ich eben nur für mich allein) etwas gekünstelt, weil sie eben mit an Bord soll. Sie ist den ganzen Weg nach Festum gereist, um für ihren Stamm das Geld zu beschaffen, dass sie sich wieder kaufen können, was neu benötigt wird, nachdem als Vorsichtsmaßnahme so viel verbrannt werden musste. Und da will sie nicht mit anpacken, wo ihr Stamm es so schwer hatte? Will nicht sehen, wie es bestimmten Menschen nun geht, die sie seit ihrer Kindheit kennt? Will nicht Zeit mit ihrem Halbbruder verbringen, den sie so lange nicht gesehen hat (das Verhältnis bleibt ja leider unklar)? Wo ist da ihr "Rudeldenken"? Will sie auch nicht Blauauge helfen, dessen Flanke vielleicht nicht sofort wieder ganz in Ordnung ist?


    Zu Zidaine:
    Ja? Sie ist nicht bis zum Äußersten gegangen? Das Äußerste hätte aber trotzdem eintreten können! Das ist das, was ich meine, wenn ich sage, dass sie unberechenbar ist. Sie konnte sich selbst nicht ganz stoppen. Und nachdem sie Tjornes Leben geschont hat, weiß ich auch nicht, inwiefern der Dämon darauf reagiert und sie bestraft und/oder dafür sorgt, dass sie das nächste Mal voll durchzieht. Würde mich interessieren, wie das in DSA mit Paktierern grundsätzlich ist. Auch interessant wäre in dem Zusammenhang: Wie kann man einen Pakt lösen? Kommt Zidaine nur da raus, wenn sie sich an allen gerächt hat, die in die Sache von damals verwickelt waren oder hilft auch das nicht? Kann sie durch Zuwendung einer Kirche/Gottheit davon loskommen oder würde das eher tödlich enden, wenn sie sich einem Geweihten anvertraut? Sehe bei ihr auch keine Bereitschaft, sich anzuvertrauen. Da hat sie noch einen langen Weg vor sich, falls sie ihn überhaupt einschlagen will.
    Ich sage auch nicht, dass sie damit komplett davon kommt. Nur in diesem 3ten Band.

    Liebe Grüße

    Juliane

    Einmal editiert, zuletzt von Janesway ()

  • Janesway


    Ich verstehe, was du meinst bzw. andeutest mit Nirka und dem zuvor nicht erwähnten Fernweh. Ich hatte mir das so gedacht, dass sie vielleicht erst im Laufe der Geschichte bzw gegen Ende zu diesem Entschluss gekommen ist. Vielleicht weil sie ihren Platz noch nicht gefunden hat und ihre Sippe mit Blauauge gut abgesichert weiß. Natürlich ist sie ein Rudeltier (als Wolf) dennoch ist sie ja auch ein Mensch und befindet sich auch auf See in einer sozialen Gemeinschaft, ich denke da ist es wohl erst mal zweitrangig, ob es sich da um ihr Rudel dreht. Es ist ja kein Abschied für immer. Sie ist jung und neugierig, jetzt ist eine Gelegenheit da, die sich vielleicht nicht mehr so schnell bietet und da ergreift sie sie beim Schopf. Das muss ja nicht ein lang gehegter Wunsch sein.


    Wenn ich bzgl. Zidaine sage, dass sie nicht bis zum Äußersten gegangen ist, dann denke ich zurück an die Szenen aus "Nordwärts", denn dort verfuhr sie ja mit Eigil (Schlitzmaul, einer ihrer Peiniger) ähnlich bzw. dasselbe Schema aber noch krasser ausgeführt im Detail, d.h sie hat Eigil z.B. einen Halsschnitt verpasst in den sie ein Möwenknöchelchen eingesetzt hat durch das er Luft bekam, er konnte aber nicht mehr schreien sondern sollte langsam und qualvoll sterben. (Ich muss das mal raussuchen) Wenn Du jedenfalls die Szene mit Eigil und die mit Tjorne vergleichst, dann sieht man schon einen Unterschied in der Konsequenz der Ausführung. Ich muss die Stelle mal raussuchen, vielleicht macht Bernard das auch. :)

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • @ TippendeTastatur


    Natürlich kann man es sich bei Nirka so zurechtlegen, dass sie am Ende logisch zu diesem Entschluss kommt. Es lassen sich schon Gründe finden, wenn man genug sucht, aber die muss ich nicht "hübsch" finden. :)
    Wenn sie erstmal richtig dabei ist, kräht da aber eh kein Hahn mehr nach. Ist n bissl wie mit ner Geburt. Fragt später auch keiner mehr, ob Kaiserschnitt oder normal. ::)


    Sie weiht Tylstyr ein, bevor es zu spät ist. Das zeigt Reue? einen guten Kern? Hilflosigkeit?
    Der Charakter ist auf jeden Fall in einer Entwicklung, aber diese hat klare Schranken und es ist die Frage, ob Zidaine weiter gehen kann als in diesem Moment.
    Und sie hintergeht die komplette Ottajasko noch mit Beorn, so eine Frechheit. >:(
    Ergo: Ich tue ihr nicht Unrecht. ;D

  • Vorweg: ein besonderer Dank an Janesway, die sich getraut hat, ins kalte Wasser zu springen und diese Reise zwischen lauter Phileasson-erfahrenen Schildmaiden und Recken anzutreten. Ich finde, Du hast Dich sehr wacker geschlagen!
    :klatschen:



    Lag ich doch ganz richtig damit, Zidaine nicht über den Weg zu trauen.


    Ja, da hattest Du eine gute Spürnase. ;)



    Das birgt für Tjorne doch die Gefahr, dass sie ihre Rache an ihm noch zu Ende bringen wird, solange beide noch in Festum sind.


    In gewisser Weise schon ... aber er wird bestimmt nicht einfach abwarten, bis sie ihn holen kommt ...



    Phileasson war auf einmal so unglaublich stur, wie ich es nicht von ihm gedacht hätte.


    Die Rivalität zwischen Beorn und Phileasson geht schon viele Jahre lang, und sie ist ein wunder Punkt - für beide.



    Ich finde es einfach etwas unpassend, denn die Sehnsucht nach der Weite habe ich bei Nirka so eigentlich nicht bemerkt. Ist mir da was entgangen?


    So weit würde ich nicht gehen, aber ...
    Ihr habt Euch ja ein klärendes Gespräch zwischen den Halbgeschwistern gewünscht, das es in dieser Form nicht gegeben hat. Aber die beiden sprechen durch ihre Taten.
    Im Prolog zieht Crottet fort, als er merkt, dass zwischen ihm und Nirka ein großer Neid wächst.
    Nun geht Nirka fort, als sie merkt, dass nur ihr Weggang Crottet die Chance auf eben jene Stellung in der Sippe verschafft, die ihm eigentlich von Geburt an zusteht, die er aber nicht einnehmen kann, solange Nirka bei den Sairan-Hokke ist.
    So gesehen hat er ihr zehn Jahre geschenkt - nun schenkt sie ihm ein paar Jahre zurück, in denen er sich in der Sippe etablieren kann.



    hat Phileasson da als Ottajasko-Alpha etwa eine Sogwirkung auf sie, von der wir noch nichts wissen?


    Auch eine schöne Erklärung. :D



    Irulla ... ist eine Moha, oder? Die haben ja in ihren Stämmen ganz eigene Stammesregeln. Wäre schön, wenn die nächstes Mal mehr rausgearbeitet würden oder hält sie sich so fernab der Heimat nicht mehr daran?


    Die Mohas haben in der Beschreibung Aventuriens eine Wandlung durchgemacht. Anfangs waren alle Waldmenschen Mohas, inzwischen ist das nur noch einer von mehreren Stämmen. Irulla ist eine Waldmenschenfrau vom Stamm der Keke-Wanaq. Sie ist allerdings schon als Kind nach Thorwal gekommen - wie das vonstatten ging, ist der Stoff vieler Erzählungen, von denen nicht wenige von ihr selbst vorgetragen werden (das sind dann die morbiden Varianten mit Geisterschiffen oder Kannibalen). Mit Phileasson war sie schon mehrfach auf großer Fahrt, er hat sogar angeboten, sie in die Glutströhm-Ottajasko aufzunehmen. Das hat sie aber abgelehnt.



    Das Mini-Abenteuer mit den Viehdieben hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Erst dachte ich, dass es dazu diente, Zidaines Rachegelüste noch rauszuarbeiten, ...


    Diese Szene habe ich erst bei der Überarbeitung eingefügt. Unbedingt nötig ist sie sicher nicht.
    Sie dient primär dazu, zu erzählen, wo der Wolf Blauauge abbleibt.
    Ein zweiter Grund war der Leserwunsch nach mehr Liedgut von Ohm Follker.
    Und weil es sich dann anbot, habe ich noch den Verweis auf Todesstille eingebaut.
    Erzählerisch ist nicht schlecht, dass Phileassons Ottajasko durch diese Szene auf dem Weg vom Zauberwald nach Festum noch etwas erlebt - das macht die Dauer der Reise etwas spürbarer, als wenn man es nur am Datum in der Szenenüberschrift ablesen kann.



    Ich muss sagen, dass mir die Beschreibung der Festumer Promenade unbeschreiblich gut gefallen hat,


    :freu:
    Bei der Recherche habe ich gelernt, dass Weißilmen gar nicht weiß sind ...



    Ließ sich auch als Einzelband aus der Serie herausgegriffen ganz gut lesen.


    Das ist ein sehr wertvolles Feedback, weil wir ab und zu gefragt werden, ob man auch die einzelnen Bände lesen kann, wenn man sich zum Beispiel für eine bestimmte Region Aventuriens interessiert.



    Shaya mag ich so wie sie ist und hoffe, dass da nicht noch mehr zu Salarin und ihr kommt. Das passt mir irgendwie nicht.


    Gib's zu: Du hast Dich ein bisschen in Salarin verguckt und möchtest deswegen, dass er nicht in feste Hände kommt! :flirt:



    Selbstverständlich ist Phileassons Drachenboot das einzige, auf das ich mich begeben würde!


    :freu:



    Wohin genau geht es denn als nächstes? Habe mich noch nicht spoilern lassen. :)


    Das schwarze Auge inspiriert viele Künstler, unter anderem auch Musikgruppen. Hier besingen Amber die Region, in die es in Silberflamme geht.


  • In gewisser Weise schon ... aber er wird bestimmt nicht einfach abwarten, bis sie ihn holen kommt ...


    Genau. Stellt sich die Frage, was er stattdessen machen wird.



    So weit würde ich nicht gehen, aber ...
    Ihr habt Euch ja ein klärendes Gespräch zwischen den Halbgeschwistern gewünscht, das es in dieser Form nicht gegeben hat. Aber die beiden sprechen durch ihre Taten.
    Im Prolog zieht Crottet fort, als er merkt, dass zwischen ihm und Nirka ein großer Neid wächst.
    Nun geht Nirka fort, als sie merkt, dass nur ihr Weggang Crottet die Chance auf eben jene Stellung in der Sippe verschafft, die ihm eigentlich von Geburt an zusteht, die er aber nicht einnehmen kann, solange Nirka bei den Sairan-Hokke ist.
    So gesehen hat er ihr zehn Jahre geschenkt - nun schenkt sie ihm ein paar Jahre zurück, in denen er sich in der Sippe etablieren kann.


    Ja, das kann man sicher so auslegen. Wie das Leben so spielt, habe ich tatsächlich einen Halbbruder (der erste Mann meiner Mutter starb an Krebs), mit dem auch ich ständig in Konkurrenz stand und wir haben ebenfalls nie über emotionale Themen gesprochen. Trotzdem oder eventuell gerade deswegen kann ich mich da nicht rein versetzen. Oder es liegt daran, dass der Vater eben schon tot ist. Wofür noch Jahre schenken? Ein besseres Geschenk wäre es gewesen, wenn Nirka Crottet gesagt hätte, dass die letzten Gedanken ihres Ziehvaters seinem Sohn galten. Das brachte sie wohl nicht über sich.



    Auch eine schöne Erklärung. :D


    Und ich muss zugeben, dass ich sie für ein starkes Pärchen halten würde. Wortwörtlich.^^



    Erzählerisch ist nicht schlecht, dass Phileassons Ottajasko durch diese Szene auf dem Weg vom Zauberwald nach Festum noch etwas erlebt - das macht die Dauer der Reise etwas spürbarer, als wenn man es nur am Datum in der Szenenüberschrift ablesen kann.


    War die Ottajasko da noch nicht in Festum angekommen? Hups.



    Gib's zu: Du hast Dich ein bisschen in Salarin verguckt und möchtest deswegen, dass er nicht in feste Hände kommt! :flirt:


    Nein nein nein! Never ever! :totlach: Fehlt nur noch, dass er sich eine Blümchenkrone bastelt und damit über eine Wiese tanzt. Zu den Melodien, die nur er in seinem Kopf hört wohlgemerkt. :P
    Es ist bloß: Kennt nicht jeder dieses eine Pärchen, bei denen alle außer ihm selbst von Anfang an wissen, dass es nicht klappen wird? :>


  • Und ich muss zugeben, dass ich sie für ein starkes Pärchen halten würde. Wortwörtlich.^^


    Hm... eine Liebelei für Phileasson? Warum nicht. Beorn hat ja auch seinen Spaß. Es wäre ja wirklich pure Verschwendung bei so einem gestandenen Mannsbild, dass sich da nicht irgendwann mal was ergeben würde :herz: :flirt:
    Ob ich da allerdings Nirka sehe, weiß ich noch nicht. Kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Die letzte Seite ist gelesen, das Buch wurde geschlossen und als Leser schaue ich traurig auf den Buchrücken. Nicht weil mir das Buch nicht gefallen hätte, sondern weil es zu Ende ist.


    Im letzten Leseabschnitt wurde Festum also erreicht. Die Karen konnten verkauft werden und als Cliffhanger steht die nächste Prophezeiung vor der Tür. Schade das man die nicht mehr lesen durfte. Ich gehe zwar von relativer Gleichheit mit der Kampagne aus, aber für viele Leser stelle ich mir das zum Rätseln interessant vor bis zum nächsten Buch.


    Das was von Festum beschrieben wurde hat mir gut gefallen. Als großer Bornland und Festum Fan kann ich da aber nie genug bekommen. ;)


    Zidaine ist also als Spionin für Beorn bei Philli untergekommen. Das war mir gar nicht so bewusst. War das für alle neu oder hatte ich da in Band 2 etwas überlesen? Der Twist hat mir jedenfalls auch gefallen. Das Attentat auf Tjorne hat mich dann aber überrascht. 1., dass es jetzt doch schon in diesem Band gekommen ist und 2., dass er das überlebt hat. Zidaine schien wider Willen gehandelt zu haben. Anders kann ich mir den Hinweis an Tylstyr nicht erklären. Es sei den sie verfolgt einen größeren Plan und Tylstyr hat ihr mit der Errettung von Tjorne in die Karten gespielt. Wie auch immer der große Racheplan ausschaut. Immerhin sind die beiden Stainakr-Freunde jetzt ja getrennt.


    Der Ausstieg Tjornes aus der Ottajasko hat mich dann aber genauso überrascht, wie das Crottet bei den Nivesen bleibt. Es bleibt für mich jetzt die Frage, ob Nirka auf Dauer bei der Ottajasko bleibt oder ob es doch noch das Treffen mit Sven gibt. Ich frage mich, ob die Feuerteufeleien aus Norburg in dieser Version der Geschichte ungesühnt bleiben.


    Kommen wir jetzt zu den Fragen der Autoren:


    1. Meine Stimmung nach dem fertig lesen: Die Geschichte hat sich toll weiter entwickelt. Ich bin sehr zufrieden mit den Lösungen und Adaptionen aus den neuen DSA Setzungen. Die Stimmung der Spielwelt und die des ursprünglichen Abenteuers werden ganz toll transportiert. Vielen Dank dafür an die Autoren!


    2. Welche Szenen werden Euch im Gedächtnis bleiben?: Die Szene im Schwitzhaus, der gemeine Schwarzelfsklaventreiber an der Glasschmelze, der Kampf im Grabmal im Totenmoor, die Terminator-Gardistin von Norburg, die Krebsfolter Zidaines(Buchübergreifend)


    3. Welche Figuren haben Euch am besten unterhalten? Beorn, Pardona, Phileasson, Irulla für Ihre Sprüche, Zidaine wegen ihrer Düsternis und ihrem Geheimnis, Vascal, weil er mich zum Spekulieren wegen seines von mir vermuteten Geheimnisses angeregt hat, Ohm Volker für seine Gesänge.


    4. Welche Figuren sind Euch ans Herz gewachsen?: Beorn, Phileasson, Irulla, Ohm Volker, Abdul, Salarin


    5. Welche Figuren findet Ihr interessant?: Zidaine, Pardona, Vascal, die Hochelfen, Sven Gabelbart, Aventurische Prominenz wie z.B. Stover in diesem Buch


    6. Von wem wollt Ihr mehr lesen?: Beorn, Phileasson, Pardona, Irulla, Zidaine, Vascal


    7. Welche Themen bewegen Euch?: Wie geht es mit Zidaine weiter? Was hat es mit Vascal auf sich? Was ist der Plan für Leomara? Wer ist Salarin? Wieso gibt es keinen Zwerg in der Ottajasko? Igor Eisenbeiß fehlt mir sehr! Seine Schauergeschichten sind ja teilweise auf Irulla übertragen worden, doch mir fehlt seine zwergische Weltsicht auf all die Elfendinge. Das würde viel Spielraum für etwas Comedy und interessante Fakten geben. Ich hoffe, dass sich noch ein Zwerg der Ottajasko anschliessen wird.


    8. Welche Fragen wollt Ihr beantwortet haben?: Was ich nicht beantwortet haben möchte, sind zu viele Fakten über Pardonas Vergangenheit. Ich mag das es da Lücken gibt und diese mit Phantasie gefüllt sind. Wenn Pardona der Leserschaft mehr von sich preis gibt, dann gerne wie in diesem Roman als "unverlässlicher Erzähler". Ansonsten darf gerne mehr Futter zu Zidaine und Vascal/Leomara kommen.


  • War die Ottajasko da noch nicht in Festum angekommen? Hups.


    Durch die eingeschobene Szene mit den Viehdieben konnte ich auch das schöne Städtchen Rodebrannt als Kulisse benutzen.



    Die letzte Seite ist gelesen, das Buch wurde geschlossen und als Leser schaue ich traurig auf den Buchrücken.


    :o



    Nicht weil mir das Buch nicht gefallen hätte, sondern weil es zu Ende ist.


    puuuhh ... :schwitzen:



    ... und als Cliffhanger steht die nächste Prophezeiung vor der Tür. Schade das man die nicht mehr lesen durfte.


    Einerseits ist es schon ein Cliffhanger, wenn man so knapp vor der Prophezeiung aufhört.
    Andererseits finde ich, dass die jeweilige Prophezeiung unbedingt in den Roman gehört, in dem auch die jeweilige Aufgabe gelöst wird. Sonst wäre es unfair für diejenigen, die einen einzelnen Band aus der Reihe kaufen.
    Da die vierte Prophezeiung in Silberflamme gesetzt ist, könnte man allenfalls noch doppeln - beispielsweise hätten wir in Die Wölfin Shaya die Prophezeiung verkünden können und am Anfang von Silberflamme hätte dann Beorn/Lenya/Pardona die Prophezeiung empfangen können. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit für künftige Bände. :nachdenk:



    Zidaine ist also als Spionin für Beorn bei Philli untergekommen. Das war mir gar nicht so bewusst. War das für alle neu oder hatte ich da in Band 2 etwas überlesen?


    [quote author=Himmelsturm, Seite 356f]
    »Ich habe jemanden ausgewählt. Wenn wir das nächste Mal auf Asleif stoßen, werden wir ihm unseren Spitzel unterschieben. Er ist zu arglos. Wenn wir es richtig anfangen, wird er ganz sicher keinen Verdacht schöpfen. Ich brauche jemanden, der besser mit dem Schwert umgehen kann als meine Thorwaler.«[/quote]
    Als Galayne Zidaine später den Stich versetzt (Seite 424f), tut er das mit ihrem Einverständnis.



    Zidaine schien wider Willen gehandelt zu haben. Anders kann ich mir den Hinweis an Tylstyr nicht erklären.


    Das ist natürlich die große Frage: Was hat Zidaine veranlasst, ihren Plan nicht wie sonst in die Tat umzusetzen? Reue? Zwei Seelen in ihrer Brust? Ihre Zuneigung zu Tylstyr? Eine List?



    Die Geschichte hat sich toll weiter entwickelt. Ich bin sehr zufrieden mit den Lösungen und Adaptionen aus den neuen DSA Setzungen. Die Stimmung der Spielwelt und die des ursprünglichen Abenteuers werden ganz toll transportiert. Vielen Dank dafür an die Autoren!


    :freu: Sehr gern!



    Wieso gibt es keinen Zwerg in der Ottajasko?


    :D
    In Silberflamme werden einige Zwerge auftauchen ... Ob sie sich einer Ottajasko anschließen - die Leserinnen und Leser werden es erfahren. ;D :lesen:

Anstehende Termine

  1. Freitag, 6. Juli 2018 - Sonntag, 22. Juli 2018

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  2. Dienstag, 10. Juli 2018, 21:40 - Dienstag, 24. Juli 2018, 22:40

    odenwaldcollies

  3. Freitag, 13. Juli 2018 - Sonntag, 29. Juli 2018

    Caren

  4. Freitag, 13. Juli 2018 - Sonntag, 22. Juli 2018

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